Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Click here“

Gewinnen Sie ein Volkswagen Polo

Mittwoch, 31. Januar 2018

Mit sauberem Dieselmotor und Affenvergaser? Da bin ich aber ganz heiß drauf!

Aber den bitteren Spaß mal beiseite: Natürlich hat die Volkswagen AG mit dieser Spam nichts zu tun. Die Marke wird hier von Spammern missbraucht und dadurch in den kriminellen Dreck gezogen, weil sie immer noch einen besseren Eindruck hinterlässt als ein asozial spammender Halunke.

Wird diese E-Mail nicht ordnungsgemäß angezeigt? Hier klicken!

Nett, dass der Spammer- und Reklameheini-Sprachstummel „Click here“ schon drinsteht, bevor es auch nur ein einziges Wort eigentlichen Text gibt, das beschleunigt das Aussortieren erheblich.

Klicken und gewinnen!

Natürlich hängt eine eindeutige ID am Link. Wer darauf klickt, hat also schon gewonnen – nachdem den Spammern mitgeteilt wurde, dass die Spam gelesen und sogar beklickt wird, bekommt man jeden verdammten Tag ein ganzes Postfach davon voll. Diese Mail ging übrigens an eine…

Hallo gammelfleisch@tamagothi.de,

…Mailadresse, die mit einem Havester-Skript im Web eingesammelt wurde¹. Jede Adresse, die sich irgendwo im Web finden lässt, kann diesen Müll bekommen. Wer dumm genug ist, der sagt deshalb…

Dies ist Ihr Glückstag.

…dass er heute einen Glückstag hat. Weil er Spam bekommt. „Ich habe ja so ein Glück, dass ich Spam bekomme“. Und morgen freut er sich darüber, dass er Krebs hat. 😈

Wir freuen uns Ihnen mit zu teilen dass Sie einer von 10 ausgewählten Nutzern aus Ihrer Region sind.

Weil an den Mailadressen immer so schöne Postleitzahlen hängen, wissen die Spammer ganz genau, wie viele Menschen „aus meiner Region“ sie vollspammen. (Die wissen nicht einmal meinen Namen.)

Holen Sie sich heute Ihre Volkswagen Polo!

Nur, um klarzumachen, wie „zielgruppengerecht“ diese Streumunition von schwer kriminellen Zeitgenossen ist: Ich habe nicht einmal einen Führerschein.

Und jetzt? Bestätigen Sie, dass Sie ein Gewinner sind und klicken Sie auf Gewinne.
GEWINNE!

Immerhin, einmal hat der Spammer den Sprachstummel „Click here“ vermieden, aber sein Ersatztext klingt genau so bescheuert.

Mit freundlichen Grüßen,
Anna Hoffmann
Prizesaints

So so, Preisheilige… :mrgreen:

Click here to report this message as unsolicited or contact elastic.ads@bulletmail.org

Möchten Sie diese E-Mails nicht erhalten? Klicken Sie hier

Wer noch viel mehr von diesem geistverachtenden Müll haben möchte, braucht nur reinzuklicken. Das sind Spammer, die hören nicht mit dem Spammen auf, sondern spammen. Die pflastern jede Mailadresse zu, die sie irgendwo finden können, und wenn dann jemand mit einem Klick mitteilt, dass die Spam auch gelesen und beklickt wird, dann wird richtig gespammt.

Der Link führt nach der spamüblichen Tracking- und Weiterleitungskaskade zur Website in der Domain car (punkt) prizes4you (punkt) win, die…

$ whois -H prizes4you.win | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.namecheap.com
>>> Last update of WHOIS database: 2018-01-31T12:32:50Z <<<
$ whois -h whois.namecheap.com prizes4you.win | grep ^Registrant | sed 5q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411 
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
$ _

…wie bei spammenden Verbrechern üblich über einen Dienstleister aus dem sonnigen Panama völlig anonym betrieben wird. Wäre ja schade fürs Geschäft, wenns Handschellen und vergitterte Fenster gäbe, da bleibt man besser im Dunkel.

Dort gibt es eine impressumslose Website, auf der leichtgläubige Menschen drei „sehr schwierige“ Fragen beantworten müssen, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können:

Gewinnen Sie ein Volkswagen Polo Im wert von 13.000 Euro -- Dieses Angebot ist gültig bis zum: 31-01-2018. Benatworten Sie bitte die 3 Fragen unten um zu gewinnen: SIND SIE MANN ODER FRAU? [MANN] [FRAU]

Gewinnen Sie ein Volkswagen Polo Im wert von 13.000 Euro -- Dieses Angebot ist gültig bis zum: 31-01-2018. Benatworten Sie bitte die 3 Fragen unten um zu gewinnen: BESITZEN SIE EIN AUTO? [JA] [NEIN]

Gewinnen Sie ein Volkswagen Polo Im wert von 13.000 Euro -- Dieses Angebot ist gültig bis zum: 31-01-2018. Benatworten Sie bitte die 3 Fragen unten um zu gewinnen: HATTEN SIE JEMALS EINEN VOLKSWAGEN? [JA] [NEIN]

Es ist natürlich völlig gleichgültig, was man auf diese drei Fragen antwortet, denn anschließend gibt es eine Weiterleitung zu einer impressumslosen Webseite in der Domain play (punkt) prizesaints (punkt) com, die natürlich…

$ whois -H prizesaints.com | grep WHOIS   
   Registrar WHOIS Server: whois.namecheap.com
$ whois -h whois.namecheap.com prizesaints.com | grep ^Registrant | sed 5q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411 
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
$

…ebenfalls über den bei Spammern hochbeliebten Dienstleister aus dem sonnigen Panama völlig anonym betrieben wird. Auf dieser Website irgendwelcher völlig anonym bleibender Hanseln bekommt man dann das folgende „Spiel“ präsentiert:

Screenshot der betrügerischen Website

Unter dem Druck einer wegtickenden Uhr (und damit eines entschwindenden Autos) soll man also eine Telefonnummer (hier unkenntlich gemacht) anrufen und bloß dranbleiben, sonst gibts keinen Gewinn. Am Telefon bekommt man dann irgendwann – man soll ja bloß dranbleiben – einen hochgeheimen und einzigartigen Gewinncode mitgeteilt, der dann eingegeben werden soll. Dabei wurde nicht einmal an eine TLS-Verschlüsselung der Website gedacht. Vermutlich darf man in einem dritten Schritt noch einen umfassenden Datenstriptease vor den Spammern machen, damit sie auch noch Adressdaten verkaufen können, aber das habe ich nicht ausprobiert, denn ich habe erstmal geschaut, was da unten in einem lesefeindlichen Augenpulver-Schriftgrad angegeben wurde (Anmerkungen in eckigen Klammern von mir) und danach vom Weitermachen abgesehen:

Der Anruf kostet Sie 1.99€ pro Minute [!!!], zusätzlich zu Ihren eigenen Anbieterkoste [sic!]. Das spiel [sic!] wird von der Prizesaints [sic!], vom 31/12/2017 bis zum 05/03/2018 (Einsendeschluss) veranstaltet. Hören Sie sich die Fragen an und beantworten Sie diese mit den Ziffern 1,2, 3 oder 4 auf Ihrem Telefon. Jeder Teilnehmer sammelt 100 Punkte pro korrekter Antwort. Sie können den Service [sic!] jederzeit stoppen, indem Sie die Telefon-Verbindung unterbrechen [Das ist ja ganz was Neues, dass man auch auflegen kann!]. Nach jedem Monat werden Gutscheine, an die Teilnehmer verliehen [sic!], welche die höchste Punktzahl in einem einzigen Anruf erhalten haben [sic!]. Die Gewinner werden innerhalb von 4 Wochen nach Einsendeschluss von Prizesaints per Losentscheid ermittelt und per E-Mail oder per Telefon benachrichtigt. Teilnehmen kann jede volljährige Person mit ständigem Wohnsitz in Deutschland über das spielformular [sic!] auf dieser spielseite [sic!]. Mitarbeiter von Prizesaints sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jede Person darf nur einmal an diesem spiel [sic!] teilnehmen. Eine Teilnahme über automatisierte Massenteilnahmeverfahren ist ausgeschlossen. Prizesaints kooperiert, fördert oder wirbt nicht für einer [sic!] der gelisteten Produkte oder Händler. Warenzeichen und Logo ist Eigentum den rechtmäßigen Inhabern [sic! Ja, wem sonst soll es gehören…]. Gewinne werden kostenfrei an den angegebenen Wohnsitz in Deutschland zugeschickt.

😯

Wie gesagt: Wer darauf reingefallen ist und naiv vor dieser Seite steht, hat ein Auto und eine wegtickende Uhr vor Augen und wird eher weniger geneigt sein, diesen Text zu lesen oder darüber nachzudenken.

Wenn die Spammer es schaffen, einen Anrufer nur fünf Minuten an der Strippe zu halten (auch mit Ansagetexten wie „Zurzeit sind alle Leitungen belegt, bitte haben Sie einen Moment Geduld), haben sie ihm schon zehn Euro aus der Tasche gezogen.

Ich würde mich nicht darüber wundern, wenn das gesamte Prozedere – natürlich für die Spammer kostensparend und automatisch mit einer dafür angepassten freien Telefoniesoftware durchgeführt – von sinnlosen Erläuterungen vor der ersten Frage bis hin zur endgültigen Durchsage des „Gewinncodes“ mit weiteren sinnlosen Erläuterungen über eine Viertelstunde dauerte, was schon einmal bedeutete, dass man für ein Versprechen auf die Chance eines Gewinnes dreißig Euro „bequem“ über seine Telefonrechnung bezahlt – natürlich zuzüglich eventueller Verbindungskosten an die Telefongesellschaft. Schaffen es die preisheiligen Spammer durch reichliche Spam – einschließlich Spam auf Social-Media-Sites und einem „empfiehl dieses tolle Gewinnspiel doch deinen Freunden, unser lieber Hilfsspammer“ – dass jeden Tag nur einhundert Leute darauf hereinfallen und sich das Geld aus der Tasche ziehen lassen, kommen sie mit dieser miesen spambetriebenen Abzocknummer an ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ von dreitausend Euro pro Tag, das sie für ihren verfeinerten Lebensstil ausgeben können. Natürlich ist es durchaus denkbar, dass die naiven Abzockopfer länger als eine Viertelstunde an der Strippe gehalten werden und dass es folglich noch mehr bescheißerischen Reibach für die Spammer gibt. Auch ist es durchaus denkbar, dass man nach der Eingabe des „Gewinncodes“ noch einmal kurz anrufen „darf“, um auch gewinnen zu „können“. Ich habe es mir ja nicht weiter angeschaut… aus Gründen, die hoffentlich klar genug geworden sind.

Und, hat man wenigstens wirklich eine Chance, bei diesem „Spiel“ ein Auto zu gewinnen?

Ich will es mal so sagen: Das sind impressumslose Webseiten in anonym betriebenen Domains, auf denen ein mit illegaler Spam beworbenes „Gewinnspiel“ läuft, das völlig unkontrolliert und für die Teilnehmer unkontrollierbar durchgeführt wird. Wenn es kein Auto gibt, merkt es niemand. Von daher glaube ich sagen zu dürfen, dass es wohl bessere Verwendungen für das Geld gibt, das man sich spart, wenn man nicht darauf hereinfällt. Wem wirklich nichts besseres einfällt, was er mit dreißig gesparten Euro anfangen kann, der kann mir ja einen Euro schenken. Ich freue mich drüber. 😉

So, und jetzt noch schnell die Telefonnummer an die Bundesnetzagentur melden, und dann genug der Spam für heute.

¹Die zugespammte Mailadresse wurde von mir für das Zitat geändert, aber sie wurde klar mit einem Harvester eingesammelt. Die vom Spammer verwendete Mailadresse wird für menschliche Leser gar nicht sichtbar.

gammelfleisch@tamagothi.de, Wunder von Schweden

Dienstag, 23. Januar 2018

Vorab: Diese HTML-formatierte Mail kommt nicht von Ikea. Sie hat niemals einen Server von Ikea gesehen. Es ist Spam. Das richtige Ikea würde ja auch…

Von: IKEA Gutschein für… <info@sessiot.com>
Antwort an: IKEA Gutschein für… <news@blueor.online>

…seine eigene Domain für seine Mailadressen verwenden und nicht seinen Absender fälschen. Die Spams kommen natürlich nicht aus Schweden, sondern werden über einen – sicherlich unter Angabe der Daten und Kreditkartennummern anderer Leute, die sich jetzt mit der Polizei auseinandersetzen „dürfen“ – gemieteten Server in Polen versendet.

Diese Mail ging an eine andere Mailadresse – ich habe sie hier im Zitat gegen meine Adresse für die Zustellung von Müll und unseriösen Angeboten ausgetauscht und im Screenshot unkenntlich gemacht.

Die Spam ist zugegebenermaßen recht ansprechend HTML-formatiert und sieht so aus:

web version -- Willst Du diesen 500 Euro Gutschein gewinne? -- Björn Schmidt, Promotion Manager -- Liebe gammelfleisch@tamagothi.de, -- Ich darf 10 Gutscheine im Wert von 500 Euro vergeben! Willst Du auch einen gratis Gutschein in Höhe von 500 Euro empfangen? Diese kannst Du nun gewinnen! Selbstverständlich, kannst Du den Gutschein nach eigenem Wunsch einsetzen. -- [Ja, natürlich will ich den Gutschein] -- [Nein, danke] -- Mit freundlichen Grüßen, -- Björn Schmidt -- Click here to report this message as unsolicited or contact elastic.ads@bulletmail.org -- Click here to unsubscribe from this list

Ich vermute mal, beim richtigen Ikea gäbe es jemanden in der Werbeabteilung, der auch Deutsch kann, ohne die vielen peinlichen Fehler zu produzieren; und wenn dort bekannte Ikea-Kunden angesprochen würden, dann käme es nicht zur Anrede als „Liebe Mailadresse“.

Es ist übrigens völlig egal, ob man auf „Ja, Gutschein her“ oder „Nein“ klickt, denn beide Links gehen auf genau die gleiche URI. Die vorgebliche Wahl ist also schon ein Schwindel. Generell ist es niemals eine gute Idee, in eine E-Mail zu klicken. Natürlich ist das kein direkt gesetzter Link, sondern es gibt erstmal ganze zehn Umleitungen auf andere URIs, bevor man auf der betrügerischen Seite in der Domain coupon (strich) jaeger (strich) 3843 (punkt) com landet; eine Domain, die eigentlich klar machen sollte, dass sie nichts mit Ikea zu tun hat. Die Spammer haben diesmal erheblichen Aufwand getrieben, um sicherzustellen, dass nur „richtige Webbrowser“ und nicht etwa irgendwelche frechen Skripte dort landen, damit die Domain nicht so schnell auf sämtlichen Blacklists steht und viele Empfänger vor dem Beschiss geschützt werden. Diese Mühe war vergebens, denn die Domain findet sich bereits jetzt als Spam-Domain auf den einschlägigen Listen:

$ surbl coupon-jaeger-3843.com
coupon-jaeger-3843.com	LISTED: ABUSE
$ _

Freut mich. Es bedeutet aber vermutlich auch, dass diese Spam recht häufig ist. Bitte nicht darauf hereinfallen! Die betrügerische, durch Spam beworbene, von asozialen und illegalen Spammern und ganz sicher nicht von Ikea betriebene Website sieht so aus:

Screenshot der betrügerischen Website

Auf gar keinen Fall irgendwelche Daten (wie Name, Anschrift und Geburtsdatum) dort angeben! Sie landen direkt bei Kriminellen. Eine „Geschenkkarte“ im Wert von 500 Euro gibt es dort nicht. Es ist Spam. Dafür können eventuell eingegebene Daten in kriminellen „Geschäften“ missbraucht werden, was einem leicht mehrere Jahre beschränkter Lebenszeit gründlich verhageln kann.

Betrifft: Endlich sind sie hier

Mittwoch, 17. Januar 2018

Ja, Spammer! Es ist erforderlich, dass man vor dem Betreff noch „Betrifft“ schreibt, aber dafür verschweigt, um was es geht. Katzen im Sack sind sehr beliebt. Vor allem, wenn sie mit einer Spam kommen. Da sagt doch jeder: „Endlich ist sie hier“. 😀

Guten Tag,

Wir schreiben Ihnen aus Valencia, in Ostspanien an der Mittelmeerküste.

Einige von uns bearbeiten unsere Orangenhaine noch immer genau so wie wir es von unseren Eltern und Großeltern gelernt haben. Ohne Pestizide, Wachspolitur oder Kühllagerung. Wir ernten die Orangen im richtigen Augenblick. Ohne Eile.

Man merkt den Unterschied. Und zwar sehr.

Aber wir mögen keine Großhändler und große Nahrungsmittelketten. Sie wollen viel und billig. Wir setzen uns für ein Produkt von höchster Qualität ein, ohne uns durch Spekulation und Konservierungsmittel unter Druck setzen zu lassen.

Unsere Orangen haben eine besondere Süße und schmecken lecker. Sie sind keine Massenware und wir möchten dies beibehalten, um ihre unverwechselbare Qualität zu erhalten, ohne sie zu verderben. Also dachten wir, warum bieten wir sie nicht direkt den Verbrauchern an? Von der Ernte zu Ihnen nach Hause, ohne Zwischenhändler. Daher haben wir NaturValencia.com ins Leben gerufen.

So haben wir darauf hingearbeitet, dass auch Sie in Deutschland unsere 100% natürlichen und frisch geernteten Orangen genießen können (in 2-3 Tagen vom Baum auf den Tisch). Es ist ein hoch gestecktes Ziel und erfordert deutlich mehr Arbeit von uns, aber es ist der einzige Weg, um die Qualität unserer besonderen Orangen zu bewahren, 100% natürlich und frisch geerntet.

Probieren Sie sie und Sie werden den Unterschied bemerken. Ist eine andere Welt!

Bestellen Sie sie in unseren Shop kommen (hier klicken) und erzählen Sie uns, was Sie denken. Wir freuen uns über Ihre Ideen und Ihre Meinung.

Viele Grüße und Danke für Ihre Zeit.

Lola und Vicente (NaturValencia)

Shop-Online: Click Sie Hier
Versandkostenfrei

Übrigens: wenn Sie sehen möchten, wo wir uns befinden, Klicken Sie hier
Unsubscribe News NaturValencia

Ohne weitere Worte. Der „Webshop“ sieht in seiner Kombination aus dem Streben nach gestalterischer Exzellenz und seiner inhaltlichen Dürre übrigens so aus:

Screenshot der Startseite der mit Spam beworbenen, mutmaßlich betrügerischen Website.

Die Frage, wieso der Betreiber dieses Webshops zur Auffassung gelangt ist, dass er sein Obst nur mit illegaler und asozialer Spam (in 2 bis 3 Sekunden vom Spamskript auf den Tisch des Empfängers) loswerden kann, und zwar mit viel und billig davon, möchte ich wegen des in der Bundesrepublik Deutschland geltenden und im Regelfall von der Hamburger Dunkelkammer durchgesetzten, vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste nicht mit meinen Mutmaßungen beantworten. Ist wohl eine andere Welt! :mrgreen:

Diese sonnig-saftige Spam aus dem täglichen Irrsinn des Posteinganges ist ein Zustecksel meines Lesers L.D., vielen Dank dafür! 😉

Here’s how to bring any DEAD-BATTERY back to life again

Montag, 15. Januar 2018

I know the feeling when a battery unexpectedly dies and you find yourself hopelessly looking for a new one around the house…

That is why I want to share with you a dead simple trick that will keep you out of the dark forever.

Click here and see how you can stop ever buying new batteries again!

Over the course of your life, you spend around $10,000 on batteries…

So, wouldn’t you like asimple [sic!] solution that will put that money back into your own pocket and keep you and your family comfortable?

If the answer is yes and I know it is…

Then click here and check out THIS method!

Just think – While others will pay money over and over again, you will have a brilliant hack that will bring back to live any kind of dead battery.

Curious??

Click here and see for yourself.

Was willst du mir verkaufen, Spammer? Akkus? Die benutze ich schon, so lange ich denken kann, denn der Strom aus Batterien ist der teuerste Strom, den man kaufen kann. Nur dort, wo die unvermeidliche Selbstentladung eines Akkus stört, gibt es bei mir noch Batterien. Ansonsten ist der Akku eine einfache, bewährte Alternative, die im Laufe der Zeit sehr viel Geld spart.

Report Abuse here

If you don’t want to any future email from us Click Here
4737 Nutter Street Kansas City, MO 64106- USA

Du kannst mich auch mal klicken!

Diese Spam aus dem Beklopptenbrutschrank des Internet ist ein Zustecksel von Frank, und deshalb gibt es hier auch keinen Screenshot – denn die Links sind allesamt mit endlosen eindeutigen IDs verseucht, und wer den Spammern mitteilt, dass die Spam ankommt und beklickt wird, der kann sich danach vor Spam nicht mehr retten. Deshalb klickt man ja auch nicht in eine Spam. Allerdings antwortet der Webserver zurzeit nicht. Die verwendete Domain…

$ whois pavise-on.date | grep ^Registrant | sed 7q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411
Registrant Street:
Registrant Street:
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
$ _

…wird wie üblich über einen bei Spammern und Kriminellen sehr beliebten Dienstleister aus dem sonnigen Panama völlig anonym betrieben, um auch ja kein Vertrauen aufkommen zu lassen. Aber wie schon gesagt, der verwendete Webserver…

$ host olm.pavise-on.date
olm.pavise-on.date has address 70.98.78.126
$ timeout 30 lynx -mime_header http://olm.pavise-on.date/


Exiting via interrupt: 15

$ _

…ist nicht ansprechbar, wenn man einfach nur seine Startseite sehen möchte. Nicht einmal eine Fehlermeldung kann er in leidlich akzeptabler Zeit zurückgeben, obwohl er die Verbindung durchaus annimmt. (Deshalb habe ich in meinem Beispiel auch einen timeout von dreißig Sekunden verwendet.)

Ich tippe ja auf eine leere Batterie. :mrgreen:

Tesla Model S – Wichtige Mitteilung für gammelfleisch@tamagothi.de

Mittwoch, 10. Januar 2018

web version

Ist das HTML dieser HTML-formatierten Spam komplett unlesbar? Na, dann einfach mal das HTML irgendeiner obskuren, in einer Spam verlinkten Website versuchen!

Hallo ,

Genau mein Name!

wir gratulieren Ihnen recht herzlich.

Und gratuliert wird mir auch noch. Dass ich mit meiner Mailadresse aber auch immer so viel Kram gewinne! Und nie die kleinen Trostpreise, sondern immer nur die fetten Hauptgewinne…

Nach speziellem Verfahren wurde Ihre eMail Adresse gammelfleisch@tamagothi.de exklusiv ausgewählt.

So so, „spezielles Verfahren“ nennt man das heute, wenn man an eine Liste mit ein paar hunderttausend im Web eingesammelten Mailadressen dumme, illegale Spam versendet. Und wenn man denn in den Genuss derartiger Kontakte zu kriminellem Geschmeiß kommt…

Sie haben es GESCHAFFT – SIE sind dabei!

…dann hat man es GESCHAFFT und ist DABEI! Aber groß ist die Freude daran nicht.

Sie wurden für das Tesla Gewinnspiel qualifiziert und sind damit unter den Auserwählten für die Endauslosung eines brandneuen Tesla Modell S in Ihrer Lieblingsfarbe!

Oh, und ich Dummerchen dachte schon, dass ich etwas gewonnen hätte! Stattdessen habe ich nur die Möglichkeit „gewonnen“, etwas gewinnen zu können. Oder, um es mit dem Spammer und kriminellen Blender zu sagen, der diesen Überrumpelungsversuch verfasst hat: Ich bin unter den Auserwählten. Da muss ich mich ja gleich ganz besonders fühlen, so ein Glück haben sonst nur die paarhunderttausend anderen Empfänger dieses Sondermülls fürs Mailpostfach. Oder, um es mit einem Wort zu sagen, dass die Bibel Jesus aus Nazaret zuschreibt: „Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt“. (Mt. 24:14) Und das auch noch in meiner Lieblingsfarbe! :mrgreen:

Nutzen Sie jetzt Ihre Chance!

Wer würde da nicht sofort zuschlagen‽ Schade, dass das Gesicht dieses freundlichen Spammers so weit weg ist und außerhalb des Faustradius liegt.

Denken Sie daran, Sie sind einer der wenigen die ausgewählt wurden, daher sind Ihre Gewinnchancen besonders hoch.

Und jetzt bitte schön an Spammerchens Lügenmärchen glauben! Und nicht lange nachdenken…

WICHTIG: Anmeldung für möglichen Gewinner nur bis 31.01.2018 23:59 Uhr möglich.
Nicht angemeldete Gewinne werden neu verlost.

…sonst kriegt das potenzielle Auto für die Erwählten des Spammers Flügel und fliegt davon.

Viel Erfolg!

Herzlichen Glückwunsch dazu, dass der Erfolg noch gewünscht werden muss.

Tesla Modell S gewinnen!

Natürlich ist der Link nicht direkt gesetzt, wie das jeder normale Mensch machen würde, sondern führt auf eine lustige Umleitungs-Wanderung durch allerlei Seiten:

$ location-cascade "http://track.notquiterocketscience.com/index.php/campaigns/wv883jyr4o811/track-url/es651oastz19e/471007da0be5868fc830b4c7559d633d60a7ff98"
     1	http://track.lgtor.com/1wazgsTesla
     2	http://www.clkmg.com/mtc.cgi?url=http%3a%2f%2ftrack.lgtor.com%2f1wazgsTesla&vid=227111139
     3	http://track.lgtor.com/1wazgsTesla?clkmtc=1
     4	http://www.clkmg.com/mtc.cgi?url=http%3a%2f%2ftrack.lgtor.com%2f1wazgsTesla%3fclkmtc%3d1&vid=227111140
     5	http://www.clkmg.com/err/?u=mtc&l=.cgi&s=&e=404
$ _

Und zum Leidwesen der Spammer hat der Tracking-Anbieter clkmg (punkt) com schon seine eigentlich vorgesehene Weiterleitung auf die mutmaßliche Betrugs- und Datensammelseite für ein paar schäbige Verbrecher des Internets – Journalisten, Innenminister, Juristen und andere freibekennend Ahnungslose sprechen von „Cyberkriminellen“, obwohl Internet-Trickbetrug nichts mit Kybernetik zu tun hat – entfernt und gibt stattdessen eine Fehlermeldung aus. Denn was immer da läuft, es war selbst einen halbseidenen Tracking-Dienstleister zu heikel.

Das ist nur schade, weil ich so gern einen Screenshot gemacht hätte… wisst schon, für die Sammlung. 😉

Wenn Sie uns kontaktieren möchten (bezüglich ihrer datenbankregistrierung),
benutzen Sie bitte die email: starship.zone@protonmail.com

Die Absenderadresse der Spam ist gefälscht. Und nein, ich habe mich nicht für deren Datenbank registriert. Niemand von den vielen Empfängern hat das getan. Die Mailadresse wurde mit einem Harvester eingesammelt. Die spammen jede Mailadresse mit diesem Dreck voll, die sie irgendwo im Web automatisch einsammeln können.

Starship Marketing, Bahnhofstr. 100, 4. Etage, 8001 Zürich, CH

So so, Starship Spam… 😀

Klicken Sie hier, um diese Nachricht als unerwünscht zu melden

Wenn Sie keine weiteren Newsletter erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.

Genau, um keine Spam mehr zu bekommen, einfach dem Spammer mitteilen, dass die Spam unter der zugespammten Mailadresse ankommt, gelesen wird und beklickt wird.

Aber schön, dass mal wieder der dümmste Linktext des Internet fällt: „Click here“ in seinen diversen Varianten. Diesen Sprachstummel findet man nur in Reklame und Spam, ein fühlender und denkender Mensch schreibt so etwas niemals. „Click here“ ist eine hervorragende Regel zum Aussortieren von Müll, bevor er im Posteingang nervt, und in der Praxis niemals eine Fehlerkennung.

Möchtest du heiße Leute treffen?

Freitag, 1. Dezember 2017

Hui, an eine Mailadresse, die für menschliche Leser gar nicht sichtbar ist. Das ist sicherlich eine Qualitätsspam.

web version

Aber ich habe doch schon eine Mailversion.

Möchtest du heiße Leute treffen?

Wo? In der Mikrowelle? Sind die denn auch schon durchgegart? 😈

Dann erstelle Dir ein Profil und schon kannst du anfangen mit flirten!

Ach nee, so ein Fleischmarkt ist das!

„über 10 000 000
Kontakte online“

Ob die „Anzahl der Kontakte“ wohl die Anzahl der dort angemeldeten Leute ist? Wenn dort zehn Megamenschen die sicherlich kostenpflichtigen Dienstleistungen dieses Dating-Fleischmarktes nutzten und damit zufrieden wären, wäre noch nicht einmal mehr normale Werbung nötig, und erst recht keine illegale und asoziale Spam, die an jede mögliche Mailadresse versendet wird, die mit einem Harvester eingesammelt werden kann.

CheatNow bietet online als deutsches Casual Dating Portal für Menschen
die Möglichkeit erotische Abenteuer zu suchen.

Bis jetzt hat jeder Web-Fleischmarkt die Möglichkeit geboten, „erotische Abenteuer“ zu suchen. Nur mit dem Finden klappt es oft nicht so gut… :mrgreen:

Sie sind hier am richtigen Ort, wenn Sie einen Seitensprung suchen
oder einen One Night Stand finden möchten.

Solche Texte im Spamfilter zu lesen, löst bei mir akute Heiterkeit aus. 😀

Klicken Sie Hier

Der dümmste denkbare Linktext findet sich ausschließlich in dummer Reklame und krimineller Spam und bleibt auch im Jahr 2017 ein sicheres und fehlerkennungsfreies Kriterium für das Aussortieren hirnlosen Kommunikationsmülls von irgendwelchen Bratschädeln. Wer noch irgendetwas fühlt, wird keinen seiner Mitmenschen mit derartig sinnlosen Sprachstummeln kommen.

Der Link ist spamtypisch nicht direkt gesetzt, sondern führt erst nach ein paar Umleitungen zum Verbergen der Affiliate-ID¹…

$ location-cascade "http://clicks.risiblec.online/index.php/campaigns/pa998aqkpvd7b/track-url/es651oastz19e/9a13e63808693d475dac203206a7e5fbcf41580e"
     1	http://clik.spxroute.com/aff_c?offer_id=5834&aff_id=1068
     2	https://c.ssladx.com/?a=537&c=1500&E=HvePgQTqF7o%3d&s1=DLO1068&s2=1027425fb8dfee3ee25e51f2cfece0&s3=W_
     3	https://www.cheatnow.com/x/prelander2?affid=537&oid=83&campid=4196&cid=1500&s1=DLO1068&s2=1027425fb8dfee3ee25e51f2cfece0&s3=W_&s4=&s5=&clickid=zbhljk3PQlcYOdtmhHMFCwvBMr00a8bVpk5C3Rk9iD4dNBa6HzKRO4E69tyu89lEGh7UK0×66PCYAAp3g_BIjoFpabvKMTDQsO0pjXOY6a3HSsQEk_M1sXmEo52SxIf-R4UB_qAWJDjTjR0kzp15ynV2tmIX7SNe-5_QicSXdPnqbH4v6U3nzUzRdRSJ94kP3cdBX8CjBeGk_FlZY3aTc7uhAdmNCP96QKON7Gxwz2qPWJUZuMXi0ybq3EDWULSVCecJJK-MZJGhcGH8lusucdyJRTltnLt86Uju7Usf4xQ&udid=&clkid=0b4d8c11-3d31-45ad-aa1f-827431bd447a
$ _

…zur Website in der Domain cheatnow (punkt) com, die zwar lt. Spam ein „deutsches Casual Dating Portal“ sein soll, aber nicht von einem deutschen Anbieter betrieben wird – genauer gesagt wird sie anonym betrieben:

$ whois -h whois.namebright.com cheatnow.com | grep "^Registrant"
Registrant Name: Private Registration
Registrant Organization: 
Registrant Street: 2635 Walnut Street
Registrant City: Denver
Registrant State/Province: CO
Registrant Postal Code: 80205
Registrant Country: US
Registrant Phone: +1.7204960020
Registrant Phone Ext: 
Registrant Fax: 
Registrant Fax Ext: 
Registrant Email: CheatNow.com@NameBrightPrivacy.com
$ _

Immerhin ist es nicht der sonst bei Spammern so überaus beliebte Dienstleister aus dem sonnigen Panama.

Die Fleischmarkt-Seite sieht so aus:

Screenshot der spambeworbenen Dating-Site

Dass diese ganzen spambeworbenen Dating-Fleischmärkte aber auch immer nur Frauen im Angebot haben! Was machen dort die Frauen nur mit den Männern, dass diese offenbar allesamt die Flucht ergreifen? :mrgreen:

Ein Teil der Antwort auf diese Frage könnte man in der Fußzeile der Website lesen, wenn man dann vor dem Datenstriptease liest: „Diese Dienstleistung enthält eine Reihe von fiktiven, moderierten Profilen um den Unterhaltungswert der Webseite zu erhöhen; aus diesem Grund wird eine tatsächliche Kontaktaufnahme nicht immer möglich sein“ – ah ja! Da kann ich nur empfehlen, nicht diesen spambetriebenen Fleischphantasieverkäufern Eintritt für das eigene Kopfkino zu bezahlen, sondern in den nächsten Puff zu gehen, denn dort gibt es wenigstens etwas für das Geld.

+18

Achtzehn, zwanzig, zwo, null, vier, sieben, dreißig… kontextlose Zahlen können so sinnlos wirken.

Contact: DriveMeWilld, 12 Tigne Street, Sliema-Malta ; drivemewild@bulletmail.org

So so, „mach-mich-irre bei geschossmail punkt org“? Passt zur Spam. 😀

click here to report this message as spam

Klicken Sie hier, um aus dieser Liste austragen

Du kannst mich auch mal, Spammer!

¹Da die Mail an eine Honigtopfadresse ging, habe ich kein Problem damit, dem Spammer zu zeigen, dass sie ankam und benutze die unveränderte ID aus der URI. Ansonsten ist so etwas eine wirklich schlechte Idee, die für einen immer vollen Posteingang sorgt…

Wie du in Bitcoins investieren kannst ohne dir die Finger zu verbrennen

Montag, 16. Oktober 2017

Übrigens, Spammer, ich will ja nicht pedantisch sein, aber: Als nativer Deutschsprecher würde ich in diesem Betreff nicht von „Bitcoins“, sondern von „Bitcoin“ schreiben. Generell verwendet das Deutsche bei Währungsbezeichnungen keinen Plural. Es heißt hier „Für eine Handvoll Dollar“ und nicht „Für eine Handvoll Dollars“, man spricht von „hundert Euro“ und nicht von „hundert Euros“ und man „investiert in Rubel“ und nicht in „Rubels“ oder gar „Rubelek“. Wenn der Plural verwendet wird, dann in einem abwertenden Tonfall oder in formloser Umgangssprache. Im deutschsprachigen Rotwelsch (zumindest in dem, den ich zu Ohren bekomme) ist ein solcher Plural ein dezentes, aber von jedem verständliches Zeichen dafür, dass über nicht-existentes Geld oder über Falschgeld gesprochen wird. Von daher ist dein Plural eine sehr unvorteilhafte Ausdrucksweise… sagte der Pedant. :mrgreen:

Ach, du weißt gar nicht, was ein Plural ist? Du willst nur spammen? Na, das merkt man aber auch. Die einen verbrennen sich die Finger, die anderen sind ein bisschen hirnverbrannt.

Die Nachrichten überschlagen sich mit Meldungen zu Bitcoins.

Ich weiß ja nicht, was für Nachrichten du so hörst. 😀

Neuer Höchstpreis hier, neuer Rekord da.

Der Preis einer Währung – und für Bitcoin wird die gleiche Ausdrucksweise verwendet – heißt auf Deutsch übrigens „Kurs“.

Dir ist es schon fast peinlich, dass du nicht mal genau weißt,
was ein Bitcoin überhaupt ist und was du damit anfangen kannst.

Ansonsten bist du ein ganz großer Wisser, der sich in seinem aufgeblasenen Pseudowissen vor einen „Unwissenden“ wie mich hinstellt und mir erzählt, wie peinlich doch mein Unwissen sei.

Erst dachtest du, Bitcoins sind wieder so ein neues soziales Netzwerk,
bei dem du zehn Sekunden-Videos von dir hochladen musst.

Was, das gibt irgendwelche Webdinger, wo ich Videos hochladen muss? Mit welchem Mittel werde ich denn dazu gezwungen? 😀

Aber komm, hier hast du auch mal ein Video von mir. Ich habe schon mitbekommen, dass das Hochladen von Videos nichts mit Bitcoin gemeinsam hat. Diese Einsicht habe ich mit jedem aufgeweckten Zwölfjährigen gemeinsam.

Mittlerweile weißt du aber, dass es irgendwas mit Geld und dem Internet zu tun hat.

Erfreulicherweise setzt du das dann doch bei deinen Lesern voraus. Warum du sie erstmal als dumme Idioten verspottest, die kein Internet haben und nicht zu jedem in ihr Leben hineinragenden Thema mit einer einfachen Websuche zuverlässige und weniger zuverlässige Informationen finden können, bleibt dein Geheimnis. Vermutlich willst du damit jemanden imponieren. Du wirkst dabei wie ein Clown. Wie ein schlechter Clown. Wie ein Clown, der so schlecht ist, dass es doch schon wieder zum Lachen reizt.

Und weil die Nachrichtensender nicht aufhören über Bitcoins Brennpunkte zur Primetime zu senden, willst du jetzt mal genau wissen was ein Bitcoin ist und wie man in Bitcoins investieren kann.

Ich finde es faszinierend, was für „Nachrichtensender“ du schaust, die da Brennpunkte senden. Jene, die mit einem bekannten, aus einem alten (und kaum noch bekannten) Rockstück entnommenen Jingle zuweilen eine Sendung namens „Brennpunkt“ nach ihrer „Tagesschau“ senden, sind es jedenfalls nicht. Die senden ihren „Brennpunkt“ nämlich nicht für Bitcoin, sondern, wenn es im Sommer mal Sommerwetter oder im Winter mal Winterwetter gibt. :mrgreen:

Bitcoins sind eine kleine Revolution.

Und, wurden schon ein paar Köpfe abgeschlagen? Oder willst du wieder nur Gehirne weichlabern, damit du sie besser auslöffeln kannst?

Und Revolutionen gab es seit der Einführung des Geldautomaten bei den Banken leider nicht sehr viele.

Ach nee, bei deinen „Revolutionen“ werden gar keine Köpfe abgeschlagen. Da werden einfach nur Tätigkeiten auf den Kunden verlagert, damit man Angestellte entlassen kann, um die Reichen noch reicher zu machen. Du bist aber ein ganz großer Revolutionär!

Die Bitcoins bringen endlich wieder frischen Wind in die angestaubte Finanzwelt.

Der Wind ist so frisch, dass diese staubige „Finanzwelt“ – das ist so ein Paralleluniversum voller Raffgier, Verknechtung und Betrug, das sich weiter von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt hat als so mancher Planet unseres Sonnensystemes – ihn noch gar nicht mitbekommen hat.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Klausner

Moment, fehlt da nicht etwas?

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Ah, da ist ja der Click-here-Link. Und bei aller Revolution hat sich die hochnotpeinliche Website immer noch nicht verändert, nein, es wurden nicht einmal die gröbsten Fehler wie das zum aktuellen Betrug mit Bitcoin völlig unpassende Gefasel von „binären Optionen“ in der Fußzeile korrigiert. Nun gut, so muss ich auch keinen neuen Screenshot machen.

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Nach dem Klicke-Klicke-Link kommt der Drücke-Drücke-Link. 😀

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Voll mit Copyright, die Spam! Verklag mich, Spammer!

Sie werden dadurch ein Vermögen verdienen

Samstag, 14. Oktober 2017

Dass dieses Geld aber auch immer nur durch illegale und asoziale Spam weggeht! Scheint wohl niemand Interesse dran zu haben… :mrgreen:

Hallo,

Sie haben bestimmt schon vom unglaublichen Aufstieg des Bitcoin
gehört und davon, dass Sie jetzt reich wären, wenn Sie ihn vor ein paar Jahren gekauft hätten. Wie es scheint, haben einige Leute genau dies getan.

Diejenigen, die in letzter Zeit viel auf den Bitcoin gesetzt haben, haben nun ein digitales Äquivalent von Dagobert Ducks Vermögen. Es hat in der letzten Woche etwas geschwächelt, aber es besteht immer noch genug Luft nach oben, um weiter zu steigen…

Sie denken jetzt wahrscheinlich, dass Ihnen eine weitere Gelegenheit
entgangen ist … aber ich sage Ihnen, dass Sie damit falsch liegen.
Ich nutze momentan ein System, das stark vom Bitcoin profitiert, egal, ob er steigt oder
fällt. Ja, Sie haben richtig gehört … man kann nur gewinnen!
Sie müssen es selbst sehen, um es zu glauben.

Wenn Sie dort sein wollen, müssen Sie schnell sein.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,
Thomas Klausner
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Der Click-here-Link – immer noch der dümmste Linktext aller Zeiten, der sich wirklich nur in Spams und Reklame findet – führt nach etlichen Weiterleitungen schließlich zur inzwischen dem Spamgenießer wohlvertrauten Website in der Domain bitcoinmillions (punkt) co. Dort erzählt nach wie vor „Sven Hegel“ seine unglaubliche Geschichte vom märchenhaften Reichtum direkt aus der Steckdose:

Und das ist Sven Hegel Das Genie hinter dem Bitcoin Code -- Hi - ich bin ein ehemaliger Software-Entwickler bei einem großen Unternehmen, welches ich lieber nicht nennen würde. -- Ich habe eine Bitcoin-Trading-Software entwickelt die über €18.484.931,77 an Profiten in den letzten 6 Monaten eingebracht hat. -- Die Software macht Leute schneller zu Millionären als die ersten Investoren bei Uber, Facebook oder AirBnB. -- Wenn du selbst eine Million mit Bitcoin machen willst, guck dir das Video hier oben an um herauszufinden wie. -- Dein Freund, Sven Hegel

Die Website wurde in den letzten 39 Tagen nicht verändert, und auch der peinliche Fehler in der Fußzeile – dort ist immer noch von der vorherigen Betrugsmasche mit den „Binären Optionen“ statt der aktuellen Betrugsmasche mit „Bitcoin“ die Rede – wurde seitdem nicht korrigiert. Von daher kann ich mir einen zweiten Screenshot ersparen. Wenn der Spammer sich Mühe geben wollte, könnte er ja auch gleich arbeiten gehen und brauchte nicht zu spammen.

Natürlich wird dieser Spammer nicht mit seiner angepriesenen Reichwerdmethode reich, sondern nimmt lieber Affiliate-Groschen von irgendwelchen halbseidenen Bitcoin-Dienstleistern dafür, dass er ihnen neue Kunden zuführt. Weiteres muss ich zum Funktionieren seiner Reichwerdmethode hoffentlich nicht sagen.

Also bitte nicht von irgendwelchen Bauernfängern übertölpeln lassen, wenn es gerade erstaunliche Kurssteigerungen beim Bitcoin gibt. Wer spekulieren will und dafür etwas Geld übrig hat, tue sich keinen Zwang an, ihr seid allesamt erwachsene Menschen! Aber wohlgemerkt: Das ist mit einem Risiko verbunden. Deshalb heißt es ja auch Spekulation.