Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Schaufenster“

Nur noch achtzig Tage…

Donnerstag, 26. Januar 2017

„Nur noch achtzig Tage bis Ostern, und Weihnachten beginne ich sogar schon im August“ – das scheint sich ungefähr der Werber gedacht zu haben, der dieses Schaufenster einer Apotheke an der Kreuzung Geibelstraße/Hildesheimer Straße in Hannover dekoriert hat:

Mit Osterhasen dekoriertes Schaufenster einer Apotheke mit dem Text: 'Wir ertragen den Winter und freuen uns auf Ostern'.

Und was sonst hätte der arme Werber zur Präsentation eines Quacksalbereiproduktes zur angeblichen „Stimulierung des Immunsystemes“ schreiben sollen? Die Wahrheit geht ja nicht, denn niemand gibt Geld für überteuertes und wirkungsloses Zeug aus, wenn in der Reklame steht, dass es sich um wirkungsloses Zeug handelt.

Der Joker gegen Alltagsschmerz

Mittwoch, 13. Juli 2016

Obskure Aspirin-Reklame im Schaufenster einer Apotheke... mit Fußball. Der bedruckte Aufständer ist mit einer schwarz-rot-goldenen Flagge und einer schwarz-rot-goldenen Girlande verziert. Auf dem Aufständer ein Mensch in Fußballbekeidung, der sich vor einem leeren Großstadion 'Aspirin direkt' reinkippt. Dazu der Text: 'Jetzt Aspirin Direkt einwechseln -- Einnahme ohne Wasser -- Angenehmer Geschmack -- Bei Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen -- Unser Joker gegen Alltagsschmerz'.

Immer wieder interessant, was für fernliegende Dinge nach Meinung von Werbern in der Zeit rund um ein größeres Fußball-Ereignis mit dem Fußball-Thema beworben werden können. Einen güldenen Sprach-Extrapunkt für die nach mutmaßlichem Konsum ungesunder Mengen Kokains gefundene Formulierung „Unser Joker gegen Alltagsschmerz“.

Gesehen im Schaufenster einer Apotheke in der hannöverschen Südstadt.

Zum Wohlfühlen

Donnerstag, 30. August 2012

Mode zum Wohlfühlen

Ich finde ja, dass die beste mentale Gegenwehr wider die ganzen von Werbern in den öffentlichen Blickraum gepflasterten psychoaktiven Nichtigkeiten und Halblügen darin besteht, nur eine einzige Frage an die Kürzsttexte zu stellen. Und diese Frage lautet: Und was sollte da auch sonst stehen? Zum Beispiel an Stelle der Zusicherung „Mode zum Wohlfühlen“? Hätte der Werber da etwa „Kratzige Klamotten, in denen man sich so richtig mies fühlt“ hinschreiben können? Diese kleine Betrachtung macht beinahe immer klar, wie inhaltsleer die „Kommunikation“ der Werber ist.