Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


OpenOffice Download

Mittwoch, 8. Juni 2011, 02:02 Uhr

Hey, Kommentarspammer,

nicht nur, dass dein Kommentar…

OpenOffice Download…

[…]listed here are a couple of urls to internet pages I always connect to since we feel they’re worthwhile visiting[…]…

…sowohl die Sprache des Blogs als auch den Kontext des kommentierten Textes so gründlich verfehlt hat, dass das Wort „daneben“ eher eine Größenordnung zu klein ist. Auch scheinst du eine Mutter zu haben, die dich mit dem wirklich gemeinen Namen „OpenOffice Download“ gestraft hat. Und als Homepage dazu – die dann schön mit „deinem Namen“, der beim Hinschauen wie ein Keyword für Google aussieht, verlinkt wird – hast du nicht etwa eine Download-Seite angegeben, sondern ein so mausetotes Webforum, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe – vermutlich, weil deine eigentliche Website inzwischen schon bei allen Spamfiltern dieser Welt bekannt ist. In diesem Forum immerhin, darin hast du den frischesten Thread eröffnet, der übrigens einen weiteren Link enthielt. Und dieser Link ging auf eine Seite, die so tat, als wäre sie eine offizielle Download-Seite für OpenOffice. Das war sie natürlich nicht, denn im Gegensatz zur richtigen Website von OpenOffice (diese gibts natürlich auch in deutscher Sprache, und im Original auch mit einem in Deutschland mit seinem bürgerrechtsfreien Internet besonders wichtigen Hinweis) mit ihren vielen Informationen und Angeboten rund um ein sehr populäres Produkt der Freien Software bestand deine Dreckssite nur aus einer einzigen, zwar aufwändig gestalteten, aber in ihrem „Text“ doch ziemlich nichtssagenden Seite. Und darauf hast du einen großen, auffälligen Link gesetzt, über den man angeblich OpenOffice runterladen können sollte. Dieser Link geht dann aber nicht etwa auf eine direkte Download-Möglichkeit, sondern verweist schön zusammen mit einer ID von dir auf eine Weiterleitung über eine weitere Website schließlich auf eine wiederum weitere Website auf dem Server downloaddirect (punkt) com, der dann endlich einen Download-Link anbietet, wo man sich eine ausführbare Datei für Microsoft Windows herunterladen kann. Natürlich total „frei“. Allerdings hat dieser Server doch schon eine gewisse Bekanntheit für „adware, spyware, crapware, malware, shitware“ erlangt, die einfach zu beliebter Software hinzugefügt und bei der Installation mitinstalliert wird. Aber wer nach diesem heiteren Verwirrspiel im Internet wirklich auch nur eine Spur von Vertrauen in diese Quelle für OpenOffice hat, ja, dem kann ich auch nicht mehr helfen, der muss eben mit einer hübschen Kollektion aktueller Schadsoftware leben und darf sich nicht wundern, wenn er den Schaden hat, weil er…

  1. auf einen Link in einer offensichtlichen Kommentarspam klickte;
  2. sich auch von diesem Wust an wirren Weiterleitungen nicht verwirren ließ, sondern sich tapfer durchklickte, als wäre das von hochkriminellen Spammern durchseuchte Internet eine einzige Kuschelstube voller Liebe;
  3. sich nicht eine Sekunde darüber wunderte, warum ein mit hohem Aufwand plattformübergreifend programmiertes Stück Software wie OpenOffice auf einer dafür vorgesehenen Downloadseite nur in einer Windows-Version zu haben ist (natürlich liegt das daran, dass Microsoft Windows das ideale Betriebssystem für die besonderen Wünsche der Internet-Verbrecher ist);
  4. einem unbekannten Gegenüber mit ganz sonderbaren Websites das Privileg einräumte, Binärdateien auf seinem Rechner zu übermitteln und auszuführen; und
  5. schließlich – wenn er überhaupt ein Interesse an OpenOffice gehabt hat und nicht einfach nur wie ein dressierter Hund auf alles klickt, was sich nur anklicken lässt – nicht dazu imstande war, auch nur die einfachste Google-Suche zu machen, um herauszubekommen, unter welcher Internetadresse denn nun die offizielle Website für OpenOffice liegt und ebenso wenig dazu imstande war, die ungleich vertrauenswürdigeren Softwareverzeichnisse der einschlägigen Fachpresse zu nutzen, um an einen Download zu gelangen.

Ja, wer so merkbefreit ist, dem hilft auch kein guter Rat mehr. Aber da kannst du mit deiner bescheuerten Spamnummer auch wohl nichts mehr zusätzlich infizieren, da ist doch schon längst der ganze Rechner geownt. Und bei jedem Menschen mit mehr als einer Stunde Erfahrung im Internet oder mit einer Intelligenz, die nur geringfügig oberhalb der mentalen Fähigkeiten einer frisch geschnittenen Scheibe Brot liegt, kannst du mit einem derartigen Schwachsinn eh nicht landen. Zumal deine aus Botnetzen von kriminell übernommenen Rechnern abgesetzten, hirnverätzten Kommentare gar nicht erst sichtbar werden und deshalb gar keinen Schaden anrichten können. Und hey, mit Google-Keywords so eine Dreckssite in den Suchmaschinen nach oben befördern wollen, wenns eine allgemein bekannte und oft verlinkte offizielle Website gibt… echt jetzt mal, das ist ein guter Witz! Du hast ihn nur leider nicht witzig gemeint, sondern bist wirklich in deiner kriminellen Destruktivität so unfassbar dumm, Spammer.

Also komm, geh bitte einfach sterben. Irgendeine Hoffnung, dass du noch etwas anderes, womöglich gar etwas sinnvolles mit deinem Leben anfangen könntest, habe ich angesichts deiner soeben miterlebten Nummer nämlich nicht. Würmerfraß sein, das kannst du noch – wenn man mal von deinem Schädelinhalt absieht. Vom Vakuum haben nicht einmal mehr die Würmer etwas.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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