Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Guten Tag“

Endlich Rezeptfrei: 10 KG in 30 Tagen abnehmen

Dienstag, 4. August 2015

Hach, endlich wieder Spam¹! 😀

Guten Tag n ,

Gute Nacht!

möchten Sie abnehmen ohne Sport zu machen und ohne zu hungern?

Warum sollte ich das wollen? Weil ich immer so schöne, photoshop-gebaute Reklamebilder von Menschen sehe, die halbverhungert aussehen? Da wäre ich aber ganz schön blöd, wenn ich mich so leicht von einem menschenfeindlichen Pack wie den Werbeheins beeinflussen ließe.

Ja, das ist jetzt möglich.

Testen Sie Deutschlands erfolgreichstes Diätmittel.

Ohne Nebenwirkungen – schneller Erfolg!

Ein Mittel ohne Nebenwirkungen hat im Allgemeinen auch keine Wirkung. Selbst Placebos, die außer dem Glauben bei der Einnahme keinerlei wirksame Substanz enthalten, haben Nebenwirkungen.

Aber hat denn wirklich jemand geglaubt, in einer illegalen und asozialen Spam würde auch nur ein wahres Wort stehen?

http://www.wundermittel-zum-abnehmen.com/[ID entfernt]

Die tolle Wundermittel-Domain wurde gestern erst registriert, und zwar von einem Zeitgenossen, der seine bei der Registrierung angegebenen Daten lieber über einen Whois-Anonymisierer aus dem sonnigen Panama verbergen lässt. Das macht aber nichts, denn dort gibt es gar keine Website, sondern nur…

Screenshot eines Terminals mit der Ausgabe von lynx -dump -mime_header, die den reinen Weiterleitungscharakter der Domain belegt

…eine Weiterleitung in die weniger gelungen benannte Domain www (punkt) abnehmen (strich) wundermittel (punkt) com, die ebenfalls gestern anonym registriert wurde. Da gibt es dann aber auch keine „richtige“ Website, sondern…

Screenshot eines Terminals mit der Ausgabe von lynx -dump -mime_header, das den Quelltext offenbart

…einfach nur ein HTML-Frameset mit einem einzigen Frame, so dass eine weitere fragwürdige Website aufgerufen werden kann und dabei für den Betrachter unsichtbar eine Affiliate-ID übergeben werden kann. Denn davon lebt dieser widerliche Spammer: Von Affiliate-Judasgroschen und dem gestörten Selbstbild bei vielen Empfängern. Dass er mit seinen Tun dazu beiträgt, andere Menschen – vor allem junge, psychisch noch nicht gefestigte und von Selbstzweifeln zerfressene Frauen – in die Psychiatrie, die Drogenkarriere oder gar in den Selbstmord zu treiben, ist ihm egal, solange die Kasse stimmt.

Im Durchschnitt können Sie bis zu 10 KG in nur 4 Wochen verlieren.

Seltsam. Auf der lustigen Website zum mutmaßlichen Betrugsprodukt sind es bis zu 15 kg in nur vier Wochen. Na ja, da steht ja auch „bis zu“, da könnten also sogar „bis zu dreihundert kg“ zugesagt werden, und das wäre sogar erfüllt, wenn man zunähme, also minus fünf Kilo „verlöre“. Ja, ich schreibe verwirrend und des Konjunktivs seltener Klang machts nicht klarer, deshalb noch einmal ganz kurz: Eine Zusage „bis zu“ ist keine Zusage. Eine Zusage mit „mindestens“ ist eine Zusage. Und wenn es jetzt jemand immer noch nicht versteht, hier meine „Zusage“: Wer mir für dieses Blog jetzt mindestens fünf Euro spendet, wird im nächsten Monat bis zu 15 Kilo abnehmen. Ohne zu hungern und ohne Sport zu treiben. Echt jetzt! Garantiert! 😈

Das verkaufte Zeug ist hier übrigens ein alter Bekannter. Es wird immer noch vor allem über illegale und asoziale Spam vermarktet. Was das bedeutet, kann sich jeder mit einem nicht abgemagerten Gehirn selbst ausrechnen. Hinweis für Hirnverhungerte: Es bedeutet nicht, dass es ein gutes und wirksames, preiswert erhältliches Mittel ist. Von Experimenten rate ich dringend ab, und für einen Identitätsmissbrauch hinreichende Daten sollte kein Mensch auf irgendeiner Website angeben, von der er nur über Spam erfährt.

Für Ihre offenen Fragen rufen Sie uns einfach an!

Zu schade, dass dieser Spammer seine Telefonnummer nicht angibt.

Mit freundlichen Grüssen,
Ihre Online Apotheke

Eine Apotheke mit äußerst einseitigem Angebot: Bauchweg-Quacksalberei.

¹Für alle, die es nicht gemerkt haben: Der Server ist umgezogen. Und dabei habe ich gleich noch die Hürden für meine werten Mitmenschen von Spammern etwas höher gesetzt, weil die Fluten so groß geworden sind.

Ihre Sicherheit ist uns wichtig PayPal

Freitag, 31. Juli 2015

Absender: "PayPal Service-Team" <slava (at) sbcglobal (punkt) net>

Also Spammer, wenn du schon deinen Absender fälschst, dann kannst du doch wenigstens einen hinmachen, der ein bisschen wie PayPal aussieht. Vollidiot!

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wie, will dieses „PayPal“ jetzt Spenden einsammeln? :mrgreen:

Guten Tag,
bedingt durch eine erhöhte Zahl der Angriffe auf unser Netzwerk führen wir regelmäßige, zufällige Verifizierungen unserer Kundenkonten durch. Mit Hilfe dieser Kontrollen beugen wir möglichen Fällen von Missbrauch vor und erhöhen zusätzlich die Sicherheit unserer Kunden.

So so, „Guten Tag“ ist der Name des Kunden…

Einmal ganz davon abgesehen: Eine erhebliche Anzahl von PayPal-Kunden dürfte mehrere PayPal-Konten unterhalten, zum Beispiel, um gewerbliche von privater Nutzung zu trennen. (Ich habe mir sagen lassen, dass es sogar noch Menschen geben soll, die Steuern zahlen und Bücher führen…) Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde PayPal in einer echten E-Mail Angaben machen, die keinen Zweifel daran lassen, auf welches PayPal-Konto sich diese E-Mail bezieht.

Und ansonsten: Dieses „PayPal“ eines Spammers hat also Admins, die dazu fähig sind, Angriffe auf PayPals Netzwerk zu erkennen, denen aber keine bessere Abwehr einfällt, als zufällig irgendwelche Kunden anzuschreiben und ihnen irgendwelche sinnlose Mühe aufzubürden – zum Beispiel die erneute Mitteilung von lauter Daten an „PayPal“, die das richtige PayPal schon lange kennt. Die Angreifer können unterdessen fröhlich weitermachen.

Man muss schon sehr naiv sein, um diesen Köder zu schlucken. Und man muss schon ein Vollidiot von Spammer sein, um sich eine derart dürftige Idee aus den Fingern zu saugen und die auch noch für gut zu halten. Ich weiß nicht, in welcher Ballerburg unser Spammer fünf Mal täglich ganz viele bunte Smarties verfrühstückt, um derartige Vorstellungen von der technischen Administration in einem großen Internet-Unternehmen zu entwickeln, aber ich weiß, dass diese Medikation seiner geistigen Leistungsfähigkeit nicht bekommt.

Wir bitten Sie daher, sich als Inhaber Ihres PayPal-Kontos zu identifizieren und uns dabei zu unterstützen, die Rechtmäßigkeit des Kontos sicherstellen zu können.

So so, ich soll mich „identifizieren“. Aber das geschieht natürlich nicht mit einem Ausweisdokument oder einem Verfahren wie PostIdent, sondern…

Ist es nicht möglich, Sie als Inhaber zu identifizieren, wird das Konto aus Sicherheitsgründen gesperrt, um einen möglichen Missbrauch zu verhindern.
Klicken Sie hier um sich zu verifizieren

…durch einen Klick auf den dümmstmöglichen Linktext „Click here“, den es nur in Spam und grenzdementer Schrottwerbung gibt¹. Damit man das auch tut, wird angedroht, dass man nicht mehr an sein Geld rankommt, wenn man es nicht tut.

Und so soll ein Unternehmen mit seinen Kunden umspringen? Zufälligen Stichproben von Kunden sagen, dass sie gefälligst in einer nicht einmal digital signierte Mail herumklicken sollen, weil die Admins nicht dazu imstande sind, die erkannten Angriffe zu behandeln? Nur ein durch seine dumme Kriminalität quasi lobotomierter Spammer kann auf solche Ideen kommen.

Der Link führt in die Domain paypallog (punkt) de, also nicht in die Domain von PayPal. Diese Domain wurde vorgestern erst von Herrn Domain Master [sic!] aus dem brummenden Moskau registriert, der auch ansonsten Daten angegeben hat, die nicht den Verdacht erwecken, dass sie echt sein könnten. Gehostet wurde die Phishing-Site bei einem deutschen Hoster, der den kriminellen Unfug inzwischen aus dem Web entfernt hat. Danke dafür! 😉

Viele Grüße,
Ihr Service-Team
www.yac.mx

Oh, gucke mal, PayPal hat eine neue Adresse. :mrgreen:

¹Click here ist eine der Regeln, mit denen ich Spams aussortiere. Es ist eine Regel, die niemals zu Fehlerkennungen führt. Kein fühlender Mensch schreibt solche Linktexte. Nicht einmal ein nur mittelmäßiger Werber tut das, auch dann nicht, wenn er völlig unmotiviert ist. Wenn irgendwo „klicken sie hier“ steht, handelt es sich um Kriminalität oder eine dermaßen große Dummheit, dass man bedauert, dass es kein Gesetz dagegen gibt. Beides braucht kein Mensch.

So kriegen Sie ihre neue Heizung kostenlos

Samstag, 18. Juli 2015

Hui, das recht unfeine, umgangssprachliche „kriegen“ in einer vorgeblich gewerblichen Mail, in der es auch noch um Geld geht… da kriege ich ja sofort einen Verdacht… 😉

Vorab: Diese Spammer benutzen den gleichen Adressbestand wie die Spammer, die für einen Identitätsmissbrauch hinreichende Daten über einen angeblichen Vergleich von Krankenversicherungen einsammeln und Datensammlung über einen angeblichen Datingdienst betreiben, auf den sie mit irreführenden Spams locken. Bei diesem Pack gibt es keine gesparten Heizkosten und keine kostenlose neue Heizung, sondern nur richtig große und – je nach betrügerischem Missbrauch eingesammelter Daten – jahrelang anhaltende Probleme.

Guten Tag Eli ,

Wir suchen aktuell deutschlandweit Haushalte, die eine alte Heizung haben. Diese wird zum Nulltarif saniert, Sie erhalten zusätzlich dafür eine staatliche Förderung von bis zu 11.250 Euro.

Gute Nacht, Spamempfänger,

jemand sucht Haushalte, indem er einfach illegaler- und asozialerweise jede Mailadresse anschreibt, die irgendwo eingesammelt werden konnte. Damit Menschen trotz der Spam reagieren, winkt er mit Geld, das es einfach so ohne Angabe konkreter Gründe gibt. Auf welcher gesetzlichen Grundlage die behauptete Subvention geleistet wird, bedarf keiner weiteren Erwähnung, es wäre auch viel zu überprüfbar. Es gibt einfach nur Geld. Und…

Da diese Förderung begrenzt ist, bitten wir Sie unsere Internetseite zu besuchen. Hier erfahren Sie alles weitere, können sich kostenlos und unverbindlich informieren.

…weil der Platz in der Spam begrenzt ist (das Mailpapier ist ja immer so kurz), gibt es alle weiteren Informationen auf einer Website. Der Klick auf den Link ist kostenlos, was eine völlig neue und innovative Sache ist, an die sich noch kein Internetnutzer so richtig gewöhnt hat, so dass man das eigens erwähnen muss. Auch führt der Klick zu keinerlei vertraglichen Verpflichtungen, was ebenfalls völlig ungewohnt und deshalb explizit erwähnenswert ist. :mrgreen:

Informieren Sie sich hier:
http://www.heizung-kostenlos-modernisieren.net/[ID entfernt]

Diese „Informationen“ gibt es nicht etwa auf einer Website der Bundesrepublik Deutschland oder der Europäischen Union, sondern auf einer Website…

Screenshot eines Terminalfensters, in dem ich einen whois auf den Domainnamen ausgeführt habe

…in einer Domain, deren Inhaber es vorzieht, seine Daten über einen Whois-Anonymisierer aus dem sonnigen Panama zu verschleiern¹.

Dafür gibt es dort aber auch nicht die versprochenen Informationen, sondern nur die Möglichkeit, allerlei Daten einzugeben (was übrigens ohne Javascript nicht möglich ist). Unter anderem – neben vielen Angaben, die Rückschlüsse auf die Einkommenssituation zulassen – Name, Telefonnummer und Mailadresse.

Und das auf einer Website in einer Domain…

Screenshot mit der SURBL-Abfrage für die in der Spam verwendete Domain

…die sich bereits in den einschlägigen Blacklists für Domains befindet, die massenhaft in illegaler und asozialer Spam verwendet werden.

Bei Byggvir of Barley kann man eine etwas ältere Version dieser Masche sehen, die ebenfalls über illegale und asoziale Spam bekannt gemacht wurde – natürlich wurden vor ein paar Monaten noch andere Domains „verbrannt“. Das ist ja Spam, da gehts nicht um Kundenbindung und vergleichbare Dinge, da können Websites täglich im Internet umziehen.

Es grüßt
Helena Pfeiffer
Ihr Heizungssanierungs-Team

Mit mechanischem Gruß vom Spamskript.

Ihre Heizung ist top-modern?
http://www.heizung-kostenlos-modernisieren.net/abm/[ID entfernt]

Ihr könnt mich auch mal!

¹Die Verwendung eines Whois-Anonymisierers kann sinnvoll sein. Zum Beispiel bei privat betriebenen Domains, um nicht vor der ganzen Welt eine Mailadresse, eine Telefonnummer und eine Anschrift zu offenbaren. Niemand mag Spam, Betrüger und Gewinnbimmler. Bei scheinbar geschäftlich betriebenen Domains ist das jedoch immer ein deutliches Anzeichen für halbseidene bis offen kriminelle Machenschaften.

rechnung OWR GmbH

Mittwoch, 1. Juli 2015

Guten Tag,

eine Rechnung

GmbH

Nein, kein Witz, das ist wirklich die ganze Spam… 😀

Der Spammer wollte sich offenbar nicht die Mühe geben, einen langen, komplizierten Text zu schreiben, der dann doch nur lächerlich klingt; und so schrieb er eben einen kurzen Text, der dann doch nur lächerlich klingt. Der Gewinn ist die eingesparte Arbeit.

An dieser Mail hängt ein ZIP-Archiv. Der Empfänger soll offenbar glauben, dass es die „Rechnung“ enthält. Wie immer, wenn ein ZIP-Archiv an einer Mail hängt, ist große Vorsicht geboten, denn Spammer „maskieren“ durch diese Verpackung gern Schadsoftware vor einem Virenscanner auf dem Mailserver. Tatsächlich enthält das ZIP-Archiv eine einzige Datei, deren Name auf .pdf_.exe endet. Der Unterstrich vor dem Punkt deutet darauf hin, dass die alte Masche mit Dateien der Marke .pdf.exe inzwischen bei einigen Antivirus-Schlangenölen zu einem Aussortieren des kriminellen Mülls führt – also wird einfach ein Zeichen eingefügt, bei dem die Kriminellen hoffen, dass es öfter mal von Menschen übersehen wird.

Natürlich ist der Anhang das reinste Gift. Er wird aber zurzeit nur von einem Achtel der gängigen Antivirus-Schlangenöle als das erkannt, was er ist: Gefährliche Schadsoftware. Wer sich auf den „bequemen automatischen Schutz“ durch derartige Programme verlässt, ist verloren – wer aber die Spam als Spam erkennen kann und niemals auf die Idee kommt, einen Mailanhang zu öffnen, der in einem ZIP-Archiv zugestellt wurde, tut mehr für seine Computersicherheit als jemand, der sich auf Antivirus-Schlangenöle verlässt.

Ich empfehle weiterhin die Installation von BRAIN.EXE… 😉

Schneller Nachtrag

Diese Spam scheint die Pest des heutigen Tages zu sein. Hier ist noch eine, die noch schlechter geworden ist:

Betreff: Fakture 7Z3 GmbH

hallo,

beigefügten Rechnung

GmbH

Es gibt noch mehr davon. Das Muster ist immer gleich. Eine angebliche Firma im Betreff; ein kurzer, patziger Mailtext; die Abk. „GmbH“ als „Unterschrift“ und im Anhang aktuelle, gefährliche Schadsoftware.

From Mr. Arnold

Dienstag, 2. Juni 2015

Good Day

I am Mr.Arnold A. Hayes, Dormant Account Manager (Matro bank int‘l) London England, Are you a trustworthy individual? may I trust you? can you handle A multimillion’s top secret deal? If your answers to the above questions are yes,

contact me for immediate transfer of GBP17.7 millions to your account hence you bear the same name with a deceased client in my bank who died in a plane crash two years ago without any next of kin.

I will be delighted to offer you 35% of the total funds immediately, Contact me in my Private E mail Address (arnoldhyes (at) aim (punkt) com) for more details.

Kind Regards,
Hayes Arnold

Hallo, ich kenne dich nicht,

ich habe mir aber wenigstens für mich selbst einen Namen ausgedacht und tue so, als ob ich Banker wäre. Ich weiß überhaupt nicht, ob ich dir vertrauen kann und warum ich das sollte. Trotzdem will ich dir 17,7 Megapfund auf dein Konto überweisen und anschließend rd. 6,2 Megapfund schenken, weil… ach, du kennst das ja, dass Banken dir gern, ohne jede Sicherheit und ohne dich überhaupt zu kennen ganz viel Geld in die Hand drücken! Einfach nur, weil du angeblich den gleichen Namen wie jemand hast, der gerade verstorben ist. Ohne, dass sie dich überhaupt mit deinem Namen anreden können. Komm, glaub schon, komm, sei gierig!

Wenn du immer alles glaubst, was dir erzählt wird, dann antworte auf meine kostenlos und anonym registrierbare Mailadresse bei AOL – du musst verstehen, ich hantiere mit Millionen und habe deshalb die paar Euro für einen eigenen Mailserver und sichere Kommunikation über Geldgeschäfte nicht übrig – und lass dir weitere Lügen von mir und meinen Komplizen erzählen. Wir kriegen dich schon dazu, dass du eine Vorleistung nach der anderen schön anonym über Western Union, TNT und MoneyGram zu uns rübersendest, weil wir „Banker“ natürlich auch keine normalen Bankkonten haben. Dein Geld verprassen wir dann im Bordell. Die Millionen gibt es nicht.

Mit Winkewinke
Dein Vorschussbetrugsspammer

Wichtig.

Samstag, 16. Mai 2015

Lieber Freund, Guten Tag, schreibe ich Ihnen um für die Hilfe auf Vorschlag bitten, übertragen eine große Geldbetrag für Ihr Land. Ich bin ein Banker von Beruf und Wohnsitz in den Niederlanden. Wenn Sie an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert sind, Kontaktieren Sie mich über meine private E-Mail-Adresse: stephens (punkt) jan (at) aim (punkt) com für weitere Details. Mit Freundlichen Grüßen, Stephen Jan

Liebe Opfer, Gute Nacht, schreibe dir zu bitten nehmen mein Geld. Du sicher wissen, dass Banker tun so etwas, weil du immer kriegen grundlos Geld von irgendwelche Bankers, und ich Banker, aber so was von, deshalb machen auch Geschäftens in unverschlüsselte Mail. Wenn mein Deutsch klingen wie Yoda auf berauschendem Pilz, du mir einfach glauben ich kommen von Niederlanden. Nicht antworten an Absenders Adresse, die sein gefälscht. Stattdessen über Geld und Geschäfte kommunizieren mit kostenloses und anonym zu bekommendes Mail bei AOL. So freundlich wie eine Ohrfeige, ein ausgedachtes Name

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software. www.avast.com

Jetzt noch schnell das Siegel druntersetzen, das belegt, dass es sich hier um die Mitteilung eines Vollidioten handelt, und dann weg mit den paar Millionen Spams zur Einleitung des Vorschussbetruges. Irgendwer wird schon wieder so doof sein…

Und mehr Mühe mit den dürftigen Geschichten geben… ich bin Spammer! Wenn ich mir Mühe geben wollte, dann könnte ich auch arbeiten gehen. Ich verachte meine Opfer. Ich verachte alle Menschen. Ich bin ein asozialer Betrüger. Und das ist so ziemlich das einzige, was ich mit einem Banker gemeinsam habe.

Guten tag.

Montag, 27. April 2015

Oh, mal wieder mit Punkt am Ende des Betreffs. (Das machen fast nur dumme Spammer, die ihr Spamskript nicht richtig verstehen…)

Ich erkläre den heutigen Tag zum Großtag des Vorschussbetruges. Und ich sehne mich nach den Zeiten zurück, in denen sich die Betrüger wenigstens noch eine lächerliche Geschichte ausgedacht und sie… na ja… hübsch auszuschmücken versucht haben. Inzwischen scheint da eine ganze neue Generation die Freuden des Lebens mit dem Geld anderer Leute entdeckt zu haben; eine Generation, die sich so viel Mühe nicht mehr geben mag.

Liebe Freund, Guten Tag, ich schreibe Ihnen auf Vorschlag der Geldtransfer zu Ihrem Land. Ich bin ein Banker von Beruf und in den Niederlanden ansässig. Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir sind, bitte kontaktieren Sie mich durch meine private E-Mail: martin (punkt) hein (at) aim (punkt) com für weitere Details, Mit besten Grüßen, Martin HEIN

Wir wissen schließlich alle aus unserer Alltagserfahrung, dass Angestellte von Banken einen öfter mal ansprechen, ob sie einem nicht einfach mal ein bisschen Geld überweisen können, oder?! Aber nur, wenn man kein Kunde der Bank ist und der einzige Name, den sie kennen, „Liebe Freund Guten Tag“ ist. 😀

Damit der Spamfilter diesen Sondermüll auch zuverlässig als Spam ausfiltert – dieser Betrüger hat zumindest daran gedacht, keine Millionensummen zu nennen und auch viele andere Stilmittel seines „Gewerbes“ gemieden – wird die Spam zum Ende noch einmal als Spam abgestempelt:

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
www.avast.com

Danke dafür! Wer nicht versteht, warum sich dieser dumme Reklamespruch für Avast zur sicheren Spamerkennung eignet, lese bitte hier weiter.

Und wenn der Avast-Spruch nicht reicht, hat sich der Spammer gesagt, dann hält doppelt eben besser:

This message has been scanned for viruses and
dangerous content by MailScanner, and is
believed to be clean.

Diese Spam wurde nach Hirn und intelligenter Vorgehensweise durchsucht von Unser täglich Spam und für vollkommen frei davon befunden. 😛

Stellen Sie uns auf die Probe

Freitag, 10. April 2015

Au ja, ich möchte so richtig gern mal ausprobieren, wie viel elektrischen Strom ein Spammer verträgt… 👿

Guten Tag,

Meinen Namen kennt ihr schonmal nicht.

stellen Sie uns auf die Probe:

Wir wetten, dass wir Ihren Krankenkassentarif wie folgt verbessern können:

– bessere Leistungen
– weniger Beitrag

Und, was kriege ich von euch, wenn ihr die Wette verliert? Ach ja…

Sie können nur gewinnen, da unsere Analyse komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie entscheiden, ob Sie wechseln möchten oder nicht.

..ich kriege gar nix. Da könnt ihr euch den Strunz mit dem „wir wetten“ aber auch ganz sparen und stattdessen den Text „Bitte seien sie so doof und klicken sie in einer illegalen und asozialen Spam herum, denn von dieser Doofheit leben wir“ verwenden.

Fordern Sie uns heraus, wir suchen den besten Tarif für Sie – schnell und unkompliziert.

Und jetzt wollt ihr auch noch einen Fehdehandschuh? Kommt doch einfach, dann erledigen wir das mit der Herausforderung schnell und mit mittelalterlicher Direktheit und Unerbittlichkeit…

Es dauert weniger als 1 Minute:
http://www.kv-analyse.com/

Wie bei illegaler Spam üblich, ist das kein direkter Link, sondern ein Link auf eine Wegwerfdomain, wo es eine Weiterleitung auf die „richtige“ Website unserer „Freunde“ (mutmaßlich aus der Organisierten Kriminalität) unter der Domain ihr (strich) kv (strich) vergleich (punkt) com gibt. Wer dumm ist, kann sich dabei natürlich sicher fühlen, weil die Spammer (mutmaßlich durch Missbrauch der Identität eines anderen Menschen) ein TLS-Zertifikat von Comodo gekauft haben und deshalb ein Schlösschen neben der Adresszeile angezeigt wird, das euch die Journalisten immer als Inbegriff der Sicherheit verkaufen, obwohl es nur bedeutet, dass die Kommunikation mit dem Webserver verschlüsselt ist und dass eine zentrale Ausgabestelle verspricht, dass es sich um den Schlüssel des Domaininhabers handelt. Bei der Registrierung der Domain haben die Spammer allerdings lieber auf einen Whois-Anonymisierer aus dem schönen, sonnigen Panama gesetzt. Auf der so für lediglich journalistisch geschulte Webnutzer als „sicher“ dargebotenen Website kann man dann…

Screenshot der betrügerischen Website, die vorgibt, Tarife von Krankenversicherungen zu vergleichen

…einen Datenstriptease machen. Weil man eine Spam bekommen hat, die einem gespartes Geld verspricht.

Die dort angegebenen und an fragwürdige Gestalten übermittelten Daten sind für einen kriminellen Identitätsmissbrauch hinreichend, und sie können eventuell um Daten aus weiteren Quellen erweitert werden, um ihre kriminelle „Verwertbarkeit“ noch zu steigern. Und wenn dann gar in einem späteren Schritt noch eine E-Mail mit der „persönlichen Analyse“ kommen sollte, bei der man einfach nur noch einen Anhang öffnen muss, um sich eine aktuelle Kollektion von Schadsoftware auf dem Rechner zu installieren – mit dem Einkommen gibt ja auch gleich an, wie lohnend das „Ziel“ ist – dann können diese fragwürdigen Gestalten sogar mit der passenden IP-Adresse zur angeblichen Person „arbeiten“, was einen in sehr ernsthafte Probleme bringen kann.

Spam ist immer ein ganz schlechtes Zeichen. Wenn sie das mir als einem „komischen Blogger“ nicht glauben, dann gehen sie jetzt zur nächsten Polizeidienststelle und fragen sie einen Polizeibeamten, was er von der Idee hält, wegen einer Spam, die man bekommen hat, weit in die Privatsphäre hineinreichende Daten auf einer Website anzugeben! Ich bin guter Dinge, dass sie dort genau das gleiche hören werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wo soll ich denn hinkommen, um euch mal zu besuchen? Und wie viel Polizei soll ich dorthin mitbringen? Vielleicht zur im Impressum der Website angegebenen Anschrift einer Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung in Gründung, die noch so sehr in Gründung ist, dass sie noch nicht einmal eine Steuernummer bekommen hat? Dafür, dass die angebliche (und vielleicht sogar unter Angabe einer missbrauchten Identität gegenüber der Handelskammer betriebene – dafür geeignete Daten werden ja eingesammelt) GmbH i.G. noch keine Steuernummer hat, verwenden die fragwürdigen Gestalten aber schon ganz schön lange – nämlich seit über einem Jahr – das gleiche Design für ihre Datensammel-Website, die unter regelmäßig wechselnden Domains verfügbar ist. Wer Interesse daran hat, kann einen guten Teil der Geschichte dieses Schwindels mit dem angeblichen Krankenversicherungsvergleich hier auf Unser täglich Spam verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen,

Melanie Walther
Verbraucherberatung

Die Namen und Domains ändern sich mehrmals im Monat, der Beschiss bleibt immer der gleiche.

Hier noch einmal kommentarlos eine andere derartige Spam aus meinem Posteingang:

Betreff: Überprüfung Ihres Vertrages

Guten Tag,

wir haben festgestellt, dass Sie zur Zeit möglicherweise in einem Krankenkassentarif versichert sind, der Ihnen kein optimales Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Daher sollten Sie noch heute prüfen, ob Sie optimal versichert sind – oder ob Ihre Krankenkasse Sie über den Tisch zieht.

Private Krankenversicherungen wollen hohe Gewinne machen – daher berechnen sie oft viel zu hohe Beiträge. Dagegen wehren wir uns.

http://www.ig-privatpatient.com/[ID entfernt]/

Prüfen Sie, ob auch Ihre Krankenkasse zu teuer ist!

Unser OnlineCheck dauert nur eine Minute und verschafft Ihnen Gewissheit. Das sollte Ihnen Ihre Gesundheit wert sein!

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich auf:

http://www.ig-privatpatient.com/[ID entfernt]/

Wir engagieren uns ehrenamtlich – daher fallen für Sie natürlich keine Kosten an.

Vielleicht haben Sie auch den besten Tarif – viele Gesellschaften sind fair. Das sollten Sie jedoch zur Sicherheit überprüfen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart,

Susanne Schreiber
IG Privatpatient

Sie erhalten diese Nachricht, weil Sie uns oder einem unserer Partner Ihre Einwilligung dazu gegeben haben. Gerne können Sie Ihre E-Mailadresse löschen. Klicken Sie dazu einfach hier:
http://www.ig-privatpatient.com/abm/[ID entfernt]/

Und noch eine:

Betreff: Reduzierung Ihrer Monatsrate

Guten Tag,

nach der Umsetzung der Reform der privaten Krankenversicherung muss ein guter Tarif nicht mehr teurer als 95 Euro monatlich sein. Viele Kunden, die noch alte Verträge haben, bezahlen deutlich mehr – obwohl sie es nicht mehr müssten.
Bezahlen auch Sie noch jeden Monat zu viel?

Prüfen Sie gleich online, ob Ihr Tarif gesenkt werden kann:
http://www.ihre-monatsrate.com/[ID entfernt]/

Ein online-Vergleich nimmt nur 2 Minuten in Anspruch – und ist natürlich kostenlos und unverbindlich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte!

Mit freundlichen Grüßen,

Stefanie Weihe
Kundenservice

Keine weiteren Mails?
http://www.ihre-monatsrate.com/abm/[ID entfernt]/

Und noch eine:

Von: Verbraucherservice West
Betreff: Ihre Krankenkasse zockt Sie ab!

Guten Tag,

haben auch Sie es bereits gelesen?

Erneut verweigert eine gesetzliche Krankenkasse ihren Kunden die Zahlung einer Prämie aus dem erwirtschafteten Überschuss. Mit Ihrem Geld werden Millionen verdient – und gleichzeitig erhöhen sich Ihre Beiträge. Stoppen Sie diesen Wahnsinn und lassen Sie sich jetzt auf unserer Webseite kostenlos und unverbindlich beraten:

http://www.verbraucherservice-west.com/[ID entfernt]/

Lassen sie sich nicht länger ausnehmen! Bei den privaten Versicherungen ist es schon lange üblich, dass die Versicherten am Jahresende Beiträge erstattet bekommen!

Sie sind bereits privat versichert? Das ist der erste Schritt! Erhalten Sie jedoch wirklich die optimalen Leistungen für Ihr schwer verdientes Geld? Auch das verrät Ihnen ein kurzer Besuch auf unserer Webseite – in unter 2 Minuten.

Worauf warten sie noch?

http://www.verbraucherservice-west.com/[ID entfernt]/

Mit freundlichen Grüßen

Michael Neubauer
Verbraucherteam Süd [sic!]

http://www.verbraucherservice-west.com/abm/[ID entfernt]/

Und noch eine:

Von: Stiftung Tariftest
Betreff: Erinnerung: Neuer Beitrag

Guten Tag,

auch Sie bezahlen mit großer Wahrscheinlichkeit jeden Monat zu viel für Ihre Krankenversicherung.

Die Stiftung Warentest hat 107 Tarife verglichen – nur 5 davon wurden mit „sehr gut“ bewertet.

Diese Tarife erfreuen sich großer Beliebtheit, viele Kunden wechseln – so können die Beiträge für alle Versicherungsnehmer dauerhaft günstig gehalten werden.

Überprüfen Sie gleich kostenlos und unverbindlich online, ob Ihr Tarif zu den sehr guten gehört – oder ob Sie zu viel bezahlen:

http://www.tarif-test.net/[ID entfernt]/

Ebenfalls erfahren Sie, wie gut Ihr derzeitiger Anbieter abgeschnitten hat. Das sollten Sie als Kunde, der jeden Monat hohe Beiträge bezahlt, wissen!

Ich hoffe dass ich Ihnen helfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Peters
Stiftung Tariftest


http://www.tarif-test.net/abm/[ID entfernt]/

Normalerweise blogge ich ja schon gar nicht mehr drüber, aber im Moment ist aus dem permanenten Rinnsal dieser Art von Spam (erinnert leicht an eine chinesische Wasserfolter) mal wieder ein reißendes Gewässer geworden… da scheinen ein paar Leute sehr dringend neues Adressmaterial für ihre „Geschäfte“ zu brauchen.