Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

HK LTD Business and travel trips

Mittwoch, 18. Juli 2007

Und wieder suchen ein paar mafiöse Phishing-Geldwäscher ein paar Deppen in Deutschland, die ihnen die Kohle aus dem Feuer holen. Wer sich dabei die Finger verbrennt, ist klar. Die Darreichungsform der Spam ist wie üblich, es gibt eine gefälschte Absenderadresse.

Betreff: Arbeitsangebot

Vakante Position: Regional Manager/in für Zahlungsbearbeitung

Gesucht: Flexible, ehrliche Mitarbeiter

Klar, ehrliche Mitarbeiter findet man auch gerade mit einer Spam. Wir haben schließlich in Deutschland so wenig Arbeitslose, dass irgendwelche „Manager“ nur noch auf diese Weise gefunden werden können. :mrgreen:

HK LTD ® – Business and travel trips

Luft-, Auto-, Veranstaltungen-, Hotelreservierung, Visum-Eröffnung für Geschäftsleute und Reisende aus der ganzen Welt.

Das ist ja ein Geschäftsfeld. Wie soll ich das jetzt verstehen? „Luftreservierungen“? Wahrscheinlich wollen diese Spamärsche wohl Flüge reservieren. Ist schon scheiße, wenn man so wenig Deutsch kann, dass einem beim Verfassen der Texte aus irgendwelchen Bausteinen solche Stilblüten nicht auffallen.

Sie haben schon immer geträumt eine interessante und gut bezahlte Tätigkeit auszuüben, die dazu auch noch mit guten Aufstiegschancen verbunden ist!

Und wenn sie glauben, dass sie eine interessante, gut bezahlte und legale Tätigkeit durch ihr Eingehen auf eine kriminelle und asoziale Spam kriegen, dann träumen sie weiter. Denn…

HK LTD ® bietet Ihnen eine solche Möglichkeit!

…genau das ist die Lüge, die Ihnen hier von der Geldwäsche-Mafia erzählt wird. Damit sich Ihre Träume in deren einträgliches Verbrechen verwandeln. Hinterher können sie ein bisschen vor Gericht und vielleicht sogar im Knast weiterträumen.

Die Firma HK LTD®, die schon seit mehreren Jahren mit zuverlässigem Service in Amerika, Canada, Osteuropa und Asien erfolgreiche Dienste leistet, gewinnt in der Europäischen Union einen immer größeren Zuwachs an Klienten. Zurzeit bekommen wir viele Aufträge aus Deutschland. Da wir noch keinen festen Sitz und keine Mitarbeiter in Deutschland haben, wird eine limitierte Anzahl Angestellte unter Vertrag genommen, oder auch als freie Mitarbeiter eingesetzt.

Zunächst einmal: „Clients“ sind zu Deutsch „Kunden“… 😉 Aber da die meisten Deutschen ihre eigene Sprache verlernen, wird das recht unpassende Wort „Klienten“ kaum jemandem auffallen.

Ob millionenfache Spam wohl zu einer „limitierten Anzahl Angestellte“ führt? Wenn diese Anzahl „limitiert“ bleibt, liegt das nur daran, dass die meisten Menschen nicht so blöd sind, auf diesen Schwindel hereinzufallen.

Als Personalleiter unserer Gesellschaft bin ich seit Jahren für die Rekrutierung zuständig und freue mich, Ihnen die vakante Position eines regionalen Managers für Zahlungsbearbeitung anzubieten. Da wir weltweit vertreten sind, kommen die Kunden aus vielen unterschiedlichen Ländern. Verwaltung der Geldtransfers, die von unseren deutschen Kunden beauftragt wurden, ist einer der Schwerpunkte, welche die zu jetzigen Zeitpunkt angebotene Tätigkeit ausmachen.:

Klar, Herr Personalleiter, ein ganz persönliches Angebot für mich. Wir kennen uns ja auch so gut, dass sie mich (wie jeder Spammer) nicht einmal mit Namen ansprechen können.

Zu den Aufgaben würden u.a folgende Tätigkeiten gehören

  • Verwaltung und Weiterleitung der Kundengelder
  • Hohe Erreichbarkeit und Verantwortungsbewusstsein

Oh, auf einmal wisst ihr ja doch noch, dass die „clients“ zu Deutsch „Kunden“ sind. Oder hat jemand bei euch so viel Sprachgefühl, dass ihm das Wortungetüm „Klientengelder“ aufgestoßen ist?

In jedem Fall sind die „Gelder“, die ihr dort bewegen wollt, doch ein bisschen heiß. Sie sind so heiß, dass ihr lieber keine Banken mit dem Geldtransfer beauftragt, weil eurer Verbrechen so offensichtlich ist, dass keine Bank da mitspielt. Und deshalb sucht ihr eben über Spam ein paar dumme, gescheiterte Existenzen, die nicht über so viel Resthirn verfügen. Die nehmen denn eure Betrugsfrucht unter ihrem Namen entgegen und senden es möglichst bar an euch weiter.

Dass ihr bei dieser Form des recruitings wohl manches Mal selbst abgezogen werdet, nehmt ihr offenbar in Kauf. Schließlich kommt ihr überhaupt an ein bisschen Geld aus euren riesigen, technisch durchgeführten Betrugsnummern durch Phishing.

Ihre Vorteile:

  • Sie werden zunächst unser Vertreter und Mittelsmann zwischen uns und unseren Kunden in Ihrem Land.
  • Sie zahlen keine Gebühren und müssen nichts investieren (vergessen Sie betrügerische Stellenangebote, bei denen Sie erst zur Kasse gebeten werden).
  • Sie haben eine flexible, interessante Arbeit, mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten und hohen Beförderungsmöglichkeiten
  • Sie verdienen zuerst zwischen 500 und 1000 Euro pro Woche
  • Sie können selbst Ihren Verdienst bestimmen. – da Sie auf einen Prozentsatz arbeiten – hängt Ihr Verdienst nur von Ihrer Arbeitsbereitschaft ab

Und das sind also meine so genannten „Vorteile“ dabei:

  • Ich kriege die Strafanzeige, ihr den größten Teil des Geldes.
  • Dabei entstehen mir neben die üblichen Gerichtskosten und den Kostennoten meines Anwaltes keine weiteren Gebühren, die ich an euch zahlen muss.
  • Eventuell werde ich sogar im blau-weißen Wagen mit multimedialem Blinklicht auf dem Dach befördert.
  • Dafür kriege ich bis zu 4000 Euro im Monat, wenn ich dafür sorge, dass bei euch mindestens die fünffache Menge dieses erschwindelten Betrages ankommt.
  • Ich kann selbst meinen Verdienst bestimmen, er hängt nur davon ab, wie lange ich nicht bemerke oder es mir scheißegal ist, an was für einer Art des Geschäftes ich beteiligt bin.

Sie können Ihren Arbeitstag moglichst flexibel gestalten, um Ihrem Haupterwerb problemlos nachzugehen. Wichtig ist aber, dass unsere Kommunikation funktioniert und Sie für uns immer erreichbar sind.

Klar, ich brauche ja nur Geld von meinem Konto anzuheben, wenn ihr meine Dienste braucht, um dieses Geld als anonymisiertes Bargeld an einen eurer Briefkästen weiterzuleiten. Dafür brauche ich nicht einmal irgendwelche Vorleistungen zu geben…

Es entstehen für Sie keine Ausgaben, d.h. Sie brauchen kein Startkapital, Investitionen oder eigene Auslagen.

…noch bedarf ich irgendwelcher Fähigkeiten, die nicht jeder 14jährige hätte, der am Internet teilnimmt und ein leidlich diszipliniertes Leben führt. Wie nennt ihr diesen „Beruf“ noch einmal? „Manager“ für Zahlungsbearbeitung? Na ja, ich halte Leute im Management auch nicht für übermäßig talentiert, kompetent und intelligent, aber so direkt hätte ich denen das nicht gesagt:

An die Bewerber werden folgende Anforderungen gestellt:

  • Internet, E-Mail, Grundkenntnisse der Hauptzahlungssysteme.
  • Es wäre wünschenswert, wenn Sie ein eigenes Konto in einem deutschen Geldinstitut mit Online Banking hätten.
  • Für diese Beschäftigung brauchen Sie von 2 bis 8 Stunden freie Zeit in der Woche.
  • Genauigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und natürlich eine gesunde Arbeitseinstellung

Immerhin, so kann sich jeder vom Hartz-IV-Elend in der BRD Betroffene angesprochen fühlen. Was für eine geile Karriere: Arbeitslos, „Manager“, Freiheitsstrafe. Ja, ihr leichtgläubigen Leute, Geldwäsche ist strafbar. Und glaubt mal ja nicht, dass „kleine Fische“ mit so viel „Gnade“ vor Gericht rechnen können wie die ganz großen Verbrecher aus P‘litik und Wirtschaft!

Falls Sie für unser Angebot Interesse haben und bereit sind, eine gut bezahlte, aber auch verantwortungsvolle Arbeit auszuführen, so schreiben Sie uns bitte an:

hktltd@rambler.ru

Wie immer denke ich, dass sich diese verantwortungslosen Verbrecher, die naive Menschen einer Vorstrafe zuführen wollen, auch über ein bisschen Post freuen. Je mehr sich diese Verbrecher mit Fake-Bewerbungen und interessiert klingenden Rückfragen beschäftigen müssen, desto weniger kommen sie zu ihrem eigentlichen Verbrechen. Für die Dummen und Naiven im Internet kann das ein wirklicher Segen sein.

Wie immer mit Warnung: Es handelt sich hier um organisierte Kriminalität, mutmaßlich um die russische Mafia, und da wird auch nicht lange gefackelt, wenn es um die Behandlung von Störern und Hindernissen aller Art geht. Der allzu plumpe Versuch, diese Leute zu „verarschen“ oder gar zu „bescheißen“, ist LEBENSGEFÄHRLICH. Auf keinen Fall einen richtigen Namen angeben! Auf keinen Fall die richtige Mailadresse verwenden, sondern eine Wegwerfadresse bei einem kostenlosen Mailprovider einrichten! Niemals auf ein persönliches Treffen einlassen! Keine Telefonnummer oder Faxnummer angeben! Kein echtes Foto für eine eventuelle „Bewerbung“ verwenden!

Eine kurzgefasste Bewerbung mit Foto ist besonders willkommen.

Nach der Bearbeitung Ihrer Bewerbung, wird Ihnen im Falle einer Zusage Ihre Tätigkeit genauestens erläutert, Sie werden mit unserer Gesellschaft bekannt gemacht und es folgt in kürze der Arbeitsvertrag

Denn kann man sich auch schon einmal darüber „freuen“, was in der „genauesten Erläuterung“ der Tätigkeit so geschrieben wird.

Wir hoffen auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit

Mit freundlichen Grüssen

HK LTD ® 2007

Wir freuen uns auf Sie!

Dort freut man sich jedenfalls schon darauf, dass ein paar hundert Deppen ordentlich Geld waschen und das volle Risiko tragen.

Solche Deppen finden so etwas in einem „Stellenangebot“ denn auch ganz normal…

Diese Email wurde von einem unserer Email Roboter erstellt. Antworten Sie bitte nicht an folgende Email mit der Option ‚‘an Absender antworten'‘, senden Sie keine Emails an die Absenderadresse, da Ihre Email automatisch gelöscht wird.

…und halten es wahrscheinlich für völlig üblich, dass man im geschäftlichen Verkehr mit gefälschten Absenderadressen arbeitet.

disturbance dapple alias

Montag, 16. Juli 2007

Und wieder einmal erweist sich ein Spammer als zu blöd zum Spammen. Oder wollte dieser asoziale Kriminelle mit seiner gefälschten Absenderadresse wirklich die folgende Botschaft millionenfach in die Welt blasen?

bewilder antony, diplomatic cannonball baggage, category anti. attributive bade anhydrite dendrite ashmen dodecahedral apprehend. despond dante bedtime chirp buckthorn ar cyclorama arisen anvil autocratic commensurable adenosine. bernstein dab art bulb dodecahedron cheerleader astral

Solche „Mitteilungen“ kennt der aufmerksame Spam-Genießer gut, erhält er sie doch beinahe jeden Tag aufs Neue serviert. In der Regel befinden sie sich unterhalb der „eigentlichen“ Nachricht in der Müllmail. Der Zweck dieser wirren Wortwüsten ists offenbar, dass die Spamfilter ein wenig verblendet werden sollen. Der relative Anteil ausgefilterter Begriffe gegenüber dem Gesamttext der Mail wird mit diesem kleinen Kunstgriff etwas gesenkt. Ein Computerprogramm kann den Sinn eines Textes natürlich nicht verstehen, und so hofft der Spamarsch, an einem Filter vorbei zu kommen. In der Folge werden die Spams noch sinnloser und noch länger. Hier war der Spammer aber offenbar nicht intelligent genug, das von ihm verwendete Skript zu verstehen. In der Folge wird der beabsichtigte Inhalt gar nicht mehr transportiert.

Damit hat diese Spam eigentlich schon das asymptotische Ende eines solchen Prozesses vorweg genommen. Ein immer größerer Teil des Textes wird immer gehaltloser, bis schließlich nur noch irgendwelche Programme automatisch völlig sinnfreie Texte erstellen, die über das Internet transportiert werden und von anderen Programmen automatisch in den virtuellen Mülleimer geworfen werden.

Energy für ihren Schwanz…

Donnerstag, 12. Juli 2007

Klar, Spammer, du belegst deine unendliche, aus Gier erwachsene Dummheit nicht nur damit, dass du spammst, sondern auch damit, dass du diesem Hang zum Denglisch folgst. Welchen Mehrwert hat denn bitte das Englische „Energy“ gegenüber dem deutschen Wort „Energie“? Hättest du wenigstens „Power“ geschrieben, das hätte ich ja noch verstehen können, aber so klingt schon dein Betreff dämlich:

Energy fur ihren Schwanz, kaufen und 85% sparen

Klar doch, „Energy-Sparen“… :mrgreen:

Aber natürlich hindert dich dummen Spammer so eine unbeholfene Sprache nicht daran, dass du dich auch noch als Dichter berufen fühlst. Na ja, ich sage es mal mit Jesus aus Nazaret: „Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt“ (Mt. 26,10) – das beschreibt auch in angemessener Weise, wie es mit deiner Berufung zum Dichten bestellt ist:

Wird er im Alter manchmal weich, nimm die Pille, dann steht er gleich!

Genug, ich möchte mich ja jetzt schon mit Grausen abwenden! Steht ja auch nur das übliche darin, so ein Gefasel von „ohne Rezept“, „Lieferung weltweit“, „diskreter Versand“.

Okay, du versuchst trotz deiner fragwürdigen Dichtkunst und trotz der Tatsache, dass du Mails mit gefälschtem Absender massenhaft versendest noch einen auf seriös zu machen, und so schreibst du auch noch „Visa verifizierter Onlineshop“. Damit hast du wenigstens neben dem Denglisch auch noch ein Deppen Leer Zeichen eingefügt – oder die Partikel „von“ vor dieser Zeile vergessen.

Aber selbst, wenn das bei jemanden einen seriösen Eindruck hinterlassen haben sollte, schaffst du es erfolgreich, diesen wieder zu zerstören. Und zwar, indem du nicht etwa einen Link auf deine Bestellseite setzt, sondern eine unverlinkte Grafik in die Mail einfügst, von der die Deppen unter den Millionen von Empfängern denn abschreiben sollen. Und um ihnen das so richtig schwer zu machen, hast du die Grafik auch noch mit einem bunten Sprenkelmuster hinterlegt, kontrastarm gemacht und die Buchstaben ein bisschen am Rand angeknabbert. Sonst filtert noch irgendein Stück Software deine tolle Botschaft an die Welt aus, bevor sie bei naiven Deppen ankommt, die wirklich glauben, dass man mit kriminellen Spammern ein gutes Geschäft machen könnte.

Die Aktien von morgen kaufen!

Montag, 9. Juli 2007

Ach du Scheiße, die Pennigaktien-Spammer haben sich schon wieder ein neues, windiges Papier für ihre kriminelle Börsenmanipulation ausgeguckt. Wie immer gilt: Die einzigen, der bei diesen vorgeblichen „Anlagetipps“ groß absahnen werden, sind die Verbrecher aus der Spam-Mafia. Diese werden genau dann verkaufen, wenn etliche Deppen unter den Spam-Empfängern die leicht manipulierbaren Papiere kaufen und damit die Kurse ansteigen lassen.

Also auf gar keinen Fall irgendetwas an der Börse kaufen, nur weil es eine millionenfach versendete Spam empfiehlt. Wenn die Kalkulation der Spammer nicht aufgeht und diese asozialen Zeitgenossen regelmäßig auf ihren Transaktionsgebühren sitzen bleiben, besteht eine gute Chance, dass diese ausgesprochen lästige Spamseuche irgendwann einmal aufhört.

Lieber Aktienfreund

Ich bin kein Aktienfreund, ich bin Bettler. Und ich bin auch kein Freund von Arschlöchern, die mir mit gefälschter Mailadresse das virtuelle Postfach zustopfen.

Dort sind die grossen Chancen verborgen.

(Dieser Satz steht wirklich direkt nach der Anrede, ohne besonderen Kontext. Ich habe hier nichts gekürzt. Die schreiben so, und die wollen wirklich ernst genommen werden.)

Und im Schlaraffenland fliegen den Menschen Hähnchen und Bratwürste in den Mund, einfach nur so.

Von der OEffentlichkeit unbeachtet, ist IHP Phoenix Biocylce AG (WKN: A0ML2L / ISIN: CH0029543631) im Bereich von Lizenzen und Betrieb fuer den osteuropaeischen Markt der Muellentsorgung taetig.

Im Moment wird mit diesem Namen vor allem Müll-Mail versendet, die leider von der Öffentlichkeit sehr wohl beachtet wird, weil die Beachtung von Spammern erzwungen wird. Und beim Versuch, kompetent zu wirken, gehen den Absendern im weiteren Text so die Begrifflichkeiten durcheinander, dass die Glöcklein am Narrenkostüm nur so scheppern.

Biomasse, Biodiesel, Ethanol- jetzt kommt das biologische Recycling von Muell.

Für einen Müllentsorger doch ein ganz hübsches Geschäftsfeld. Sortieren wir einmal diese wirre Zusammenstellung von Begriffen

Also Biomasse ist – wie der Name schon sagt – eben biologisch produzierte Masse, vom Holz des Baumes bis zum Kot aus meinem Darm. Biodiesel ist schon einmal etwas ganz anders, es handelt sich um Öl aus geeigneten Pflanzen, im Moment vor allem Raps. Mit Müll hat das etwa so viel zu tun, wie Getreide oder Sonnenblumen etwas mit Müll zu tun haben. Ethanol hingegen entsteht bei einem Gärungsprozess.

Und jetzt soll also – wohl gemerkt: in diesem etwas schrägen Zusammenhang – das „biologische“ Recycling von Müll „kommen“. Dass man Energie mit Müllverbrennung gewinnt, das könnte ich ja noch verstehen, so unfein das auch klingt. Aber wie soll eine „biologische“ Umwandlung von Statten gehen. Haben die etwa eine Bakterienart gezüchtet, die Platinen, Bildröhren, Schrott und Plastikteile frisst und dafür Erdöl abkotet?

In diesem Markt gibt es viel zu verdienen. Die Aktie ist trotz des neuesten Kursanstiegs gewinnbringend bewertet.

Klar doch, in so einem Markt gäbe es etwas zu verdienen, wenn es einen solchen Markt denn gäbe. Den Markt für Biodiesel und Ethanol gibt es, aber das hat nichts mit Müll zu tun. Das scheinen diese ganz besonders wirtschaftskundigen Spammer allerdings nicht so genau zu wissen, deshalb würgen sie wirren Wortsalat hervor.

Fazit : Sie bekommen Aktien, fuer die sich die Analysten der grossen Anleger und der grossen Boersenblaetter noch nicht interessieren. Die sie einfach uebersehen. Ganz einfach deshalb weil sie noch keine Zeit fuer diese „kleinen“ Aktien haben. Bei diesen Aktien haben Sie die Sicherheit aus zukunftsorientierter Quelle

Fazit: Wenn sie doof genug sind, kaufen sie Aktien auf den Tipp von Menschen hin, die mit ihrem ganzen Text zeigen, dass sie nicht verstehen, worüber sie schreiben. Menschen, die sich einfach nicht mit der ganzen Sache beschäftigen. Ganz einfach, weil sie gar keine Zeit für die Beschäftigung mit der Wirklichkeit haben. Die interessieren sich nur dafür, dass genügend Deppen von unreifen Texten verblendet werden und Aktien kaufen, weil sie glauben, dass man mit einer millionenfach versendeten Spam einen vernünftigen Anlagetipp bekommt. Aus dieser trüben Quelle hoffen die Gangster mit Sicherheit große Gewinne abschöpfen zu können.

ISIN: CH0029543631
WKN: A0ML2L
Boerse: Frankfurt

Wer dieses Papier jetzt kauft, macht Kriminelle reicher und sorgt dafür, dass alle Menschen im Internet weiterhin unter dieser Form der Spam leiden werden.

Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage oeffentlich zugaenglichen Informationen erstellt. Die Mitteilungen dienen lediglich der Information und sind keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu verstehen. Der Versender hat keine Aktien des empfohlenen Unternehmens. Der Versender erhaelt eine marktuebliche Provision.

Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage seiner öffentlich gemachten Phantasie erstellt. Obwohl es eine Anlageempfehlung sein soll, soll es andererseits keineswegs eine Aufforderung zur Anlage sein, damit auch der dümmste Leser noch bemerkt, dass sich die Schreiber in nur einem Satz selbst widersprechen können. Der Versender hat selbst keine Aktien des empfohlenen aber doch nicht empfohlenen Unternehmens, sondern erhält eine marktübliche Provision für den massenhaften Versand der Spam von den Aktieninhabern aus der Börsenmanipulations-Mafia.

Viel Erfolg,
Dr. Della SCHERER
Gesellschaft fuer Markt- und Chartsanalyse

Obwohl der Versender zu nichts auffordert, wünscht er dabei noch viel Erfolg… 😀

Und immerhin, inzwischen hat den Spammern mal ein Deutschkundiger gesagt, dass die alte Selbstbezeichnung „Gesellschaft f. Aktien-Analyse“ noch schlechter als die Fantasiefirmen aus kaufmännischen Schulbüchern und geradezu lächerlich klingt. Deshalb macht diese feine Gesellschaft jetzt auch „Markt- und Chartsanalyse“ – und verrät in solcher Firmierung durch das falsche Fugen-“s“ in „Chartsanalyse“ auch gleich, dass sie bei aller deutschen Sprache der Spams nicht wirklich aus dem deutschen Sprachraum kommt. Aber das hätte man ja schon bei den in 7bit-ASCII umschriebenen Umlauten ahnen können, mit denen die Spammer frühere Fehler mit durchschimmernden kyrillischen Zeichen oder völlig zerschossenen Codierungen vermeiden wollten.

Wer auf eine derartig dürftige, von Widersprüchen und Unsinn übervolle, geradezu unverschämt dumme Mitteilung hin irgendetwas kauft, der ist nicht mehr zu retten.

Tier-Spezi ohne Ende…

Montag, 2. Juli 2007

Wie ich gerade in meinem virtuellen Mülleimer Postfach und in den Kommentaren dieses Blogs sehe, geht es schon wieder los mit der Börsenmanipulation beim Pfennigpapier Tier-Spezi AG.

Und auch, wenn jetzt eine Fantasiefirma mit dem gnadenlos fantasielosen Namen „Gesellschaft f. Aktien-Analyse“ der angebliche Absender dieser kriminellen Spamplage mit gefälschten Absendern sein will, ist dieser Anlagetipp keinen Deut besser als bei der ersten derartigen Welle.

Das zeigt sich schon daran, dass der angebliche Geschäftsbereich der Tier-Spezi AG…

Mit ihren selbstproduzierten Produkten aus Osteuropa und Asien bedient die Tier-Spezi AG den Markt der Tierartikel. Die Tierliebhaber schaetzen das breite Sortiment und das grossartige Preis-/ Leistungsverhaeltnis. […]

…nur wenig mit dem wirklichen, ins schweizerische Handelsregister eingetragenen Geschäftszweck der Tier-Spezi AG zu tun hat:

Erwerb, Verwaltung sowie Veräusserung von Beteiligungen an anderen Unternehmen; kann Tochtergesellschaften errichten, sich an anderen Unternehmungen beteiligensowie Grundeigentum / Immobilien erwerben, belasten, veräussern und verwalten.

Es handelt sich bei der Tier-Spezi AG (übrigens ein selten dümmlich wirkender Name) also um einen Händler für Immobilien und Unternehmensbeteiligungen. Mit Tieren, Tierzubehör oder Futtermitteln hat das ganze gar nichts zu tun. Aber die Spammer gehen halt davon aus, dass die Deppen niemals auf die Idee kommen, so etwas zu recherchieren, sondern einfach auf eine Spam hin windige Aktien kaufen. Und wenn es wirklich genug Deppen gibt, die das tun, denn haben die Spammer ein richtig gutes Geschäft gemacht – und die Deppen bezahlen dafür.

Deshalb mein Tipp: Löschen und niemals Aktien auf eine Spam hin kaufen. Erst, wenn die Spam-Mafia auf ihren Transaktionskosten sitzen bleibt, wird auch der letzte asoziale Verbrecher einsehen, dass sich diese Art von Spam nicht mehr lohnt. Und in der Folge wird die Welt wieder einmal ein bisschen erträglicher, weil spamfreier.

Das versteht doch jeder hier

Sonntag, 1. Juli 2007

Es ist ja durchaus erfreulich, dass die Casino-Spam sich zur Abwechslung einmal einer anderen Sprache bedient. Aber auch bei der niederländischen Sprache, die ja so wenig Bedarf an Sonderzeichen hat, gelingt es den kriminellen Spammern aus der Abzock-Mafia nicht, das „€“-Zeichen in der Mail erscheinen zu lassen. Es ist schon bitter, wenn man vor lauter Gier nicht mehr an solche technischen Details denkt:

De meest ongelooflijke First Deposit Bonus op het net enkel op Vegas VIP Casino!
Tot 555 ˆ op uw 4 eerste stortingen.

Aber was ich an dieser Spam in niederländischer Sprache noch viel erstaunlicher finde, ist die Zielgruppe. Wie man an der URL (hier geändert und unbenutzbar gemacht) sehen kann, richtet sich eine niederländisch geschriebene Spam an interessierte Zocker in Deutschland:

http://www.vxxxxx-xxxxxx.xx?lang-de/

Schließlich versteht doch jeder Deutsche Holländisch, nicht wahr? Oder nehmen die Spamheinis etwa an, dass „Het Duits“ eine besonders beliebte Sprache bei den Niederländern wäre… 😉

Wahrscheinlich sind ihnen die wirklichen Verhältnisse in Westeuropa einfach nicht so bekannt, den ganzen mafiaartig organisierten Verbrechern da hinten in Russland. Die wissen eben nur, wie es in Las Vegas aussehen sollte:

Laten we de realistische grafieken niet vergeten, alsof u echt in Las Vegas bent!

Vergessen wir bitte auch nicht die gierige Spam, die aussieht, als wenn man sich in der Hölle befinde.

Walpimmel

Donnerstag, 28. Juni 2007

An sich sind sie ja nicht besonders interessant, die vielen Mails mit Mittelchen zur Verlängerung des Schwanzes. Sie enthalten eine kurze Anpreisung, die sich zum Beispiel so lesen kann:

With Penis Enlarge Patch even the loosest asshole will be too tight for you.
[… URL von mir entfernt]

Aber inzwischen scheint die herkömmliche sexuelle Betätigung nicht mehr monströs genug zu sein. So hat unser heutiger Spammer eine besonders tierische Anpreisung geschrieben:

Do you know that whales dick weights 1 ton. Get the weight and size close to it with our Penis Enlarge Patch.

Dieser englische Kurztext erfreut nicht nur durch das fehlende Genitiv-’s‘-Apostrof beim Wort „whales“, sondern auch durch inhaltliche Qualität. Ich übertrage das mal kurz ins Deutsche, für alle, denen das Verstehen des englischen Textes ein bisschen schwer fällt. Das klingt denn so:

Wussten Sie schon, dass der Schwanz eines Wales eine Tonne wiegt. Nähern auch Sie sich diesem Gewicht und dieser Größe an mit unserem Penis-Vergrößerungs-Pflaster.

Offenbar hat der Spammer das Produkt auch selbst angewendet. Wenn der Schwellkörper in unnatürlicher Monströsität so viel Blut aufnehmen muss, denn fehlt es eben an der Blutversorgung im Gehirne. Genau die richtige Voraussetzung zum Schreiben solcher Texte. :mrgreen:

Uranspiel hat begonnen

Dienstag, 26. Juni 2007

Ach du Scheiße! Die kriminellen, spammenden Börsen-Manipulierer haben sich wieder einmal ein windiges Pfennigpapier ausgesucht, um ihr Spiel zu treiben. Die Mails, die allesamt mit wechselndem Betreff und gefälschtem Absender in das Postfach fließen, tun sich wieder einmal durch besondere Kompetenz der Spammer hervor.

Otter Lake kauft wichtigste Minerallagerstätten in Colorado mit 238 Claims!

Der Preis ist +32% höher innerhalb eines Tages! Uranspiel hat begonnen!

Wieder einmal zu doof, eine technisch korrekte Spam zu schreiben, und so entsteht bei den Umlauten eben fader Zeichensalat mit Soße. Wenn man schon seinen Text in UTF-8 schreibt, sollte man vielleicht einmal den entsprechenden Header im Spamskript anpassen, damit es auch lesbar beim Empfänger ankommt.

Ach Spammer, du weißt gar nicht, was UTF-8 ist? Schau mal in deine Mail oder in dieses Posting, denn siehst du, wie UTF-8 aussieht, wenn in der Mail angegeben wurde, dass der Zeichensatz ISO-8859-15 sein soll. Nähere Dokumentation zu diesem Problem findest du im gesamten Internet kostenlos verfügbar. Wie, du willst bei deiner Börsen-Abzocke nicht mal eben diese Viertelstunde Zeit investieren? Weil du glaubst, dass die Idioten, die das Papier kaufen, auf so etwas nicht achten? Und weil du diese Idioten verachtest? Na, das habe ich mir doch gleich gedacht.

Aber immerhin, die Aussage „Uranspiel hat begonnen!“ hat den vorläufigen Preis für die größte Sinnfreiheit in einem syntaktisch korrekten deutschen Satz gewonnen. 😉

Gesellschaft: Otter Lake Res Inc
Börse: Frankfurt
Symbol: OZ1A ISIN: US6895902061
WKN:A0LENK
Gültiger Preis: 0.53 Euro
Ziel: 2.00 Euro

Ja, immer das gleiche. Das angegebene „Ziel“ wird zwar nicht erreicht, aber trotzdem kaufen einige Deppen das Papier, weil sie glauben, dass man ganz tolle Informationen mit einer Spam kriegt. Und ihr verkauft denn mit Gewinn. Die Deppen werden alle ein bisschen ärmer, ihr macht einen ansehnlichen Reibach und die Banken und Broker freuen sich über die Transaktionsgebühren.

Immerhin habt ihr diesmal darauf verzichtet, einen Zeitraum zum Ziel anzugeben. Das ist euch wohl zu leicht überprüfbar geworden.

Der Rest deines Textes…

San Diego, California, Juni 22, 2007 – Otter Lake Resources Inc(PINKSHEETS: OTLK) informiert gern über die Erwerbung von Mineral-Claims, die sich neben der Baboon Lagerstätte von Montrose County, Colorado befinden. Diese neuen Erwerbungen liegen auf dem Territorium neben der Baboon Lagerstätte, wo ein großes Uran- und Vanadinvorkommen liegt. Dieses Geschäft dehnt die Erwerbungen Otter Lakes aus und gibt der Gesellschaft eine Möglichkeit, sehr schnell seine Ressourcenbasis zu vergrößern. […]

…gibt wenig erfolgreich vor, ganz tolle Informationen zu enthalten, die leider durch die Unfähigkeit zur Angabe der richten Zeichencodierung nicht einen Deut glaubwürdiger wirken. Gelegentliche Ausflüge in offenbar mechanisch übelsetztes Deutsch helfen dann, den schlechten Eindruck zu bestätigen:

Sind Sie imstande, große Profite von dem schnell wachsenden Uranerforschungssektor zu bekommen? OZ1A hat es vor, sich einen wesentlichen Anteil dieses Marktes zu gewinnen. Die Investierungen in OZ1A werden helfen, die Gefahren in den nicht stabilen Markt von den Vereinigten Staaten zu reduzieren, indem Sie Ihre Gewinne durch den Eintritt in eine der am schnellsten wachsenden Industrien der Welt maximiert.

Wer auf die eingebettete URL für weitere Informationen klickt, ist nicht mehr zu retten. Niemals sollte man mit einem nicht besonders gesicherten Rechner auf einen Link in einer Spam klicken. Und auch, wenn der Rechner besonders gesichert ist, sollte man auf Unannehmlichkeiten eingestellt sein. Im günstigsten Fall werden hier auf einer Website der Spammer weitere Fantasietexte dargeboten, im schlimmsten Fall wird ihr Rechner von Kriminellen übernommen.

Meine Anlageempfehlung: Nicht erst „am Montag, am 25. Juni“ die Mail löschen, sondern gleich in virtuellen Müll investieren.