Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Business im Internet, können Sie zu Hause verdienen!

Freitag, 30. Mai 2014, 14:31 Uhr

Diesen Müll gibt es ziemlich massenhaft und mit verschiedenen Betreffzeilen, zum Beispiel:

  • Starten Sie Ihr eigenes Geschäft mit unserer Firma!
  • Brauchen Sie mehr Geld, dann ist diese Arbeit für Sie

Natürlich ist diese Liste unvollständig.

Guten Tag!

Wir haben keine Ahnung, wer sie sind, obwohl wir so tun…

Uns hat Ihr Profil gefallen, […]

…als ob wir irgendwo irgendein Profil von ihnen gefunden hätten. Wo? Ach, das sagen wir nicht. Und wie sie heißen, stand auch nicht dabei.

[…] und wir haben entschieden, dass Sie für die Zusammenarbeit mit unserem Unternehmen interessiert sein können.

Stattdessen nehmen wir ihnen die Entscheidung ab, ob, wo und was sie arbeiten wollen, denn wir haben den tollsten Job überhaupt anzubieten: Hilfsgeldwäscher und/oder Paketbote für betrügerisch erworbene Güter, der uns die Kohlen aus dem Feuer holt und an unserer Stelle in das Gefängnis geht und am Ende auch noch zivilrechtlich haftbar gemacht wird. So können wir das Geld im Puff verprassen, und sie müssen dafür geradestehen.

Wir spezialisieren uns auf die nachhaltige Beratung auf dem Gebiet der Businessleitung.

Wir sind eine tolle Unternehmung, die leider keine Firmierung hat und ganz tolle, nichtssagende Dinge schwafeln kann. Aber das macht nicht, denn wir kennen ihren Namen ja auch nicht.

Wir arbeiten in vielen Ländern weltweit, wir haben auch Kunden in Deutschland, deswegen möchten wir die Anzahl von regionalen Vertreter in Deutschland vergrößern. Der regionale Vertreter kann sowohl den ganzen Tag als auch nur ein paar Stunden pro Tag arbeiten.

Ansonsten sind wir ganz groß und wir wachsen wie ein fröhliches Krebsgeschwür und brauchen Leute. Das ist uns völlig egal, ob die nur ein bisschen „arbeiten“, oder ob die gleich für einen richtig großen Schaden zivilrechtlich haften werden. Auch können müssen diese Leute nichts, es reicht, wenn sie eine Postanschrift und ein Bankkonto haben. Auf das Bankkonto geht Geld, das dann über WesternUnion anonym zu den Verbrechern weitergesendet wird, und auf die Postanschrift gehen Waren mit betrügerisch erworbenen Gütern, die dann an andere Anschriften (nahezu immer ins Ausland) weitergesendet werden. Bis die Polizei kommt und dingfest macht, was sich greifen lässt…

Das Gehalt beträgt von 400 bis 2000 Euro pro Monat.

Das „Vergnügen“ kann sie leicht mehrere zehntausend Euro kosten – und zudem eine Vorstrafe einbringen.

Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich per E-Mail Manfred@deutsch-job.com und bekommen mehr Information.

Wenn sie noch mehr Lügen hören möchten, können sie uns gern anmailen.

Wir freuen uns an [sic!] Ihre Bewerbung!

Jetzt habe ich Spammer meine Botschaft in halbwegs fehlerfreien Deutsch zuende gebracht, und da hat meine Konzentration auch gleich nachgelassen. Macht aber nichts, denn wer sich an falschen Präpositionen stößt, ist eh zu intelligent, um auf so etwas hereinzufallen.

Mit freundlichen Grüßen
HR Manager

Freundlich wie eine Ohrfeige
Ein Menschenmaterial-Manager ohne Namen

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

Ein Kommentar für Business im Internet, können Sie zu Hause verdienen!

  1. z-z-z sagt:

    Die Spam, die ich bekomme, ist in den meisten Fällen nicht besonders originell. Ein Grund mehr, nachzufragen, wenn mal etwas wirklich Einmaliges aufschlägt. Der nachstehende Text, mit dem Betreff „Wir bieten dir reales Geld!“ in meinem meistbenutzten Postfach gelandet, ist Google in jedem Teil, den ich getestet habe, unbekannt. Um die allzu übliche Umverteilung illegal bestellter Waren scheint es sich nicht zu handeln. Die Absender-IP stammt aus Polen, und ich frage mich, ob es irgendeinen Zusammenhang mit dem polnischen Hacker gibt, der monatelang vergeblich auf den admin-account meiner Website zuzugreifen versuchte. Ansonsten wüsste ich bloß gern: was will der eigentlich?

    P.S. Sorry, ich bin wirklich ziemlich dämlich. Ich hätte diese Spam gern per E-Mail weitergeleitet – bin aber eindeutig zu dumm, hier (oder in Ihren anderen Blogs) die richtige Adresse zu finden. „gammelfleisch“ sollte ich doch wohl lieber nicht verwenden … ?

    Hier der Text (bei dem ich nur die angegebene E-Mail-Adresse umschrieben habe, sonst ist nichts geändert):

    „Eine grobe internationale Firma, die sich auf den europaischen
    Immobilienmarkt etabliert hat, stellt ein Team zur Starkung ihrer Position
    in Deutschland auf, indem sie nach motivierten Mitarbeitern und
    Mitarbeiterinnen sucht.

    Wir bieten Dir eine Telearbeit in Deinem eigenen Buro! Dabei geht es um eine
    selbststandige Arbeit (5-10 Stunden pro Woche), die Du von zu Hause leisten
    kannst. Im Laufe des Projektes arbeiten wir mit unseren Partnern eng
    zusammen. Verwechsele unser Angebot mit der „Heimarbeit“ nicht (es ist keine
    Vertretungsbefugnis, keine Versicherungseinrichtung, keine Arbeit „von Haus
    zu Haus“. Du brauchst auch kein Kapital anzulegen!

    Forderungen zum Anwarter:
    Alter – von 21 Jahren, erfahrener PC-Benutzer (Word, E-Mail-Steuerung),
    Verantwortungsvolle Behandlung von Unterlagen
    Wunsch zum Geld verdienen
    Taglicher Zugang zum Internet (fur die E-Mail-Steuerung).

    Nachdem Du dich bei uns per E-Mail angemeldet hast, bekommst Du von uns
    unverzuglich die folgenden umfangreichen Informationen!
    Unsere E-Mail: Pimen.Starzhinskiy -at – *beliebtesteE-Mail-Adresse*.com“

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Beachten sie vor dem Schreiben eines Kommentares die Datenschutzerklärung für Unser täglich Spam. Wenn sie Wert auf ihre Privatsphäre legen und aus gutem Grund nicht überall ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse angeben wollen, machen sie einfach Phantasieangaben.