Oh, ein Qualitätsbetreff. 🏆️
Den hatte ich aber schon lange nicht mehr. Mal schauen, wessen „lieber Freund“ ich heute bin:
Von: Mark Klassou <gen.jackmurphy8008@gmail.com>
Antwort an: markklassou60@gmail.com
An: undisclosed-recipients:;
Oh, der hat aber mal wieder ganz viele liebe Freunde! Und alle sollen ihm nicht auf die Absenderadresse antworten. Diese Spam wurde übrigens wirklich über GMail versendet, dem dicksten Freund des Spammers und Betrügers. Mark hat es mit dem Spammen wohl so übertrieben, dass er erwartet, dass die Absendermailadresse in Kürze nicht mehr funktionieren wird. Oder er hat einfach den gecrackten Account eines unbeteiligten Mitmenschen für den Spamversand benutzt. Schließlich ist Mark ja ein Krimineller.
Da stellt sich ja nur noch eine Frage: Wie viel Geld soll ich heute bekommen, weil ich so eine schöne Mailadresse habe?
Lieber Freund,
Mark, das hast du schon im Betreff gesagt.
Ich habe Ihnen vorhin geschrieben, ohne dass Sie darauf geantwortet haben.
So so, vorhin… also ich habe vorhin ein paar Mails gehabt, in deren Betreffs steht, dass ich über die Paketzustellung benachrichtigt werde; dass meine Prostata so groß wie eine Melon… ähm… Zitrone ist; dass es ganz schlechte Nachrichten für Solarpanels gibt; dass ich meine Eingeweide mit einem halben Teelöffel irgendeiner Pampe eines Quacksalbers befreien kann; dass sich eine mir unbekannte Frau herzeheiß spontanverliebt hat, und das ausgerechnet in mich; dass der Sommer kommt und ich buchen soll, bevor die Preise steigen; dass es einen dreitausend Jahre alten Pimmelwachstumscocktail aus Afrika gibt; dass ich etwas nicht näher benanntes essen soll, um abzunehmen, statt einfach weniger zu essen, um abzunehmen; dass jemand das coolste gadget für mich hat, das ich jemals bekommen könne; dass revolutionäre Brillen mich sicher durch die Nacht fahren lassen; dass ich meinen kleinen Lümmel um
Deine Zielgruppe sind also Leute, die zwar eine Mailadresse haben, aber noch nicht einmal wissen, wo sie ihren Posteingang finden. 🤣️
Hierbei handelt es sich um eine Geschäftstransaktion, die die Einlage eines verstorbenen Kunden (3,2 Millionen US-Dollar) betrifft, eines Staatsangehörigen Ihres Landes, der früher als Auftragnehmer für ein Ölserviceunternehmen gearbeitet hat.
Was ist denn „mein Land“? Ach, das weißt du noch gar nicht, da musst du mir erst einmal beim weiteren Vortrag deines Betruges die ganzen Informationen rausleiern, wenn ich darauf anbeiße? Ich verstehe.
Übrigens betrachte ich mich nicht als Staatsangehörigen des korrupten, kaputten Staates auf dem Gebiet meines Landes. Ich habe das von meiner Seite vor einem Vierteljahrhundert aus vielerlei Gründen vollständig aufgekündigt, denn etwas besseres als den Tod findet man überall. Als was dieser kernkorrupte, menschen- und intelligenzverachtende Staat mich betrachtet, ist mir dabei genau so egal, wie es mir egal ist, als was du mich betrachtest, Mark. Aus meiner Sicht hört es sich auch gar nicht so unähnlich an. Vor meinem Arsch ist kein Gitter, jeder darf mal lecken!
Ich bin der Buchhalter der Bank und sein Account Manager.
Wie, die ganze Bank hat nur einen Buchhalter? Wie heißt die Bank eigentlich? Allgemeine Park- und Gartenbank? 🤭️
Auf Ihre Antwort.
Bester. Satz. Ever. Prost! 🍻️
Ich werde Ihnen Einzelheiten darüber mitteilen, wie das Geschäft ausgeführt wird.
So schade, dass dir das Mailpapier ausgegangen ist und du deshalb gar nicht in deine Spam reinschreiben konntest, um was es geht und was ich machen soll. Ich lache doch so gern.
Vielen Dank und warte auf Ihre Antwort.
Vielen Dank für deinen pseudohöflichen Dank für Nichts! Warte mal schön auf meine Antwort! Und warte noch ein bisschen länger! Vielleicht kommt sie ja doch noch. 🖕️
Aber ein paar Leute werden vermutlich immer noch auf die älteste Betrugsmasche des Internetzeitalters hereinfallen und eine Vorleistung nach der anderen an eine gut eingespielte Betrügerbande bezahlen, bis nichts mehr aus ihnen herauszuleiern ist. Immer die drei Megadollar vor Augen, die sie angeblich am Ende bekommen sollen. Diese Vorstellung macht gierige Menschen so blöd, dass sie sich nicht einmal darüber wundern, warum sie das ganze Geld immer über anonymisierende Verfahren bezahlen sollen, meist über Western Union und Konsorten, manchmal auch über Kryptogeld. Immer an Leute, die sie nur aus dem Internet und vom Telefon kennen.

Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain
Wenn die Opfer des Betruges leergesaugt sind oder misstrauisch werden, bricht der Kontakt ganz plötzlich ab. Aus dem Glauben an eine wirre Geschichte wird die Einsicht, dass man so richtig fies abgezogen wurde. Einigen Menschen wurden schon hohe fünfstellige Beträge mit diesem primitiven Betrug aus der Tasche gezogen. Denn eines wissen alle Betrüger aus ihrer Berufserfahrung ganz genau: Gier macht dumm.
Grüße
Mark Klassou
Geh sterben, Mark, und grüß die Würmer von mir!
Wer ein bisschen naiv ist und das interessant findet, soll diese nicht digital signierte Mail – die nicht nur im Klartext, also offen wie eine Postkarte, durch das Internet befördert wurde, sondern auch auf dem gesamten Transportweg beliebig verändert werden konnte, ohne dass der Empfänger das bemerken könnte – beantworten. Unverschlüsselt, denn ein Schlüssel für die Antwort wurde nicht mitgeteilt. Wer braucht schon diese Diskretion in Gelddingen? Das kann man auch alles auf Postkarten machen. Die Kontoauszüge werden doch auch immer auf Postkarten gedruckt. Und bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht. Aber das mit den Dalehen stimmt. Fest dran glauben!
So schade, dass diese ganzen Darlehensgeber aus der Kommentarspam…
So nannte sich der Hirni mit seiner IP-Adresse aus Indien und seinem nicht so gut gelungenem Spamskript (vielleicht kennt er sich mit Videos ja besser aus), der heute morgen zwischen 7:58 Uhr und 8:59 Uhr gleich im Sechserpack die „Kommentare“ mit SEO-Link ausgerechnet hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an seinem klaffenden technischen Unvermögen scheiterte. Hier zum Genuss und Verdruss seine sechs Beiträge zu einem Internet mit noch mehr Spam und Suchmaschinenmanipulation unter Mitverwendung schnell aufgepusteter Spamblogs. Die angegebenen Mailadressen habe ich zwar ins Zitat übernomen, aber unkenntlich gemacht, denn es sind mit Sicherheit die Mailadressen anderer, völlig unbeteiligter Leute. Falls sie überhaupt existieren. Alle „Kommentare“ wurden mit der gleichen IP-Adresse eines Zugangsproviders aus Neu-Delhi abgesetzt.
Was sollen da Nummern? Dieses
Hach, es war ja zwischendurch so eine schöne Zeit im Spameingang. Vor einigen Monaten scheint jemand ein größeres Botnetz gepwnt und ausgeknipst zu haben, und auf einmal war schlagartig ein bisschen Ruhe. Nicht nur im Mailpostfach, sondern auch im Kommentarbereich der Blogs. Aus den alltäglichen rd. 1.500 versuchten Spamkommentaren pro Tag hier auf Unser täglich Spam wurden rd. 120, und unter diesen gab es auch öfter mal Spam in Handarbeit. Ja, Handarbeit! Markieren, Kopieren, Einfügen, Absenden. Meistens aus dem bettelarmen Benin, wenn die IP-Adresse nicht durch ein VPN verschleiert wurde (Geoblocking ist sinnlos geworden), manchmal aber auch aus Nigeria, Indien und aus der gequälten Ukraine. So etwas ist schwierig zu filtern, vor allem, wenn die Texte dann auch noch mit angelernten neuronalen Netzwerken generiert werden. Da kamen dann auch hin und wieder mal ein paar Spams durch. Es ist halt manchmal schwierig, alles so abzuwägen, dass man wenig Aufwand hat, dass Kommentieren niedrigschwellig möglich ist und dass Spam sicher aussortiert wird.

