Muss wohl wichtig sein, die Mail, es steht da ja.
Von: The Hunter Foundation <gewinn@cafe24.com>
Antwort an: tm.hnt289@yandex.com
An: gammelfleisch@tamagothi.de
Nicht an die Absenderadresse antworten! Die stimmt nicht. Stattdessen soll die weitere Kommunikation über eine beim beliebten russischen Freemailer Yandex anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse laufen.
Mehr muss man gar nicht sehen, um zu wissen, dass hier ein Vorschussbetrug eingeleitet werden soll. Das ist ein Standardmuster für derartige Spam, nur, dass sonst meist eine Adresse bei GMail verwendet wird. Denkenden und fühlenden Menschen, die kommunizieren wollen, kann man eigentlich immer an die Absenderadresse antworten. Es ist ja auch ihre Mailadresse. Warum sollten sie die Antwort auf etwas anderem als ihrer Mailadresse empfangen wollen? (Trotzdem kann eine Antwortadresse sinnvoll sein, wenn zum Beispiel jemand vom Arbeitsplatz aus mailt, aber die Antwort lieber auf einer privaten Mailadresse haben möchte, weil es eine persönliche Sache ist. So etwas ist aber selten. Die meisten Menschen würden am Arbeitsplatz einen Webmailer für den Zugriff auf ihr persönliches Postfach verwenden und darüber auch solche Mail schreiben.)
Na, da will ich mal sehen, was mir so wichtiges mitgeteilt wird!
Hallo gammelfleisch@tamagothi.de,
Das ist ja genau mein Name! 😄️
Ihre E-Mail-Adresse wurde per Online-Zufallsauswahlrad zufällig ausgewählt, um eine Spende in Höhe von 1.200.000 US-Dollar zu erhalten.
Wie soll ich mir das „Zufallsauswahlrad“ vorstellen? Ist das ein riesiges Glücksrad, auf dem jede einzelne Mailadresse dieser Welt aufgeführt wurde? So ein Glücksrad mit ein paar Milliarden Haltepositionen? Und das passt trotzdem noch auf diesen engen Planeten Erde? Das Riesending astronomischen Ausmaßes kriegt man sogar noch gedreht? Trotz der ganzen leidigen Masseträgheit? 🤣️
Und, weshalb bekome ich jetzt die Spende?
Dies ist eine Spende der Hunter Foundation, die sich verpflichtet hat, 1 Milliarde Pfund sowohl an Wohltätigkeitsorganisationen als auch an Einzelpersonen weltweit zu spenden.
Aha, grundlos. 🤣️
Für weitere Informationen antworten Sie bitte umgehend, um Ihre E-Mail zu bestätigen.
Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, die ist nämlich gefälscht. Aber bitte trotzdem ganz feste daran glauben, dass man jetzt 1,2 Megadollar in die Hand gedrückt kriegt, weil ein gigantisches Glücksrad ausgerechnet bei der eigenen Mailadresse angehalten hat. 🤥️
Danke,
Danke für den Dank für Nichts! 🖕️
Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter! 👅️
Die Hunter Foundation.
Gesehen, gelacht, gelöscht. 🗑️

Nein, ich kenne weder deinen Namen noch spreche ich deine Sprache noch weiß ich irgendwas von dir, aber ich habe dir eine Spam in dein Postfach gemacht, weil ich einen voll lukrativen Geschäftsvorschlag für dich habe. Ich glaube, du hast daran auch Interesse. Ich musste durch die Spamfilter kommen, was mir diesmal leider nicht so gut gelungen ist, und deshalb kann ich dir noch nichts näheres zum Geschäft sagen, aber du siehst ja, dass ich Geldpriesterin bei einer Bank bin. Ich habe es dir schließlich selbst erzählt. Stell dir einfach mal in deinem Kopfkino vor, ich wedele dir mit einem Riesenbündel Banknoten vor der Nase herum und spreche dazu Zaubersprüche, damit das Geld in deiner Tasche zu wachsen anfängt. Wenn du naiv und gierdumm genug bist, auf eine unpersönliche Mail mit gefälschter Absenderadresse und einer anonym und kostenlos eingerichteten Antwortadresse reinzufallen, dann sende mir bitte ganz schnell und ohne lästiges Nachdenken eine nicht digital signierte und unverschlüsselte Mail mit „Ich will das Geld haben“, ja, sende sie offen wie eine Postkarte durch das Internet. Meine Mails sind ja auch nicht besser. Ich bin nämlich wegen meiner Berufserfahrung als Trickbetrüger davon überzeugt, dass Menschen, die Kryptographie bei E-Mail beherrschen – also Menschen, die in ihre Mailsoftware klicken können – bereits viel zu schlau sind, um auf meinen billigen Betrug aus dem frühbronzezeitlichen Internet hereinzufallen.
Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse dieser Mail antworten, denn die ist gefälscht. Aber trotzdem ganz fest daran glauben, dass die wirre Geschichte stimmt, man bekäme jetzt ziemlich grundlos fünf Megaeuro von der EU, obwohl die nicht einmal weiß, ob man Männlein oder Weiblein ist und wie man heißt. Und auch nicht darüber stolpern, dass die Europäische Union „offizielle Mailadressen“ in der Domain
…du scheinst aus der Zukunft zu kommen, weil das noch eine Dreiviertelstunde hin ist. Ach nee, das ist ja der achte September, das ist also von gestern. Du benutzt einfach nur ein im deutschen Sprachraum unübliches Datumsformat, das beim Leser Verwirrung stiftet. Dabei brauchst du gar kein Datum in den Betreff zu schreiben. Deine Mailsoftware schreibt schon eins in den Mailheader. Und das wird beim Empfänger automatisch in dem richtigen Format für seine eingestellte Sprache angezeigt. Rechnen können Computer ja ganz gut, und das mit der vernünftigen Anzeige der Zeit hat schon die Mailsoftware der Achtziger Jahre hinbekommen. Ja, Spammer, du hast recht, damals „gab es noch kein Internet“, jedenfalls nicht für „normale“ Menschen. Man hat sich mit 
