Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „gmail.com“

SEHR WICHTIGE INFORMATIONEN

Mittwoch, 29. Januar 2020

So richtig schön IN GROẞBUCHSTABEN RUMBRÜLLEN, aber nicht einmal sagen, um was es überhaupt geht: Das kann nur eine Qualitätsspam sein!

Von: Elsa Maria Garcia Marrero <garciamarreroelsamaria@gmail.com>

Kenne ich nicht.

Guten Abend, entschuldigen Sie, wie ich Sie kontaktieren kann.

Kennt mich aber auch nicht und glaubt, ich heiße „Guten Abend“.

Ich habe gerade Ihr Profil gesehen und dachte, Sie seien der richtige Mensch.

Stimmt, kennt mich nicht. Glaubt sogar, ich habe ein „Profil“. Wo sie das gefunden hat? Auf Facebook? Da wäre ein anderer Name als „Guten Abend“ dabei. Auf einer Zinkflappe¹? Sie kann es nicht sagen, weil sonst sofort aufflöge, dass sie mich nicht kennt. Alles, was sie von mir hat, ist eine Mailadresse, und die wurde mit einem Harvester im Web eingesammelt.

Kurz gesagt, ich heiße Elsa Maria Garcia Marrero, aus Spanien, aber ich lebe in Paris. Ich leide an einer schweren Krankheit, die mich zu einem sicheren Tod verurteilt, dem Halskrebs, und ich habe 800.000 Euro, die ich einer Person, die Vertrauen und Ehrlichkeit besitzt, zur Verfügung stellen möchte, damit sie es richtig einsetzt.

Wo soll ich den Zaster einsetzen? Auf Rot oder auf Schwarz? :mrgreen:

So so, Halskrebs? Mir scheint eher, dieser handelsübliche Vorschussbetrüger kann den Hals nicht voll genug kriegen und sucht sich immer neue Opfer zum Ausnehmen – wenn jemand erst einmal an das Geld glaubt, kann man eben eine Vorleistung nach der anderen rausleiern. Deshalb haben diese freundlich mit Geld um sich werfenden Spender auch nie normale Bankkonten, so dass sie nicht einfach einen versicherten Brief mit einem Scheck versenden oder eine SEPA-Überweisung machen können. Nein, das Geldzustellungsverfahren wird extrem teuer, umständlich, langsam und aufwändig, beinhaltet mindestens einen Notar und einen Treuhänder sowie mehrere Verwaltungsakte, und alle müssen sie bezahlt werden. Mit Vorleistungen des Empfängers, nicht aus den 800 Kiloøre oder aus dem Vermögen der mit Geld vollgesogenen Rohölhändlerin (kommt gleich noch). Maximal anonymisierend bezahlt über Western Union und Konsorten, nicht über einen zugestellten Scheck oder eine SEPA-Überweisung. Denn die Betrüger bleiben doch lieber im Hintergrund, ein Urlaub im Knast steht nicht auf ihrer Wunschliste. Da gibts nicht so einen schönen Puff.

Ich bin Eigentümer eines Rohöl-Import-Unternehmens in Frankreich, und vor sechs Jahren habe ich meinen Mann verloren, was mich sehr betroffen gemacht hat, […]

Aber sowas von betroffen! 🤥

[…] und ich konnte bis heute nicht wieder heiraten, wir hatten keine Kinder.

Und, was habe ich damit zu tun. Ich heirate gern eine stinkreiche Sterbende; reich gefreit, nie bereut! Aber diese nicht besonders überzeugend eingeflochtenen Textbausteine stehen hier nur, um glaubwürdig zu machen, dass irgendein sterbender Geldsack zur Abwechslung mal ein paar Banknoten abwirft, statt immer nur zu raffen und zu raffen.

Ich möchte diese Summe zu einem Geschenk machen, bevor ich sterbe.

Ja, nach dem Tod wäre es ja auch eine Erbschaft. 🙄

Vielleicht kann ich an meinen Tagen an der Krankheit leiden, an der ich kein Heilmittel hatte, aber ein Beruhigungsmittel in Frankreich möchte nicht wissen, ob Sie von dieser Spende profitieren können.

So viel Zaster, aber nicht die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher übrig. Dann klingt es halt wie Spamdeutsch. Und die Beruhigungspille will nicht wissen, wie es mir geht. 💊

Aber ich will mal ein Fleißbienchen dafür vergeben, dass der Text in großen Teilen neu geschrieben wurde und nicht einfach aus anderen, erfolgreichen Spams übernommen wurde, die ich jeden Tag sehe. 🐝

Die dumme Geschichte ist allerdings nicht so neu, die ist Alltagskost. 🍽️

¹hochdeutsch: Steckbrief

Re: Vorschlag für ein Kreditangebot zwischen Privatpersonen.

Dienstag, 28. Januar 2020

Bei dieser Spam eines ganz besonders kompetenten Vorschussbetrügers kitzelt es mal wieder im Gehirn und holpert auf dem Weg durch eine unverstandene Sprache. Man beachte auch die großartige Gestaltung der HTML-formatierten Mail!

Von: Anton Guti <angu7102@gmail.com>
An: undisclosed-recipients: ;

Hallo Frau und Herr

Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie Privatpersonen sind, Deutschland, Belgier, Schweizer, Franzosen, und dass Sie dringend Geld leihen müssen. Ich biete Ihnen meine Dienste mit legalen und schnellen Darlehen von 1000 € bis 50.000.000 € an alle Menschen
unabhängig vom gewünschten Betrag mit einem Zinssatz von 2,36% pro Jahr zurückzuzahlen. Ich bin bereit, Ihnen in allen Bereichen zu helfen, wie zum Beispiel:
– Käufe von Wohnungen
– Finanzdarlehen
– Wohnungsbaudarlehen
– Investitionskredit
– Autokredit
– Konsolidierungsschuld
– Kreditrückkauf
– Privatkredit
– Projektrealisierung
– Sie sind in der Akte
– Weitere
Wenn Sie wirklich einen Kredit brauchen, zögern Sie nicht.

Meine E-Mail: www.info.credito@gmail.com

oder

whatsapp: +34 645 78 xx xx

Ich nehme das Sie-sind-in-der-Akte-Darlehen! Vielleicht auch das Weitere-Darlehen. Hauptsache fuffzich Megaeuro von der Bank mit dem gefälschten Absender und der WanzApp-Nummer, damit ich mal wieder so richtig durchkaufen kann. 👍

Herzliche Glückwünsche

Mittwoch, 22. Januar 2020

Aber ich habe heute doch gar nicht Geburtstag. 🗓️

Von: campo@starconect.com
Antwort an: ointernational06@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. 🤥

An: gammelfleisch@tamagothi.de

Die Empfängeradresse wurde mit einem Harvester im Web eingesammelt. Dieser E-Müll geht an jede Adresse, die man irgendwo einsammeln kann. 🤖

Herzliche Glückwünsche!

Das hat der Spammer schon im Betreff gesagt.

Ihre E-Mail hat Ihnen als Community-Spende von Oxfam Aid den Betrag von 1.000.000,00 € eingebracht.

Oh, eine Million? Für mich? 💰

Weil ich so eine schöne Mailadresse habe, so eine mit Gammelfleisch? ☠️

Von einer „Community“ und irgendwas mit „Aid“? Wie kommen die eigentlich auf mich? Die kennen doch noch nicht mal meinen Namen und sprechen mich deshalb mit „Herzliche Glückwünsche“ an und faseln einen von meiner E-Mail, die wohl ganz dringend mal wieder etwas Geld braucht. 👤

Aber hey, eine Million! 🎣

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Edward Reich. Geben Sie ihm so schnell wie möglich Ihre Qualifikationsnummer [OXG / 101/231 / BDB].

Und eine total wichtige Nummer habe ich auch. Die sieht irre wichtig aus, diese Nummer. Viel wichtiger als meine Mailadresse, die so verarmt ist, dass sie einer Millionenspende bedarf. Die ist bestimmt fast so wichtig wie die Lottozahlen. Wenn nicht gar noch wichtiger! 😂

Herr Edward Reich
Betriebsleiter
E-Mail: ointernational06@gmail.com

Hier spammt der Betriebsleiter noch selbst.

Nicht an die Absenderadresse antworten! Die ist gefälscht. Aber trotzdem daran glauben, der der Rest in dieser Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges stimmt! Auch, wenn er völlig unglaubwürdig ist. 🤦

Entf! 🗑️

AW:

Sonntag, 19. Januar 2020

Qualitätsbetreff. Jemand, den ich nicht kenne, schreibt mir eine angebliche Antwort auf eine angeblich von mir versandte Mail ohne Betreff. Das ist schon der Moment zum Löschen. 🗑️

Von mir gibt es keine Mails ohne Betreff. Ich weiß schließlich, dass meine Mitmenschen Wichtigeres mit ihrer Lebenszeit anzufangen wissen, als Ratespiele im Posteingang zu spielen. 🙄

Von: Roland GmbH <rodion@zhamoydo.com>
Antwort an: fidisspait@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. 🤥

Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Google Mail laufen. Die zwei Euro im Monat für den Betrieb eines eigenen Mailservers sind nicht übrig. Was Wunder, wenn dieser „Geschäftsmann“ auch immer sein ganzes Geld verleiht. 😂

Selbstverständlich wird auch von Mailverschlüsselung abgesehen. Es geht nur um Geld. Wer braucht da schon Vertraulichkeit? 👍

Hallo,

Genau mein Name! 👏

Benötigen Sie ein Geschäftsdarlehen?

Ja, ich möchte Mineralöl auf dem Mond fördern. Das wird teuer. Verdammt teuer. Aber jemand muss es ja machen. Und es wird verdammt rentabel, wenn es dort Öl gibt… 🌜

Benötigen Sie einen persönlichen Kredit?

Ja, ich möchte mal wieder so richtig durchkaufen; wie die meisten meiner reklamebearbeiteten Mitmenschen beseelt vom unerschütterlichen Glauben, dass sich alle Probleme mit einem einzigen Buch lösen lassen: Dem Versandhauskatalog (oder der stinkenden Amazon-Website). 💶

Wir geben Darlehen an Einzelpersonen und Unternehmen. Der Zinssatz beträgt 2% jährlich. Kontaktieren Sie mich mit unten Informationen, so dass wir Ihnen mit dem Darlehen Bedingungen und Zustand liefern können.
Darlehensbetrag erforderlich:
Rückzahlungsdauer:
Handynummer:

Oh, das ist eine ganz tolle Bank! Alles, was die wissen wollen, ist, wie viel Geld ich haben möchte, wie langsam ich es zurückzahlen möchte und wie man mich telefonisch erreichen kann. Die brauchen nicht einmal meinen Namen, und auch keine Angaben, an denen man die Bonität einschätzen könnte. Einfach eine Mail an eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse schreiben, und schon wird das Darlehen zusammen mit seinen Bedingungen und seinem Zustand geliefert. 🧚

Wir haben Investoren, die sich für die Finanzierung von Großprojekten interessieren. Bitte antworte ich mir für weitere Informationen.

Ja, antworte dir doch selbst, Spambanker! Ganz viel Geld verleihen wollen, aber weder die paar Euro zwanzig für eine Domain noch die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher übrig haben. 🤦

Hello,
Do you need business loan ?
Do you need a personal loan ?
We give out loans to individuals and companies. The interest rate will be 2% annually. Contact me with below information so that we can furnish you with the loan terms and condition.
Loan amount required:
Payback duration :
Mobile phone number:

We have investors who are interested in financing projects of large volume . Kindly reply me for more information.

Hui, Englisch kann er auch! Fürwahr, das muss ein großer, internationaler Unternehmer sein! 🌍

Der ist so groß, dass er ohne Spam niemanden auffallen würde. 🤡

Fröhliche Grüße ins große, weite Russland¹! 👋

Vom diese Spam „genießenden“
Nachtwächter

¹Diese Spam wurde über einen Dienstleister aus Sankt Petersburg versendet, die Abuse-Mail ist schon draußen.

Please reply back

Samstag, 18. Januar 2020

Qualitätsbetreff einer weiteren Überraschungsei-Spam. 🥚

Von: Adrien Saif <caps@treslagoas.ms.gov.br>
Antwort an: Adrien Saif <adriensaif400@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht. Das nennt man Vertrauensgrundlage. 🤥

Did you get my previous email?

Kind Regards,

Names: Adrien Saif
Attorney at Law.

Hey Spammer,

du hast also einen Namen, bist Rechtsanwalt, fälschst deinen Absender und bist ansonsten vermutlich so beschäftigt, dass du nicht einmal die Zeit für ein anonymes „Hallo“ findest, geschweige denn für eine kleine Andeutung, um was zum hackenden Henker es bei deinem dummen Kommunikationsversuch geht. Ganz sicher habe ich auch deine vorherige E-Mail bekommen. Du meinst bestimmt wieder so eine E-Mail mit Bullshit-Inhalt und gefälschtem Absender, so wie diese hier. Aber welche der paar hundert Spams von gestern meinst du?

Fragt dein dich „genießender“
Nachtwächter

Hello,

Freitag, 17. Januar 2020

Qualitätsbetreff. Mit Prädikat. 🏅

Der Betreff sagt nichts (außer Hallöchen) und man weiß nicht, worum es gehen könnte.

Von: Laura Nelson <ln6774898@gmail.com>
Antwort an: lauralove750@gmail.com
An: undisclosed-recipients: ;

Der Absender ist gefälscht, und dieser Müll geht an ein paar hunderttausend Leute gleichzeitig. Der Namensteil der Antwortadresse, dieses „lauralove“, ist bis jetzt der einzige Hinweis auf den Zweck dieser Mail. Das wird allerdings kaum jemand bemerken, bevor die Spam mit flinkem Finger in die Glibbertonne geschoben wird. 🗑️

Und, gibt es jetzt einen brennenden Liebesbrief an den heißgeliebten Hallo mit ganz viel Laura und ganz viel Love? 💌

Hello,
Please do you speak English
Laura

Nein, es gibt ein kryptisches Überraschungsei für den Posteingang. 🥚

Wer wissen möchte, was in dem Ei drin ist, kann ja antworten. Der, die oder das Autor dieser Spam war leider nicht dazu imstande, mitzuteilen, um was es überhaupt geht. 🤦

Es ist eben eine Qualitätsspam. Mit Prädikat. 🏅

Test Bank, Solutions Manual Essentials of Psychiatric Mental Health Nursing : Concepts of Care in Evidence-Based Practice 8e, 8th Edition by Karyn I. Morgan, Mary C. Townsend

Samstag, 11. Januar 2020

Newsgroups: comp.lang.python

For any SMTB Query Contact us at querysmtb(@)gmail(dot)com

We Provide Solutions, Test Bank & Ebook for all Subjects & Editions.

Essentials of Psychiatric Mental Health Nursing 8e : ISBN-13: 9780803676787 : Publisher: F.A. Davis Co.

#Test Bank for Essentials of Psychiatric Mental Health Nursing : Concepts of Care in Evidence-Based Practice 8th Edition by Karyn I. Morgan, Mary C. Townsend

#Solution Manual for Essentials of Psychiatric Mental Health Nursing : Concepts of Care in Evidence-Based Practice 8th Edition by Karyn I. Morgan, Mary C. Townsend

ebook for Essentials of Psychiatric Mental Health Nursing : Concepts of Care in Evidence-Based Practice 8th Edition by Karyn I. Morgan, Mary C. Townsend

Please DO NOT POST/REPLY HERE for any inquiry just email us at querysmtb(@)gmail(dot)com.

Müsst ihr verstehen: Das ist einer dieser Qualitätshändler, die das Usenet nicht zum Kommunizieren nutzen, sondern ihre Qualitätskopien irgendwelcher Werke anderer Leute zu Geld machen wollen. Der hat sicherlich so richtig Qualität zu bieten. Das sieht man ja auch an seiner Spam, die er natürlich nicht nur einmal gepostet hat, und natürlich auch nicht in nur einer Newsgroup – ob die Newsgroups irgendwie passen, ist dem Spammer dabei ziemlich egal, er ist ja schließlich Spammer. Nein, natürlich liest der keine Antworten im Usenet. Deshalb soll man ihn ja auch nicht dort antworten, sondern auf einer schnell, kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse in Googles Freemailer.

Volle Mülltonne, beschriftet mit dem 'G' aus dem Google-LogoIch wollte, ich könnte darauf vertrauen, dass Google zivilisiert genug wäre, auf eine Abuse-Meldung bei einer derart klaren Spam zu reagieren und das Konto eines derart klaren Spammers einfach dichtzumachen, um sein Geschäft und den weiteren Missbrauch von Google-Diensten für kriminelle Machenschaften wirksam zu unterbinden. Aber ich habe es wieder und wieder und wieder erlebt, dass die Mailadressen, die ich an Google gemeldet habe, auch ein dreiviertel Jahr später noch aktiv von Spammern benutzt wurden, und deshalb kann ich eben nicht darauf vertrauen. Google hat Wichtigeres zu tun, als sich um die Bekämpfung von Spam und Internetkriminalität zu kümmern. Zum Beispiel, seine Nutzer möglichst umfassend zu überwachen und zu verdaten, um den Transport „zielgruppengerechter“ Reklame als Dienstleistung verkaufen zu können. Oder um in der Suchmaschine „persönlich angepasste“ Suchergebnisse zu präsentieren. Letzteres ist übrigens der Hauptgrund dafür, weshalb ich Google schon seit Jahren nicht mehr als Suchmaschine benutze und auch niemanden anders mehr empfehlen würde, Google als Suchmaschine zu benutzen. Es gibt zum Glück gute Alternativen, in denen präsentiert wird, was sich im Internet findet, ohne dass dabei für den Reklametransport optimierte Algorithmen dem Nutzer das Denken abzunehmen versuchten und ihn dorthin zu schubsen versuchten, wo er eigentlich gar nicht hinmöchte. Google ist inzwischen ein guter und zuverlässiger Freund – oder noch etwas deutlicher gesagt: ein Komplize – der Spammer, und zwar nicht nur ein Freund solcher Verkäufer illegaler Kopien urheberrechtlich geschützter Werke, sondern auch ein genau so guter und zuverlässiger Freund von ausgesprochen asozialen gewerbsmäßigen Trickbetrügern. Noch kürzer ausgedrückt: Google ist selbst die Spam. Seit Jahren. Jedes verdammte Jahr ein bisschen schlimmer. Das klingt hart. Es gefällt mir auch nicht. Es gefällt mir überhaupt nicht. Es ist aber leider so. 🙁

Wer mir das nicht glaubt: Seit längerer Zeit vergebe ich für die Domain von Antwortadressen in Spams ein Schlagwort, und für gmail (punkt) com bekommt man eine Menge zu lesen. Einige an Google gemeldete Mailadressen von Betrügern habe ich auch ein dreiviertel Jahr später noch in aktiver Benutzung gesehen. Das Traurigste daran ist, dass es trotz alledem immer noch Menschen gibt, die eine Google-Mailadresse für seriös und unproblematisch genug halten, um sie in ihrer privaten Kommunikation zu benutzen, denn sonst würde mir und allen anderen Menschen die Spamfilterung sehr erleichtert, indem so etwas direkt ins Tönnchen geschoben werden könnte. Wer mir nicht glauben will, dass Google nicht auf Abuse-Meldungen reagiert, wird vielleicht etwas gläubiger bei der einen oder anderen launigen Anmerkung eines gewissen Felix von Leitner, gemeinhin als Fefe bekannt:

Erinnert an gmail. Da könnt ihr ja mal einen von Google ausgehenden Spam zu melden versuchen. Wenn ihr auf Kafka-Geschichten steht.

Ich weiß jedenfalls, was Fefe meint und welche Erfahrungen ihn so eine Anmerkung machen lassen. Google will keine Spam bekämpfen. Google will keine Internetkriminalität bekämpfen. Nicht einmal, wenn man mit aller Höflichkeit und allem Respekt Googles Näschen reinstupst. Es ist eine extrem verantwortungslose, asoziale Unternehmung, die dem Rest der Welt die Probleme, die entgangene Lebenszeit und die Kosten mit dem Missbrauch der angebotenen Dienstleistungen aufbürdet. Google ist widerlich. Genau so widerlich wie Spam.

Das alles würde mich vielleicht gar nicht so sehr stören, wenn Google ein wohltätiger Verein wäre, der mit geringer Finanz- und Personaldecke ein schönes, nützliches und kostenloses Angebot machte, von dem alle etwas haben. Aber das ist Google nicht. Google ist ein börsennotiertes, milliardenschweres Unternehmen, dass mit seiner verantwortungslosen, anti-sozialen Nummer einen geradezu obszönen Reibach macht, aber den damit verbundenen Aufwand und die Folgekosten auf alle anderen Menschen externalisiert. Dieses Geschäftsmodell ist verblüffend ähnlich zum „Geschäftsmodell“ eines Spammers. Das ist es, was mich in so einen Rant dazu hinreißt, den vermutlich rechtlich grenzwertigen Satz „Google ist selbst die Spam“ zu schreiben. Es gibt keine anderen Worte, die es so klar und wahr beschreiben.

Wie schon gesagt: Es gefällt mir nicht. Es gefällt mir gar nicht. Es ist aber leider so. 🙁

Ich kann nur jeden Menschen empfehlen, so weit wie nur irgend möglich auf die Nutzung von scheinbar kostenlosen Google-Diensten zu verzichten. Zu beinahe allen Google-Diensten gibt es Alternativen, oft sogar ebenfalls kostenlos, und manchmal sogar besser.

Greetings to you.

Freitag, 10. Januar 2020

Qualitätsbetreff! 🏆

Von: John Smith <t-hosoya@yamamotoya.com>
Antwort an: js0471014@gmail.com

Gefälschter Absender. 🤥

I am very sorry disturbing you with my message, […]

Und eine großartige Höflichkeit: „Es tut mir Spammer echt leid, dass ich dich mit meiner Spam belästige“ – ich würde ihm ja gern als Antwort eine scheuern und mich dafür entschuldigen. 🥊

[…] and i beg you to take a minute and read before deleting..

Wenn ich diese Bitte gelesen habe, dann habe ich doch schon vor dem Löschen gelesen. Aber die Menschen, die Zielgruppe dieser Spam sind, sollen so dumm sein, dass sie nicht bemerken, wenn ihre Intelligenz offen verspottet wird. Die nehmen dann auch alles andere hin. 🐑

This mail may be a surprise to you because you did not give me the permission to do so and neither do you know me but before I tell you about myself I want you to please forgive me for sending this mail without your permission.

Nein, ich bin schon seit Jahrzehnten nicht mehr darüber überrascht, wenn mir irgendwelche Kriminellen ihre Spams zusenden, um einen Betrug einzuleiten. In der nächsten Spam erzählt der Idiot bestimmt, dass ich überrascht darüber sein werde, dass die Erde gar keine Scheibe ist. 🌍

I am writing this letter in confidence believing that if it is the will of God for you to help out in this project,I need an honest and trust worthy person like you to entrust this huge transfer project unto; I am seeking your co-operation to present you for the next charitable developments worldwide. ..

Und im Zweifelsfall ist es schlicht der Wille Gottes, dass ich eine Spam empfange, denn die Wege des Herrn sind nun einmal unergründlich. 🎅

Dieser Spammer, der wie viele asoziale Idioten mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung… ähm… einem geringfügig überhöhten Selbstwertgefühl ausgestattet ist, hält mich für einen ehrlichen und vertrauenswürdigen Menschen, weil ich so eine schöne Mailadresse habe, und er ist offenbar der Meinung, dass Menschen, die religiös sind, auch so ein gefährlich dummes Grundvertrauen bei anderen Menschen für möglich und völlig unverdächtig halten. Vermutlich hat er diese Meinung aus seiner täglichen Erfahrung als Krimineller gewonnen. Der darin mitschwingenden Religionskritik getraue ich mich nicht zu widersprechen. 👿

Um was es genau geht, erfahre ich allerdings erst…

I have a proposal for you please write back to me to indicate your interest for more details.

…wenn ich dieser sicherlich hochnotehrlichen Lallbacke mit Gottanschluss zurückschreibe, denn er hatte leider nicht genug Mailpapier zur Hand, um sein Anliegen darzulegen. 📜

Aber bitte auf gar keinen Fall…

Here is my email address
js0471014@gmail.com

…an die Absenderadresse antworten, die selbstverständlich gefälscht und erlogen ist, sondern an eine schnell, anonym und kostenlos eingerichtete Freemail-Adresse bei Googles Freemail-Angebot. Immer daran denken: Die Wege des Herrn sind unergründlich. ⛪

I patiently wait for your response,

Voller Geduld hat der Spammer eben seine Mail abgeholt und geschaut, ob sich wieder fünf bis zehn naive Gimpel gemeldet haben, nachdem er ein paar Millionen lieb- und hirnlos verfasste Spams versendet hat. Denen erzählt er dann was von Wohltätigkeit und einer großen Geldtransaktion, bei der man für ein paar Milliönchen mithelfen soll, aber leider kann er nicht einfach einen versicherten Brief mit einem Scheck versenden, den man auf sein Bankkonto einreicht. So kommt es zu den absurdesten Verwicklungen, die ermüdenderweise jedes Mal zur Folge haben, dass das Betrugsopfer immer wieder ein paar hundert oder ein paar tausend Euro Vorleistung bezahlen muss, und zwar stets anonymisierend über Western Union und Konsorten, weil auf der anderen Seite scheinbar niemand ein Bankkonto hat, bei dem man einen Scheck einlösen könnte. Mit dem Geld, das auf diese Weise immer aus mindestens einem Dutzend Leuten gleichzeitig rausgeleiert wird, geht die Bande dann in den Puff und macht sich ein schönes Leben ohne diese anstrengende Arbeit. Und die naiven, gierigen Leute, die auf den Betrug reingefallen sind, wurden halt von ihrem Geld getrennt. 💸

So was lebt und Jesus musste sterben! 🖕

Thanks
Mr John Smith.

Mit einem pseudohöflichen Dank für nichts vom schäbigen Betrüger. 🚽