Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Handy“

Eine Zustellung Ihres Pakets war nicht möglich

Sonntag, 21. Dezember 2025

Dieses Jahr habe ich relativ wenig Paketspam vor Weihnachten. Also relativ zu den vergangenen zwei, drei Jahren, wo der Pesteingang mit diesen Betrügereien überquoll. Aber hin und wieder läuft es noch:

[Ihr Unternehmen]

Ja? Das ist doch sicherlich ein ALT-Text für eine Grafik, die ich nicht sehe, weil meine Mailsoftware nun einmal halbwegs sicher konfiguriert ist und deshalb keine Grafiken aus dem Web nachlädt. Mal in den Quelltext der HTML-formatierten Spam schauen… oh, die fängt ja schon vor ihrem eigentlichen Inhalt lustig an:

<title>Ihre Sendung wartet auf Sie</title>

Na, die kann noch lange warten, die arme Sendung. Ah, da ist ja schon das Bild. Es wird aus einer vermutlich von Kriminellen gecrackten WordPress-Website eines kleineren mittelständischen Unternehmens nachgeladen, der Websitebetreiber ist schon informiert. Und jetzt weiter so, wie es eigentlich aussehen sollte:

DHL-Logo mit dem ALT-Text: Ihr Unternehmen

Guten Tag!

Das ist mal wieder ganz genau mein Name.

Leider war es uns nicht möglich, Ihr Paket zuzustellen. Wir bitten Sie, Ihre Lieferoptionen jetzt zu aktualisieren, um eine Rücksendung zu vermeiden.

Statut:
Warten

Referenz:
DE8272787738DN

das Reiseziel:
Deutschland

Lieferpräferenzen

Alle möglicherweise wichtigen Informationen zum Paket werden leider nicht angegeben. Keine Angabe zum Absender. Anstelle einer Lieferadresse erfahre ich, dass das Paket ein „Reiseziel“ irgendwo in Deutschland hat, aber erstmal aufs „Statut“ des Wartens festgesetzt ist. Dazu gibt es eine lustige und sehr wichtig aussehende „Referenznummer“, die keine legale Sendungsnummer ist, so dass ich die Sendungsverfolgung bei DHL nicht damit nutzen kann. Man muss nicht sehr intelligent sein, um zu bemerken, dass hier etwas nicht stimmt und die ziemlich dümmliche Spam einfach zu löschen.

Wer so viel Intelligenz nicht aufbringt und deshalb in die Spam klickt, bekommt mit der folgenden betrügerischen Quatschseite eine fiese Falle gestellt:

Screenshot der betrügerischen Website: Nicht unterstützte Unterstützung -- Piktogramm -- Scannen Sie den QR-Code -- Scannen Sie den untenstehenden Code mit der Kamera ihres Smartphones. -- QR-Code (von mir unbenutzbar gemacht)

Den überlagerten Text „Spam“ und das knuffige Totenköpfchen über dem QR-Code habe natürlich ich eingefügt. Nicht, dass da noch ein naiver und neugieriger Dummkopf sein Handy draufhält! Inzwischen sollen hier ja etliche Menschen rumlaufen, deren Telefone deutlich intelligenter sind als sie selbst. Ich sehe sie jeden Tag blind durch den Stadtverkehr gehen und fahren. Ohne etwas zu hören, ohne etwas zu sehen, ohne etwas zu fühlen. Die Zombieapokalypse hat längst begonnen. 🧟‍♂️️

So so, eine „nicht unterstützte Unterstützung“. Wenn jemand – wie ich – kein so genanntes „Smartphone“ benutzt, gibt es wohl auch keine Pakete mehr. Wenn jemand alles mit seinem so genannten „Smartphone“ macht, also darauf auch seine Spam liest und beklickt, dann darf er jetzt sein zweites so genanntes „Smartphone“ auf sein erstes so genanntes „Smartphone“ halten, um sich dieses leckere Überraschungsei anzuschauen. Der Trend geht ja klar zum Zweitsmartphone. Wer es macht und danach noch ein paar lästige Meldungen ungelesen wegwischt, installiert sich eine App auf seine Lebenswanze, und danach hat er ein Telefon anderer Leute in der Tasche, voll brandneuer Schadsoftware. Das kann sehr ärgerlich werden, wenn man damit überall bezahlt, seine Fernkontoführung macht und sein vollständiges Privatleben organisiert. Da sind schnell ein paar tausend Euro weg, und im Freundeskreis werden ganz viele Leute über WanzApp kontaktiert: „Du, ich hänge hier in Amsterdam fest, ausgeraubt, kein Geld, keine Karte, keine Papiere, kannst du mir mal kurz dreihundert Euro über Western Union zustecken, damit ich hier erstmal wieder wegkomme, ich zahl es dir nächste Woche zurück“. Um nur einen möglichen personalisierten Trickbetrug zu benennen, der in der Durchführung praktisch risikofrei für Betrüger ist. Wenn einem der Fußweg zum Bargeldabholen nicht schon zu viel Arbeit ist.

Deshalb hält man sein so genanntes „Smartphone“ auch nicht auf jeden QR-Code, der ihm irgendwo vor die Linse läuft. Es ist nicht einfach nur genau so gefährlich, als ob man auf einen Link in einer Spam von Kriminellen klickte, sondern noch viel gefährlicher. Dass die meisten so genannten „Smartphones“ aus dem unteren bis mittleren Preissegment einen veralteten Softwarestand mit bekannten, offenen Sicherheitslöchern haben und dass die Besitzer dieser so genannten „Smartphones“ nichts dagegen machen können, außer dass sie ihren immer noch zufriedenstellend funktionierenden Taschencomputer wegschmeißen und sich einen neuen kaufen, macht so genannte „Smartphones“ für Kriminelle noch attraktiver. Tja, das kommt eben dabei heraus, wenn man sein Geld für Gängel-, Enteignungs- und Technikverhinderungscomputer ausgibt, die so konzipiert wurden, dass man nicht einmal mehr selbst darüber entscheiden soll, welche Software darauf ausgeführt wird. Ich warne davor, seit alle möglichen Leute mit diesen Dingern rumlaufen. Ich habe dafür nur so schöne Wörter wie „rückständiger Technikfeind“ und „Ewiggestriger“ von meinen werten Mitmenschen im Dunning-Kruger-Modus gehört und schaue dem Wahnsinn machtlos in seiner langsamen Entfaltung zu, während die gesamte Gesellschaft auf Grundlage dieser gefährlichen, kriminalitätsfördernden und invasiv jede Privat- und Intimsphäre wegräumenden Technik umgebaut wird. Inzwischen kann ich nicht einmal mehr alle Fahrkarten der Deutschen Bananenbahn ohne ein so genanntes „Smartphone“ kaufen. Und alle finden es geil und bequem.

Hier in Hannover überklebt zum Beispiel eine Bande seit Monaten die QR-Codes an den Parkautomaten, die überall in der Stadt aufgestellt sind. Wer sein so genanntes „Smartphone“ draufhält, um „bequem“ für seinen Parkplatz zu bezahlen, hat verloren und wird abgezogen. Obwohl diese Aufkleber regelmäßig entfernt werden, sehe ich, dass sie regelmäßig wieder neu geklebt werden. Es scheint sich zu lohnen und für die Betrüger recht sicher zu sein, denn der Aufwand ist schon ein bisschen höher als das automatisierte Heraussenden einiger hunderttausend Spams. Die Pressemeldung des Landeskriminalamtes Niedersachsen ist jetzt ein halbes Jahr alt und dürfte bei den meisten Menschen längst im Strom der immer neueren Nachrichten untergegangen sein, den Rest erledigt die übliche Hektik des Weihnachtsgeschäftes. Und es ist ja so bequem, digital, hipp und zukunft, wenn man einen Taschencomputer auf ein lustiges, kryptisches Feld hält, das für nahezu alle Menschen völlig unverständlich ist, bevor sie ihr so genanntes „Smartphone“ draufgehalten haben. Oh, das piept ja sogar! Ein Wunder der Technik! 😵️

Bei Fragen oder wenn Sie Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie bitte unser Support-Team über das Hilfe-Center.

Nein danke, ich habe keine weiteren Fragen. Schon lange nicht mehr. 😐️

„Finden Sie Ihre Gegenstände jederzeit und überall“

Dienstag, 7. Oktober 2025

Oh, mal wieder ein Betreff in Anführungszeichen. Das hatte ich jetzt lange nicht. Und diesmal sogar halbwegs richtig, wenn man mal davon absieht, dass Anführungszeichen in einem Betreff nicht so ganz richtig sind.

Wer schreibt mir denn?

Von: verliere nie etwas . <support@jnd.landexperts.in>

Aha, jemand, dessen Name auf einen Punkt endet. Lauter Dinge, die das Spamfiltern so erfreulich einfach machen. Na, vielleicht verstehen die Spammer irgendwann doch noch mal ihr Skript.

Aber bis dahin lösen sie mir tolle Probleme:

Machen Sie sich nie wieder Sorgen um verlorene Gegenstände

Ja, das war die gesamte Spam. Keiner kann nach Genuss dieses Kürzsttextes auch nur erahnen, um was es geht. Wenn man zum Beispiel seinen gesamten Besitz wegschmeißt oder den Spammern schenkt, macht man sich auch nie wieder Sorgen um verlorene Gegenstände. Und man hat viel mehr Platz. 😉️

Nun gut, die leider immer noch viel zu vielen Menschen, die keinen Wert auf ihre Privatsphäre legen und deshalb eine unsicher konfigurierte Mailsoftware benutzen, die einfach in E-Mail eingebettete Bilder aus dem Web nachlädt und dabei „zurückfunkt“, dass die Mail angekommen ist und zu welcher Uhrzeit sie mit welcher Software gelesen wurde¹, sehen zusätzlich noch ein Bildchen mit viel Text drin, nämlich dieses hier:

itagpro -- Alles sofort orten, von ihrem Telefon aus -- Verlieren Sie nie wieder Ihre Schlüssel, Haustiere oder Gepäck -- iTag Pro ist ein leistungsstarker GPS-Tracker, der über Bluetooth eine Verbindung zu ihrem Telefon herstellt, sodass Sie alles sofort orten können: Haustiere, Schlüssel, Rucksäcke oder sogar Kinder -- [Erhalten Sie 80 % Rabatt] -- Artikel sofort finden: Verfolgen Sie verlorene Gegenstände in Echtzeit mit einem Fingertip -- Kompakt und leicht: Kann überall angebracht werden, ohne aufzutragen -- Über 30 Tage Akkulaufzeit: Bleiben Sie mit Strom versorgt, ohne ständig nachladen zu müssen. -- Eingebauter Diebstahlalarm: Sofortige Benachrichtigung, wenn jemand versucht, ihren Artikel zu stehlen. -- #1 GPS-Bluetooth-Tracker -- Intelligente Echtzeit-Ortung für das, was wirklich zählt. -- Funktioniert mit Apple »Wo ist?« -- Funktioniert mit Android -- Sind Sie bereit, nicht mehr das zu verlieren, was am wichtigsten ist? -- [iTag Pro jetzt bestellen] -- iTag Pro™, Alles orten, jederzeit

Schön, dass man damit sogar Kinder orten kann, zumindest, so lange sie sich in Bluetooth-Reichweite (bei leistungsstarken Sendern: rd. hundert Meter, doch für ein Klasse-1-Gerät hält ein kleiner Akku nicht so lange und schon gar keine dreißig Tage) aufhalten. Das geht dann aber meistens einfacher und ohne Technik. Zum Beispiel durch altmodisches Hinschauen oder durch Rufen. Ideal auch für Menschen wie mich, die aus vielerlei Gründen kein so genanntes „Smartphone“ benutzen wollen. 😁️

Menschen, die auf solche Spams und ihre vorsätzlich irreführenden Anpreisungen reingefallen sind, sind dann auch dementsprechend „begeistert“ von diesem großartigen Produkt aus dem Spameingang. Ja, das Lesen bei Trustpilot lohnt sich, dieser für Preise zwischen rd. fünfzig und rd. neunzig Euro verkaufte fabrikneue Müll ist nämlich hart an der Grenze zum Betrug. Ich bin gar nicht überrascht, dass es sich um eine Abzocke handelt, die Leuten ohne besonderes technisches Verständnis angedreht werden soll, denn das wurde schon beim Lesen des offensichtlich computerübersetzten und vermutlich mit einem angelernten neuronalen Netzwerk generierten Textes im Bild aus der Spam klar. Hier werden Dumme und Ahnungslose am Geldbeutel abgemolken, die ihr ganzes Leben lang von Schule, Reklame und Journalismus zu digitalen Analphabeten gemacht wurden und denen man wirklich jeden Quatsch erzählen und jeden fabrikneuen Müll verhökern kann.

¹Wer sich fragt, woher ich dann das Bild habe: Ich habe in den HTML-Quelltext der Mail geschaut, dort die Bildadresse markiert und in die Zwischenablage kopiert, um an der Kommandozeile curl `xsel -bo | qpdecode` >verlust abzusetzen und die Datei zu untersuchen. Was tut man nicht alles, um ein kleines Blog über Spam vollzumachen… na gut, so viel Mühe ist es auch wieder nicht.

888starz_cnSt

Montag, 1. September 2025

So hat sich der Hirni mit seinem kaputten Spamskript und seiner IP-Adresse aus dem weiten Russland genannt, der gestern abend um 19:03 Uhr den folgenden „Kommentar“ auf meiner Homepage hinterlassen wollte, aber mit diesem Totalversagen nicht am Spamfilter vorbeikam:

????
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888starz. ????? ??? ???????? ?????? ????? ???????? ??? ???? 888starz . تنزيل برنامج 888 https://888starz-africa.pro/apk/

Nach Genuss der Spam bleiben zwar noch ein paar Fragezeichen offen, aber vom Klick zur angegebenen Website mit den 888 Sternen kann man nur abraten. Dort gibt es nur eine Antwort im skurillen Sinn des Wortes: Man kann sich eine Casinosoftware fürs Handy abholen und installieren, damit man jederzeit unterwegs sein Geld verzocken kann. So genannte Onlinecasinos, deren „Spiele“ vom Betreiber beliebig manipulierbar sind, ohne dass der Spieler Manipulationen auch nur erkennen könnte, sind sowieso eine ganz üble Abzocke, und welche „Qualität“ diese spezielle Software vom Spammer haben wird, sieht man ja schon an der „Qualität“ des Spamkommentares, mit dem sie bekanntgemacht werden soll.

Bei spambeworbenen Casinos gehe ich davon aus, dass eine brandneue Kollektion aktueller Schadsoftware zum Lieferumfang gehört.

Wie man Schadsoftware aufs Handy kriegt und anschließend ein leergeräumtes Konto hat

Dienstag, 27. August 2024

Keine Spam, sondern nur ein Link auf einen aktuellen Artikel bei Heise Online, der hoffentlich ein paar Menschen davor bewahrt, darauf hereinzufallen:

Android-Malware, die Daten von NFC-Karten kopiert und übermittelt, hat das slowakische IT-Sicherheitsunternehmen ESET in freier Wildbahn gefunden. Über mehrere Monate hinweg wurden damit fremde Konten bei drei tschechischen Banken geleert […]

Die Angriffe begannen mit SMS, wahrscheinlich an wahllose tschechische Handynummern verschickt. Darin wurde die Auszahlung eines Steuerguthabens versprochen, wozu die Installation einer verlinkten App erforderlich sei, die direkt im Browser läuft (Progressive Web App, PWA). Nein, das war noch nicht die NFC-Malware. Wer die App installierte und seine Bankdaten eingab, verschaffte den Tätern Zugriff auf das eigene Bankkonto. Es folgte der Anruf einer Person, die einen „hilfreichen Bankmitarbeiter“ spielte. Diese Person informierte das Opfer (faktisch korrekt) darüber, dass er Opfer eines IT-Angriffs geworden sei.

Die „notwendige Abhilfe“ bestand laut der Erzählung darin, eine weitere App zu installieren, um schnell die PIN für die eigene Bankkarte ändern zu können. Dazu wurde das Opfer auf den Google Play Store nachahmende Webseiten geschickt, um die Malware NGate herunterzuladen und zu installieren. Das war dann die NFC-Malware. (Im echten Google Play Store hat ESET sie nicht gefunden.) Die Software ahmt das Interface echter Bank-Apps nach und fragt Kundennummer, Geburtsdatum und PIN ab. Außerdem leitet sie den Nutzer dazu an, die passende Bankkarte ans Gerät zu halten. Falls notwendig, wird auch das Einschalten von NFC am Handy gefordert.

Tatsächlich dient das alles nicht der Absicherung des Bankkontos; vielmehr schickt die Malware PIN und NFC-Daten an das gerootete Android-Handy eines Täters

Natürlich ist es genau so gefährlich, in eine SMS reinzutappen, wie es gefährlich ist, in eine Mail zu klicken. Allerdings befürchte ich, dass Menschen, die nach dem Anruf eines Unbekannten irgendwelche Software von Unbekannten auf ihren Geräten installieren, von keiner Warnung mehr erreicht werden können. 😐️

Der wichtigste Schutz vor „Cyberkriminalität“ – übrigens ein sehr schlechtes und irreführendes Wort, weil die Straftaten nicht einmal in einem skurillen Sinn des Wortes etwas mit Kybernetik zu tun haben, aber das scheinen weder Journalisten noch Politiker zu wissen – besteht nach wie vor darin, dass man sich gar nicht erst einen giftigen Link auf eine Website von Verbrechern unterschieben lässt.

Neue Funktionen im Online Banking : 84269261

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Huch, wie ist der durch den Spamfilter gekommen? 😳️

Das ist aber gar nicht meine Kontonummer. Das ist einfach nur eine dumme, nichtssagende Zahl, die wichtig aussehen soll. 😲️

Hier, Spammer, falls dir mal die Zahlen ausgehen sollten, habe ich noch ein paar für dich:

$ dd if=/dev/urandom bs=128 count=1 status=none | od -t u4 | grep ^0 | sed 's/^[0-9]*//' | sed '/^\s*$/d'
  678833137 3307597006 2110545298 1711929173
 2198112715 2845491887 3089455191 3210608469
 1334168282  692298548 1899785088 2239988468
 2363933478  786093215 1558580625 2349771621
  502410973  317901923 3410975472 1306771283
 2392766034 1282006350 1701288045 4196992841
  758670286 1910113399 1542585680 2517794707
 2723965317 2240300840 2615993977 3739712224
$ _

Voll die wichtigen Nummern! 😁️

Von: Sparkasse Kundenservice <sicherheitshinweis@sparkasse.de>

Diese Spam ist nicht von der Sparkasse. Der Absender ist gefälscht. Mein Exemplar dieser Spam wurde in Frankreich abgesendet.

Immerhin versteht es dieser Spammer, die Mailadresse so zu fälschen, dass es überzeugend aussieht. Jetzt steht er „nur“ noch vor der Aufgabe, seine Phishing-Spam so zu formulieren, dass es überzeugend klingt. Wollen wir doch mal schauen, ob ihm auch das gelungen ist:

Sparkasse (mit Logo)

Aktualisierung unseres Online Banking Systems

Werter Kunde*in

um die verwendung des Online Banking Systems zu vereinfachen haben wir Updates getätigt
Um die neuen Funktionen freizuschalten bitten wir Sie, sich bald in Ihren Account einzuloggen.
Dies können Sie gemütlich über den QR Code.

Eingebetteter QR-Code

Vielen Dank für Ihre Kooperation

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Sparkassen Team

Sparkassen 2021

Diese lustige Spam aus der lodernden Hirnhölle eines Phishing-Betrügers enthält gleich mehrere Innovationen des Genres Phishing-Spam:

  1. Schlecht gemachte und nicht dudenkonforme Genderschreibweise in der Ansprache. Damit es nicht wie „Werter Kundein“ rüberkommt, müsste man sich wesentlich stärker verrenken, also das Adjektiv ebefalls „gendern“ und sich für das Nomen „Kunde*in“ etwas völlig anderes einfallen lassen oder das „e“ einfach weglassen. Vermutlich wird sich mehr als die Hälfte der Sparkassenkunden beim Anblick des etwas besseren „Werte*r Kund*in“ nicht besonders wertgeschätzt fühlen. Solche Schwierigkeiten sind ja auch der Grund dafür, weshalb geschlechtertrennende Sprache außerhalb universitärer Zirkel höherer Töchter, lustiger Politsekten und des gebührenfinanzierten Rundfunks praktisch bedeutungslos ist und hoffentlich auch bleibt.
  2. Wenn die Spaßkasse ihre Systeme aktualisiert, müssen die Kundys¹ also tätig werden. Wer das glaubt, der startet auch sein Windows neu, weil ich für mein Linux einen neuen Kernel gekriegt habe.
  3. Auf Phishing reinzufallen, ist die neue Gemütlichkeit!
  4. Aber der absolute Brummer an dieser Spam ist die Verwendung eines QR-Codes statt eines Links. Der ist für die vielen Menschen, die einen richtigen Computer benutzen, natürlich ziemlich unbrauchbar. Und für die anderen vielen Menschen, die ihre E-Mail auf einem unsicheren Computer, auf dem andere darüber entscheiden, welche Software darauf ausgeführt wird, ist er auch unbrauchbar – außer, sie nehmen ihr Zweithandy, um einen QR-Code zu scannen, der auf ihrem Handy angezeigt wird. Ich weiß nicht, was dieses lustige Spammy sich dabei gedacht hat, aber ich vermute, dass es nicht besonders viel war.

Natürlich ist ein QR-Code in einer Mail genau so gefährlich wie ein Link in einer Mail. Wer die Website seiner Bank immer nur über ein Browser-Lesezeichen aufruft, ist vor dieser Kriminalitätsform völlig sicher, weil ihm niemand einen giftigen Link unterschieben kann. Einfach die Website über das Lesezeichen aufrufen, sich normal anmelden und feststellen, dass das in der Spam behauptete Problem gar nicht existiert, und schon wurde einer dieser gefährlichen „Cyberangriffe“ abgewehrt. 🛡️

So einfach geht das. Und vor allem: So gemütlich ist das. 👍️

¹Die Genderschreibweise mit sächlichem grammatikalischen Geschlecht und -y-Suffix (mit Plural auf -s) ist so ziemlich die einzige derartige Schreibweise, die bequem sprechbar ist, sich gut ins Schriftbild einfügt und nicht völlig verkrampft klingt. Leider spielen diese drei Merkmale für die journalistisch-universitären Beglückungsexpertys an der Unterleibsfront keine Rolle.

Übrigens, Commerzbank…

Dienstag, 23. Juni 2020

Werbeaushang in einer Commerzbank-Filiale. Abgebildet ist ein Smartphone, in dem eine Commerzbank-Kundenkarte und das Logo für Apple Face-ID angezeigt wird. Daneben das Logo der Commerzbank und das Logo von Apple Pay. Dazu hat der Werber folgenden Text gesetzt: 'Neu bei der Commerzbank: Apple Pay. -- So easy geht bezahlen.

…ich fand das mit dem Bezahlen bislang gar nicht so schwierig, wenn man vielleicht mal davon absieht, dass die Menge Geld, die ich zur Verfügung habe, sehr beschränkt ist. Aber es freut mich, dass ihr in eurer Reklame so richtig klar und deutlich gemacht habt, wer eurer Meinung nach die Zielgruppe so genannter „iPhones“ ist: Leute, die mit dem Vorgang des Bezahlens intellektuell überfordert sind und deshalb immer daran scheitern. Und ich dachte schon, mit mir sei etwas nicht in Ordnung, weil ich – obwohl mir ständig durch product placement und Schleichwerbung in Presse, Film und Glotze erzählt werden soll, dass es die beste Erfindung seit geschnitten Brot sein soll – an so einem Gerät überhaupt kein Interesse habe. :mrgreen:

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Donnerstag, 25. Juli 2019

Oh, mit einer Emoji-Lupe im Betreff. Gleich mal reinschauen, das ist bestimmt ganz was Tolles… 😀

Webansicht

Das „Click here“ für die Generation Dummbrot. Heißt auf Deutsch übersetzt: „Ich schicke dir zwar eine HTML-formatierte Spam, bin mir aber nicht sicher, ob die bei dir lesbar dargestellt werden kann, deshalb klick mal rein“. Solche stummelsprachlichen Sprüche wie „Webansicht“ und „View in Browser“ gibt es – genau wie das ältere, aber gleichermaßen bescheuerte „Click here“ in seinen vielen Formen – niemals in Mitteilungen denkender und fühlender Menschen, sondern nur im dümmstmöglichen Kommunikationsmüll von Werbern und Spammern. Eine Regel, die Mails löscht, wenn dieser Text drinsteht, hat niemals Fehlerkennungen. 🗑️

bet-at-home

Verlier dein Geld bei windigen illegalen Glücksspielen, ohne das Haus zu verlassen! Und nein: Weder Buchmacher noch Casinos leben davon, dass Spieler gewinnen. 😉

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Ich nehme „virtual“. 😀

Alle sechs Links führen übrigens auf die gleiche Adresse.

WILLKOMMEN IM LIVE-CASINO!

Aber ich bin doch noch gar nicht da. Ich sitze vor meinem Computer und habe ein Editorfenster vor Augen, um über diese dumme Spam zu bloggen. Und was soll überhaupt ein „Live-Casino“ sein?

Sie bevorzugen stilechte Casino-Atmosphäre, haben aber null Bock auf Anzug, Krawatte und lästige Trinkgelder? Dann sind Sie hier genau richtig. Denn mit dem Live-Casino holen Sie sich die edlen Spieltische jetzt einfach in Ihr Wohnzimmer – und charmante Dealerinnen gleich dazu!

Sie bevorzugen stilechte Casino-Atmosphäre, haben aber im Grunde überhaupt keine Lust auf stilechte Casino-Atmosphäre? Wenn sie solche mentalen Defekte haben, ohne jeden Tag eine Packung Kopfschmerztabletten essen zu müssen, weil ihre verbliebenen Logikbausteine im Kopf dagegen protestieren, dann sind sie beim Spammer genau richtig! Der Spammer schubst sie in irgendein so genanntes „Online-Casino“, das ihm hohe Affiliate-Gelder dafür zahlt, dass er sie und andere Leute dort reinschubst. Wie er das macht, ist dem Betreiber der Internet-Spielhölle scheißegal. Der darf sogar einen von tollen Frauen dabei erzählen. Das klingt ja viel besser als „illegales Glücksspiel“.

Altes deutsches Geldspielgerät 'Double Double' von Mega (gehörte schon zu ADP) aus dem Jahr 1997 im Slotmaschine-GehäuseIm Betreff hat der Spammer allerdings noch von Slotmaschinen gefaselt. Dafür braucht man keine tollen Frauen. Da braucht man nur Geld einsetzen und Knöpfe drücken, während man in seinem Kopfkino Platz nimmt. Das ist ähnlich wie eine Klospülung, klick und das Geld ist weg, nur viel öfter und schneller, schön im Drei-Sekunden-Takt… und das Beste daran: Wenn man am Computer spielt, bekommen alle „Spiele“ genau diesen Charakter. 🚽

Natürlich sind die „Spiele“ in so genannten „Online-Casinos“ vom Betreiber beliebig manipulierbar, ohne dass der Spieler die geringste Chance hätte, eine Manipulation auch nur zu bemerken. Was dem Spieler angezeigt wird und was wie Würfel, Karten, Roulettekugeln oder Walzen von Slotmaschinen aussehen soll, ist lediglich das Ergebnis einer völlig intransparenten Datenverarbeitung. Es dient nicht, wie Würfel, Karten, Roulettekugeln oder Walzen von Slotmaschinen in einem richtigen Casino zur Ermittlung eines Spielergebnisses. Und selbst bei diesen materiellen Zufallsgeneratoren gilt: Würfel können eingebaute Gewichte haben, Karten können gezinkt, falsch gemischt und beliebig manipuliert werden, Slotmaschinen können ebenfalls manipuliert werden – und all das geschieht auch in gewissen schäbigen Läden, in denen Leute bei illegalen Glücksspielen von ihrem Geld getrennt werden. Über das abstrakte Medium Internet ist der Betrug wesentlich einfacher durchzuführen. Man muss schon sehr dumm und naiv sein, um zu glauben, dass so genannte „Online-Casinos“ nicht betrügen würden…

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Ich will es mal so sagen: Wer bei der „Registrierung“ auch noch irgendwelchen spambeworbenen Spielhöllenbetreibern einen Haufen persönlicher Daten und Zugriff auf seine Kreditkarte gibt, um sich hinterher noch die wenig Vertrauen erweckende Software irgendwelcher spambeworbener Spielhöllen auf seinem Computer zu installieren, hat nicht so viel Glück beim Denken. 😈

Live-Roulette, Live-Money Wheel, Live-Baccarat, Live-Casino Holdém, Live-Blackjack

So viele verschiedene grafische Darstellungen einer für den Spieler intransparenten Datenverarbeitung, und doch immer die selbe Abzocke oder gar immer der selbe Betrug.

Im Live-Casino fordern Sie Göttin Fortuna jetzt auch am Geldrad heraus. Probieren Sie es gleich aus und holen Sie sich bei „Dream Catcher“ attraktive Gewinne!
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Göttinnen, Geldräder und Traumfänger. Ich lese ja eher Bauernfänger. 🤫

Aufgepasst: Unser Live-Casino ist jetzt auf Ihrem Smartphone und Tablet verfügbar. Damit ist authentische Casino-Atmosphäre auch unterwegs garantiert!

Aufgepasst: Dank der smart phones for dumb people gibt es jetzt endlich auch die Möglichkeit, bei der Kotformung auf der Toilette mit illegalen Glücksspielen abgezogen zu werden. Das ist Fortschritt, wie ihn windige, halbseidene oder gar kriminelle Geschäftemacher lieben!

Jetzt starten!

Payment

Einfach Geld der Europäischen Zentralbank gegen auf einem Computer oder Handy angezeigte Zahlen eintauschen und zuschauen, wie die angezeigten Zahlen kleiner werden. Ein Spaß für die ganze Familie. :mrgreen:

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Angefordert habe ich den Scheißdreck nicht. Was habe ich also bei euch gekauft, dass ihr mich als Kunden betrachtet? ❓

Impressum

Ja, ihr mich auch!

Jewels Star 2018

Donnerstag, 21. Februar 2019

Abt.: Smartphone-Spiele, bei denen die Entwickler genau zu wissen scheinen, dass sich ohne Spam niemand dafür interessieren würde.

Als Homepage ist eine Seite in Google Play angegeben.

# jewel star 2018 – The best game all around the world ever!

# Support both phone and tablet
# 2 interesting game modes: Classic, Speed.
# Free Game

jewel star 2018 would like to introduce the jewel star 2018 with awesome graphics and incredibly nice
effects with 2 extremely attractive modes: Classic, Speed.

Let’s arrange to have at least 3 diamonds in line, you will be scored immediately. But it would be great if you arrange 4 diamonds to create Flame Gem.

The destructive power of Flame Gem is very incredible, destroy all diamonds around it.

Und die zerstörerische Kraft von Spam ist wahrlich unglaublich, sie taucht alles, was mit ihr in Berührung kommt, in Scheiße.

So so, das soll als das „beste Spiel der Welt und aller Zeiten“ sein. Da muss man irgendwelche Klunker so anordnen, dass drei in einer Reihe stehen, die man dann löscht. Und wenn vier in einer Reihe stehen, gibts einen ganz großen Radiergummi für Klunker. Damit diese müde und innovationsfreie Spielidee, die man in den letzten zwanzig Jahren deutlich mehr als dutzendfach gesehen hat, überhaupt noch nach etwas aussieht, wird einem ganz viel Grafik- und Effektzucker in die Augen gestreut. Und außerdem scheinen die Entwickler zu glauben, dass ihr mindestens reklamevergällter, eventuell sogar mit Trojanerfunktionen angereicherter, schnell zusammengestöpselter Spielemüll nur mit illegaler und asozialer Spam weggeht. Nun, das ist ein weiteres dieser Selbsturteile von Spammern, bei dem ich mich nicht zu widersprechen getraue… :mrgreen:

Die ganz normale Smartphone-Kultur ist schon ein kinderbuntes Planschbecken voller Gift. Da muss man sich nicht auch noch mit den App-Ausflüssen solcher Gestalten herumschlagen.

Und nein, der Bezug von Apps über Google Play ist keine Gewähr dafür, dass die Apps keine Schadsoftware enthalten. Und dieser Link ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern ein halbwegs aktueller Vorfall unter gefühlt zehntausenden seiner Art. Google Play ist nur eine von Google vorgesehene Gängelung der Nutzer, damit diese nicht wie unter richtigen Betriebssystemen mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit genau diejenige Software installieren können, die sie für richtig halten. Und Datensammelei, Überwachung und Geschäftemacherei ist dieses Google Play natürlich auch. Aber keine Sicherheit.