Was soll ich denn arbeiten? Mal reinschauen:
Hallo Freund, ich habe einen Job für Sie, kontaktieren Sie mich für Details: oppor2023@gmail.com
Jason Moo
Ich kenne dich zwar nicht, und du mich auch nicht, aber ich habe einen Job. Was das ist, wo das ist und was du dafür können musst, schreibe ich dir nicht, weil ich vorhin beim Penny nicht genug Mailpapier eingekauft habe. Aber es ist ein total und echt jetzt mal voll guter und seriöser Job, der leider nur mit Spam weggeht. Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann antworte mir bitte, aber bitte nicht auf meine Absenderadresse, denn die ist falsch. Ansonsten bin ich aber ein voll ehrlicher Mensch und Arbeitgeber, der nur dein allerbestes will, denn du bist ja mein Hallofreund. 👋️
Dein Spammer aus der Posteingangs-Klapsmühle 🥳️
Kein Job, der über Spam angeboten wird, ist empfehlenswert. Meist werden Mulis gesucht. Wer diese Arbeit macht, holt sich seine Vorstrafe ab – und wird anschließend für die entstandenen Schäden zivilrechtlich haftbar gemacht. Der Ärger, den man damit hat, kann jahrzehntelang anhalten. ☹️
Ganz besonders wenig empfehlenswert sind solche Angebote, wenn sie an „Hallo Freund“, „Liebe Mailadresse“ oder „Guten Tag“ gehen. 😁️
Kind Regards,
Paul Soquillo |
SpinTel
Suite 601, Level 6, 50 York Street,
Sydney, NSW 2000 Australia.
t
e paul.soquillo@spintel.net.au
SpinTel understands what it takes to stay in touch
SpinTel glaubt, dass es Spam braucht, um miteinander in Verbindung zu bleiben, und deshalb ist die Infrastruktur von SpinTel – vermutlich über ein schlecht programmiertes Support-Formular oder etwas Vergleichbares – für Spammer beliebig missbrauchbar. Oder, um es mit SpinTel zu sagen:
SpinTel Winner 2017, 2018, 2019, 2020 & 2021 Money Magazine Best of the Best Award
Aua, diese Lachschmerzen! Die Besten der Besten! 🤣️
Selten nur wirkte ein Reklamespruch in seinem Kontext dermaßen dümmlich und realsatirisch. Diese Spam wurde über die IP-Adresse 203.29.125.10 aus Australien versendet, welche zum IP-Bereich von SpinTel gehört. Es ist also nicht so, dass hier ein Idiot von Spammer einfach nur ein Fragment einer E-Mail von SpinTel in seinen Text kopiert hätte, um etwas Spamprosa zu haben, die für Spamfilter richtige Inhalte simulieren soll. Nein, diese E-Mail wurde von SpinTel über die Infrastruktur von SpinTel versendet. 🔍️
Das sind also die Zustände, für die man in Australien fünf Jahre hintereinander von irgendwelchen käuflichen Quatschjournalisten zur besseren Irreführung der eigenen Leser einen Preis „Die Besten der Besten“ verliehen kriegt. Na, auch von mir einen ganz herzlichen Glückwunsch dazu! Hoffentlich war dieser journalistische Pokal für SpinTel nicht zu teuer! 🏆️
Und ich dachte immer, schon in der BRD wäre es schlimm mit der ungekennzeichneten Reklame im redaktionellen Teil der journalistischen Machwerke. 🚽️
The information in this message is intended solely for the use of the named addressee/s. If you have received this email in error, please notify the sender immediately by replying to this email and then delete the email and reply from your system including all copies. The email is confidential and may be privileged or subject to copyright and will remain the property and confidential information of SpinTel. You may not disclose any part of this email to anyone without SpinTel’s prior written consent.
Diese E-Mail ist unverschlüsselt¹. Sie ging offen wie eine Postkarte durch das Internet und konnte auf dem gesamten Transportweg mitgelesen werden. Diese E-Mail ist nicht digital signiert¹. Sie konnte also außerdem auf dem gesamten Transportweg beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger eine Möglichkeit hatte, diese Manipulation zu bemerken. Es handelt sich trotzdem um eine ganz geheime Geheimsache, die nur für den namentlich benannten Empfänger „Hallo Freund“ bestimmt ist. Wenn du nicht „Hallo Freund“ bist, dann glaub bitte daran, dass die Absenderadresse (die man beliebig fälschen kann) korrekt ist und informier mal bitteschön den Absender. Außerdem musst du dein Exemplar und alle Kopien davon aufessen und die nächsten fünf Tage deine Exkremente feierlich anzünden, um die ganz geheime Geheimgeheimhaltung aufrecht zu erhalten. Außerdem gibt es auf diesen Kürzsttext ohne eine Spur einer geistigen Schöpfungshöhe möglicherweise auch noch ein proklamiertes „geistiges Eigentum“ des geistig auch ansonsten etwas eigentümlichen Absenders, der nach völlig unbestätigten Gerüchten aus für gewöhnlich unzuverlässigen Quellen auch schon das geistige Eigentum für Hundehäufchen beanspruchen wollte, um ein Mordsgeschäft mit den ganzen hingeköttelten Werkskopien machen zu können. Natürlich ist es verboten, diese E-Mail zu veröffentlichen, ohne vorher SpinTel um Erlaubnis angebettelt zu haben. Warum? Weil drinsteht, dass es verboten ist. 🤡️
SpinTel, vor meinem Arsch ist auch kein Gitter. 👅️
Zeigt mich doch für meine Veröffentlichung an! Ach, so habt ihr den dummen Standardspruch unter eurer Kackmail gar nicht gemeint, ihr wollt damit nur Dummköpfen imponieren und eure eigene Wichtigkeit aufpusten? Und ihr geht davon aus, dass eure Kunden allesamt nur Dummköpfe sind, bei denen man das einfach machen kann? Ja, genau so habe ich mir das gleich gedacht! Fürwahr, ihr seid die Besten der Besten der Besten! 😁️
¹Es ist möglich, den öffentlichen Schlüssel zu meiner Mailadresse über die üblichen Keyserver rauszukriegen, wenn man wirklich nichts weiter als meine Mailadresse kennt. Für die Verwendung einer digitalen Signatur SpinTels wäre nicht einmal dieser Aufwand nötig, den eigenen nicht-öffentlichen Schlüssel hätten sie ja.
Hui, hier schreibt mir der Bundesminister noch selbst! Da seht ihr mal, wie irre wichtig ich bin. Und die Inflation wird auch ausgeglichen: Im Betreff waren es noch zehntausend Øre, jetzt sind es schon hunderttausend Øre, die ich einfach so ohne Grund (aber mit Originaldokument meiner grundlosen Zahlung) erhalte. So eine ganze Größenordnung, was spielt das denn für eine Rolle? Warum mir die Überweisung nicht einfach auf ein Konto überwiesen wird – so ein Bankhaus wie die Deutsche Bank sollte sich ja mit SEPA auskennen – bleibt allerdings das Geheimnis dieses Spammers. 😅️
Aha, ich muss doch keine hunderttausend Øre blechen. Dem Vollpfosten von Spammer ist also irgendwie aufgefallen, dass damit sein ganzer Betrugsversuch in sich zusammenfallen würde, aber ein Neuformulieren des letzten Absatzes wäre doch viel zu viel Mühe gewesen. Die Banken sind Halsabschneider, deren Vertreter meiner bescheidenen Meinung nach so widerwärtig und asozial sind, dass sie wie in früheren Zeiten jedes Gebäude nur noch verstohlen durch den Hintereingang betreten sollten, und zwar alle miteinander, aber siebzig Øre Gebühr für eine schlichte Überweisung, also für das automatisierte Eintragen von drei Datensätzen in eine Datenbank, ist ziemlich deutlich überzogen. Da kriegt man ja Sehnsucht nach den Wucherern des Mittelalters. 🙃️
Mein Name ist so echt wie meine gefälschte Absenderadresse; mein Name ist 62 Jahre alt und kommt aus London. Ich habe einen Komplizen, der nach jemanden sucht, der für ihn das Geld ausgibt; geerbtes Familiengeld, nichts besonderes, nur so zwei Milliarden Dollar. Deshalb schreibe ich irgendwelche unbekannten Gutentags und Salemaleikums in Massenmails mit gefälschtem Absender an, damit wir Hände finden, die das Geld für uns ausgeben, und zwar am besten so, dass dabei richtig Reibach rauskommt. Einen besseren Weg kennen wir nicht, und wir können uns auch keinerlei Beratung leisten, weil wir jede Familienmilliarde einfach so irgendwelchen Fremden mit Mailadresse in die Hand drücken. 😂️
Ach, und ich dachte schon, ihr hättet einen Überweisungsvordruck ausgefüllt. Aber nein, das ist mal wieder eines dieser Spezialverfahren aus der blühenden Phantasie eines Trickbetrügers, bei dem man Agenten, Treuhänder, Anwälte, Notare, Geldspeicher und mit Flauschhandschuhen ausgestattete, liebevolle Banknotenstreichler braucht, die allesamt eine Gebühr für ihre Tätigkeit berechnen und kassieren, die noch viel teurer als die halsabschneiderischste Bankgebühr ist. Und dieses ganze Geld muss der Empfänger im Voraus blechen, um an sein Geld zu kommen. Vermutlich hat die Portokasse beim IWF, beim FBI und bei der OAU gerade Ebbe. Es ist ja Vollmond. 🌕️
Du hast es geschafft. Du hast mir eine Spam in den Posteingang gemacht, und ich habe dich prompt auf der von dir so gemochten Website erwähnt, mit der du unbedingt zusammenarbeiten möchtest. Aber nein, Artikel von dir veröffentliche ich ganz sicher nicht. Soll ich meinen Lesern etwa Spam von so einem Spam-SEO wie dir zumuten, ohne sie wenigstens zersetzend (und hoffentlich auch oft unterhaltsam) kommentieren zu können? Du hast doch sicher das Prinzip von Unser täglich Spam verstanden, sonst hättest du doch nicht so warme Worte für mich und meine ziemlich unbeachtete Website, oder? Ich hoffe, du bist jetzt so richtig stolz auf dich. 🤭️
Eine ungekennzeichnete Reklame mit Links auf irgendwelche Internet-Spielhöllen gibt es hier schon gar nicht. Wie sehr muss man die Intelligenz seiner paar Leser verachten, wenn man ihnen mit so einem halbseidenen bis betrügerischen¹ Mist kommt? Nur, weil ein Kommentarspammer aus Indien mit dazu angegebener GMail-Adresse nicht das Impressum gefunden hat und deshalb in einem Kommentar mit Baknoten wedelt? Wie falsch muss man in seinem Leben abgebogen sein, wenn man das für eine gute Idee hält? Ich wünsche allen Betreibern solcher Abzockläden und ihren ganzen spammenden SEO-Schergen jedenfalls, dass sie möglichst schnell, einsam und qualvoll verrecken mögen. 🤬️