Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Der Betreff reicht

Montag, 3. November 2014

Nun, diese Mail hat ja auch einen epischen Betreff:

Von: Mr J D Ray <mm_arm_mar05 (at) yahoo (punkt) co (punkt) jp>
Betreff: My Donation for Charity,i have decided to write you this piece of email because of the undeterminable situation i am into right now.I’m Jimmy Dell Ray from the United States of America,i am Presently admitted at the hospital suffering from a critical ailment.i made a fixed deposit with a bank here in cote d’ivoire,Due to my health condition and i wish to know if i can trust you to use the funds for charity work,await to read from you.Stay blessed Mr.Jimmy D Ray.

Dafür hat der Spammer dann aber auch den Text weggelassen. Steht ja alles im Betreff. Sicher, man könnte Internetbetrüger, der für seinen Betrug auf E-Mail setzt, aber zu doof ist, eine Mail zu schreiben, als einen Vollpfosten bezeichen… aber das wäre eine Beleidigung für jeden Pfosten.

Wichtig.

Sonntag, 2. November 2014

Oh, mit Spam-Punkt nach dem Betreff… muss ja irre wichtig sein, mal reinschauen (es ist eine HTML-formatierte Mail und die „Formatierung“ ist original, die Anmerkungen in eckigen Klammern sind von mir):

Lieber Freund [sic!], Mein Name ist Steven Erwin. Ich arbeite mit einem Finanzierungs Haus [sic!] hier in den Niederlanden. Während meiner letzten Sitzung und Prüfung der Bankkonten in unserer Bank, meine Abteilung fand ein ruhendes Konto mit einer enormen Summe von US $55,500,000.00 [sic! Ein Banker eines Nachbarstaats der BRD schreibt „deutsch“, weiß aber nicht, dass im Deutschen der Punkt die Tausender trennt und das Komma die Dezimalstellen abtrennt und macht es deshalb genau umgekehrt…], die von einem verstorbenen Herrn Williams aus England vor abgelagert wurde sein Tod [sic!]. Aus unserer Untersuchung hatte er keine nächsten Angehörigen, diese Mittel zu erreichen [sic!]. Nach Ansicht der niederländischen Bankenregulierung nur ein Ausländer als nächsten Angehörigen stehen [sic!], angesichts der Tatsache, dass der Hinterleger war ein nicht-Niederländisch. Ich brauche Ihre Erlaubnis, als Partner unserer verstorbenen Kunden zu stehen [sic!], so dass die Mittel freigegeben und sofort auf Ihr Bankkonto überwiesen. Am Ende der Transaktion 40% wird für Sie sein, und 60% für mich und meine Kollegen. Ich arbeite noch an der [sic!] Finanzhaus und das ist der Grund, warum ich noch eine zweite Partei mit zu arbeiten [sic!]. Ich habe in meinem Besitz aller erforderlichen Unterlagen zu haben [sic!], diese Transaktion erfolgreich durchgeführt. Weitere Informationen werden nach dem Eingang der Ihre prompte Antwort zur Verfügung gestellt werden [sic!]. Beachten Sie auch, dass diese Transaktion ohne Risiko, ist alles, was ich brauche deine Ehrlichkeit [sic! Genau die richtige Anforderung, wenn man gemeinsam durch Betrug eine Erbschaft abholt…] und Vertrauen. Bitte antworten Sie mir mit Ihren privaten E-Mail (für vertrauliche Gründen), so dass ich Ihnen mehr Details [sic!] und erläutern die Verfahren der Vorschlag [sic!] an Sie. Bitte bitte [sic!] antworten zurück zu mir dringend obwohl meine private E-Mail (steven (punkt) erwin (at) aim (punkt) com) [sic!] Mit freundlichen Grüßen Steven Erwin

Lieber Steven,

wenn du mich einen Freund heißt, darf ich dich wohl duzen.

Deine lustige Mail, in der meine Mailadresse (meinen Namen kennst du ja ganz offensichtlich nicht) mal wieder einen riesen Batzen Geldes geerbt hat, war mir ein ganz besonderer Genuss. Ich lache nämlich gern.

Dass du den Eindruck erweckst, dass in einem niederländischen Bankhaus weder nennenswerte deutsche Sprachkenntnisse vorhanden sind noch auch nur bekannt ist, wie im deutschen Sprachraum Zahlen formatiert werden – vermutlich, weil man in Banken niemals Zahlen zu Gesicht bekommt – ist peinlich, aber du hast dir gewiss gesagt: „Meine Opfer sind Idioten, für die muss ich mir keine Mühe geben“.

Und genau das erklärt auch dein sprachliches „Ausdrucksvermögen“ und die gelungene Formatierung deiner Mitteilung, die in dieser Kombination einen zwar schrägen, aber dennoch sehr harmonischen Einklang bilden. Immerhin ist deine asoziale Idee, naive Menschen zu betrügen, um dir davon weiterhin viel Zeit in deinem Lieblingsbordell leisten zu können und die gnadenlose Dummheit im Vortrag deiner Betrugsnummer in sich konsistent… da blitzt nirgends auch nur kurz eine Spur von Geist, Einsicht und Könnerschaft auf.

Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg.

Dein dich genießen müssender
Nachtwächter

Aktueller Hinweis für ebay-Nutzer

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Dies ist keine Spam, sondern ein kleiner Rückblick und eine aktuelle Warnung.

Im Februar dieses Jahres habe ich hier erstmals anhand eines einzigen Beispieles den Verdacht geäußert, das bei ebay ein Datenleck vorliegen könnte und habe dabei hoffentlich deutlich genug vor gutem, personalisierten Phishing gewarnt.

Dieses Datenleck wurde erst mehr als drei Monate später, im Mai dieses Jahres, von ebay bestätigt. Angreifern war es möglich, von ebay sportliche 145 Millionen Kundendatensätze mitzunehmen. Die Frage, warum ein Unternehmen wie ebay, das in dieser Weise mit Kundendaten umgeht und trotz einer monströs gewordenen organisierten Internet-Kriminalität seine Kunden drei Monate lang nicht vor möglichen Folgen des kriminellen Datenzugriffs warnt, überhaupt noch Kunden hat, kann ich auch nicht beantworten. Es gibt sicherlich einen völlig vernünftigen Grund dafür, den zu verstehen ich einfach zu dumm bin.

Seither zirkulieren die von ebay abgegriffenen Daten unter Kriminellen – und zurzeit werden, wie das LKA Niedersachsen mitteilt, diese Daten wieder einmal für sehr gefährliches, personalisiertes Phishing verwendet.

Meine Empfehlungen in dieser Sache

  1. Immer daran denken: Weder ebay noch PayPal versenden irgendwelche Mails mit der Aufforderung, an irgendwelchen Legitimationsprüfungen aus irgendwelchen Sicherheitsgründen teilzunehmen. Derartige Mails sind immer Spam.
  2. Eine eventuell bis Februar dieses Jahres gegenüber PayPal benutzte E-Mail-Adresse sollte sofort stillgelegt werden. Sie ist mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit zusammen mit dem zugehörigen Namen und der zugehörigen Postanschrift unter Kriminellen bekannt und kann für sehr gefährliches personalisiertes Phishing verwendet werden. Eine Telefonnummer lässt sich oft aus offenen Quellen zusätzlich ermitteln, und die ebenfalls offen einsehbaren getätigten Geschäfte auf ebay lassen eine Abschätzung zu, bei welchen Personen sich ein aufwändig vorgetragener Betrug „lohnt“. Dies lässt es in meinen Augen als sicher erscheinen, dass irgendwann auf Grundlage dieser Daten sehr aufwändige und für den Betroffenen schwer durchschaubare Betrugsnummern unter Beteiligung von Briefpost- und Telefon-Verkehr durchgeführt werden.
  3. Ebay muss in seinem damaligen Umgang mit dem Datenabgriff als ein Unternehmen betrachtet werden, das kein Interesse daran zeigt, seine Kunden vor den möglichen kriminellen Folgen seines eigenen Versagens zu schützen. Wenn das Datenleck nicht an vielen anderen Stellen im Internet ruchbar und zum immer breiter rezipierten Gerücht geworden wäre, hätte ebay es seinen Kunden gegenüber vermutlich einfach verschwiegen. Das sollte Grund genug sein, nach Möglichkeit Distanz von ebay aufzusuchen.
  4. Generell ist davon abzuraten, überhaupt noch irgendwelche Daten im Internet gegenüber zentralistisch organisierten Strukturen (wie etwa Unternehmenswebsites) preiszugeben. Dies gilt in besonderer Weise, wenn dabei Geld oder wertvolle Güter bewegt werden, so dass eine kriminelle Attraktivität dieser Daten entsteht, die auch aufwändige Angriffe hervorbringt. (Vermutlich war der Angriff auf ebay aufwändig.) Diese Empfehlung kann ich erst relativieren, wenn Unternehmen bei Datenschutzversäumnissen im vollen Umfang für die Folgen haftbar gemacht werden können, was zurzeit nicht der Fall ist und was vermutlich auch so lange nicht der Fall sein wird, wie die so genannten „Volksvertreter“ in der Legislative mit zugestecktem Geld gefügig gemacht werden können.

Alles weitere kann bei der Polizei nachgelesen werden.

Eingangsbestätigung zu ihrer Bestellung 9234500900001 Deutsche Post vom Freitag, 24.10.2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Vom Freitag? Schnell ist sie nicht, diese „Deutsche Post“.

Die folgende Mail ist eine gefährliche Spam. Sie kommt nicht von der „Deutschen Post“, die sich für ihren Mailverkehr wohl auch kaum einen Server in Frankreich mieten würde.

Liebe Kundin, lieber Kunde,

Mit dieser Nachricht bestätigen wir, dass Ihre Bestellung bei uns eingegangen ist. (siehe anhängende Datei)

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Deutsche Post eFiliale Online-Team [sic!]

Wie immer, wenn die Ansprache unpersönlich ist und ein angeblicher Geschäftsvorfall behauptet wird, über den nichts weiter als eine Nummer mitgeteilt wird, ist der Anhang, der angeblich über alles aufklären soll, das reinste Gift. In dem angehängten ZIP-Archiv liegt eine Datei mit dem Dateinamen Rechnung zu Ihrer Bestellung.exe, die das Piktogramm eines PDF-Dokumentes trägt. Das ist eine ausführbare Datei für Microsoft Windows, unter Vorwand zugestellt von anonymen Spammern, und wer diese verbrecherische Software gestartet hat, hat jetzt einen Computer anderer Leute auf dem Schreibtisch stehen.

Die Schadsoftware wird nur von rd. 40% der gängigen Antivirus-Schlangenöle als Schadsoftware erkannt und aussortiert, bevor sie größeren Schaden anrichten kann. Aber zum Glück sollte inzwischen fast jeder Mensch wissen, dass…

  1. …die anonyme Anrede der Marke „lieber Kunde“ ein Alarmzeichen ist;
  2. …eine gemailte Bestellbestätigung, die im Text nichts als eine dumme Nummer über die Bestellung mitteilt, ein Alarmzeichen ist;
  3. …eine angebliche E-Mail von einem Unternehmen zu einem angeblichen Geschäftsvorfall, in der keine Telefonnummer für schnelle Rückfragen angegeben ist, ein Alarmzeichen ist; und dass
  4. …ein E-Mail-Anhang mit einem angeblichen PDF-Dokument in einem ZIP-Archiv ein Alarmzeichen ist…

…und einfach unbeschwerten Herzens und unerschrocken die Spam löschen. (Das gleiche gilt natürlich auch, wenn das ZIP nicht angehängt wurde, sondern ein Link auf die angeblichen Dokumente gesetzt wurde. Und eine Bullshit-Unterschrift wie „Ihr Deutsche Post eFiliale Online-Team“ sollte natürlich auch skeptisch machen, so sehr die Werber nach mehreren gepuderten Nasen auch immer darum bemüht sind, die sprachlichen Auftritte von Unternehmungen zu realdadaistischen Akten zu machen.)

Und genau damit ist das einzige große Einfallstor für Schadsoftware über E-Mail geschlossen. Kurze Merkregel: Hängt ein ZIP an einer Mail, lösch den Müll! Es ist weder sachlich noch technisch erforderlich, PDF-Dokumente zusätzlich durch Verpacken in ein ZIP-Archiv zu komprimieren; diese sind sowohl digital signierbar wie auch komprimierbar.

Investment Program

Freitag, 24. Oktober 2014

Hello, I want to present a new online investment program called Finvilla.

Ich habe keine Ahnung, wer du überhaupt bist, du kennst mich auch nicht. Was du vor dir hast, ist eine Spam. Spam ist illegal und darüber hinaus ziemlich asozial. Das ist doch genau die richtige Grundlage dafür, dass ich dir erzähle, wie du dein sauer verdientes Geld anlegst, oder?

So, und jetzt schalt dein Gehirn aus und geh unmittelbar in den Giermodus, denn…

You can make profits vary from 1.5% to 4% daily, and referral bonus is 5%. Investment Plans:

1.5%-2.5% daily for 20 days – Minimum 5$
3.5%-3.0% daily for 30 days – Minimum 100$
3.0%-3.5% daily for 60 days – Minimum 1000$
3.5%-4.2% daily for 90 days – Minimum 5000$

Minimum Deposit: $5

…ich biete dir eine tägliche Verzinsung mit mindestens 3,5 Prozent an, wenn du wegen einer Spam fünfzig grüne Lappen mit Benjamin Franklin vorne drauf hergibst. Aber komm jetzt nicht auf die Idee, mal auszurechnen, was das für ein Jahreszins wäre, denn solche Zahlen übersteigen eh dein Vorstellungsvermögen. Es sind rund 28,4 Millionen Prozent. Du musst schon unter Lochfraß im Gehirn leiden, wenn du das für glaubwürdig hältst. Oder sehr pessimistisch in die Zukunft blicken, aber dann investierst du nicht, sondern verprasst schnell. Man kann nämlich etwas besseres mit seinem Geld anfangen, als es Betrügern in die Hand zu drücken. Aber davon lebe ich nicht.

Accepted Payment Processors: PM, Bitcoin

3 levels referral program: 5%-2%-1%

Join here https://finvilla.com/?ref=12lcaie

Eine großartige Website, die mir auf einem Browser ohne Plugins und ohne JavaScript aber nicht allzuviel zu erzählen hat – und mit voller Angreifbarkeit durch den Schadcode von Kriminellen vermutlich auch nicht. Dennoch gab es ein bisschen was zu lachen, nämlich diese tolle Visualisierung des dort angebotenen „Investments“ in vier lustigen Bildern:

Detail der betrügerischen Website

Ich interpretiere dieses dadaistische Meisterwerk der Spam- und Betrugskunst folgendermaßen:

  1. Man steht mit seinem winzigen, klappernden Sparschwein in der Hand und freut sich darüber, dass es nicht völlig leer ist.
  2. Irgendein dahergelaufener, gesichtsloser und anonymer Hansel beeindruckt mit einem größeren Haufen lustiger Diagramme und Zahlen.
  3. Die einsetzende Gier wirkt auf das Gehirn wie ein schwerer KO-Schlag, die letzten bewussten Regungen lösen sich in wohligem Schwarz auf.
  4. Die Betrugsmaschine läuft.

Markus hat fantastische Neuigkeiten für Sie

Freitag, 24. Oktober 2014

Das ist schön für Markus. Für mich ists Spam.

Hallo,

Wie ich heiße, kann der „Markus“ mit den Millionen von Mails natürlich nicht wissen, obwohl…

Ihr guter Freund Markus hat bei uns im Ruby Palace Casino gespielt und bereits £/$/€350 gewonnen – und er möchte, dass Sie es ihm gleichtun.

…er mein „guter Freund“ ist. Und als solcher hat er angeblich in einem obskuren Zockladen gespielt, der seltsamerweise nur über Spam bekannt gemacht wird, der auf Unser täglich Spam schon viele Spuren hinterlassen hat. Sehr schön, wie durch das Vorwegstellen dreier verschiedener Währungssymbole klar gemacht wird, dass die virtuellen Jetons, die man vielleicht gewinnen kann, nichts mit realem Geld zu tun haben, das man sich auszahlen lassen könnte – da bekommen dann alle Währungen, scheiß auf Wechselkurse, den gleichen Wert… eben den Wert der Wertlosigkeit.

Mit einer Auszahlungsrate von 97 Prozent und einer großen Auswahl an Spielen, angefangen von Spielautomaten und Video Poker bis hin zu Blackjack, Craps, Roulette und vielen mehr, bietet Ihnen Ruby Palace eine endlose Unterhaltung und pure Action.

Oh toll, die garantieren eine Auszahlquote. Mit heiligem, echten und ganz großem Spammerehrenwort versprochen, besiegelt mit der gefälschten Absenderadresse der Spam.

Und weil Markus Sie weiterempfohlen hat, erhalten Sie 200% zurück auf Ihre erste Einzahlung, wenn Sie sich noch heute im Ruby Palace anmelden. Starten Sie gewinnbringend.

Klar, für jemanden ist das „gewinnbringend“, wenn ein Empfänger dieser Spam echtes Geld gegen virtuelle Jetons eintauscht. Und dieser Jemand…

Warten Sie nicht länger!

…kann es gar nicht schnell genug bekommen! Zu allem Überfluss zeigt dieser Jemand auch gleich, was für ein widerwärtiger Geselle er ist, indem er…

Melden Sie sich heute noch an http://pfa-co.com/create.htm.

…auf irgendwelchen gecrackten Websites eine Seite hochlädt, die dann zum potemkinschen Casino unter rubygoldroyal (punkt) com weiterleitet, um diese Seite dann in seinem E-Müll zu verlinken. Ist ja auch mistig, dass die Spamfilter so schnell lernen und den Müll mit Mülllinks automatisch ins virtuelle Tönnchen werfen, bevor jemand die Chance bekommt, auf den alten Casino-Betrug irgendwelcher Affiliate-Spammer reinzufallen. Dass die gecrackte Website nach diesem Missbrauch auch windesschnell auf den Blacklists landet, ist den asozialen und kriminellen Spammern natürlich gleichgültig.

Übrigens hat sich im Design der angeblichen Casino-Site nichts verändert.

Viel Spaß!

Du mich auch!

Nur zwei Minuten später…

Hallo,

Ihr guter Freund Markus hat bei uns im Ruby Palace Casino gespielt und bereits £/$/€350 gewonnen – und er möchte, dass Sie es ihm gleichtun.

Mit einer Auszahlungsrate von 97 Prozent und einer großen Auswahl an Spielen, angefangen von Spielautomaten und Video Poker bis hin zu Blackjack, Craps, Roulette und vielen mehr, bietet Ihnen Ruby Palace eine endlose Unterhaltung und pure Action.

Und weil Markus Sie weiterempfohlen hat, erhalten Sie 200% zurück auf Ihre erste Einzahlung, wenn Sie sich noch heute im Ruby Palace anmelden. Starten Sie gewinnbringend.

Warten Sie nicht länger!

Melden Sie sich heute noch an http://optimaldanismanlik.com.tr/available.html.

Viel Spaß!

Und noch eine Website, die von diesem Spammern übernommen wurde und deren Betreiber jetzt das „Vergnügen“ hat, auf so ziemlich jeder Blacklist zu stehen. Asozial, faul, kriminell, skrupellos und verlogen zu sein, das ist es, was einen Spammer ausmacht.

Sehen die Kunden Ihre Firma im Internet?

Freitag, 24. Oktober 2014

Fragen über Fragen… 😀

Herzlich willkommen,

Beste! Anrede! Ever! :mrgreen:

Sehen die Kunden Ihre Firma im Internet?

Wer „meine Firma“ irgendwo sieht, hat ein ernsthaftes Problem mit seiner Wahrnehmung. Das gleiche gilt für jemanden, der sich für meinen Kunden hält. Aber woher soll ein Spammer, der sein Mailadressen-Material von überall aus dem Web zusammenklaubt und dabei mit seinen dreckigen Skript-Fingern auch in mein Honigtöpfchen kommt, denn wissen, wer oder was ich bin. Immerhin bin ich dabei ganz „herzlich willkommen“… 😀

Gruß auch von Peter Knopp! Der hat mir damals auch schon diesen Bullshit mit…

Wir bieten Ihnen die Optimierung Ihrer Internetseite für die Google-Suchmaschine an.
Der Zweck der Optimierung ist es, Ihre Webseite für die von Ihnen genannten Schlüsselwörter auf den ersten zehn Stellen in der Suchmaschinen zu positionieren.
Ihre Internetseite wird benutzerfreundlicher und lesbar für die Suchmaschinen (insbesondere für Google).

…dem „Ich mache deine Seite lesbar für Suchmaschinen“ geschrieben. Schön, dass man nach so langer Funkstille auch mal wieder die längst vergessenen Stilblüten technisch ahnungsloser Idioten lesen kann. Ahnungslos?

Unsere Hilfe beruht auf die einmalige Korrektur des Quellenkodes [sic!] der Webseite unter Aufrechterhaltung des bisherigen Inhaltes und des Aussehens.
Die Korrektur des Quellencodes [sic!] führen wir innerhalb von 5 Tagen nach der Erteilung des Auftrages durch.

Ja, ahnungslos. Was das richtige Wort für „Quellencode“ ist, sollte man nach vielen Jahren in diesem Geschäft – steht so auf deren Website – schon einmal gehört oder gelesen haben. Oder doch wenigstens nach zwei Jahren mit dieser Spammasche. Ach, wenn man an seinen Texten arbeitet und sie verbessert, ist das zu viel der Mühe, da könnte man auch gleich arbeiten gehen… ja, genau so ticken Spammer. Deshalb sind sie ja auch kriminell geworden.

Wir garantieren keine versteckten Kosten, nur eine einmalige Gebühr.

Bwahahaha! Das ist ja wie ein Kernkraftwerkbetreiber, der sagt: „Wir garantieren keine Größten Anzunehmenden Unfälle“. :mrgreen:

Sonderangebot!
Bis zum 23.10.2014 erhalten Sie ein Optimierungspaket für Ihre Webseite für 160,- EUR (eine einmalige Gebühr, ohne Abonnement).

Oh toll, nur noch heute (also jetzt: gestern). Wenn jemand länger darüber nachdenkt, ist das wohl nicht so toll für das Geschäftsmodell dieser Spammer, die schon so viele lustige Firmierungen und Namen von Mitarbeitern für die immer gleichen, doofen Textbausteine hatten. Und deshalb muss es eben ganz schnell gehen! Klicke, klicke Einladung:

Wir laden Sie auf unsere Webseite ein:

http://www.optimierung-seo.net/

Immerhin, für eine neues Design der löcherlichen Website einer angeblichen SEO-Klitsche, die man bemerkenswerterweise nicht mit Google, sondern nur in seiner Spam finden kann, hat es gereicht – ich habe mal einen Screenshot zu Flickr hochgeladen. Darauf ist auch wieder ein altbekannter Fehler dieser Leute sichtbar. Anstelle eines „ß“ wird ein „β“, ein griechisches Beta, verwendet. Jemand, der auf einer deutschen Tastatur tippt, wird sich ja doch im Regelfall ein bisschen schwer tun, diese Verwechslung zu machen. Vermutlich belegen diese Spam-SEO-Klitschen ganz komische Maschinenschreibkurse. 😀

Mit freundlichen Grüßen
Peter Kaiser – WebOptimierung

So viele lustige Firmierungen, so viele Namen und doch immer wieder die gleiche Einfalt. Die gesamte Geschichte dieser Betrugsnummer von Spammern lässt sich auf Unser täglich Spam unter dem Schlagwort „WebProgress.net“ nachlesen, einer relativ frühen angeblichen Firmierung. Übrigens können diese Spammer mit ihren Optimierungsarbeiten einfach dadurch beginnen, dass man ihnen etwas Geld gibt. Man kann sein Geld auch mit gleicher Wirkung verbrennen oder jemanden schenken, der es nötiger hat als diese aufdringlichen und dummen Halunken mit ihren weitgehend hirnfreien Spammails.

Warum man niemals ohne Adblocker surft?

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hier gehts nicht um eine Spam, sondern um einen weiteren Hinweis aus der seriösen Presse (und nicht von so einem Blogger wie mir), dass es sich bei Adblockern um unverzichtbare und ständig zu benutzende Sicherheitssoftware handelt, wenn man im Web unterwegs ist:

Es häufen sich Berichte, nach denen Kriminelle immer häufiger Online-Anzeigen nutzen, um ihren Schadcode zu verbreiten. Interessant ist vor allem, dass sie die dafür genutzten Werbeplätze offenbar regulär kaufen

Kurz gesagt: Wer nicht möchte, dass der Computer auf dem Schreibtisch von Verbrechern übernommen wird, benötigt beim Surfen im Web vor allem einen Adblocker – dieser ist wichtiger als ein so genanntes „Antivirus-Programm“, da er die Infektionsquelle an der Wurzel bekämpft und im Gegensatz zum Antivirenprogramm nicht nur dann funktioniert, wenn der Schädling schon einige Zeit bekannt ist. Näheres zu diesem Thema habe ich anlässlich einer Kampagne diverser kommerzieller Websites geschrieben, die ihre Leser aufforderten, Adblocker abzuschalten, und es gilt auch heute noch.

Angesichts der Tatsache, dass das Web damit schneller, schöner und sicherer wird, kann eigentlich kein vernunftbegabter Mensch „Nein“ zu einem Adblocker sagen.