Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Ach du Scheiße!

Montag, 20. März 2017, 12:25 Uhr

Screenshot aus dem WordPress-Dashbord. Statistik des Antispam-Plugins 'Antispam Bee' mit 21987 Spams, die gestern erkannt und aussortiert wurden, auch heute gibts richtig viel Spam

Was auf dem ersten Blick wie eine grafische Darstellung eines märchenhaften Aufschwunges aussieht, ist in Wirklichkeit die im WordPress-Backend dargestellte Statistik des beliebten Plugins „Antispam Bee“. Gestern hat die fleißige Biene 21.987 Kommentarspam-Versuche aussortiert und zu ihrem Bestimmungsort im digitalen Nirvana geleitet, am heutigen Tag zur Mittagszeit haben sich 7.381 Kommentarspam-Versuche angesammelt. Das ist eine ganz anständige Menge Müll für ein unbedeutendes Blog aus der dritten Reihe, das ein paar hundert Leser am Tag hat.

Gut, dass die automatische Erkennung und Aussortierung nicht einen einzigen Versuch aus dieser Spamflut durchgelassen hat.

Was sind das nun für Kommentare? Hauptsächlich handelt es sich um SEO-Versuche von Kommentatoren, die von ihrer Mutter leider ein Keyword als Namen bekommen haben und allen Ernstes glauben, mit einem bisschen billiger, skriptgenerierter Lobhudelei der Löschung ihrer Giftlinks auf halbseidene und offen betrügerische Websites entkommen zu können:

Angegebener Name: sex, dazu eine gewiss nicht empfehlenswerte Website. Kommentar: 'Pretty great post. I simply stumbled upon your weblog and wanted to mention that I have truly loved surfing around your weblog posts. After all I‘ll be subscribing to your feed and I hope you write again soon!'

Solche Komplimente in der Kommentarspam sind wie Falschgeld. Sie machen den ärmer, der sie empfängt. Wer sich davon verblenden lässt, darf sich nicht darüber wundern, wenn er von den großen Suchmaschinen wegen seiner vielen Schrottlinks abgestraft wird. Und zumindest in dieser einen Auffassung haben die asozialen SEO-Spammer recht: Wenn man einmal einen guten Platz braucht, um eine Leiche so zu verstecken, dass sie garantiert niemals gefunden wird, dann ist die zweite Seite eines Google-Suchergebnisses sehr gut dafür geeignet.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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