Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


PlayStarPoker

Montag, 11. Februar 2008, 22:43 Uhr

Ja, ich kenne euch gut von euren Spams über den „ersten und einzigen Online-Pokerraum“ auf Deutsch.

Denn ihr glaubt, dass eure Spams mehr gelesen werden, wenn sie einen „gefährlichen“ Absender und Betreff haben. Und nur, wenn eure Spams gelesen werden, finden sie auch klickende Opfer. Deshalb wählt ihr immer Absender wie „Anwalt“, „Dringend“, „Bank“, „Sparkasse“ und einen Betreff wie „Dringend“, „Sie haben gewonnen“ oder „Mahnung“. In gewisser Weise bin ich euch dafür zu Dank verpflichtet, weil sich euer Müll wirklich gut ausfiltern lässt.

Aber ihr strebt ja nicht nach meiner Dankbarkeit, sondern nach den Computern und dem Geld der gläubigen Deppen, die auf eine Spam reinfallen. Deshalb seid ihr gerade ein bisschen am Basteln und probiert euch mit neuen Texten, zum Beispiel dem Märchen von alten Schulfreund, der mich sucht. Auf dass diese neuen Texte auch ja durch die Spamfilter kommen und Klickvieh generieren.

Vielleicht solltet ihr eure neuen Texte aber vor dem millionenfachen Absenden einmal Korrektur lesen. Denn würdet ihr vielleicht merken, dass der (wie üblich gefälschte) Absender „Anwalt“ nicht ganz so überzeugend ist, wenn er bereits im Betreff „Letzt Mahnung“ einen Fehler hat…

Einmal ganz davon abgesehen, dass auch eure Texte nicht so ganz frei von schmerzhafter Dummheit sind:

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http://www.winning-cities.com/abmelden.htm

Ah ja, man schickt bei euch also eine E-Mail nicht wie gewohnt an eine Mailadresse, sondern indem man eine URL im Internet-Browser öffnet. Alles klar. Hauptsache, irgendwo wird von unerfahrenen Deppen geklickt und eure Seite im Browser geöffnet – entweder, weil einer unbedingt zocken will und so geil darauf ist, dass er sogar auf eine Spam reagiert; oder aber, weil einer nicht noch mehr von dieser Scheißspam kriegen will. Was die dort verfügbaren „Inhalte“ mit dem Browser tun werden, wenn er angreifbar ist, das ist auf diesem Hintergrund leicht vorstellbar.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

6 Kommentare für PlayStarPoker

  1. killemall sagt:

    wenn mir irgendwer tipps geben kann, wie man nen server hackt, bitte immer her damit. ich will diesen pissnelken, das scheißding zerschießen

  2. cassiel sagt:

    Was glaubst du was los wäre, wenn das so einfach ginge?

  3. Zu killemall: Das hülfe auch nicht viel, der Server zieht ähnlich wie die anderen Betrugs-Casinos regelmäßig um. Die Domain nehmen die zwar meistens mit, aber die IP ändert sich alle zwei bis drei Tage. Offenbar ist es für diese routinierten Verbrecher ein Leichtes, ihr Abzock-System neu aufzusetzen.

    Der beste Hack gegen diese Leute geht immer noch mit einer Axt. Aber bitte viel Zeit dabei lassen, die sollen auch etwas davon haben… :evil:

  4. cassiel sagt:

    Wenn es z.B. ein gekaperter Windows-PC mit einer dynamischen IP-Adresse ist, dann müssen die nur regelmäßig die Konnektierung an die Domain anpassen. Eine der leichtesten Übungen. Da muss dann überhaupt kein neues System aufgesetzt werden.
    Ein Hack eines solchen dynamischen Systems könnte also etwas bewirken, aber das ist eben nicht so einfach und ausserdem ist es wirklich relativ einfach ein System neu aufzusetzen oder eben eine Reihe von Mirrors zu pflegen.

    Aber mit der Axt sollte man immer vorsichtig sein, dass man nicht den Falschen erwischt, es gibt nämlich auch legitime Server mit welchsender IP-Adresse.

  5. van Heigel sagt:

    :arrow: Bekomme 50-60 Spam am Tag. Haben guten Filter. :arrow: Bin froh, durch Ihre HP Infos zu erhalten. :idea: :?: Was passiert eigentlich, wenn ALLE die Rinky LTD-Mail an die örtlichen Polizeibehörden schickten?
    Wenn Sie die Aktionen schon mit Geldwäschern-Metholden erklären, wäre das vielleicht eine Alternative.

    Bin gerne wieder Gast hier.
    EDUARD

  6. ich sagt:

    hallo
    wir erhielten auch soeben eine mail.guckt mal auf die adressen, wo die mails hon sollen.. ;-)

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