Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Réservation

Mittwoch, 25. September 2019, 13:59 Uhr

Oh, etwas Französisches? Mitnichten. Es ist englisch, deutsch und frei von sinnvoller Textauszeichnung wie Absätzen und Leerzeilen, und deshalb ein bisschen mühsam lesbar. Der Text sieht so aus:

Hi, My name is Mr. Robert Bennett and Alongside my wife Mrs. Linda Bennett, We want to book your accommodation for our holiday for a period of one week, Here are our Reservation Dates: Arrival Date: 9th November 2019 Departure Date: 16th November 2019 Number of People: 2 Adult only Number of Night: 7 Night Please Kindly get back to me with the availability of the accommodation and the total fee of the booking for a couple for the period, I will be Looking forward to hearing back from you as soon as possible. Waiting for your immediate response Best Regards Robert Bennett Hallo, Mein Name ist Herr Robert Bennett und zusammen mit meiner Frau Linda Bennett möchten wir Ihre Unterkunft für einen Zeitraum von einer Woche für unseren Urlaub buchen. Hier sind unsere Reservierungsdaten: Ankunftsdatum: 9. November 2019 Abreisedatum: 16. November 2019 Anzahl der Personen: 2 Nur für Erwachsene Anzahl der Nächte: 7 Night Bitte melden Sie sich mit der Verfügbarkeit der Unterkunft und dem Gesamtbetrag der Buchung für ein Paar für diesen Zeitraum bei mir. Ich freue mich darauf, so bald wie möglich von Ihnen zu hören. Warten auf Ihre sofortige Antwort Freundliche Grüße Robert Bennett

😯

Gut, bringe ich als bekannter Spamvorleser den deutschen Teil dieser Spam einmal in eine etwas besser konsumierbare Form und würze ihn mit ein paar kleinen Anmerkungen auf Genießbarkeit. 😉

Hallo,

Das ist immer eine gute Anrede, denn sie patzt… ähm… passt immer und überall. Außerdem erspart sie einem diesen Krampf mit irgendwelchen Höflichkeitsformen und man muss auch nicht extra nachschauen, wie der Empfänger denn jetzt noch einmal heißt. Wer seine Schreiben an Unbekannte so beginnt, macht klar, was für ein Mensch er ist – nämlich einer, der sich nur für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche interessiert und auf jede Form verzichtet. Dass dieser Menschenschlag so häufig unter den Spammern zu finden ist, überrascht nicht besonders.

Mein Name ist Herr Robert Bennett und zusammen mit meiner Frau Linda Bennett möchten wir Ihre Unterkunft für einen Zeitraum von einer Woche für unseren Urlaub buchen. Hier sind unsere Reservierungsdaten:

Ankunftsdatum: 9. November 2019
Abreisedatum: 16. November 2019
Anzahl der Personen: 2

Natürlich geht diese Spam auch an Menschen, die gar keine Zimmer anzubieten haben, aber in irgendeiner unter Spammern zirkulierenden Adresssammlung unter „Tourismus“ aufgeführt sind. Dieses Exemplar ist zum Beispiel ein Zustecksel meines Lesers B.V., der kein Hotel betreibt und auch keine Zimmer vermietet. Solche Kleinigkeiten sind dem Spammer egal, der will ja auch gar kein Zimmer, der will einen Betrug einleiten.

Nur für Erwachsene

Was hat der mit seiner Frau vor?! 😀

Anzahl der Nächte: 7 Night

Aber immerhin weiß er, dass zu sieben Tagen auch sieben Nächte gehören.

Bitte melden Sie sich mit der Verfügbarkeit der Unterkunft und dem Gesamtbetrag der Buchung für ein Paar für diesen Zeitraum bei mir.

Ich weiß natürlich nicht, was für einen Betrug der Spammer hier durchziehen wird, aber ich gehe von ungefähr folgender Vorgehensweise aus:

  • Der Betrag wird im Voraus mit einem Scheck in einem versicherten Brief bezahlt. Das Wichtigste beim Betrug ist ja, dass er seriös aussieht.
  • Dieser Scheck ist „versehentlich“ erheblich zu hoch ausgestellt. Deshalb gibt es einen Anruf, der sehr nach Stress klingen wird und in dem der Spammer darum bitten wird, diesen zu hoch ausgestellten Scheck doch einfach so einzureichen und ihm den überschüssigen Betrag schnell zurückzuüberweisen, natürlich über Western Union oder einen vergleichbar anonymisierenden Dienstleister.
  • Der Scheck ist natürlich nicht gedeckt.
  • Das „zurücküberwiesene“ Geld ist weg. Es ist zu einem Betrüger geflogen, der völlig anonym geblieben ist. 💸
  • Der Spammer kann mal wieder in sein Lieblingsbordell gehen und dort ein bisschen prassen.
  • Das Opfer bekommt neben seinem finanziellen Schaden auch noch eine Strafanzeige wegen Scheckbetrugs und den damit verbundenen Ärger.

Die Nummer mit dem „zu hoch ausgestellten Scheck“ für irgendwelche Geschäfte ist sehr alt, aber funktioniert immer noch überraschend häufig. Wer mir das nicht glaubt: Bei der Polizei können die Beamten ein langes, wenn auch etwas monotones Lied davon singen. 👮

Ich freue mich darauf, so bald wie möglich von Ihnen zu hören.

Klar freut sich der Spammer, wenn ihm geantwortet wird. Am besten ist es, wenn…

Warten auf Ihre sofortige Antwort

…ihm sofort geantwortet wird. Denn er…

Freundliche Grüße
Robert Bennett

…ist freundlich und grüßt auch ganz freundlich. 👋

So, und jetzt genug Freundlichkeit, jetzt hurtig und sofort, denn das Bordell ist immer ganz schön teuer! ⏱️

Diese Spam ist ein Zustecksel meines Lesers B.V.

7 Kommentare für Réservation

  1. Freddy sagt:

    Man redet viel über Sicherheit und kann sein Gerät mit Tools und haste-noch-nicht-gesehen vollkotzen, was die Ressourcen sinnlos belasten und ein resistentes Ärgernis für Fehlfunktionen ist, da sich oft diese „fabelhaften Tools“ gegenseitig auf die Füße treten. Wieder nur Klugscheißer, Maulhelden und Schwätzer. Dabei wäre es einfach und die Quellcodes wesentlich kleiner, was im Internet auch Speed bedeutet. Aber Java Script ist ja eine prima Profit Quelle, inklusive Schrott und Ärger.

    Man könnte solchen oder überhaupt Spammer das Leben schwer machen, wenn man die Kollegen mit ihren „Datenlecks“, Formen von Datenschnüffelei, Datenschleudern mal strafrechtlich belangen würde. Aber die Internet Gesetze sind ja nur ein Pseudonym.

    Ein weiterer Punkt wäre, das Internet Seiten ohne Java Script funktionieren. Keine Popup, keine Werbung mehr möglich, was sowieso Nötigung und Körperverletzung ist. Rechtlich müßte man sogar den Provider, seinen Anbieter verklagen, der einem ein Müll Internet kostenpflichtig zumutet.

    Ich habe eine Internetseite gefunden, wo man ohne Java z.B. kommentieren kann. Java wird doch nur zum Schnüffeln und für Schadstoff Software benötigt, sowie die Seite ins Internet zu kleben. Aber nicht für die Benutzung selbst. Genau hier könnten Blogger mal was sinnvolles einleiten, nur können sie so eben kein Geld verdienen (Werbung), aber das Netz würde mal schneller und sauberer sein.

    Viele erkennen, an Mobil, Smartphone kommt man nicht vorbei. Seiten die zu lange laden, werden nicht mehr besucht. Auch das lästige mit Popup, Werbung rächt sich bei Mobil sehr schnell letzten Endes. Also weg mit dem Java Script. Alberne Bildchen sind dann noch möglich und für Videos gibt es die Volksplattform YouTube. Wo ist also das Problem, außer das man es selbst weiter verursacht und für Strolche überhaupt erst die Bühne bereitet? Achja die Netzhoheiten sind ja selbst die Strolche und der Rest nur Arschloch Bürger.

    Rufe ich über Proxy, ohne Java bestimmte Seiten auf, kommt nur Error 500. Mit Java funktioniert sie lahm normal, weil viel Müll, Schnüffelei im Hintergrund abläuft. Verscheißern kann ich mich allein. Ich habe das Recht auf Anonymität, wenn das Gesetz, Anbieter es nicht nötig haben mich zu schützen, aber bezahlen soll ich immer brav. Nur wofür ?!

    Meine Daten gibt es nicht umsonst, ich habe für sie auch bezahlt, Gebühren & Co. Damit liegt das Copyright, Urheberrecht allein bei mir. Das kapieren nur wenige Hirnis. So käme auch Geld in eure Kassen und das nicht mal wenig. Ihr habt das Recht, warum fordert ihr es nicht ein? 50 bis 150 Euro im Monat, was jeder Internet Nutzer verschenken. Aber den großen Experten raushängen lassen (lach).

  2. Freddy sagt:

    Achja das Beste wäre, ohne Java kann ja wohl auch Google & Co nicht mehr nahtlos herum schnüffeln und Daten sammeln. Dafür wäre ich bereit auf sowieso blöde Funktionen zu verzichten, denn ich bin Erwachsen, kann lesen, nur ihr immer noch nicht. Internet ist eine Info – Wissensdatenbank, kein albernes Kinderbuch mit Bildchen und kindischen Videos. Werdet doch endlich mal Erwachsen, im euren Interesse.

  3. Freddy sagt:

    Sieh an, ich dachte ich könnte ein paar von den Klugscheißer Programmierer, Blogger anlocken (verärgern). Man ist wohl mit unheimlich wichtigen Projekten beschäftigt. 😁 Also doch nur Klugscheißer, Maulhelden und Schwätzer. Naja man wird es ja wohl noch versuchen dürfen. Kann ich mir schenken, von den Windbeutel kommt ja eh nichts gescheites. 😇

    • Um diese Leute anzulocken, musst du schon irgendwohin gehen, wo sie viel über kuhle »Gadgets« schreiben und ganz fest ans Geld durchs Bloggen glauben. Aber da wird auch gern durchgelöscht. 😉

      • Freddy sagt:

        Haha .. ein paar Seiten hatte ich gefunden. Oh ja Gadgets, ohne diese unentbehrlichen Dinge, würde ja die Menschheit aussterben. Haha .. Umweltschutz nein danke, brauche ja meine Gadgets.

        Ich wurde als „Troll“ gelöscht. Auch eine selten dämliche Form des Internet Rassismuses. Auf vernünftige, konkrete Fragen, kriege ich auch nur dumme Antworten von „Pausenclowns“

        Da muß ich mich fragen ob „Bloggen“ eine neue Form schwer geistiger Erkrankung sein könnte. (lach)

  4. B.V. sagt:

    Kleines Update,

    nachdem der Vollhorst von Spammer zu faul oder gierig war, mal die von mir erfundene Pension zu „suchmaschinen“, schickte man mir einen Scheck mit der Summe über die von mir berechnete Übernachtungsgebühr + Kurtaxe… sowie einen Batzen obendrauf der die Fluggebühren und Reiseversicherung abdecken soll, die natürlich(!) über Western Union auf das Treuhandkonto eines „Geschäftspartners“ gehen sollten.
    Leider habe ich den Scheck nie zu Gesicht bekommen, da die Deppen ihn an die von mir genannte definitive Fake-Adresse gesendet haben.
    Mich erreichte aber (wohl durch die Benachrichtigung an die Spammer über die Unzustellbarkeit ihres Toilettenpapiers in Scheckform) ein „freundliches“ Schreiben, was ich mir einbilde deren kostbare Zeit zu stehlen 😀
    Mission erfolgreich.

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