Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Sie sind verhaftet!

Dienstag, 7. September 2010

Und heute einmal eine innovative Form der Spam: Die politische Spam.

Wer zukuenftig im Internet einkauft, Geld ueberweist, Behoerdengaenge erledigt oder andere Geschaefte abwickelt, soll sich nach dem Willen des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen, sagte der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen in einem Interview der Neuen Osnabruecker Zeitung.

Der Staat will eine Totalueberwachung einfuehren, was tun Sie dagegen?

http://www.google.de/#hl=de&q=Demonstration+gegen+ueberwachung

Mit erfolgreichen Gruessen
Dr. Josee Neumann

Nun, was immer sich die Leute denken, die hier mit gefälschtem Absender auf eine – auch meiner Meinung nach bedenkliche – politische Entwicklung hinzuweisen trachten. Der Versuch, mit asozialer und illegaler Massenmail mit gefälschtem Absender aufzuklären und um Unterstützung zu werben, ist ein Fehler. Wer nicht davor zurückschreckt, die gleichen Methoden anzuwenden wie Betrugsapotheker, Verkäufer von Markenimitaten und nicht lizenzierten Softwarekopien, Schadsoftware-Verbreitern, Abzocker und kriminelle Cracker, beschädigt das darüber vertretene Anliegen in erheblichem Maße.

Man könnte fast glauben, es handele sich hier um einen Versuch der Befürworter eines allgegenwärtigen großen Bruders, jedes Eintreten für menschliche Freiheit, Privatheit und Anonymität in Misskredit zu bringen, indem es in die Nähe krimineller Machenschaften gestellt wird. Denn das ist der einzige Eindruck, der bei so einer Spam entsteht.

Re: Veilig, privé en entertainment voor u bij ons casino.

Dienstag, 7. September 2010

Oh, wie hübsch, mal wieder etwas Niederländisches.

Nein, leider nicht. Aber dafür etwas HTML-formatiertes, das man genießen muss (für Originalgröße Vorschaubild anklicken):

Hallo, Info -- Kostenloses Online-Casino -- Innerhalb unseres Online-Casinos erwartet Sie purer Nervenkitzel gepaart mit der Atmosphäre von Tausendundeiner Nacht – lassen Sie sich fürstlich belohnen und beanspruchen Sie die kostenlosen 1.000.

An diesem kleinen Meisterwerk der gesenkten Spamkunst entzückt nicht nur der Betreff, der so gar nicht zu „Het Duits“ im eigentlichen Text passen will. Auch die gelungene Anrede „Hallo Info“ gibt einem das erhebene Gefühl, den dummen Text eines Spamskriptes zu lesen. Die üblichen Märchen aus tausendundeiner Nacht werden davon abgeschlossen, dass man die „kostenlosen 1000″ beanspruchen kann, wobei das Währungszeichen offenbar irgendwie aus dem Text herausgefallen ist. Es ist ja auch nicht so wichtig, denn schließlich wird hier ein „Kostenloses Online-Casino“ angeboten, und wer will da schon auf so etwas wie Währungssymbole achten. Allerdings ist die – für diesen Beschiss genretypisch nach grafischer Exzellenz strebende – Website da nicht so sparsam, denn dort werden…

Screenshot des angeblichen Seven Stars Casino

…immerhin 1000€ Gratis angeboten. Übrigens ist der größte Teil dieser von Photoshop mal wieder so richtig besoffenen Seite eine riesige Grafik, die mit einer ausführbaren Datei für Microsoft Windows verlinkt ist, darüber hinaus erfreuen wegklickbare Layer mit der etwas nervenden Aufforderung zum Download. Wie man das mit dem richtigen Kerning zwischen dem „L“ und dem „O“ im Worte „DOWNLOAD“ hinbekommt, muss der zugegebenermaßen talentierte Grafiker allerdings noch lernen. (Und ich muss endlich mal lernen, dass man „Kerning“ auf Deutsch als „Wortdurchschuss“ bezeichnet, allein schon, um jeden Leser zu verwirren.)

Wenn man auf den Link „AKTIONIEN“ klickt, erfährt man auch, wie man an die gratis ausgegebenen beiden lila Lappen kommen soll:

Willkommen im Seven Stars Casino! Wir bieten allen Neukunden einen fantastischen neunstufigen Einzahlungsbonus bis zu einer Gesamtsumme von 1000€!

So kassieren Sie den neunstufigen Bonus:

  1. Nehmen Sie Ihre erste Einzahlung bei Seven Stars vor und wir verdoppeln Ihre erste Einzahlung mit 100% bis zu einer Summe von 200€ gratis.
  2. Nehmen Sie Ihre zweite Einzahlung bei Seven Stars vor und Sie erhalten einen Bonus von 25% bis zu einer Summe von 125€ gratis.
  3. Nehmen Sie Ihre dritte Einzahlung bei Seven Stars vor und Sie erhalten einen Bonus von 50% bis zu einer Summe von 75€ gratis. Zusätzlich sind Sie berechtigt weitere 6 monatliche Bonusangebote von 50% auf Ihre erste Einzahlung des Monats bis zu einer Summe von 100€ gratis zu erhalten. Insgesamt erwarten Sie somit 600€ kostenlos. Die sechs monatlichen Bonusbeträge werden Ihrem Casino-Account automatisch nach Ihrer ersten Einzahlung pro Monat gutgeschrieben.

Um eines der drei ersten Bonusangebote zu beanspruchen, klicken Sie innerhalb des Casinos auf den „Claim Bonus“ Button. Beachten Sie.

Hieran freut man sich nicht nur über den Satzstummel „Beachten Sie“ ohne jede Fortsetzung, sondern auch über die Beschreibung eines tollen Verfahrens, bei dem man nur 600 Euro in virtuellen Jetons „völlig gratis“ bekommt, nämlich indem man einfach 2050 Euro in echtem Geld einzahlt. Beim Nachrechnen stellt man zwar fest, dass die „insgesamt 600€ kostenlos“ in Wirklichkeit doch 1000€ sind, aber hey, das hier soll ja ein Casino sein, und da nimmt man es mit Geld und Zahlen eben nicht so genau. Vor allem nicht, wenn man diesen Text schnell bearbeitet und gar nicht so richtig Deutsch kann. Und wer rechnen kann, ist eh kein guter Kunde – denn der kann sich schnell und ohne eine Zahl dabei zu benutzen ausrechnen, wie wohl seine Chancen bei einem beliebig manipulierbaren, unkontrollierbaren und illegalen Glücksspiel im Internet stehen werden. Danach gibt man sich doch lieber den richtigen Bonus und kauft sich von dem gesparten Geld ein paar hübsche oder nützliche Dinge.

Schade nur für die Spammer, die natürlich mal wieder dem Magic Box Casino (das von den vollmundigen Versprechungen der Spammer im Zweifelsfall gar nichts weiß) ein paar neue Opfer zuführen wollen und dabei ordentlich Affiliate-Gelder einsacken wollen.

zusatzliches Einkommen von 3987 euro im Monat

Montag, 6. September 2010

Die gesamte Formatierung im folgenden Zitat entspricht dem Original, aber die Mailadresse ist natürlich von mir unbrauchbar gemacht worden:

Guten Tag, die Leitung des Unternehmens bittet um Entschuldigung fur Storung. Vielleicht mochten Sie einen Nebenverdienst haben, der mit einem nicht so groben Zeitaufwand verbunden ist, aber einen stabilen Einkommen anbietet? Die Weltkrise, die in allen Wirtschaftsbereichen zu spuren ist, hat letztes Jahr auch die Sphare der Finanzberatung beeintrachtigt. Jedoch ist nicht alles so schlimm – trotz der Senkung der Aktivitaten von Organisationen, hoher Zinsen des Handelskredits und Mangels an Geldern, blicken die Unternehmer unverzagt, mit Optimismus und neuen Hoffnungen in die Zukunft. Informieren Sie uns uber Ihr Interesse und wir werden Ihnen unser ausfuhrliches Angebot zur Verfugung stellen! Einen Nebenverdienst zu haben ist heute ein Traum von mehreren Leuten, das ist jetzt Ihre Chance! Ihr Lebenslauf senden Sie bitte an unsere E-Mail – Milford (at) dfk (strich) ifc (punkt) biz Vielen Dank, dass Sie sich mit unserem Angebot bekannt gemacht haben!

Guten Tag, die Leitung des Unternehmens hält Zeilenumbrüche für ebenso entbehrlich wie Umlaute und die komischen Links in einer HTML-formatierten Mail. Eine Anrede und eine ausgedachte Firmierung sind ebenfalls entbehrlich. Wir bitten um Entschuldigung für unsere unfassbare Stümperei.

In der riesigen Wirtschaftskrise gibts von uns tolle Jobs, für die man nicht viel Zeit braucht und auch nicht viel können muss, aber trotzdem 8 lila Lappen im Monat kriegt. Damit der unformatiert von der Leber weg geschriebene Text ein bisschen nach etwas aussieht, hängen wir noch ein paar Bullshit-Phrasen rein.

Und jetzt informieren sie uns darüber, dass sie Interesse haben, und wir bombadieren sie mit weiterem Blah und allerhand Lügen. Unsere Nebenverdienste sind so beliebt, dass wir mit millionenfacher Spam danach suchen müssen. Das liegt daran, dass man dabei ins Gefängnis kommen kann, wegen Mittäterschaft beim organisiert verbrecherischen Betrug oder wegen Geldwäsche. Deshalb haben wir auch keine Ansprüche. Je dümmer unser Verschleißmaterial, desto besser. Und deshalb schreiben wir auch so, wie wir schreiben. Jede Mühe wäre verschwendete Mühe.

Also nicht darüber wundern, dass man die Mail nicht mit einem Klick auf „Beantworten“ beantworten kann, sondern den Lebenslauf an die angegebene Mailadresse senden. Wir fälschen unsere Absender. Und wie man einen Link mit einer Mailadresse in eine HTML-formatierte Mail einbaut, wissen wir auch nicht – und wir haben wieder mal keinen Fünfjährigen in der Nähe, der uns solche elementaren Kenntnisse kurz beibiegen könnte.

Vielen Dank, dass wir ihnen ein bisschen Lebenszeit stehlen konnten.

Diese Spam wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Anrede und Grußformel gültig.

Microsoft 0ffice2007 Home & Student, Windows7 Ultimate & Professiona1, Buy Cheap OemSoftwares – Discount Prices 5e2y

Montag, 6. September 2010

Na, da hat unser Spammerchen wohl mal wieder die Betreffzeile mit dem Nachrichtentext verwechselt. Aber dafür kann er richtig toll formatierte HTML-Mails:

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Und nicht nur HTML-Mails bekommt er trickreich hin, auch ansonsten versteht er sein Handwerk. Der Link in der Spam führt auf backgeneratetest (punkt) ru, und was einem unter dieser URL als Startseite begrüßt, das mag nicht jeden Browser. Wenn ich diese Adresse etwa mit meinem Lieblingsbrowser für derartige Links aufrufe, dem guten Lynx, denn sagt mir der dortige Webserver…

403 Forbidden

…dass der Zugriff verboten ist. Den gleichen 403er bekommt man, wenn man vorgibt, der Googlebot zu sein. Diese Leute wollen nicht von Google indiziert werden, da sonst womöglich schnell die Warnmeldungen in moderneren Mailclients sichtbar werden, wenn man derartige Links hat. Also schnell einen anderen Browser nehmen, den User-Agent schön faken (immer hübsch, um solchen trickreichen Spammern Freude zu machen, ist der User-Agent vom IE 6 unter Windows 2000) und nochmal schauen, was der gute Webserver dann ausliefert. Und tatsächlich, mit so einem User-Agent liefert er eine völlig andere Seite aus. Diese enthält nur den Text „Please wait“ und ein bisschen JavaScript, das letztlich auf recht umständlichem Weg eine Weiterleitung veranlasst. Schließlich landet man auf der tollen Website cheap (strich) oems (punkt) com, bei der man viel Geld für nicht lizenzierte Softwarekopien hinlegen kann.

Diese Verkäufer von „Raubkopien“ haben es sogar hinbekommen, die im Browser eingestellte, bevorzugte Sprache zu erkennen und beglücken ihre deutschen Leser mit einer deutschsprachigen Version ihrer Seite. (Ja, das war ein ernstgemeintes Lob. Ich sehe so viel Stümperei, wenn ich mich um die Spam kümmere.) Okay, so richtig deutsch ist das nicht, wie man an der Beschriftung „Sucharbeit“ vorm Suchen-Feld, am Link „Haupt“ für die Startseite, an Links wie „Uber uns“, „Charakteristik und Bedingungen“ (gemeint ist das, was man auf Deutsch AGB nennen würde) und „Kontakten“ zeigt. Und weil jede Menge Fragen aufkommen, was es denn mit der billigen Software so auf sich hat, haben sie auch eine FAQ in ihre Seite aufgenommen, die ich mal in einer archivierten Version zur Verfügung stelle, weil ich nicht glaube, dass diese Domain noch lange verwendet werden wird. Denn obwohl das Copyright im Footer bis ins Jahr 2005 zurückreicht, wurde diese Domain erst am 7. Juli dieses Jahres registriert – und wenn sie nicht mehr verwertbar ist, wird sie eben weggeworfen und der Schwindel findet unter einer neuen Adresse statt. Der Inhaber dieser Domain schätzt übrigens (aus nahe liegenden Gründen, wer mag schon gern verhaftet werden) die Anonymität und hat für technische Rückfragen die einprägsame Mailadresse oemdupgpexlfqg (punkt) gmail (punkt) com angegeben. Dass dort jemals eine Mail gelesen wird, dürfte eher unwahrscheinlich sein…

Also lassen wir doch einmal einige Punkte dieser tollen FAQ für sich selbst sprechen – denn dort wird klar, um was für ein Angebot es sich handelt.

1. Warum verkaufen Sie die Software billiger, als die offiziellen Provider der Handelsmarken?

Wenn Sie unsere Software kaufen, bekommen Sie die Kopien der geladenen Lizenzversionen. Es bedeutet, dass Sie keine feste Kopien der Dokumentation (der Lizenzen oder der Instruktionen) haben – nur die Dateien und die Instruktionen im Format .txt. Diese Software wird Online nicht registriert. Für Mehrheit der Programme können wir Ihnen das ganze Paket der Erneuerungen anbieten. Diese Software ist im Großhandel bei den offiziellen Providern gekauft, bei denen die Großhandelspreise wesentlich niedriger sind. Da wir einen minimalen Aufschlag machen, und wir keine Kosten für die Verpackung, die Aufnahme und die Beförderung haben, ist unser Preis niedriger, als der Einzelhandelspreis der offiziellen Provider.

Hihi, „dass sie keine feste Kopien … haben, … Instruktionen im Format .txt“ – es handelt sich wohl um einen Auszug aus einer Datei namens serials.txt. Klar, dass da nichts „registriert“ wird, es handelt sich schließlich um nicht-lizenzierte Kopien. Und der Rest ist hanebüchener Bullshit.

2. Ob Ihre Software eine volle Version, und nicht eine Version des Paketes der Erneuerungen ist? Verkaufen Sie die Software für das Paket der Erneuerungen? Ob man die vorhergehende Version des Produktes notwendig ist?

Wir verkaufen nur die VOLLE Versionen – keine Pakete der Erneuerungen. Sie brauchen keine vorhergehende Versionen des Programms zu haben. Wenn bei Ihnen irgendwelche andere Versionen (vorhergehende Versionen bzw. Pakete der Erneuerungen) installiert sind, so brauchen sie vollständig bis zum Anfang der Installation unseres Programms GELÖSCHT werden (um den Konflikt zwischen verschiedenen Versionen des Programms zu vermeiden). Nach dem Löschen ist es nötig sowie das Register (für die Programme des PC) aus den entsprechenden Eingängen zu reinigen.

Klar doch, bloß alles rückstandsfrei von alten Versionen entfernen, bevor die Software aus derart fraglichen Quellen auf den Rechner kommt. So ein Installer ist ja nicht dazu imstande. Und das mit „das Register für die Programme des PC“ kann ein Installer auch nicht. Jedenfalls nicht mehr bei Software, die von diesen Halunken angeboten wird – woanders schon. (Na ja, meistens.)

Übrigens wurde hier eine Frage in einer Weise beantwortet, die ein Mensch nicht-deutscher Zunge vielleicht leichter versteht als jemand, der Deutsch spricht.

3. Ob ich die Pakete der Erneuerungen aus den Webseiten der Produzenten immer noch bekommen kann?

Sie können das machen. Unseres Programm ist eine volle und gesetzliche Version, die für die Erneuerungen passt, wenn nicht anderes in den Instruktionen, die dem Programm beigefügt werden, angewiesen wird. Sie können auch unseren Kundenservice über die Ausnahmen fragen.

Kommt also drauf an, wie gut die nicht-lizenzierten Versionen gecrackt wurden. Und das erfährt man erst nach dem Kauf aus anderes in den Instruktionen. Oder mit einem Anruf. Wo? Na, ist doch klar…

CALL ZENTRUM U.S./Canada Toll Frei

…beim Call Zentrum. Ist ja auch Toll Frei, wenn man zufällig gerade in den USA oder in Kanada weilt. :mrgreen:

7. Welches Format haben Ihre Dateien?

Alle Programme sind in der Formatenarchive entweder .zip oder .exe verpackt. Für das Entpacken braucht man 7 – zip aus der Ladenszone zu verwenden. (Sie können sie kostenlos laden nach dem Kauf des Programms). In den Archiven können Sie Dateien ‘.exe ’ bzw. ISO (Pattern des Programms für CD) sehen. Solche Dateien sind für die Aufnahme von CD/DVD bestimmt. Sie können nach dem Kauf des Programms die Instruktionen und das Programm für die Aufnahme von CD/DVD kostenlos bekommen.

*prust!* Aus der Ladenszone gibts einen 7zip. Und ansonsten liegt alles so vor, wie man es aus Filesharing-Netzwerken gewohnt ist, und es ist auch genau so legal, nämlich gar nicht. Aber dafür ists teurer. Und gefährlich ists auch, denn wer würde es für gefahrlos halten, die Software eines kriminellen Spammers auf seinem Rechner zu installieren?

Aber zum Abschluss noch das Hämmerchen in diesen behämmerten AGB:

8. Warum kann ich keine elektronische Mitteilungen von Firma Software Store bekommen.? [Ja, da steht wirklich Punkt und Fragezeichen nacheinander]

Wir senden keine elektronische Junkmail bzw. nicht angeforderte kommerzielle Wurfsendungen. Ihre persönliche Informationen, wie die E-Mail-Adresse, werden keinen irgendwelchen anderen Seite mitgeteilt. Einige Dienste der E-Mail lehnen unsere elektronischen Briefe wegen der standardmäßigen Themen in den Briefen ab. Deshalb empfehlen wir kein Abonnement für Dienstleistungen von Software Store über folgende Dienste der E-Mail: Hotmail und MSN zu unterzeichen. Wenn Sie von uns keine elektronische Briefe bekommen, so ist ein wahrscheinlichster Grund dafür «ein Filter der unerwünschten Mitteilungen» in Hotmail. Dieser Filter dient zur Sperrung des Spames bzw. nicht angeforderten kommerziellen Wurfsendungen (unerwünschte Post). Manchmal werden sogar die abgefragten elektronischen Briefe, einschliesslich unsere Briefe, gesperrt. Sie werden alle Ihre elektronischen Briefe, die Sie versäumt haben, unbedingt finden, bzw. im „unerwünschten Post“ oder im Ordner „Gelöschte Briefe“. Sie können sowie „den Filter der unerwünschten Mitteilungen“ abzuschalten, als auch uns in die Liste „der sicheren Empfänger“ einfügen. Diese Liste ist eine Liste der Berechnungsaufzeichnungen, die Sie nicht als gesperrte Aufzeichnungen vom Filter der unerwünschten Mitteilungen betrachten wollten. Um diese Handlung zu erfüllen, müssen Sie auf Ihre Berechnungsaufzeichnung in Hotmail eingehen. (Wählen Sie “Parameter” aus, dann wählen Sie “sichere Empfänger” aus). Sie können sich in Hotmail um Hilfe wenden. Yahoo: wenn Sie ein Benutzer von Yahoo ist, so prüfen Sie bitte Ihren Ordner „Massenversand“. Wenn Sie unsere Mitteilung im Ordner „Massenversand“ gefunden haben, so öffnen Sie ihn und klicken Sie auf „In Yahoo abzusenden! Für Durchsicht“. Damit wird bestätigt, dass die elektronischen Briefe von Software Store keine nicht angeforderte kommerzielle elektronische Mitteilungen (Spam) sind. Wenn Sie den Ordner «Massenversand» nicht vollständig öffnen wollen, gehen Sie in den Ordner „Hauptpräferenz“ über. Sie können wunschgemäß mit Yahoo für die Hilfeleistung kontaktieren.

Klar, ihr versendet überhaupt keine Spam und seid auch ansonsten ein Vorbild des Datenschutzes. Leider kommt ihr nicht durch jeden Spamfilter. Weil die täglich paar Millionen Spams, die für eurer illegales Angebot Werbung machen, eben Spams sind. Der wahrscheinlichste Grund, wenn man den Müll nicht mehr kriegt, ist ein Müllfilter „zur Sperrung des Spames“. Oh, ist das schön, wenn ich von einer Seite, für die massenhaft gespammt wird, Informationen bekomme, wie ich an die rausgefilterten Spams komme. Nur so für den Fall, dass ich gar nicht genug kriminelle und betrügerische Angebote vor meine Augen bekommen sollte. Wäre ja auch zu doof, wenn die E-Mail vor allem für die persönliche Kommunikation verwendet würde!

Die Mail, über die ich zu euch gekommen bin, hatte natürlich einen gefälschten Absender. Sie wurde vom Rechner mit der dynamischen IP-Adresse 212.124.15.19 aus Russland versendet. Bei diesem Rechner handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen mit Schadsoftware übernommenen Privatrechner. Natürlich klappte es dann auch nicht mehr mit rDNS, aber das hätte mich auch gewundert. Die darin verlinkte Website steht auf sämtlichen Blacklists, trotz der etwas trickreichen Implementation dieses kleinen Umweges zu eurer Drecksite. Zu allem Überfluss war es eine reine HTML-Mail, was bei mir (und vielen anderen) immer Spampunkte bringt – denn ein Mensch, der mir ein formatiertes Dokument zukommen lassen will, der wird spätestens nach meiner Antwort darauf achten, es einfach an die Mail anzuhängen. HTML-Mail wird beinahe ausschließlich von Spammern und Werbern benutzt, und sie landet bei mir fast immer unbesehen im virtuellen Tönnchen. Der Text war ein Angebot von „billiger Software“, die für das von mir bevorzugte Betriebssystem weder nötig noch verfügbar ist. Ein Angebot, das ich niemals bestellt habe und das mich nicht interessiert. Aber mit Spam habt ihr absolut nichts zu tun. Ihr werdet völlig ungerechterweise wie Spammer behandelt. Ich weine gleich vor Mitleid!

Aber hey, was sollt ihr denn sonst erzählen? Die Wahrheit etwa? So etwas wie „Bei uns können sie Güter illegal gegen Geld erwerben, die sie auf anderen Wegen illegal kostenlos erhalten“? Vielleicht ergänzt um die Angabe „Wir halten unser Geschäft mit massenhafter unerwünschter Mail (Spam) aufrecht, die über Rechner versendet wird, die mit Hilfe hinterhältig installierter Schadsoftware übernommen wurden – also nehmen sie ihre Software doch lieber von uns“? Nein, wenn ihr das schriebet, denn würden ja nicht mal die Menschen mit geringer ausgeprägtem Denkmuskel auf euch reinfallen. Und deshalb bleibt euch eben nichts anderes als Lügen übrig.

Ziemlich lächerliches Lügen.

Skandal Britney Spears tot

Sonntag, 5. September 2010

Wie jetzt? Woran ist die denn jetzt gestorben?

Auf dauer abnehmen muss heut zu tage unkomplliziert sein und genau so schon Spasss machen.

Probieren sie diese neue Abnehm-Methode und erfahren Sie, wie pr0blemlos es heute ist 5 Kilogram in einem Kalendermonat abzu-nehmen.

Hier er-halten Sie Sie alle Infos, um easy duenner zu werden ohne Essensverzicht.

http://Daniel2.schlank-ganz-einfach2.com

Ach so, die hat eure Pillen geschluckt… :mrgreen:

Kann mehr

Sonntag, 5. September 2010

Mehr was? Mehr Spams in die Postfächer stopfen?

mit 100% für die Gesundheit

Machen Sie ihre Liebe Lust heiß wie nie zuvor, indem Sie unsere Booster von Kraft!

Das ist ja wieder mal ein tolles Deutsch, was die Spammer da produziert haben, um solche Begriffe wie „Pille“, „Tablette“ oder gar „Viagra“ zu vermeiden. Obwohl ich dem SpamAssassin hier gerade erst etwas liberalere Regeln gegeben habe, um nicht mehr ganz so häufig in den Spamfilter greifen zu müssen – diese Mail hat trotz ihrer windungsreichen und dadaistisch anmutenden sprachlichen Gestaltung keine Chance gehabt. Wenn man für seine tolle „Apotheke“ eine Domain verwendet, die erst einen Tag alt ist und den Link darauf in die Mail klebt, wenn sich diese erst einen Tag alte Domain bereits in einigen Blacklists wiederfindet, wenn die Mail von der dyamischen IP-Adresse eines kriminell mit Schadsoftware übernommenen Privatrechners abgesendet wurde, wenn der Mailheader versucht, so zu tun, als käme die Mail aus Microsoft Outlook, wenn es eine Mail aus einem Text- und einem HTML-Teil ist und diese beiden Teile völlig verschiedene Inhalte haben, wenn… ach, das Gröbste soll erstmal genügen – ja, denn hilft auch die unverständlichste Ausdrucksweise nicht mehr, um so eine Drecksmail durch ein Spamfilter zu bringen.

Und selbst wenn: Diese Betrugsnummer mit der angeblichen „Apotheke“ im Internet wird nicht besser, wenn man das Ding jetzt für den deutschsprachigen Markt einfach „European Pharmacy“ nennt…

Screenshot der Website

…sich aber nicht einmal die Mühe macht, das Layout der bekannten Betrugsapotheke „Canadian Pharmacy“…

Screenshot der betrügerischen Masche Canadian Pharmacy

…auch nur ein bisschen zu ändern. Abgesehen vom Logo natürlich, und auch abgesehen von einigen sehr originellen Eindeutschungen, die eine Prise Heiterkeit in das Betrachten eures gnadenlos dummen Gestrokels tragen:

Für Auftrag mehr als $300 12 Viagra-Pillen GEBEN FREE Für andere Aufträge 4 Viagra-Pillen

Was wären diese „europäischen Apotheker“ nur ohne einen Babelfish, der verständliches Alltags-English in so ein mechanisches Gestammel verwandelt? Ist schon mistig, wenn man die Sprachen, in denen man die Leute betrügen will, gar nicht gut kann.

Wer immer noch glaubt, dass sich diese recht einfallslosen Betrüger vielleicht doch als Bezugsquelle für diverse Pimmelpillen eignen, werfe doch bitte einfach einmal einen ersten Blick auf den besonderen „Einfallsreichtum“ dieser Idioten und spare sich lieber das Geld und die Erfahrung, betrogen worden zu sein. Apropos „Einfallsreichtum“: Die Idee, sich für den deutschen Sprachraum einfach „European Pharmacy“ zu nennen, ist auch nicht mehr die frischeste

Arbeiter gesucht

Sonntag, 5. September 2010

Ach, immer sucht ihr Leute, die in eurem Auftrag unter ihrem Namen und ihrer Adresse die Betrugsgeschäfte durchführen und Besuch von der Polizei bekommen…

sehr geehrte damen und herren,

Sehr geehrtes Unbekannt,

bitte lesen sie diese e-mail, und treffen erst dann ihre entscheidung wir bieten ihnen eine möglichkeit zusammen mit uns erfolgreich tätig zu sein. leider können wir auf dieser etappe noch nicht eine personalisierte anwerbung vornehmen und bitten sie höflichst um entschuldigung und um ihr verständnis für die tatsache, dass wir sie nicht angerufen haben oder sie noch nicht persönlich ansprechen. wir sparen einfach zeit und kommen so zusammen schneller ans ziel.

bitte lesen dieses Spam und treffen sie dann die Entscheidung, dass die Möglichkeit von dieses Spam für Sie sein könnte. Wir können in dieser geradezu endlosen Etappe immer noch nicht so tun, als ob wir sie persönlich anredeten, aber hey, sparen wir doch einfach die Zeit und diese lästigen Großbuchstaben und kommen mal zur Sache, denn wir brauchen einen…

wir suchen zur zeit aktive mitarbeiten in den bereich testeinkäufer.

…Testeinkäufer. Wissen sie, so einen der Einkäufe für uns macht. Damit wir die nicht machen. Was sie gekauft haben, senden sie dann an uns weiter, und wir bezahlen einfach nicht dafür und verhökern es wieder. Wir werden reich, und sie werden wegen Betruges angezeigt. Da kann man doch nicht „Nein“ sagen, oder?!

Den Rest der Mail lasse ich mal unzitiert, da sich nicht viel am Text geändert hat. Nur die Großbuchstaben wurden durch Kleinbuchstaben ersetzt, weil jemand dort glaubt, dass es dann vielleicht wieder durch die Spamfilter kommt. Und die technische Kompetenz wurde auch gleich abgestellt, denn an Stelle der Mailadresse für die Antwort (natürlich ist der Absender gefälscht)…

wenn wir ihr interesse geweckt haben, dann freuen wir uns auf ihre antwort mit kurzen bewerbungen an unsere bewerbung-stelle: {_cont_email_04}

…gibt es einen Platzhalter, den das Spamskript nicht durch die Mailadresse ersetzt hat. So etwas muss man natürlich nicht vorher testen, bevor man ein paar hunderttausend dieser Müllmails auf das Internet loslässt. Die „Herstellung“ von Spam ist doch billig, und beim nächsten Mal werden die gröbsten Fehler einfach rausgenommen – zum Beispiel der Fehler, dass man diese Mail gar nicht beantworten kann. Wozu dieser Reply-To-Header in einer Mail gut sein soll, wissen die Idioten mit ihrem Strunzskript natürlich auch nicht.

danke für ihre aufmerksamkeit.

Danke aber auch, dass ihr unfähigen Deppen meine Aufmerksamkeit mit so einer Drecksspam erzwingen wollt, um euch dann für meine Aufmerksamkeit zu bedanken! Ihr seid genau so höflich, wie ihr technisch kompetent seid.

Schnelle Lieferung! Pillen Bestellen Jetzt!

Samstag, 4. September 2010

Und hier der aktuelle Ausfluss aus den Hirnen der völlig bekloppten Spammer:

Haben Sie Angst, dass Sie Ihre Schulden nicht mehr bezahlen koennen? Wollen Sie wieder frei durchatmen? Wir haben die Loesung fuer Sie!

Wie, wollt ihr mir Geld schenken? Das passte aber gar nicht zum Betreff. Wollt ihr ja auch nicht, sondern ihr wollt…

Sie bekommen alle Tabletten gegen Angst und Dipressionen. Es ist wirklich ganz eifnach und sicher diese zu bestellen.

…mir irgendwelche Psychopillen gegen die Angst verticken, die ich immer beim Öffnen des Briefkastens mit diesen ganzen Postzustellungsaufträgen und Mahnungen kriege. Und um die zu bezahlen – natürlich Vorkasse, ist doch klar, denn geliefert wird von euch Verbrechern niemals – überziehe ich am besten das Konto noch ein bisschen. Und weil ihr so eine tolle Apotheke seid…

http://bit.ly/cOxQlw

…die so überhaupt keinen Wert auf irgendeine Kundenbindung legt (ihr lebt ja nicht vom Verkaufen, sondern vom Betrügen), deshalb versteckt ihr eure Internetadresse halt lieber hinter so einem URL-Kürzer wie bit.ly. Es reicht nämlich nicht, die dreimal täglich zu wechseln, die kommt bei eurer millionenfachen Spam trotzdem durch kein Spamfilter mehr durch.