Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

EPMS:: Hallo (gammelfleisch@tamagothi.de) Gesendete Nachrichten

Montag, 7. Oktober 2024

Was bitte?

Von: Richard Ford <fax@bonmano.com>
Antwort an: vanj82351@gmail.com
An: gammelfleisch@tamagothi.de

Lieber Freund,

Wie geht’s? Ich hoffe, dass dieser Brief Sie bei guter Gesundheit erreicht. Mein Name ist {Herr Richard Ford}, ein Buchhalter bei einer der Gulf International Bank. Und mit Vertrauen und Ehrlichkeit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Zugang habe, eine Summe von {$ 6,300,000.00 USD} auf Ihr persönliches Konto zu überweisen. Ich brauche Ihre freundliche, aufrichtige Zusammenarbeit, damit wir diese Transaktion erfolgreich durchführen können. Beachten Sie auch, dass mit dieser Transaktion kein Risiko verbunden ist, da ich bereits alle notwendigen Vorkehrungen getroffen habe, bevor ich Sie kontaktiere.

Bitte bestätigen Sie mir Ihre unten angegebenen Informationen erneut, damit ich Ihnen weitere Einzelheiten zur Transaktion mitteilen kann.

Ihr vollständiger Name
Ihre Privatadresse
Dein Alter
Ihre Telefonnummer

Bitte, ich freue mich auf Ihre freundliche positive Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Richard Ford

Ach so, ich kriege mal wieder völlig grundlos aus lauter Vertrauen und Ehrlichkeit ein paar Millionen auf mein Konto überwiesen. Völlig risikolos, versteht sich. Aber dafür ist meine Telefonnummer und mein Alter wichtiger als meine IBAN. 😁️

Es ist schon erstaunlich, wie viel es von diesen plumpen Spams zur Einleitung eines Vorschussbetruges es schon wieder gibt.

Es scheint ja wieder zu laufen. Nur die ganzen Prinzen aus der Republik Nigeria werden wohl nie zurückkommen. Die sind sprichwörtlich geworden. Da fallen selbst die Naiven nicht mehr drauf rein. Aber davon abgesehen, scheint es zu laufen.

Herzlichen Glückwunsch

Freitag, 4. Oktober 2024

Aber ich habe doch gar nicht Geburtstag (einmal ganz davon abgesehen, dass ich keine Geburtstage feiere). Wer schreibt mir hier überhaupt?

Von: CCS Philanthropy <hussein@entersoft.co.tz>
Antwort an: philanthropyccs@gmail.com
An: Recipients <hussein@entersoft.co.tz>

Aha, jemand, der an sich selbst schreibt. Und dabei nicht möchte, dass er sich selbst an seine eigene Mailadresse antwortet, stattdessen schaltet er lieber GMail zwischen. In der vordigitalen Zeit waren sogar die Selbstgespräche einfacher. Warum dieser Müll trotzdem bei mir ankommt, obwohl ich nicht als Empfänger eingetragen bin? Weil meine Mailadresse zusammen mit ein paar Millionen weiteren Mailadressen im BCC-Header der Mail angegeben wurde. Bevor ich auch nur ein Wort gelesen habe, ist folgendes klar:

  1. Die Absenderadresse stimmt nicht.
  2. Die Antwortadresse, über die alle weitere Kommunikation laufen soll, wurde anonym und kostenlos beim dicksten Kumpel des Betrügers, bei Googles GMail, eingerichtet.
  3. Ich bin nicht als Empfänger dieser Mail angegeben. Diese Mail geht an Millionen völlig ungenannte Empfänger. Sie ist so persönlich wie eine Postwurfsendung.

Mehr muss man zum Löschen nicht sehen. Ich weiß jetzt schon, dass ich gleich wieder im Lotto gewonnen habe, für etwas entschädigt werde oder einfach grundlos ein bisschen Geld geschenkt kriege. Angeblich. Natürlich ist das nur ein Vorwand, um mich dazu zu bringen, dass ich eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahle, und von dem Geld machen sich die Trickbetrüger einen schönen Tag.

Na, mal schauen, ob das stimmt?

Guten Tag.

Genau mein Name! 👍️

Sie haben von CCS Philanthropy eine Spende in Höhe von einer Million USD (1.000.000 $) erhalten.

Nein, das stimmt nicht. Ich habe gerade in meinen Geldbeutel geschaut, und da ist keine Million drin, sondern nur ein bisschen Klimpergeld. Schade eigentlich.

Kontaktieren Sie uns noch heute mit diesem Code CCS93756, um den Anspruch abzuholen.

Krass! Mit ganz geheimen Geheimcode, der mir in einer E-Mail zugestellt wird. Unverschlüsselt und nicht digital signiert. Offen und im Klartext wie eine Postkarte durch das Internet. Auf dem ganzen Transportweg manipulierbar, ohne dass ich auch nur eine Möglichkeit hätte, die Manipulation zu bemerken.

Und deshalb würde das niemand so machen, der noch bei Sinnen ist. Mein öffentlicher Schlüssel ist leicht herauszubekommen. Aber schreibt ja nicht der Geldbündelweihnachtsmann, hier schreibt ein Betrüger. Und der ist darauf angewiesen, dass seine Opfer eine gewisse Naivität und Ahnungslosigkeit haben, und deshalb verzichtet er auf jede Kryptografie, wenn es um so unwichtigen Kram wie Geld geht. Aus der Sicht des Betrügers wären zu viele seiner Opfer mit Kryptografie intellektuell überfordert.

CCS Philanthropy

Auf jedes Impressum und jede weitere Angabe (zum Beispiel einer Website) wurde verzichtet.

Einverstandniserklarung fur Fundraising-Projekt und Spendenangebot

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Abt.: Einleitung eines Vorschussbetrugs

Von: Richard-Wahl-Stiftung <sastre.nicolas@escuelasanjose.edu.ar>
Antwort an: info@wahlfoundation.org

Nicht an die Absenderadresse antworten! Die stimmt nicht. Und bitte trotzdem ganz fest daran glauben, dass der Rest in dieser Mail stimmt.

Lieber nachtwaechter,

Aber so genau mein Name!

Einfach den Namensteil der Mailadresse für die Anrede benutzen, wenn man nichts anderes hat. Inzwischen haben solche Trickbetrüger zu ganz vielen Mailadressen auch einen richtigen Namen, so dass die Spams zur Einleitung eines Trickbetrugs viel überzeugender aussehen können, weil Datenschutz nicht als Schutz von Menschen, sondern als lästige und überflüssige Angelgenheit und sinnloser Selbstzweck betrachtet wird. Außer, es handelt sich um Autokennzeichen. Da wird der Datenschutz auch wirksam und würgsam durchgesetzt, was jeder bemerkt, der mal in einem veröffentlichten Foto oder Video eines Autos unterlässt, das Kennzeichen unlesbar zu machen. Aber Menschen sind im so genannten „Datenschutz“ egal.

Der einzige Datenschutz, der funktioniert, ist strikteste Datensparsamkeit. Ich mache das schon länger. Es funktioniert.

Ich bin Richard Wahl aus Vernon Township, New Jersey, USA. Ich bin 53 Jahre alt und habe den Mega Millions-Jackpot, einen der großten Jackpots in der Lotterie. Ich sende Ihnen diese Nachricht, um Sie um Ihre Zustimmung zur Durchfuhrung eines Fundraising-Projekts zu bitten, das ich schon seit langem durchfuhren wollte.

Mit Stable Diffusion erzeugtes BildDer Absender kennt aber wenigstens seinen eigenen Namen und weiß auch, wie alt er ist und dass er im Lotto gewonnen hat. Wie man das Encoding einer Mail im Header angibt und wozu das gut ist, weiß er allerdings noch nicht. Man kann ja auch nicht alles wissen. Normale Menschen nutzen eine Mailsoftware, die das automatisch richtig macht. Spammer nutzen natürlich ein Skript, damit sie automatisiert spammen können, bis die Leitung glüht. Ist ja auch viel bequemer, wenn der Spammer sich seiner leckeren Wodkaflasche zuwenden kann, während ein Computer die eigentliche Arbeit macht. Der Nachteil: Dabei kann man leicht Fehler machen, vor allem, wenn man sich auch die Sorgfalt saprt, sein eigenes Gestrokel mal lokal zu testen, bevor man es auf das wehrlose Internet loslässt.

Dass der Umlaut kaputt ist, hat der Spammer vermutlich gar nicht gemerkt. Er kann ja gar kein Deutsch, sondern benutzt eine Übersetzungssoftware. Ist ja auch viel billiger, als die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher auszugeben. Nicht, dass am Ende der Lottogewinn noch kleiner wird.

Diese Spam enthält neben ihrem dummen Text etwas, was ich schon lange nicht mehr in derartigen Spams gesehen habe. Ihr ist ein Bild angehängt, das mich offenbar davon überzeugen soll, dass der Absender einen auf „Richard Wahl“ ausgestellten Führerschein besitzt. Immerhin, dieser Vorschussbetrüger aus der Hirnhölle hat daran gedacht…

$ ls -lh 172478470092.jpg 
-rw-rw-r– 1 elias elias 254K Okt  2 07:53 172478470092.jpg
$ file 172478470092.jpg 
172478470092.jpg: JPEG image data, JFIF standard 1.01, aspect ratio, density 1×1, segment length 16, baseline, precision 8, 1600×1100, components 3
$ exif 172478470092.jpg 
Beschädigte Daten
Die gelieferten Daten entsprechen nicht der Spezifikation.
ExifLoader: Die übergebenen Daten scheinen keine EXIF-Daten zu enthalten.
$ _

…möglicherweise entlarvende Metadaten aus diesem Bild zu entfernen, was mehr Sorgfalt ist, als ich sonst von diesen Vorschussbetrügern gewohnt bin. Aber um diesen Eindruck schnell wieder zu zerstören, zeige ich hier das Bild in aller seiner Unschärfe und mit seinen recht stümperhaft und ohne perspektivische Korrektur, aber dafür sichtbar schärfer reingefummelten Textbestandteilen, die bereits durch bloßes Hinschauen auffallen. Die überlagerten Texte „Spam“, „Fake“ und „Scam“ sind natürlich von mir und nicht vom Spammer, was man hoffentlich auch an der Qualität bemerkt – ich werde nicht so gern zum Bildhoster für Spammer und Betrüger, und deshalb mache ich solche Bilder unbenutzbar:

Das gefälschte Bild eines Führerscheins aus New Jersey, USA für diesen angeblichen Richard Wahl

Die Texte sind unrotiert auf eine gedrehte Ausweiskarte platziert worden, was natürlich nicht so überzeugend aussieht. Aber was solls, die Absenderadresse der Mail stimmt ja auch nicht. 😁️

Der Hauptgrund, warum ich Ihnen eine Spende zukommen lasse, um Ihnen und Ihrer Familie und einigen Menschen aus Ihrem Land zu helfen, ist, dass ich nach vielen Nachforschungen und Fragen an alle meine Verwandten gerade herausgefunden habe, dass meine Vorfahren aus Ihrem Land stammen. Ich meine, mein Großvater kam aus Ihrem Land und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, einigen Menschen aus Ihrem Land zu helfen, bevor ich diese Erde verlasse. Sie mussen also verstehen, wie wichtig mir diese Spendentransaktion ist. Mein letzter Wunsch ist es, sicherzustellen, dass es einigen Menschen aus Ihrem Land gut geht und sie glucklich sind. Wir sind wie eine große Familie und ich mochte, dass dies auch nach dem Tod so bleibt. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie die Spendengelder mit Bedacht verwenden und dass Sie damit Menschen helfen und Gutes und Großartiges mit den Spendengeldern tun.

Mit Stable Diffusion erzeugtes BildImmerhin, heute bekomme ich meine Spende mal nicht völlig grundlos, sondern weil der Lottokönig aus dem Spameingang Vorfahren hatte, die aus meinem Land kommen. Welches Land das ist? Das ist nicht so wichtig. Es ist eben mein Land, egal, ob Futsches Reich, Dänemark oder das Schlaraffenland mit seinen fliegenden Bratwürsten. Und damit mir das nicht so auffällt, werden ganz viele Wörter gemacht, die verblüffend wenig sagen. Es schmeckt schon ein bisschen nach einem angelerten neuronalen Netzwerk – von Politikern, Journalisten und anderen Nichtsblickern durchgehend mit dem Reklamewort „Künstliche Intelligenz“ bezeichnet – und seiner abschwiffigen Weitschweifigkeit bei vollständiger geistiger Windstille. Aber sicher bin ich mir nicht. Denn Vorschussbetrüger, die solche Spams verfassen, können auch im Energiesparmodus ihres Gehirnes texten, und das Ergebnis ist ähnlich dumm.

Was leider nicht stimmt, ist, dass der Spammer die Erde verlassen wird. So begrüßenswert die Bestattung dieses Allerweltbetrügers für Mailadressennutzer und Internetteilnehmer auch wäre: Sie ist genau so erlogen wie der Name, der Lottogewinn, die Absenderadresse oder das angehängte Bild mit dem angeblichen Führerschein. Und natürlich…

Es kommt Ihnen kaum verdachtig vor, auch wenn es wahr ist, dass Sie mich nicht kennen und ich Sie nicht kenne [sic!]. Ich habe Krebs im Endstadium. Mein behandelnder Arzt hat mir gerade mitgeteilt, dass meine Tage aufgrund meines sich verschlechternden Gesundheitszustands kurzer sind [sic!].

…die Geschichte vom Krebs und von Ärzten…

Laut Aussage des Arztes wird bald eine Kugel in meinem Gehirnkafig stecken bleiben [sic!].

…die etwas kryptisch von Kugeln und Gehirnkäfigen reden. Aber wenigstens wird der Spammer nach vollendeter Verkugelung seines Schädels endlich wieder etwas im Kopf haben. Das ist schön, denn er musste sein ganzes Leben lang darauf verzichten.

Ich leide seit mehr als 3 Jahren an dieser Krankheit und habe zahlreiche Behandlungen durchlaufen, um sie zu heilen. Ich habe den großten Teil meines Vermogens an eine Reihe von Wohltatigkeitsorganisationen und Organisationen gespendet und Ihnen freiwillig Kleine Menge Geld geschenkt und hoffe, dass Sie damit Gutes tun werden. Sie haben eine Spende in Hohe von zwei Millionen achthundertfunfundfunfzigtausendfunfhundert Euro. Bitte kontaktieren Sie mich fur weitere Informationen sowie Uberweisungsplane und -verfahren. Ich freue mich sehr, von Ihnen zu horen.

Und weil die Lottokugel bald mal ins Hirnkästchen plumpst, bekomme ich jetzt rd. 2,8 Megaeuro. Weil ich aus dem Land seiner Ahnen stamme und zu blöd bin, ein stümperhaft gefälschtes, angebliches Foto eines Führerscheins als Fälschung zu erkennen.

Bitte uberprufen Sie meine Gewinne uber die YouTube-Seite. SEHEN SIE MICH HIER
https://www.youtube.com/watch?v=tne02ExNDrw

Na, wenigstens ist es ein Video und nicht so ein lästiger Text, den man erstmal anstrengend lesen müsste. Ich kann übrigens auch einen Link setzen. Der hat zwar nicht unbedingt etwas mit mir zu tun, sondern geht nur zu einem von vermutlich Billionen über das Internet verfügbaren Dokumenten, aber es ist doch toll, dass man klicken kann. Toll, nicht wahr! 😁️

Anders als in der Spam war mein Link keine URL, sondern ein normaler Textbestandteil. Ich schreibe diesen Text ja in HTML, und da kann man einfach jeden beliebigen Text und sonstige Inhalte mit einen Link versehen. Ein Klick führt dann zu irgendeinem Dokument auf irgendeiner Website, die gar nichts mit mir zu tun hat. Das geht schon seit 1993. Nur dieser Spamer hat für seine ebenfalls HTML-formatierte Mail noch nicht begriffen, wie das geht, und er hat auch trotz seines Lottogewinns keine paar Cent übrig, um jemanden zu bezahlen, der das besser kann als er selbst. Aber er hat ja auch kein Geld für einen Dolmetscher. Und noch nicht einmal Umlaute und unseren komischen „ß“-Kringel.

Das ist Ihr Spendencode: [DFDW43034RW2024]

Antworten Sie auf diese E-Mail mit dem Spendencode: rwgroup@wahlfoundation.org

Auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht! Aber ganz feste daran glauben, dass die wirre Geschichte mit dem grundlos im Millionenpäckchen geschenkten Geld stimmt! 🤥️

Fortgeschrittene Menschen wüssten sogar, wie man eine Mailadresse verlinkt. Das geht seit 1993.

Ansonsten: Dieses „Sicherheitsprotokoll“ aus der Klapsmühle ist mal wieder passend wie das Sahnehäubchen auf dem i-Punkt! Diese Mail ist nicht verschlüsselt. Sie wird offen wie eine Postkarte durch das gesamte Internet befördert. Sie kann auf jeder Station ihres gesamten Transportweges gelesen werden, und sie kann – weil auch auf eine digitale Signatur verzichtet wurde – beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger auch nur eine Möglichkeit hätte, die Manipulation zu bemerken. Welchen Zweck hat da die Nennung eines ganz geheimen Geheimcodes? Richtig: Gar keinen. Außer den einen Zweck, naive und technisch vollständig unkundige Menschen mit einem ganz faulen und völlig nichtsnutzigen Zauber zu beeindrucken. Aber hey, dafür hängt ja auch ein Führerschein an der Spam. 😂️

Bitte nimm mein Geschenk an. Ich habe einen Betrag Kleine Menge Geld geschenkt. Bitte akzeptieren Sie diesen Betrag, da er fur Sie von großem Nutzen sein kann. Wenn Sie mein Angebot annehmen, mussen Sie mir direkt per E-Mail antworten: rwgroup@wahlfoundation.org

Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht. Bitte trotzdem ganz fest daran glauben, dass man grundlos 2,8 Megaøre geschenkt bekommt. Von einem Lottokönig mit Hirnkäfig, Krebs und Vorfahren.

Mir geht es sehr schlecht und ich habe große Angst, ich schlafe nachts und tagsuber kaum. Ich kann nicht sterben, ohne all dieses Geld zu spenden, sonst ware es meiner Meinung nach eine Verschwendung. Dies ist meine letzte Wasche [sic!] und bitte arbeiten Sie mit mir zusammen, um sie fertig zu bekommen. Ich habe vielleicht noch ein paar Monate Zeit, um auf dieser wunderschonen Erde zu leben, aber ich mochte Ihnen und anderen Gutes tun. Ich mochte, dass mein Name auf Erden und im Himmel in Erinnerung bleibt.

Für so einen spammenden Betrüger steht ja eher nicht der Himmel in Aussicht, sondern ein Maß der Folter, des Leidens und des Schmerzes, das sogar noch in der Hölle zur Legende werden könnte. Brenn schön! Die Flammen warten auf dich! 👿️

(Ob der wohl statt „wish“ wohl „wash“ geschrieben hat, woraus dann eine „Wäsche“ wurde, die dann beim Spammen zu einer „Wasche“ gemacht wurde? Manche Dinge in der Spam versteht man erst, wenn man versucht, sie zurückzuübersetzen, und manche nicht einmal dann.)

Ich versuche, gemeinnutzige Waisenhauser zu erreichen und dazu beizutragen, die Armut zu lindern und Einzelpersonen eine angemessene Gesundheitsversorgung zu bieten, insbesondere wahrend dieser weltweiten Pandemie [sic!] und Inflation.

Wie, habe ich eine neue Pandemie verpasst? 😀️

Ich vermute mal, dass wir auch in fünf Jahren noch immer wieder einmal einen Bezug zur Coronapandemie in solchen Spams sehen werden, weil die Spammer immer wieder „erfolgreiche“ alte Texte neu zusammensetzen, ohne sie richtig zu verstehen.

Ich wurde mich auch freuen, wenn Sie einen Teil dieser Spende in die offentliche Infrastruktur investieren wurden, um den Arbeitslosen in Ihrem Land bei der Arbeitssuche zu helfen.

Aha, wenn ich in die öffentliche Infrastruktur (sagen wir mal: Radwege) investiere, dann fällt den Arbeitslosen die Arbeitssuche leichter. 🤡️

Ich habe mich fur dich entschieden, weil ich dir vertraue.

Der Absender hat nicht einmal meinen Namen recherchiert. Das wäre übrigens nicht schwierig, wenn man dieses moderne Internet hat. Schon die Website in der Domain der zugespammten Mailadresse verrät in großen Buchstaben meinen Namen. Aber er vertraut mir. Und deshalb gibt es 2,8 Megaøre.

Ich brauche Ihre volle Kooperation bezuglich dieses Geschenks. Hier ist der von Ihnen gewahlte Geheimcode: [DFDW43034RW2024] […]

Aber ich habe diesen Code nicht gewählt (ich hätte eine digital signierte Mail verwendet und meinen öffentlichen Schlüssel für vertrauliche Kommunikation mitgeteilt), und ich bin auch kein Gewinner, sondern ich empfange eine Spende. So schade, dass der Spammer selbst nicht versteht, was er da im Editor zusammengepfriemelt hat.

[…] und bitte geben Sie den Code nicht an Dritte weiter, wenn Sie Interesse und Bereitschaft haben, mit mir zusammenzuarbeiten.

Bitte behalten sie dieses offen auf einer Postkarte zugestellte, ganz geheime Geheimgeheimnis für sich und essen sie die Postkarte auf! Guten Appetit! 🍽️

Bitte kontaktieren Sie mich mit Ihrem Spenden-/Geheimcode [DFDW43034RW2024] und Ihrem vollstandigen Namen hier unter meiner privaten E-Mail-Adresse: rwgroup@wahlfoundation.org

Aha, dem gleichen Menschen, der mir eben noch vertraut hat, soll ich jetzt mal mitteilen, wer ich eigentlich bin. 🤣️

Herr Richard Wahl
E-Mail: rwgroup@wahlfoundation.org
Adresse: Vernon Township, New Jersey, USA
Richard-Wahl-Stiftung; Tuesday 1st October

Ich gratuliere dem Absender dazu, dass sein Kalender das richtige Datum anzeigt. Die Angabe wäre allerdings nicht nötig gewesen, sie steht schon im Mailheader und wird mir von meiner Mailsoftware im deutschen Datumsformat angezeigt.

Entf!

(Und nein, von diesem Typen und seiner Bande gibt es kein Geld. Aber dafür kann man eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, bevorzugt über anonymisierende Verfahren wie Western Union oder Kryptogeld. Hier eine Gebühr für den Notar, dort ein Stempel der Behörde, dazu noch die Kosten der Sicherheitsfirma, was immer auch die betrügerische Phantasie hergibt. Nachdem man den Betrügern seine Telefonnummer mitgeteilt hat, wird man täglich bequasselt, bis die Betrügerbande das Gehirn einfach auslöffeln kann. Wenn nichts mehr rauszuholen ist, bricht der Kontakt plötzlich ab.)

Brauchen Sie einen Kredit?

Montag, 30. September 2024

Vom Spammer gibt es ganz sicher kein Darlehen. Vom Spammer gibt es nur Betrug. Vorleistungen, die man bezahlt, sind weg. 💸️

Von: Karl Paller <sales@shovelrepair.com>
Antwort an: deutschkredit0@gmail.com
An: Recipients <sales@shovelrepair.com>

Einmal die Dreieinigkeit des Vorschussbetrugs:

  1. Die Absenderadresse stimmt nicht; …
  2. alle weitere Kommunikation über Gelddinge soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei GMail laufen, selbstverständlich unverschlüsselt und ohne digitale Signaturen; und…
  3. die Mail ist nicht persönlich, sondern geht an ganz viele Empfänger gleichzeitig.

Mehr muss man nicht sehen, um sofort zu löschen. 🗑️

Die Mail wurde übrigens über die IP-Adresse eines großen, US-amerikanischen Hosters versendet. Ich hoffe, der hat Vorkasse genommen. Nachdem die Verbrecher mit dieser IP gespammt haben, bis die Leitung glühte, werden sie sicherlich nicht mehr bezahlen und man wird nie wieder von ihnen hören.

Brauchen Sie einen Kredit?

Das hast du mich schon im Betreff gefragt, Spammer!

Träumen Sie davon, ein Unternehmen zu gründen?

Nein, ich träume von der Weltherrschaft.

Brauchen Sie Geld für eine Geschäftsidee, aber dafür eine riesige Finanzierung?

Oh, ist dir da ein kleines Unglück beim Schreiben passiert, Spammer? Das kann schon mal passieren, wenn man die Sprache überhaupt nicht versteht. Na, vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal besser. 🤭️

Sie besitzen ein Unternehmen und möchten expandieren?

Ich besitze nur einen Bauch, der expandieren möchte. Und das möchte ich meistens nicht.

Wir bieten Geschäftskredite, Privatkredite, Projektkredite und Autokredite mit einem Zinssatz von 2 %.

Genau, und die gehen nur mit Spam weg, die man nicht auf der Absenderadresse beantworten darf, weil die Absenderadresse eine Lüge ist. Aber die Darlehen sind echt. 🤦‍♂️️

Vollständiger Name:
Kreditbetrag:
Kreditlaufzeit:
Land:
Telefonnummer:

Sogar meine Telefonnummer ist wichtiger als die Kontonummer, auf der ich das Darlehen vielleicht überwiesen haben möchte. Aber am Telefon laufen die Trickbetrüger auch zur Hochform auf. Da labern sie das Gehirnchen so lange weich, bis sie es auslöffeln können. Irgendwie muss man es ja auch hinbekommen, dass so ein Betrugsopfer eine Vorleistung nach der anderen bezahlt, und zwar am besten nicht mit einem Scheck oder einer Banküberweisung, sondern schön anonymisiert über Western Union und Konsorten, denn die Gangster tragen nicht so gern Handschelle und bleiben deshalb lieber in der Anonymität.

Herr Karl Parl
Kreditberater/Berater

Schön, Kalle, dass du den Leuten nicht nur angebliche Darlehen andrehst, sondern sie auch noch berätst. Ich vermute mal, über Darlehen. 🤡️

Auf ein in der Bundesrepublik Deutschland obligatorisches Mailimpressum wurde verzichtet. Auch hat diese Spezialbank, die jeder Mailadresse ein Darlehen zu geben verspricht, keine Website. Man erfährt nicht einmal, in welchem Land sie ihr Geschäft betreibt. Alles, was man von dieser Spezialbank aus dem Spameingang hat, ist eine gefälschte Absenderadresse, eine beim größten Kumpel und Komplizen der Internetkriminellen, bei GMail, anonym eingerichtete Mailadresse und eine dumme Spam. Ach ja, und den Namen Karl Parl, der zu einem Herrn gehört, der die Empfänger seiner Mails nicht einmal namentlich anspricht. Vermutlich ist seine cerebrale Speicherkapazität schon mit dem Wegspeichern des eigenen Namens erschöpft. 😁️

Entf! 🗑️

Wichtig!

Donnerstag, 26. September 2024

Muss wohl wichtig sein, die Mail, es steht da ja.

Von: The Hunter Foundation <gewinn@cafe24.com>
Antwort an: tm.hnt289@yandex.com
An: gammelfleisch@tamagothi.de

Nicht an die Absenderadresse antworten! Die stimmt nicht. Stattdessen soll die weitere Kommunikation über eine beim beliebten russischen Freemailer Yandex anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse laufen.

Mehr muss man gar nicht sehen, um zu wissen, dass hier ein Vorschussbetrug eingeleitet werden soll. Das ist ein Standardmuster für derartige Spam, nur, dass sonst meist eine Adresse bei GMail verwendet wird. Denkenden und fühlenden Menschen, die kommunizieren wollen, kann man eigentlich immer an die Absenderadresse antworten. Es ist ja auch ihre Mailadresse. Warum sollten sie die Antwort auf etwas anderem als ihrer Mailadresse empfangen wollen? (Trotzdem kann eine Antwortadresse sinnvoll sein, wenn zum Beispiel jemand vom Arbeitsplatz aus mailt, aber die Antwort lieber auf einer privaten Mailadresse haben möchte, weil es eine persönliche Sache ist. So etwas ist aber selten. Die meisten Menschen würden am Arbeitsplatz einen Webmailer für den Zugriff auf ihr persönliches Postfach verwenden und darüber auch solche Mail schreiben.)

Na, da will ich mal sehen, was mir so wichtiges mitgeteilt wird!

Hallo gammelfleisch@tamagothi.de,

Das ist ja genau mein Name! 😄️

Ihre E-Mail-Adresse wurde per Online-Zufallsauswahlrad zufällig ausgewählt, um eine Spende in Höhe von 1.200.000 US-Dollar zu erhalten.

Wie soll ich mir das „Zufallsauswahlrad“ vorstellen? Ist das ein riesiges Glücksrad, auf dem jede einzelne Mailadresse dieser Welt aufgeführt wurde? So ein Glücksrad mit ein paar Milliarden Haltepositionen? Und das passt trotzdem noch auf diesen engen Planeten Erde? Das Riesending astronomischen Ausmaßes kriegt man sogar noch gedreht? Trotz der ganzen leidigen Masseträgheit? 🤣️

Und, weshalb bekome ich jetzt die Spende?

Dies ist eine Spende der Hunter Foundation, die sich verpflichtet hat, 1 Milliarde Pfund sowohl an Wohltätigkeitsorganisationen als auch an Einzelpersonen weltweit zu spenden.

Aha, grundlos. 🤣️

Für weitere Informationen antworten Sie bitte umgehend, um Ihre E-Mail zu bestätigen.

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, die ist nämlich gefälscht. Aber bitte trotzdem ganz feste daran glauben, dass man jetzt 1,2 Megadollar in die Hand gedrückt kriegt, weil ein gigantisches Glücksrad ausgerechnet bei der eigenen Mailadresse angehalten hat. 🤥️

Danke,

Danke für den Dank für Nichts! 🖕️

Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter! 👅️

Die Hunter Foundation.

Gesehen, gelacht, gelöscht. 🗑️

Benötigen Sie dringend einen Kredit? Wir bieten 2000 Euro für 500.000.000 Euro. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte

Montag, 23. September 2024

Perlen der täglichen Kommentarspam

Ein Kommentar auf Unser täglich Spam von gestern, 19:09 Uhr, eigenhändisch ins Kommentarfeld kopiert, abgesendet mit einer australischen IP-Adresse, so:

Name: Benötigen Sie dringend einen Kredit? Wir bieten 2000 Euro für 500.000.000 Euro. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte: richardcosmos5@gmail.com

Kommentar:
Brauchen Sie einen Kredit? Benötigen Sie finanzielle Unterstützung? Wenn ja, fordern Sie jetzt weitere Informationen per E-Mail an: dakany.endre(a)gmail.com

Hey, Vorschussbetrüger,

kannst du dich wenigstens mit dir selbst darüber einigen, auf welcher Mailadresse man dich kontaktieren soll, wenn man jetzt zum Durchkaufen fünfhundert Megaeuro Darlehen benötigt? Oder wenn man fünfhundert Megaeuro für zweitausend Euro an dich verkaufen will? Oder ist deine Aufmerksamkeitsspanne nach einer halben Sekunde bereits ausgeschöpft? Hmm… das würde auch dein eigentümliches Geschreibsel erklären.

Fragt dein dich „genießender“
Nachtwächter

PS: Deinen aus inhaltlichen Gründen sicher als Spam erkannten Kommentar (deine Handarbeit war völlig nutzlos und genau so dumm, wie sie sich anfühlt) habe ich zusammen mit einigen hundert weiteren Spams mit einem schnellen Klick gelöscht.

Maria del Carmen Nieto Domingo

Donnerstag, 19. September 2024

So nannte sich das Gesäuge mit seiner deutschen IP-Adresse eines VPN-Anbieters (Geoblocking hilft nicht gegen Kommentarspam), das gestern um 17:17 Uhr glaubte, sich hier bei Unser täglich Spam am Spamfilter vorbeimogeln zu können, indem es seinen tollen Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges nicht bequem und automatisiert mit einem Spamskript ablegt, sondern mühsam eigenhändisch ins Kommentarfeld kopiert und absendet. Es hat sich getäuscht, denn der Kommentar ist aus inhaltlichen Gründen aussortiert worden, und die Mühe war umsonst. Welche „inhaltlichen Gründe“? Na, seht selbst:

Bester Kredit Deutschland

Seriöses und zuverlässiges Kredit- und Investitionsangebot.
2.000 bis 100.000 €
12 bis 120 Monate
100.000 € bis 5.000.000 €
120 bis 300 Monate
Satz: 3 %
Für weitere Informationen kontaktieren Sie mich direkt per E-Mail: promfinances@gmail.com

Schön, dass noch einmal betont wird, dass dieses Angebot eines „besten Kredits für Deutschland“ einer GMail-Bank aus dem Spamfilter „seriös“ und „zuverlässig“ ist. Sonst wäre noch ein völlig anderer Eindruck entstanden. 😁️

Lucrative Business Opportunity

Mittwoch, 18. September 2024

Von: Mei Xing <lilin@nuobikan.com>
Antwort an: msmeixinglin@hotmail.com
An: Recipients <lilin@nuobikan.com>

Das ist ja gar nicht für mich, sondern für ganz viele Leute auf einmal. Und meine Antwort soll ich an eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse bei Microsofts Freemailer senden. Es geht ja nur um lukrative Geschäftsmöglichkeiten.

Man muss gar nicht mehr sehen, um den Müll zu löschen. Das ist die Warpsignatur des Posteinganges, da weiß man gleich, dass ein Vorschussbetrug eingeleitet werden soll. Das einzige, was daran „ungewöhnlich“ ist, ist die Nutzung von Hotmail an Stelle von GMail. Die Spammer nehmen halt lieber Google, da treffen sie nicht auf so viel Widerstand gegen den kriminellen Missbrauch eines kostenlosen Angebotes. Google führt sich im Internet auf wie ein Gott, der kraft seiner Allmacht auf keinerlei Reputation mehr zu achten braucht und kann uns allen eine Arbeit auflasten, die eigentlich Googles Arbeit wäre; Microsoft hat diesen Luxus nicht (mehr). Bei Microsoft werden solche verbrecherisch angelegten Konten nach einem Hinweis schnell gelöscht. Auch in diesem Fall wird die Antwort schon nicht mehr funktionieren, wenn dieser Text publiziert ist. Nein, ich lobe Microsoft nicht gern… 😉️

Deshalb benutzen Spammer fast immer Googles GMail für die Antwortadresse. Es ist toll, so einen großen Kumpel und Komplizen zu haben.

Diese Spam wurde über eine chinesische IP-Adresse versendet. Mein rspamd hat 32,13 gülden gleißende Spampunkte dafür vergeben und die Spam klar als Spam erkannt und aussortiert. Hier geht es schon für fünf Punkte in die Glibbertonne, in die man nur mit Ekel und Widerwillen schaut.

Der erfreulich kurze Text zur Einleitung eines Vorschussbetruges ist auch nichts besonderes, aber immerhin, es ist mal wieder ein „neuer“ Text:

I am Mrs. Mei Xing Lin from CITIBANK (Hong Kong). I am reaching out to you with a lucrative business opportunity that I believe aligns with your interests. I would appreciate the opportunity to discuss this proposal with you in more detail to explore the possibilities of a mutually beneficial partnership. Please feel free to contact me via e-mail.

Ich begrüße dich nicht.

Ich habe keine Ahnung, wer du bist.

Ich kenne aber meinen eigenen Namen. Den kennt ja auch nicht jeder. Außerdem ist der für mich viel wichtiger als deiner. Und ich arbeite bei einer Bank. Das ist so ein Laden, wo man mit Geld handelt. Die Bank ist im brummenden Hongkong. Da wird sogar mit viel Geld gehandelt. Verstehst du: Geld. Viel Geld!

Mit Stable Diffusion generiertes BildNein, ich kenne weder deinen Namen noch spreche ich deine Sprache noch weiß ich irgendwas von dir, aber ich habe dir eine Spam in dein Postfach gemacht, weil ich einen voll lukrativen Geschäftsvorschlag für dich habe. Ich glaube, du hast daran auch Interesse. Ich musste durch die Spamfilter kommen, was mir diesmal leider nicht so gut gelungen ist, und deshalb kann ich dir noch nichts näheres zum Geschäft sagen, aber du siehst ja, dass ich Geldpriesterin bei einer Bank bin. Ich habe es dir schließlich selbst erzählt. Stell dir einfach mal in deinem Kopfkino vor, ich wedele dir mit einem Riesenbündel Banknoten vor der Nase herum und spreche dazu Zaubersprüche, damit das Geld in deiner Tasche zu wachsen anfängt. Wenn du naiv und gierdumm genug bist, auf eine unpersönliche Mail mit gefälschter Absenderadresse und einer anonym und kostenlos eingerichteten Antwortadresse reinzufallen, dann sende mir bitte ganz schnell und ohne lästiges Nachdenken eine nicht digital signierte und unverschlüsselte Mail mit „Ich will das Geld haben“, ja, sende sie offen wie eine Postkarte durch das Internet. Meine Mails sind ja auch nicht besser. Ich bin nämlich wegen meiner Berufserfahrung als Trickbetrüger davon überzeugt, dass Menschen, die Kryptographie bei E-Mail beherrschen – also Menschen, die in ihre Mailsoftware klicken können – bereits viel zu schlau sind, um auf meinen billigen Betrug aus dem frühbronzezeitlichen Internet hereinzufallen.

Bitte antworte nicht an die Absenderadresse. Die ist gefälscht. Zum Glück verstehe ich, wozu der Reply-to-Header gut ist, und so brauchst du einfach nur auf „Antworten“ zu klicken. Das versteht auch nicht jeder Betrüger.

Diese Spam wurde mechanisch erstellt und ist ohne Unterschrift und Grußformel gültig.