Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Sparkasse Online-Konto Aktualisierung

Freitag, 18. September 2015

Ein Qualitätsbetreff und dazu Qualitätsdeutsch:

Sehr geehrter Kunde,

Wir sind derzeit die Aktualisierung unserer Datenbank [sic!] und alle Online-Banking-Konten müssen aktualisiert und. [sic! Satz endet hier] Um können wieder aktiviert werden, auch weiterhin diesen Vorteil zu nutzen, bitten wir Sie Ihre Daten in den folgenden Link, um zu bestätigen:

Sparkasse Online-Konto Aktualisierung: Klicken Sie hier

Dank für Ihre Mitarbeit und Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen.
Ihre Sparkasse Kundenservice.

Überflüssig zu erwähnen…

  1. …dass eine Sparkasse nicht solche E-Mails schreibt.
  2. …dass eine Sparkasse in jeden Brief und in jede E-Mail hineinschreiben würde, welche Sparkasse sie ist, denn es gibt derer viele.
  3. …dass niemand einen namentlich bekannten Kunden mit „Sehr geehrter Kunde“ ansprechen würde, wenn er den Kunden auch behalten möchte.
  4. …dass sehr viele Bankkunden mehrere Konten haben und dass deshalb in jeder Korrespondenz einer Bank die Kontonummer erwähnt würde, auf die sich der Vorgang bezieht.
  5. …dass die Website der richtigen Sparkasse nicht im Upload-Verzeichnis eines von Kriminellen gecrackten WordPress-Blogs aus den USA liegt.
  6. …dass es für jeden nur denkbaren Zweck vollkommen sinnlos ist, wegen einer technischen Änderung auf seiten einer Bank dieser Bank jede Menge Daten erneut angeben zu müssen, die diese Bank schon lange kennt und in vielfachen Sicherungskopien vorliegen hat.
  7. …dass der Linktext „Klicken Sie hier“ ein unzweifelhaftes Kennzeichen für Spam oder völlig unseriöse Werbung ist und immer alle Alarmglocken schrillen lassen sollte¹.

Aber was erzähle ich! Leider wird es trotzdem wieder nach Versand einiger Millionen von diesen Phishing-Spams zehn bis fünfzehn naive Menschen geben, die darauf reinfallen und damit Verbrechern ihr Konto für allerlei „Geschäfte“ zur Verfügung stellen. Oder vielleicht auch hundert bis hundertfünfzig. Oder sogar noch mehr. Das genaue Ausmaß dieses Wahnsinns kennen wohl nur die Banken und die Polizeien. Die Tatsache, dass die Phishing-Spams für Bankkunden heute zum größten Teil noch so genau dumm sind, wie sie es vor zehn Jahren auch schon waren, belegt nur eines: Dass diese Spams immer noch erfolgreich genug sind, so dass es sich für die Verbrecher schlicht nicht lohnt, ihre Verfahren zu verbessern.

Denn die geben sich keine Mühe. Sonst könnten sie ja gleich arbeiten gehen.

¹Führt bei mir direkt in den Spamordner. Fehlerkennungen: keine. Kein Mensch würde so einen dummen Linktext schreiben, wenn er sich auch nur eine Spur Gedanken macht, wie das beim Empfänger wirkt. Nur Werber und Spammer schreiben so.

Guten Tag

Donnerstag, 17. September 2015

Guten Tag! Wie gehen Sie heute! [sic!]
Ich wurde zum ersten Mal auf der Suche nach einer Beziehung, dass Art und Weise,
Ich mochte dich besser kennenlernen. Ich suche nach einem mann, haben will stabilen beziehung zu mir.
Ich bin nicht auf der suche nach pan pal [sic!]. Ich habe nicht die zweite Halfte [sic!]. Mein Name ist Ksenija. Ich bin 29 Jahre alt. In welcher Stadt? [sic!]
Ich versuche, eine Test Brief [sic!] zu schicken. Ich weiss nicht, ob Sie es bekommen? Aber ich hoffe, dass Sie es lesen, und Sie sich fur mich interessieren?
Ich werde fur Ihre Antwort hier warten [sic!]. Bitte sagen Sie mir etwas uber sich.
Herzliche Grusse Ksenija

In die Spam eingebettetes Foto

Ohne Worte.

Der schwarze Balken im Foto ist natürlich von mir, denn die armen Frauen, deren von irgendwo mitgenommenen Fotos von solchen Verbrechern benutzt werden, sind schon gestraft genug.

Warum man immer mit Adblocker surft!

Mittwoch, 16. September 2015

Adblocker sind eine elementare Software zur Erhöhung der Computersicherheit, die einen wesentlichen Weg für die Übernahme des Computers durch die Schadsoftware von Kriminellen selbst dann blockieren, wenn es sich um tagesaktuelle Schadsoftware handelt, die von Antivirus-Schlangenölen nicht erkannt werden kann. Wer darauf verzichtet, handelt fahrlässig und dumm. Und außerdem machen Adblocker das Web schöner, schneller und klimaschonender¹.

Und nun der tagesaktuelle Lesetipp zum Thema:

Malvertising – die Auslieferung von Malware über Werbeanzeigen – hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dabei schleusen Kriminelle gefälschte Werbeanzeigen auf Webseiten ein, um die Nutzer mit einem Exploit-Kit zu infizieren. Eine aktuelle Malware-Kampagne blieb Forschern von Malwarebytes zufolge über mehr als drei Wochen unentdeckt – und das, obwohl viele bekannte Werbenetzwerke wie Doubleclick und Appnexus sowie Webseiten wie Ebay davon betroffen waren

Weiterlesen bei Golem – Security: Malware-Angriff aus der Werbung

Und niemals, niemals, niemals auf die dumme Idee kommen, den Adblocker abzuschalten, nur weil ein Betreiber einer Website darum bittet! Auch dann nicht, wenn es sich bei der Einblendung von Werbung aus gefährlichen Drittquellen um das Geschäftsmodell handelt! Es würde ja auch niemand wegen einer aufdringlich vorgetragenen Bitte in einer Website sein Antivirusprogramm abschalten, nur, damit jemand anders sein dummes und unseriöses Geschäftchen besser machen kann

¹Okay, die letzte Zusicherung ist bullshittig. Aber der Rest stimmt!

Jetzt noch günstiger als kostenlos!

Mittwoch, 16. September 2015

Immer wieder hübsch, wenn man normale, legale Werbung im Web kaum noch von der Spam unterscheiden kann:

Screenshot eines Ads: Preisvergleich ist unsere Stärke! Kde Gnome noch günstiger. www punkt guenstiger punkt de | Produkte vergleichen

Screenshot via @benediktg@gnusocial.de

Wer nicht sofort versteht, wie lächerlich diese spamartig geschalteten Ads eines Preisvergleich-Portals sind: Sowohl KDE als auch GNOME sind freie Desktop-Projekte für unixoide Betriebssysteme, die völlig kostenlos bezogen werden können.

Was derartig intelligenzverachtende und spamnahe Werbemethoden über die „Preisvergleiche“ beim Anbieter unter der Domain www (punkt) guenstiger (punkt) de aussagen, überlasse ich der individuellen Urteilsfindung jedes einzelnen Hirnträgers. Kleiner Tipp: Ich halte das für eine Empfehlung, und zwar nicht für eine zur Nutzung. 😉

Nachtrag ohne weitere Worte:amazon-KDE

Verbessern wir unsere Rankings.

Mittwoch, 16. September 2015

Zunächst einmal, Spammer: Danke für den Punkt am Ende des Betreffs! Menschen machen das ja beinahe nie, aber Spammer, die ihre Skripten nicht völlig verstehen und auch niemals etwas testen, ziemlich häufig. Diese unvergleichlich simple Regel filtert mir immer noch ganz viel von derartigem Zeugs raus.

Jetzt aber zu deiner Spam…

Hallo!

Mir gefällt spam.tamagothi.de . Ich habe eine andere Seite, die dieser sehr ähnlich ist. Ich dachte, vielleicht könnten wir Links oder Artikel zur Verbesserung unserer Google Ranks austauschen?

Ja, hey, hallo,

musste verstehen: Mir gefällt zwar deine Website, aber angeguckt habe ich die nicht, und deshalb habe ich auch deinen Namen im Impressum nicht gefunden. Macht aber nichts, denn wir können ja lustig heychen und halloen, was kümmert schon der Stil in einer Anfrage, die so tut, als sei sie gewerblich.

Musste auch verstehen: Ich habe eine andere Seite, da gehts auch um Spam. Also: Ich will die mit Spam nach oben bringen. Und deshalb sollst du mich verlinken, damit du für mich Google vollspammst. Egal, ob das was für dich und deine Leser ist, oder nicht. Einfach nur wegen dieser auch aus Verlinkungen ermittelten Nummer, die dazu führt, in welcher Reihenfolge Google die Suchergebnisse anzeigt. Weil hey, das ist echt bitter! Wenn ich mal einen Mord begehe, weiß ich genau, wo ich die Leiche so verstecken kann, dass sie niemand mehr findet: Auf der zweiten Seite eines Google-Ergebnisses.

Ich könnte natürlich auch versuchen, Sachen ins Web zu stellen, die von allein verlinkt werden, weil die Menschen, die darauf stoßen, sie so interessant finden, dass sie einen Link setzen. Aber das ist nicht mein Geschäftsmodell. Auf meinen von nahezu jedem Menschen für entbehrlich befundenen Seiten gehts um Abzocke, Betrug, Identitätsmissbrauch oder illegales Glücksspiel. Das ist nämlich mein Geschäftsmodell. Da muss man schon ein bisschen tricksen, um die Opfer in die Falle zu locken. Und da sollen sie ja rein. Wenn dir das auch unter den Bedingungen einer weitgehenden Linkhaftung nichts ausmacht, deine Leser mit solchen Links zu beleidigen, dann kommen wir ins Geschäft: Du setzt mir einen Link zur Google-Manipulation (und vielleicht klicken ja auch ein paar Deppen bei dir rum), und ich setze dir einen völlig wertlosen Link in eine meine Linkschleudern, wo er unter hunderten seinesgleichen in der Bedeutungslosigkeit dümpelt.

Ich kann das nicht alleine machen, wir müssten daher zusammenarbeiten, um davon profitieren zu können.

Hey, und dazu brauche ich dich. Sonst für gar nichts.

Es handelt sich dabei nur um einen Austausch von Links. Damit ist keine Bezahlung jeglicher Art verbunden.

Also hey, komm schon! Du musst mir nicht einmal Geld dafür geben, dass du deine Leser offen verachten darfst und dich selbst mit einem Link auf kriminelle Websites einem strafrechtlichen und einem zivilrechtlichen Risiko aussetzt. Das ist doch ein großartiges Privileg. Du solltest mir dankbar sein, hey!

Geben Sie mir Bescheid, wenn Sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind.

Wenn du wirklich glaubst, dass mit einer unpersönlich formulierten Spam irgend etwas Gutes kommen könnte, antworte einfach auf die Spam!

Mit freundlichen Grüßen
Saskia Schimpf

Ich grüße auch freundlich, und…

Datenverkehr.org

…ich habe sogar eine Website. Die trägt den Titel „komplett kostenloser Linktausch“ und es geht da um „komplett kostenlosen Linktausch“. Da steht eine Menge lustiges Zeug drauf (zum Vergrößern klicken)…

Screenshot der Website dieses angeblichen SEO-Anbieters

…aber ein Impressum habe ich leider vergessen. Übrigens habe ich die Domain nicht unter dem Namen „Saskia Schimpf“ registriert, sondern unter einer lustigen Anschrift in den Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika. Meinen in früheren Versionen der gleichen Masche in jeder Spam angegebenen Link auf mein LinkedIn-Profil schreibe ich auch nicht mehr rein, aber das hat bestimmt nichts damit zu tun, dass ich sogar für die Trojanerschleuder und Spamsau LinkedIn zu spammig war.

Detail aus der betrügerischen Website, wo Veranstaltungen angekündigt werden -- und zwar ausnahmslos solche aus dem Jahr 2012Und wenn du dich gerade über den farbenfrohen Kompass auf meiner tollen Seite freust – mein damaliger Kumpel Bruno hat dafür eine ganz schön dicke und sonderbar duftende Zigarette rauchen müssen – vergiss bitte nicht, auch die „Ankündigungen“ darunter eines Blickes zu würdigen, denn diese zeigen dir irre wichtige Veranstaltungen, ja, die sind so wichtig, dass ich sie meinen Lesern eigens ankündige. Die haben zwar nichts mit mir zu tun, aber das macht nichts, denn sie sind ja auch schon seit gut drei Jahren vorbei. Das musste verstehen, hey, es ist gar nicht so leicht, wenigstens ein bisschen Eindruck zu erwecken. Klar, ich könnte die Liste mal anpassen und wenigstens etwas aus dem laufenden Jahr nehmen, aber so viel Mühe sind mir die Deppen, die auf meine dumpfe Nummer reinfallen, nun auch wieder nicht wert. Was mein Geschäftsmodell ist, habe ich ja schon weiter oben erwähnt.

Und jetzt, hey, jetzt bin ich mal voll gespannt, ob du auf mich reinfällst.

Mit spammigen Grüßen und heyzendem Winkewinke
Dein SEO-Surrogatextrakt aus der Spam

Au weia, was sind diese Mails und die dazu gemachten Websites schlecht!

Links: die einen Unterschied machen

Dienstag, 15. September 2015

Groteske Zeichnung eines Clowns. Dazu der Text: Du hast Post! Mail von Lena Bruschwitz!Aha, und der Doppelpunkt ist das neue Komma.

Diese Spam kommt von einer hier wohlbekannten SEO-Spezialexpertin, von der ich lange nichts mehr gelesen habe. Dafür findet sie heute zielsicher den Weg in mein Honigtöpfchen und flattert direkt in die virtuelle Mülltonne.

Hallo,

Ich möchte mich gerne vorstellen: mein Name ist Lena Bruschwitz,

Da ich sehr viele hochqualitative seiten betreibe, möchte ich einen kostenlosen Linktausch mit spam.tamagothi.de.

Hallo Lena,

wenn deine Seiten nur halb so hochqualitativ wie deine seit vierzehn Monaten nicht einmal von deinen gröbsten Fehlern bereinigten Spams sind, dann bin ich dieser Ehre wahrhaft nicht würdig.

Sie werden sicher gerne hören, dass ich viele Ideen für einen Linktausch habe, welcher sicherlich zu unserem Vorteil sein und unsere Rankings bei Google vorteilhaft beeinflussen wird.

Mir fallen übrigens auch ganz viele Dinge ein, die ich gern mal mit dir tun würde, und das würde alles sicherlich zu unserem Vorteil sein und unser Karma beim Kosmos vorteilhaft beeinflussen.

Bitte lassen Sie mich wissen, ob Sie an weiteren Details interessiert sind oder andere Kommentare dazu haben.

Wenn du noch ein paar Kommentare mehr brauchst, Lena: Du hast hier ein Schlagwort. Das schafft nicht jeder Spammer, sondern nur so ein Geschmeiß wie du, das die Aufdringlichkeit einer Schmeißfliege mit der Dummheit eines Kubikdezimeters trockenen Aushubs vereint.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Schön! Dann hör dir doch mal ein bisschen Musik an. Ach, das magst du nicht? Du hast überhaupt kein Interesse an Menschen; du brauchst nur ein paar dumme Linkschleudern für deine Websites mit in der BRD illegalen Glücksspielen, die von ihren Betreibern beliebig und unentdeckbar manipuliert werden können? Na gut, dann eben nicht.

Lena Bruschwitz
http://www.deutschpagerank.com/

Wie, haben die dich sogar bei dieser Spamschleuder namens „LinkedIn“ rausgeschmissen? Steht deshalb in deinen Spams kein Link mehr auf dein Profil dort? Na, sowas aber auch! Ich hätte diesem „LinkedIn“ niemals Geschmack zugetraut…

Aber hey, du hast ja immer noch deine Slotmaschinen! :mrgreen:

Entf!

Terms upon your reply

Montag, 14. September 2015

Wie, du willst mir nicht gleich sagen, um was es geht?

Absender: Ugwu Kingsley <ugwu (punkt) kingsley225 (at) yahoo (punkt) fr>

Der Absender hat eine tolle, kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse und einen tollen, nach Afrika klingenden Namen, und er…

Dear,

…kennt natürlich meinen Namen nicht. Das macht aber nichts, er braucht mich ja gar nicht näher zu kennen, denn er ist…

I am Dr. Kingsley Ugwu; I live in the Ivory Coast, I am a banker and I need your honest assistance to transfer Usd$5.5m (Five Million, five hundred thousand US Dollars) from here.

…ein Banker von der Elfenbeinküste, der mir fünfeinhalb Megadollar in die Hände drücken will. Eine persönliche Bekanntschaft, die wenigstens so weit ginge, dass er meinen Namen kennte, würde da doch nur die Vertrauensgrundlage beschädigen. :mrgreen:

Please reply with your direct phone number and full name if interested.

Deshalb einfach dem freundlichen „Banker“ mitteilen, wie man heißt und unter welcher Telefonnummer man sich von einer gut eingespielten Betrügerbande bequatschen lassen kann.

I await your quick reply.

Und vor allem: Schnell machen! Das Bordell, wo die abends immer hin gehen, ist echt teuer, und das Nasenpulver ist auch nicht billiger geworden.

Thanks,
Dr. Kingsley Ugwu

Jemand, der auf einmal sogar einen ausgedachten akademischen Grad vor seinem ausgedachten Namen stehen hat, bedankt sich für irgendwas.

Und ich bin voller Dank für den Spamfilter…

DRINGEND MITTEILUNG

Montag, 14. September 2015

QUALITÄT BETREFF!! 😎

Absender: LOTTO KOMMISSION BOARD SPANIEN <LOTTERIE (punkt) KOMMISSION (at) YANDEX (punkt) COM>

Von der spanischen Lotterie, die bei der russischen Suchmaschine und beim russischen Freemailer Yandex eine kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse hat, weil die paar Euro für einen eigenen Mailserver nicht übrig waren.

LOTTO KOMMISSION BOARD SPANIEN
AVENIDA PEDRO 75A, 28045 MADRID SPANIEN
EMAIL: LOTTERIE.KOMMISSION@YANDEX.COM

DATUM: 08/09/2015

REFERENZNO: SMC/2551270/15.

Oh, wie schön, ich habe eine Referenznummer! Alle anderen Angaben sind vollständig überflüssig, weil sie im Mailheader stehen und/oder als vCard mitgesendet werden könnten, damit ein Empfänger sie direkt und bequem ins Adressbuch seiner Mailsoftware übernehmen kann.

Aber woher soll ein Spammer das denn wissen? Der benutzt die Technik doch nur zum Spammen. :mrgreen:

Was jetzt in eckigen Klammern steht, habe ich angemerkt – und Deppen Leer Zeichen wie fehlende Pünktchen über den Umlauten kümmern mich gerade gar nicht, weils so viele davon gibt.

Sehr Geehrte Begunstigter.

Das ist genau mein Name!

Abschliessende Mitteilung fur die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes. Wir mochten Sie informieren, dass das Buro des nicht Beanspruchten Preisgeldes [sic!] in Spanien, unsere Anwaltskanzlei ernannt hat, als gesetzliche Berater [Na, wenigstens nicht als Vormund!] zu handeln, in der Verarbeitung und der Zahlung eines Preisgeldes, das auf Ihrem Namen [sic! Das ist der, mit dem ihr mich da oben angesprochen habt, oder…] gutgeschrieben wurde, und nun seit uber zwei Jahren nicht beansprucht wurde.
Der Gesamtbetrag der ihnen zusteht betragt momentan 1,550,225.85 euro euro [sic! Doppelt hält besser!] Die ursprungliche Preisgeld [dessen Höhe keiner Erwähnung wert ist] wurde erhoht. Diese Summe wurde fuer nun mehr als zwei Jahre, Gewinnbringend angelegt [In irgendwas…], daher die aufstockung auf die oben bennante Gesammtsumme. Entsprechend dem Buros [sic!] des nicht Beanspruchten Preisgeldes, wurde dieses Geld als nicht beanspruchten Gewinn einer Lotterie firma bei ihnen zum verwalten niedergelegt [sic!] und in ihrem namen versichert [So viel in meinem Namen, den die gar nicht kennen…].
Nach Ansicht der Lotterie firma [sic!] wurde ihnen das Geld nach einer Weihnachtsforderunglotterie [sic! Sehr schön, wenn die Punkte übern „ö“ fehlen!] zugesprochen. Die Kupons wurden von einer Investmentgesellschaft gekauft [Die leider, wie auch die zuvor genannte Lotteriefirma, keine Firmierung hatte…]. Nach Ansicht der Lotterie firma [sic!] wurden sie damals [Zu einem Zeitpunkt, dessen genaues Datum leider in keiner Akte mehr zu lesen ist…] Angeschrieben um Sie uber dieses Geld zu informieren es hat sich aber leider bis zum Ablauf der gesetzten Frist keiner gemeldet order nicht abgeschlossen [sic!] um den Gewinn zu Beanspruchen.
Dieses war der Grund weshalb das Geld zum verwalten niedergelegt [sic!] wurde. Nach des Spanischen Gesetzes muss der inhaber alle zwei Jahre ueber seinen vorhanden Gewinn informiert werden [Das Gesetz hat weder einen Namen noch wird der Paragraf erwähnt, in dem dies geregelt ist…]. Sollte dass Geld wieder nicht beansprucht werden, wird der Gewinn abermals ueber eine Investmentgesellschaft [Ohne Namen, wie das in „Spanien“ so üblich ist…] fur eine weitere Periode von zwei Jahren angelegt werden. Wir sind daher, durch das Buro des nicht Beanspruchten Preisgelds [sic!] beauftragt worden sie anzuschreiben. Dies ist eine Notifikation fur das Beanspruchen dieses Gelds.
Wir mochten sie darauf hinweisen, dass die Lotterie Gesellschaft uberprufen und besteatigen wird ob ihre Identitat uebereinstimmt [sic! Die Leute, die nicht meinen Namen kennen, bestätigen meine Identität!] bevor ihnen ihr Geld ausbezahlt wird. Wir werden sie beraten wie sie ihren Anspruch geltend machen. Bitte setztzen [sic!] sie sich dafuer mit unserer Deutsch Sprachigen [sic! Gut, dass es das bei euch auch gibt!] Rechtsanwalt in Verbindung TEL: TEL: 0034-603-xxx-xxx, FAX: 0034-917-xxx-xxx, RODRIGO GOMEZ ist zustaendig fuer Auszahlungen ins Ausland und wird ihnen in dieser sache zur seite stehen. Der Anspruch sollte vor den 23-09-2015 geltend gemacht werden, da sonst dass Geld wieder angelegt werden wuerde.
Wir freuen uns, von Ihnen zu horen, wahrend wir Ihnen unsere Rechtshilfe Versichern.
Mit freundlichen Grussen
RODRIGO GOMEZ & CARMEN (RECHTSANWAELTE)

Ach, ihr wart jetzt schon die Deutsch Sprachigen Rechtsanwälte?! :mrgreen:

ANWALTSKANZLEI RODRIGO GOMEZ & CARMEN
AVENIDA GRAN VIA 12, 28008 MADRID, SPAIN.
TEL: 0034-603-xxx-xxx FAX: 0034-917-xxx-xxx
EMAIL: ANWALTOFFICE (at) MAIL (punkt) COM

Klar, auch immer nur mit irgendwelchen Adressen bei Freemailern!

BITTER FULLEN SIE DIESES FORMULAR SORGSAM AUS UND FAXEN SIE ES ZURUK AN DIE RODRIGO DIAZ & HAYE [sic!] ANWALTSKANZLEI

Aber wer ist das denn schon wieder?! Habt ihr wieder eure eigenen Texte nicht verstanden und habt da die Namen von der letzten Spamwelle stehenlassen, oder was?!

Na ja, wenn ihr euch Mühe gäbet, könntet ihr ja auch gleich arbeiten gehen.

Beim frivolen Datenstriptease vor Schwerkriminellen bitte auf gar keinen Fall vergessen…

NAME:________________________ VORNAME:_____________________
TELEFON:_______________________ MOBIL:______________________
FAX:________________________ GEBURTSDATUM:_________________
STRASSE:_______________________ BETRAG HAT GEWONNEN:_______
POSTLEITZAHL:_______________ LAND:_________________________
BERUF:__________________ NATIONALITAT:_____________________
E-MAIL:_____________________ REFERENZ N?:___________________
ZAHLUNG OPTION: A/ BANKUBERWEISUNG B/ BARSCHECK (BANKDATEN SIND NUR NOTWENDIG WENN SIE SICH FUR EINE BANKUBERWEISUNG ENTSCHIEDEN HABEN)
BANK NAME:_________________________________________________
KONTONUMMER:_____________________ BANKLEITZAHL:____________
BANKADDRESS:_______________________________________________
WOHNORT:__________________________ POSTLEITZAHL:___________

…neben der Referenznummer den Betrag anzugeben, um den es geht. Und die eigene Mailadresse, die ja bis jetzt das einzige persönliche Datum ist, das die Spammer vom Empfänger zu kennen scheinen. Und die Postleitzahl und den „Wohnort“ der Bank natürlich, sonst geht das Geld noch in die falsche Stadt!

Wäre doch schade, wenn es sich verläuft… 😀