Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Lieber Freund

Donnerstag, 31. Januar 2008, 17:32 Uhr

Mich hat jetzt aber wirklich schon lange keiner mehr „aus Afrika“ angeschrieben, um mir das ganz fette Geld anzubieten. Leider werden diese Vorschussbetrüger immer langweiliger, weil ihnen einfach keine neuen Texte mehr für ihren Beschiss einfallen.

Lieber Freund

Ich vermute das diese E-Mail eine Überraschung für Sie sein wird, aber es ist wahr. Ich bin bei einer routinen Überprüfung in meiner Bank (Standard Bank von Süd Afrika) wo ich arbeite, auf einem Konto gestoßen, was nicht in anspruch genommen worden ist, wo derzeit $12,500,000 (zwölfmillionenfünfhundert US Dollar) gutgeschrieben sind.

Und weil niemand Geld haben will, muss ich jetzt mit ein paar Millionen Müll-Mails nach Leuten suchen, die etwas gieriger sind. Denn ich bin ein ehrlicher Banker und kenne niemanden, mit dem zusammen man sich das Geld in die Tasche stecken könnte. Ich bin so dumm und ehrlich, dass ich bei meinem ersten Versuch der kreativen Bereicherung Spam verwende, um Komplizen zu finden. Glaub mir das bitte, lieber Freund!

Dieses Konto gehörte Herrn Manfred Becker, der ein Kunde in unsere Bank war, der leider verstorben ist. Herr Becker war ein gebürtiger Deutscher. Damit es mir möglich ist dieses Geld $12,500,000 inanspruch zunehmen, benötige ich die zusammenarbeit eines Ausländischen Partners wie Sie, den ich als Verwandter und Erbe des verstorbenen Herrn Becker vorstellen kann, damit wir das Geld inanspruch nehmen können.

Die ganzen Formalien in diesem Geschäft erledige ich gern für sie. Alles, was sie tun müssen, ist nur im Vorfeld ein paar tausend bis zehntausend Dollar locker machen, damit die ganzen Formalien erleidigt werden können. Aber das werden sie schon noch sehen. Und das beste daran: Sie können mich und meine Komplizen hinterher noch nicht einmal anzeigen, weil sie selbst Partner in einem Betrug waren, der sich mit gefälschten Papieren Vorteile verschaffen wollte. Ich bin nur ein kleiner, harmloser, krimineller Spammer, also vertrau mir doch bitte, lieber Freund!

Für diese Unterstützung erhalten Sie 30% der Erbschaftsumme und die restlichen 70% teile ich mir mit meinen zwei Arbeitskollegen, die mich bei dieser Transaktion ebenfalls unterstützen. Wenn Sie interessiert sind, können Sie mir bitte eine E-Mail schicken, damit ich Ihnen mehr Details zukommen lassen kann.

Wer so viele Millionen (die übrigens gar nicht existieren) vor Augen hat, der ist natürlich bereit, ein bisschen Kleingeld zu opfern. Aber das bauen wir so nach und nach auf, wir sind darin sehr geübt und machen das sehr professionell. Seit ich das mache, brauche ich gar keinen richtigen Job mehr, da mich die ganzen Deppen bezahlen, die auf diese uralte Masche reinfallen. Lieber Freund, helfen auch sie mir, weiterhin gut vom Verbrechen zu leben und glauben sie mir!

Schicken Sie bitte Ihre Antwort auf diese E-Mail Adresse:
( martinsweberdito@aim.com )

Und verwenden sie bitte nicht die Antwort-Funktion ihres Mailclients, lieber Freund! Denn natürlich schreibe ich mit gefälschtem Absender, ich bin ja schließlich ein Betrüger. Deshalb habe ich auch keine Mailadresse bei einer Bank, sondern eine schnell und fast anonym einzurichtende, kostenlose Adresse bei AOL.

Mit freundlichen Grüßen

MARTINS WEBER DITO

PS: Und vielen Dank für ihre Dummheit und Leichtgläubigkeit, denn davon lebe ich.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

Ein Kommentar für Lieber Freund

  1. […] Vor einem halben Jahr hat mir der Dummspammer schon einmal die gleiche, windige Story geschrieben. […]

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