Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Luftfrachsendung AWB

Dienstag, 5. März 2013

Wie jetzt, ihr wollt im Betreff so tun, als ob ihr irgendwas mit Gütertransport macht und könnt nicht einmal das Wort „Luftfrachtsendung“ korrekt schreiben? Das kann ja heiter werden…

Gefälschter Absender der Mail ist info (at) first (strich) class (strich) zollservice (punkt) de. Die Mail ist eine klare Spam, die mir über eine niemals aktiv genutzte Mailadresse zugegangen ist, die ich nur für die Harvester der Spammer auslege.

Hallo,

Hey, Idiot. Du bist Kunde bei uns und kriegst Mail von uns, in der wir dir nicht einmal sagen, wer zum blutschlürfenden Henker wir überhaupt sind.

anbei der AWB bitte bestätigen ob alles Ok ist.

Wir können zwar Umlaute, aber Kontext können wir dafür nicht so gut. So ein AWB heißt auf Deutsch übrigens „Luftfrachtbrief“, aber wir ganz großen Spamspediteure können so etwas ja nicht wissen und auch nicht mal schnell mit einer Suchmaschine herausbekommen. Tja, und dass „AWB“ auf Deutsch eine sehr gebräuchliche Abk. für „Abfallwirtschaftsbetrieb“ ist, das passt doch ganz hervorragend zu unserem Sondermüll.

Danke

Wofür?

Mit freundlichen Grüßen

First Class Zollservice &
Transportvermittlungs GmbH

Toller Zeilenumbruch mitten in der Firmierung! Geradezu erstklassisch. Dank des von euch in der HTML-formatierten Spam gewählten doppelten Zeilenabstandes sieht das gleich noch ein bisschen mieser aus.

Niederlassungsleiter

Unsere Mitarbeiter haben schon eine Funktion. Da brauchen sie nicht auch noch einen Namen zu haben.

Nordendstraße. 32 B
64546 Mörfelden Walldorf

Coole Lage! Direkt neben dem Tempel der alten Künste einer Waldorfschule. Schade eigentlich, dass da der Streetview-Wagen noch nicht durchgefahren ist.

[Falls es jemand immer noch nicht mitbekommen hat und auch beim Titel dieses Blogs noch Unklarheiten hat: Dies ist eine Spam. Die Absenderadresse ist gefälscht. Die First Class Zollservice & Transportvermittlungs GmbH aus Raunheim hat mit dieser Spam nichts zu tun. Die Reputation dieser Firma wird gerade von Kriminellen in den Schmutz gezogen, und den Menschen dort wird neben ihrer eigentlichen Arbeit jede Menge Ärger mit erbosten Anrufen und Mails bereitet. Das richtet wirtschaftlichen Schaden an. So etwas ist den Kriminellen egal. Denn Spammer sind verantwortungslose… sorry… Arschlöcher. Die angegebene Anschrift ist genauso erlogen. Der gesamte Text dieser Spam ist Lüge.]

Tel.: 0610x / 403xx 11 Fax: 0610x / 403xx 20

www.first-class-zollservice.de

[Die Telefonnummer ist von mir unkenntlich gemacht worden]

Aber ja nicht auf die angegebene Website schauen und dort im Impressum bemerken, dass dieses Unternehmen eine ganz andere Anschrift und Telefonnummer hat.

Den Rest der Spam lasse ich mal unzitiert. Es handelt sich um eine wörtliche Übernahme aus der Website eines Unternehmens, dessen Ruf von kriminellen Spammern mit Dreck beworfen wird.

Entscheidend ist hier mal wieder der Anhang. Es handelt sich um 21,4 KiB reinstes Entzücken in Form eines ZIP-Archives voller Schadsoftware. Was da drin liegt, ist nicht etwa eine PDF-Datei, wie der Name vorgeben möchte, sondern eine ausführbare Datei für Microsoft Windows. Wer darauf einen Doppelklick macht, um sie auszuführen, hat verloren. Etwa die Hälfte der gängigen Virenscanner erkennt diesen Schädling noch nicht — die andere Hälfte weiß inzwischen schon, dass es sich um einen Trojaner handelt.

Aber bei einer so leicht erkennbaren Spam kann das doch niemanden passiert sein, oder?!

Ihr link – �

Montag, 4. März 2013

Wie man die Zeichencodierung im Subject angibt, habe ich noch nicht gelernt.

Hallo ,

Wer sie sind, weiß ich nicht.

Hier ist Ihr Link für das Produkt.

Nur für Mitglieder

Vielleicht sind sie ja Mitglied. Oder mit Glied. Oder sonstwas. Ich bin ein unfähiger Spammer, der allen Ernstes glaubt, dass Katzen im Sack ein total begehrtes Gut sind. Vor allem, wenn die Katzen auch noch gefährlich sind, weil man dafür in einer Spam rumklicken muss. Also klicken sie auf einen komischen Link für ein namenloses Produkt, das ohne jeden Kontext an ominöse Mitglieder offeriert wird!

(Bitte Teilen Sie diesen Link mit NIEMANDEM)

Bitte zeigen sie niemanden anders auf der Welt, was für ein schlechter Spammer ich bin. Außerdem habe ich in den ziemlich kryptischen Link auf eine Website in der Domain exanetba (punkt) com eine Menge lustiger Ziffernfolgen und Sedezimalzahlen aufgenommen. Das merkt bestimmt niemand, dass das eine eindeutige ID ist. Wenn man diese ID ein bisschen verändert, um sich anzuschauen, was es dort gibt, kommt man in eine schier endlose Liste von HTTP-Weiterleitungen innerhalb der gleichen Domain, bis man schließlich bei der Meldung landet, dass der Microsoft IIS für diese Site keine Standardseite anzubieten hat. Manchmal aber auch nicht, weil der Browser vorher wegen der vielen Weiterleitungen abbricht.

Die Domain habe ich erst vor etwas über einem Monat registriert, und natürlich habe ich meine Registrierungsdaten über einen dieser Whois-Verschleierer anonymisiert. Meine eher unerfreulichen Server lasse ich von einem schwedischen Hosting-Anbieter betreiben. Vielleicht zahle ich sogar die Rechnung dafür, wenn meine kriminelle Schrottsite dort lang genug online bleibt.

Menschen, die in die Spam klicken und mir mitteilen, dass die Spam auch ankommt, sehen irgendetwas anderes als diese Standardfehlermeldung. Zum Beispiel eine dieser Schadsoftware-Schleudern, die jede bekannte Sicherheitsschwäche der gängigen Browser einmal durchprobieren, um darüber ein paar frische, neue Trojaner zu installieren, die der Virenscanner noch nicht kennt. Wenn ich auch keine gute Spam schreiben kann, ein bisschen PHP bekomme ich noch hin. Was ich in PHP allerdings nicht hinbekomme, ist die Ausgabe eines richtigen Fehlercodes, wenn jemand die Seite direkt aufruft. Da mir die tieferen Geheimnisse der PHP-Funktion header() und dieses sonderbaren HTT-Protokolls noch nicht offenbar geworden sind, gebe ich keinen HTTP-Statuscode 404 (File not found) zurück, sondern…

HTTP/1.1 200 OK
Date: Mon, 04 Mar 2013 01:03:00 GMT
Server: Apache
Content-Length: 3
Connection: close
Content-Type: text/html

404

…sage einfach echo(404);, während der Webserver an den Browser zurückmeldet, dass alles in Ordnung ist. Aber dass ich ein Stümper bin, hätte man sich ja schon beim Anblick meiner Spam denken können.

Mit freundlichen Grüßen,

Kelly
Kundendienst

Mit mechanischem Gruß

Dein unfähiger Spammer
Angeblicher Kundendienstler bei einer namenlosen und websitelosen Firma, bei der man Mitglied sein muss. Nicht einmal die Ausrede ist gelungen.

To remove yourself from this distribution please visit manage subscription to start the process for email deletion.

GoldenNetworksLimited.com
Beaufort House PO BOX 531, Road Town Tortola, AL 10003

Dies ist eine Spam. Sie bekommen diese Spam ohne Grund. Wenn sie mitteilen wollen, dass sie ankommt, klicken sie einfach in die Spam rein. So sammeln wir Listen von Mailadressen von Menschen, die bereit sind, in eine offensichtliche Spam zu klicken. Das sind gute Opfer. Danke für ihre Mitarbeit. Wenn sie ihre Mailsoftware so konfiguriert haben, dass Bilder aus dem Internet nachgeladen werden, sagt uns der eingebettete Zählpixel, dass Spam unter der angegebenen Adresse ankommt. Auch darüber freuen wir uns sehr.

Die unter der Mail angegebene Anschrift hat nichts mit dem Spammer zu tun.

Diese wirklich schlechte Spam ist ein Zustecksel eines Lesers…

hi there

Sonntag, 3. März 2013

Hi there,

Ich weiß zwar nicht, wer du bist, aber…

I would like to start correspondence with you,

…ich will unbedingt Schriftverkehr mit dir anfangen.

i have seen your profile and i’m very interested.

Irgendwo in diesem weiten Internet habe ich dein Profil gesehen und war so hingerissen, dass ich mir nicht merken konnte, wo das war. Ich habe da auch nicht gesehen, wie du heißt oder welchen Nick du führst. Auf der Grundlage dieser Aussage glaubst du mir doch ganz sicher total doll, dass ich echt jetzt super irre an dir interessiert bin.

I’m looking for loyal, romantic and intelligent guy for serious relations. You can check my profile and find some information about me.

In Wirklichkeit ist mir völlig egal, was das für Verlierertypen sind, die auf meine Masche reinfallen. Die müssen so doof sein, dass sie nicht bemerken, dass ich von meinem Profil irgendwo im Internet spreche, ohne zu sagen, wo das nun ist. Wenn sie jetzt trotzdem das ganze Internet durchzulesen beginnen, um mein Profil zu finden, dann sind sie wirklich doof genug für mich und können…

I hope to hear from you on my direct e-mail: SuuvorovOleg (at) yandex (punkt) ru

…mir mal eine Mail schreiben. Aber besser nicht an die gefälschte Absenderadresse. Ich…

and i will responde back with more pictures.

…werde dann lauter triefende Briefchen zurückschreiben und schon nach zwei Wochen professionellen Beziehungsaufbaus — du hast ja keine Ahnung, wie gut ich am Telefon bin, Süßer — damit beginnen, die ganze ausgedachte Last meines Lebens auszubreiten. Vom Vater, der ins Krankenhaus muss, vom Bruder, der arbeitslos geworden ist und sich fortbilden müsste, von der Reise die nötig ist und von den harten Wintern. Und auch davon, dass ich schnell schnell zu dir kommen will, Süßer, damit wir unseren Schriftverkehr ein bisschen vertiefen können. Und alles kostet Geld, und ich habe doch keines! Und du wirst so enthirnt sein, mir ganz viel Geld über Western Union und MoneyGram rüberzuschicken. Das machen so dreißig, vierzig Leute gleichzeitig, und ich lebe davon in Saus und Braus! Gut, dass es so viele Idioten gibt, die auf eine miese Spam reinfallen.

Respectfully yours,

Tanya

Mit Judasbussi!

Deine Spammerin.

Du hast eine neue Nachricht!

Sonntag, 3. März 2013

Wie jetzt, nur eine? Mein Spamordner sieht aus wie ein Supermarkt am langen Samstag vor Weihnachten.

Hallo ,

Da hat mal wieder jemand nicht die geringste Ahnung, wie ich heiße, und es geschafft…

perla-214 hat Dir eine persönliche Nachricht geschrieben.

…mir trotzdem eine „persönliche Nachricht“ zu schreiben. Diese wird etwa so „persönlich“ sein wie ein Strafzettel. Und obwohl ich eine Mail bekomme, enthält nicht etwa die Mail die „persönliche Nachricht“, sondern…

Klicke hier um diese Nachricht zu lesen:

http://www.inboxx43.info/

…ich soll in eine Spam klicken, um diese „persönliche Nachricht“ zu lesen. Selbst, wer die Spam bis jetzt nicht als Spam erkannt hat — was schwierig ist — bekommt spätestens bei dieser semantischen Zumutung akute Zuckungen im Löschfinger.

Damit könnte die Schrottmail also aufhören. Das tut sie allerdings nicht.

Kostenlose Anmeldung! Kein Abozwang! Sofortkontakt auch per Telefon und SMS!

Die Absender des kriminellen Unfugs müssen nämlich noch darauf hinweisen, dass es sich um ein total kostenloses Angebot handelt. Und zwar um eines, das so toll ist, dass es ohne kriminelle Spam niemand kennen würde.

Das wohl modernste Flirt- und Kontaktportal im Netz listet täglich hunderte von neuen Usern und bietet angemeldeten Mitgliedern eine unglaubliche Vielfalt von Möglichkeiten.

Suche neue Kontakte in deiner Umgebung mit der PLZ-Suche, oder stöbere in ausführlichen und sehr detaillierten Userprofilen.

Das scheint ja genau das Richtige zu sein. Endlich mal ein Dating-Angebot, mit dem ich nur Frauen finde, die so doof sind, dass sie auf so eine plumpe Spam reinfallen und da auch noch reinklicken.

Natürlich ist die Anmeldung kostenfrei und auch viele Funktionen des Portals sind kostenfrei nutzbar.

Klar, die Anmeldung ist kostenlos. Das glaube ich gern. Und der Rest wird die übliche Abzocke und Sammlung von detaillierten persönlichen Daten sein, mit denen die organisierte Internet-Kriminalität auch einen hervorragenden Identitätsmissbrauch für ihre „Geschäfte“ machen kann.

http://www.inboxx43.info/

Kostenlose Anmeldung! Kein Abozwang! Sofortkontakt auch per Telefon und SMS!

Ihr mich auch!

Gottes Hilfe

Samstag, 2. März 2013

Nein, dafür bin ich definitiv die falsche Adresse. Aber immerhin gibt es diesmal etwas, was bei dieser Art von Mail selten ist: Der Absender weiß, wofür dieses Reply-To im Mailheader gut ist, so dass man diese Mail ganz normal beantworten könnte. Natürlich soll auch diesmal über eine Freemail-Adresse beim outlook (punkt) com über Millionenbeträge kommuniziert werden; diese Menschen haben es halt lieber anonym. Versendet wurde die Mail übrigens über die dynamische IP-Adresse eines italienischen Zugangsproviders; die ständigen Bemühungen der Spammer, den Leuten Schadsoftware reinzudrücken, tragen also nach wie vor Früchte.

Lieber geliebter,

Ich habe keine Ahnung, wie du heißt. Auch mit aller Hilfe Gottes nicht.

Grüße im Namen unseres Herrn Jesus. Ich bin Mrs. Sheila Hancock eine 78- jährige Frau lebt in Großbritannien, die Gott in einem herrlichen Weg, um seinen Segen zu Charity / Mankind erfüllen berührt hat.

Grüße im Namen meines Meisters Judas Iskariot. Ich bin ein Vorschussbetrüger, der mit gefälschter Absenderadresse Lügen in Mails schreibt, weil er einen herrlichen Weg gefunden hat, sich von der Dummheit seiner Mitmenschen seinen verfeinerten Lebensstil finanzieren zu lassen.

Ich habe Gott um Vergebung gebeten und ich glaubte, hat er, weil er ein barmherziger Gott ist. Ich werde in zu gehen für eine Operation am Freitag, dem der Arzt indirekt gesagt wurde, ist 50/50 Chance zu überleben nach der Diagnose mich mit Krebs Zwei (2) Jahren. Lies Römer 1:16-17

Ich bin froh, dass Gott schwach, kraftlos und krank geworden ist, damit ich mich gesundstoßen kann. Ich bin froh, dass Gott nicht mehr so mit gierigen Heuchlern umgeht wie in biblischen Zeiten. Natürlich werde ich auch nicht sterben. Das schreibe ich dir nur, damit du etwas eher glauben kannst, dass ich ausgerechnet dir einen ordentlichen Batzen Zaster geben will, obwohl ich dich nicht kenne und nicht einmal deine Sprache beherrsche.

Ich habe beschlossen, WIRD / Spenden mein verstorbener Mann Recht von $ 10.2Million USD (zehn Millionen zweihunderttausend Dollar), die ich von ihm geerbt, um Ihnen für die gute Arbeit von Gott und Seiner göttlichen Zweck und zugunsten der Menschheit zu dienen, wie das hat sein mein verstorbener Mann unvollendete Werk vor seinem Tod. Kürzlich haben meine Familienmitglieder engross in meinem verstorbenen Mannes geerbt Fonds nach Erhalt der Nachricht vom Arzt, dass ich vielleicht nicht überleben die Operation. Sie wollen mich tot, damit sie erben die Fonds für ihre eigennützigen Interessen, und ich wir nicht zulassen, dass das geschieht. Ich bin nur Privileg, Sie ToSend diesen Brief mit der Hilfe von einer Dame Krankenschwester hier, die so freundlich zu mir hat.

Das in der Mail herbeiphantasierte Geld gibt es natürlich nicht. Für mich nicht. Für dich nicht. Für niemanden. Ich will in Wirklichkeit nur dein Geld, und meine Geschichte ist so etwas wie der Wurm an einem Angelhaken. Wer religiös genug ist, glaubt vielleicht sogar, dass er von jemandem, der ihn nicht einmal mit Namen ansprechen kann, einen Millionenbetrag in die Hand gedrückt bekommt. Und wer das glaubt, wird gierig. Religion und Gier lagen immer eng zusammen, deshalb machen wir Vorschussbetrüger auch immer wieder einmal die fromme Nummer.

Alles, was ich von Ihnen verlange ist, um sicherzustellen, dass Sie dieses Fonds zu verwenden für die Arbeit Gottes zu seinem göttlichen Zweck und für die Menschheit zu erfüllen. Es ist klar, dass ich kenne dich nicht, aber Gott gewusst, dass du mehr als ich jemals zu tun. Zu diesem Zweck beuge ich meine Knie und bete für euch, Der Herr segne euch reichlich, wie Sie dieses Geheimnis zu Nächstenliebe und Humanitäre Dienst erfüllen. So sind Sie zu 60% der Mittel für diese humanitäre Mission zu verwenden, während 10% geht an meine Familie Rechtsanwalt und 30% geht an Sie für Ihre Treue zu Gott und der Menschheit.

Wer dann fromm und gierig ist, malt sich drei Millionen Dollar vor seine vom Teufel verblendeten Glubschen und bedankt sich bei Gott. Und wenn er mir dann antwortet, dann lernt er ganz schnell meine Freunde aus unserem Lieblingspuff kennen, die ihm am Telefon und per Mail bearbeiten und vermutlich auch ganz schnell und schrecklich vorspielen, dass ich erst im Sterben liege und dann tot bin und dass das Geld jetzt ganz schnell vor den gierigen, bösen Verwandten gesichert werden muss. Je schneller, desto besser — denn in Eile wird der Verstand abgehängt. Leider ist da diese Gebühr und jene Gebühr, und da müssen wir noch eine Beglaubigung anfertigen lassen und dort noch ein Papierchen, so dass wir einem gierigen Gläubigen schnell ein paar tausend Euro rausleiern (für die er sich auch gern noch verschulden darf), die er uns anonym über Western Union und MoneyGram rüberschiebt und nie wiedersieht. Wenn dann plötzlich der Kontakt abbricht, kann er seinem Gott in aller Ruhe die Ohren vollflennen, wir verprassen sein Geld mit Koks, Puffbrause und Nutten.

Schließlich möchte ich Sie für mich in Bezug auf meine gesundheitliche Situation zu beten, weil ich kommen, um herauszufinden, dass alles gibt es eine Jahreszeit haben, und eine Zeit, um alles Vorhaben unter dem Himmel. (Prediger 3,1-8) Möge die Gnade unseres Herrn, die Liebe Gottes und die süße Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch jetzt und für immer mehr sein, Amen.

Also komm, Opfer, komm und bete mit mir. Je schneller du ein Stück von der Dummheit, die in deiner Religion steckt, gefühlsmäßig in den Kontakt zu mir rüberholst, desto besser für meine Betrugsnummer.

Hochachtungsvoll

Mrs. Sheila Hancock

Voller Verachtung für seine Opfer und alle echten menschlichen Werte

Dein Vorschussbetrugsspammer

Hinweis: Ich habe immer ins Deutsche zu übersetzen durch Google Transaktion, lass es mich wissen, wenn Sie schreiben und lesen in Englisch für eine einfache und reibungslose Kommunikation per E-Mail.

Hinweis: Ich schreibe sogar Leute an, die nicht einmal meine Sprache sprechen. Weil es ja viel mehr Deutschsprachler auf der Welt gibt als Menschen, die Englisch können. Wer spricht schon Englisch auf Gottes großer Welt? Da schreibe ich lieber in einem Stil, der klingt wie ein kaputter Motor. Verstehst du?! Nein?! Auch egal. Wer dabei nicht stutzig wird, ist eh zu intelligent für unseren Betrug. Also schön gläubig sein.

PS: Ach ja, du Shiela mit deinen angeblichen Millionen, für dich habe ich auch noch eine Bibelstelle, und zwar Mk. 10, 23:

Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!

Aber das hast du wohl nicht in deinem Rosinenpickertraktat gefunden…

Guten Tag

Freitag, 1. März 2013

Alle Zeilenumbrüche aus dem Original, denn dieser Spammer hat es nicht so damit, sich ein bisschen Mühe zu geben:

Guten Tag,

Ich weiß, dass diese E-Mail wird Ihnen als Überraschung [sic!, da wir noch nie getroffen, bevor [sic!], Mein Name Zuliu Hu ist, arbeite ich mit Hang Seng Bank hier

Hong Kong. I brauchen [sic!] Ihre Hilfe bei der Durchführung einer Transaktion bei [sic!] 15,5 Millionen Dollar

USD Ich beabsichtige, 30% der gesamten Mittel als Ausgleich für Ihre

Hilfe [sic!]. Ich werde Sie über die vollständige Transaktion benachrichtigt nach Eingang Ihrer

Zu beantworten [sic!], und ich werde die Details geben [sic!]. Sollten Sie Interesse haben?

Bitte senden Sie mir:

1.Full [sic!] Namen

2.Private Telefonnummer

3.Current [sic!] Wohnadresse

Bemühen, mich unter (hzuliufred (at) yahoo (punkt) com (punkt) hk)

Mit freundlichen Grüßen,

Zuliu Hu

Hallo, nicht kennen dich, ich sein Vorschussbetrugdepp angeblich von Hong Kong Lieblingsbank, und ich so schlecht Deutsch bemühen, dass. Auch formatieren von Mails nicht so mir Stärke. Meines Satzstummel so mies, dass nur Deppens können reinfallen auf dürftiges Story.

Du fallen rein trotzdem auf subterfuge. Gut, davon ich leben.

Mit mechanischen Grüßen

Dein dummer Vorschussbetrugsspammer

Diese Mail aus der Anstalt für geistig minderbemittelte Menschen und sonstige stümpernde Internet-Betrüger wurde mir von B. H. zugesteckt…

27.02.2013 Offener Rechnungsbetrag Nr. 707911954 für N. N.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Wichtiger Hinweis vorab! Es handelt sich nicht um Rechnungen. Die Dateianhänge sind gefährliche, aktuelle Schadsoftware. Wer unter Microsoft Windows in die ZIP-Archive hineinschaut und diese Datei doppelklickt, hat verloren. So genannte „Antivirusprogramme“ werden in vielen Fällen keinen Schutz bieten.

An Stelle von N. N. stand der vollständige Name des Empfängers, also Vorname und Nachname.

Sehr geehrter Kunde N. N. [auch hier wieder der Name],

im heutigen Geschäftsleben hat man „viel um die Ohren“ und muss an eine Menge Dinge gleichzeitig denken. Dass einem dabei mal etwas entgehen kann ist ganz natürlich. Gerade konnte unsere Buchhaltung bezüglich der beigefügten Rechnung noch keinen Zahlungseingang feststellen.

Wow, nicht nur, dass die Spammer eine namentliche Ansprache hinbekommen, sie können inzwischen auch vernünftig formulieren. Ich halte eine gut formulierte Spam mit persönlicher Ansprache für sehr gefährlich. Die kleine Schwäche mit dem Wort „Kunde“ vorm Namen wird vermutlich in kommenden Spamwellen behoben sein.

Datum: 13.01.2013 bestätigt von N. N. [im Original der Name]
Offene Rechnung: 645,79 Euro
Aktikelnummer: 7905615507
Gebühren Ihrer Mahnung: 7,00 Euro

Den hübschen Eindruck trübt es ein bisschen, dass hier eine „Rechnung“ von fast 650 Euro behauptet wird, ohne dass in kundenverständlicher Weise klargemacht wird, welcher damit zu bezahlende Artikel sich denn hinter der lustigen Ziffernfolge verbirgt. So würde niemand schreiben, der seine Kunden nicht gerade verachtet.

Wir bitte [sic!] Sie den gesammten Betrag unter Angaben Ihrer Bestellnummer [sic!] bis zum 06.03.2013 auf das im Vertrag angegebene Konto umgehen [sic!] zu überweisen [sic! Punkt fehlt!] Sofern Sie den vorgenannten [sic!] Termin nicht einhalten, werden wir Ihnen weitere Zinsen [sic!] und Mahnkosten berechnen.

Hier zeigen sich erste Schwächen im Text. Offenbar haben die Spammer den ersten Absatz aus einer richtigen Mahnung entnommen, aber für diesen Teil waren sie ein bisschen auf sich selbst gestellt und klingen auch prompt weniger überzeugend. Der Stilbruch ist kaum zu übersehen.

Sollte der angemahnte Betrag nicht fristgerecht bei uns gebucht werden, werden wir ohne weitere Vorwarnung unseren Rechtsanwalt mit der Klageerhebung beauftragen. [sic!]

Und was ein gerichtliches Mahnverfahren ist, scheint dieser ganz tolle Kaufmann aus der Phantasie eines Spammers auch nicht zu wissen, sonst hätte er davon gesprochen, dass er die Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheides veranlassen würde. Was dem Spammer hier entgegenkommt, ist allerdings, dass die meisten Menschen in Deutschland trotz eines ganzen Jahrzehntes der Beschulung keine juristischen Kenntnisse haben und deshalb diese Schwäche ebenfalls nicht bemerken können — und möglicherweise von diffuser Angst getrieben das tun werden, was der Spammer von ihnen will.

Und das ist in diesem Exemplar der Spam noch nicht einmal explizit erwähnt. Der Mail hängt ein ZIP-Archiv an, in dem sich wie üblich eine ausführbare Datei für Microsoft Windows befindet, und keineswegs irgendeine Rechnung. Wer diese scheinbare Rechnung unter dem Betriebssystem Microsoft Windows „öffnet“, startet damit Software, die ihm von Kriminellen zugestellt wurde und hat sofort einen Computer anderer Leute auf seinem Tisch stehen — und die Kriminellen werden diesen Rechner zu nutzen wissen.

Mit freundlichen Grüßen www.conrad.de Ida Beck

Nein, das ist nicht freundlich, kommt nicht von Conrad und der Name stimmt natürlich auch nicht.

Diese Mail gibt es in verschiedenen leicht abgewandelten Formulierungen, aber immer mit namentlicher Anrede (im Zitat der folgenden Mail ebenfalls unkenntlich gemacht):

Sehr geehrter Kunde N. N,,

jedem kann es einmal passieren, dass man eine Rechnung übersieht. Bedauerlicherweise konnte unsere Buchhaltung bezüglich der beigefügten Rechnung noch keinen Zahlungseingang finden.

Bestelldatum: 28.01.2013 bestätigt von N. N.
Offene Rechnung: 378,79 Euro
Aktikelnummer: 41746513
Kosten dieser Mahnung: 2,00 Euro

Wir bitte [sic!] Sie diesen Betrag unter Angaben Ihrer Bestellnummer [sic!] bis zum 27.022013 [sic!] auf das im Vertrag angegebene Konto umgehen [sic!] zu überweisen. Falls Sie den genannten Termin nicht einhalten, werden wir Ihnen weitere Zinsen [sic!] und Mahnkosten berechnen müssen.

Sollte der angemahnte Betrag nicht fristgerecht bei uns eingehen, werden wir ohne weitere Ankündigung unseren Rechtsanwalt mit der Klageerhebung beauftragen. Wir würden diesen Schritt bedauern und hoffen aus diesem Grund auf Ihre Einsicht.

Mit bestem Dank für Ihr Vertrauen in pixum Nora Albrecht

Im Moment häufen sich Hinweise von Lesern von Unser täglich Spam auf derartige Mails mit persönlicher Ansprache. (Ich habe noch weitere Beispiele vorliegen. Es sind allesamt Leserzuschriften. Ich selbst bin sehr sparsam mit meinen Daten, und das scheint ein hinreichender Schutz zu sein. Ich bitte ferner mir persönlich bekannte Menschen grundsätzlich darum, niemals meinen Namen zusammen mit meiner Mailadresse auf so genannten „smart phones“ vorzuhalten, weil auch dort über trojanische Apps Adressmaterial für die Spam gesammelt wird — und ausgerechnet Facebook mit seiner überaus beliebten „App“ ist einer der übelsten Spammer.) In einer der hier zitierten Mails wurde ein korrekter Vorname angegeben, der im Internet nicht verwendet wurde. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Kriminellen große Mengen Daten eingekauft oder abgegriffen haben. Vielleicht haben sie aber auch einfach nur trojanische Apps für Wischofone gebaut, kleine Spielchen und anderes sinnfreies Zeugs, das im Hintergrund ganze Adressbücher irgendwo ins Internet funkt. Wenn ich heute Krimineller wäre, würde ich mir jedenfalls auf diesem Weg mein Datenmaterial beschaffen — denn in den so genannten „smart phones“ (for less smart people) kombiniert sich die Security-Blauäugigkeit der Neunziger Jahre mit der gereiften Internet-Kriminalität der Zehner Jahre. Unfassbar, was sich Anwender dieser persönlichen Computer, die oft bemerkenswert weit in die Intimsphäre hineinragende Daten verarbeiten, alles völlig unreflektiert bieten lassen, wenn sie nur ein bisschen Spielkram in der Tasche haben.

In den kommenden Tagen wird eine Flut personalisierter und zumindest teilweise überzeugend formulierter Spam über die Menschen in Deutschen einbrechen. Ob diese Spam immer „nur“ zum Transport von Schadsoftware dienen wird, oder ob es auch zu den üblichen Formen des Betruges (vor allem Phishing, aber vielleicht auch personalisierte Trickbetrügereien mit dem gefälschten Absender von Freunden) kommen wird, ist noch offen. Tatsächlich ist eine trefflich formulierte Spam mit persönlicher Ansprache viel überzeugender als das übliche „Ich weiß jetzt zwar nicht einmal, wie du heißst, aber du bist mein Kunde und nun klick mal, aber ganz dringend“, das die Spam bislang stark geprägt hat und das auch für naivere Zeitgenossen leicht als Spam zu erkennen war.

Meinen Tipps zur Vorbeugung, die ich kürzlich in dieser Sache gegeben habe, kann ich nichts mehr hinzufügen — außer der eindringlichen Wiederholung der Empfehlung, eine E-Mail-Adresse, über die man Spam mit namentlicher Ansprache erhält, so schnell wie möglich stillzulegen und durch eine andere E-Mail-Adresse zu ersetzen. Der damit verbundene Zeitaufwand ist wesentlich geringer als der zeitliche und nervliche Aufwand, den man teilweise für viele Monate haben kann, wenn man nur ein einziges Mal auf eine gut gemachte Spam hereingefallen ist und in der Folge einen Rechner anderer Leute auf dem Tisch stehen hat.

Ganz allgemein gilt: Niemals in Panik versetzen lassen, wenn einem eine alarmierende Mail zugestellt wird! Richtige Mahnungen und Rechnungen kommen beinahe immer mit der Sackpost. Und richtige geschäftliche Mails enthalten beinahe immer eine Telefonnummer für eine Rückfrage (das werden die Spammer in einer Verfeinerung der Masche auch noch machen, und zwar mit kostenpflichtigen Telefonnummern). Niemand muss Rechnungen für Waren bezahlen, die er nicht erhalten hat. Niemand muss solche Rechnungen auch nur beachten. Schon gar nicht, wenn sie in Form einer nicht digital signierten und damit beliebig fälschbaren E-Mail kommen, die in alarmierendem Ton und unter Nennung erheblicher Geldbeträge um Aufmerksamkeit buhlt.

Wer sich in Panik versetzen lässt, neigt zum unvorsichtigen Klick und schenkt der organisierten Internet-Kriminalität damit leicht seinen Rechner und sein Internet — und wird in vielen Fällen ein paar Wochen später mit der Polizei zu tun bekommen, die selbstverständlich den Anschlussinhaber ermittelt, über dessen Internetzugang Straftaten begangen werden. (Zum Beispiel werden derartige Spams über feindselig übernommene Privatrechner versendet.) Dass über Trojaner selbstverständlich Passwörter mitgelesen werden, dass alle greifbaren Daten abgegriffen und an Kriminelle übermittelt werden und dass eventuelles Online-Banking manipuliert wird, kommt zu diesem Ärger hinzu.

Wer sich nicht in Panik versetzen lässt, denkt nach, bevor er etwas tut — und stellt zudem fest, dass Dateinamensendungen wie .pdf.exe in einem E-Mail-Anhang ein ganz schlechtes Zeichen sind. Eine Haltung, sich niemals von einer E-Mail in Panik versetzen zu lassen, ist ein besserer Schutz vor kriminellen Attacken als jedes Schlangenöl einer so genannten „Antivirensoftware“.

Von der „guten“ alten Zeit, in der ein Spammer sein Opfer nicht ansprechen konnte, müssen wir uns jedenfalls verabschieden. Heute weiß der Spammer in vielen Fällen zumindest, wie sein Opfer heißt — und bleibt selbst unerkannt, verschanzt sich hinter gefälschten Absendern und missbrauchten (und dadurch in den kriminellen Dreck gezogenen) Firmierungen. Diese Entwicklung ist übrigens ein guter Anlass, E-Mail endlich grundsätzlich digital zu signieren, um den Absender und den unveränderten Inhalt jenseits jeden vernünftigen Zweifels sicherzustellen — und überall darauf hinzuwirken, dass das in geschäftlichen Dingen ein Standard wird. Wer Geschäfte im Internet betreibt und sich verweigert, digital signierte E-Mail zu verwenden, ist mitverantwortlich für den Erfolg der Internet-Kriminalität und die Leichtigkeit, mit der Betrugsmaschen durchgeführt werden können. Diese einfache Wahrheit muss immer und immer wieder thematisiert und kommuniziert werden! Digitale Signatur ist keine obskure Raketentechnologie, sondern ein Verfahren, das seit über einem Jahrzehnt jedem Menschen kostenlos und in benutzerfreundlichen Schnittstellen zur Verfügung steht. Die Alternative zur digitalen Signatur ist ein Kommunikationsmedium E-Mail, das beliebige und unüberprüfbare Manipulationen durch Kriminelle ermöglicht. Und das ist angesichts der Internet-Kriminalität keine Alternative.

Guten Tag.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Danke für den Punkt am Ende des Betreffs!

Guten Tag,

Wir haben keine verdammte Ahnung, wie du heißst… ach nee…

wir haben Instrumente anzubieten, dank dessen Sie die Abrufquote auf der Webseite bis 10000 Aufrufen täglich – ohne zusätzliche Kosten für Werbekosten – erreichen können.

…wir haben „Instrumente“ anzubieten, mit denen du jede Menge Leute auf deine tolle Website nötigen kannst. Leute, die sonst eher nicht kommen würden, was vermutlich an deiner Website liegt. Was das für Instrumente sind? Zwicken mit glühenden Zangen? Streckbretter? Bohrmaschinen zum Durchlöchern des Fingernagels? Oder einfach nur schmerzhaft dumme Spam? Das müssen wir dir nicht sagen. Wenn du auch total heiß auf Katzen im Sack bist…

Für mehrere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website unter:

http://www.eurodirectories.net/de/

…lässt du dich doch bestimmt nicht davon abhalten, dass diese Katzen auch noch gefährlich sind, weil du dafür in die asoziale Spam von Kriminellen klicken musst.

Mit freundlichen Grüßen
European Directories

Mit mechanischen Grüßen
Europäische Spamdatenbank

Und nicht vergessen…

http://www.eurodirectories.net/de/

…auf den Link zu einer Website von Spammern zu klicken. Deshalb schreiben wir den gleich zweimal rein. Wenn du nämlich genug Hirn für die Benutzung des Scrollbalkens an einem Fenster hast, wenn unser erster Dreckslink aus dem Anzeigebereich gescrollt ist, dann bist du bereits zu intelligent, um auf derartig plumpe Spammaschen windiger Adresshändler reinzufallen.