Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Geschenkt“

Du musst es nicht alleine tun

Montag, 6. April 2026

Doch, sterben muss ich allein. Gefällt mir auch nicht.

Von: Hansjorg Wyss <info@nahro.me>
Antwort an: contact@wyss-foundations.org
An: Recipients <webmaster@travelguru.ro>

Aha!

  1. Den Absender kenne ich nicht.
  2. Ich soll dem Absender nicht auf seiner Absenderadresse antworten, sondern eine andere Adresse verwenden.
  3. Meine Mailadresse ist nicht der Empfänger.

Mehr muss man nicht sehen, um die Mail sofort als Spam zu löschen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit soll ein Vorschussbetrug eingeleitet werden, und dazu soll mir grundlos geschenktes Geld am Angelhaken vor die Nüstern gehalten werden; Geld, das natürlich gar nicht existiert, mich aber dazu motivieren soll, eine Vorleistung nach der anderen zu bezahlen. Man kann die Spam natürlich auch lesen, bevor man sie löscht, aber das dient dann nur noch Unterhaltungszwecken:

Das Leben kann manchmal stressig und überwältigend sein – ich verstehe das aus eigener Erfahrung. Besonders das Management von Finanzen kann sich entmutigend anfühlen und schwer zu bewältigen sein.

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen finanzielle Unterstützung in Höhe von 200.000 $ anbieten, um Ihre täglichen Herausforderungen zu erleichtern. Dieses Angebot ist unverbindlich, und Sie sind völlig frei, es abzulehnen, wenn es für Sie nicht von Interesse ist.

Meine Absicht ist es, einfach Unterstützung zu bieten und das Leben ein wenig leichter zu machen.

Oh, hat der Betrüger eine Mail vom angelernten neuronalen Netzwerk generieren lassen? Immerhin ist der Text „Guten Tag, ich kenne sie nicht, sie kennen mich nicht, ich schenke ihnen völlig grundlos zweihunderttausend Dollar, weil gerade Ostern ist, diese Spam wurde mechanisch erstellt und kommt ohne Anrede und Abschlussformel“ mal neu.

Und dadaistisch durchaus wertvoll. 😸️

Entf! 🗑️

Nehmen Sie an einer kurzen Umfrage teil und erhalten Sie ein Gratisgeschenk!

Samstag, 14. März 2026

Oh, das Geschenk ist gratis? Dafür muss ich gar nichts bezahlen? Das ist ja toll. Und dann habe ich diese Spam gleich dreimal auf der gleichen Adresse, weil der Spammer offensichtlich zu blöd ist, Dubletten aus seinem Adressbestand rauszuholen.

Wer schreibt mir denn?

Von: Kundenbindungsteam <Kundenbindungsteam@caramail.com>

Voll die Kundenbinder. Und so ein schönes deutsches Wort, das in seiner dummen Hirnlosigkeit so schön zum deutschen Wort vom „Gratisgeschenk“ passt. Da gucke ich doch gleich mal rein:

EDEKA food box with brand-name products & freshness

A practical food box with popular
Brands, fresh fruit & vegetables, and important
Basic foodstuffs – ideal for daily use
Effortless.

Oh, das Deutsch ist ausgegangen. Dabei ist diese Sprache ideal für den täglichen Gebrauch, wenn man als deutscher Einzelhändler in Deutschland tätig ist. 😁️

Immerhin, die verlinkte Website sieht mal ein bisschen anders als gewohnt aus, die Spammer haben sich mal befleißigt, eine andere Vorlage für den Umfrage-Gewinnspiel-Beschiss zu bauen. Deshalb hier auch mal wieder ein Screenshot einer derartigen Betrugsseite.

Screenshot der angeblichen Edeka-Umfrage

Wie bei den alten derartigen Betrugsseiten muss man schon ein bisschen runterscrollen, um den folgenden Hinweis in schwer lesbarer Augenpulver-Schriftgröße zu lesen:

*Diese Website ist nicht mit EDEKA oder einer ähnlichen Marke verbunden oder von ihr unterstützt und beansprucht keine Markenrechte oder Eigentumsrechte an diesen Produkten, die Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber bleiben. Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig und garantiert keinen Gewinn. Drittanbieterangebote, die mit dieser Umfrage verknüpft sind, können zusätzliche Anforderungen haben, wie Teilnahmegebühren oder Abonnements; bitte prüfen Sie alle Bedingungen auf der Drittanbieter-Website. Es ist kein Kauf oder keine Zahlung erforderlich, um an dieser Umfrage teilzunehmen. Für vollständige Informationen siehe unsere Nutzungsbedingungen.

Ohne weitere Worte. Alle Daten, die man eingibt, gehen an irgendwelche Drittanbieter, die jede Menge zusätzlicher Kosten zu diesem „Gratisgeschenk“ erzeugen können, dass einem nicht einmal garantiert wird.

Wer sich fragt, was passiert, wenn diese Psycho-Uhr runtergetickt ist, die einen in sinnlos-verdummende Eile versetzen soll, damit die Gummibärchen nicht weglaufen: Sie fängt einfach wieder von vorne an. Es ist primitives Javascript-Blendwerk, ähnlich wie die oft verblüffend schnell steigenden Jackpots der Betrugscasinos, die nach einem Neuladen der Seite einfach wieder bei ihrem Ausgangsbetrag anfangen. Dummer Dummenfang, technisch schlecht gemacht, denn selbstverständlich kann man mit Javascript eine Zahl persistent im Webbrowser speichern. Dafür gibt es sogar mehrere Möglichkeiten, die einfachste ist das Setzen eines Cookies. Es wäre eine Fingerübung für aufgeweckte Elfjährige. Aber denen, die nur Dumme abziehen wollen, ist es schon viel zu viel Mühe…

Dass alle diese Daten auch an Spammer gehen, die einem das Postfach mit illegaler, asozialer und dummer Spam vollmachen, ist sowieso klar. Das gilt natürlich auch für die Kreditkarte, mit der man die Versandkosten bezahlt. Mit einer Spam kommt niemals etwas Gutes.

Ohne Betreff

Sonntag, 18. Januar 2026

Oh, wie ist das bei mir durch die Spamfilterung geflutscht?

Von: Gerling Corporation <resume@team.globus-ltd.com>
Antwort an: Gerling Corporation <gerlinginitiative@gmail.com>

Qualitätsheader! Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei GMail von Google laufen, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers.

Zum Ausgleich steht meine Mailadresse nicht als Empfänger drin, so dass ich sofort weiß, dass es sich um Massenware handelt, die gleichlautend an hunderttausende Empfänger geht. Oder an noch mehr.

Das ist schon alles, was man sehen muss, um den Müll zu löschen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit soll ein Vorschussbetrug eingeleitet werden, und dafür gibt es beinahe immer ein paar Milliönchen geschenkt, geerbt oder gewonnen. Natürlich existiert das Geld gar nicht. Aber wer darauf reinfällt, darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen im Bereich von hundert bis zweihundert Euro. Viele Menschen wollen das Geld nicht abschreiben und schmeißen immer mehr hinterher. Davon machen sich die Betrüger dann ein schönes Leben ohne diese anstrengende Arbeit.

Natürlich ist so eine Mail nicht digital signiert und kann deshalb von jedem Menschen mit einem Internetzugang kommen. Sie ist auch nicht verschlüsselt, sondern wird offen wie eine Postkarte durch das Internet befördert. Auf ihrem Transportweg kann sie nicht nur gelesen, sondern wegen des Verzichts auf digitale Signatur sogar beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger eine Möglichkeit hätte, diese Manipulation zu bemerken. Ich merke das nur an, weil es in solchen E-Mails immer angeblich um sehr viel Geld geht. Jeder fände es überraschend, so eine Mitteilung auf einer Postkarte im Briefkasten zu haben. Weil das ja jeder auf dem Weg lesen könnte. Genau das ist so eine Mail. Nur, dass man den Text noch einfacher verändern kann als auf einer Postkarte.

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Die Verbrecher in diesen Betrügerbanden sind sehr geübt darin, ihre Opfer am Telefon zu bequatschen, ihnen allerlei absurde Dramen vorzuspielen, und ihnen dabei immer wieder die bereitliegenden Millionen vor Augen zu stellen, bis sie das Gehirn auslöffeln können. Dazu kommt allerdings auch eine dumme und sehr leichtgläubige Gier beim Opfer, die bei der Vorstellung von Geld den gesamten kritischen Verstand abwirft. Es haben sich schon Menschen verschuldet und sind sechsstellige Beträge bei solchen Nummern losgeworden, bis der Kontakt plötzlich abbrach, weil für die Betrüger inzwischen jemanden anders hatten, dem sie das Geld wieder einfacher „rausleiern“ konnten. Ja, die „behandeln“ regelmäßig zwanzig bis dreißig Opfer auf einmal. Nein, sie haben nicht gern viel Arbeit dabei.

Wer mir das nicht glauben möchte, weil ich ein dahergelaufener Blogger bin, der gar vieles in diesem geduldigen Internet behaupten kann: Gut so! Einfach mal die Mails ausdrucken¹ und auf der nächsten Polizeidienststelle fragen! Die kennen das schon zur Genüge. Aber bitte auf gar keinen Fall (weiter) darauf reinfallen! Jeder Mensch kann etwas besseres mit seinem Geld anfangen, als diesem Geschmeiß den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Absender weiß nicht einmal, wie ich heiße. Und er weiß auch nicht, ob ich Männlein oder Weiblein bin.

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie für eine Förderung in Höhe von €7.500.000 in die engere Auswahl aufgenommen wurden. Diese Initiative wurde von einem deutschen Philanthropen ins Leben gerufen, um Unternehmer, Projekte, Einzelpersonen und Unternehmen bei ihrer persönlichen und geschäftlichen Entwicklung zu unterstützen.

Das ist aber nett, dass er mir trotzdem grundlos 7,5 Megaeuro in die Hand drücken will, um mich in meiner persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Vermutlich, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Denn etwas anderes kennt er ja nicht von mir.

Endlich kann ich mal wieder so richtig durchkaufen! 🛒️

Das ist ja so wichtig für meine persönliche Entwicklung. 👍️

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Förderer unter folgender E-Mail-Adresse: gerlinginitiative@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten, wie man das bei jeder Mail eines denkenden und fühlenden Menschen machen würde! Sonst kommt die Antwort doch gar nicht bei den Spammern und Betrügern an. Aber trotzdem ganz feste daran glauben, dass die Geschichte mit den grundlos verschenkten 7,5 Megaeuro stimmt!

(Wenn eh schon eine Antwortadresse im Mailheader steht und der Empfänger einfach wie gewohnt nur auf „Antworten“ klicken muss, um die Antwort an die gewünschte Mailadresse bei GMail zu senden, ist es übrigens unglaublich dumm, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Antwort nicht an die Absenderadresse gehen soll und damit eine eventuell schlummernde Skepsis aufzuwecken. Aber vermutich ist das eine Art Intelligenztest. Denn diese Betrüger möchten gern dumme Opfer haben. Diese leisten weniger intellektuellen Widerstand, wenn sie wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.)

Mit freundlichen Grüßen
Lutz Cornelia
Sekretärin
Rolf Gerling Corporation

Die „Rolf Gerling Corporation“. Da, wo die Sekretärin Cornelia (oder Lutz) die Milliönchen an Unbekannte verschenkt! Auf Postkarten. 😂️

Entf! 🗑️

¹Ich glaube nicht, dass auf jeder Polizeiwache ein Rechner herumsteht, in dem die Beamten einfach einen USB-Stick reinstecken könnten, um sich Dokumente anzuschauen – und ich glaube noch weniger, dass sie das Risiko eingehen würden, ihre Arbeitsrechner mit Schadsoftware zu infizieren. Deshalb besser ein Ausdruck.

✅Deine Edeka Food Box wartet“

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Na, habt ihr wieder Schmerzen mit den Anführungszeichen? Aber hauptsache, das Emoji im Betreff sitzt.

(Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Menschen aussieht. Aber bei mir sieht es so aus, dass ausnahmslos jede Mail, die mit einem Emoji im Betreff nach meiner Aufmerksamkeit schreit, eine Spam ist. Das finde ich sehr praktisch.)

Wir hören Ihnen aufmerksam zu – Ihre Meinung ist uns wichtig.

Ich will es mal so sagen: Edeka hat ganz sicher keine Mailadresse von mir.

Ihr Feedback hilft uns, das Edeka-Erlebnis noch besser zu machen.

Oh, noch besser? Bis jetzt ist ein typisches Edeka-Erlebnis bei mir die falsche Auspreisung von Lebensmitteln im Regal, deren oft deutlich höheren Preis ich nur deshalb sicher an der Kasse bemerke, weil ich ganz altmodisch mitrechne. Allein schon, um das Geld passend zur Hand zu haben, wenn ich an der Kasse stehe – so geht es für alle schneller und besser. Dass die Preise am Regal nicht stimmen, kenne ich nur von Edeka, in Hannover realsatirsch wertvoll als „Wucherpfennig“ firmierend. Dass man explizit darum bitten muss, einen Kassenbon ausgedruckt zu bekommen und dass das in irgendeinem Zusammenhang mit einer vorsätzlichen Abzockerei am Rande der Legalität stehen könnte, ist natürlich eine reine verschwörungstheoretische Spekulation von mir. Wenn es so wäre: Zielgruppe wären Menschen, denen auf Kühlregalen und an der Tiefkühltruhe erklärt wird, dass sie erst schauen, dann die Tür aufmachen und das Zeug rausnehmen und schließlich die Tür wieder schließen sollen. Wenn man eine Zielgruppe hat, der man das hier vermutlich jedem Kind bekannte Prinzip eines Kühlschrankes erklären muss, wundert mich gar nichts mehr. Solchen Leuten kann man nicht nur die vorindustriell-magisch produzierten Lebensmittel der anthroposophischen Marke „Demeter“ verkaufen, denen kann man auch anders und ein bisschen hinterhältiger in die Tasche grapschen.

Nein, ich habe solche falschen Auspreisungen nicht nur ein- oder zweimal erlebt. Und nicht nur in einem Edeka-Markt.

Nehmen Sie noch heute an unserer kurzen Umfrage teil und sichern Sie sich die Chance auf eine exklusive Belohnung – und teilen Sie uns Ihre ehrliche Meinung mit.

Jetzt starten – es ist kostenlos!

Ich hoffe, ich muss nicht erwähnen, dass diese angebliche Mail von Edeka gar nicht von Edeka kommt. So tief ist nicht einmal Edeka gesunken, dass sie dort Spam an im Darknet eingekaufte Mailadressen versenden würden. Es ist eine Spam. Illegal und asozial. Von Betrügern. Auf deren illegalerweise impressumslosen Datensammel-, Kreditkartendatensammel- und Betrugsseite es nicht einmal ein Impressum gibt.

Edeka könnte mir auch gar keine Mail zusenden. Die haben keine Mailadresse von mir, und sie werden niemals eine bekommen. Ich habe schon genug Mail, da brauche ich nicht auch noch die leider legale Spam der Reklame einer Klitsche, die meine Intelligenz so offen verachtet, dass sie mir sogar das Prinzip eines Kühlschrankes erklären will.

Beantworten Sie einfach ein paar kurze Fragen, um zu gewinnen

Edeka Food Box

Oh, dem Deutschexperten der Spammer ist mal wieder das Sprachgefühl ausgegangen. Na ja, er hat ja auch nicht so viel vorrätig.

Sie wurden für die Teilnahme an unserem Treueprogramm ausgewählt – absolut KOSTENLOS! Es dauert nur eine Minute, um Ihre tolle Prämie einzulösen.

Oh, die Spammer haben gelernt, dass „hundert Prozent“ eine typische Spamformulierung ist. Und deshalb ist es jetzt „absolut“ kostenlos. Das ist toll.

Wenn Sie diese E-Mails nicht mehr erhalten möchten, können Sie sich hier abmelden.

Das passt, dass da der Link vergessen wurde. 😁️

Auf ein für gewerbliche E-Mail in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschriebenes Mailimpressum wurde verzichtet.

Entf! 🗑️

🎁Letzte Chance, Ihr Gratisgeschenk zu Beanspruchen!

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Oh, das Geschenk ist gratis! Das ist ja mal etwas ganz neues!

Was gibt es denn? Ah, Gnobbelmatsch gibt es. Der Text wirkt in seiner gedunsenen Leere mal wieder wie frisch und hirnlos erpromptet:

DOUGLAS
🎉 Herzlichen Glückwunsch

Sichern Sie sich Ihr KOSTENLOSES GESCHENK
Creed Aventus Eau de Parfum 100 ml

Ein luxuriöser Favorit — Creed Aventus ist bei uns oft schnell ausverkauft.

Erleben Sie pure Eleganz mit Creed Aventus Eau de Parfum 100 ml — ein kraftvoller, meisterhaft komponierter Duft, der bei jedem Tragen beeindruckt. Perfekt als besonderes Geschenk oder als exklusiver Luxus für Sie selbst. Nur begrenzte Stückzahl verfügbar, also warten Sie nicht zu lange.

Jetzt sichern
Sie erhalten diese Nachricht, weil Sie sich für Angebote interessieren.
© DOUGLAS – Alle Rechte vorbehalten.

Aha, „pure Eleganz“ nennt man das heute, wenn man sich nicht wäscht und stattdessen mit so einem ekligen Geruch beschüttet, der dann noch fünfhundert Meter gegen den strammen Ostwind jedem wehrlosen Näslein die Abscheu lehrt. Was sich die Menschen in den letzten fünfzehn Jahren an immer übleren, immer chemisch-industrieller anmutenden und immer aufdringlicheren Stinkwassern drauftun, das ist einfach nur noch körperverletzend. Wie, die glauben alle, so etwas mache sie erotisch? Weil Werber immer so schöne, erotisierende Bilder zu den markant geformten Stinkflaschen stellen? Kein Wunder, dass nicht einmal mehr der Sex funktioniert und die Menschheit sich langsam aus dem Planeten rausmendelt! Wer auf die Lüge der Reklame reinfällt, hat auch nichts besseres als das Aussterben verdient. Tut mir ja leid um meine eigene Spezies. Aber Dummheit hat Folgen. Vor allem für eine Spezies, die weder durch Kraft, noch durch Zähigkeit, noch durch Schnelligkeit so groß geworden ist, sondern durch die Möglichkeiten ihrer Großhirnrinde.

Natürlich kommt diese Spam nicht von Douglas. Die Firmierung wird hier einfach von kriminellen Spammern missbraucht und damit in den kriminellen Dreck gezogen. Natürlich interessiere ich mich nicht für Angebote, und schon gar nicht für solche, die mir illegal und völlig unerwünscht ins Postfach geflutet werden. Natürlich gibt es hier nichts „kostenlos geschenkt“. Alle Vorleistungen, die man bezahlt, gehen an eine Betrügerbande oder ihre unmittelbaren Komplizen, alle Daten, die man angibt – zum Beispiel Kreditkartendaten für die Versandkosten – werden für Betrugsgeschäfte benutzt. Typischerweise muss man auch noch in eine Verwendung der Daten für Vermarktungszwecke einwilligen, damit sie legal verkauft werden können, nachdem man vorher klar illegal mit einer Spam unter Vorspiegelung falscher Tatsachen bestupst wurde, persönliche Daten einzugeben. Typischerweise ist der Umfang dieses blindlings erklärten „Einverständnisses“ etwas intransparent und generell in einer nicht archivierbaren Form (Javascript erforderlich, winziger scrollbarer Bereich im Webbrowser, so dass auch ein Screenshot nicht möglich ist) angegeben, so dass man auch bei größter Sorgfalt keine Chance hat, sich gegen den beliebigen Missbrauch der angegebenen Daten zur Wehr zu setzen.

Wer in die Spam geklickt hat – was ich niemals und unter gar keinen Umständen empfehlen würde, denn das bisschen befriedigte Neugierde ist den ganzen möglichen Ärger auf den Websites von kriminellen Spammern nicht wert – wird nach einigen Weiterleitungen mit dieser Schwindelwebsite geködert:

Screenshot der betrügerischen Website

Im Kleingedruckten steht der wichtige Hinweis:

Copyright © 2025

*Diese Seite steht in keiner Verbindung zu Douglas oder ähnlichen Marken und erhebt keinen Anspruch auf Markenrechte. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig und garantiert keinen Gewinn. Verlinkte Drittanbieterangebote können zusätzliche Anforderungen wie Teilnahmegebühren oder Abonnements haben; bitte prüfen Sie alle Bedingungen auf der jeweiligen Drittanbieterseite.

Ein Impressum – das in der Bundesrepublik Deutschland für eine gewerbliche Website gesetzlich vorgeschrieben ist – gibt es hier nicht. Aus dem „kostenlosen Geschenk“ ist ein… ähm… nicht ganz so garantierter Gewinn geworden, und auf dem Weg dorthin kommt man mit Teilnahmegebühren und/oder Abos in Kontakt. Die Frage, ob es noch Bauernfängerei oder schon gewerbsmäßiger Betrug ist, mögen bitte Juristen abklären.

Aber schön, dass dafür noch ein „Geistiges Eigentum“ beansprucht wird! Verklag mich doch, Spammer! Die Kriminalpolizei freut sich sicherlich schon darauf, dich mal persönlich kennenzulernen. Und die Anwälte aus der Rechtsabteilung von Douglas finden den Missbrauch der Firmierung sicherlich auch nicht so toll. 🖕️

Re: Hallo

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Von: Gina Rinehart <angela@artnaweb.com.br>
An: Recipients <angela@artnaweb.com.br>
Antwort an: ginarinehart9619@gmail.com

Ich stehe natürlich nicht als Empfänger drin, weil die Mail gleichlautend an hunderttausende Mailadressen geht, und ich soll natürlich auch nicht an die Absenderadresse antworten, sondern an eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail.

Hallo
Ich bin Gina Rinehart, eine australische Geschäftsfrau, Investorin und Vorstandsvorsitzende von Hancock Prospecting, einem in Privatbesitz befindlichen Mineralexplorations- und -gewinnungsunternehmen. Ich bin einer der Eigentümer von Hancock Prospecting. Ich habe 25 Prozent meines persönlichen Vermögens für wohltätige Zwecke gespendet. Und ich habe auch versprochen, die restlichen 25% in diesem Jahr 2025 an Individual [sic!] zu verschenken. Ich habe mich entschlossen, Ihnen 2.000.000,00 Euro zu spenden. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich für weitere Informationen.

Sie können auch mehr über mich über den unten stehenden Link lesen

https://en.wikipedia.org/wiki/Gina_Rinehart

Gina Rinehart – Wikipedia
en.wikipedia.org

Herzliche Grüße,
Frau Gina Rinehart,
Vorstandsvorsitzende von Hancock Prospecting.
E-Mail: ginarinehart9619@gmail.com

Hey, Gina, du Spammchen,

als du mir das letzte Mal einen verblüffend ähnlichen Text über grundlos verschenkte Millionenbetrüge in den Pesteingang gemacht hast, da warst du noch Maria-Elisabeth, das kleine Spammchen aus dem dicken Geldsack. Das ist bei dir ja beinahe wie mit Raider und Twix. 😁️

Ein bisschen Mühe kannst du dir aber ruhig mal geben! Ach, wenn du dir Mühe geben wolltest, brauchtest du ja gar nicht zu spammen und zu betrügen, sondern könntest gleich arbeiten gehen? Genau so habe ich dich auch gleich eingeschätzt.

Ich wünsche dir eine ruhmvolle Zukunft und weltweite Bekanntheit! Möge man eine unheilbare Krankheit nach dir benennen!

Dein dich und deinen Vorschussbetrug „genießender“
Nachtwaechter

Entf! 🗑️

Sichern Sie sich Ihren kostenlosen Michelin Wagenheber von ADAC

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Von ADAC? Ich bin da nicht Mitglied. Ich habe nicht einmal einen Führerschein.

Von: ADAC Mitgliedergeschenk <adac@fp.buildfirst.shop>

Der ADAC würde seine eigene Domain verwenden. Dieses Mail ist nicht „von ADAC“, dieses Mail ist „von kriminelle Betrügerbande“. 😅️

Die Zeit
Läuft Ab

Oder von Freund Hein. ⚰️

Letzte Chance, einen brandneuen
Michelin Wagenheber

Aber wann war jetzt meine vorletzte Chance? 🤔️

Beantworte einfach ein paar Fragen und gewinne.

Ich glaube, den Gewinn will ich nicht. Denn…

Deine Chance zu glänzen wartet!

…ich mag nicht mit metallischem Lack besprüht werden. Am Ende glänze ich noch so wie die deutschen Sprachkenntnisse dieses unbekannten Autors.

JETZT SICHERN
Sichere dir deine Gewinnchance!

Es ist schon merkwürdig. Als ich vor rd. achtzehn Jahren damit anfing, hier über die ganz besonderen Intelligenzleistungen spammender Krimineller zu spotten (und ganz nebenbei ein wenig über ihre Machenschaften aufzuklären), da war gefühlt die ganze Welt am Pokern und Zocken im Abzockcasino. Überall gabs tolle Prämien, Aktionen und Bonusse, und die Texte waren mit schlechten Übelsetzungsprogrammen direkt aus dem Englischen übelsetzt:

Zollfreie Einfuhr in sieben Turniere…

Eine einzige Dada-Maschine! Irgendwann war dann aber der letzte aus der Zielgruppe ein gebranntes Kind. Seitdem höre ich nur noch wenig von „Casinos“ in deutschsprachiger Spam. In indonesischer Kommentarspam hier auf Unser täglich Spam sieht es hingegen völlig anders aus, da gibt es noch so viele Arme und Ungebildete, denen man die letzten Pfennige aus der Tasche klauen kann. Gut, dann sind halt auch ein paar indonesische Wörter auf meine großen Liste von Spamkennzeichen. Gut, dass für Indien meist auf Englisch gespammt wird! 😐️

Und darauf folgend gab es müheloses Reichwerden durch Spekulation in binäre Optionen. Automatisch, ohne Vorkenntnisse und Geld für jeden. Ohne Kenntnisse. Aus der Steckdose. Hokus Pokus Internet. Mit lustigen Websites voller lustiger Details:

Das Handelssystem der Privatbankiers, dass die Quantentechnologie nutzt! Werden Sie Mitglied des exklusiven Clubs.

Das Deutsch wurde langsam besser. Man musste schon lesen und verstehen können, um zu bemerken, wie lächerlich es war. Und der Unterschied zwischen „dass“ und „das“ fällt auch vielen native speakers ein bisschen schwer. Selbst ich tendiere dazu, wenn ich unkonzentriert bin, direkt nach einem Komma „dass“ zu schreiben, auch wenn es mal falsch ist. In ihrem Streben nach größeren Zielgruppen für den Betrug – nein, die automatisierten Handelsplattformen gab es nicht, die angezeigten Zahlen waren Bullshit und das „investierte“ Geld ging direkt zum Koksdealer und ins Bordell – wurde die Sprache über Jahre hinweg immer besser. Und als dann endlich genügend durchsickerte, dass „binäre Optionen“ ein legalisiertes Glücksspiel sind und Privatmenschen der Handel mit „binären Optionen“ praktisch verboten wurde, da haben die Betrügerbanden nicht etwa ihre immer lukrativere Betrugsmasche aufgegeben, sondern sind direkt auf das Kryptogeld am Angelhaken umgestiegen. Die meisten ihrer Spams und Websites klangen inzwischen so, als wären sie von Menschen formuliert worden, die im Alltag auch wirklich Deutsch sprechen.

Nur inhaltlich war es immer noch ein „Ziehen sie sich das Geld doch einfach aus der Steckdose“, aber weil Menschen vom Journalismus in der Bundesrepublik Deutschland leider nicht darüber aufgeklärt wurden…

  1. …was Kryptogeld eigentlich ist;
  2. …wie Kryptogeld technisch realisiert wird;
  3. …dass die absurden, aber dennoch oft als Symbolbild zu Kryptogeldartikeln verwendeten „Bitcoin-Münzen“ nichts mit Kryptogeld zu tun haben;
  4. …dass Kryptogeld für seinen einzigen und eigentlichen Anwendungsfall, nämlich die Nutzung als Zahlungsmittel, aus technischen und physikalischen Gründen völlig ungeeignet ist und außerhalb krimineller Schattenwirtschaften auch nicht mehr als Zahlungsmittel genutzt wird; und
  5. …dass der gesamte, stets im Rausch raketengleich zum Himmel aufsteigender Zahlen vermeldete Kurs für Kryptogeld (mit besonderem Fokus auf Bitcoin) eine rein spekulative Erscheinung ist, im Wesentlichen eine Wette darauf, wie viel Geld wohl der nächste Käufer bezahlt;

…sind viele Menschen, darunter durchaus auch formal gebildete und vermögende Menschen, auf den ganzen Betrug mit dem „Geld aus der Steckdose“ reingefallen und haben dabei teilweise Millionenbeträge an Trickbetrüger verloren. Nein, nicht durch Spekulation, sondern durch Betrug. Damit wurde das Thema auch relevant für den gewöhnlichen Journalismus, ganz im Gegensatz zum oft existenziell zerschmetternden Schaden des „armen Schluckers“, der nur ein paar tausend Euro Erspartes verliert oder sich verschuldet, um „investieren“ zu können und dessen Schicksal dem armenhasserischen Journalisten völlig gleichgültig ist. Ja, „investieren“ haben es die Betrüger genannt. Nicht „spekulieren“, was der Wirklichkeit des Kryptogeldes viel näher gekommen wäre. Und für die Wirklichkeit des Betruges wäre eher das Wort „wegschmeißen“ richtig gewesen. Aber das Wichtigste am Betrug ist nun einmal, dass er für die Zielgruppe seriös aussieht. 👔️

Zu guter Letzt haben die ursprünglichen Spammer – Spam ist eine besonders billige Methode der Reklame – sogar mit der E-Mail-Spam aufgehört und stattdessen Werbebanner geschaltet, die dann den Genuss der Zeitungswebsite, des Social-Media-Kanales oder der Videoschleuder mit Betrügerlügen vergällt haben. Denn sie konnten sich das jetzt leisten und haben zum Abschied von ihrer Nummer noch einmal so richtig fett zugelangt. Dies hat sich regelmäßig mit der Aufforderung der Zeitungswebsite, des Social-Media-Kanales oder der Videoschleuder kombiniert, dass man seinen wirksamen Adblocker abschalten solle, wenn man einen benutzt hat. Daran, dass es sich bei dieser Aufforderung um offene Kriminalitätsförderung handelt, hat sich weder der Betreiber der Zeitungswebsite, noch der Betreiber des Social-Media-Kanales, noch der Betreiber der Videoschleuder Gedanken gemacht. Es war für ihn ja nur ein Problem anderer Leute.

Ein weiter Schlenker, ich weiß. Die ganz große Zeit für das „Geld aus der Steckdose“ ist vorbei. Nichts ist so erfolgreich wie ein Betrug, dessen Zeit gekommen ist. Aber irgendwann geht jede Zeit vorüber, und dann hören Betrüger nicht etwa mit dem Betrügen auf, sondern überlegen sich neue Maschen. Sie backen kleinere Brötchen. Und es kommen natürlich neue Betrüger hinzu. Lauter Leute, die sich keine Mühe geben wollen, um an das Geld anderer Leute zu kommen, denn sonst könnten sie ja gleich arbeiten gehen.

Und die Sprache so mancher Spam klingt wieder wie vor achtzehn Jahren. Lächerlich, dadaistisch und unangenehm hirnkitzelnd. Der wichtigste Unterschied: Jetzt kommt sie oft aus dem neuronalen Netzwerk, das von Politikern, Journalisten und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet wird. Diese Spam ist vermutlich ein Beispiel für einen Text, dessen Kern mit einem Prompt erzeugt wurde und anschließend mit einem anderen neuronalen Netzwerk – also mit viel Statistik, aber dafür völlig sprachgefühllos – ins Deutsche übelsetzt wurde. Der als Firmierung missverstandene Vereinsname „ADAC“ wurde vermutlich von einem Menschen nachträglich eingetragen und ersetzte eine ursprünglich andere Firmierung. Mein Exemplar dieser Spam wurde übrigens aus Thailand versendet.

Ich nenne dieses Deutsch meist einfach Gnobbelmatsch. Ich sehe so etwas inzwischen sehr regelmäßig in der Spam. Es ist eigentlich gar nicht so schwierig zu erkennen, wenn die Sprache redundant und repetitiv wird, während die verwendeten Metaphern nur so humpeln und hinken.

Leider werden wir gerade alle an diese Sprache gewöhnt. In journalistischen Produkten, die mit billigem Gnobbelmatsch gefüllt werden, um noch mehr Köder für das eigentliche Geschäft zu haben, für die Vermarktung von Werbeplätzen. Denn der Text, die Meldung, der Kommentar… das alles ist aus der contentindustriellen Logik heraus nicht etwa ein Beitrag zur Volksbildung und lebenspraktischen Ertüchtigung, sondern nur ein Köder. Der eigentliche Inhalt ist die Reklame. Und den nackten Haken beißen die Fischlein nun einmal nicht. Deshalb braucht man Köder. Je billiger der Köder ist, desto besser fürs Geschäft. 🎣️

Diese Ähnlichkeit zwischen Journalismus und Spam ist ein Teil des Problems, und das auch schon seit langem. Es ist kein Zufall, dass die ganzen Reichwerdspammer ihre Betrugswebsites wie Journalismus aussehen ließen, sondern ein Spiegelbild der wesensgleichen Vorgehensweise. Der Mensch, der das entweder gar nicht erst bemerkt oder, wenn er es doch einmal ahnen oder sehen sollte, niemals so deutlich schreiben wird, ist übrigens der schlecht bezahlte Schreibtischtäter, der contentindustrielle Journalist an seinem Texterstellungsplatz. Der hat viel zu viel Angst davor, demnächst von einem angelernten neuronalen Netzwerk ersetzt zu werden und das brutale Hartz VI beantragen zu müssen, das er selbst aktiv mit herbeigeschrieben hat, also verdrängt er lieber. Und zwar zu Recht. Denn eines kann sie schon vortrefflich, die so genannte „künstliche Intelligenz“: Dummheit.

🛠Sichern Sie sich Ihr Parkside 3-teiliges Set

Dienstag, 16. Dezember 2025

Diese Spam kommt nicht von Lidl…

Von: Lidl Exklusiv <liusiv@te.babywite.shop>

…wie man schon an der Absenderadresse sieht. Lidl würde ganz sicher seine eigene Domain verwenden. Übrigens würde Lidl sich auch an geltendes Recht halten und ein Maliimpressum in seinen gewerblichen Mails haben. Ja, ich finde das auch albern, und ich hätte den gesetzlichen Rahmen teilweise völlig anders gemacht (inklusive Pflicht zur digitalen Signatur und dem Verbot HTML-formatierter Mail in der gewerblichen Nutzung), aber trotzdem hält sich Lidl dran. Denn sonst wird es teuer.

LiDL

Dass das nicht stimmt, ist ja schon geklärt.

Ihr
WERKZEUG-Upgrade!

Oh, bekomme ich jetzt endlich einen größeren Hammer zur zielsicheren Behandlung von Computerproblemen?

100%
RABATT

Ab 110 % Rabatt denke ich über einen Erwerb nach.

★ Kundenliebling

Wie, nicht mehr die billige Milch und die industriell hergestellte Tiefkühlpizza mit Analogkäse?

Parkside
3-teiliges Set

Was ist denn drin?

Ein leistungsstarkes und vielseitiges Werkzeugset für alle Ihre Projekte.

Werkzeuge sind drin. Irgendwelche Werkzeuge.

GRATIS!

Das ist sehr preiswert.

249,99€

Das ist nicht so preiswert.

100%
RABATT

Gibt es den Rabatt jetzt auf die 250 Øre oder auf „gratis“?

Jetzt teilnehmen

Und vor allem: Woran nehme ich teil? Ich wollte mich jedenfalls nicht mehr freiwillig für den Kriegsdienst in der Bundeswehr melden. Nicht, dass ich im Volkssturm zur Rettung der BRD-Parteienoligarchie noch einen Rollator oder ein Fahrrad mit aufmontiertem Sturmgewehr fahre! 🙃️

★★★★★

Ja, das sind fünf Sterne. 🤡️🤡️🤡️🤡️🤡️

„Ich habe es gerade per E-Mail erhalten und ausprobiert. Ich freue mich darauf, meine Prämie zu erhalten!“

— Emma J., Verifizierte Gewinnerin

Wir kennen alle dieses Werkzeug, dass mit einer Mail versendet werden kann. Ein wahres Wunder der Da-Da-Digitalisierung. Da macht man die Mail auf und baut sich damit frischauf einen neuen Gartenteich! 🛠️

NICHT
WARTEN!

Ich warte lieber noch ein bisschen. In 110 Tagen ist schon wieder Ostern, und absurde christlich-kulturelle Legenden von eierlegenden Hasen sind tatsächlich noch glaubwürdiger als diese Spam aus der lodernden Hirnhölle, die vollständig ohne jedes Sprachgefühl formuliert wurde.

Der Bestand ist niedrig. Sichern Sie sich Ihr Parkside 3-teiliges Set, bevor die Zeit abläuft!

Oder andersrum gesagt: Die Zeit ist so niedrig, dass der Bestand abläuft. Da muss man sichern, aber hurtig! 😅️

JETZT STARTEN

Oh schade, ich habe schon gelöscht. 🗑️

$ mime-header https://bhvfczsxdcfgh.blob.core.windows.net/kxsdcfvgbhjh/bhsvgde.html
HTTP/1.1 403 The specified account is disabled.
Content-Length: 220
Content-Type: application/xml
Server: Microsoft-HTTPAPI/2.0
x-ms-request-id: 16f75349-d01e-002b-7d77-6e4d2d000000
Date: Tue, 16 Dec 2025 10:30:54 GMT
Connection: close
$ _

Microsoft hat auch schon gelöscht. Ist ja auch nicht Google. 👍️

Trotzdem, ich muss zum Ende mal abschweifen:

Warum Microsoft da XML statt einer ganz normalen Textmeldung sendet, will mir nicht in den Sinn. Der maschinenlesbare Teil steht doch schon deutlich im MIME-Header, und jeder Webbrowser versteht das und könnte den Fehler anzeigen, selbst wenn da gar nichts mehr käme. Da könnte man Menschen doch auch ganz einfach mit einer Textmeldung „beglücken“. Mal schauen, was da drin steht.

$ curl -s https://bhvfczsxdcfgh.blob.core.windows.net/kxsdcfvgbhjh/bhsvgde.html >msxml.xml
$ file msxml.xml 
msxml.xml: XML 1.0 document, Unicode text, UTF-8 (with BOM) text
$ cat msxml.xml
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><Error><Code>AccountIsDisabled</Code><Message>The specified account is disabled.
RequestId:163d61da-201e-003f-7678-6e0542000000
Time:2025-12-16T10:39:14.6543582Z</Message></Error>
$ _

Kannste dir mal wieder gar nicht selbst ausdenken! Heute ist nicht nur die Spam Dada, heute ist auch Microsoft Dada. Einerseits gibt es Fehlermeldungen in wohlgeformtem XML, schön semantisch als Code und Message ausgezeichnet, aber leider ist dem Programmierer bei Microsoft dann die Sorgfalt doch wieder ausgegangen, und deshalb stehen da solche aus Benutzersicht unnütze technische Angaben wie RequestId und Time in der Meldung drin, ohne dass diese semantisch ausgezeichnet würden – so dass man sich den Umweg über einem voll aufgeplusterten XML-Parser bei der Fehlerbehandlung doch gleich sparen könnte. Das Ergebnis ist übermäßig fett und umständlich, die Vorteile der angewendeten Technik kommen nicht zum Tragen und niemand hat wirklich etwas davon. Aber es ist in einem sehr skurillen Sinn des Wortes „modern“.

Es erinnert mich irgendwie an Microsoft Windows. 😁️