Hui, an admin@tamagothi.de, das riecht schon nach Spam, bevor man auch nur den ersten Blick darauf wirft.
Wieso „Re:“? Ich habe diesem James G. Martin…
Von: James G. Martin <guest@hanbiro.net>
Antwort an: Recipients <guest@hanbiro.net>
An: contactdcd@ltdclient.com
…noch nie geschrieben. Und persönlich ist diese Mail auch nicht. Dieser E-Müll geht als BCC an ganz viele Empfänger auf einmal. Deshalb stehe ich ja auch nicht als Empfänger drin. Natürlich soll man auch nicht an die Absenderadresse antworten, sondern an eine Adresse…
$ host ltdclient.com ltdclient.com mail is handled by 10 mx.yandex.net. $ _
…deren E-Mail über das russiche Portal Yandex betrieben wird. Mehr muss man gar nicht wissen, um zu sehen, dass es hier um die Einleitung eines Vorschussbetruges geht und um eine kurze Zuckung im Löschfinger zu bekommen.
Hmm, ob dieser Darlehensgeber in seiner Domain für die Mailadressen wohl auch eine Website betreibt? Das wäre ja ganz praktisch, wenn man so ein Kreditinstitut hat. Mal gucken:
$ lynx -dump ltdclient.com www.ltdclient.com.com Coming soon. $ whois ltdclient.com | grep -i ^creation Creation Date: 2024-02-10T14:30:06Z $ datediff 2024-02-10 2024-02-10 is 91 days before 2024-05-11 $ _
Oh, die ist leider noch nicht fertig, die Website. Na ja, die Domain ist ja auch noch jung. Und sich schnell mit einem dieser Baukästen für Websites eine Fassade zusammenzuschieben, ist doch viel zu viel Mühe. Wenn ein Spammer sich Mühe geben wollte, brauchte er nicht zu spammen, sondern könnte gleich arbeiten gehen. Und wenn er nicht die Intelligenz der Empfänger seiner Spam so sehr verachten würde, dann würde er sich vielleicht mal neue Betrugsmaschen ausdenken. Welche, bei denen mir nicht vor lauter Gähnen das Lachen vergeht. 🥱️
Na, das ist sicher eine lustige Spam:
Hallo Herr/Frau,
Ja, ich bin eines davon. Das habe ich zwar mit über
Wir bieten Darlehen im Bereich von zehntausend Euro bis zu fünfzig Millionen Euro zu einem attraktiven Zinssatz von 1,8 % an.
Wenn dieses Angebot für Sie interessant ist, zögern Sie nicht, uns per E-Mail zu kontaktieren, um weitere Informationen zu erhalten oder Ihre Finanzierungsbedürfnisse zu besprechen.
-James G. Martin
Aha, ihr seid also die Spambank. Ihr gebt das schöne Geld raus wie die Spam. Hier zehntausend, dort die Milliönchen. Bonität spielt für euch keine Rolle, jeder Mensch soll etwas haben. Bis zu fuffzich Millionen. Euro, nicht Rubel. Endlich mal wieder so richtig nach Herzenslust durchkaufen! 🛒️
Wer ein bisschen naiv ist und das interessant findet, soll diese nicht digital signierte Mail – die nicht nur im Klartext, also offen wie eine Postkarte, durch das Internet befördert wurde, sondern auch auf dem gesamten Transportweg beliebig verändert werden konnte, ohne dass der Empfänger das bemerken könnte – beantworten. Unverschlüsselt, denn ein Schlüssel für die Antwort wurde nicht mitgeteilt. Wer braucht schon diese Diskretion in Gelddingen? Das kann man auch alles auf Postkarten machen. Die Kontoauszüge werden doch auch immer auf Postkarten gedruckt. Und bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht. Aber das mit den Dalehen stimmt. Fest dran glauben!
Entf! 🗑️
So schade, dass diese ganzen Darlehensgeber aus der Kommentarspam…
So nannte sich der Hirni mit seiner IP-Adresse aus Indien und seinem nicht so gut gelungenem Spamskript (vielleicht kennt er sich mit Videos ja besser aus), der heute morgen zwischen 7:58 Uhr und 8:59 Uhr gleich im Sechserpack die „Kommentare“ mit SEO-Link ausgerechnet hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an seinem klaffenden technischen Unvermögen scheiterte. Hier zum Genuss und Verdruss seine sechs Beiträge zu einem Internet mit noch mehr Spam und Suchmaschinenmanipulation unter Mitverwendung schnell aufgepusteter Spamblogs. Die angegebenen Mailadressen habe ich zwar ins Zitat übernomen, aber unkenntlich gemacht, denn es sind mit Sicherheit die Mailadressen anderer, völlig unbeteiligter Leute. Falls sie überhaupt existieren. Alle „Kommentare“ wurden mit der gleichen IP-Adresse eines Zugangsproviders aus Neu-Delhi abgesetzt.
Was sollen da Nummern? Dieses 
Hach, es war ja zwischendurch so eine schöne Zeit im Spameingang. Vor einigen Monaten scheint jemand ein größeres Botnetz gepwnt und ausgeknipst zu haben, und auf einmal war schlagartig ein bisschen Ruhe. Nicht nur im Mailpostfach, sondern auch im Kommentarbereich der Blogs. Aus den alltäglichen rd. 1.500 versuchten Spamkommentaren pro Tag hier auf Unser täglich Spam wurden rd. 120, und unter diesen gab es auch öfter mal Spam in Handarbeit. Ja, Handarbeit! Markieren, Kopieren, Einfügen, Absenden. Meistens aus dem bettelarmen Benin, wenn die IP-Adresse nicht durch ein VPN verschleiert wurde (Geoblocking ist sinnlos geworden), manchmal aber auch aus Nigeria, Indien und aus der gequälten Ukraine. So etwas ist schwierig zu filtern, vor allem, wenn die Texte dann auch noch mit angelernten neuronalen Netzwerken generiert werden. Da kamen dann auch hin und wieder mal ein paar Spams durch. Es ist halt manchmal schwierig, alles so abzuwägen, dass man wenig Aufwand hat, dass Kommentieren niedrigschwellig möglich ist und dass Spam sicher aussortiert wird.


