Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


leben und arbeiten in Vereinigte Staaten

Mittwoch, 22. Juni 2016, 18:53 Uhr

Diese Spam ging an eine Honigtopfadresse – und kommt damit vermutlich auf jeder Mailadresse an, die sich irgendwie im Internet einsammeln lässt.

IHR AMERIKANISCHER TRAUM LIEGT IN IHREN HÄNDEN!

So so… aber mehr dazu gleich.

An dieser Stelle möchten wir alle wichtigen Fragen zum GreenCard-Programm beantworten.

Bleibt doch noch etwas offen, so zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Und, was hat der Spammer mit seinen spammigen Albträumen hier vergessen? Richtig, er hat vergessen, hier alle Fragen zu irgendeinem Programm zu beantworten, von dem man übrigens nur aus der Spam (und gelegentlich aus Werbebannern auf zwielichtigen Websites) erfährt.

Wir sind sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr für Sie da, um für

bestmögliche Betreuung im Rahmen der GreenCard-Lotterie zu sorgen.

Aha, eine Lotterie ist das neue „liegt in meinen Händen“. Alles klar. Wer nach solchen Offenbarungen der Dummheit des Spammers noch auf den Betrug reinfällt, könnte wirklich der Betreuung bedürfen, aber besser nicht durch eine Bande von Spammern. :mrgreen:

WAS SIE SCHON IMMER RUND UM DIE GREENCARD WISSEN WOLLTEN

Hier klicken.

Das hat noch gefehlt, um den unvorteilhaften Eindruck dieser Spam abzurunden: „Click here“, der dümmste Linktext, den nur Werber, Spammer und sonstige Entseelungsreste verwenden. Jeder, der noch etwas fühlt, würde so ein Stammelgetexte vermeiden. Und damit die Spamfilterung auch wirklich zum Zuge kommt…

If you wish to be unsubscribed from receiving these emails, click here.

…gibt es dieses kleine, aber gar nicht seltene Stückchen spammiger Idiotie noch einmal in Englisch.

report abuse

Du mich auch!

Der Link geht übrigens nach der üblichen Kaskade von Weiterleitungen in die Domain usagc (punkt) org. Dort bekommt man eine hübsche Möglichkeit zum Datenstriptease:

Screenshot der betrügerischen Website

Im „Web of Trust“ hat sich diese betrügerische Website schon einen beachtlichen Ruf erarbeitet: Betrug, Phishing, Spam, Schlechte Erfahrungen und Schadsoftware. Der Kommentar von Kevin.Dingo macht auch klar, worin das „Geschäftsmodell“ dieser asozialen und kriminellen Spammer besteht:

They ask you for £80 up front then chase you in a harassing manner for more money avoid at all costs. if you are considering moving to Canada seek advise from the Canadian embassy in your country AVOID THIS SCAM at all costs

Man bezahlt eine Vorleistung nach der anderen. Für nichts. Natürlich werden die dabei angegebenen Daten in jedem Fall für einen Identitätsmissbrauch verwendet, der einem leicht ein paar Jahre Ärger mit Gerichten, Inkassoklitschen, Polizeien und Staatsanwälten einbringen kann – denn wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug ermittelt und kassiert wird bei der Person, deren Daten angegeben wurden. Es gibt wahrlich bessere Verwendungen für die beschränkte Lebenszeit… und für das Geld, das man verliert, wenn man darauf reinfällt.

Wer die Absicht hat, in die USA umzuziehen, sollte sich besser an die Botschaft der USA wenden und nicht auf Spammer reinfallen, die bei ihrem Betrug so tun, als würde ein Einwanderungsland wie die USA sich seine Einwanderer nicht aussuchen, sondern sie auslosen.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

2 Kommentare für leben und arbeiten in Vereinigte Staaten

  1. MK sagt:

    Nun ja, die Greencard-Lotterie gibt es wirklich. Die USA vergibt tatsächlich einige Einwanderervisa über ein Losverfahren. Allerdings braucht man dafür keinen per Spam beworbenen ‚Dienstleister‘ sondern kann sich -wenn man denn unbedingt in den USA leben möchte- direkt (und kostenlos) ab Oktober beim Außenministerium einschreiben:

    https://www.dvlottery.state.gov/
    https://travel.state.gov/content/visas/en/immigrate/diversity-visa/entry.html

    Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Diversity_Immigrant_Visa

    • Nun ja, die Greencard-Lotterie gibt es wirklich

      Oops! Ich sollte öfter mal googlen. ;)

      Aber ganz, wie ich sagte: Besser als der Spammer ist im Zweifelsfall die US-Botschaft.

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