So nannte sich der Hirni mit seiner IP-Adresse aus dem schönen, weiten Russland und seinem kaputten, fehlerhaften Spamskript, der heute morgen um 6:29 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam hinterlassen wollte, aber an seiner klaffenden technischen Unfähigkeit scheiterte:
Keine Notwendigkeit mehr zu arbeiten. Starten Sie einfach den Roboter.
https://t.me/cryptaxbot/14
Na, hauptsache mit Robotern kennt er sich aus! 😂️
Darauf noch einen knuffigen Geldmachroboter aus der Kryptohölle, damit wir alle nicht mehr arbeiten müssen!!1!

Wer auf den Link in der Kommentarspam klickt: Der geht auf ein Telegram-Profil mit einem QR-Code für die Generation „Hirnentkernt und zombiefiziert durch das Smartphone“ und mit einem ganz normalen Link für die Nutzer richtiger Computer, die nicht ihr Handy auf den Bildschirm halten wollen, um sich eine Schadsoftware für das Handy einzufangen. Und dort gibt es einen tollen Online-Test…
![Screenshot: Online-Test -- Könnten Sie bis 2024 online ein Millionär werden? -- Machen Sie diesen KOSTENLOSEN Test und finden Sie heraus, wie sie im Internet Geld verdienen können. -- Was ist dein Geschlecht? -- [Frauen] [Mann]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2024/07/millionaertest.png)
…ob man dieses Jahr noch so viel Geld in diesem Internet verdienen kann, dass man endlich Millionär wird. Natürlich ist der Test kostenlos, oder genauer gesagt „KOSTENLOS“, denn man ist ja noch gar kein Millionär.
Na gut, so gefragt ist mein Geschlecht natürlich „Frauen“. Nee, Männer sind nicht so mein Ding. Da regt sich nix bei mir. 😁️
Und dann gibts noch weitere Fragen. Dumme Fragen. Und noch weitere Fragen. Dümmere Fragen. Und die Frage, wie viel ich im Monat investieren würde und ob ich ein Bitcoin-Anfänger bin (natürlich bin ich das) oder schon Erfahrung habe. Und, kriege ich jetzt endlich die Reichwerdmethode mit hokus pokus Kryptogeld? Aber mitnichten! Es geht gar nicht um Kryptogeld, sondern…

…ich werd ein großer Spieleheld, kauf Items mit dem echtem Geld, verfange mich im Spannungsfeld und lass mich fein betrügen. 👍️
Allerdings muss ich zuvor erstmal beim Intelligenztest durchfallen. Denn um mich dort zum Millionärwerden anzumelden, muss ich ja eine Mailadresse und ein Passwort angeben. Die vielen schlichten Gemüter, die…
- …allen Ernstes auf die Idee kommen, eine für richtige Kommunikation im Internet benutzte Mailadresse statt einer nur dafür eingerichteten Wegwerfadresse anzugeben; und die
- …auch noch überall das gleiche Passwort benutzen…
…könnten nach dieser unfassbaren Dummheit ein ziemlich großes und möglicherweise auch teures Problem bekommen. Völlig unabhängig von der sehr wahrscheinlichen direkten Abzocke auf dieser spambeworbenen Website, deren Nutzungsbedingungen schon mehr als nur ein kleines bisschen gruselig aussehen und klingen. Immerhin: Das Registrieren ist noch gratis.
Und wenn man dort – wie der Kommentarspammer „Quatly“ ja in seiner Kommentarspam und in seinem Gagatest behauptet hat – zum Millionär wird, dann mache ich euch jetzt auch alle zu Millionären. Einfach das folgende Bild ausdrucken:

Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei
So einfach geht das! 👍️
Ich wünsche euch noch viel Spaß in eurem neuen Leben als Millionäre! 💰️

Alles, was ich inhaltlich dazu zu sagen habe, habe ich schon öfter hier geschrieben und mag es nicht noch einmal in dieser Ausführlichkeit wiederholen. Stattdessen gibts 

Nachdem geklärt ist, dass es sich um einen Lügner und Betrüger handelt, stellt sich nur noch die Frage, wer die „Zielgruppe“ des Betrugs ist. Das sind Menschen, die schon einmal um ihr Kryptogeld betrogen wurden, denn bei diesen Menschen erwarten die erfahrenen Cybergauner von der Betrugsfront einen besonderen Hang zur Leichtgläubigkeit und große kryptologische und informationstechnische Unwissenheit. Die sollen dann glauben, dass irgendwelche Cyberheinis ihnen tatsächlich das Geld wieder zurückzaubern können und für diese unmögliche Dienstleistung auch noch Geld bezahlen, damit sie zum zweiten Mal betrogen werden. Vorkasse, versteht sich. Am besten in Kryptogeld, denn das ist ja das bequemste und verbirgt alles. Aber das gute alte Western Union wird auch gern genommen. Hauptsache, es ist ein anonymisierendes Verfahren, dass ein Zurückholen des Geldes völlig unmöglich macht. Hauptsache, beim Abholen des Geldes klacken keine Handschellen bei den Betrügern, denn sie gehen lieber in den Puff als in den Knast. Das Geld ist weg. Noch einmal. 💸️
Sämtliche Spamkommentare mit ihren lustigen und etwas aufdringlich nach SEO stinkenden Keywords in allen nur denkbaren Sprachen als Namensangabe und ihrem Link zu Binance sind übrigens nicht aus inhaltlichen Gründen herausgefiltert, sondern weil das Spamskript fehlerhaft programmiert war. Wenn ein Spammer sich Mühe geben wollte, könnte er ja auch gleich arbeiten gehen, und die Spam scheint auch mit geringer Mühe noch an genügend Stellen im Web durchzukommen, dass es sich für die Spammer lohnt. Und ja, ich habe noch viel mehr davon. Sehr viel mehr. Und jeden Tag, ach, was sage ich, jede Stunde kommen neue hinzu. Immer die gleiche Machart. Immer mit solchen angegebenen Mailadressen bei einem Freemailer von Microsoft und einer Ziffernkombination im Namensteil, was ich sehr erfreulich finde, falls das Spamskript vielleicht doch noch mal technisch fehlerfrei wird. Immer mit einer IP-Adresse aus der großen, brummenden „Volksrepublik“ China. Immer mit irgendwelchen wechselnden IDs an den Links, weil man von diesem „Binance“ offenbar eine Handvoll Affiliategroschen bekommt, wenn man ihm einen neuen Kunden zutreibt. Wer dieses Geld für die Spammer bezahlt? Na, die Opfer, die auf solche Spam hereinfallen und Kunden bei „Binance“ werden. Die werden schon dafür bezahlen. Wenn sie „Binance“ benutzen.