Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Mastodon“

@Bundesregierung­@social.bund.de

Freitag, 30. Januar 2026

Nein, Unser täglich Spam wird nicht zum Politikblog. Es geht hier weiterhin um Spam, Spam, Spam und Spam auf allen Kanälen, die mir übern Weg laufen. Und dazu natürlich Spam. Über Politik kann man lange streiten, aber dass die „Kommunikationsform“ der Spam verachtenswert und asozial ist, fällt eigentlich jedem denkenden und fühlenden Menschen auf, wenn er mit Spam belästigt wird.

Der offizielle Mastodon-Account, oder besser gesagt, der kraftlos und aufwandsarm um Weichreite und Weitertröten flehende Verlautbarungskanal der Bundesregierung bei Mastodon, ist von… ähm… ziemlich spamartiger Anmutung. Um es so milde wie möglich zu sagen. Worum es dort definitiv nicht geht, das ist irgendeine Form des Austauschs.

Es folgt ein Vollzitat von @rainer@friendica.sokoll.com, nicht als Aneignung, sondern nur, um daran interessierten Lesern das Freischalten von Javascript für die verlinkte Diasporainstanz zu ersparen:

Meine Beherrschung habe ich wohl verloren.

Es geht um den Account @Bundesregierung, dem ich seit einigen Wochen folge, vermutlich aus denselben Gründen wie die anderen Follower auch: Man erhofft sich Informationen und Dialog, zumal das ja in der Selbstbeschreibung steht:

Herzlich willkommen auf dem offiziellen Mastodon-Account der Bundesregierung. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!

Komplette Lüge. Es gibt keinen Austausch, ich habe nie irgendeine Reaktion deses Accounts gesehen. Die Accountbetreiber lesen die Reaktionen gar nicht. Beweis: In social.bund.de/@Bundesregierun… wird ein falscher Link gesetzt, kann ja passieren. In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, sogar der richtige Link angegeben, es passiert: nichts.

Was zur Frage führt: Was sind das für Menschen, die diesen Account befüttern? sind es. Morgens entleeren sich sich zu Hause, dann zu Mastodon. Gewissen- und rückgratlose Kretins, die alles verbreiten, was ihnen in der morgendlichen Dienstberatung befohlen wird, sie handeln ja auf Anweisung. Deutsche wie es sie auf der ganzen Welt gibt: dienstbeflissen werden sie JEDEN Inhalt verbreiten, solange das Gehalt stimmt. Ob hier oder im Völkischen Beobachter oder bei Russia Today.

Was sie effektiv bewirken, und es ist ihnen völlig egal: Sie fördern aktiv Politikverdrossenheit. Denn nicht nur, daß der Acccount ein reines Megaphon ist: Das, was da verbreitet wird, ist auch handwerklich so unfaßbar schlecht, eine Werbekampagne eines Taubenzüchtervereins stelle ich mir ähnlich rasant vor. Diese Politikverdrossenheit hat Auswirkungen, man kann sie in den Wahlprognosen sehen.

Mit anderen Worten: Der Account @Bundesregierung fördert die , und vermutlich ist den Betreibern das völlig egal, der Bausparvertrag muß abgezahlt werden.

Es ist naiv auf Änderung zu hoffen und deshalb meine Bitte an alle Admins: Blockt den Server oder zumindest den Account. Wenn nicht aus politischen Gründen (eine Zensur findet nicht statt), dann aus einem ganz einfachen: Der Account postet nachgewiesenermaßen ausschließlich Spam. Das sollte zum Blocken reichen.

Screenshot aus dem Administrationsfrontend von Friendica: Der Mastodon-Account der Bundesregierung ist wegen Spam blockiert

Also bitte. Für die Demokratie!

Und nein, es ist nicht so, dass sich die amtierende Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nicht ein paar gut dafür bezahlte und angemessen im Fediverse kommunizierende Leute leisten könnte, die sich um den Kanal kümmern. Die wollen sich diese Leute nicht leisten. Die wollen Einwegkommunikation. Genau diese halbmechanisch ins Fediverse gekübelte Politspam ist der politische Wille von CDU, SPD und CSU. Es sind Spampolitker, die Spampolitik machen. Leider nicht nur im Fediverse, sondern auch in Berlin. Zum Schaden der allermeisten Menschen in der Bundesrepublik Deutschland.

Ich rate übrigens strikt davon ab, irgendwelchen „offiziellen“ Accounts irgendwelcher Parteien, Unternehmen, Rundfunkanstalten, Presseerzeugnisse oder Institutionen in S/M¹ zu folgen. Die haben regelmäßig kein Interesse an irgendeiner Kommunikation. Die wollen nur spammen und so billig wie möglich Reklame für ihr Getue verbreiten.

Kleine Ergänzung: Social-Media-Nutzung der politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland vor und nach einer Bundestagswahl am Beispiel Finster-Gram. Politspam, ich sagte es ja schon. Das ist alles, wofür die das machen: Um zu spammen.

S/M ist meine Abk. für social media. Aus Gründen.

Phishing im Fediverse (Mastodon)

Samstag, 2. August 2025

So sieht aktuelles Phishing auf Mastodon aus:

@Mxxxie 🚨 URGENT: ACCOUNT VERIFICATION REQUIRED! -- Hey there! -- We’ve tightened up security, and now everyone needs to verify their account. Yours is still on the "unverified" list—but don’t sweat it, this’ll only take a sec! --CLICK HERE NOW: -- 🔗 https://verify.9113432.icu/8T3F7xxx2B6 -- ⏰ MOVE FAST! Ignore this, and soon you won’t even be able to sneeze without restrictions! -- Thanks for helping us keep Mastodon secure! -- — The Mastodon Team

(Die Anonymisierung im Screenshot ist von mir, ich habe auch den Link unbrauchbar gemacht.)

Solche Aufforderungen werden automatisiert von Bots getrötet, wenn man Beiträge verfasst hat. Natürlich handelt es sich um Spam. Weder Mastodon als ganzes noch der jeweilige Podmin haben etwas damit zu tun. Alle Daten, die man angibt, gehen zu Verbrechern; alle Software, die man von dort herunterlädt, kommt von Verbrechern. Bitte niemals darauf hereinfallen. Es gibt im Fediverse keine Verifikationen. Diese wären wegen der dezentralen Struktur und der offenen Protokolle auch recht sinnlos. Man benötigt gar nicht viel technisches Hintergrundwissen, um von solchen Versuchen einen Anfall gebieterischer Heiterkeit zu bekommen. Trotzdem fallen Menschen darauf herein. Mir wurde mitgeteilt, dass man sich über die Scheckkarte „verifiziert“, alternativ sei auch PayPal und Google Pay möglich… aber ich habe das nicht überprüft.

Instagram Follower kaufen: Der schnelle Weg zu mehr Reichweite und Erfolg

Samstag, 14. September 2024

Die frühen Zehner Jahre möchten gern ihre Twitterspam für irgendwelche Spamhilfsmittel auf Social Media zurückhaben, aber jetzt bitte lieber im Fediverse, wo sie nicht leicht und automatisiert bekämpft werden kann:

Screenshot Mastodon: Tarnkappe.info -- @tarnkappeinfo@social.tchncs.de -- 📬 Instagram Follower kaufen: Der schnelle Weg zu mehr Reichweite und Erfolg -- #Empfehlungen #Gastartikel #Follower #Followerkaufen #followervibede #Instagram https://sc.tarnkappe.info/xxxxxx -- Tarnkappe.info · 2 Std. -- Instagram Follower kaufen: Der schnelle Weg zu mehr Reichweite und Erfolg -- Nichts los bei Deinem Instagram Account? Beim Kauf von Followern ist es wichtig, auf seriöse Anbieter zu achten. Ein Gastbeitrag. -- 14. Sept. 2024, 10:43 ·  · TarnPosting · -- 2 -- · -- 0

Ich wünsche den angehenden contentindustriellen Journalisten von „Tarnkappe“ alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg und lege ihnen nahe, doch besster Finstergram für mehr Weichreite und Erfolg zuzuspammen – übrigens eine vom verurteilten Spammer Facebook betriebene S/M-Website. Dass es so wichtig ist, beim Spamdienstleister auf seriöse Anbieter zu achten, schreiben sie ja selbst in ihrer Spam… 💩️

Ach ja: Geht sterben!

Mastodon vollgespammt

Donnerstag, 22. Februar 2024

Es geht hier nicht um eine Spam, sondern um einen Hinweis auf einen im Kontext des täglichen Spamwahnsinns interessanten Artikel bei Heise Online über die jüngste Spamflut im Fediverse:

Obwohl die jüngste Spamwelle im sozialen Netzwerk Fediverse [sic!] und vor allem bei Mastodon maßgeblich auf Discord organisiert und mit dort verfügbaren Werkzeugen ausgeführt wurde, hat der Messaging-Dienst bislang nicht reagiert. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf eine Software-Entwicklerin, die Discord kontaktiert hat, um eine Sperrung zu erreichen. Der vor allem übers Wochenende massenhaft versendete Spam dürfte Admins von Instanzen im Fediverse wegen des damit verbundenen Traffics und der Serverkosten viel Geld gekostet haben, hat sie gegenüber Discord beklagt. Die einzige Verbindung zwischen den Nachrichten sei ein Discord-Server, der weiterhin online ist. Bei Mastodon wird derweil an einem Gegenmittel gearbeitet

[…] Laut verschiedenen Erfahrungsberichten im Fediverse liefen die Angriffe vollautomatisch ab. TechCrunch zitiert nun die Entwicklerin Emelia Smith mit der Zusatzinformation, dass dafür Bots genutzt wurden, die tief mit Discord verzahnt waren. Die haben demnach alles erledigt – um den Angriff voranzutreiben, war demnach ab einem gewissen Punkt überhaupt kein Spezialwissen mehr nötig

Spammern sind die Folgen ihres Tuns immer egal. Wenn sie dabei etwas kaputtmachen, stört es sie nicht. Spammer sind asozial. Richtig asozial, also nicht einfach nur arm, grob, ungebildet und von nur wenig zivilisierter Kultur beleckt, sondern offen feindlich und widerlich. Hauptsache, die Spam ist einfach, kann nur mühsam bekämpft werden und entfaltet die größtmögliche Wirkung für die jeweilige, für den Rest der Welt meist völlig unerfreuliche Absicht der Spammer.

Im Moment werden als schnell angelegter Notverband für die blutende Spamwunde auf den meisten Mastodoninstanzen die Benutzerregistrierungen durch CAPTCHAs abgesichert. Oder anders gesagt: Blinde und andere schwer körperbehinderte Menschen sind jetzt an vielen Stellen von einer Registrierung ausgeschlossen oder bedürfen hierfür einer Assistenz. Für alle anderen Menschen ist eine zusätzliche Hürde aufgerichtet worden, die im besten Fall nur nervt, im schlimmsten Fall aber – ich habe zumindest schon wirklich unlösbare CAPTCHAs gesehen – frustriert und letztlich sogar aussperrt. Wegen des Missbrauchs der ursprünglichen Offenheit durch Spammer.

Spammer lassen sich leider nicht einmal wirksam abhalten, wenn ein etwas fern der Aufmerksamkeit liegender Bestandteil des Fediverse nahezu gar nicht benutzt wird, wie ich es mir das eine ums andere Mal auf Pixelfed anschauen durfte. Mit dem Niedergang Twitters und der Abwanderung erheblicher Nutzermengen zu dem, was Journalisten immer wieder als eine „Twitteralternative“ erklärten, also zu Mastodon, ist Spam ein ernsthaftes Problem geworden. Die Menschen, die sich in ihrer Freizeit dieses Problemes annehmen, haben zurzeit nahezu keine technische Unterstützung. Kein Wunder, das die erste richtige Spamflut in ActivityPub so verheerend wurde.

Und Discord – ich warte immer noch auf den ersten Menschen, der mir erklärt, welchen Vorteil Discord im Vergleich zum ollen IRC oder zum etwas multimedialer nutzbaren XMPP hat, der die mit Discord einhergehenden Nachteile wieder aufwöge – als ein weiteres Unternehmen ohne seriöses Geschäftsmodell jenseits von Überwachung, Datensammelei und möglicher Monetarisierung durch Reklameplatzvermarktung hilft gern den organisierten Spammern bei ihrem zerstörerischen Werk. Da wächst ja mal wieder vorzüglich zusammen, was zusammen gehört! Je mehr irgendwelche Internetdienstleister auf social machen, desto schimmer wird das Ergebnis anti-social.

definitiveconso

Montag, 18. Dezember 2023

Nachdem ich so oft lesen durfte, was für eine tolle Twitteralternative dieses Mastodon ist, durfte ich endlich auch die Folgen dieser journalistisch erzeugten Aufmerksamkeit erleben: Leute wie dieser definitiveconso, die alle möglichen anderen Leute mit ihrem onlyfans content vollspammen:

Check out https://spicy.gallery/?utm_source=mast for Оnlуfаnѕ content! @cbssports @sand @anglipol @markets @svtnyheter @mackayim2022 @darkchocobo @BumblingDragon @RAlpenstern @yogipritch @AroundTheNFL @bahianoticias @goebelmasse @elyth @itisiboller @hamburg2022 @DigitalRefugee

Mal schauen, wie gut das Fediverse mit solchen Spammern klarkommt.

Kryptogeldspam auf Mastodon

Freitag, 12. Mai 2023

Es war ja zu erwarten: Nachdem Twitter einmal von Elon Musk mit Schmackes gegen die Wand gefahren wurde und nachdem ganz viele Journalisten aus Presse, Funk und Glotze immer wieder erwähnt haben, dass Mastodon eine „Twitter-Alternative“ sei¹, sind nicht nur etliche erfreuliche Menschen ins Fediverse geströmt, sondern auch die unerfreulichen. Und diese senden zurzeit massenhaft private Nachrichten an Nutzer, dass man jetzt ganz viel Geld erhalten kann, wenn man nur einmal auf einen Link klickt und auf einen Kryptogeld-Betrug reinfällt. Zum Beispiel so etwas:

Hi Elias! New account: yen2023 Password: aa139520 Current balance: 639619 USDT Do not share with anyone, official website: [Link von mir entfernt]

Dies ist nur ein aktueller Text. Es sind auch weitere Texte in Gebrauch. Aber es handelt sich zurzeit immer um persönliche Nachrichten. Offenbar gehen die Betrüger aus ihrer „Berufserfahrung“ heraus davon aus, dass mit der Anpreisung durch den Journalismus auch genug Naivität und Dummheit ins Fediverse einziehen. Und ich befürchte, damit könnten sie recht haben. 😐️

Das Traurige daran: Spambekämpfung und Moderation im Fediverse sind im Wesentlichen Handarbeit, die von Menschen in ihrer Freizeit erledigt wird. Gut, es sind immer „nur ein paar Klicks“, aber niemand kann so schnell klicken, wie ein dummer Bot Accounts anlegt und die Kommunikation der richtigen Nutzer mit Spam verpestet. Spam ist leider schnell, einfach und billig. Wo sich Spam lohnt, gibt es bald nur noch Spam. 💩️

Bitte niemals auf so etwas hereinfallen! ⚠️

Lasst die Betrüger einfach verhungern! 😡️

Und nein, Geld entsteht nicht spontan aus dem Nichts und tröpfelt einfach durch die Internetleitung. Auch nicht bei der Verwendung von Kryptogeld. Egal, welches Zauberverfahren oder welche Lüge sich derartige Betrüger ausdenken: Man muss nur diese eine Sache wissen, um niemals auf so einen Betrug reinzufallen. 💡️

¹Es handelt sich bei Mastodon weder um eine Twitter-Alternative (eine solche will das Fediverse aus vielerlei Gründen auch gar nicht sein) noch um eine „Plattform“, sondern um eine der vielen verteilten Anwendungen, die das dezentrale Protokoll ActivityPub bedienen. Das geht natürlich auch mit anderen Anwendungen, es ist ja ein offenes Protokoll. Das könnte ein Journalist durch altmodische Recherche, zum Beispiel Benutzung einer Suchmaschine mit naheliegenden Suchbegriffen, leicht herausbekommen, wenn er nur wollte, aber dazu hat der Journalist in der Regel keine Lust, und dementsprechend ist das contentindustrielle Tintengekleckse auch immer. Ich glaube übrigens nicht, dass es in anderen Bereichen, über die Journalismus berichtet, auch nur eine Spur besser aussieht.