Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Reich werden durch Spam

Dienstag, 28. Juli 2009

Da hat aber einer einen ganz langen „Kommentar“ zu einem meiner Texte geschrieben, und der ist auch noch durch Akismet durchgekommen. Er sei hier in seiner ganzen Länge gewürdigt, dieser „Kommentar“.

Hallo, was haltet ihr davon? Wenig Einsatz, wenig Mühe, aber richtig gemacht bringt es Geld!!!!!!!

Klar doch, denn das Geld wächst auf Bäumen. Und damit das geglaubt wird, braucht es mindestens acht Ausrufezeichen!!!!!1!!

Schnell Geld verdienen ohne Risiko!!! :

Aber ganz schnell. Fragt sich nur, wer?

Wenn Du sicher reich werden willst, lies bitte diesen Artikel und befolge ihn bitte!!! :

Wenn Du willst, dass der Autor dieses Kommentares sicher an einen Haufen Geld kommt, lies bitte diesen Artikel (es ist aber ein Spamkommentar) und befolge ihn bitte.

Ich habe diesen Artikel im Internet gefunden und ich entschied mich, das mal auszuprobieren.

Der „Autor“ probiert wohl alles aus, was er im Internet findet. Wahrscheinlich hat er sich gerade aus der berüchtigten kanadischen Apotheke die blauen Tabletten bestellt und gleich nebenan beim nächsten Betrüger seine Armbanduhr. Bezahlt ist, die Lieferung lässt ein bisschen auf sich warten und jetzt ist er finanziell ein bisschen klamm. Das mag auch an diesem Casino liegen, das er mal ausprobiert hat, wo er ein paar hundert Euro eingezahlt hat und dann war das Casino weg. Und als er so fürchterlich klamm war, hat er sich gedacht: „Hey, jetzt werde ich eben Kommentarspammer, denn Spammer sind echt angesehene und erfolgreiche Leute.“

Vor einigen Tagen habe ich die Zeitungen durchstöbert und stieß dabei auf einen Artikel, ähnlich wie diesen hier, der sagte, man kann Tausende von Euros innerhalb von ein paar Wochen verdienen.

Die Zeitung, die so etwas als „Artikel“ druckt, die will ich sehen!

Einzige Bedingung ist eine Investition von 30,00 EUR! Ich habe mir gedacht, das dass irgendein Scherzartikel ist und war, wie die meisten von uns wahrscheinlich, erst mal skeptisch und so las ich weiter. Auf jeden Fall stand da geschrieben, dass man 5,00 EUR zu jedem der 6 Namen und Adressen, die im Artikel angegeben sind, senden soll. Dann setzt du deinen Namen an die 6te Stelle der Liste und postest den Artikel in mindestens 200 Newsgroups. (Es gibt Tausende) Kein Haken, das war es. So, nachdem ich so drüber nachgedacht habe und ich es erst mal ein paar Leuten erzählt habe, spielte ich mit dem Gedanken, es auszuprobieren. Ich habe mir gedacht, was soll’s, was habe ich schon groß zu verlieren außer 30,00 EUR und 6 Briefmarken?

Der Autor hat vielleicht noch einen Ruf zu verlieren, deshalb hat er seinen Kommentar auch lieber anonym verfasst.

Schließlich gab ich dann die lächerlichen 30,00 EUR aus. : NUN RATET MAL!!!! Innerhalb von 7 Tagen bekam ich Geld per Post! Ich war verblüfft!!! Ich habe mir gedacht, dass würde bald enden, aber es kam weiterhin Geld. In meiner ersten Woche habe ich ca. 25,00 EUR verdient. Am Ende der zweiten Woche hatte ich dann schon insgesamt über 1.000,00 EUR! In der dritten Woche habe ich über 10.000,00 EUR abgesahnt und es wurde noch mehr!! Dies ist nun meine vierte Woche und alles in allem habe ich etwa 42.000,00 EUR verdient und es kommt weiterhin schnell mehr dazu!! Das alles mit nur 30,00 EUR und 6 Briefmarken. Ich habe meine Aktivitäten hier hinein gesteckt, statt Geld für Lotto oder ähnliche Glückspiele auszugeben!

Hey, das ist ja toll. Das ganze Geld kommt aus dem Nichts, oder was?

Lasst mich erzählen wie das funktioniert und noch wichtiger, warum es funktioniert.

Ah ja, wir sind gespannt… :mrgreen:

Nun, am besten Ihr macht JETZT eine Kopie von diesem Artikel, damit Ihr diesen Bericht auch offline zur Hand habt, wenn Ihr ihn braucht.

In der Tat, dieser „Artikel“ ist nämlich eine Kommentarspam, die genau so unerwünscht wie jede Spam ist. Ein widerlicher, asozialer Missbrauch der Kommentarfunktion als Litfaßsäule, der übrigens einen Blogger einfach so in kriminelle Machenschaften mit reinzieht und unter Umständen sogar haftbar macht – ganz im Gegensatz zum anonymen Kommentator. Den Menschen, die so etwas machen, wünscht man Krebs und die Lepra gleichzeitig an den Hals.

Ich verspreche Euch, dass, wenn Ihr den Anweisungen genau folgt, Ihr mehr Geld verdient als Ihr gedacht habt und das auf eine so einfache Art und Weise! Vorschlag: Lest aufmerksam den ganzen Artikel! (Druckt ihn aus oder loaded ihn Euch down.)

Der Autor weiß schon, dass man gegenüber richtigen Deppen – und andere fallen darauf nicht rein – pädagogisch vorgehen muss und solche Dinge immer wiederholen muss. :mrgreen:

Folgt den einfachen Anweisungen und schaut dabei zu, wie das Geld rein kommt! Es ist einfach. Es ist legal.

Nein, „legal“ ist es nicht. Es handelt sich um ein verbotenes Glücksspiel, und wie legal das ist, kann man gern unter Vorlage dieses Textes auf jeder Polizeidienststelle erfragen.

Und Deine einzige Investition sind 30,00 EUR (plus Briefmarken). WICHTIG: Es ist kein Märchen; es ist nicht unsittliches; es ist nicht illegal; und virtuell bestehen: keine Risiken – es funktioniert wirklich!!!

Stimmt, es ist kein Märchen und es kommt keine Fee, es bewegen sich nur dreißig Euro vom naiven Deppen zu einem gewieften Betrüger. Stimmt nicht, es ist unsittliche, asoziale Spam. Stimmt auch nicht, denn es ist illegal. Schon diese Spam ist illegal, die Aufforderung zum Verfassen weiterer Spam im Usenet ist ebenfalls illegal und das hier angebotene Spielchen ist erstens eine der ältesten Betrugsnummern der Menschheitsgeschichte und zweitens illegal.

Wenn Du Dich an alle der folgenden Regeln hältst, dann wirst du einiges an Erträgen bekommen. : BITTE BEACHTET: Folgt diesen Anweisungen GENAU und 50.000,00 EUR oder mehr innerhalb von 20 bis 60 Tagen können Deine sein. Dieses Programm ist so erfolgreich, weil es auf der Höflichkeit und Ehrlichkeit der Beteiligten beruht.

So höflich und ehrlich wie widerwärtige, anonym verfasste Spam?

Bitte setzt diesen Erfolg weiter fort, wenn Ihr ernsthaft und aufmerksam die Anweisungen befolgt. Du wirst nun Teil am Mail Order Business.

Hier fängt der totale Bullshit an, denn…

In diesem Geschäft ist dein Produkt nichts greifbares oder solides, es ist eine Dienstleistung. Dein Geschäft befasst sich damit, Mail-Listen zu entwickeln. Viele große Unternehmen zahlen frohen Mutes hohe Summen für Qualitätslisten. Wie auch immer, dass Geld das sie durch die Mail-Listen verdienen ist sekundär im Gegensatz dazu, was Leute wie Du und ich bekommen, wenn man auf der Liste steht. Hier sind die 4 einfachen Stufen zum Erfolg: :

…Spam ist kein „Mail Order Business“, sondern kriminell.

STUFE 1: Lege Dir 6 einzelne Stück Papier zurecht und schreibe folgendes : auf jedes dieser Papiere:

BITTE SETZ MICH AUF DEINE MAIL-LISTE.

Darunter schreibt ihr eure E-Mail-Adresse. Besorgt Euch nun 6 einzelne 5,00 EUR – Scheine. Jetzt faltet Ihr das Papier um den Euroschein (hat den Zweck, dass man ihn nicht durch den Briefumschlag sehen kann. Das soll Diebstahl verhindern). Als nächstes steckt Ihr das Papier mit : dem Euroschein in einen Umschlag und schließt diesen. Jetzt solltest Du 6 Briefumschläge vor Dir liegen haben, in denen JEWEILS ein Papier, der den o. g. Satz beinhaltet, und eine Fünf-Euro-Note drinnen sein sollte.

Ja, klar, schön langsam und pädagogisch für Deppen. Dieses „Stufe“ heißt auf Deutsch übrigens „Schritt“, aber das wusste das Übersetzungsprogramm wohl nicht.

Somit gründest du gerade einen Service. DIES IST 1000%ig LEGAL!

Ich gründe gar nichts, sondern ich verschicke Geld.

Du forderst einen legitimen Service an und bezahlst dafür! Wie die meisten : von uns, war ich sehr skeptisch und besorgt was die gesetzlichen Aspekte anbelangt. : Ich habe beim U.S. Post Office (1-800-725-2161) nachgefragt und sie bestätigten mir, dass es wirklich legal ist! (wird wohl auch bei uns legal sein, habe schließlich noch nichts Verbotenes darüber gehört. Warum auch?

Hättest mal bei der Polizei nachfragen sollen. Bei der Polizei in der BR Deutschland natürlich. :mrgreen:

Sende die Briefumschläge zu folgenden Adressen: :

(#1) Klara Fall, Am Moore 13, 10001 Deppendorf, Germany :
(#2) Gerd Güllmann, Bremer Str. 2b, 10002 Odelzheim, Germany :
(#3) Peter Ernst, Schlammpad 3, 10003 Dreckstedt, Germany :
(#4) Almuth Dada, Schwittersweg 15, 10004 Merzhausen, Germany:
(#5) Helmuth Borst, Bi de swine 6, 10005 Galle, Germany : :
(#6) Wahnfried Glaub, Klapsmühlpfad 1, 10006 Lühg, Germany

[Die Adressen wurden von mir unkenntlich gemacht, um die Schande zu bedecken. Wenn ich dabei zufällig eine real existierende Anschrift produziert habe, lag das nicht in meiner Absicht. Im Original erstreckten sich die Anschriften und Namen über mehrere deutschsprachige Länder. Die Bezeichnung des Landes war für Deutschland als „Germany“ angegeben, andere Länder wurden in deutscher Sprache angegeben.]

Also jetzt schick das Geld an die Initiatoren dieser tollwütigen Idee und damit an irgendwelche widerwärtigen Spammer, und dann…

STUFE 2: Nun streich die #1 von der Liste die Du oben siehst und rücke die : anderen Namen nach (die sechste Nummer wird 5, 5 wird 4, usw…) und füge : DEINEN Namen an die sechste Stelle in der Liste. :

…hoffe, dass irgendwann auch zu dir Geld kommt. Dafür…

STUFE 3: Ändere an diesem Artikel so wenig wie möglich, nur was wirklich sein muss. Er sollte möglichst original erhalten bleiben. :

…musst du nur die gleiche Spamnummer versuchen und…

STUFE 4: Jetzt postest (also veröffentlichst) Du Deinen ergänzten Artikel in mindestens 200 Newsgroups. (Ich denke es gibt ungefähr 24.000). Alles was du brauchst sind 200, aber bedenke, je mehr du postest um so mehr Geld machst Du! Das ist lückenlos gesetzmäßig!

…ja nicht sparsam mit der Spam sein. Ein Cross-Posting in 200 Newsgroups macht schonmal so richtig Freunde! Und wer so richtig viel Geld machen will, begnügt sich auch nicht damit, sondern macht noch viel mehr – es gibt ja Kommentarmöglichkeiten in Blogs und es gibt Foren und es gibt Gästebücher und es gibt kostenloses Bloghosting und es gibt noch so vieles, was nur auf diese strunzdumme Spam gewartet hat. In der Tat, die Spam ist lückenlos gesetzmäßig. Sie ist als Spam schon illegal, als Aufforderung zur Teilnahme an einem illegalen Glücksspiel ebenfalls illegal und wer sich dabei erwischen lässt, darf dann gern einem Polizisten und hinterher einem Staatsanwalt erzählen, wie legal das alles sein soll. Wenn du Glück hast, kommt es gar nicht so weit, weil deine ganze Spam fast automatisch in den virtuellen Orkus befördert wird.

Wenn du irgendwelche Zweifel hast, dann schlag unter Titel 18 Sec. 1302 & 1341 der Post Lotteriegesetze nach.

*prust!* Von welchem Land denn jetzt?

Behaltet eine Kopie von diesen Stufen und wann immer Ihr mal wieder Geld braucht, könnt Ihr das wieder und wieder verwenden. BITTE DENKT DARAN, dass der Erfolg dieses Programms auf der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der Menschen basiert und deren gewissenhaften Befolgung der Regeln. Nur dadurch habt auch IHR was davon!!! Wenn Du ernsthaft und ehrlich bist, wird dieses Programm weiterbestehen und das Geld was so viele andere bekommen haben wirst auch Du besitzen.

Fragt sich nur eines: Wo kommt das ganze Geld denn her? Kommt es aus dem Nichts? Nein, es kommt von anderen Deppen, die auf einen derart dürften Betrug reinfallen. Rechnen wir doch mal ein bisschen.

  • Die BR Deutschland habe gut 80 Millionen Einwohner.
  • Ungefähr die Hälfte davon nutzt überhaupt das Internet so sehr, dass sie über eine derartige Drecksspam einmal stolpern könnte, das macht 40 Millionen.
  • Von denen stolpert vielleicht ein Zehntel über eine derartige Drecksspam, das macht 4 Millionen. (Wir wollen doch nicht vergessen, dass eine solche Spam oft schnell gelöscht wird und dass viele Menschen sich nur in einem sehr kleinen Bereich des Internet aufhalten, in dem eine solche Drecksspam niemals auftreten könnte.)
  • Und von denen sind vielleicht drei Prozent wirklich so brotdumm, dass sie glauben, mit einem Spammer, der das Blaue vom Himmel verspricht, sei so richtig gut Geschäfte machen, das sind immerhin noch 120.000 Menschen.
  • Wenn diese 120.000 Deppen jetzt alle mit sechs Geldbriefen darauf reagieren, denn werden von der Spam, auf deren Grundlage das Geld versendet wird, im Schnitt so drei Adressen auf die ursprünglichen Initiatoren weisen. Von den 30 Euro gehen also im Schnitt 15 Euro an die Leute, die hier meinen Kommentarbereich mit einer Aufforderung zum illegalen Glücksspiel vollgeschissen haben. Wenn das wirklich so gut läuft, macht das für diese Scheißspammer immerhin 1,8 Millionen Euro. Dafür hat es sich echt gelohnt, ein paar billige Wohnungen anzumieten und gelegentlich die Briefumschläge aus dem Briefkasten zu holen.
  • Die andere Hälfte können die postulierten 120.000 spammenden Deppen unter sich zirkulieren lassen, bis sie wieder nüchtern werden. Wenn es sich völlig ausgleicht, bleiben 15 Euro pro Depp übrig.
  • Es gleicht sich natürlich nicht völlig aus, und einige werden sogar einen bescheidenen oder vielleicht sogar größeren Gewinn machen. Das hängt davon ab, auf welcher Stufe des heiteren Pyramidenspieles sie aufgesprungen sind – das wissen sie zum Zeitpunkt der Teilnahme natürlich nicht. Diese Eigenschaft ist der Grund, weshalb so etwas als ein Glücksspiel bewertet wird, und die ausschließlich betrügerische Absicht hinter solchen „Spielen“ ist es, weshalb bei der Strafverfolgung nicht mit Nachsicht durch die Ermittler gerechnet werden kann. Eventuell erwirtschaftetes Geld wird natürlich beschlagnahmt, wenn die Polizei kommt.
  • Die Initiatoren werden wohl nicht den ganzen Grabsch machen, sondern nur eine oder zwei Wochen lang eifrig Briefumschläge öffnen und sich über jede Menge Bargeld freuen, bevor sie sich aus dem Staub machen. Die angegebenen Namen sind nicht echt, die Wohnungen einfach schnell angemietet. Wahrscheinlich wird nicht einmal die erste Miete bezahlt werden. Es handelt sich um durch und durch asoziale Fäkalmaden.

: ANMERKUNG: Ihr solltet vielleicht jeden Namen und Adresse von den Leuten, die Euch Geld zugesendet haben irgendwo speichern, z.B. auf dem Computer. Das bestätigt die ECHTHEIT das Ihr wirklich einen Service anbietet. Wenn jetzt jede Adresse aufgeschrieben oder ausgedruckt wurde und die Anweisungen aufmerksam befolgt wurden, dann sind sechs Mitglieder als Listenersteller mit jeweils 5,00 EUR vergütet worden.

Klar, damit die Polizisten auch etwas zum Lachen haben.

Dein Name wird in der Liste nach oben rutschen und wenn er dann die Position 1 übernommen hat wirst du Tausende von Euro in CASH bekommen!!!! : Was für eine Gelegenheit für nur 30,00 EUR (5,00 EUR für jeden der sechs Leute in der obigen Liste).

Tja, und wer ein bisschen später einsteigt, der wird nicht einmal die unterste Stelle verlassen und einfach nur dreißig Euro los.

Versende die Umschläge jetzt, füge Deinen Namen hinzu in der Liste und Du bist im Geschäft!

Wer hat nicht Lust, diese Halunken mit Bargeld zu mästen?! :mrgreen:

: TIPPS, WIE MAN IN NEWSGROUPS POSTET: :

Und zum guten Schluss noch ein paar Tipps, wie man spammt. Ja, diese Arschlöcher fordern wirklich zum Spammen auf.

STEP 1) Du musst nicht noch mal den ganzen Artikel schreiben für Dein : eigenes Posting. Markier einfach den ganzen Text und wähle ‚Kopieren‘.

Na, das ist aber Grundlagenwissen.

: STEP 2) Öffne eine leere Notepad Textdatei und füge nun mit dem Befehl ‚Einfügen‘ den Text ein. Jetzt kannst Du Deinen Namen der Liste hinzufügen.

Häh?

: STEP 3) Speicher Deine Notepaddatei als Textdatei. Du kannst nun immer wieder : darauf zurück greifen.

Aber nur, wenn du dir gemerkt hast, wohin du sie gespeichert hast. 😉

: STEP 4) Benutz Netscape oder den Internet Explorer und suche nach verschiedenen : Newsgroups (Online Foren, Massage Boards, Chat Seiten, Diskussionen.) :

Und zu guter Letzt such einfach nach allem, was sich irgendwie vollspammen lässt. Allerdings ist mir Spam durch Massage noch neu… :mrgreen:

STEP 5) Besuch diese Massage Boards und poste diesen Artikel als eine neue Nachricht und hebe diese besonders hervor. Einfach den kopierten Text einfügen. Schreib nun noch was interessantes in die Betreffzeile, dass es auffallend ist. (Es sollen ja möglichst viele lesen!) Klick auf den Post Message Button und FERTIG bist du mit Deinem ersten Eintrag! Gratulation…. DAS IST ES!!!

So schnell wirst du zur verhassten, widerlichen, vampiristischen Spamsau, die alle kommunikativen Einrichtungen des Internet mit so einem Dreck verpestet.

Alles was Du machen musst ist, von einer Newsgroup zur nächsten zu springen und diesen Prozess fortzusetzen. Bist Du erst mal im Trott, dauert es nicht länger als 30 Sekunden für jede Newsgroup.

Der Autor hat wohl schon Erfahrung damit – auch die Kommentarspam war von Hand verfasst…

: Viel Glück und Erfolg : Gervin Denk das hier funktioniert!!!!! hab in der 1. Woche schon 15 euro bekommen!! Dennis Rohm, hätte nicht im Leben gedacht das, dass klappt, super Sache! Kann ich nur empfehlen 😀

Na, ist ja Klasse, ne?! Super Sache, ey, ich bin Spammer geworden. Toll, guckemal, ich mach Spammer reich und kriege ein paar Krümel ab. Super Sache, ich bin so doof, das klappt, kann ich nur empfehlen… :mrgreen:

Ach ja, wenn ich so einen Menschen, der mich mit einer derartigen Spam in seine aus reiner Gier betriebenen, illegalen Geschäfte reinziehen will, in die Finger kriege, denn wird er sich schon lange, bevor ich mit ihm fertig bin auf die Hölle freuen. 👿

immediate response

Montag, 27. Juli 2009

Hier ist meine Antwort, du Hohlniete!

Dear Sir,

Sehr geehrtes Etwas! (Eine bessere Anrede fällt mir in dieser millionenfach rausgekloppten Scheiße einfach nicht ein.)

I am Mr Allan Boateng, […]

Ich habe mir einen tollen Namen […]

[…] the accounts Director in Bank of Africa, […]

[…] und einen genau so tollen Job ausgedacht. Letzterer passt zwar nicht zu der Schrottspam, die ich dir da in dein virtuelles Postfach reinwürge, aber die fünf bis fünfzehn Deppen, die auf meine zehn bis zwanzig Millionen Mails reagieren und von mir betrogen werden, die merken so etwas nicht.

[…] and a personal account officer to late Mr. John Garang who died in a helicopter crash in Uganda on 31st of July 2005.

Dazu habe ich mir auch eine tolle Geschichte ausgedacht. Damit will ich den Opfern verkaufen, dass […]

I am in search of an agent/investment partner to assist me in the investment of (Sixty Five Million United States Dollars) in properties, energy and hotels in your country.

[…] da jemand 65 Millionen Dollar rumliegen hat und trotzdem niemand da ist, mit dem man das Geld bewegen könnte. [Die Angabe des Betrages in Ziffern habe ich leider vergessen, ich bin als vorgeblicher Banker noch nicht so geübt.] Und deshalb – wenn du doof genug bist, denn glaubst du das schon! – suche ich eben jemand völlig Beliebigen über ein paar Millionen Spammails. Irgendeinen, der blöd genug ist, an das ganz große Geld zu glauben und der sich einen zweiten Analausgang freut, wenn ihn irgendwelche Unbekannten für seine Mitarbeit in einem nicht existierenden Betrug einen größeren Millionenbetrag versprechen. Und diesen Deppen mit ihrem frisch gefreuten Analausgang werde ich eine Vorleistung nach der anderen rausleiern, natürlich immer in bar über MoneyGram oder Western Union zu bezahlen, weil ich als echter Banker natürlich kein reguläres Konto für so etwas einrichten kann. Mal ein paar Hunderter für diese Formalie, mal ein paar Hunderter für jene. Am Ende habe ich so einem Deppen zehntausende von Euro rausgeleiert, und dann breche ich den Kontakt ganz plötzlich ab. Die schillernde Seifenblase mit den afrikanischen Millionen platzt, und das Geld des Deppen ist in meiner Tasche. Das ist ein tolles Leben als Spammer und Vorschussbetrüger, ihr glaubt gar nicht, wie viel Blödheit es in der Welt gibt!

I await your immediate response as soon as possible.

Wenn du mein Opfer werden willst, denn anforte bitte sofort so schnell wie möglich, aber […]

Reply direct to this Email: Boateng (at) centrum.cz

[…] mach das nicht, indem du in deinem Mailprogramm auf „Antworten“ klickst, das geht nämlich nicht, weil ich wie jeder „richtige“ Banker aus Afrika mit gefälschtem Absender schreibe und zu blöd bin, in meinem Spamskript eine richtige Antwortadresse zu setzen. Du darfst dich auch nicht weiter darüber wundern, dass ich so eine komische Mailadresse bei einem tschechischen Freemail-Provider habe, obwohl ich so dicke Geldbeträge durch die Gegend bewegen will. Du darfst dich über gar nichts mehr wundern, denn bist du genau das richtige Opfer für mich.

Yours faithfully,

Mr Allan Boateng,

Mit freundlichen Grüßen

Ein weiterer Deppenfänger im Internet.

Arbeit

Montag, 27. Juli 2009

Fuer unser Unternehmen werden bundesweit Einkaeufer gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Wir arbeiten Sie gruendlich ein. Auch ideal fuer Fruehrentner und Arbeitslose.
Bewerbung bitte an conneckt1 (at) open.by

Ihr Halunken müsst es echt nötig haben, noch ein paar Hilfsgeldwäscher und sonstige Deppen zu finden, die ihren Namen und ihr Konto für eure kriminellen Geschäfte hergeben – und an eurer Stelle die Handschellen angelegt kriegen. Diese Schrottbotschaft von euch kriege ich ungefähr jede Viertelstunde neu. „Neu“ ist hier allerdings das falsche Wort, denn der Text lautet immer recht ähnlich. Nur der Betreff und die angegebene Mailadresse ändern sich immer wieder einmal. Eurer betrügerischer Schrott kommt garantiert durch keinen Spamfilter mehr durch.

Spart es euch doch einfach und fangt mit eurem asozialen, vampiristischen Scheißleben noch ein bisschen was anständiges an! Und wenn ihr das nicht hinkriegt, denn geht doch einfach sterben!

Trendig

Sonntag, 26. Juli 2009

Was meint ihr Werber eigentlich mit diesem tollen Adjektiv „trendig“? Meint ihr damit etwa…

Wanduhr - Trendige Wanduhr mit Quartzwerk und schwarzen Zahlen zum Aufkleben. Je Uhr zwei Satz Zahlen. Vorher 5,99 Euro, jetzt 2,99 Euro - 50 % GESPART

…nur, dass ihr über einen Haufen fabrikneuen Mülls, der wie ein Berg Ziegelsteinen in euren Lagern liegen bleibt, beim besten Willen nichts Gutes mehr sagen könnt? Dass ihr deswegen einfach versucht, die Emanzipation von Nutzen und Geschmack als einen „Trend“ zu verkaufen? Obwohl noch niemand etwas von einem solchen „Trend“ bemerkt hat? Wie zum Beispiel auch noch niemand bemerkt hat, dass es gerade ein irre tollwütiger „Trend“ ist, sich ein nacktes 08/15-Quartzuhrwerk an die Wand zu tackern, und weil das so für sich noch kein Ziffernblatt hat und deshalb das Ablesen der Zeit – immerhin eine nicht ganz unwichtige Funktion einer Uhr – ein bisschen erschwert, drumherum einfach ein paar Klebeziffern auf die Tapete zu klatschen? Sagt ihr wirklich einfach nur „trendig“, weil ihr trotz einer Extraportion Koks und dem unbedingten Willen zum Belügen der Menschen keine Möglichkeit mehr seht, so einen Tand noch irgendwie schönzulügen? Und glaubt ihr wirklich, dass das schon ausreicht, damit Menschen so herrgottsdumm sind, dafür drei Euro hinzulegen und sich selbst auf die Schulter zu klopfen, weil sie jetzt ja fünfzig Prozent gespart hätten und dass sie dabei gar nicht merken, dass man sich so etwas sogar zu hundert Prozent sparen könnte?

Ja? Echt? Das habe ich mir doch gleich so gedacht… 😈

Quelle des Scans: Postwurfsendung des Dänischen Bettenlagers

Cash For Laptops

Sonntag, 26. Juli 2009

View this email as Webpage

Wenn es ihnen nicht reicht, eine Kopie dieser millionenfach versendeten Spam eines asozialen Mitnutzers des Internet in ihrem Postfach zu haben, denn seien sie bitte so blöd und klicken sie auf einen Link, den ihnen ein Krimineller empfiehlt.

Send All Inquiries & Replies to CASH-4-LAPTOPS (Click this Link)

Und kommen sie auf keinen Fall auf die Idee, diese Spam durch einen einfachen Klick auf „Antworten“ zu beantworten, denn dieser Spammer ist zu blöd, diesen Trick mit dem Reply-To im Header einer Mail hinzukriegen. Klicken sie lieber treudoof auf einen Link, der ihnen von einem Verbrecher empfohlen wird.

Do you have Surplus laptops for sale today?

Due to the explosion of our International business, we are in a position where we need to replenish our inventory. Specifically, we are aggressively buying Used Laptops in bulk and will pay Cash and all associated shipping charges.

We have a large budget to purchase Laptops for this purpose.

Und wer so blöd ist und glaubt, dass man mit asozialen und kriminellen Spammern Geschäfte machen könnte, der kann denen auch etwas alte Hardware verkaufen und so dumm sein und wirklich daran glauben, dass er dafür jemals Geld sieht.

If you have laptops that you are looking to dispose of, please reply to this email and include the Quantity, Manufacturer, Model #, and Condition.

We are purchasing IBM, HP, Compaq, Dell, and many others.

Um genaue Angabe wird gebeten – denn auch, wenn man Deppen um den Kaufpreis prellen will, sind da ja die Transportkosten für die empfindlichen Dinger, und das „Geschäft“ soll sich lohnen.

To ensure proper delivery, please reply using this link – CASH-4-LAPTOPS

Und ja nicht vergessen: Es handelt sich hier um eine kriminelle und asoziale Spam, die selbstverständlich einen gefälschten Absender hat. Deshalb nicht mit „Antworten“ in der Mailsoftware antworten, sondern wie einer, der keinen Einschlag mehr merkt, auf den Link zur richtigen Mailadresse klicken. Wieso man keinen Einschlag mehr merkt? Na, wer glaubt, dass jemand in Geschäftsdingen ehrlich wäre, der offen mit gefälschter Mailadresse arbeitet, der merkt keinen Einschlag mehr. :mrgreen:

We also purchase these Manufacturers:

Cisco / Nortel / Alcatel / Juniper / Lucent / Avaya / Redback / 3Com / Sun / HP / IBM / Dell / Emulex / QLogic / Brocade / EMC / Net-App

Alles wird genommen, wenn es sich lohnt.

We support responsible and ethical email marketing practices. Please know that we respect your right to be purged from this marketing campaign. Removal from this email distribution list is automatically enforced by our email delivery system. Please click here to start the process for email deletion.

Ach, so nennt man also asoziale und kriminelle Spam heute. Und wer doof genug ist, der kann auch gern noch einmal durch einen Klick in die Mail von Verbrechern den Verbrechern sagen, dass die Mail ankommt – das hat Folgen, bis zu 500 am Tag.

This correspondence may be a newsletter, press release, solicitation or advertisement. We encourage and support best practices in responsible email marketing.

Ja ja, durch und durch verlogen. Genau so kenne ich das von Leuten, die mit gefälschter Absenderadresse millionenfach Spam in ein wehrloses Internet stecken.

Scale Network Inc
30 SkyLine Dr. – Lake Mary, FL 32746 US

Geht sterben!

schnell Einkommen bekommen

Samstag, 25. Juli 2009

Aber ganz schnell, und die Handschellen bekommt man ebenfalls ganz schnell angelegt.

Mitarbeiter gesucht!

Bei den Armutsämtern in Deutschland wartet ja keiner auf irgendeinen Job, da muss man eben mit millionenfacher, krimineller Spam nach „Mitarbeitern“ für die „Firma“ suchen. Übrigens hat die „Firma“ wie üblich weder eine Firmierung noch einen Firmennamen oder gar eine Website, und auf solchen Ballast wie eine persönliche Ansprache des Mailempfängers verzichtet sie auch gleich.

Wir bieten Ihnen an:

  • flexible Arbeitszeit;
  • Arbeitstag 1-2 Stunden;
  • hohes Einkommen.

Wenn ich völlig naiv wäre und das so hörte, müsste ich mich doch unwillkürlich fragen, warum die solche Jobs nicht anders loswerden. Aber wer sich schon solche Fragen stellt, ist für diese „Firma“ offensichtlich zu intelligent – die brauchen dumme Hilfsgeldwäscher. Der Job ist freundlicherweise in der Mail beschrieben:

Diese Arbeit verlangt keine spezielle Ausbildung und keine Geldanlagen. Sie können diesen Job mit Ihrer Hauptarbeit vereinbaren.

Sie sollen das Geld auf Ihr Konto bekommen, bares Geld abheben und uns per eine der Systemen der Bargeldüberweisungen Western Union oder Money Gram anweisen (Filialen Western Union und Money Gram gibt es in jeder Stadt).

Es geht also darum, Geld aus betrügerischen Geschäften auf dem eigenen Konto zu empfangen und bar an die Verbrecher weiterzuleiten. So kommt die Polizei nicht zu den Verbrechern, sondern zu den Deppen, die das für eine tolle Arbeit halten und die sich wie die kleinen Kinder darüber freuen, dass sie so viel Geld dafür kriegen:

Ihre Provision wird 20% von der Geldüberweisung ausmachen, die Provision bekommen Sie, sobald das Geld auf Ihrem Konto ist. Die Summe, die Sie verdienen können, hängt nur von Ihnen ab. Je mehr Sie Geldüberweisungen bekommen und uns anweisen, desto höher ist Ihr Einkommen. Z. B. Wir überweisen Ihnen 6000 Euro, Ihre Provision wird 1200 Euro ausmachen. Von Ihnen ist nur Arbeitswille, Verantwortlichkeit, Bankkonto gefragt.

Unglücklicherweise wird von der „Provision“ nichts übrig bleiben, wenn man nur nach wenigen Wochen für die kriminellen Geschäfte zur Verantwortung gezogen wird und den ganzen, dabei angerichteten Schaden aus eigener Tasche bezahlen muss. Je mehr man „verdient“ hat, desto übler muss man bluten. Und als kostenlose „Bonuszahlung“ kriegt man eine hübsche Vorstrafe, mindestens wegen Geldwäsche oder wegen der Beteiligung an einen bandenmäßigen Betrug, möglicherweise aber auch noch ein paar Stüfchen höher.

So, hier noch einmal für Dumme [Ja, die schreiben das wirklich so in ihrer Mail, das ist nicht mein Text]:

Wie alles ablaufen wird:

  • Wir telefonieren mit Ihnen und vereinbaren im Voraus die Zeit, wann Sie die Arbeit erledigen können;
  • Dann kommt auf Ihr Konto von unserem Agent die Geldüberweisung ein;
  • Sie heben bares Geld ab;
  • Sie ziehen aus der Summe der Geldüberweisung Ihre Provision 20% ab;
  • Die restliche Summe überweisen Sie per Western Union oder Money Gram (die Gebühren für Western Union und Money Gram bezahlt unsere Firma);
  • Sobald Sie uns das Geld per Western Union oder Money Gram anweisen, vereinbaren wir den Tag und die Zeit der nächsten Überweisung, darum können Sie diesen Job mit Ihrer Hauptarbeit vereinbaren.

Wer mir jetzt immer noch nicht glauben kann, dass es sich um einen Job als Hilfsgeldwäscher für die Betrüger aus der Phishing- und Spam-Mafia handelt, der kann ja mal die nächste Polizeidienststelle aufsuchen und da von diesem „Job“ erzählen.

Wenn Sie Interesse für diesen Job haben, schicken Sie uns folgende Daten auf diese e-Mailadresse: job (at) inzo-group.com und unser Personalmanager erklärt Ihnen alles ausführlich telefonisch oder per e-Mail:

Wer daran Interesse hat, sollte die Mail keinesfalls mit „Beantworten“ beantworten, denn diese Spammer sind zu doof zum Spammen und deshalb funktioniert das nicht. Lieber auf einen Link mit einer Mailadresse klicken und einen kleinen Datenstriptease vor der Mafia machen.

  • Vorname;
  • Nachname;
  • volle Adresse;
  • Telefonnummer (Handy, Festnetz).

Dass man hier Kontakt mit der organisierten Kriminalität hat, brauche ich hoffentlich nicht noch einmal zu betonen. Dass diese Leute im Zweifelsfall nicht lange fackeln, dürfte auch klar sein. Wer auf die Idee kommt, da jetzt irgendwas hinzuschicken, sollte sich hüten, dass irgendein Rückschluss auf seine Person möglich ist.

So, und jetzt noch ein bisschen Realsatire:

Wir fragen keine persönliche Information außer der, die für die Banküberweisung notwendig ist. Sie haben kein Risiko betrogen zu sein.

*prust!*

Und damit es mit dem Lachen noch weiter geht:

Wir entschuldigen uns, wenn wir Sie mit diesem e-Mail gestört haben. Ihre e-Mailadresse haben wir aus offenen Quellen genommen. Wenn Sie mehr keine e-Mails mit Arbeitsangeboten von unserer Firma bekommen möchten, schicken Sie leeres e-Mail auf folgende e-Mailadresse: del (at) inzo-group.com

Wer da eine Mail hinschickt, zeigt den Verbrechern nur, dass die Mail auch ankommt und dass er so dumm ist, irgendwelchen Sprüchen aus einer Spam zu glauben. Das wird Folgen haben, bis zu 500 am Tag…

Auf ein Grußwort zum Abschied wurde ebenso verzichtet wie auf eine persönliche Anrede.

CITIBANK.DE – Wir sind froh, 25 Euro auf Ihr Konto zu uberweisen (50LC1T)

Freitag, 24. Juli 2009

[Das hier heißt „Unser täglich Spam“, und der Citibank kann man vielleicht manches Schlechte nachsagen, aber noch nicht, dass sie unter die Spammer gegangen ist. Diese Mail kommt nicht von der Citibank. ]

Na, da hat sich ein Phisher aber mal richtig Mühe gegeben. Die Mail sieht wirklich überzeugend aus, das Corporate Design der Citibank ist sehr gut getroffen. Und die meisten Links in der Mail führen auf die Website der Citibank – mir „nur“ zwei Ausnahmen.

Der erste Link sieht so aus:

Login

Wer darauf klickt, kann alle Hoffnung fahren lassen.

Und der zweite Link ist ein bisschen größer und praktisch der Ersatz für eine textuelle Mitteilung in dieser Spam:

Wir sind froh, 25 Euro auf Ihr Konto zu überweisen, wenn Sie nur 5 Fragen uber unsere Dienstleistungen beantworten. Mehr erfahren. Loggen Sie sich ein und beantworten Sie die Fragen

[Für Originalgröße auf die Grafik klicken…]

Bei einer solchen Präsentation wundert sich kein Opfer mehr darüber, dass es nicht namentlich angesprochen wird. Dass der Absender sich den nicht gerade deutschen Namen „Dispenses U. Profiled“ [ja, wirklich] gegeben hat, wird wohl auch niemand bemerken. Und denn werden da so freundlich 25 Euro angeboten, dass man gar nicht mehr merkt, dass dieses „Wir sind froh“ nicht gerade nach der Sprache eines in Deutschland lebenden Autoren klingt – und dann fällt auch dieses „uber“ auf, über dem irgendwie so zwei Pünktchen fehlen. Dafür klebt ein dicker roter Punkt ganz unpassend im Text. Aber das kann man alles schon einmal übersehen, vor allem, wenn man gerade mit dem Geld ein bisschen eng ist, und dann klickt man entweder auf die große Grafik oder auf das Feld „Login“ und will sich seine 25 Euro abholen…

Und. Das wird teuer!

„Login“ führt auf die Domain 2b3.com, und die große Grafik auf die Domain chatroom.us.com – beides gewiss keine Internetadressen, die von der Citibank für die Kommunikation mit den Kunden benutzt werden. Dort kann man sich dann „anmelden“, und es wird bestimmt alles sehr ähnlich wie bei der Citibank aussehen. Die eingegebenen Daten gehen direkt in die Hände von Verbrechern, und die werden damit etwas anzufangen wissen, was sich kein Kontoinhaber bei irgendeiner Bank wünschen kann.

Also: Diesen Sondermüll sofort löschen. Kunden der Citibank sollten ihre Bank darüber informieren, damit andere Kunden gewarnt werden – ich halte so etwas nicht für meinen Verantwortungsbereich und bin nicht dafür da, irgendwelchen Bankhäusern kostenlos ihre Probleme zu lösen.

Erheiternd fand ich den Prosatext in der HTML-Mail, der mit CSS unsichtbar gemacht wurde, um diese Mail besser am Spamfilter vorbei zu mogeln. Er enthielt unter anderem die bemerkenswerte Zeile „Vertra:umte Polizisten watscheln bei Laternen“ – *prust!*

Taschenweltherrscher

Freitag, 24. Juli 2009

Meine Welt immer dabei. Unbeschwert telefonieren und grenzenlos surfen mit der BASE Handy- und Internet-Flat!

Na, wenn du meinst, Werber… Ich muss meine Welt jedenfalls nicht extra mitnehmen, sondern bin einfach so von ihr umgeben – und das auch noch ganz kostenlos.

Hast du eigentlich einmal den ollen Heraklit gelesen, du koksnäsiger Werber, du? Besonders die Aussage „Die Wachenden haben eine einzige und gemeinsame Welt, von den Schlafenden aber wendet sich jeder seiner eigenen zu“ solltest du dir doch einmal zu Gemüte führen. :mrgreen:

Quelle des Scans: Aktuelle Postwurfsendung von BASE.