So nannte sich der Enthirnungsrest mit schlechtem, fehlerhaftem Spamskript und IP-Adresse aus Argentinien, der heute um 13:00 Uhr den folgenden „Kommentar“ hier auf Unser täglich Spam hinterlassen wollte, aber an seiner eigenen technischen Unfähigkeit gescheitert ist:
Greetings from Ohio!
Oh, das liegt in Argentinien? Vielleicht hätte ich an der Schule in Geografie doch ein bisschen aufmerksamer sein sollen. 😁️
I‘m bored to death at work so I decided to check out yopur site on my iphone during lunch break.
Wenn du von deiner Arbeit zu Tode gelangweilt bist, solltest du dir vielleicht mal einen anderen Job suchen. Aber werde dabei bloß nicht zum Spammer! Denn dazu hast du nicht das geringste Talent.
I really likje the info you provide here and can’t wait to take a look when I get home.
Na, da freust du dich doch bestimmt über deine Erwähnung, du Hirni! Du hast sie dir auch redlich verdient.
I‘m shocked at how fast your blog loaded on my cell phone ..
Tja, es hat halt Vorteile, wenn man seine Websites schlank und frei von jeder unnötigen Komplexität hält und nicht aus fuffzich übers Web verstreuten Quellen Javascriptschnippsel der Reklamenetzwerke drin verbaut. Sogar mit so einem moppeligen WordPress im Hintergrund wird es dann flott.
I‘m not even using WIFI, just 3G .. Anyhow, good site!
Früher habe ich ja immer versucht, die Größe einer Startseite unter dreißig Kilobyte zu halten, aber das war früher. Heute…
$ curl -s https://spam.tamagothi.de/ | wc 475 9062 104474 $ _
…sind es eher so hundert Kilobyte. Aber selbst das wäre sogar mit einem altmodischen Modem noch ganz gut benutzbar, wenn man mal müsste – im Gegensatz etwa zu den meisten contentindustriellen Pressewebsites, deren einziges und tief unseriöses Geschäftsmodell in der Vermarktung von Plätzen für die Lüge der Reklame zur vorgeblichen Wahrheit der Berichterstattung liegt. Die FAZ zum Beispiel erfreut ihre Leser mit…
$ curl -s https://www.faz.net/aktuell/ | wc 1742 117899 1725187 $ _
…rd. 1,7 Megabyte nur für das Markup der Startseite, die erst einmal übertragen und vom Webbrowser geparst werden müssen, bevor überhaupt etwas dargestellt werden kann, und dazu kommen dann noch diverse Zusatzdateien, eigene Schriftarten statt der im Browser eingestellten, viel intransparent nachgeladenes Javascript aus teilweise dubiosen und halbseidenen Quellen, sinnlose Symbolbilder aus der Contenthölle, Gängelcode zur Lesergängelung und natürlich jede Menge Reklame, Reklame und Reklame, denn das ist der einzige und eigentliche Grund, warum diese Website überhaupt existiert. Die Reklame mit Überwachungs- und Datensammelfunktion, versteht sich. Gut, dass es wirksame Adblocker gibt, sonst wäre dieses ganze Web noch beschissener und unerfreulicher. Ich sollte mir mal ein kleines Skriptchen schreiben, das versucht, den gesamten Datentransfer beim Aufruf einer Seite zu erfassen. Aber heute ist mir das Wetter dafür ein bisschen zu schön, und diese Aufgabe ist ziemlich knifflig, vor allem, wenn Javascriptcode erst in Javascript erzeugt und ausgeführt wird. Ja, die technische Vorgehensweise der Reklamewirtschaft ist nicht mehr von der technischen Vorgehensweise in der Kriminalität zu unterscheiden. Vielleicht hat ja auch schon jemand so etwas fertig… und nein, ich möchte dafür kein Browser-Addon, weil mein Browser ordentlich unerwünschten und gefährlichen Code wegblockt.
Die Daten werden übrigens für den Transport komprimiert, und normales HTML-Markup ist sehr redundant und deshalb gut komprimierbar. Aus meinen rd. 100 Kilobyte für das Markup der Startseite werden dabei rd. 32 Kilobyte für die Datenübertragung¹. Es ist mir übrigens trotzdem noch ein bisschen zu fett, aber ich habe gerade keine Lust, etwas dagegen zu tun. Und vor allem drängt mich auch gerade nichts dazu.
Hey, Spammer mit deinem Wischofon: Wie hast du es eigentlich geschafft, mein nicht unbedingt leichtverständliches Deutsch zu verstehen, wenn du gar kein Deutsch kannst? Ach…
Loook into my web site; Free Shipping
…es ging dir ja nur um deinen SEO-Link, weil du ja ein SEO-Spammer bist. Und Mühe mit dem Spamskript willst du dir auch nicht geben, weil du ja gleich arbeiten gehen könntest, wenn du dir mal Mühe geben wolltest.
Na, da bist du aber genau an der richtigen Stelle gelandet. Aber punktgenau.
Apropos „Wenn sich Spammer Mühe geben wollten, könnten sie ja gleich arbeiten gehen“: Dein SEO-Link ist auch noch kaputt. 🤦♂️️
![Fehlermeldung des Webservers: SIEMAX Content Management System -- Fehler 404! -- Die gewünschte Seite wurde nicht gefunden. -- [back]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2024/05/siemax-404.png)
Aber vielleicht hast du ja das nächste Mal ein bisschen mehr Glück bei der Datenverarbeitung. Du scheinst das zu brauchen. 🍀️
¹Um das herauszubekommen, füge man einfach vor dem wc ein gzip -c in die Pipe ein. Und nein, ich mache mir jetzt keine Gedanken darüber, wie man so etwas mit Microsoft Windows herausbekommt. Im Zweifelsfall mit dem Linux-Subsystem von Windows 11.
So so, „mit Vorträgen angesehener Biologen, Technikfreaks und Wissenschaftler werden wir bahnbrechende Konzepte im Bereich der Literatur des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus erkunden. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass angesehene Persönlichkeiten wie Franck Chester und Clinton anwesend sein werden und ihre Erkenntnisse zu Themen von der Kinderbetreuung bis zur Definition des modernen Füllfederhalters teilen werden“. Das kann man sich mal wieder gar nicht selbst ausdenken.
Hallöchen, ich kenne dich gar nicht und war sogar zu faul, rauszukriegen, wie du heißt, aber frage dich trotzdem einfach mal ganz informell, wie es dir so geht, als ob wir die dicksten Kumpels wären. Ich bin der Rocky aus dem Spamschrein, und ich habe mich auf Spam und Spam und Spam spezialisiert. Das war nicht so schwierig und meinen bescheidenen Fähigkeiten und Fertigkeiten völlig angemessen. Weil sich dafür aber niemand das Geld aus der Tasche ziehen lässt, behaupte ich lieber, ich sei auf die Gestaltung und Produktion von LED-Displays spezialisiert. Und ich und die anderen Mitglieder meiner Betrügerbande haben gerade ganz viel hochwertiges Zeugs in einem Lager in den Niederlanden herumliegen. Das werden wir nur noch mit Spam los. Weil es so viel tolles hochwertiges Zeug ist, das ganz schnell raus muss. Nicht, dass das noch verdirbt wie diese eklig duftenden, elf Jahre alten Tomaten in meinem Kühlschrank. Einen Preis nennen wir nicht, da schauen wir einfach mal, was sich aus unseren Opfern rausleiern lässt.
Übrigens: Wenn ich nicht gemerkt hätte, dass es eine Spam ist, dann wüsste ich es spätestens jetzt. Ich erwarte kein Paket von Amazon. Ich kaufe nichts über Amazon. Es handelt sich um eines dieser Unternehmen, die ich boykottiere, weil ich die Machenschaften dort nicht auch noch vergolden will, wenn ich sie schon nicht unterbinden oder wenigstens ein bisschen behindern kann. Dass das dort gepflegte Maß an Mitarbeiter- und Händlerausbeutung überhaupt legal ist, halte ich für ein Armutszeugnis der Zivilisation. Von der langfristigen Überwachung der Kunden durch Datensammelei und automatische Datenauswertung – von mir gern „liebevoll“ als Stasiakte des Kapitalismus bezeichnet – brauche ich da hoffentlich gar nicht erst anzufangen. Für alle, die sich davor noch nicht genug ekeln und die zur Rechtfertigung ihrer Gleichgültigkeit fest daran glauben, dass sie ja gar nichts zu verbergen hätten, ![404 -- Désolé, la page que vous recherchez existe pas -- [Acceuil]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2024/04/dpd-404.png)

Ich nehme mal schwer an, dass die im „Kommentar“ benannte
Als Homepage, die mit dem schönen „Namen“ verlinkt wird, wurde übrigens die in meinen Augen wegen solcher Spamreklame überhaupt nicht empehlenswerte Website in der Domain 
Was ist denn jetzt mein Name, mit dem die angeblichen vier Megapfund aus einem nicht näher dargelegten Grund „verknüpft“ sein sollen. Ach, den kennt unser Spammchen noch gar nicht, und deshalb soll ich erstmal antworten und unserem Spammchen meinen Namen mitteilen. Natürlich würde ich danach auch ganz viele weitere ganz lustige Geschichten über das Geld hören, das aus irgendwelchen mir noch nicht bekannten Gründen an meinem Namen hängt, und dazu stünde dann sogar mein Name… aber es geht bei diesem Vortrag nur darum, leichtgläubigen Menschen in einem vor allem anonymisierend telefonisch und über Mail vorgetragenen Betrug eine finanzielle Vorleistung nach der anderen aus der Tasche zu ziehen. Bitte immer schön anonymisierend über Western Union und Konsorten bezahlen, oder auch mal mit Kryptogeld! Denn diese Millionenverschenker aus dem Spameingang haben leider kein Bankkonto. Wenn ein Opfer vollständig ausgenommen wurde (einschließlich Verschuldung bei Freunden und Familie sowie aufgenommenen Darlehen) oder zu misstrauisch wird, bricht der Kontakt plötzlich ab. Es ist die älteste Betrugsnummer des Internet. Mal sind es
Aber ein ganz dringendes Angebot! Ich nehme die „Kredite für was“ und den Schuldentilgungskredit gleich hinterher, damit ich die „Kredite für was“ auch zurückzahlen kann. So ein Glück, dass diesem Weihnachtsmann von Darlehensgeber die Bonität völlig egal ist, weil er kein Interesse daran hat, sein Geld zurückzubekommen. Damit ich die Kontrolle über meine Schulden übernehmen, die Rechnungen bezahlen und mal wieder so richtig durchkaufen kann! Eine Website der Spambank gibt es nicht, nur eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse (mit laufender Nummer im Namensteil) beim dicksten Kumpel des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail. Woher soll jemand, der „Hartgeldkredite“ gibt, sich auch die paar Euro zwanzig für einen kleinen Mailserver leisten können, weil Gelddinge vielleicht doch ein bisschen zu heikel ins Leben hineinragen, um sie im Klartext über das größte privatwirtschaftliche Überwachungs- und Datensammelunternehmen der Welt abzukaspern? Ach, und verschlüsselt kommunizieren mag der auch nicht. Damit wäre die Zielgruppe für diesen Betrug sicherlich auch überfordert.