Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Michelle

Montag, 16. Februar 2026

So nannte sich das Krepel mit seiner IP-Adresse aus dem brummenden Nigeria, das heute morgen um 8:46 Uhr hier auf Unser täglich Spam den folgenden Kommentar ablegen wollte, indem es den Text ohne Verwendung eines Spamskriptes in „ehrlicher“ Handarbeit über die Zwischenablage ins Kommentarfeld kopierte:

Hallo zusammen, benötigt ihr Hacking-Dienste?
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Achtung: Die meisten dieser sogenannten Hacker sind Betrüger. Ich weiß, wie echte Hacker arbeiten: Sie werben nie so leichtgläubig und sind immer diskret. [sic!]
Ich bin schon so oft betrogen worden, weil ich verzweifelt nach Hilfe gesucht habe, um meine Schulnoten zu verbessern.
Schließlich hat mir ein Freund eine Gruppe zuverlässiger Hacker empfohlen, die diskret arbeiten und schnell liefern. Sie bieten alle Arten von Hacking-Dienstleistungen an, darunter:

– Sicherung von privaten/Firmen-Websites
– Verkauf von Blanko-Bankkarten.
– Spiele-Hacking
– E-Mail-Konten hacken und E-Mail-Standort verfolgen
– Alle Social-Media-Konten, – Schuldatenbanken zum Löschen oder Ändern von Noten,

– Verlorene Dateien/Dokumente wiederherstellen – Kfz-Kennzeichen ändern
****iTunes-Kartencode-Hacking

DUIs – Firmendaten und -systeme,

Bankkonten, PayPal-Konten, Bitcoin- und Onecoin-Konten

Kreditkarten hacken

Kreditwürdigkeit hacken
– Beliebige Telefon- und E-Mail-Adressen überwachen
– IP-Adressen hacken
+ Anrufe abhören und Gespräche überwachen. ***KONTAKT> GENIUSWEBHACKERS@GMAIL.COM oder
WhatsApp +44741469████.

Bitte immer schön vorsichtig mit der Axt beim „Hacken“, sonst sind schnell ein paar Fingerchen weg! 🪓️

Natürlich hackt da niemand etwas. Bezahlen darf man trotzdem, und zwar Vorkasse und mit anonymisierenden Zahlungsverfahren (Western Union, Kryptogeld).

SIMONE

Samstag, 14. Februar 2026

So nannte sich das spammende Krepel mit seiner IP-Adresse aus dem bettelarmen Benin, das gestern nachmittag um 16:26 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam ablegen wollte, in Handarbeit und völlig ohne Spamskript, damit der Quatsch auch eine Chance gegen diese lästigen Spamfilter hat:

Suchen Sie dringend einen Kredit für ein Auto, die Begleichung überfälliger Rechnungen, den Hausbau oder die Finanzierung eines anderen Projekts? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Jan Jeroen bietet verschiedene Kreditarten mit sehr niedrigen Zinssätzen ab nur 2 % für Privatpersonen und Unternehmen. Beantragen Sie Ihren Kredit kostenlos und erhalten Sie ihn innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Antragstellung.

Die Voraussetzungen für die Kreditvergabe sind:

Wohnsitz in einem der folgenden Länder: Niederlande, Deutschland, Belgien, Kanada, Frankreich, Brasilien, Schweden, Schweiz, Spanien, Portugal, Kroatien…

- Gültiger Personalausweis.

- Regelmäßiges monatliches, vierteljährliches oder jährliches Mindesteinkommen.

- Aktives Bankkonto (optional).

- Mindestalter 18 Jahre.

- Vorzeitige Rückzahlung ohne Gebühren.

Tja, wenn man die Sprache gar nicht versteht, in der man spammt und sich völlig auf Computerübersetzungen verlässt, dann wird es auch mal zur Voraussetzung für die Kreditvergabe, dass man gebührenfrei vorzeitig zurückzahlt. Macht aber nichts. Die Zielgruppe dieses Vorschussbetrügers merkt es eh nicht.

Der gleichermaßen inhaltsarme wie wortreiche Stil des gesamten Spamkommentars kommt vermutlich daher, dass der größte Teil des Textes von einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Politikern, Journalisten und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – erzeugt wurde. 🤖️

Gut, dass man nicht einmal ein Bankkonto braucht! Die hundertzwanzigtausend Øre Darlehen, damit man sich endlich eine angemessene Ludenschleuder von Auto kaufen kann, kommen dann vermutlich über Western Union. 😁️

Hinweis: Sie müssen nicht berufstätig sein, um einen Kredit bei uns zu beantragen. Ein regelmäßiges monatliches, vierteljährliches oder jährliches Einkommen genügt.

Oh schön, Grundversorgung geht auch! Bei kurzer Laufzeit reicht sicherlich auch das Kindergeld. Gebären muss sich wieder lohnen! 😁️

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Die GMail-Banken aus der Kommentarspam sind immer die allerbesten! Es reicht nicht einmal für eine schnell aufgepustete Website. Immerhin ist dieses Spammchen aus der Hirnhölle des Vorschussbetrugs so „seriös“, dass es keine WanzApp-Nummer dazuschreibt.

Je nach gewünschter Laufzeit bieten wir Ihnen:

- Kurzzeitkredite (bis zu 3 Monate),

- Kurzzeitkredite (bis zu 2 Jahre),

- Mittelfristige Kredite (bis zu 7 Jahre),

- Langfristige Kredite (bis zu 20 Jahre),

- Sehr langfristige Kredite (über 20 Jahre)

Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, zögern Sie nicht! Beantragen Sie Ihren Kredit jetzt, indem Sie unser kurzes und einfaches Formular an simonetebet340@gmail.com senden oder uns eine Nachricht schreiben, um Ihren Kredit schnell zu erhalten.

Wo gibt es denn das Formular? Ich lache doch so gern.

Ach, Entf! 🗑️

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihr Paket.

Freitag, 13. Februar 2026

Oh, schön! Mit Punkt am Ende des Betreffs. Das macht das Filtern viel leichter.

Von: support@kigyolab.com
Antwort an: angel.moreno1@yandex.com
An: gammelfleisch@tamagothi.de

Oh, heute mal nicht GMail für die Antwortadresse beim Vorschussbetrug, heute mal Yandex? Das ist relativ selten, denn Google ist der beste Kumpel und Komplize der Spammer und Betrüger. Gemeldete GMail-Adressen von Trickbetrügern sind regelmäßig noch ein halbes Jahr später in aktiver Benutzung durch Trickbetrüger. Google hat kein Interesse daran, den kriminellen Missbrauch seiner kostenlos angebotenen Dienste zu unterbinden. Google sammelt den damit verbundenen Reibach ein, und lastet die Kosten und den Aufwand der ganzen Welt auf. Google selbst ist Spam. In einer Welt, in der das Recht Gerechtigkeit herstellen sollte, wäre das klar illegal. In den USA scheint es legal zu sein.

Diese Spam wurde übrigens über die IP-Adresse eines Hosters aus Japan versendet, mein Hinweis ist schon draußen. Es ist ja nicht Google. Vermutlich ist jetzt schon der Stecker gezogen. Hoffentlich hat der Hoster Vorkasse genommen und sieht so wenigstens ein bisschen Geld für seinen Aufwand und Ärger!

Was kriege ich denn heute für ein Paket?

Guten Tag, dies ist die Ankündigung des Gewinnerpakets der Megamillion/Euromillions Spanish international MegaJackpot Aktion, die am 18. Aug. 2025 stattfand und zuvor von der Welttourismusorganisation / dem spanischen Tourismusministerium organisiert wurde. Ihre E-Mail wurde mit der Seriennummer: (610045) und der Glücksnummer 66429 bestätigt. Sie sind der Gewinner von € 1.200.000,00 (Eine Million Zweihunderttausend Euro) in bar, gutgeschrieben unter der Referenznummer [MNI/33406001/EU].

„Guten Tag“ ist mal wieder genau mein Name.

Ah, es ist ein Päckchen mit 2.400 lila Läppchen der Europäischen Zentralbank, weil ich in einer Lotterie gewonnen habe, für die nich niemals ein Los gekauft habe. Die funktioniert nämlich, indem man einfach irgendwelche lustigen Nummern an die Mailadressen hängt, und wenn die gezogen werden, gibt es Millionengewinne. Wie sich diese Lotterie finanziert? Na, sie hat vermutlich einen dieser Geldbäume im Garten und pflückt einfach das Laub ab.

Die angebliche Ziehung der Mailzahlen war vor 179 Tagen. An einem Montag. Das ist ein eher ungewöhnlicher Wochentag für eine Lotterieziehung. Wieso die Mail mit meiner angeblichen Gewinnbenachrichtigung beinahe ein halbes Jahr braucht, bis sie bei mir ankommt? Vermutlich handelt es sich um eine Abwandlung des Protokolls in RFC 2549, bei der Briefschnecken anstelle von Tauben verwendet werden.

Die Gewinner wurden per Computerabstimmung aus 80.000.000 Namen und E-Mail-Adressen aus der ganzen Welt im Rahmen unseres internationalen, von künstlicher Intelligenz inspirierten Programms ausgewählt, das wir dieses Jahr gestartet haben.

Oh, ein von künstlicher Intelligenz inspiriertes Programm macht eine Abstimmung? Bei meiner Abstimmung mit mir selbst kommt da sofort raus, dass es Bullshit ist. 🤣️

Und was soll da der Umweg über die Nummern? Der ist nicht nötig, wenn man es in Software macht. Ich möchte jetzt keine eingesammelten Mailadressen aus meinem EMail-Archiv veröffentlichen, aber ich habe als Standard meines Betriebssystems eine Datei…

$ wc -l /usr/share/dict/ngerman
356010 /usr/share/dict/ngerman
$ _

…mit 356.010 deutschen Wörtern in neuer Rechtschreibung herumliegen (sie wird für eine Rechtschreibprüfung verwendet, die ich gar nicht nutze), die ich hier mal als Ersatz benutze. Wenn ich daraus mit einem Computer zehn „Gewinner“ ziehen wollte, ginge das ganz einfach und brauchte übrigens auch kein „von künstlicher Intelligenz inspiriertes Programm“, sondern nur einige konzeptionell aus den frühen Siebziger Jahren stammende und übrigens im Gegensatz zur so genannten „künstlichen Intelligenz“ sehr energieeffiziente und schnelle Standardwerkzeuge meines Betriebssystems:

$ shuf -n 10 /usr/share/dict/ngerman | nl 
     1	geringstmöglicher
     2	Exkaisers
     3	kreditwürdigster
     4	Arbeitsstunde
     5	probiert
     6	Behelligung
     7	javanisch
     8	herzusagender
     9	entschädigendes
    10	verhängnisvollerer
$ _

Um die Auszahlung der Gewinne an die Wörterbucheinträge zu vereinfachen, habe ich die Gewinner nach der „Ziehung“ durchnummerieren lassen. Zählen können diese Computer wirklich gut. Dass man vor der „Ziehung“ etwas nummeriert, um einen technisch unnötigen Umweg über „Losnummern“ zu machen, ist nicht nötig. 😉️

Was das Thema „künstliche Intelligenz“ betrifft, sind Spam, Werbung, Politik und Journalismus auf einer Linie. Das Reklamewort „künstliche Intelligenz“ soll nur Leser und Zuhörer beeindrucken und wird regelmäßig von Menschen in den Mund genommen, die nicht einmal grob verstehen, wie ein Computer funktioniert. Das so Mitgeteilte ist meist lächerlich und dumm. Leider merken die meisten Menschen das nicht und lassen sich beeindrucken und teilweise sogar verängstigen.

Bitte wenden Sie sich an Angel Juan Moreno Esq, den internationalen Vertreter von Fintonic Security and Finance Madrid, (https://www.fintonic.com/es-ES/inicio/). Telefonnummer: 34 662 425 ███.
Private E-Mail Adresse: angel.moreno@fintonic.eu oder angel.moreno1@yandex.com. Für weitere Informationen: http://loteria.rtve.es

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten! Die ist gefälscht. 🤥️

Der Antrag muss bis zum 30 Marz eingereicht werden. 2026 eingereicht werden, andernfalls wird er annulliert. Darüber hinaus gehen 5 % Ihres Gewinns an Fintonic Seguros S.A. Dieser Betrag wird von Ihnen nach Erhalt Ihres Gewinns bezahlt.

Oh, sind auf einmal die Umlaute ausgegangen? Und war beim Lotteriebetreiber gerade nicht mehr das Geld für einen richtigen Dolmetscher übrig, so dass der Satz aussieht wie ein Auto nach einem schweren Unfall mit der Straßenbahn? Das ist aber schade. 😂️

Natürlich gibt es keine Millionen, und die E-Mail-Lotterie existiert nicht. Das angeblich gewonnene Geld dient nur dazu…

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

…leichtgläubige Menschen dazu zu bringen, dass sie in den kommenden Wochen eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlen: Für den Notar, für die Sicherheitsfirma, für den Geldboten, für die Erklärung nach dem Geldwäschegesetz, für den korrupten Beamten, für den Anwalt, für den Logistiker, für alles mögliche. Die Betrügerbande ist gut eingespielt und kann in ihren telefonischen Aufführungen einem Menschen das Gehirn so lange weichlabern, bis sie es auslöffeln kann. Wenn die Bande bemerkt, dass nichts mehr zu holen ist – einige haben schon hohe fünfstellige Beträge für so einen Betrug gelegt und sich dafür sogar verschuldet – bricht der Kontakt ganz plötzlich ab. Die meisten Menschen, die darauf reinfallen, bemerken erst dann, dass sie die ganze Zeit betrogen wurden.

Wer mir das nicht glaubt, weil ich nur so ein dahergelaufener Blogger bin, der im geduldigen Internet gar vieles behaupten kann und der Lotteriegewinn in der „persönlichen“ Mail an „Guten Tag“ doch so viel besser als mein Geschreibe klingt: Gut so! Nicht alles blind zu glauben, was einer behauptet, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Vernunft und geistige Klarheit und damit ein wirksamer Schutz davor, zum Opfer von Verbrechern zu werden. Ich gebe weiter an das LKA Niedersachsen. Falls das immer noch nicht reichen sollte: Einfach mal die Mail ausdrucken und zur nächsten Polizeidienststelle gehen! (Besser ausdrucken, denn ich glaube nicht, dass auf jeder Polizeiwache ein Computer herumsteht, in dem die Beamten einen fremden, möglicherweise verseuchten Massenspeicher stecken möchten.)

Aber auf gar keinen Fall auf so einen alten, plumpen und letztlich dummen Betrug reinfallen! Jeder kann etwas Besseres mit seinem Geld anfangen, als asozialen Kriminellen die dicken Autos, die Puffbesuche und das Kokain zu finanzieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ana Eduardo Lopez Montero/Sekretärin

Hier spammt die Sekretärin noch selbst.

Entf! 🗑️

Re: Payment to you – Reference No: M8/U6-05/CY-32.

Donnerstag, 12. Februar 2026

Oh toll! Nicht nur, dass der Betreff auf einen Punkt endet, er hat auch mal wieder eine lustige und völlig bedeutungsleere Nummer, muss also irre wichtig sein. Na, wer schreibt denn heute:

Von: Ms Elena <controlgestion@sedatu.gob.mx>
Antwort an: elenacoli6453@aol.com
An: Recipients <controlgestion@sedatu.gob.mx>

Keine weiteren Fragen. Außer vielleicht die Frage, warum ich denn heute wieder Geld bekomme.

Re: Payment to you – Reference No: M8/U6-05/CY-32.

Good Day,

Did you receive our previous message?

Once again, we would like to use this medium to officially congratulate and inform you that, you have been awarded a financial compensation amount of US$1,335,900.00 USD, associated with the above reference number.

This payment is to help with your personal needs, pay your debts, and allow you to continue supporting those in need, orphans and animal care.

To receive your payment, please respond back with your telephone number to enable our payment director, Mrs. Hannah Ross, to contact you directly.

Best Regards,
Financial Services

Ach so, ich bekomme völlig grundlos 1,3 Megadollar vom Geldservice. Einfach so, damit ich mal wieder durchkaufen kann. Na, dann ist ja alles in Ordnung.

Früher haben sich diese Betrüger wenigstens noch eine Story ausgedacht.

Este correo ha sido analizado por el servicio de Symantec Email Security.Cloud.
Para más información, visite http://www.symanteccloud.com

Ich habe auch ohne diese Drecksreklame für Schlangenöl verstanden, dass es sich um eine Spam handelt.

Entf! 🗑️

Thomas

Sonntag, 25. Januar 2026

So nannte sich der WanzApp-GMail-Bankkaufmann mit seiner IP-Adresse aus Togo (seltener Gast hier), der heute um 10:58 Uhr den folgenden Text ohne Verwendung eines Spamskriptes eigenhändisch in das Kommentarformular kopierte und absendete – und trotzdem aus inhaltlichen Gründen an der Spamfilterung scheiterte:

Guten Tag an alle.
Wir bieten ein Darlehensangebot für Personen mit dringendem Finanzierungsbedarf an. Die verfügbaren Beträge reichen von 10.000 € bis 5.000.000 €, vorbehaltlich der Fähigkeit zur Rückzahlung innerhalb einer angemessenen Frist.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie mich bitte.
WhatsApp: +39 350 ███ 3084
E-Mail: bossardthomas94@gmail.com

Die WanzApp- und GMail-Banken aus der Kommentarspam sind immer die Allerbesten! Da kriegt jeder sein Darlehen. Bitte Vorleistungen nach Möglichkeit über Western Union und Konsorten oder über Kryptogeld bezahlen, denn die haben kein Bankkonto… und sie tragen auch nicht so gern Handschelle.

RIZA KOSAR

Montag, 19. Januar 2026

So nannte sich der Spammer, der heute um 11:13 Uhr den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, und der sich sogar ganz besonders extraschlau vorkam, weil er kein Spamskript benutzt hat, sondern den Text eigenhändisch ins Kommentarfeld kopiert hat. Der Text ist vermutlich teilweise mithilfe eines angelernten neuronalen Netzwerkes formuliert worden und hat von daher eine enorme Weitschafeligkeit und Faselfreude – aber bei der überhasteten Überarbeitung haben sich ein paar leidige Fehlerchen und Dada-Formulierungen dazugesellt:

Hello Sir & Madam,
Welcome to your RIZA KOSAR broker, Are you an entrepreneur of a company, a real estate developer, or a large industrial construction company, or a head of commercial companies or a construction contractor during the COVID-19 crisis pandemic, but who have failed, either due to the increase in the cost of materials, a shortage of labor, or a chief accountant of a company in financial crisis whose funds you need from a creditor lender broker as registry number (8658873). Today, these unfinished projects are competing for financing, with ambitious requests for loans for new construction from established developers.? Do you need investment funds to start your own business or finance your project? I am an independent Swiss broker on behalf of Riza Kosar of German and Swiss nationality who finances different types of funds and investments in several sectors in collaboration with HSBC BANK Germany and several other banks in areas such as:

Development: From residential to commercial, we can help you bring your vision to life.
* **Acquisition: Need financing to secure a valuable asset? We can provide the necessary capital.
* **Financing:** get the funds you need for your ongoing operations and expansion.
* **Equity Investment: Partner with us to fuel your growth and unlock new opportunities.
* **Hotels and multi-family buildings:** We have experience in investing in profitable real estate projects.
* **Infrastructure:** Contribute to the development of essential infrastructure projects.
* **Business Financing: Access the capital your business needs to thrive and innovate.
*accessible financing for urban projects and innovative solutions for and with farmers, foresters and rural communities.
* **Energy:** Invest in sustainable energy solutions and in the automotive industry sector.
.are you looking for an investment loan and financing for your photovoltaic and wind projects.
* **Investment in your technological research projects.

* **Other viable projects:** we are open to exploring new opportunities.We offer you money financing from € 10,000 ($ ,CHF,£) to € 80 billion ($,CHF,£) at an interest rate of 2% for all people able to repay it
Contact us:RizaFund-investment@outlook.com

Ich bin zwar nicht der Oberbuchhalter eines in der Finanzkrise gescheiterten Unternehmens, nehme aber trotzdem gern die achtzig Milliarden Dollar, Fränkli oder Pfund! Ist zwar ein bisschen schade, dass bei der HSBC-Bank Germany gerade keine Euro mehr im Angebot sind, aber damit komme ich schon klar. Endlich kann ich mal wieder so richtig durchkaufen! 🛒️

Die Darlehen der Outlook.com-Banken mit ihren anonym und kostenlos eingerichteten Mailadressen und ihrer Kommentarspam in irgendwelchen Foren und Blogs sind immer die allerbesten! Aber immerhin: Zur Abwechslung ist es mal keine GMail-Bank. Vermutlich bin ich nicht der einzige Mensch auf der Welt, der eine GMail-Adresse als starken Hinweis auf Spam betrachtet.

Natürlich gibt es da kein Darlehen. Da darf man nur Vorleistungen aller Art bezahlen und bekommt gar nichts dafür. Bitte keine Überweisungen und keine Schecks, bitte nach Möglichkeit alles über Western Union und Konsorten oder mit Kryptogeld bezahlen! Diese „Darlehensgeber“ bleiben lieber so anonym wie möglich.

Ohne Betreff

Sonntag, 18. Januar 2026

Oh, wie ist das bei mir durch die Spamfilterung geflutscht?

Von: Gerling Corporation <resume@team.globus-ltd.com>
Antwort an: Gerling Corporation <gerlinginitiative@gmail.com>

Qualitätsheader! Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei GMail von Google laufen, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers.

Zum Ausgleich steht meine Mailadresse nicht als Empfänger drin, so dass ich sofort weiß, dass es sich um Massenware handelt, die gleichlautend an hunderttausende Empfänger geht. Oder an noch mehr.

Das ist schon alles, was man sehen muss, um den Müll zu löschen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit soll ein Vorschussbetrug eingeleitet werden, und dafür gibt es beinahe immer ein paar Milliönchen geschenkt, geerbt oder gewonnen. Natürlich existiert das Geld gar nicht. Aber wer darauf reinfällt, darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen im Bereich von hundert bis zweihundert Euro. Viele Menschen wollen das Geld nicht abschreiben und schmeißen immer mehr hinterher. Davon machen sich die Betrüger dann ein schönes Leben ohne diese anstrengende Arbeit.

Natürlich ist so eine Mail nicht digital signiert und kann deshalb von jedem Menschen mit einem Internetzugang kommen. Sie ist auch nicht verschlüsselt, sondern wird offen wie eine Postkarte durch das Internet befördert. Auf ihrem Transportweg kann sie nicht nur gelesen, sondern wegen des Verzichts auf digitale Signatur sogar beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger eine Möglichkeit hätte, diese Manipulation zu bemerken. Ich merke das nur an, weil es in solchen E-Mails immer angeblich um sehr viel Geld geht. Jeder fände es überraschend, so eine Mitteilung auf einer Postkarte im Briefkasten zu haben. Weil das ja jeder auf dem Weg lesen könnte. Genau das ist so eine Mail. Nur, dass man den Text noch einfacher verändern kann als auf einer Postkarte.

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Die Verbrecher in diesen Betrügerbanden sind sehr geübt darin, ihre Opfer am Telefon zu bequatschen, ihnen allerlei absurde Dramen vorzuspielen, und ihnen dabei immer wieder die bereitliegenden Millionen vor Augen zu stellen, bis sie das Gehirn auslöffeln können. Dazu kommt allerdings auch eine dumme und sehr leichtgläubige Gier beim Opfer, die bei der Vorstellung von Geld den gesamten kritischen Verstand abwirft. Es haben sich schon Menschen verschuldet und sind sechsstellige Beträge bei solchen Nummern losgeworden, bis der Kontakt plötzlich abbrach, weil für die Betrüger inzwischen jemanden anders hatten, dem sie das Geld wieder einfacher „rausleiern“ konnten. Ja, die „behandeln“ regelmäßig zwanzig bis dreißig Opfer auf einmal. Nein, sie haben nicht gern viel Arbeit dabei.

Wer mir das nicht glauben möchte, weil ich ein dahergelaufener Blogger bin, der gar vieles in diesem geduldigen Internet behaupten kann: Gut so! Einfach mal die Mails ausdrucken¹ und auf der nächsten Polizeidienststelle fragen! Die kennen das schon zur Genüge. Aber bitte auf gar keinen Fall (weiter) darauf reinfallen! Jeder Mensch kann etwas besseres mit seinem Geld anfangen, als diesem Geschmeiß den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Absender weiß nicht einmal, wie ich heiße. Und er weiß auch nicht, ob ich Männlein oder Weiblein bin.

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie für eine Förderung in Höhe von €7.500.000 in die engere Auswahl aufgenommen wurden. Diese Initiative wurde von einem deutschen Philanthropen ins Leben gerufen, um Unternehmer, Projekte, Einzelpersonen und Unternehmen bei ihrer persönlichen und geschäftlichen Entwicklung zu unterstützen.

Das ist aber nett, dass er mir trotzdem grundlos 7,5 Megaeuro in die Hand drücken will, um mich in meiner persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Vermutlich, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Denn etwas anderes kennt er ja nicht von mir.

Endlich kann ich mal wieder so richtig durchkaufen! 🛒️

Das ist ja so wichtig für meine persönliche Entwicklung. 👍️

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Förderer unter folgender E-Mail-Adresse: gerlinginitiative@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten, wie man das bei jeder Mail eines denkenden und fühlenden Menschen machen würde! Sonst kommt die Antwort doch gar nicht bei den Spammern und Betrügern an. Aber trotzdem ganz feste daran glauben, dass die Geschichte mit den grundlos verschenkten 7,5 Megaeuro stimmt!

(Wenn eh schon eine Antwortadresse im Mailheader steht und der Empfänger einfach wie gewohnt nur auf „Antworten“ klicken muss, um die Antwort an die gewünschte Mailadresse bei GMail zu senden, ist es übrigens unglaublich dumm, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Antwort nicht an die Absenderadresse gehen soll und damit eine eventuell schlummernde Skepsis aufzuwecken. Aber vermutich ist das eine Art Intelligenztest. Denn diese Betrüger möchten gern dumme Opfer haben. Diese leisten weniger intellektuellen Widerstand, wenn sie wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.)

Mit freundlichen Grüßen
Lutz Cornelia
Sekretärin
Rolf Gerling Corporation

Die „Rolf Gerling Corporation“. Da, wo die Sekretärin Cornelia (oder Lutz) die Milliönchen an Unbekannte verschenkt! Auf Postkarten. 😂️

Entf! 🗑️

¹Ich glaube nicht, dass auf jeder Polizeiwache ein Rechner herumsteht, in dem die Beamten einfach einen USB-Stick reinstecken könnten, um sich Dokumente anzuschauen – und ich glaube noch weniger, dass sie das Risiko eingehen würden, ihre Arbeitsrechner mit Schadsoftware zu infizieren. Deshalb besser ein Ausdruck.

Anspruch!

Samstag, 10. Januar 2026

Oh, mal wieder ein Qualitätsbetreff. 🏆️

Von: Clare Lombardelli <backup@seotool.co>
Antwort an: jason.r2478@gmail.com
An: Recipients <backup@seotool.co>

Und so richtige Qualitätsheader gibt es auch. Den Absender kenne ich nicht. Die Antwort soll an eine anonym und kostenlos eingerichtete Adresse bei Googles GMail gehen, dem dicksten Kumpel und Komplizen der Spammer und Betrüger. Und zu schlechter Letzt stehe ich nicht einmal als Empfänger drin, sodern der Müll läuft über BCC und geht an ganz viele Leute gleichzeitig, ist also ungefähr so „persönlich“ wie ein mit fiesen Lügen und an die Dummheit appellierenden Bildern bedrucktes Reklameplakat im öffentlichen Blickraum. Nur eben auch noch illegal. Weil Spam illegal ist.

Mehr muss man nicht sehen, um den Müll zu löschen. Beinahe immer handelt es sich dann um den Versuch, einen Vorschussbetrug einzuleiten.

Sie wurden als Erbenberechtigter identifiziert. Um den Anspruch geltend zu machen, wenden Sie sich bitte mit Ihrem vollständigen Namen an Clare Lombardelli unter . Eine schnelle Antwort hilft uns, den Prozess zu beschleunigen jason.r2478@gmail.com

So so, als Erbenberechtigter. Das kommt mir bekannt vor, denn das Wort ist so dumm, dass ich es nicht wieder vergesse, wenn ich es in einer Spam gelesen habe. Die gleiche dumme Spam hatte ich schon im Sommer, nur, dass damals alle Lücken im Text ausgefüllt waren und nicht ein Punkt den Satzstummel nach „unter“ beendet hat.

Schon schade, wenn der Spammer einen Text eines anderen Spammers benutzt, in einer Sprache, die er nicht versteht, und dann löscht er die alte Mailadresse, nimmt nach dieser Anstrengung einen großen Schluck aus der leckeren Flasche mit dem Frühstückswodka, weiß hinterher nicht mehr, wo die Mailadresse hingehört und hängt sie einfach ans Ende des Textes. Die Vorlage klang ja schon hochnotdümmlich.

Und das Beste daran: Das mit der Mailadresse hätte er sich völlig sparen können. Wenn der Empfänger auf „Antworten“ in seiner Mailsoftware klickt, geht es ja an die eingetragene Antwortadresse. Und jeder Mensch klickt auf „Antworten“, um eine Mail zu beantworten. Ohne, dass man das groß erklären muss. Weil es so naheliegend ist. Da steht ja „Antworten“. Aber der Spammer ist mit seinem Volkshochschulkurs „E-Mail für ganz dumme Matschbirnen, die besser als Fehlgeburt geendet wären“ noch nicht durch, und deshalb weiß er das auch noch nicht. Vielleicht wird er es noch lernen. Vielleicht auch nicht. So mancher Intellekt soll ja vollständig mit dem Stoffwechsel ausgelastet sein.

Dass mein rspamd für diesen Müll sportliche 30,42 Punkte vergeben hat, passt da gut. Bei mir gehts ja schon für fünf Pünktchen in die eklige Tonne, in die nur ungern schaue, aber dieser E-Müll aus der Hirnhölle sollte überall ganz sicher als Spam erkannt werden.

Für alle, die zu naiv sind und auf so etwas reinfallen könnten, wenn es mal durch den Spamfilter kommt: Normalerweise kennt man die Menschen, die man beerbt. Dass man von einem völlig Fremden erbt, ist zwar nicht unmöglich, aber eher etwas für schlechte Romane. Dass in der letztweiligen Verfügung dann nicht einmal ein Name des Erben steht, sondern nur eine Mailadresse; dass man deshalb erstmal aufgefordert wird, seinen Namen zu nennen, ist sogar als Story für schlechte Romane zu lächerlich.