Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Jetzt Bestellen Und Ganz Wenig Bezahlen, Uhren

Samstag, 15. Januar 2011

In diesem September sind zwoelf Edelarmbanduhrkopien im Ausverkauf. Sie koennen eine Business sogar morgen kriegen zustellung und nur hundert euro dafuer ausgeben.

http://redir.ec/av4i

Ach, im September erst. Das ist ja noch 229 Tage hin, da kann ich die Mail auch einfach löschen – denn eure über redir.ec maskierte Dreckssite wird es im September gewiss nicht mehr geben, die ist morgen schon weg. Spätestens.

Ist es nicht schön…

Donnerstag, 13. Januar 2011

Ist es nicht schön, dass die gleichen Leute, die mir immer diese tollen Tabletten zur Erhöhung und Verlängerung der Penissteife verkaufen wollen…

Betreff: elias VIAGRA � Official -72%

Click here <http://viagra.com.elias.sordoctor.com/>

<http://viagra.com.elias.sordoctor.com>

…auch – wie an der doch verblüffend ähnlichen Formatierung der Drecksmails deutlich wird – daran denken…

Betreff: elias, 65% off on all soft.

Click here <http://softwarestoredigital-1.ru>

<http://softwarestoredigital-1.ru>

…dass ich Software brauche. So bekommt man doch alles aus einer Hand. Oder besser: Man bezahlt alles in eine Hand und kann mal schauen, was man dafür bekommt.

Ganz großes Kino, Spammer!

Und ich dachte in den letzten Tagen schon, der Mailserver wäre kaputt, weil es so wenig Spam gab. Aber nein, die Spammer haben sich nur hingesetzt und sich gefragt: Wie können wir unsere Betrugsnummern noch blöder und offensichtlicher machen? Wie können wir die so doof machen, dass wirklich jeder bemerken muss, mit was er es bei uns zu tun hat?

Dazu passt übrigens auch, wie die Website des rabattfreudigen russischen Softwarehändlers nur ein Viertelstündchen nach Eingang seiner Mail in einem ganz normalen Firefox aussah:

Als Betrugsversuch gemeldete Website

Tja, schlechte Zeiten für die Verbrecher.

Fwd:

Mittwoch, 12. Januar 2011

Na, fällt deinem hingestümperten Betreffgenerator nicht ein, was du da forwarden willst, Spammer? Mal schauen, was du zu sagen hast:

Bill John

Nun, das ist eine sehr kurze „Nachricht“, die überdem den Vorteil einer erfreulichen Bedeutungslosigkeit hat. Um mir das zu sagen, hast du doch nicht etwa ein ganzes Botnetz zum Spammen, oder?

Ah, da hängt ja noch ein Anhang dran. Ein Bild mit dem hochgradig originellen Namen img.gif:

Das angehängte Bild mit dem Angebot von Viagra, Cialis und Levitra

Ah, jetzt weiß ich, was du mir sagen willst. Du hältst mich und die paar Millionen anderen Empfänger deiner tollen Botschaft für Idioten, die in so einer Mail herumklicken, dann aber nicht in der angehängten Grafik klicken, sondern die darin angegebene Adresse abtippen, weil sie angesichts dieser überwältigenden Gestaltung deiner Strunzpost unmittelbar von der Seriosität deines Angebotes überzeugt sind.

Und dich selbst hältst du wohl für einen, der mit solchen ganz tollen Tricks aus dem Spam-Proterozoikum auch noch durch die Spamfilter durchkommt.

Nun, es mag dich ja enttäuschen, aber du hast dich gleich zweimal geirrt…

Frau Christina Metternich!

Dienstag, 11. Januar 2011

Ich habe „ihre“ heutige Spam mit scharf gebremster Freude über mich ergehen lassen und bin gespannt auf weitere heitere Zeugen „ihrer“ ganz besonderen Aufdringlichkeit. Sie können sich darauf verlassen, dass „sie“ hier erwähnt werden. Um die Übersicht über „ihre“ ganz besondere Aktivität zu vereinfachen, sind „sie“ jetzt sogar zur „Ehre“ eines individuellen Schlagwortes für diese Aktivität gekommen.

Betreff: Vorschlag für tamagothi.de

Hallo,

Oh, welch treffsichere Ansprache!

leider haben Sie bisher auf meine ersten beiden E-Mails nicht reagiert. [sic!]

Aber nein doch, ich habe sehr wohl auf „ihre“ ersten beiden Drecksmails reagiert, „sie“ können es hier und hier nachlesen, ausgerechnet in einer Domain, die für „sie“ so irre „interessant“ ist, dass „sie“ ihrem Betreiber eine „Kooperation“ anbieten wollen. Offenbar, weil „sie“ davon ausgehen, dass der Betreiber dieser Site viel zu blöd ist, ein paar Klickergroschen dafür zu bekommen, dass er seine Site mit Reklame vergällt und dies den Lesern zumutet.

Ich würde Ihnen sehr gerne ein Kooperationsangebot unterbreiten. Bitte melden Sie sich, ob Sie Interesse daran haben oder nicht. [sic!]

Ich pflege es nicht, Spammern mit einer Mail zu antworten. Schon gar nicht, wenn diese mir irgendwelche „Kooperationen“ – zugegebenermaßen ein tolles Blendwort für Reklame und Linksetzung – rund um diesen Sumpf des beliebig manipulierbaren und in der Bundesrepublik Deutschland illegalen Glücksspieles im Internet andrehen wollen. Dass es hierzulande eine Linkhaftung gibt und dass „ihre“ so genannten „Kooperationspartner“ es leicht mit der Polizei zu tun bekommen können, weil sie Reklame für illegale Glücksspiele machen, ist „ihnen“ offenbar auch egal. Ist ja schließlich auch nicht „ihr“ Problem.

Es reicht mir völlig aus, über so einen Unfug ein bisschen zu bloggen, damit auch wirklich jeder mitbekommen kann, welche fragwürdigen Klitschen SEO-werte Links noch auf den unbedeutendsten Websites haben wollen – und die bei ihrem Ringen um die Manipulation der Indizes von Suchmaschinen nicht einmal dazu fähig sind, ins Impressum derjenigen Websites zu schauen, die von ihnen als „interessant“ bezeichnet werden, sondern lieber die Daten der DeNIC eG abgreifen. Nun, zumindest das haben „sie“ jetzt ja etwas anders gelöst, indem „sie“ auf so einen Firlefanz wie eine persönliche Anrede verzichten und damit den Spamcharakter „ihrer“ völlig unerwünschten Mails noch augenscheinlicher machen. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, er fiel schon vorher beim Hinschauen auf.

Wenn „sie“ wirklich glauben, dass es besonders viele Menschen gibt, die sich bei so einem aufdringlichen und unerwünschten Dreck im virtuellen Postfach dazu verpflichtet fühlen, auch noch eine Antwort zu verfassen, denn haben „sie“ sich jedenfalls geschnitten. Post wie „ihre“ landet meist dort, wo sie von ihrer Natur her hingehört: Im ziemlich glibberigen Sieb des Spamfilters.

Liebe Grüße

Christina Metternich christina.metternich (at) casinospielen.de

Es gibt Menschen, bei denen fällt das Wort „Liebe“ wie Falschgeld auf den Boden, wenn sie es in den Mund nehmen.

Grüßen „sie“ die niederländischen Antillen von mir, wo man so eine Website rund ums Internet-Zocken offenbar ganz gut betreiben kann. Und. Lecken „sie“ mich da, wo Sonne und Mond nicht hinscheinen können!

Der Nachtwächter
Nach Diktat verreist

Enhance your lovestick

Montag, 10. Januar 2011

cited Trouble mall withSaturday links at or images? View Sonic this message Coco online. [sic!]
Mon, 10 Jan 2011 18:19:17 +0100

Aber wie man das Datum im Mailheader unterbringt, das wisst ihr, oder? Und…

Dear elias, Dallas [sic!]
Enhance your lovestick Copyright © 2010 MxFg2H0lwrnv | All favorite Rights when Reserved. We chance are committed to protecting Gay your privacy, so your email address will NEVER besold, rented, or exchanged. This most message was sent to exxxxs (at) hxxxxxxxxxu.de. Visit community your subscription management page to modify face your email communication preferencesor update your personal profile. To stop ALL Living email [sic!] from us, click here (or reply updated via email with „remove“ rich in the subject Secrets line).

…vielleicht würde eure… ähm… sparsam formatierte Nullnachricht ein paar Idioten sogar hin und wieder mal zu einem Klick und einem Besuch eurer betrügerischen Drecksseiten motivieren, ja, wenn da nur ein Link wäre.

Tolle Geschenkideen zum Muttertag

Sonntag, 9. Januar 2011

Wie, schon wieder Mai?

Herme5 Taschen und Uhren finden Sie unter nie zuvor Preise

http://durl.me/4nycf

Und da, wo die Preise wie nie zuvor herumliegen, da liegen auch ein paar Taschen mit Ziffern statt Buchstaben und ein paar billige Ticktacks. Muss man aber ein bisschen suchen unter den Preisen. Passt ja auch, denn das mit dem Bezahlen klappt bei den Spam-Betrügern immer viel besser als das mit dem Liefern.

RE: XLN234GTXCNL

Samstag, 8. Januar 2011

Toller Betreff!

RE: XLN234GTXCNL

Muss man gleich noch mal in der Mail wiederholen. Vielleicht wird er dadurch ja… ähm… verständlicher. :mrgreen:

Microsoft Award Notification (You‘ve won |1.2m) in our 2010 end of year promotional programmme tagged „THANKS FOR CONTRIBUTING TO OUR FINANCIAL SUCCESS“.

Dafür fallen aber zum Ausgleich die ganzen Zahlen und der Kübel abgekühlte Buchstabensuppe weg, die sonst immer da gebracht werden, wo angeblich „Mailadressen gezogen“ werden. Nein, nicht einmal mehr Mailadressen werden gezogen. Es werden einfach 1,2 Millionen vertikale Linien verschenkt, vermutlich, weil vor lauter Verschenken nicht einmal mehr ein Währungssymbol übrig ist. Warum solche unglaubliche Freigiebigkeit? Na, aus Dankbarkeit dafür, dass man zum finanziellen Erfolg des Absenders beigetragen hat, bei dem durchaus so einiges im Oberstübchen etwas mickrig und weich geraten zu sein scheint. Wenn man auf diese Mail reagiert, bekommt man sogar jede Menge Gelegenheit, wirklich zum „finanziellen Erfolg“ beizutragen – schließlich werden ja vor der Überweisung der Millionen ein paar kleinere über Western Union oder MoneyGram zu begleichende „Vorleistungen“ fällig, aus denen sich diese Gangster ein hübsches Leben finanzieren.

Zehn Extrapunkte für die schnörkellose Aufführung des Vorschussbetruges. Diese zehn Punkte dürfen sich die Ausgezeichneten von ihrem Intelligenzquotienten abziehen.

Kindly send:
your Name, *Address, *Age/Sex, *Telephone.num, [Formatierung aus dem Original!] Via email to: vandijklaat (at) luckymail (punkt) com

Den Datenstriptease bitte nicht an den Absender senden, denn die Absenderadresse ist gefälscht.

Мой Мир@Mail.Ru в твоем мобильном!
Просто зайди с телефона на m.mail.ru

So muss die Spam aufhören, damit auch jeder glaubt, dass sie von Microsoft kommt.

INVESTISSEMENT ET DEMANDE D‘AIDE

Donnerstag, 6. Januar 2011

Und ich dachte immer, die Vorschussbetrug-Spam gäbe es nur in fragwürdigem Englisch und katastrophalem Deutsch. Es gibt sie auch in Sprachen, die ich gar nicht so gut verstehe. Na ja, es gibt wohl kaum eine westeuropäische Sprache, in der ich diese olle Nummer nicht verstehen würde, so oft wie ich die vor Augen habe.

Bonjour,

Guten Tag, deinen Namen kenne ich nicht…

Je vous contacte pour une proposition d‘affaire. Je suis Mr Francis Gomont. Je suis opérateur économique en cote d‘ivoire. Je suis titulaire d‘un compte d‘investissement d‘un montant de ($ 8.5 millions).

…aber für mich selbst habe ich mir wenigstens einen tollen Namen ausgedacht. Ich mache Bullshit-Geschäfte an der hübschen Elfenbeinküste, und wie das in Afrika so ist, liegen die Millionen von Dollar hier einfach so herum.

Je me retrouve dans l‘incapacité d‘user de ce montant selon mon entendement pour deux raisons: la crise financière internationale et la crise politique profonde qui secoue notre pays la côte d‘ivoire.

Weißste, und wegen der internationalen Finanzkrise und der üblichen politischen Krise in unserem hübschen Ländchen kann ich das Geld nicht so locker verprassen.

Pour ces deux raisons, la banque centrale a limite les possibilités de sortie du territoire pour les devises étrangères. N‘ayant pas les appuis politiques suffisants, je me trouve dans l‘incapacité d‘user de cet argent pour mes affaires et comme je l‘entends.

Le directeur de ma banque m‘a proposé une solution, si je trouve un partenaire extérieur, il est en mesure de demander à la banque ici en côte d‘ivoire de virer l‘argent sur le compte de cette tierce personne. La seule condition étant que le compte en question soit susceptible d‘accommoder un tel virement.

Denn wegen dieser beiden sofort wie eine extragrelle Osram einleuchtenden Gründe komme ich hier mit den Devisen nicht raus. Aber es gibt eine tolle Lösung dafür, ich brauche einen Ausländer, der diese kleine Geldsache für mich erledigt. Und weil in Geldangelegenheit ja jeder Mensch total vertrauenswürdig ist, habe ich mir gesagt, ich schreibe dafür mal jemanden an, den ich überhaupt nicht kenne.

Alors je vous contacte pour solliciter une aide sur deux points:

- Etes-vous en mesure d‘ouvrir un compte en banque dans votre pays?

- Puis-je vous faire confiance et virer cet argent sur votre compte?

Im Wesentlichen schreibe ich dich zusammen mit ein paar Millionen weiterer Spamempfänger an, um zwei Fragen zu klären. Bist du doof und gierig genug, diese Geschichte zu glauben und dich darauf einzulassen, und werde ich es zusammen mit meinen Kumpels schaffen, dir für dieses nicht existente Geld eine Vorleistung nach der anderen aus der Nase zu ziehen? Das Geld beamst du dann natürlich immer schön über Western Union und MoneyGram zu uns rüber, denn wir lassen uns wirklich nicht gern verhaften. Von deinem Geld finanzieren wir uns denn unseren verfeinerten Lebensstil in unserem hübschen Land, das mit Taschen voller Geld gleich noch ein bisschen hübscher ist.

En échange d‘une aide honnête et sincère je suis disposé à vous céder 15% de la somme en question. Si vous voulez me venir en aide je voudrais avoir vos coordonnées, votre nom et prenom, votre numéro de téléphone, votre adresse résidentiel, votre profession, votre âge, et je vous donnerais ceux de la banque pour que vous entrez en contact avec la banque. Je vous donnerai aussi mes contacte personnel.

Damit du auch schön gierig bist, tue ich so, als würde ich dir dafür rund 1,2 Millionen Dollar geben wollen. Stell dir diesen Haufen grüner Lappen doch bitte mal kurz vor. Und jetzt sei bitte so nett und mach mal einen anständigen Datenstriptease vor mir, einschließlich Telefonnummer, Anschrift und einiger weniger wichtiger Dinge. Am Telefon werde ich dich dann mit mes potes… ähm… meinen Kumpeln noch so richtig bearbeiten und ständig mit unseren vorgespielten Problemen beschäftigt sein lassen, und natürlich werden wir dir auch immer einen ordentlichen Batzen Kniste vor Augen malen, damit du auch zu größeren Opfern bereit bist, vielleicht sogar ein ordentliches Darlehen aufnimmst, um uns den Zaster zuzustecken. Du wirst es kaum glauben, aber diese primitive Betrugsnummer funktioniert immer noch – ich weiß das, denn ich lebe davon.

J‘espère votre réponse.

Ich hoffe, dass auch diesmal möglichst viele Deppen antworten.

Mr Francis Gomont.

Dein Vorschussbetrugsspammer…
…der zwar beflissen in Französisch schreibt, was auch zur Elfenbeinküste passt, aber gerade nicht so auf dem Schirm hat, dass man Monsieur mit M. abkürzt. Aber hey, auch viele andere derartige Fehlerchen fallen sogar jemanden auf, der niemals richtig Französisch gelernt hat, zum Beispiel „cote d‘ivoire“ statt „Côte-d‘Ivoire“ – die meisten Menschen werden wohl die Staatsbezeichnung des Landes, in dem sie leben und tätig sind, richtig schreiben können, oder? Na ja, Spammer eben – wenn sie sich Mühe gäben, denn könnten sie auch gleich richtig arbeiten, und das mögen sie eben nicht. Schade, dass ich die Grammatik dieser wilden Abenteuergeschichte nicht so richtig würdigen kann, denn dafür fehlt mir das erforderliche Feingefühl. Aber in der ganzen Pimmelpillen- und Uhrenspam wars schon eine willkommene Abwechslung…