Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


SEO-Spamsau: gotlikers.com

Donnerstag, 3. Oktober 2013, 14:50 Uhr

Die grunzende SEO-Kommentarspamsau des Tages: gotlikers.com

Was für ein schöner warmer Kommentar ausgerechnet hier auf Unser täglich Spam:

Woah this website is definitely spectacular i love mastering your posts. Continue being up the good work! You are aware of, a lot of people want about in this information, you could help them drastically.

Es bleibt zwar etwas rätselhaft, warum der nette Leser dieses dick aufgetragene Lob nicht in deutscher Sprache ablassen kann, wenn er so viele Posts eines spektakulären, hilfreichen und informativen Blogs gelesen hat, die – bis auf einige der wenig lesenswerten Zitate, um die es geht – allesamt in Deutsch formuliert sind, aber es geht ja auch zum Beispiel mir so, dass ich Englisch besser lesen als schreiben kann. Wer ist eigentlich dieser Kommentator? Mal nachschauen…

Name: Get Facebook Fans, Twitter Followers, Youtube Views, Google +1’s, Stumbleupon Followers, Website Hits, Twitter ReTweets, and MORE!

Als „Homepage“ zu diesem großartigen Namen hat der skriptnutzende Bratschädel von Spammer die wenig empfehlenswerte Website unter der erst vor drei Tagen eingerichteten Domain gotlikers (punkt) com angegeben, die jetzt in einer Flut von Kommentarspam mit diesen Keywords verlinkt werden soll, um Google zu manipulieren.

Auf dieser Website kann man sich kostenlos registrieren, um für irgendwelche obskuren, dort gegen richtiges (und nicht wieder erstattetes) Geld zu erwerbenden „Coins“ Interaktionen auf irgendwelchen Tracking-, Datensammel- und Überwachungssites im Netz zu bekommen, die vorgehen, den menschlichen Austausch zu fördern. Selbst einer jener Menschen, der Spammern in Charakter und Beliebtheit so nahe steht, dass er irgendwelche „Follower“ auf irgendwelchen S/M-Sites¹ für ein paar Groschen kaufen muss, sollte einsehen, dass bei dermaßen unseriös werbenden Zeitgenossen mit einer völlig impressumslosen Website eher davon auszugehen ist, dass das Geld ohne jede Gegenleistung futsch ist.

Denn wer von Anfang an – die Site ist drei Tage alt – auf solche Spam zur Google-Manipulation setzt, weiß wohl schon vor jedem laufenden Geschäft ganz genau, dass er niemals wegen seiner Angebote von zufriedenen Nutzern verlinkt werden wird. :mrgreen:

Ich werde mir auch in Zukunft immer wieder einmal einen dieser „Kommentatoren“ rauspicken, die mit verlinkten Keywords die Indizes der Suchmaschinen beeinflussen wollen, auf dass die Menschen nicht mehr das finden, was sie suchen, sondern das, was die SEO-Kommentarspammer sie finden lassen wollen. Diese „Kommentare“ sind reine Spam, ein asozialer, widerwärtiger und böser Missbrauch von Kommunikationskanälen auf Kosten vieler anderer Menschen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Spam steht hier jedoch ein Verursacher mit Sicherheit fest – eben der Betreiber der so „hochgebrachten“ Website. Es kann sich auch nicht um Sabotage durch den Mitbewerb handeln, denn niemand kann ein Interesse daran haben, dass sein Konkurrent einen Vorteil am Markt erlangt. Deshalb werde ich diese Websites, die ganz sicher von Leuten betrieben werden, die selbst spammen oder Spam bei anderen Leuten in Auftrag geben, hier immer wieder unter Namensnennung, aber ohne Link erwähnen und als Spammer brandmarken. Wenn sie eine gewerbliche Website betreiben und eine solche „lobende Erwähnung“ nicht wünschen, kann ich ihnen nur empfehlen, auf das gleichermaßen asoziale wie illegale Werbemittel der Spam zu verzichten. Sie könnten es ja mal mit Inhalten versuchen, die auch Leser anziehen.

¹S/M ist meine Abk. für „social media“. Aus Gründen.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

2 Kommentare für SEO-Spamsau: gotlikers.com

  1. Daniel sagt:

    Ich habe zuletzt immer wieder Kommentare, die lediglich aus mehreren Dutzend Links zu irgendwelchen Outdoor-Klamotten Shops bestehen. Welcher Blogger veröffentlicht denn solche Kommentare, die werden doch bereits ohne entsprechendem Plugin von vorn herein abgewiesen …

    Außerdem sind die Chinesen wieder sehr stark vertreten.

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