Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Click here“

17.568 Euro/Monat Verdienst GARANTIERT! Mit 500 Euro GRATISGeld testen!

Donnerstag, 25. Juli 2013

So so, Gratis-Geld, wer würde das nicht wollen… 😀

17.568 Euro/Monat Verdienst GARANTIERT! Mit 500 Euro GRATISGeld testen!

Das hast du Idiot schon im Betreff gesagt, und es ist kein guter Ersatz für eine Anrede.

NEUES UPDATE! Software arbeitet jetzt 12 Mal besser und genauer!

Wie jetzt, ich dachte, es ginge um Gratis-Geld und garantierte 35 lila Lappen im Monat. Und da kommst du Idiot mir mit Software?

Erste Testergebnisse fallen SEHR POSITIV aus!

Wahrscheinlich getestet durch die Stiftung Spamtest.

Durchschnittsverdienst beträgt 256,72 Euro PRO TAG! Das sind knapp 8000 Euro im Monat – und das trifft für 87% der Mitglieder zu!

Aha. Weiter oben und im Betreff waren es noch mehr als doppelt so viel Geld und es gab nebulöses, wirres Geschwafel von irgendeiner namenlosen Software von Spammern, die man dafür angeblich braucht – vermutlich ein Gelddruckprogramm. Und natürlich war das garantiert… nein, natürlich: GARANTIERT und nicht etwas, was nur 87 Prozent erreichen. Und von Mitgliedschaften war auch nicht die Rede. Und selbst, wenn ich nichts anderes mehr machte, läge der im Betreff versprochene Zaster in weiter Ferne:

Wenn Sie hauptberuflich einsteigen ist sogar ein Einkommen von über 12.982 Euro möglich!

Ah ja! Und was muss ich machen, um die GARANTIERTEN 17.568 € aus dem Betreff zu kriegen? Die Nacht dazunehmen? Meine Kinder ausbeuten? Mein Gehirn gegen eine Spamdose austauschen?

NEUHEIT: Wenn Sie die alte Version von AutoBinaryEA jetzt von Ihrem Computer löschen und die neue Version herunterladen, erhalten Sie 500,- Dollar zum Testen von AutoBinyrEA [sic!] sofort gutgeschrieben und können damit sehen, wie AutoBinaryEA funktioniert.

Aha, wenn ich die alte Version lösche und die neue installiere, erfahre ich endlich, wie das Programm funktioniert, denn das konnte bei der alten Version niemand verstehen. Die war sogar so unverständlich, dass nicht einmal die freundlichen Geld-Weihnachtsmänner von der Spamfront genau wissen, wie sie sich schreibt. Und fünfhundert Dollar gibts auch noch dazu. Oder Euro. Oder Rupien. Was ist das schon für ein Unterschied? Es ist ja die gleiche Zahl… :mrgreen:

Hier geht es zum kostenlosen Download der aktualisierten Software:

http://tinyurl.com/q9v2b4t

Nach der tollen Einführung bin ich auf diese Software, von der ich nicht einmal weiß, was sie überhaupt tut, so heiß, dass ich kaum noch widerstehen kann. :mrgreen:

Ein Dank an die Betreiber von tinyurl.com! Der Link aus der Spam ist jetzt unbrauchbar, und das ging sehr schnell. Vorbildlich! 😉

Übrigens sollte der Link in die Domain verbraucher (strich) heimarbeit (punkt) org gehen, die erst vor einem Monat eingerichtet wurde, natürlich unter Verwendung eines Whois-Anonymisierers, weil die Betreiber dieser Domain gar nicht erst seriös wirken müssen¹. Dort gibt es ein Weiterleitungsskript, das dann auf die eigentliche Seite der Spammer weiterleitet… und zwar in diesem Fall noch einmal über TinyURL. Als ich dort auf die dritte Weiterleitung – ja, noch einmal über TinyURL – stieß, war ich der Sache müde. (Nein, ich mache das nicht mit einem Browser.) Wer nach Genuss dieser Mail noch irgendwohin klickt, ist eh mit genaueren Beschreibungen nicht mehr zu erreichen.

>>>VIDEO<<<

Wenn der Spammer es schon mit den Worten und den Zahlen… ähm… nicht so hat, wird sein Video gewiss besser sein…

Click here to unsubscribe

Du mich auch!

¹Es gibt sinnvolle Anwendungen für einen Whois-Anonymisierer. Zum Beispiel bei Privatpersonen, die nicht ihre Anschrift, Mailadresse und Telefonnummer weltweit abfragbar offenlegen möchten. In einer Welt voller Gewinnbimmler, Spammer und Betrüger kann das ein angemessener Selbstschutz sein. Bei einer geschäftlichen Website sind anonymisierte Whois-Angaben allerdings immer ein Zeichen dafür, dass man mit diesen Leuten nicht ins Geschäft kommen sollte…

Ich verrate Dir meine Geheimnis

Freitag, 12. Juli 2013

Aber dann ist es doch gar nicht mehr geheim… 😀

Hi,

Die Anrede hatte ich ja lange nicht mehr.

Glücklicherweise habe ich einen Weg gefunden, ein stetiges Einkommen von zu Hause aus zu erhalten.

Ohne jeden weiteren Kontext würde ich ja vermuten, dass du deine Telefonnummer in die Zeitung gesetzt hast, ein paar heiße, feuchte Worte dazu geschrieben hast und nun jede halbe Stunde einen neuen Freier abarbeitest.

Ich möchte das gerne verbreiten und anderen helfen den Lebenstil den ich erlangt habe, auch zu erreichen.

Und mit Verlaub, Nadine, dazu habe ich weder das geeignete Geschlecht noch den geeigneten Charakter.

Du bist nur einen Klick vom Geld, dass du von zu Hause verdienen kannst, entfernt.

Aber vermutlich möchtest du etwas anderes anbieten. Du sagst eben nur nicht, was du anbieten möchtest. Stattdessen erzählst du tolle Märchen vom Geld, dass ich mir aus dem Sessel in die Bude klicke. In einer Spam.

Diese Methode hat mein Leben verändert. Wenn du dem eine Chance gibst, wird sich Deines aus ändern!!!

Und zwar mit Methode. Und mit drei Ausrufezeichen!!!

Nur ohne einen verdammten Hinweis, um was es sich überhaupt handelt.

Mehr Infos hier …

Ach so, es ist nur ein Roulettesystem, mit dem man – aber nur bei bestimmten Casinos, bei denen du dann deine Affilate-Judasgroschen einsteckst – angeblich immer gewinnt. Aufgrund akuten Phantasiemangels und weil du dich mit dieser müden Nummer wirklich nur an weitgehend enthirnte Deppen und Deppinnen richten kannst, empfiehlst du auch noch ausgerechnet das Martingale-System, über das man sogar in der Wikipedia alle erforderlichen Fakten erfährt. Und das präsentierst du auf einer tollen Website unter mmm (strich) arbeit (punkt) com, die ich mal archiviert habe, damit auch andere darüber lachen können.

Wenn dein tolles Roulettesystem funktionieren würde, du verrottetes Stück Mensch, dann hättest du es nicht nötig, Naivlinge in irgendwelche Internet-Zockhöllen zu treiben, um damit Affiliate-Groschen zu verdienen.

Alles Liebe,

Nadine

Mit dem üblichen Judasküsschen des verkrampft menschendeln Spammers…

Im März warst du noch Michelle, und davor hattest du ganz viele Männernamen.

Um aus der Mailingliste auszutragen, klicken Sie bitte hier

Schön, „Geheimnisse“ des „Geldverdienens“, die über „Mailinglisten“ verraten werden – in denen man sich noch nicht einmal eintragen muss. Wer darauf klickt und über die eindeutige ID aus dem URI den Spammern mitteilt, dass die Spam ankommt, gelesen und beklickert wird, lasse alle Hoffnung fahren!

Diese Spam ist ein Zustecksel meines Lesers S.S.

Rechtschreibfehler auf Ihrer Website blahblah.de

Montag, 8. Juli 2013

Da dachte ich gerade schon, dass ich seit einem gefühlten Jahr keine neue Spam-Masche mehr zu Gesicht bekommen habe… und da bekomme ich dieses schöne Zustecksel von S. S. mit einer neuen Masche der Spammer.

Diese Spam ist unter verschiedenen Mailadressen der im originalen Betreff genannten Domain angekommen, die ich hier nicht erwähne. In allen Fällen war der Text identisch, nur die genannten „Fehler“ variierten. Natürlich stand im Original nicht „blahblah.de“, sondern die richtige Domain.

Gefälschte Absenderadresse ist sabrina (punkt) lektorin (at) gmail (punkt) com. Die Mail wurde allerdings nicht über Google Mail mit seinem strikten Vorgehen gegen Spam transportiert; sie geht von der IP-Adresse eines Dienstleisters aus Utah, USA aus. Ob die Mailadresse bei GMail überhaupt existiert oder von jemanden anders benutzt wird, ist fraglich. Empfänger sollen diese Mail ja nicht beantworten, sondern reinklicken…

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mir sind ein paar Rechtschreibfehler auf Ihrer Website blahblah.de aufgefallen. Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, dass ich Sie darauf hinweise.

Hallo, unbekannter Empfänger,

ich habe zwar die Website besucht, aber diesen Link im Footer mit dem Text „Impressum“ habe ich nicht gefunden, so dass ich dich nicht ansprechen kann. Stattdesssen habe ich nach Rächtschraibfelern gesucht, die dort stehen. Du musst verstehen, wenn man so sehr auf der Suche nach Fehlern ist, dann liest man doch nicht auch noch. Stattdessen verwendet man eine Liste mit ganz vielen häufigen Fehlern und sucht sie skriptgesteuert mit Google ab, damit man möglichst schnell ganz viel davon hat – und die Mailadressen kann man dann mit einem schnell angepassten Harvester-Skript rausfischen, dass im Idealfall auch automatisch mailt.

Deshalb geht diese Mail ja auch nicht an die im Impressum genannte Kontaktadresse, sondern an diverse Mailadressen in dieser Domain, die irgendwo in der Site erwähnt werden. Wenn ich mir Mühe geben würde, müsste ich ja auch nicht spammen.

Zum Beispiel:

Fehlerhaftes Wort: läd
Auf dieser Seite: http://blahblah.de/
Fehlerhaftes Wort: warnehmen
Auf dieser Seite: http://blahblah.de/blah-archiv

Wie man in einer HTML-formatierten Mail diese komischen Links reinfummelt, hat mir leider noch niemand erklärt. Vielleicht finde ich ja morgen einen aufgeweckten Neunjährigen, der sich mit diesem HTML-Frickelkram auskennt. Dann muss ich auch nicht mehr so eine Peinlichkeit wie den dümmsten aller dummen Linktexte „Click here“ in meine Mail reinschreiben…

Klicken Sie hier, um es sich anzusehen!

…ohne, dass der auch nur klickbar wäre. :mrgreen:

Fehler auf Websites werfen schnell ein negatives Licht auf denjenigen, den die Website repräsentiert.

Asoziale und illegale Spam wirft zwar schnell ein negatives Licht auf denjenigen, der andere Menschen mit solcher Spam belästigt, aber das ist mir egal. Denn als Spammer habe ich keinen Ruf mehr zu verlieren.

Ich würde Ihnen gerne helfen und die ganze Website blahblah.de auf mögliche Fehler überprüfen und zwar für nur 85€. Dieses Angebot beinhaltet nicht die Überprüfung eines Onlineshops oder eines großen Archivs. Wenn Sie eine derartige Überprüfung wünschen, können wir dies gerne separat vereinbaren.

Also sei bitte so blöd und gib jemanden, der dir mit gefälschter Absenderadresse eine Mail zustellt, fünfundachtzig Euro in die Hand, weil er eine Liste häufiger Fehler googlen kann.

Damit das nicht ganz so bescheuert aussieht, wie es ist, schreibe ich noch ein paar menschelnde Worte darunter.

Ich heiße Sabrina Braun, studiere an der Uni Mainz und habe mir ein kleines Geschäft aufgebaut; ich verdiene meinen Lebensunterhalt während des Studiums, indem ich Websites auf Fehler überprüfe.

Ich bin eine Studentin, die es nicht weiter für erwähnenswert hält, was sie studiert (vermutlich Theoretischen und Angewandten Bullshit) und die mit diesen Spamnummern ihr Studium finanziert. Das klingt doch viel sympathischer als: Ich bin Spammer, der skriptgesteuert Google-Suchen startet, um häufige Fehler in Websites zu finden und dann ebenso skriptgesteuert jede Mailadresse mit seiner Spam zuballert, die in diesen Websites irgendwo erwähnt wird, und ich hoffe, mir mit den 1500 Euro, die nach jeden Tag nach meiner Spamwelle von vielleicht zwanzig darauf hereinfallenden Deppen gelegt werden, auch weiterhin einen verfeinerten Lebensstil leisten zu können, ohne mir diese lästige Mühe machen zu müssen, die fast alle anderen Menschen mit ihrer ekelhaften, anstrengenden Arbeit haben.

Ich glaube, dass wir beide von meinem Service profitieren können. Sie präsentieren Ihren Besuchern eine perfekte Website und ich verdiene mir ein bisschen dazu.

Ich glaube, dass diese noch frische Nummer das Potenzial hat, mir in den nächsten Monaten jede Menge frisches Geld zu geben.

Bezahlt wird erst, wenn meine Arbeit abgeschlossen ist, und natürlich stelle ich Ihnen gerne eine Rechnung aus.

Bezahlt wird erst, wenn ich mein Skript gestartet habe, das eine komplette Domain crawlt, nach meiner Fehlerliste abgrast und eine Report ausgibt, den ich ihnen zumaile. Achtzig Euro für den Aufruf eines Progrämmchens halte ich für einen guten Lohn.

Um alle Rechtschreibfehler auf Ihrer Website zu sehen, klicken Sie einfach hier.
http://sabrina.blogcorrector.com/bericht-bestellen/

Damit es nicht so langweilig wird, mache ich jetzt auch mal einen Fehler. Denn wenn du auf den Link klickst – dieser liegt übrigens in einer Domain, deren Registrierungsdaten über einen Whois-Anonymisierer aus dem brummenden Hong Kong verborgen werden, was für eine gewerbliche Website nicht gerade Seriosität ausstrahlt – dann siehst du nicht etwa die Rechtschreibfehler auf deiner Website, sondern ein Bestellformular:

Screenshot der Website der Rechtschreib-Spammer

Auf dieser Seite kann man nicht nur – *gröhl!*, ach nee: *gröl!* – den Preis selbst angeben, sondern auch seinen echten Namen zusammen mit seiner Mailadresse an die Spammer geben, die dann beim nächsten Mal eine persönliche Ansprache hinbekommen. Wer sich wundert, dass er es jetzt beim Bezahlen auf einmal nicht mehr mit einer Studentin zu tun hat, sondern mit einem Unternehmen aus dem schönen Ungarn, bekommt auch gleich eine tolle Erklärung dafür:

Da ich mit dem System eines ungarischen Unternehmens arbeite, welches mir die Organisation der Rechtschreibprüfungen erleichtert [sic!], und von diesem Unternehmen dann meinen Anteil an der Bezahlung erhalte, wird die Rechnung direkt von ASK FOR Ltd gestellt. Sie können per Paypal, Kreditkarte oder Überweisung zahlen

Ah ja! :mrgreen:

Und wie weiter oben schon angedeutet ist, handelt es sich bei der angebotenen „Dienstleistung“ um nichts weiter als ein Programm, das eine Website durchcrawlt und gegen eine Liste häufiger Fehler abgleicht. Oder, um es mit den Worten „Sabrinas“ zu sagen:

Ich werde Ihnen die Fehler, die ich gefunden habe, per E-mail zusenden. Mein Bericht enthält die (möglichen) Fehler [sic!], sowie meine Korrekturvorschläge und falls nötig zusätzliche Hinweise/Erklärungen.

Es sind natürlich nur „mögliche“ Fehler, weil das kein Mensch mit einem Gehirn macht, sondern ein dummes Skript. Jeder, der schon einmal eine Rechtschreibprüfung in einer Textverarbeitung benutzt hat, weiß um die Schwächen.

Der schwarze Balken im Screenshot (und im Foto aus der Mail, das gleich folgt) ist natürlich von mir, denn ich muss davon ausgehen, dass die asozialen Spammer das Foto von „irgendwo aus dem Internet“ mitgenommen haben, um ihre bescheidene Nummer mit einem menschlich aussehenden Gesicht zu dekorieren, ohne die eigene Anonymität zu verlassen. Ob die in Ungarn beheimatete Limited überhaupt existiert, konnte ich so schnell nicht herausbekommen. Dass die Site kein Impressum hat, versteht sich von selbst.

Mit freundlichen Grüßen,

Angebliches Foto von Sabrina Braun
Sabrina Braun
Studentische Web-Lektorin
www.sabrina.blogcorrector.com

Mit mechanischem Gruß
Deine Spammer mit der neuen Masche

PS:
Wenn Sie meinen Service in Anspruch nehmen, erhalten Sie einen solchen Bericht:
http://sabrina.blogcorrector.com/beispielbericht

Ach so, wenn das Skript gestartet wird, entsteht nach höchstens einer Sekunde Datenverarbeitung so ein Bericht:

Screenshot des Beispielberichtes

Ihre Website blahblah.de zu überprüfen kostet Sie nur 85€.

Für den Start des Skriptes nehmen wir lächerliche fünfundachtzig Euro. 😀

Falls ich diese Nachricht an die falsche Person adressiert haben sollte, entschuldige ich mich hiermit vielmals und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die E-mail an die entsprechenden Kontakte weiterleiten könnten. Vielen Dank!

Vielen Dank, dass du dich nicht weiter daran störst, dass ich meine Drecksspam an jede auf einer Website erwähnte Mailadresse sende, ohne mich um die Angaben im Impressum zu kümmern. Denn selbst zu lesen kostete mich einfach zu viel von meiner Lebenszeit, die ich lieber damit verbringe, das Geld meiner Opfer für angenehmere Dinge auszugeben. Und wenn du dich daran störst: Auch vielen Dank. Meine Höflichkeit ist nur aufgesetzt, denn ich bin ein Spammer.

Danke, S. S., für dieses Zustecksel aus dem täglichen Spamklo…

Super Summer Sale: 40% OFF

Donnerstag, 20. Juni 2013

Wenn einem Spammer schon sonst nichts aussagekräftiges für den Betreff einfällt: Rabatt geht immer…

Can’t see this email? Click Here

Das heißt auf Deutsch: „Bin ich zu doof, eine HTML-formatierte Spam zu verfassen, die du auch lesen kannst? Dann klick einfach mal in meine Spam rein.“

Diese gnadenlos dumme Ansage wird übrigens von einem Versuch gefolgt, ein Bild aus der Domain 00D718685CE055B213B83411DB17 (punkt) com in den E-Müll einzubetten. Da diese Domain (noch) nicht existiert, käme es bei Menschen, die extern referenzierte Bilder in Mails anzeigen lassen, zur Anzeige des Platzhalter-Bildes für einen Fehler und damit zum Eindruck, dass etwas nicht funktioniert. Und so ein Eindruck von technischer Inkopetenz soll dann dazu motivieren, auf den Link zu klicken… tolle Idee, die die Spammer da zwischen zwei Medikamentenausgaben bekommen haben!

50 Best Summer Recipes

Die lasse ich mir auch gerade von einem Spammer erzählen, der möchte, dass ich in seine Spam klicke! Es gibt ja so wenig Websites, in denen man hübsche Ideen für die Küche lesen kann.

Don’t Miss: Drink and grow thin Eat and lose pounds 8 of the Healthiest Foods to Eat

Oh toll, trinken und dünn werden, essen und Pfunde verlieren und dann gibt es sogar noch gesundes Essen. Ich befürchte, Lakritz und Schokolade gehören nicht dazu.

Best Summer Recipe

Eben noch die „fünfzig besten Rezepte“ verlinkt, und jetzt wird der Krampf schon wieder entwertet, weil hier ja das absolut beste Rezept verraten wird. Aus dem Kontext schließe ich mal, dass es ums Abnehmen geht – und das die Zielgruppe dieser Spam jene Frauen sind, die nach ein paar Jahren Hungern im Ringen um das Erreichen des Photoshop-retuschierten Schönheitsideals unserer von Reklameheinis gestalteten Zombie-Kultur bereits am Hirne abgenommen haben.

U.S. scientists have found a 100% cure for obesity. You no longer need a grueling diet or training. You just take our product and lose weight. 10-15 lbs per month! It’s so easy! Around the world, we have 30,000,000 satisfied users. Want to know more?

Und in der Tat! Völlig namenlose US-Wissenschaftler haben eine hundertprozentig wirksame Kur gegen die wabernde Wampe gefunden, und auch in einer HTML-formatierten Drecksmail ist kein Platz für einen Link auf das Paper, dass diese völlig namenlosen US-Wissenschaftler darüber in einem peer-reviewten wissenschaftlichen Magazin verfasst haben. So etwas wie Bewegung und kalorienreduzierte Ernährung sind zum Abnehmen nicht mehr erforderlich. Man kann einfach die Pille in sich reinwerfen, sterben und durch die natürlichen Prozesse der Verwesung ganz schnell ganz viel leichter werden. Da sind schon so viele drauf reingefallen, komm, kauf auch du Medikamente vom Spammer, der dir mit gefälschtem Absender unüberprüfbaren Bullshit erzählt. Möchtest du nicht ein bisschen mehr darüber erfahren?

The email was sent to nxxxxr (at) tamagothi (punkt) de. To unsubscribe please click here.

Diese Spam wurde an die Empfängeradresse versandt. Nur, um das noch einmal zu erwähnen, weil es sonst ja nicht klar genug wäre. Wer mehr Spam haben möchte, der klicke auf „klick hier“!

EatingWell Corporation, 3796 Locust Street, Des Moines, IA 50309 © Copyright 2013.
All Rights Reserved | Privacy Policy | By using this site you agree to our Terms of Service.

Geistiges Eigentum deklariert. (Verklag mich doch für dieses Zitat, du kriminelles Spam-Krepel!) Und sogar eine Richtlinie für den Schutz der Privatsphäre haben die, deshalb haben die wohl auch gerade einfach so in mein Postfach reingemacht. Und dann sprechen sie in einer Spammail von „this site“, für die Bedingungen gelten sollen – schon scheiße, wenn Spammer einfach und ohne Gehirnbenutzung die Textfragmente anderer Leute in ihre kriminellen Drecksmails reinkopieren.

Wie schön wäre doch die Welt, fräßen sie einfach ihre eigenen Giftpillen!

Bitte nicht nochmal eine Flut von Spam für Schlankheitspillen!

Werbeanfrage tamagothi.de

Montag, 17. Juni 2013

Hallo,

Aha, jemand der Reklame machen will und mich persönlich anmailt, aber aus unerfindlichen Gründen auf der Website, auf der die Werbung laufen soll meinen Namen nicht gefunden hat. Der ist ja auch sehr leicht zu übersehen:

Screenshot von tamagothi.de

Große Leistung. Da weiß ich dann auch gleich, warum gewisse Texte dort gar nicht gelesen wurden – weil es so richtig scheißegal ist, wo die Reklame hingeht.

Hätten Sie Interesse einen Gastbeitrag auf Ihrer Website zu veröffentlichen, der einen Text-Link zurück zu der Website unseres Kunden beinhaltet?

Nein, ich habe nicht das geringste Interesse daran, meine paar Leser mit ungekennzeichneter Reklame zu beleidigen.

Unser Kunde ist ein namenhafter [sic!] Online Casino Anbieter [sic! Mit Deppen Leer Zeichen].

Bei den so genannten „Onlinecasinos“ handelt es sich übrigens um ein in der BRD illegales Glücksspiel, und für die Links, die ich auf von mir verantworteten Websites setze, hafte ich vollumfänglich. Desweiteren bin ich nicht im Geringsten dazu bereit, auch nur einen meiner Leser eine Anregung zu geben, sein Geld bei unkontrollierten und vom Betreiber beliebig manipulierbaren Zocks im Internet loszuwerden. Wer daran wirklich Interesse hat, wird schon einen Ort finden – und zwar hoffentlich trotz solcher an Google und andere Suchmaschinen gerichteter Linkspam einen Ort, der es nicht nötig hat, in Form asozialer Spam Reklame für sich zu machen.

Der Artikel ist gut geschrieben, informativ, unterhaltsam und einzigartig, und ich wäre auch bereit, Ihnen einen Obulus für die Platzierung zu bezahlen.

Nein, ich nehme keine dreißig Silberlinge von einem Spammer. Und erst recht nicht die paar Groschen dafür, dass ich einen Text anderer Leute als meinen eigenen ausgebe.

Warum macht ihr nicht einfach selbst eine tolle Website auf, wenn ihr so viele gut geschriebene, informative, unterhaltsame und vor allem „einzigartige“ Texte mit Links auf Abzock-Casinos habt? Ach, weil es euch gar nicht um irgendwelche Leser geht, weil es euch nur darauf ankommt, den Index von Google mit einer Linkschwemme zu vergiften, auf dass die Menschen nicht mehr das finden, was sie suchen, sondern das, was Spammer sie finden lassen wollen. Ich verstehe.

Ist das eventuell von Interesse für Sie?

Ungefähr so interessant wie eine Stechmücke, die mein warmes Blut trinken will und mir nur eine heftig juckende Quaddel zurücklässt. Etwas, worauf man mit der schmetternden Hand haut, wenn man die Gelegenheit dazu hat.

Mit freundlichen Grüßen,

Chelsea Cruz
chelsea (at) magicpagemedia (punkt) com

Sehr freundlich. So freundlich wie eine Spam eben.

If you no longer wish to receive emails from us, please click here.
IDENT: [ID entfernt]

Oh, dafür hattet ihr wohl gerade keinen Deutschexperten zur Hand. Und der HTML-Mail-Experte, der es schafft, die gnadenlos dummen Worte des Linktextes „Click here“ zu verlinken, war auch gerade im Urlaub. Ich habe diese Mail nicht bestellt. Es ist Spam. Illegale Spam. Für ein illegales Angebot. Selbst, wenn ich darauf klicken könnte: Leuten, die mich mit so einem Dreck belästigen, werde ich bestimmt nicht mitteilen, dass ihr E-Müll ankommt und gelesen wird.

Chelsea Cruz
online marketing specialist | MagicPageMedia
chelsea (at) magicpagemedia (punkt) com

Wenn so die Spezialisten fürs Online-Marketing aussehen, will ich die Amateure gar nicht mehr kennenlernen.

This message is confidential. It may also be privileged or otherwise protected by work product immunity, confidentiality or other legal rules. If you are not the intended recipient you are notified that disclosing, copying, distributing or taking any action in reliance on the contents of this information is strictly prohibited. Please note that any views or opinions presented in this email are solely those of the author and do not necessarily represent those of Magic Page Media.

Aber sowas von vertraulich! Nicht einmal mit meinem PGP-Schlüssel verschlüsselt, damits niemand anders als ich lesen kann, aber total vertraulich. Und wenn ich diese total vertrauliche veröffentliche, ist das streng verboten. Tolle Sache. Zeig mich doch für dieses Posting deiner Spam an, Spammer!

If you no longer wish to receive emails from us, please click here.
IDENT: [ID entfernt]

Oh Wunder der Technik! Bei der Wiederholung des dümmlichen Click-here-to-get-much-more-spam-Links klappt sogar die Verlinkung. Nur echt mit einer endlos langen sedezimalen ID, die zurückfunkt, dass ich so doof bin, in eine Spam zu klicken.

Geh sterben!

Register and get a DISCOUNT of up to 15% for all our products

Montag, 27. Mai 2013

Oh, toll, RABATT!

Hello Webmaster

Was für eine tolle, persönliche Ansprache!

Become the owner of exquisite and stylish thing!

Aber so auserlesen und einzigartig wie die Fließbandproduktion von billigen Ticktacks mit teurem Markenstempel drauf. Genau richtig für Leute, die nicht besonders auserlesen und einzigartig sind und sich deshalb mit so einem Tinnef aufwerten müssen.

A vast range of numerous different brand name watches, all of top quality, and at direct wholesale pricing.

Und das beste: Jeder einzelne Markenname wird verschwiegen, stattdessen wird gesagt, dass es dort eine breite Auswahl zahlreicher Marken gibt. Diese Spamfilter aber auch immer! Aber dafür ist alles von Spitzenqualität. In einer intellektuell unterirdischen Landschaft kann sogar ein Kuhfladen wie ein Gebirge aussehen.

Product matches the catalogue exactly. If only there was a rating for exceptional! I cannot tell you how impressed I am with the service I will be recommending them to my friends Thanks again you are one of, if not, the best in the business!
Bless

Mason Ambrose

Zum schlechten Schluss ein toller Text eines angeblichen Kunden, so echt und ehrlich wie der gefälschte Absender der Spam.

Click here -> http://toank.ru

Wer da klickt, lasse alle Hoffnung fahren!

Weißt Du, dass Du jeden Tag Kunden verlierst?

Mittwoch, 22. Mai 2013

Eine Mail von Peter KnoppIch könnte hüpfen vor Freude! Peter Knopp hat sich einen neuen Text für seine Spams ausgedacht. Das war nach mehreren Wochen mit dem immer wieder gleichen Text (auch gern mal mit einem anderen Namen) auch mal fällig, mir ist langsam schon nichts mehr zu dieser Stümperei mit der geistlosen Penetranz einer chinesischen Wasserfolter eingefallen.

Und nein, ganz vergessen wollte ich diese Müllmails vom Müll-SEO denn doch nicht. Wie ich sehe, war das nicht unnötig, denn seine Spam ist mittlerweile viel besser geworden und in dieser Form durchaus dazu geeignet, dass schlichtere Gemüter auf den Beschiss reinfallen könnten. Von daher kann ich nur empfehlen, hier mal den Links zu folgen, um anhand früherer Versionen der gleichen Spam-Masche einen Einblick in die Entwicklung zu bekommen. Was sich nicht hier auf Unser täglich Spam befindet, fand seinen Niederschlag im Forum des Antispam e.V., das ich generell nur warm empfehlen kann.

Übrigens hat der Müll-SEO auch nach vielen Wochen endlich verstanden, was der Unterschied zwischen einem griechischen Beta und einem deutschen „ß“ ist. Und ich hatte mich schon so über die einfache Filterregel gefreut. Vermutlich liest „Peter Knopp“ hier mit und hat am 14. Mai den Tipp bekommen, welche Entity man in einer HTML-formatierten Müllmail verwenden muss, um ein „ß“ in den Text zu bekommen.

Weißt Du, dass Du jeden Tag Kunden verlierst?

Hey, Spamempfänger, ich hab keine verdammte Ahnung, wer du bist. Deshalb komme ich ohne so einen Anredequatsch sofort zur Sache. Die „Du“-Form halte ich in so einem Kontext für besonders geeignet, mein Deutschexperte hat mir gesagt, dass sie geschäftsmäßige Seriosität ausstrahlt. So weißt du gleich, das ich ein richtig ernstzunehmender… na, weißt schon… bin.

Warum erlaubst Du, dass die Personen, die Dienstleistungen suchen, die Du anbietest, die Angebote der Konkurrenz in Anspruch nehmen – liegt Dir nicht daran, dass diese Personen zu Dir kommen?

Und weil ich keine Ahnung habe, wer du bist, weiß ich natürlich auch nicht, was du machst. Ich bin eben ein asozialer, aufdringlicher Spammer. Deshalb spreche ich in größtmöglicher Allgemeinheit von „Dienstleistungen, die du anbietest“. Meinem Angebot ist es nämlich gleichgültig, ob es um die Perforation von Kondomen, den Verkauf von Tinnef oder das situationsbezogene Ablassen von Bullshit geht, es ist für jedes Geschäft gleichermaßen wirkungslos. Um das zu unterstreichen, schreibe ich so ziemlich jede Mailadresse an, die ich in meiner schwarzgehandelten Datenbank gefunden habe. Oder genauer: Ich lasse das ein Skript erledigen. Ob die Leute eine persönliche Homepage haben, auf der sie über ihre Erfahrungen mit der Aufzucht und Ernährung von japanischen Mäuseflöhen schreiben, oder ob es sich um die typischen Hungerkaufleute des Web handelt, spielt für mich keine Rolle. Ich schieße mit Schrotmunition auf E-Mail-Fächer. Irgendeine Spam trifft immer auf ein gläubiges, unerfahrenes Opfer, und davon lebe ich.

Was glaubst Du, wie viele Personen suchen pro Monat einen Hundefriseur? Glaubst Du, dass es 53 000 Personen sind? Ein Hotel in Wiesbaden – 6400 Personen, Malen der Wände [sic!] – 79 000 Personen.

Da ich dich gar nicht weiter mit irgendwelchen Sach- und Lachgeschichten aus dem Kopfödland meiner ganz besonderen Qualifikation langweilen will, tue ich mal so, als würde ich bei Google direkt an der Leitung stehen und nenne irgendwelche Zahlen, wie viele Leute bei Google einen Hundefriseur, ein Hotel oder das Bohren der Nase auf der Suche nach dem Hirn suchen könnten. Ich weiß diese Zahlen natürlich auch nicht. Niemand außer Google (und mutmaßlich der eine oder andere Geheimdienst der USA) weiß solche Zahlen. Damit du mir auch weiterhin auf den Leim gehst, wenn ich solches Blendwerk aufrichte, gebe ich dir natürlich nicht den Tipp, am Google-Programm für Webmaster teilzunehmen, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Suchbegriffe zu deiner Site führen und in wie vielen Prozent der Fälle ein Google-Suchergebnis zu einem Klick führt.

Hör auf damit Kunden zu verlieren und fang an damit, sie zu deiner Firma zu ziehen.

Damit du auch bemerkst, was ich bei aller Ahnungslosigkeit doch für ein total kompetenter Kaufmann bin: Menschen, die niemals deine Kunden gewesen sind, hast du als Kunden verloren. Denn dir steht es zu, dass jeder Mensch dein Kunde ist. Und jetzt zieh noch eine Line Koks durch die Nase!

In etwa 80 – 90 % aller Fälle gelangen die Kunden über die Google-Suchmaschine auf die Webseiten.

Ich nenne übrigens noch ein paar lustige Zahlen. Zum Beispiel über den Prozentsatz der Leute, die Google auf eine Website spült. Das sollen bis zu neunzig Prozent sein. Du darfst jetzt nur niemals damit anfangen, mit freien und kostenlosen Hilfsmitteln die Logdateien deines Webservers auszuwerten, um zu sehen, wie es in Wirklichkeit aussieht (hier die zwanzig häufigsten am Beispiel von „Unser täglich Spam“ für dem Monat Mai mit Stand vom 22. Mai, 3:35 Uhr aufgezeigt¹):

Die zwanzig häufigsten Referer von Unser täglich Spam, zusammen mit ein paar Spamreferern in der Liste

Die Feststellung, dass nicht einmal zwei Prozent deiner Seitenbesucher über eine gezielte Google-Suche kommen, und dass Spamreferer teilweise häufiger sind als Google-Suchen aus dem deutschsprachigen Ausland, während die Mehrzahl der Besucher direkt auf die Site geht, entlarvt das Blendwerk sehr schnell als Blendwerk. Viel wichtiger als jeder SEO-Hokuspokus ist es in Wirklichkeit nämlich, Inhalte und Angebote zu haben, die Menschen dazu bringen, immer wieder einmal vorbeizuschauen.

Die überwiegende Mehrheit der Personen, die per Schlüsselwörter suchen, beenden Ihre Suche auf der ersten Seite der Ergebnisse (spätestens nach der 10. Position).

Nach so viel Lügen schreibe ich jetzt mal etwas Wahres. Wenn man jemals eine Leiche so verstecken will, dass sie nicht gefunden wird: Die zweite Seite eines Google-Suchergebnisses ist eine gute Wahl.

Unsere Hilfe beruht auf die einmalige Korrektur des Quellenkodes [sic!] der Webseite [sic!] unter Aufrechterhaltung des bisherigen Inhaltes und des Aussehens.

Was ich von dir will: Gib du mir Geld und lass außerdem einen kriminellen Spammer auf einem von dir verantworteten Webserver herumfuhrwerken. Glaub mir, ganz großes Spammerehrenwort, ich will nur dein Bestes und will nicht nebenbei den von dir verantworteten Webserver zum Bot für die Spammer umgestalten.

Deine Internetseite wird benutzerfreundlicher [sic!] und lesbar für die Suchmaschinen [sic!] (insbesondere für Google). Der Effekt ist die Erhöhung Deiner Webseite [sic!] auf die ersten 10 Positionen [sic!] der Suchmaschine bei Benutzung aller wichtigsten branchenüblichen Schlüsselwörter.

Damit du das tust, verspreche ich dir jede Menge haltloses Zeug. Zum Beispiel wird deine eine Seite – was der Unterschied zwischen einer Site und einer Seite ist, habe ich Spezialtechniker nämlich immer noch nicht verstanden – dann lesbar für die Suchmaschinen und nimmt dort gleich alle zehn ersten Positionen ein. Was die „wichtigsten branchenüblichen Schlüsselwörter“ sind, überlasse ich dabei erstmal deiner Vorstellung.

Die Korrektur des Quellencodes führen wir innerhalb von 5 Tagen nach der Erteilung des Auftrages durch. Die Ergebnisse werden in der Suchmaschine innerhalb von 2 Wochen nach der Beendung der Arbeiten sichtbar sein.

Die Korrektur ist ein einmaliger Prozess und dementsprechend sind die Kosten der von uns durchzuführenden Arbeiten auch einmalig zu leisten, ohne dass man einen Abonnement-Vertrag unterschreiben soll.

Also sei schon so doof, dass du einem kriminellen, aufdringlichen Spammer Geld dafür gibst, dass er auf Seiten und Servern rummachen darf, die von dir juristisch verantwortet werden!

Wir laden Sie auf unsere Webseite ein:

http://www.seo-pos.net/

Obwohl wir ganz große hokus pokus Google-Zauberer sind, setzen wir für die eigene Werbung lieber auf asoziale und illegale Spam. Das nennen wir dann eine „Einladung“. Unsere eigene Site ist auch nicht besonders beständig, sondern wird alle paar Tage unter einer anderen URL neu eingerichtet. Die aktuelle Domain haben wir zum Beispiel seit gestern, 17:15 UTC, und natürlich ist sie anonym registriert worden, denn wir wollen ja nicht ins Gefängnis gehen, sondern weiterhin von Spam und Betrug und Betrug und Spam gut leben und dabei viel Geld für Koks und Nutten ausgeben.

Mit freundlichen Grüßen
SeoPosition
Peter Knopp

Mit aufdringlicher, mechanischer Freundlichkeit
Dein Spammer

(Solltest du auf diese Spam nicht reagieren, ist mir das auch egal. Du bekommst noch ganz viele davon. Mich kostet das fast nichts, und dich kostet es nur ein bisschen Arbeit und Nerven.)

http://www.seo-pos.net/

Und nicht vergessen: Wir sind jetzt nicht mehr…

…sondern mal wieder etwas anders. Unsere Domains wechseln, unser Bullshit bleibt.

Wenn Sie unseren Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte hier.

Wenn sie noch mehr Spam haben wollen, teilen sie dem Spammer bitte mit, dass die Spam auch ankommt, gelesen wird und dass sie sogar reinklicken, statt sie einfach zu löschen. Das hat Folgen. Fünfzig bis hundert jeden Tag. Oh sorry, jetzt bin ich ja versehentlich von anzüglichen „Du“ ins formelle „Sie“ gewechselt. Glauben sie mir, es ist nicht einfach, in einer Sprache zu schreiben, die man nicht wirklich beherrscht.

Quelle des oben verwendeten Bildes mit dem Facepalm am Schreibtisch: Wikimedia Commons, Urheber: LaurMG, Lizenz: CC BY-SA 3.0

¹Zwei technische Anmerkungen: Die Leser, die ein Browser-Plugin zum Verbergen des Referers verwenden, fließen ebenso in die 50 Prozent direkter Anfragen ein wie alle Bots und die hier recht vielen Nutzer eines Feedreaders. Und die meisten Google-Besucher suchen hier nach Phrasen oder Namen aus einer Spam, die sie gerade erhalten haben. Häufigster Suchbegriff ist zurzeit übrigens „maren kubicki“, die nette Datensammeltante der Spammer. Wer sich dafür interessiert: Ich verwende für meine übersichtsartigen Auswertungen der Server-Logs den inzwischen sehr angestaubten Webalizer, den ich gerade wegen seiner altmodischen Ansätze nur empfehlen kann. Wer auf externe Zähl- und Statistikdienste verzichtet, tut übrigens auch etwas für den Datenschutz seiner Besucher.

Suchmaschinenoptimierung

Dienstag, 14. Mai 2013

Eine Mail von Peter KnoppOffenbar versucht auch die sich selbst „Peter Knopp“ nennende Gestalt einer angeblichen SEO-Klitsche mit ständig wechselnden Websites und Firmierungen den Preis „Aufdringlichster Spammer des Jahres“ zu ergattern. Ob diese Gestalt wohl Erfolg darin haben wird?

Guten Tag.

Ich bin Spammer. Meine Mail ist illegale Massenware. Ich habe keine verdammte Ahnung, wer sie sind und wie sie heißen.

Wir bieten Ihnen die Optimierung Ihrer Internetseite an. Dadurch kann Ihre Seite unter den ersten Zehn auf Google sein.
Unsere Fachleute stehen Ihnen mit ihrem technisch– informatischen Wissen zur Verfügung.

Ich nenne mich „wir“, weil das nach mehr klingt, als es ist. Ich habe ihnen schon vor ein paar Wochen genau den gleichen Text in ihr Postfach gemacht, aber damals habe ich es noch mit der Firmierung „WebProgress“ anstelle eines Namens versucht, der wie der Name eines Menschen klingt.

Wir gewährleisten die erhebliche Verbesserung der Webseite-Position.
Bei den nicht zufriedenstellenden Ergebnisse [sic!] garantieren wir die Rückerstattung der Kosten.

Obwohl ich ganz großer Spezialexperte bin, weiß ich immer noch nicht, was der Unterschied zwischen einer „Seite“ und einer „Site“ ist. Auch die peinlichen Fehler aus meiner vorherigen Spam habe ich nicht korrigiert. Wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich ja gleich richtig arbeiten und müsste nicht spammen.

Mit den aktuellen Codes erhalten Sie 15% Rabatt.

WP-RT-3988541 ( gültig bis zum 15.05.2013 )

Eine Sache habe ich immerhin an meinem Text geändert. Meine angeblichen Rabatt-Codes haben jetzt eine zeitlich beschränkte Gültigkeit, damit man auch schön schnell und unüberlegt zugreife. In meiner letzten Spam habe ich das noch nicht für nötig befunden, aber irgendwie muss ich es ja hinbekommen, dass Leute auf meinen Beschiss hereinfallen. Die Zeichenfolge im Rabattcode zu ändern, war mir dann allerdings zu viel Mühe.

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte unserer Webseite:
http://www.seo-position.net

Und jetzt klicken sie sich endlich auf die Website… sorry… Webseite, die ich erst vor einer Woche eingerichtet habe – natürlich schön anonym, unter Verwendung eines Whois-Anonymisierers, damit es auch richtig unseriös aussieht.

Mit freundlichen Grüβen [sic!]

Was der Unterschied zwischen einem griechischen Beta „β“ und einem deutschen „ß“ ist, habe ich immer noch nicht verstanden. Dass die Zeichenkette „Grüβe“ damit ein ideales Filterkriterium zum Aussortieren meines Mülls geworden ist, kann ich ebenfalls nicht verstehen. Dafür müsste ich ja die Sprache beherrschen, in der ich spamme. Und weil ich die nicht verstehe, verwende ich in meiner HTML-formatierten Spam eben &beta; anstelle von &szlig;. Sieht ja auch ganz ähnlich aus…

SeoPosition

Auch aus einer früheren Version der Masche bekannt unter WebProgress. Und unter WebOpt.

Peter Knopp

Auch aus einer früheren Version der Masche bekannt unter Thomas Lipke. Weitere Namen folgen, wenn ich mit dem Namen „Peter Knopp“ durch keinen Spamfilter mehr komme.

http://www.seo-position.net

Auf meiner erst vor einer Woche eingerichteten Website… sorry… Webseite kann man nachlesen [Link auf eine archivierte Version], dass ich schon sehr lange im Geschäft bin: „Die über 10 jährige Erfahrung in der Internetbranche und die mehrjährige Aktivität auf dem Markt gewährleisten die ausgezeichnete Wirksamkeit und das hohe Niveau unserer Dienstleistungen“.

Wenn Sie unseren Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte hier.

Wenn sie noch mehr Spam haben wollen, teilen sie mir einfach mit, dass die Spam ankommt und dass sie da sogar reinklicken.

Quelle des oben verwendeten Bildes mit dem Facepalm am Schreibtisch: Wikimedia Commons, Urheber: LaurMG, Lizenz: CC BY-SA 3.0