Abt.: Schlechtes Phishing 🎣️
Sehr geehrte Kunde,
ԝir muѕѕtеn Іhr Kоntо vоrѕоrgliϲh ѕреrrеn. Unѕеr Syѕtеm hаt fеѕtgеѕtеllt, ԁаѕѕ Siе unѕеr nеuеѕ Siϲhеrhеitѕzеrtifikаt niϲht аuf Іhrеm mоbilеn Enԁgеrät inѕtаlliеrt hаbеn. Вittе hоlеn Siе ԁiеѕ ѕϲhnеllѕtmögliϲh nаϲh, um Kоѕtеn für Siе zu vеrmеiԁеn. Nаϲh Аbѕϲhluѕѕ ԁеr Іnѕtаllаtiоn ԝirԁ Іhr Kоntо ԝiеԁеr frеigеѕϲhаltеt. WeiterWir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
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Oh, mit lustigen Unicode-Kringeln im Text. Das ist ja ganz sicher die richtige Commerzbank! Die kennt ja sogar meinen Namen und meine Kontonummer! 🤡️
Natürlich führt der Link nicht auf die Website der Commerzbank, sondern zunächst auf den Linkkürzer cutt.ly. Von dort…
$ location-cascade https://cutt.ly/VwH6pFtf 1 http://ssss.imbakcanyon-borneo.com.my/comd/graphecon 2 http://ssss.imbakcanyon-borneo.com.my/comd/graphecon/ $ surbl imbakcanyon-borneo.com.my imbakcanyon-borneo.com.my okay $ mime-header http://ssss.imbakcanyon-borneo.com.my/comd/graphecon/ | sed 1q HTTP/1.1 200 OK $ lynx -dump http://ssss.imbakcanyon-borneo.com.my/comd/graphecon/ Sorry, your request has been denied. $ _
…geht es weiter auf eine Seite, die zwar keinen Fehlercode 403 für eine Zugriffsverweigerung an den Webbrowser zurückgibt, aber dafür dem Leser eine lustige Fehlermeldung als „Seiteninhalt“ anzeigt. Zumindest, wenn der Leser einen Webbrowser verwendet, der nicht ganz so einfach von Kriminellen feindlich übernommen werden kann. Ich habe mal einen Firefox in einer virtuellen Maschine¹ benutzt, und schon leitet die gleiche Seite hierher weiter:
Solche Tricksereien aus der Phishinghölle hat natürlich nur nötig, wer ganz üble Absichten hat und deshalb mit allen Mitteln jede Analyse erschweren will. ⚠️
Wer den QR-Code – ich habe ihn hier mal unbrauchbar gemacht – mit seinem unter Android laufenden, so genannten „Smartphone“ scannt und nach Anleitung der Phisher das Giftzeug installiert, das die Phisher als angebliches „Zertifikat“ für die angebliche „Sicherheit“ anbieten, hat hinterher ein mit Schadsoftware übernommenes Handy anderer Leute in der Tasche. Der QR-Code führt zur Website in einer Domain…
$ surbl de-appupdate.com.de de-appupdate.com.de okay $ surbl commerzbank.de-appupdate.com.de commerzbank.de-appupdate.com.de okay $ _
…die zurzeit leider noch nicht auf den Blacklists steht, weil sie recht „frisch“ ist. Von den Sicherheitsfunktionen im Webbrowser wird man also nicht vor der üblen Gefahr gewarnt. Die Schadsoftware, die man von dieser betrügerischen Website herunterlädt, ist ebenfalls recht „frisch“ und wird zurzeit von den allermeisten Antivirusprogrammen noch nicht als Schadsoftware erkannt [Archivversion]. Wer sich auf sein Antivirusprogramm oder ein vergleichbares Schlangenöl verlässt, ist also einmal mehr völlig verlassen und wird zum Opfer der Kriminellen, während er sich „sicher fühlt“. Das gilt übrigens generell für jede halbwegs aktuelle Schadsoftware. Deshalb bezeichne ich diese ganze Softwaregattung ja auch als „Schlangenöl“. ☹️
Es gibt eben keine einfache, automatische Computersicherheit. Damit muss man leben. Vor allem, wenn man seine Fernkontoführung auf eigenes Risiko mit eigenen Geräten macht, nachdem einem die ganzen Kreditinstitute seit einem Vierteljahrhundert mit allerlei unanständigen Mitteln dazu drängeln und nötigen, natürlich ohne zusammen mit dem auf ihre Kunden abgewälzten Risiko die eingesparten Personalkosten an ihre Kunden weiterzugeben… 😙️
Aber zum Glück für uns alle gibt es gegen solche Machenschaften einen kostenlosen und hundertprozentig sicheren Schutz: Niemals in eine E-Mail klicken! Stattdessen für jede auch für Kriminelle interessante Website (Bank, Handelsplattform, soziales Netzwerk, Zahlungsdienstleister) ein Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Websites nur noch über das Lesezeichen aufrufen. Dann kann einem ein Krimineller auch keinen giftigen Link mehr unterschieben, was immer noch die häufigste Form der Internetkriminalität ist. Wenn man die Website über das im Webbrowser angelegte Lesezeichen aufgerufen und sich dort wie gewohnt angemeldet hat und keinen Hinweis auf das angebliche Problem angezeigt bekommt, hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt. So einfach geht das. Und es ist völlig ohne Komfortverlust, denn es wird ja weiterhin nur geklickt. Nur eben nicht mehr in eine E-Mail. Macht das! 🛡️
Es kann nämlich schnell viele tausend Euro und teilweise jahrelangen Ärger einsparen. Mit dem Geld wird sicherlich jeder etwas Besseres anzufangen wissen, als so einem kriminellen Pack den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren, und auf den ganzen Stress und Ärger wird wohl auch sicherlich jeder gern verzichten.
Also klickt bitte niemals in eine E-Mail! 🖱️🚫️
¹Links aus einer Spam immer nur mit der Kneifzange anfassen! Sie führen auf Websites, die von Kriminellen kontrolliert werden. Wer nicht weiß, wie man so etwas macht, sollte gar nicht erst darüber nachdenken. Das bisschen befriedigte Neugierde steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum möglichen Schaden. Selbst der Firefox in der virtuellen Maschine, den ich für solche Dinge benutze, ist gut abgesichert. Man weiß ja nie. Die Verbrecher sind auf dem neuesten technischen Stand…

Und jetzt, so ein paar Tage vor ihrer erfreulichen Entkörperung, hat Anna festgestellt, dass auch ihr letztes Hemd keine Taschen hat, und da möchte sie ihr ganzes Geld in meinem schönen Lande (ihr ist leider entfallen, in welchem Lande ich lebe) und in Afrika ausgeben. Statt einfach ihren Anwalt anzurufen und ihm den Kram mit einer Stiftung machen zu lassen, schreibt sie aber lieber eine Massenmail an ein paar hunderttausend Empfänger, die sie mit „Hallöchen, mein Schatz“ anredet. Angeblich, weil sie Websites gelesen hat. Und gebetet hat sie auch. Deshalb will sie mir jetzt mal ganz persönlich 4,6 Megadollar in die Hand drücken, damit ich das Geld an die Armen, Kranken und Unterprivilegierten verteile, während sie schön an der Seite ihres beherzt beim Sterben vorangegangenen Geldsackes zu wertvollem Kompost wird und Gras und Blümchen am Grabstein hochschiebt. Allerdings übergibt sie mir das Geld nicht durch einfachen Versand eines Schecks in einem versicherten Brief und auch nicht durch eine SEPA-Überweisung, sondern glaubt, dass ihr Familienanwalt eine viel bessere Bank als ihre Bank ist.
Deshalb kann man, wenn man darauf reinfällt, die lustigsten Geldtransferverfahren mitbekommen, die sich eine Betrügerfantasie so ausdenken kann. Da gibt es Treuhänder, Anwälte, Sicherheitsunternehmen, Lagerarbeiter im Geldspeicher, Notare. Und alle müssen tätig werden, damit das Geld auch rüberkommen kann. Und für jede Tätigkeit wird eine Gebühr fällig, die der Empfänger bezahlen muss, bevor er den Zaster endlich bekommt. Und dann natürlich noch dieser Stempel und jener Stempel, mal hierfür und mal dafür. Erbschein, Geldwäsche, Steuer, Willkür. Beinahe jeden Tag klingelt das Telefon und die Betrüger tragen eine neue, lustige Geschichte vor, und immer malen sie ihrem Opfer wortreich und sehr geübt die Millionen vor Augen, die demnächst, nach Erledigung der echt jetzt mal nur noch ganz wenigen Formalien, einfach da sein werden. Am liebsten sind ihnen fromme, tiefgläubige Opfer, denn wer an absurde Geschichten aus der Überlieferung der Vergangenheit glaubt, der glaubt auch leicht an absurde Geschichten aus der Gegenwart. Vielleicht flehen sie sogar einen Betrügergott an, dass ihnen die ganzen Dummen niemals aussterben. Denn sonst müssten sie ja arbeiten gehen. Und das wollen sie doch nicht. 🛠️
![Eingebettete Grafik: Benachrichtigung zu Ihrer Paketzustellung Nr. 34632900-371? -- DPD -- Paketverfolgungsnummer: 58412233520000 -- [Verfolgen] -- Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden, da bei der Zustellung keine Person zur Unterschrift anwesend war -- Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir eine Adressbestätigung benötigen, um den Paketversand erneut zu bestätigen. -- [Hier überprüfen]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2024/01/fakedpd.jpg)
Das kann ich mir vorstellen. Die Deutsche Telekom hat nämlich gar keine Möglichkeit, etwas von mir einzuziehen. Und so lange ich keinen Vormund habe, der die Entscheidungen für mich trifft, ohne dass ich etwas dagegen tun könnte, wird das auch so bleiben. Die Restbestände der Deutschen Bundespost und insbesondere die abzockerische Telekom dürfen meinetwegen einfach ersatzlos vom Markt verschwinden. Nicht, dass der Mitbewerb in der Bundesrepublik Deutschland viel besser wäre, aber was die Telekomiker sich so rausgenommen haben und immer noch rausnehmen – und nein, das waren keine bedauerlichen Einzelfälle, ich habe es über Jahrzehnte hinweg (auch schon in den Zeiten der Bundespost) auch immer wieder von anderen gehört und ich höre es bis heute – zeigt schon eine besondere und sehr vorsätzliche Boshaftigkeit als Grundpfeiler der Unternehmenskultur. Zumindest in der Bundesrepublik Deutschland. Wohl dem, der eine Rechtsschutzversicherung hat! Das dämpft wenigstens die unvermeidbaren Rechtskosten ein bisschen, wenn man mal wieder genötigt, gegängelt, offen belogen oder fies abgezockt wird. Die
Ich gebe hier nur meinen Standardhinweis, auch auf die Gefahr hin, dass ich regelmäßige Leser damit langweile: Wer sich auf Schlangenöl verlässt, das „Sicherheit“ verspricht, ist oft verlassen. Zum Glück für uns alle gibt es aber einen ganz einfachen, kostenlosen, ohne zusätzliche Software auskommenden und hundertprozentig wirksamen Schutz vor derartigen Betrugsversuchen: Niemals in eine E-Mail klicken! Wenn man sich für jedes Unternehmen, mit dem einen Vertrag hat und für jede Website, bei der man ein Benutzerkonto hat, einfach mit flinkem Klick ein Lesezeichen im Webbrowser anlegt und sich angewöhnt, diese Websites nur über dieses Lesezeichen aufzurufen, kann einem kein Krimineller einen giftigen Link unterschieben. Wenn man eine Spam wie die hier zitierte empfängt und sich trotz der relativ deutlichen Anzeichen für den Betrugsversuch nicht völlig sicher ist, ob sie vielleicht doch echt sein könnte (die Telekomiker haben auch oft einen fragwürdigen Stil), dann klickt man nicht in die Mail, sondern ruft man die Website von Magenta über das Lesezeichen im Browser auf und meldet sich dort wie gewohnt an. Wenn sich nach der Anmeldung kein Hinweis auf das in der Mail behauptete Problem zeigt, dann hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das. Bitte, macht das! 🛡️![Lieferung ihres Pakets -- (Foto eines Paketes) -- Sie haben (1) Paket, das auf die Zustellung wartet. Verwenden Sie ihren Code, um es zu verfolgen und es zu erhalten. -- Planen Sie Ihre Lieferung und abonnieren Sie unsere Push-Benachrichtigungen, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert! -- Ihr Tracking-Code -- (Barcode) -- 623 942 1841 -- (Button) [Planen Sie Ihre Lieferung] -- Wir hoffen, dass Sie das Erhalten dieser Nachricht genießen. Wenn Sie jedoch zukünftig keine E-Mails mehr erhalten möchten, können Sie sich hier abmelden.](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2024/01/paket-01.jpg)

Die Antwort auf die naheliegende Frage, was ich jetzt mit einem 
So nannte sich der Bullshit-SEO mit seiner IP-Adresse aus Großbritannien und seinem schlecht programmierten und fehlerhaften Spamskript, der heute in aller Herrgottsfrühe um 3:33 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam hinterlassen wollte, aber wegen seiner multiplen Unfähigkeit am Spamfilter scheiterte. Und dabei hätte er doch so gern seine Spam hier reingemacht, um die besondere Leistungsfähigkeit seiner Spam anzupreisen und seine Spamdienstleistungen für nur noch zehn Dollar zu verkaufen. An Interessierte der Gattung „Hallo lieber Freund“, die noch unfähiger sind als er selbst. Viele können es ja nicht sein, die noch weniger draufhaben, aber lest es einfach selbst:
Morgen lernt dieses Gekrepel in seinem Kurs „Bildbearbeitung für Hirnlose, die leider nicht als erfreuliche Totgeburt geendet sind“ vielleicht noch, wie man das Logo von Google so skaliert, dass dabei auch das Seitenverhältnis erhalten bleibt. Oder, wie man Text in einer Grafik benutzt, ohne dass er unscharf und verschwommen aussieht. Aber hey, hauptsache das alberne Bild mit dem Däumchenhoch und der Anpreisung höchster Qualität sitzt dazu! Es kommentiert sich vorzüglich selbst. Die etwas geringere Qualität als diese gewisslich allerhöchste möchte man danach allerdings nicht mehr kennenlernen. 🤣️
Wer wirklich nicht versteht, dass so eine weltweit verteilte Buchführung wie eine Blockchain mit recht aufwändiger Kryptografie gegen solche nachträglichen Manipulationen abgesichert ist und dass das Kryptogeld von einer Sekunde auf die nächste jeden Wert verlöre, wenn das nicht funktionierte und „hackbar“ wäre, sollte sich ganz dringend ein anderes Hobby als Kryptogeld suchen, bevor er noch auf solche „Zauberer“ reinfällt. Diese Robustheit der Blockchain gegen Manipulationen ist übrigens auch der tiefere Grund dafür, dass Kryptogeld überhaupt ein bisschen als Geld geeignet erscheint, allerdings aber auch dafür, dass Kriminelle die Leute lieber mit einem Betrug als mit einem „Hack“ um ihr oft sauer verdientes Geld bringen. Dass man so eine Transaktion von Kryptogeld nicht einfach rückgängig machen kann, aber dafür sehr einfach ihre Spuren verschleiern kann, kommt den Betrügern dabei sehr entgegen.