Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

mit dem guten Glauben…

Montag, 15. Oktober 2007

Ja, mit diesem Betreff möchte ein mir ein Vorschussbetrüger sein Stümmeldeutsch unterjubeln. Nicht nur bei der Übersetzung von Computer-Programmen, auch bei der Spam sollte man die verwendete Sprache doch wenigstens so weit beherrschen, dass man sich verständlich ausdrücken kann. Leider scheitern auch viele Spammer an dieser minimalen Qualifikation.

Ob so krüppelige Sprache wohl überzeugender wirkt, wenn zu allem Überfluss die Umlaute auch noch durch Leerzeichen ersetzt werden? 😀

Am liebsten,

Ich bin Herr Peter Eze, ein Manager in den Rechnungen und im Austausch an der fremden Rimesse-Abteilung von einer der f hrenden B nke in Ghana. Ich schreibe diesen Brief, um um deine Unterst tzung und Mitarbeit zu bitten, zum dieser Gesch ft Gelegenheit in meiner Abteilung durchzuf hren.

Klar doch, du hängst irgendwo in Ghana und kennst da als „Manager in den Rechnungen“ nicht mal jemanden. Da suchst du dir lieber mit ein paar Millionen Spams deine Opfer „Unterstützer“.

Übrigens, unter den vielen absurden Anredeformen in Spams ist „Am liebsten“ bis jetzt die mit dem größten Liebreiz… :mrgreen:

Wir entdeckten eine verlassene Summe of$12,500,000.00 (nur zw lf Million f nfhundert tausend Vereinigte Staaten Dollar) in einem Konto, das bis einen unserer Auslandskunden geh rt, die zusammen mit seiner gesamten Familie eine Frau und zwei Kinder im November 1999 in einem Selbstabbruch starben.

Klar doch, die haben einen „Selbstabbruch“ gemacht. So richtig alle zusammen, er und sie und die Kinder. Und haben etwas hinterlassen, weil sich Leute mit so viel Geld niemals ums Geld kümmern. Und das liegt da jetzt rum. Und du sitzt da mit deinem tollen Übelsetzungsprogramm und glaubst, das mache gutes Deutsch. Weil deine Bank so doofe Mitarbeiter im „Management“ hat, kriegt sie auch so viel Geld. Dein automatischer Übersetzer weiß ja noch nicht einmal, dass man hier eher „US-Dollar“ statt „Vereinigte Staaten Dollar“ sagt – dabei sollte dir als „Banker“ doch das internationale Währungskürzel „USD“ geläufig sein, das hier von jedem verständen würde, der für ein solches Geschäft in Frage käme.

Aber lesen wir mal weiter dein Stümmeldeutsch mit Restenglisch, du Mananger, du:

Seit wir von seinen Tod h rten, haben wir seine Folgend-vonst mme erwartet, vorbeizukommen und Anspr che f r sein Geld als der Erbe zu setzen, weil wir nicht die Kapital von seinem Konto freigeben k nnen, es sei denn jemand Anspruch als die Folgend-vonst mme an den Verstorbenen beantragt, wie in unserem Bankverkehr angezeigt Richtlinien. Leider weder hat ihr Familie Mitglied noch entfernter Verwandter everappeared, um die besagte Kapital zu behaupten. Sie ist in unserer Bankverkehr Richtlinie, die, wenn keine der Verwandten bis Anspruch diese Kapital nach 6years des Todes des sp ten Kunden kommen, die Kapital als unclaimed Rechnung und wird berwiesen werden auf das Fiskuskonto der Bank angesehen wird.

Vielleicht hättest du diesen Part mal jemanden zum Lesen geben sollen, der Deutsch kann. Der hätte dir nämlich gesagt, dass das auch nach dreimaligem Lesen nicht wirklich verständlich wird.

Mir macht das nichts aus. Ich kenne diese Betrugsnummer und weiß, was du sagen willst. Da ist einer verreckt, hat aber sein Geld auf dem Konto gelassen. Und es gibt keinen Erben, der es sich abholt. Und wenn sich niemand um die hübschen Millionen kümmert, geht das Geld einfach so ohne weiteres Aufheben an den Staat. Wie gesagt, ich kenne solche Betrugsmails und weiß daher, was du sagen willst. Aber deine Opfer, die diesen Beschiss noch nicht kennen, die werden bestimmt Verständnisprobleme haben. Das ist doch sogar schlecht für dein Geschäft. Aber das ist dir scheißegal. Lieber flutest du etliche Millionen Mailadressen, um eine Handvoll strohdummer Opfer zu finden, als dass du auch nur eine Sekunde lang versuchst, mit einer auch nur minimalen Sorgfalt vorzugehen.

Nach dieser Entdeckung sind I und andere Beamte in meiner Abteilung damit einverstanden gewesen, Gesch ft mit dir zu bilden und die Gesamtmenge in dein Konto als der Erbe der Kapitals freizugeben, da niemand f r es kamen oder entdeckten, da er Bankkonto unser beibehielt, andernfalls wird die Kapital zum Bankfiskus wie unclaimed Kapital zur ckgebracht.

Klar doch, ihr seid überein gekommen, mit mir „Geschäft zu bilden“. Und das, obwohl ich mich gar nicht kennt und nicht einmal mit Namen anreden könnt. Lieber einmal in die Kristallkugel schauen, bevor man etwas als unclaimed Kapital an den Bankfiskus gibt, so kriegt man vielleicht einen unnamed Komplize. Das soll euch einer glauben?

Na, der wird denn vielleicht interessiert sein, wenn er die folgende Rechnung in Restdeutsch überhaupt noch verstehen kann:

Wir haben darin bereingestimmt, da unser Verh ltnis des Teilens ist, wie folglich angegeben; 30% f r dich als fremden Partner, 65% f r uns die Beamten in meiner Abteilung und 5% f r die Regelung aller lokalen und fremden expences genommen von uns und von dir w hrend dieses Gesch fts. Nach der erfolgreichen Beendigung dieser bertragung, kommen I und einer meiner Kollegen zu deinem Land und k mmern sich um unseren Anteil. Er ist von unserem 75%, das wir beabsichtigen, landwirtschaftliches Machineries in mein Land als Weise der Wiederverwertung der Kapitals zu importieren. Um diese Verhandlung zu beginnen, ben tigen wir dich dein Interesse durch eine R ckhole-mail mit den folgenden Informationen sofort anzuzeigen:

1.)Dein privates Telefon und Telefax Nr.
2.)Dein voller Name

Klar, „Rückhole-mail“ ist viel verständlicher als „Antwort-Mail“. Vielleicht kriegst du ja ein paar Mails, ich habe eben auch schon eine geschrieben. Je mehr du mit interessiert klingendem Unsinn zu tun hast, desto weniger kommst du zu deinem eigentlichen Geschäft, dem Abzocken von Dummköpfen. Aber Telefon, das habe ich nicht; da musst du schon mit einem ziemlich teuren Ansagedienst in der Schweiz vorlieb nehmen. Sei froh, dass ich nicht die Nummer des BKA reingeschrieben habe. Und mein Name, na ja, der stimmt auch nicht so richtig. Die Absenderadresse der Mail übrigens auch nicht, ich bin doch nicht blöd und gebe irgend etwas Persönliches an schwer kriminelle Arschlöcher raus. Aber ich denke, dass viele Leser dieses Blogs auch nicht blöd sein werden und genau so vorgehen werden wie ich. Die freuen sich bestimmt schon…

Nach dem Empfang von diesem, erhalte ich Willeinturn zur ck zu dir und gebe dir die mordalities f r die Bank, um dich als das folgende der St mme zu genehmigen. Auch merken, diese Verhandlung mu wegen seiner Natur gehalten werden. Ich freue, deine sofortige Antwort zu empfangen. Zur ck zu mir an meinem privaten email bitte erhalten: e_ze123@hotmail.com

…auf die Zustellung der „mordalities“ – ein herrlicher Verschreiber, der wie eine Mischung aus „mortal“ und „modalities“ wirkt… 😀

Bester Respekt,
Peter Eze

Alle Ächtung!

Der Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Sex with ch…s?

Freitag, 12. Oktober 2007

Die Versuche der verbrecherischen Spammer, an den Spamfiltern vorbeizukommen, obwohl solche technischen Maßnahmen doch klar machen, dass jemand überhaupt keine Spam wünscht, sie führen immer wieder zur verstümmelten Sprache. Der neueste „Trick“: Einfach ein paar Buchstaben weglassen und durch Punkte ersetzen. Natürlich kann das zu Missverständnissen führen. Vor allem, wenn sich der Spammer im Eifer seines Gefechts gegen die Spamvermeidung mal vertippt und für ein „i“ ein „h“ schreibt, etwa wie im folgenden Beispiel:

Betreff: You need…

Want to have sex with ch…s?

contact us:
[… Mailadresse von mir entfernt]

Nun, der Spammer wollte bestimmt einen anderen Eindruck erwecken und eine Pille Cialis für den steiferen Pimmel loswerden. Aber ich lese in diesem technischen Rätsel für dumme Kauftrottel jetzt ganz klar den Satz „Want to have sex with childs?“– und auf einen Kinderfick habe ich wirklich überhaupt keinen Bock. :mrgreen:

Beschissene Pillen

Freitag, 12. Oktober 2007

Ich kann mir nicht helfen, aber bei dieser in einer Müllmail eingebetteten Grafik…

Ich lese hier schon Medshit…

…lese ich unwillkürlich in der angegebenen URL medshit – und ich finde auch, dass das viel besser passt. :mrgreen:

Solar International Ltd.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Zwar hat man bei der so genannten „Solar International Ltd.“ aus der Ukraine offenbar immer noch nicht die technischen Probleme in den Griff bekommen, aber dafür hat man jetzt einen hübschen Workaround gefunden: Man schreibt seine Müllmails einfach ohne Umlaute. Das erinnert zwar aufdringlich an die Aestetik laengst vergangener Zeiten, in denen alles in 7-Bit-ASCII geschrieben werden musste, aber es laesst diese Mail wenigstens nicht auf dem ersten Blick stuemperhaft erscheinen. Und diese „neue“ Form wird gerade wieder in spam-üblicher Massivitaet auf das wehrlose Internet losgelassen.

Was da unter dem Betreff „Wir suchen Verstaerkung fuer unser Team“ in die virtuele Mülltonne das Postfach flattert, ist allerdings immer noch der gewohnte Versuch, dumme Komplizen für das Risiko der Geldwäsche zu finden. Dem entsprechend sieht auch aus, was man als Aufgaben nach einer ellenlangen Fabel der Selbstbeweihräucherung findet:

Ihre Aufgaben:
- Verwaltung und Weiterleitung der Kundengelder
- Weiterleitung von Privatkunden-Gelder an unsere Vertriebspartner
[…]

Das Übliche eben. Diese Verbrecher wissen genau, dass keine Bank ihre kriminellen Geschäfte mitmachen würde. Und deshalb suchen sie Dumme, die mal eben die Aufgaben einer Bank übernehmen, indem sie Geld annehmen und weiterleiten. Am besten solche Dummköpfe, die sich auch nicht darüber wundern, dass der ganze Vorgang für die „Solar International Ltd.“ viel teurer als noch die räuberischte Bankgebühr wird, sondern stattdessen still die beiden lila Lappen in der Woche einstecken. Eben so richtige Idioten, die das volle Risiko der Geldwäsche auf ihre Kappe nehmen und das Geld an kriminelle Spammer weiterleiten.

Die Idioten, die auf so eine Masche hereinfallen sollen, wundern sich über gar nichts mehr und halten es auch für völlig normal…

Diese Email wurde von einem unserer Email Roboter erstellt. Antworten Sie bitte nicht an folgende Email mit der Option „an Absender antworten“, senden Sie keine Emails an die Absenderadresse, da Ihre Email automatisch geloescht wird. Unsere Email ist weiter oben angegeben.

…dass im „geschäftlichen Mailverkehr“ mit gefälschten Absendern gearbeitet wird. Wahrscheinlich werden sie sich erst wundern, wenn sie eine Vorladung der Polizei erhalten. :mrgreen:

Aktueller Nachtrag: Von dieser kriminellen und asozialen Spamwelle sind nicht nur die Mailempfänger betroffen, auch das deutsche Unternehmen Solar-International Energy Ltd. aus Köln gehört zu den Opfern. Schließlich wird der Ruf eines Unternehmens durch den verbrecherischen Missbrauch der Firmierung in den Schmutz gezogen. Die Firma nimmt auf ihrer Homepage aktuell Stellung zu dieser Spamwelle:

Schon wieder sind Spam-Mails unterwegs mit dubiosen Job-Angeboten im Namen von Solar-International- Ises etc.

Bitte schreiben Sie nicht uns böse Briefe, sondern wenden Sie sich an den Absender. Wir heißen Solar-International Energy Ltd. sitzen bei Köln und haben mit der ukrainischen Geldwäschermafia nichts zutun. Also nicht unter Solar-International Ltd. googeln, dann unsere Website aufmachen und meinen wir würden solche Jobs vergeben. Bei uns bekommen Sie erst recht nichts geschenkt wenn Sie nicht arbeiten. Ersparen Sie bitte uns die Briefe, es wird langsam lästig.

Was dort in Köln gerade los ist, kann sich jeder vorstellen, der einmal selbst zum Kollateralschaden des Spam-Verbrechens geworden ist. Die millionenfache Müllmail führt zu tausendfachen Rückfragen, Telefonaten mit den und Briefen an den vermeintlichen Absender. Die Bearbeitung dieser Kommunikation kostet einem betroffenen Unternehmen Zeit und Resourcen, sie verursacht einen sehr realen wirtschaftlichen Schaden, der durchaus groß sein kann. Zu diesem Schaden addiert sich der zusätzliche Schaden, dass mögliche Kunden wegen überlasteter Telefonleitungen unter Umständen keinen Kontakt zum betroffenen Unternehmen aufbauen können.

Dass die mafiös organisierten Spam-Verbrecher solche Schäden einfach in Kauf nehmen, um ihre windigen „Geschäfte“ durchführen zu können, zeigt, dass es sich um gewissenlose Asoziale  handelt, mit denen kein Frieden möglich ist. Das sollte jeder Empfänger einer Spam vor Augen haben, bevor er auf die Idee kommt, mit einem Spammer ins Geschäft kommen zu wollen – die bloße Tatsache der Werbung durch Spam disqualifiziert jedes Angebot.

Mein Opa spielt oft Lotto, ich gehe lieber ins Casino

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Mit diesem Betreff kommt die aktuelle Casino-Spam daher. Ist der Opa schon doof und beweist das damit, dass er eine freiwillige Deppensteuer an seinen Staat abführt, so ist der Sprößling saudoof – er fällt auf die Angebote von kriminellen Spammern rein.

Nun ja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Damit auch nicht eine allzugroße Einsicht am Zocken hindere, wird mit ganz großen Buchstaben in der HTML-Spam darauf hingewiesen, was für einen großen Stapel virtueller Jetons man dort geschenkt kriegt, wenn man nur ein bisschen echtes Geld rüberwachsen lässt:

CASIN0 0NLINE 2'400 EURO START B0NUS

Hier erfreut nicht nur der fette rote Appell an die Gier, sondern auch der Versuch, neue Schreibweisen zu erfinden, damit die Müll-Mail durch die Spamfilter kommt. Das Wort Casino schreibt sich jetzt mit einer Null am Ende, das Wort Online mit einer solchen zum Anfang und der Bonus ist ebenfalls von einer Null durchsetzt. Bei so vielen Nullen in der Anpreisung darf man sich nicht wundern, wenn man auch eine Null bekommt, wo man doch eigentlich Gewinne abholen will.

Immerhin, die ganze Machart ist einmal etwas anderes als das „Euro VIP Magic Super Jackpot Royal Casino“, über dessen spamdumme Texte ich ja schon mehrfach abgejaucht habe. Auch der eigentliche Text der Mail kommt ohne besondere Schwäche aus. Endlich hat mal jemand verstanden dass ein Anschein von Seriosität das Wichtigste beim Betrug ist:

Hier gibt es bis zu 2400.- Start-Bonus um bei über 100 Gewinn-Spielen abzuräumen :

So holen Sie sich Ihren Bonus:

- Besuchen Sie uns auf http://usagrandcasino.com/magic/5/gr/ und downloaden Sie das deutsche Spiel-Modul
- Registrieren Sie sich als Gast oder Spieler ….. und schon können Sie mitspielen und gewinnen

Wie es diese dürftige Mitteilung geschafft hat, durch den Spamfilter zu kommen? Das liegt zum einen an der geschickten Vermeidung bisheriger Spam-Begriffe, so findet sich hier ein allgemeines „Gewinn-Spielen“ statt der typischen Begrifflichkeiten aus dem Umfeld der Casino-Zocks oder „Spiel-Modul“ statt „Software“ oder gar „Casino-Software“. Allein das deutet auf eine recht hohe kriminelle Energie dieser Spammer hin, die haben sich wirklich Gedanken gemacht.

(Überflüssig zu erwähnen, dass man keine Software von Kriminellen auf seinem Rechner installieren sollte. Man sollte nicht einmal einen Link in einer Spam anklicken, wenn man nicht will, dass der Rechner mit Schadsoftware übernommen und zum gefügigen Zombie für Verbrecher gemacht wird. Wer es doch tut, darf sich über gar nichts mehr wundern.)

Damit der Spamfilter aber nicht durch die Kürze der Mail zu einem richtigen Urteil über die wahre Natur dieses Textes kommt, haben die Gauner noch einen weiteren Kunstgriff angewandt. Dieser Kunstgriff ist auch der Grund dafür, dass sie sich zum Versand einer HTML-Mail entschlossen haben. Unterhalb der eigentlichen „Mitteilung“ befindet sich etwas kleiner, weißer Text auf weißem Hintergrund:

Zumindest muss Clooney nicht allein warten: Auch Gouverneur Arnold Schwarzenegger sowie die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin haben den Roadster geordert – und den kompletten Kaufpreis im Voraus bezahlt. Denn Tesla Motors, der Hersteller des Vorzeige-Elektroautos, kämpft mit Problemen: Der Auslieferungstermin verschob sich mehrfach, Top-Manager wurden abrupt ausgetauscht Aber nur, wenn man sie acht Stunden auflud Tatsächlich ist die Geschichte des Unternehmens aus San Carlos fast zu cool, um wahr zu sein: Der Ingenieur Martin Eberhard beschließt 2003, eine Ökogefährt zu bauen, das Spaß macht Auch bei Politikern und Showstars findet der Tesla Roadster schnell Anklang
GM etwa arbeitet an einem Gefährt namens Chevrolet Volt (mehr…) Avisierter Starttermin: nicht vor 2010, eher später. kommazone nonachtwaechter888tamagothi.demo Hatte das Unternehmen Mitte 2006 noch eine Auslieferung Anfang 2007 versprochen, verschob sich der Starttermin seitdem immer wieder nach hinten Er fungiert nun als Interimschef
In einem Brief an die Kunden schrieb Marks Ende September: „Tests zeigen, dass wir mehr Zeit benötigen Platzt der Auslieferungstermin im Frühjahr 2008, könnte es turbulent werden Um die neue Fabrik in Albuquerque finanzieren zu können, will sich Tesla dem Vernehmen nach Geld an der Börse besorgen Am 26. August ertönte in der Londoner O2-Arena der vorläufige Schussakkord Die Stadt zahlte 750.000 Dollar für den Auftritt, hinzu kamen Sponsorengelder. Mit diesem Kassenerfolg gelang es den Stones, die irische Rockband U2 von ihrem Spitzenplatz auf der Hitliste der erfolgreichsten Konzerttourneen zu vertreiben Doch zurzeit harrt der Hollywood-Star seines Tesla Roadsters, jenes batteriebetriebenen Flitzers, der unter Kaliforniens A-Promis als absolutes In-Auto gilt
Aber nur, wenn man sie acht Stunden auflud Die Dotcom-Milliardäre lieben Eberhards Idee Die Medien verschlingen die Geschichte „Internet-Milliardäre revolutionieren Autoindustrie“ natürlich wie Schokolade
Zudem sieht der Roadster sexy aus – das Karosseriedesign kommt von der britischen Sportwagenmanufaktur Lotus und hat so gar nichts von früheren Müsli-Elektroautos. Bei GMs größtem Widersacher Toyota geht es kaum schneller Doch wie unlängst bekannt wurde, könnte sich der Start des neuen Prius um mehrere Jahre verzögern, weil die Akkus unter bestimmten Bedingungen Feuer fangen (mehr…) „Wir werden zu diesem Zeitpunkt definitiv ausliefern“, sagte der Vorstandsvorsitzende am 7
Wenige Tage später wurde Eberhard überraschend durch Michael Marks ersetzt, einem Tesla-Geldgeber der ersten Stunde Der neue Chef hat als erste Amtshandlung nochmals den Zeitplan geändert Im ersten Quartal 2008 sollen nun lediglich 50 Fahrzeuge ihren Besitzern übergeben werden Möglicherweise macht dem Newcomer schlichtweg die Komplexität des Projekts zu schaffen Und auch die eher freudlose Elektroauto-Branche könnte eine Erfolgsgeschichte mit etwas Glitzer und Glamour eigentlich gut gebrauchen. „Es war eine lange, aber vor allem fantastische Tour“, sagte Tour-Produzent Michael Cohl, „ein unglaublicher Triumph Mit diesem Kassenerfolg gelang es den Stones, die irische Rockband U2 von ihrem Spitzenplatz auf der Hitliste der erfolgreichsten Konzerttourneen zu vertreiben
Insgesamt 4,68 Millionen Fans besuchten nach nach Angaben Cohls die 144 Konzerte der „Bigger Bang“-Tournee Ansgar streckte sich, und das Muster aus Lehm und Schmutz auf seinem Hals zog sich auseinander. Seine Tunika war mürbe und die Säume aufgerissen, der Stoff bedeckte nicht einmal seine Knie.
dadurch bestimmt ist, daß der Rhein dort einen Bogen beschreibt und der Main in ihn mündet. In ihr steckt eine industrialisierte, durch hohe Konzentration von Arbeitskraft hergestellte gesellschaftliche Beschleunigung.

Alles in allem zeigt sich in dieser kriminellen Spam ein großes Geschick und eine ordentliche Vorbereitung auf dieses treatment. Wer auf die Idee kommt, dort zocken zu wollen, der wird ganz gewiss beschissen.

NEIN! Ein anständiges, einigermaßen seriöses Online-Casino hat es nicht nötig, auf illegale und asoziale Weise mit unverlangter Massenmail zu werben.

Volksbanken Raiffeisenbanken AG

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Mal wieder ein recht plumper Phishing-Versuch, der vorgibt, von der „Volksbanken Raiffeisenbanken AG“ zu kommen. Die Gestaltung ist durchaus stilsicher, und auch die Sprache hat inzwischen mal ein paar Lektionen in deutscher Grammatik inhaliert:

Betreff: Volksbanken Raiffeisenbanken AG: 07/10/2007

Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,

Ich bin kein Kunde bei einer Volksbank. Das wissen die Spammer nur nicht, die sprechen einfach jeden als Kunden an. Ein paar werden es schon sein, und einige davon sind vielleicht sogar so blöd und klicken.

Aber davon einmal abgesehen: Jedes Unternehmen würde in einer echten Mail die Kunden mit ihrem Namen ansprechen. Ob hingegen ein so aussageloser Betreff geschrieben würde, ist eine andere Frage. Was das Datum im Betreff zu suchen hat, obwohl es doch sowieso im Header der Mail steht, bleibt das besondere Geheimnis dieser Phisher.

Die Technische Abteilung der Volksbanken Raiffeisenbanken führt zur Zeit eine vorgesehene Software-Aktualisierung durch, um die Qualität des Online-Banking-Service zu verbessern.

Und was habe ich damit zu tun? Können die ihre Software nicht so pflegen, dass die Kunden es nicht merken? Das machen die doch sonst auch immer so?

Wir möchten Sie bitten, unten auf den Link zu klicken und Ihre Kundendaten zu bestätigen.

http://www.vr-networld#de/DEGCB/JPS/portal/Index.do

Was man dem „Link“ sofort ansieht, ist die Tatsache, dass er „ziemlich seltsam“ aussieht und eigentlich kaum funktionieren kann. Was man ihm nicht auf den ersten Blick ansieht, ist eine andere Tatsache: Es handelt sich um eine HTML-Mail, und der wie eine URL aussehen wollende Text verweist auf eine ganz andere URL der Domain vzlad.cn, die noch weniger an eine deutsche Bank erinnert. Dort wird man bestimmt eine gute Gelegenheit erhalten, ein paar geldwerte Daten an Verbrecher zu übermitteln.

Wir bitten Sie, eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, und danken Ihnen für Ihre Mithilfe.

Wir bitten Sie, die Abbuchung von einigen Tausend Euro durch mafiös organisierte Kriminelle zu entschuldigen und bedanken uns für Ihre Mithilfe.

Beautful Russian Woman

Montag, 8. Oktober 2007

Ach ja, man bekommt jeden Tag so viele Auswege aus der Einsamkeit zugemailt. Schade nur, dass die immer so einen gewissen Mangel an Glaubwürdigkeit haben.

Zum Beispiel diese Müllmail hier:

Hello!

Spring has finally come! Romance is in the air!

Hallo, virtuelle Schlampe! Haste mal deine Glubschen aus‘m Fenster gehalten? Oder wenigstens auf‘m Kalender? Da willste mir ernsthaft erzählen, dass jetzt endlich der Frühling gekommen ist? Im Oktober? Lebste bei Tschernobyl? Biste völlig verstrahlt, oder was?

Tja, so ist das eben, wenn irgendwelche russischen und ukrainischen Websites beworben werden sollen, die werten Absender aber der in den Müllmails verwendeten Sprache kaum mächtig sind. Da werden mal flugs ein paar Phrasen zusammengestellt, die unverstanden sinnfrei millionenfach durch das Internet fliegen. Vor allem im Moment…

Auch eine gewisse Marin will sich da nicht zurückhalten. Diese virtuelle Klaffe tippt fröhlich triefendes Englisch, manchmal auch den gleichen Text mit anderem Namen, aber immer mit gefälschter Mailadresse, auf dass die blöden Klicktrottel sich den neuesten Malware-Versuchen der russischen Spam-Mafia aussetzen. Immerhin passt es „inhaltlich“ ein bisschen besser:

Hi, gentleman!

How are you doing? Is your life full?

Hallo, Schlampe!

Mir geht es wie jedem Spam-Empfänger. Vor allem mein Postfach ist bis zum Rand mit Müll gefüllt. Deine geldwerte Anmache liegt da auch drin.

Do you feel you need somebody near? I do! I am a woman who is beautiful, smart, attractive, honest and open-minded.

Sag mal, Schlampe, wenn das wirklich stimmt, warum musst du denn mit millionenfacher Spam nach Stechern suchen?

And I am looking for a man who wants to give me attention and care! I don’t need much! I am not for money or something material, I just want a soulmate. I believe we are separated by long distance with my soulmate. If you want to know me better, go here
http://officialrussianbride.info/?idAff=101

Also ehrlich gesagt, Marin, Maria und Nadjana, ich möchte keine virtuelle Hure kennen lernen, die solche Mails mit falschem Absender und Lügen durch das einsame Netz pustet. Und was mir bei solchen Betrugsversuchen als Link zugemailt wird, das will ich schon gar nicht näher kennen lernen. Es ist bestimmt nichts Gutes…

Looking forward to get a letter from you

Marin

Ich erwarte, dass Du zusammen mit allen anderen Spammern zur Hölle fährst.

Der Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Bereit zum Durchstarten

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Im Moment wird mal wieder eine Börsenmanipulation mit Spam versucht. Der dafür ausgesuchte Wert ist ein alter Bekannter, nämlich Harris Exploration Inc. Die Spam vor vier Monaten mit dem „sich schnell entwickelnden Mineralbusiness“ hat wohl nicht gereicht, die Gauner sind wohl noch auf ein paar von ihren Schwindelzetteln hängen geblieben. Mein Mitleid hält sich echt in Grenzen. Genau, wie sich euer Deutsch immer noch in engen Grenzen hält.

Harris Exploration, bereit zum Durchstarten! (Frank: EFD / HXPN.F)
Mittwoch 3. Oktober

Harris Expl, Inc.
EFD.F / HXPN.F
ISIN: US4145402032
WKN: A0H05Q
Kurs: EUR 0.10
Potenzial 5T: EUR 0.45

Ach, früher habt ihr immer von Zielen geschrieben. Na ja, man kann sich viele Ziele setzen und daran scheitern. Jetzt schreibt ihr vom Potenzial. Nun, Möglichkeiten gibt es auch viele. Durchstarten werdet vor allem ihr, wenn genug Deppen auf euren stümmeldeutschen Schrieb reingefallen sind und das Pfennigpapier gekauft haben – das wird ein Geschäft, wenn ihr abstoßt und der Deppen Geld auf eure Konten fließt.

Harris Exploration, Inc. (Frankfurt: EFD.F / HXPN.F), wir erwarten ein Kursfeuerwerk am Deutschen Aktienmarkt, in dieser Woche, […]

Wow, ein Satzbau wie moderne Architektur. Nicht praktisch und nicht schön. Aber ein schönes Feuerwerk erwartet ihr. Klar, ein Feuerwerk: teuer und ein kurzes Vergnügen. Ein Tag mit ordentlich Umsatz reicht doch für euch. Was zu Boden fällt, da wo eure Opfer sind, das sind ausgebrannte Raketen. Ein prächtiges Bild! :mrgreen:

Übrigens, nach einem Komma schreibt man klein weiter. Aber das sollte ja eher ein Punkt werden.

[…] Aufgrund von aussichtsreichen Erkenntnissen anstehender Untersuchungsbohrungen, erwarten wir Kursgewinne von bis zu 300 % in den nächsten 5 Handelstagen.

Ja, „aussichtsreiche Erkenntnisse“ habt ihr gemacht, und zwar ganz ohne zu bohren, ihr musstet dafür nur spammen. Dabei habt ihr erkannt: Es gibt Dumme, die allen Ernstes glauben, dass man einen Anlagetipp mit einer automatisch erstellten Massenmail kriegt, die mit gefälschtem Absender daher kommt. Da könnt ihr schon was erwarten für die nächsten fünf Handelstage.

Des Weiteren, HXPN startet diese Woche eine Marketing Kampagne, um den Bekanntheitsgrad bei Investoren zu stärken.

Klar doch. Wenn man mit Werbung seinen Börsenkurs nach oben kriegte, dann gäbe es nur noch das endlose Aufwärts. Denn Werbung haben wir genug.

Wir alle kennen das Gesetz von Angebot und Nachfrag.

Vor allem ihr scheint das zu kennen, deshalb erzeugt ihr die „Nachfrag“ auch künstlich. Nur das Gesetz, das scheint ihr nicht zu kennen. Deshalb versendet ihr illegale und asoziale Spam.

Dies alles, gekoppelt mit einem starken Management Team, einem ausgezeichneten News flow und einem grundsoliden Portfolio, wird HXPN durchstarten lassen.

Vielleicht solltet ihr die ganzen Anglizismen canceln und ein bisschen mehr Deutsch producen, das würde mehr Sinn machen. Und es würde recognizen lassen, dass ihr mit eurem Wording gequirlten Bullshit erzählt.

Wir prognostizieren einen Aktienkurs von €0,75 bis Freitag, diese Woche. Wir empfehlen unseren Lesern noch vor diesem Mittwoch zu investieren, weil wenn die Marketing Kampagne läuft, wird der Kurs explodieren. Wir empfehlen bis €0,65 zu kaufen Wir erwarten diesen Kurslevel im Verlauf des Donnerstag vormittags.

Und ich prognostiziere die Lottozahlen für Samstag… 15, 19, 33, 39, 42, 44. Oh, war nichts? Na, denn war meine Prognose wohl daneben.

Was wird eigentlich alles kaputt gehen, wenn der „Kurs explodiert“? Mit Sicherheit die blödsinnigen Träume derer, die beim Lesen eurer Spam kleine Goldstücke vom Himmel regnen sehen.

Rufen Sie Ihren Aktienbroker an oder Kaufen Sie direkt via Ihrem bevorzugten Internet-Broker, Harris Exploration!

Hmm, so formuliert könnte ich denken, mein Name sei „Harris“. 😆

Wir bitten Sie dringend, betreiben Sie ihr eigenes Research mit der erforderlichen Sorgfalt, bevor Sie in HXPN oder in ein anderes Unternehmen investieren. Arbeit ist es, für Sie geschätzte Leser, Gewinner zu evaluieren, die Investitionsentscheidung liegt bei unseren Lesern. Schauen Sie sich Harris Exploration heute an, viel Erfolg bei Ihrem Investment.

Bitte! Glauben sie uns nicht! Aber haben sie trotzdem viel Erfolg, wenn sie uns glauben! Wir haben damit nichts zu tun, wir spammen nur und warten, bis sich für uns der Verkauf lohnt.

Verzicht: Diese Anzeige wurde gesendet, um dich uber diese Firma zu informieren. Deine eigene Forschung tun, bevor Sie kaufen. Der Absender wurde 23.000 für diese Sendung ausgeglichen.

Ah, jetzt geht es gleich noch von der formellen Anrede in das familäre Duzen über. Ja, wenn man darauf verzichtet, jemanden formulieren zu lassen, der auch Deutsch kann, denn entsteht eben so ein „Verzicht“. Mit sprachlichen Verzichten wie „Deine eigene Forschung tun, bevor Sie kaufen“ – aber was für 23000 wurden da nur ausgeglichen?

Wer möchte, kann ja mal in den nächsten Tagen verfolgen, wie die Spammer Geld machen, während ihre leichtgläubigen Opfer Geld verlieren. Nach der letzten Harris-Spamaktion gegen Ende der letzten Maihälfte hat sich ja nicht mehr so viel getan – außer, dass der Kurs ins Dümpeln der Pfennigbereiche getrudelt ist.