Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „HTML“

Wie Sie spektakuläre Newsletter erstellen

Samstag, 16. Februar 2013

Headergrafik der HTML-Mail

Erstmal eine schöne, dicke Grafik, damit die Postfächer auch richtig zugestopft werden. Nehmen wir einfach ein nicht-optimiertes PNG mit einer stolzen Dateigröße von 203 KiB. Natürlich extern verlinkt, damit es in den meisten sicher konfigurierten Mailprogrammen gar nicht erst erscheint, und natürlich mit einem URI-Parameter, der über eine eindeutige ID nach Hause telefoniert, dass die Mail angekommen ist und gelesen wird. Warum wir darüber noch extra einen weiteren Webbug – also eine unsichtbare Grafik, die nur tracken soll – verbastelt haben? Na, damit man unsere ganz besondere Sonderkompetenz bemerkt. Eine sinnvolle Mitteilung können wir zwar nicht machen, aber hey, dafür können wir jedem Betrachter unserer Drecksmail zeigen, wie sehr wir ihn und seine Datenschutzbedürfnisse verachten.

Guten Tag,

Wir haben keine verdammte Ahnung, wie unser Leser heißt. Dies ist Massenware.

zuallererst, wollen wir uns bei Ihnen entschuldigen. Wie haben Ihre Kontaktdaten und Ihre PDF online gefunden, weil wir Ihnen etwas zu den Themen Digital Publishing und digitale Flip-Newsletter erzählen wollen.

Wir tun gern ein bisschen höflich, wenn wir unhöflich sind. Wir haben Mailadressen massenhaft mit dafür geschriebenen Programmen aus dem Internet geschlürft und haben dabei sogar noch am Honigtöpfchen von Unser täglich Spam genuckelt, und wir glauben, dass unsere asoziale Drecksspam ein bisschen weniger wie eine asoziale Drecksspam aussieht, wenn wir uns dafür entschuldigen, dass wir bei unserer Adresseakquise wie die ganz normale, kriminelle Pimmelpillen-Apotheke, wie das ganz normale, kriminelle Abzockbetrugs-Casino oder wie der ganz normale, kriminelle Vorschussbetrüger vorgehen. Weil es ja eigentlich nicht so irre wichtig ist, dass wir verrottete Astlöcher von Spammern sind, wenn wir unbedingt etwas „erzählen“ wollen, dessen informationeller Nährwert für ungefähr 99 Prozent unserer Leser auf dem Niveau eines Glases Wasser zur Fastenzeit liegt.

Wir glauben, dass Newsletter immer noch eine der effektivsten Möglichkeiten sind, Ihre Kunden und Leser mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Wir glauben nämlich, dass Spam immer noch eine der effektivsten und vor allem billigsten Möglichkeiten ist, um genervte Menschen mit unseren Reklamelügen zu versorgen – dass Spam asozial und kriminell ist, nehmen wir dabei in Kauf. Eine eventuelle gute Reputation haben wir nicht mehr zu verlieren.

Aber wir glauben auch, dass Sie Ihren Lesern mehr bieten können, als klassische E-Bulletin- oder PDF-Newsletter!

Und wie man schon an der aufwändigen Headergrafik ohne Informationsnährwert gesehen hat, glauben wir auch, dass Design wichtiger ist als Inhalt. Und jetzt schwafeln wir im besten Werbeblah weiter.

Die Möglichkeiten und Vorteile eines flip-newsletters:

  • Engagement – Leser verbringen mehr als 10 Minuten mit dem Lesen eines Flip-Newsletters, also sehr viel länger als die 2 Minuten in einem PDF- oder HTML-Newsletter.
  • Hohe Konversionsraten – mehr als 60% der User, die einen Flip-Newletter erhalten, öffnen diesen auch und beschäftigen sich intensiv damit.
  • Inhalte besser vermitteln – Features wie Videos, Interaktivität, Umfragen und Quizzes vermitteln Inhalte besser und machen Produkte und Dienstleistungen einfacher verständlich.
  • Effektivere Werbung, mehr Gewinn – Empfänger können den Newsletter einfach per E-Mail und über soziale Netzwerke teilen und auch direkt von ihrem Newsletter aus einkaufen.
  • Statistiken – Sie behalten den Überblick über Besucherzahlen und darüber, was Leser in Ihrem Newsletter angeklickt haben. Ein durchschnittlicher Actionpaper Flip-Newsletter verzeichnet mehr als 10.000 Besuche.
  • Kompatibilität auf allen Kanälen – Ihr Flip-Newsletter ist auf allen Geräten abrufbar – Computer, Laptops, Smartphones und Tablets – alles nur mit einem Link!

Natürlich gibt es für jede unserer Behauptungen exakt eine einzige Quelle, nämlich die stinkende, asoziale Spam, in der wir diese Behauptung aufstellen. Sonst hätten wir ja in einer HTML-Mail einen Link auf weitere Informationen zum jeweiligen Thema zur Verfügung gestellt.

Wie wichtig uns Statistiken sind, sehen sie allein schon daran, dass unsere Links ebenfalls über ein Tracker-Skript laufen und mit einer langen, eindeutigen ID versehen sind. Auch wenn wir ihren Namen (noch) nicht kennen, wollen wir doch ganz genau wissen, ob sie so doof sind und auf eine Spam anspringen, statt diese einfach unbesehen in den virtuellen Papierkorb zu werfen.

LERNEN SIE MEHR ÜBER FLIP-NEWSLETTER

[Immerhin, nicht „Click here“!]

Die Übermittlung einer derartigen ID erfolgt natürlich auch beim Abruf unserer buttonförmigen Grafik. Fürwahr, unsere großartigen Ideen zur Belästigung der Umwelt mit aufwändiger, multimedialer Scheißreklame sind so toll, die können wir nicht mit gewöhnlichen Links und schon gar nicht in einer reinen Textmail vermitteln.

So, und zum Abschied weisen wir noch einmal darauf hin…

Wir möchten uns erneut dafür entschuldigen, falls Sie diese Mail irrtümlich [sic!] bekommen haben. Wenn Sie in Zukunft keine Mails mehr von uns erhalten möchten, bitte lassen Sie es uns wissen, indem Sie auf diese Mail antworten oder auf Abmelden klicken. Ihre E Mail Adresse wird dann entfernt [sic! Und Deppenleerzeichenalarm!] und Sie werden keine Mails mehr von uns bekommen.

…dass wir von unserem Produkt selbst so sehr überzeugt sind, dass wir zur Auffassung gelangt sind, dass ohne das spottbillige Werbemittel der asozialen Spam niemals jemand etwas davon erfahren hätte oder Interesse daran bekommen hätte. Dieses Werturteil über unser eigenes Produkt ist so überzeugend, dass sich gewiss jeder Empfänger anschließen wird.

So, jetzt noch…

In die Spam eingebettetes Logo actionpaper.net

…ein knalliges Logo drunter, damit man auch weiß, welche fragwürdige Klitsche hier auf asoziale Spamreklame setzt. Und natürlich beansprucht diese Klitsche…

Copyright © 2013 Actionpaper. All Rights Reserved.

…auf eine mutmaßlich in siebenstelliger Ausfertigung versendete Massenware auch ein Immaterialgüterrecht. Damit man etwas zum Lachen hat.

Wienerbergstraße 11/12A | Vienna | Austria
+43 129 800 xx xx | office@action-paper.tk Unsubscribe

Eine tolle Anschrift im Business-Park Vienna haben wir auch. Da wir zusammen mit etlichen seriöser auftretenden Geschäftsleuten ein paar Räume in einem großen, hässlichen Bürogebäude im brummenden Wien gemietet haben, mag uns auch niemand verwünschen und einen Schwarm Meteoriten zu uns herabholen.

Jetzt rasch raus mit den paar hunderttausend Spams, denn ein paar Leute sind ja immer so blöd, dass sie ein „Angebot“ über asoziale, internet-missbräuchliche Spam für die beste Sache seit der Erfindung des Rades halten.

Diese Müllmail wurde automatisch erstellt.
Deshalb kommt sie ohne persönliche Ansprache und ohne freundliche Grüße.

Ihr Reklameheini, der Spam für eine tolle Erfindung hält.

Hol euch bitte ganz ganz schnell der Insolvenzverwalter. Diese Mail kam bei mehreren meiner Mailadressen an. Sie kam auch bei typischen Honeypots an. Es ist klar Spam an Adressen, die mit einem Harvester eingesammelt wurden. Es ist klar asozialer Internetmissbrauch zu Lasten Aller im Versuche, sich einen geschäftlichen Vorteil zu verschaffen. Es ist mir scheißegal, was ihr anzubieten habt. Ihr seid Spammer. Widerliche, stinkende Spammer. Mehr muss ich über euch nicht wissen. Geht sterben.

Sichtiger hinweis aus PayPal

Freitag, 25. Januar 2013

Ein extratoller Hinweis mit dem (selbstverständlich gefälschten) Absender aufmerksam1 (at) email (punkt) paypal (punkt) com.

Sehr geehrter Kunde,

Um weiterhin unsere
Dienste in Anspruch
nehmen zu kцnnen,
klicken Sie, bitte, auf
den unten stehenden
Link:

https://www.paypal.com/de/cgi-
bin/webscr?cmd=_login-
submit

© 2013 PayPal.com

Die Zeilenumbrüche sind aus dem Original.

Der Link in dieser HTML-formatierten Müllmail geht in Wirklichkeit zur dynamischen IP-Adresse eines Privatrechtners aus dem Adresspool der Deutschen Telekom AG. Der unter Windows XP laufende Rechner wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Schadsoftware übernommen, und der Besitzer des Rechners wird vermutlich in Kürze Besuch von ein paar „freundlichen“ Beamten der Kriminalpolizei bekommen, die wegen gewerbsmäßigem Betruges ermitteln. Dass die eingegebenen Daten auf der „liebevoll“ nachgemachten PayPal-Login-Seite in die Hände von Kriminellen geraten, ist hoffentlich jedem klar.

Gut ist nur, dass diese Phishing-Mail dermaßen mies ist, dass wohl niemand darauf hereinfallen wird. Solche Mails gibt es allerdings auch in „gut gemacht“. Und die Methodik, geownte Privatrechner zu benutzen, sehe ich immer häufiger in dem Zeug, das sich im glibbrigen Sieb des Spamfilters verfängt.

Account suspicious activity

Freitag, 21. Dezember 2012

Hi elias.schwerdtfeger,

Oh, wie „schön“ ihr die Zeichenkette vor dem @ in der Mailadresse in eine Anrede umformen könnt, damit ich eher glaube, dass diese Spam von Facebook kommt. Fällt euch eigentlich beim Zusammenhacken eurer Spamskripten nicht auf, dass die meisten Namen keine Punkte enthalten… 😀

Your account has been blocked due to suspicious activity.

To activate account, please follow this link:

http://www.facebook.com/confirmemail.php [gekürzt!]

Toll, da macht ihr eine HTML-formatierte Mail, und schreibt da so eine hässliche URL rein, statt einfach einen Text wie „activate account“ zu verlinken. So für Leute wie mich, die gar keinen Facebook-Account haben (und niemals einen haben werden). Aber der Link geht natürlich auf eine ganz andere Website unter der Domain site (strich) dating2012 (punkt) info, natürlich ebenfalls mit eindeutiger ID als Parameter. Was immer ihr dort mal abgelegt hattet, das gibt es leider inzwischen nicht mehr – aber vermutlich war es ein Phishing-Versuch auf Facebook-Accounts.

You may be asked to enter this confirmation code: 6779524

Wie, ihr tut so, als wüsstet ihr gar nicht, dass ich der richtige Account-Inhaber bin, aber schickt mir einen Code zu, mit dem ich mich bestätigen kann. Ich kann nur hoffen, dass Facebook etwas bessere Verfahren hat, um einen Nutzer wieder Zugriff auf sein von Phishern übernommenes Konto zu geben. :mrgreen:

The Facebook Team

Mit Gruß
Deine kriminellen Spammer

Didn’t sign up for Facebook? Please let us know.

Wie, du bist gar nicht bei Facebook. Dann schöpfe bitte gar keinen Verdacht, dass „Facebook“ dir eine Mail wegen deines Facebook-Account schickt, sondern klick auf einen Link in dieser Spam. Großes Spamkino! :mrgreen:

Download-Software ohne Kosten

Sonntag, 2. Dezember 2012

roulettebotplus.com

Anstelle einer Anrede lieber eine Domain. Aber nicht wundern, dass der Link auf eine ganz andere Adresse geht und außerdem (genau wie die Mengen eingebetteter Bilder in der Mail) eine eindeutige ID beinhaltet, über die sie uns mitteilen, dass unsere Spam bei ihnen ankommt und dass sie sogar so doof sind, in eine Spam zu klicken.

Unsere Benutzerhaben gebrauchte die kostenlos Software heruntergeladen und gewann über 3 Millionen

Damit sie einen Grund haben, in der Spam herumzuklicken, schreiben wir auch etwas Text in die Spam. Wenn sie auch nach dreimaligem Lesen dieses fetten, großen Linktextes nicht wissen, um was es sich überhaupt handeln soll, glauben sie doch ganz bestimmt, dass das alles auf unserer kriminelle Dreckssite in verständlicherer Sprache erklärt wird.

Wenn sie das nicht glauben und trotz unserer tollen Sprachkompetenz glauben, dass wir ihnen in dieser kriminellen Drecksspam noch etwas mitzuteilen haben, lesen sie vielleicht weiter. Aber halten sie sich gut fest! :mrgreen:

Was ist RouletteBotPlus?
RouletteBotPlus ist die erste vollständig automatisierte Software der Welt, die das Roulettespiel analysiert und automatisch für Sie spielt und gewinnt! [sic!]

Was wir ihnen anbieten, ist, dass sie ihr Geld in irgendwelchen Internetcasinos bei illegalen Glücksspielen verzocken können, ohne dass sie noch einen Spielablauf sehen. Sie können uns das Geld auch gleich direkt schenken. Das ist doch toll! Dazu kann doch niemand „Nein“ sagen! Also los, machen sie das!

Warum funktioniert es?
Die Casinos würden RBP Clients liebend gern sperren, dürfen Sie aber nicht. weil alle marken sind lizensiert und reguliert sind [sic!], dürfen keine Spieler gesperrt werden, die Profite erzielen.

Und wenn sie wissen wollen, wie das funktioniert, erzählen wir ihnen lieber irgendeinen Bullshit, dass völlig unreglementierte und unkontrollierte illegale Zockläden im Internet sie nicht sperren dürfen.

Gewinnen Sie immer:
Sehr schnell, unsere Kunden einen Profit von mehr als 3 Millionen US Dollar erzielt! Die Gewinne werden immer { besser grösser [sic!], lassen Sie Sich dieseChance nicht entgehen!!

Großes Spammerehrenwort, sie werden garantiert nur gewinnen. Und wir sind Weihnachtsmänner, die so ein tolles Verfahren nicht einfach selbst anwenden und uns selbst die Taschen mit den fetten Gewinnen vollstopfen, obwohl uns ja niemand sperren darf.

So, jetzt klicken sie schon auf irgendeinen unserer Links!

Sagt mal, Spammer, ich habe da noch eine Frage: Wie fühlt man sich eigentlich nach so einer Gehirnamputation?

nicht suchen – FINDEN – heute noch voegeln

Sonntag, 18. November 2012

Heute noch Ficken? -- 2.761.695 Mitglieder, von denen 12.449 jetzt online und gerade 1.524 im Video Sexchat sind, teilen 1.275.978 Fotos und 35.038 Videos. In den letzten 24 Stunden wurden 483.548 Nachrichten verschickt und 4.388 Forenbeiträge verfasst. Deutschland ist bei affaire.com! ...und wann kommst Du? -- rosalina pfohlen24 sexyViktoria21 	Lisa1407 KLICK HIER Lisa2805 Manu080187 Melanie3008 Mina -- Kostenlos Unzählige Mitglieder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum machen affaire zur Anlaufstelle Nummer Eins für alle, die auf der Suche nach einem heißen Sexdate, einer Affaire oder gar mehr sind. -- Affaire Mitglieder sind immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, mit denen sie ihre geheimen Fantasien ausleben können. Wer das diskrete Abenteuer sucht hat es jetzt gefunden! -- Das sagen unsere Mitglieder: --

Einen dieser ganz gigantisch großen Sexdating-Anbieter mit Millionen von zahlenden Kunden, der es aber immer noch nötig hat, mit asozialer und krimineller Drecksspam um zahlende Kunden zu buhlen… ja, so einen hatte ich schon lange nicht mehr.

Alle Links gehen über ein Trackingskript auf einen anderen Server. Ich habe von daher nicht die geringste Ahnung, ob sie wirklich wie angegeben zu guter Letzt auf affaire (punkt) com führen, und eine Spam ist das letzte, was in mir diesbezügliche Neugier erweckt. Diese Links können überall hingeführt werden, und nebenbei teilt man damit dem Spammer auch noch mit, dass die Spam ankommt, vom Empfänger gelesen wird und sogar zu einem Klick führt. Auch die eingebetteten Grafiken werden über diesen obskuren Server www (punkt) marketdoors (punkt) info nachgeladen, und einige Grafiken werden ebenfalls mit einer ID als URI-Parameter angefordert. So wird bei Menschen, die nicht wie ich standardmäßig das Laden von Grafiken in E-Mail ausschaulten, ebenfalls die Information an die Spammer gesendet, dass die Spam angekommen ist und immerhin betrachtet wurde.

Der Betreiber von marketdoors (punkt) info hat es vorgezogen, seine Identität über WhoisGuard zu verschleiern. Die Domain wurde immerhin schon am 12. Juni dieses Jahres eingerichtet und am 7. November (vor anderthalb Wochen) zum letzten Mal konfiguriert, mutmaßlich, um diese Spamaktion durchzuziehen. Die Mail wurde von einer fest zugewiesenen IP-Adresse aus Panama versendet, ich mache mir nur wenig Hoffnung, dass mein Abuse-Report überhaupt gelesen wird. Immerhin ist die erwähnte Domain affaire (punkt) com schon etwas älter, sie wurde am 12. August 1998 registriert. Allerdings erfuhr sie ihre letzte Änderung vor vier Tagen. Ein Vergleich des gegenwärtigen Standes mit etwas älteren Inhalten zeigt allerdings keine auffallenden konzeptionellen Änderungen. Da ich angesichts der maskierten Links in der Spam nicht weiß, ob hier eine bereits eingeführte Firmierung von Internet-Verbrechern missbraucht wird (und es auch gerade nicht untersuchen mag), fälle ich kein Urteil darüber, ob die niederländische Unternehmung, die diese Website betreibt, auch für diese Spams verantwortlich ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass Spammer eine Firmierung missbrauchen und auf diese Weise beschädigen. Die als Kontaktmöglichkeit auf der Website unter affaire (punkt) com angegebene Anschrift ist zumindest insofern „verdächtig“, als dass es nicht einmal ein Firmenschild gibt. Aber eine hübsche Ecke von Amsterdam, ich muss schon sagen…

Bei aller Ungewissheit über diese Details ist eines jedenfalls sehr sicher: Spam ist immer ein schlechtes Zeichen. Ich glaube, dass der Stil dieser Spam, die an völlig willkürliche Empfänger versandt wird – diese übrigens an die Mailadresse einer Frau – alles über den Absender sagt. Wenn ich nur daran denke, wie viele kleinere Kinder nach dem Lesen dieser Mail eine Frage wie „Mutti, was ist eigentlich ficken“ stellen!

Here’s some activity you have missed on Facebook

Samstag, 10. November 2012

Diese „liebevoll“ dem Facebook-Design nachempfundenen E-Mails kommen nicht von Facebook, ganz egal, was da als gefälschter Absender eingetragen wurde:

Here's some activity you have missed on facebook. There are a total of 2 messages awaiting your response

Sämtliche Links in diesen E-Mails führen dann auch nicht zu Facebook, sondern zu einer „kanadischen Pimmelpillenapotheke“, deren Website allerdings in der TLD für Russland, .ru, zu erreichen ist. Die Frage, die ich nicht beantworten kann: Wieso diese Vollpfosten von Spammern glauben, dass jemand in besondere Kauflaune kommt, wenn er durch so eine Überrumpelung nicht wie erwartet bei Facebook, sondern bei einer windigen Betrugsapotheke landet. Aber weil ich diese besonders hirnverätzte Masche wahrlich nicht zum ersten Mal sehe (es gibt sie auch mit LinkedIn und Twitter), muss ja wohl das eine ums andere Mal wirklich jemand so doof sein, bei einer so beworbenen „Apotheke“ zu kaufen. Und wenns nur einer von hundert so doof ist, hat es sich für die organisiert Kriminellen schon gelohnt.

Ob diese ganz besondere Doofheit wohl dafür erforderlich ist, dass man sich beim Spammer (siehe auch hier und hier, Tracker und Datensammler „Facebook“ wohlfühlt? :mrgreen:

Übrigens, Vorschussbetrüger…

Freitag, 26. Oktober 2012

Übrigens, Vorschussbetrüger,

deine unglaubwürdige Geschichte vom Lotteriegewinn bei einer tollen Lotterie, die Gewinne an Leute verteilt, ohne dass diese dafür ein Los kaufen müssen, wird kein bisschen glaubwürdiger…

Screenshot der betrügerischen Mail

…wenn du sie in eine HTML-formatierte Mail reinschreibst, aber KEINE BESSERE FORM der HERVORHEBUNG als die GROSSSCHREIBUNG EINZELNER WÖRTER kennst, ganz so, als wäre das gar keine HTML-Mail, in der man unter anderem fett und kursiv setzen kann. Und dass du dann in einem Anflug Strebens nach gestalterischer Exzellenz die hirnkitzelige Idee ausgebrütet hast, dass so eine Mail vielleicht seriöser und ernsthafter aussieht, wenn man als Schriftart „MS Comic Sans“ verwendet, zeigt, dass du ein richtiger total kompetenter Spezialexperte bist, wie man ihn bei jeder „Lotterie“ der Vorschussbetrüger finden kann.

Sagt dir dein dich genießen müssender
Nachtwächter

UPS Worldship Sendungsimport Beispieldatei

Montag, 22. Oktober 2012

Der Betreff klingt ja schon so richtig gaga, aber wenn man die zugehörige Mail in ihrem wunderschönen, ausgewogenen und vor allem hochseriösen HTML-Layout sieht, tritt diese Kleinigkeit mit den idiotischen Formulierungskünsten dahinter zurück:

Sehr geehrter UPS Kunde, Wie telefonisch vereinbart sende ich Ihnen hiermit die Beispieldatei als Anhang zu. Bei eventuellen Fragen rufen Sie bitte die folgende Nummer: 0800 100 9264. Das ist eine automatisch generierte Nachricht, bitte beantworten Sie es nicht. Mit freundlichen: UPS Intermediate Technical Support The information provided by United Parcel Service (UPS) technical support is provided as is without warranty of any kind. UPS disclaims all warranties, either express or implied, including the warranties of merchantability and fitness for a particular purpose. In no event shall United Parcel Service, Inc. or its suppliers be liable for any damages whatsoever including direct, indirect, incidental, consequential, loss of business profits or special damages, even if United Parcel Service or its suppliers have been advised of the possibility of such damages. Some states do not allow the exclusion or limitation of liability for consequential or incidental damages so the foregoing limitation may not apply. Š 2012 United Parcel Service of America, Inc.

Aber mit freundlichen! Wer da immer noch glaubt, dass so eine Müllmail von Ups komme und die ausführbare Datei im Anhang aufmacht, na, der hat zwar ein Problem, aber der hatte vorher auch schon ein Problem. Eines allerdings ist anders geworden, als es unter dem eher begrenzten Problem schreiender persönlicher Dummheit war: Sein neues Problem schadet der ganzen Welt; der Rechner in seiner geistigen Dunkelkammer ist jetzt ein Rechner, der von Kriminellen für ihre wenig erfreulichen Machenschaften genutzt werden kann. Diese Spam kam zum Beispiel von so einem Rechner…