Oh, das wäre beinahe durch den Spamfilter geflutscht, trotz sehr empfindlicher Einstellungen. Das wird also bei vielen Leuten im Postfach liegen.
Wer schreibt mir hier überhaupt?
Von: Metamask Support <info@sai99.net>
An: undisclosed-recipients:;
Das ist nicht Metamask, was mir hier schreibt. Man sieht das mit Leichtigkeit an der Absenderadresse aus der Domain sai99 (punkt) net. Dafür geht diese Phishingspam an ganz viele Leute auf einmal, was man mit Leichtigkeit an der fehlenden „Empfängeradresse“ sieht. Manchmal muss man nur hinschauen, um das Phishing zu erkennen.
Phishing auf Metamask-Konten ist seit längerer Zeit ein häufiger Gast in meinem Pesteingang. Ich bin übrigens nicht bei Metamask. Ich verwende auch kein Kryptogeld. Wozu auch? Als Zahlungsmittel für den Alltag ist es objektiv unbrauchbar, ich will auch keine Waffen, Drogen oder Auftragsmorde in den dunklen Ecken des Internet erwerben und irgendwelches Geld zum Herumspekulieren mit den Tulpen des 21. Jahrhunderts habe ich auch nicht. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich nicht auf Glücksspiele stehe. Kryptogeld ist und bleibt eine Lösung ohne Problem, die Probleme macht. Zum Beispiel mit seinem absurd hohen Energieverbrauch bei lebenspraktischer Nutzlosigkeit. In meinen Augen ist es ethisch unvertretbar.
Nachdem jetzt hoffentlich klargestellt ist, dass es sich um eine Spam handelt, die bei jeden Menschen ankommt, zur Spam:
🦊 MetaMask Wallet Verification Reminder
Dear MetaMask User,
So genau hat aber schon lange keiner mehr meinen Namen gekannt!
We have noticed that your MetaMask wallet is yet to be verified. To ensure your account remains secure and functional, please complete the verification process before the deadline.
Note: All unverified wallets will be suspended on February 21, 2025.
Oh, das ist ja schon morgen. Wenn ich bis spätestens morgen nicht Männchen mache, wird mir also das Geld futschikato weggenommen. „Nötigung“ nennt das der Staatsanwalt. Metamask würde das also nicht so machen. Es wäre kriminell.
Ich muss hoffentlich nicht mehr darauf hinweisen, dass dieser Link nicht zu Metamask geht. Stattdessen geht es zu einer ziemlich länglichen Subdomain von phplist (punkt) com, die mit „metamask“ beginnt, und dort gibt es eine Weiterleitung zu einer Website in der Domain codeanyapp (punkt) com, die regelmäßigen Spamgenießern auch schon ein bisschen vertraut ist. Beide Domains stehen auf keiner Blacklist. Wer sich auf den Phishingschutz durch Schlangenöl verlässt, ist hier also verlassen – ganz im Gegensatz zu den leider viel zu wenigen Menschen, die gar nicht erst in eine Mail klicken, sondern einfach immer die häufiger besuchten Websites – wie hier Metamask – über ein dafür angelegtes Browserlesezeichen aufrufen, damit ihnen kein Betrüger so leicht einen giftigen Link unterschieben kann.
Wer nicht in eine Mail klickt, ist vor einer der häufigsten Trickbetrugsformen im Internet, vor Phishing, sicher. Man holt sich natürlich auch nicht so leicht Schadsoftware auf seinen Rechner, wenn man nicht ständig irgendwelche Websites aus der Spam aufruft. Und man tut außerdem etwas für seine Privatsphäre. Seid nicht dumm! Klickt nicht in E-Mail! Sollen die Trickbetrüger doch verhungern!
Thank you for your prompt attention to this matter.
Vielen Dank für den Dank für Nichts nach einer Nötigung und einem Betrugsversuch. Vor meiner rückseitigen Leibespforte ist auch kein Gitter! 🖕️
If you have any questions or need further assistance, our support team is here to help.
Nee, ich habe mich gerade umgeschaut, hier ist gar kein Team, das mir helfen könnte.
Das ist eine relativ häufige Sache in solchen Spams. Vermutlich sollte das Wort „here“ verlinkt werden, aber der Spammer hatte seinen eigentlichen Text ja schon fertig und war ganz zufrieden damit. Der Rest wird dann einfach schnell reinkopiert und nicht mehr richtig gelesen, und deshalb häufen sich dort die kleinen Fehlerchen. Die Gedanken des Spammers sind schon wieder im Bordell, und der Mund nuckelt schon wieder an der lecker Wodkaflasche, da hat sich die Konzentration verabschiedet. Deshalb haben Spams so außerordentlich häufig schlechte Formulierungen und Fehler zum Ende des Textes. Wenn der Spammer sich Mühe geben wollte, brauchte er ja auch nicht zu spammen, sondern könnte gleich arbeiten gehen.
Sincerely,
The MetaMask Support Team
Mit Winkewinke vom Trickbetrüger!
© 2025 MetaMask, Inc. All rights reserved.
Es ist immer wieder erheiternd, wie nicht nur in Spams, sondern auch in zweifelsfrei echten Mails das „geistige Eigentum“ auf Texte deklariert wird, die nicht einmal in die Nähe eines Begriffs wie „Schöpfungshöhe“ kommen und deshalb – zumindest in der Bundesrepublik Deutschland – keinem urheberrechtlichen Schutz unterliegen. Spammer kopieren dieses ganze alberne, hilflose, lächerliche und clowneske Gefuchtel mit der Jurakeule dann natürlich auch in ihre Spams, wo es dann endlich so lächerlich wirkt, wie es immer schon gewesen ist. 🙃️
Verklagt mich doch für mein Vollzitat, ihr geistig ziemlich eigentümlichen geistigen Eigentümer! 🤡️
You are receiving this email because you are a registered MetaMask user.
Nein, das bin ich nicht und niemals gewesen.
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Apropos „Fehler, die sich zum Ende einer Spam häufen“: Hier hätten sicherlich noch Links gesetzt sein sollen.
Einfach löschen, den Müll! 🗑️
![Warnung: Dieser Link ist möglicherweise nicht sicher -- https://www.codeworksquick.com/3Z9LQRN/ZZP4WR3/ -- Der Link, auf den du gerade zugreifen möchtest, wurde von X oder unseren Partnern als potenzieller Spam oder Sicherheitsrisiko gemäß den URL-Richtlinien von X identifiziert. Dieser Link könnte in eine der unten aufgeführten Kategorien fallen: -- schädliche Links, die persönliche Informationen stehlen oder elektronische Geräte beschädigen könnten -- Spam-Links, die Menschen in die Irre führen oder ihre Nutzung beeinträchtigen -- gewalttätiger oder irreführender Inhalt, der zu Schäden in der realen Welt führen könnte -- bestimmte Kategorien von Inhalten, die bei einer direkten Veröffentlichung auf X einen Verstoß gegen die X Regeln darstellen würden -- [Zurück zur vorherigen Seite] -- [Diese Warnung ignorieren und fortfahren]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2025/02/twitter-warnung-500.png)


![In die Spam eingebettete Grafik: Paketzustellung -- Hinweis zur Expresslieferung -- Verfolgen Sie Pakete jederzeit und überall -- Registrieren/Anmelden -- Entschuldigen Sie, wir haben Sie verpasst Der Fahrer konnte Ihr Paket nicht zustellen. -- Bitte wählen Sie ein neues Lieferdatum. -- Verhindern Sie weitere verpasste Lieferungen. Erhalten Sie aktuelle Benachrichtigungen und planen Sie mehrere Pakete gleichzeitig um mit Express My Choice®. -- [klicken Sie hier]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2025/02/upsspam-450.jpg)


Dass ich Mails immer nur als Text anzeigen lasse, empfehle ich zur Nachahmung, denn es hätte nahezu alle Sicherheitsprobleme der letzten zehn Jahre im Mozilla Thunderbird vermieden. Diese hatten immer mit der Darstellung von Mail im HTML-Format zu tun. Leider ist der Thunderbird ein „modernes“ Programm. Die Standardeinstellung ist die gefährliche Einstellung, und die sichere Einstellung ist ziemlich gut versteckt, so dass man sie so nicht leicht findet, wenn man nicht weiß, wo sie ist. Wenn eine E-Mail angezeigt wird, befinden sich über dem Anzeigebereich der Mail einige Aktionsknöpfe (das ist das deutsche Wort für einen Button zum Anklicken), und der letzte ist mit „Mehr“ beschriftet. Wenn man darauf klickt, öffnet sich ein Menü. Dort kann man unter „Nachrichteninhalt“ dann unter anderem „Reintext“ auswählen, wenn man keine Lust auf einen gecrackten Computer nach dem Anschauen einer Mail wegen einer weiteren Sicherheitslücke im Thunderbird hat. Warum das so gut versteckt ist? Warum man das nicht über die normalen Einstellungen findet? Warum die Standardeinstellung die gefährliche ist? Ich habe auch keine Ahnung, wie die Mozilla Foundation auf ihre Ideen kommt. Die hatten sicherlich einen Grund dafür, den sie sogar für einen guten gehalten haben. Was ich hingegen weiß, ist, was für eine Meinung ich über die Mozilla Foundation habe, und die ist nicht so gut… ja, ich frage mich öfter mal, wer denen eigentlich ins Gehirn geschissen hat! 😤️![Gefährliche Website -- Auf dieser Website besteht die Gefahr, dass Angreifer dich zur Installation von Software oder zur Preisgabe von Daten wie Passwörtern, deiner Telefonnummer oder Kreditkartennummern verleiten möchten. Brave rät dringend dazu, auf die Schaltfläche „Zurück zu sicherer Website“ zu klicken. Weitere Informationen zu dieser Warnung -- [Details] -- [Zurück zu sicherer Website]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2025/01/brave-warnung-500.png)