Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Spende von 250.000 euro

Freitag, 25. Oktober 2019, 16:51 Uhr

Abt.: Meine Mailadresse macht mich reich!

Von: Maria Scheuch <mariascheuch756@gmail.com>

Kenne ich nicht. 👤

Entschuldigen Sie, dass ich mich auf diese Weise mit Ihnen in Verbindung setzen kann.

Kennt mich aber auch nicht und fängt schon damit an, dass er, sie oder es sich bei mir für die dumme Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges entschuldigt. So richtig „höflich“. 💩

Und damit diese tolle Spam auch ein bisschen wichtiger aussieht, ist sie komplett fett gesetzt. Einfach alles zu markieren und auf das Fettmach-Knöpfchen zu klicken ist eine Leistung, zu der nicht jeder imstande ist. Die meisten Menschen sehen zum Beispiel, dass das nicht so toll aussieht, und lassen es deshalb bleiben, wenn sie es mal ausprobieren. Nicht so unser Spammchen, das…

Kurz gesagt, mein Name ist Scheuch Maria.

…übrigens im Gegensatz zu mir einen Namen für sich selbst hat. Die Frage, welcher Namensbestandteil der Vorname und welcher der Nachname ist, kann ich allerdings nicht beantworten. Aber kurz ist es gesagt, das stimmt. Wenn man den Hinweis weggelassen hätte, dass es kurz gesagt ist, dann wäre es sogar noch kürzer gesagt gewesen. 🙃

Ich leide an einer schweren Krankheit, die mich zum sicheren Tod verurteilt, es ist Kehlkopfkrebs, […]

Wir kennen das alle, wenn wir sterben. Wir schreiben einfach irgendwelche Leute an, die eine schöne, ehrlich und vertrauenswürdig aussehende Mailadresse wie webmaster (at) tamagothi (punkt) de nutzen und…

[…] und ich habe eine Summe von 250.000 Euro, die ich einer vertrauenswürdigen und ehrlichen Person spenden möchte, damit er sie gut gebrauchen kann.

…schenken ihnen eine Viertelmillion Euro wegen dieser schönen Mailadresse. Denn etwas anderes als die Mailadresse kennt dieses Marienscheusal aus dem Sterbebett ja gar nicht von mir, nicht einmal meinen Namen kennt es. Warum? Na, weil die Mailadressennutzer die Viertelmillion gebrauchen können. Wer würde schon sagen, dass er Banknoten der EZB nicht gebrauchen könnte? 💶

Ich besitze ein rotes Ölimportgeschäft, […]

Die einen haben Rohöl, die anderen haben Rotöl. 😉

[…] und ich habe meinen Mann vor 6 Jahren verloren, was mich sehr betroffen hat und ich konnte bis jetzt nicht heiraten, wir hatten keine Kinder.

Aber alle sind sie sehr betroffen, wenn plötzlich der Lebensabschnittsgefährte den Sterbefrüh macht und Würmerfutter wird. ⚰️

So, und jetzt zeigt das verwendete Übersetzungsprogramm mal, was es kann:

Ich möchte diese Summe zu einem Geschenk machen, bevor ich tot sei, dass meine Tage seine Schuld an dieser Krankheit, für die ich keine Heilung hatte, gezählt haben, aber eine Beruhigung in Frankreich würde nicht wissen wollen, ob Sie von diesem Geschenk profitieren können.

So viel Geld zu verschenken, aber keine paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher übrig! 🙄

Aber hey, es wird ja auch über kostenlos und anonym eingerichtete Mailadressen über irgendwelche Viertelmillionenspenden kommuniziert.

Entf!

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