Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

hello

Freitag, 1. November 2013

Oh, ein Betreff, der wieder eine Qualitätsspam verspricht.

Dear Friend

Ich habe keine Ahnung, wer du überhaupt bist.

My name is Mrs Sonia Suarez legal attorney to Cataluсa Investment Agency, Madrid -Spain. I want to invite you for a transaction worth several million dollars left unclaimed by the late Libyan Leader, Moarmmar Gadhafi who died intestate in October 11th 2011. Please if you are interested to execute this profitable transaction with me. Kindly get back to me and i will tell you more details about the issue.

Ich selbst habe einen schönen Namen und einen tollen Job in Madrid. Dass das stimmt, verspreche ich dir bei meiner gefälschten Absenderadresse. Und weil ich so einen schönen Namen und so einen tollen Job habe, bekam ich es auch mit Leuten wie Gaddafi zu tun, die hier die Millionen nur so herumliegen ließen. Und weißte was, Idiot! Das Geld will ich nur mit dir zusammen flüssig machen. Es geht nur um ein paar Milliönchen, da muss man sich ja nicht kennen, wenn man ins vorgebliche Betrugsgeschäft kommt. Schreib mir einfach mal zurück, und ich erzähle dir jede Menge heiterer Spamlügen aus tausendundeiner Nacht!

I look forward to hear from you soon, thank you.

Hoffentlich fallen wieder zwei Handvoll Trottel darauf rein und senden mir jeweils hunderte von Euro als Vorleistung über Western Union zu. Du kannst dir nicht vorstellen, wie teuer mein Stammbordell ist… ach, du hast wirklich geglaubt, wenigstens mein Geschlecht stimme. Du bist genau der Richtige. Also antworte mir, aber…

NOTE: Send your reply me to my confidential E-mail: soniasuarez (at) europe (punkt) com

…klick dazu nicht in deiner Mailsoftware auf „Antworten“, denn natürlich stimmt die Absenderadresse der Mail nicht. Ich muss doch irgendwie durch die Spamfilter kommen.

Regards

Mrs Sonia Suarez.

Mit Gruß vom dummen Vorschussbetrugsspammer.

Aktualisieren Sie Ihr MasterCard Konto

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Aber ich habe gar kein MasterCard-Konto…

Bitte beachten Sie, dass wir von nun an unsere neue online banking Echtheitsprozedur einleiten werden, um die Privaten Informationen von allen online banking Nutzern zu schützen.

Eine Anrede ist das, worauf wir verzichten.

Bitte beachten Sie, dass wir auch nicht wissen, wie das mit der Groß- und Kleinschreibung funktioniert und – von solchen Fehlern abgesehen – generell ein ganz seltsames Deutsch schreiben.

Sie werden dazu aufgefordert ihre Online banking Details für uns zu bestätigen,

Ja, dieser Satz endet mit einem Komma, wie eine Treppe empor zum Nichts.

Achtung! Festhalten! Das knalldumme Stakkato zusammenhangloser Sätze im folgenden Absatz der Phishing-Spam kann nichts und niemand in seiner gnadenlosen Entfaltung bremsen!

Wir werden die benötigten Schritte einleiten um ihren Account wiederherzustellen. Wir bedanken uns für ihr Verständnis während wir daran arbeiten ihre Account Sicherheit zu gewährleisten. Ihr Account Zugang wird befristet sein bis die folgenden Details überprüft wurden. Wir bedanken uns für ihre schnelle Aufmersamkeit zu diesem Problem, bitte berücksichtigen Sie, dass dies eine Sicherheitsvorkehrung ist um Sie und Ihren Account zu schützen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

Seltsam: Erst wurde im Beginn der Spam eine neue „Echtheitsprozedur“ für das Online-Banking „eingeleitet“, und jetzt schon hui ist der Account „befristet“, jemand muss daran arbeiten, seine „Sicherheit zu gefährleisten“ und ihn „wiederherzustellen“. Das ist aber nur eine Sicherheitsvorkehrung. Und ein Problem. Und eine Unanehmlichkeit. Danke und Entschuldigung. :mrgreen:

Na ja, immerhin haben die Idioten Umlaute in die Mail bekommen. Das ist schon nicht so alltäglich. Nachdem sie Pünktchen über die Vokale machen können, müssen sie jetzt im nächsten Schritt daran arbeiten, Sinn in die Wörter zu bekommen. Ach, apropos Schritte:

Schritt 1: Bitte downloaden Sie, dass der E-Mail angehängte Formular.

Das Öffnen eines Mailanhanges ist der neue Download.

Schritt 2: Bitte öffnen Sie das Formular mit Ihrem Internet Browser. *Beachten Sie (Wenn Sie das Formular durch zweifaches klicken nicht öffnen können, dann klicken Sie bitte ihre Maus rechts und gehen Sie zu „Öffnen mit“ und wählen Sie dann bitte Ihren Browser.

Fragen sie sich auf gar keinen Fall, warum ihnen ein HTML-Dokument als Mailanhang zugestellt wurde und nicht einfach ein Link auf die MasterCard-Seite gesetzt wurde (oder warum nicht ganz einfach eine Aufforderung kam, sich normal einzuloggen)! Öffnen sie einfach eine Datei, die ihnen von einem Spammer zugestellt wurde, in ihrem Browser!

Und dann fragen sie sich nicht eine einzige Sekunde lang, warum zum hackenden Henker…

Screenshot des Phishing-Anhanges der Spam

…sie MasterCard in einem so aufwändigen, aber nirgends vernünftig begründeten Verfahren lauter Dinge sagen sollen, die MasterCard schon lange weiß! Stattdessen…

Schritt 3: Wenn Sie das Formular ausgefüllt haben klicken Sie bitte auf bestätigen.

…einfach einmal klicken, und sich über die kommenden Monate freuen, in denen man den ganzen Ärger mit einem abgeräumten Konto, Betrugsgeschäften und der missbrauchten Identität hat.

Die eingegebenen Daten werden an die IP-Adresse 176.28.54.2xx gesendet. HostEurope ist selbstverständlich bereits über dieses laufende Phishing unterrichtet – und wird sich wohl damit abfinden müssen, dass eventuelle Außenstände von den Verbrechern nicht mehr bezahlt werden. Natürlich haben die für ihre Serverbestellung eine gephishte Identität missbraucht.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Herrmann
Sicherheitsteam Telefonbanking
Online Kredit, Girokonto, Vermögensberatung und Altersvorsorge | MasterCard

Mit mechanischem Winkewinke
Ihr Phishing-Spammer mit das gute Deutsch.

12-Hours Only! Order now!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Wie, nur 12 Stunden? So schnell werden eure kriminellen Dreckssites wieder vom Netz genommen? Gefällt mir!

Dear user nachtwaechter,

Lieber Spammer uspfizersale, ich bin doch gar kein „user“ bei dir, sondern ein Empfänger deiner verrotteten Drecksspam. Und…

It’s lowest prices on the net:
– Super.Cilais – 1.82$
– Pfizer-Vigara – 0.67$
– Top.Propceia – 0.24$
– US-Levtira – 1.66$

…die niedrigen Preise deiner darin so freundlich angebotenen Giftpillen können leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass du ein Spammer und Betrüger bist. Zudem lässt die besondere Eingeschränktheit deines pharmazeutischen Interesses keine besonders erfreuliche Meinung von deinen intellektuellen Befähigungen aufkommen. Wenn sich das Blut so lange nur im Schwellkörper ansammelt, jappst der Brägen vergebens nach Luft.

and much more.

In der Mail war offenbar kein Platz mehr, um dein Angebot vollständig zu beschreiben.

Order here http (doppelpunkt) (doppelslash) 060 (punkt) reekdoctor (punkt) ru (slash) (fragezeichen) discount (gleich) xxxxxxxxxx

[Eindeutige ID von mir unkenntlich gemacht – da stand eine zehnstellige sedezimale Zahl anstelle der „x“-Zeichen…]

Moment, wie nennst du dich in deiner Drecksspam? „USPFizerSale“? Und dann bevorzugst du eine Website in der russischen TLD? Das wirkt wieder einmal sehr überzeugend!

Compensation Transfer Details

Dienstag, 29. Oktober 2013

Hello Beneficiary

Hallo Unbekannter,

I am Florent Louis, Western Union/European Union Payout Officer in charge of processing and remitting payment to all Beneficiaries of the European Union Compensation Scheme. We have $2,000,000.00 USD (Two million US Dollars) of your compensation funds from the European Union Government (EU).

ich keine deinen Namen nicht, habe mir für mich selbst einen tollen Namen und vor allem einen extratollen Job ausgedacht und will dir Unbekanntem zwei Millionen US-Dollar in die Hand drücken. Zwar nimmt man in der Europäischen Union, der du dieses Geld angeblich zu verdanken hast, eine ganz andere Verrechnungseinheit für den gesellschaftlichen Irrsinn, aber lass dich davon nicht in deiner Freude über den unerwarteten Geldregen trüben. Vielmehr…

Please be informed that the funds are coming directly from the European Union (EU) Funds Headquarters in Paris France. It is a Compensation from the European Union (EU) to all Victims of Global financial and Economic Meltdown. We have been authorize to Transfer your full compensation payment of $2,000,000.00 USD (Two million US Dollars) through Western Union Money Transfer. IMPORTANT NOTE: TO START RECEIVING $5000 USD DOLLARS DAILY, A EUROPEAN UNION (EU) BENEFICIARY REMITTANCE FILE MOST BE OPENED FOR YOU.

…glaub mir einfach, dass der ganze Zaster direkt von der Europäischen Union kommt. So wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Als Ausgleich. Für Leute, die nicht einmal namentlich angesprochen werden können. Damit ich meinen Vorschussbetrug weiter ausbreiten kann, sei doch jetzt bitte mal so dumm und so nett und sag mir…

You are required to provide these details to enable us proceed with your transfer;

Full Names,
Country,
Occupation and with your direct telephone number,

to the contact person below.

…wer zum hackenden Henker du überhaupt bist.

Und vor allem:

Contact Mr. Florent Louis Office for the receiver’s information, the MTCN Number and Senders’s Name and Address.

Western Union Payout Officer
Name: Florent Louis
Email: fredkkaoo (at) hotmail (punkt) com

Beantworte diese Mail auf gar keinen Fall, indem du in deiner Mailsoftware auf Antworten klickst. Der Absender ist nämlich gefälscht. Wenn du die müde Betrügerstory glaubst, die ich dir aufgetischt habe, störst du dich ja sowieso nicht weiter daran, dass angebliche Auszahlzahlungshanseln von Western Union für Millionengeschäfte eine kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse bei Hotmail verwenden.

©2013- Western Union Holdings, Inc. All Rights Reserved.

Keine doofe Spam ohne proklamiertes Urheberrecht!

Diese Spam wurde mechanisch erstellt und ist auch ohne freundliche Grußformel nicht die Elektronen wert, die für den hirnlosen Schwachfug durch die Datennetze gehen mussten.

Bitte Selbst Durchzuführen

Sonntag, 27. Oktober 2013

Oh, das wird wieder Qualitätsspam…

Sparkasse.de Logo

Einfach kein Logo in die HTML-formatierte Spam einbetten, sondern diesen Text reinschreiben. Das erweckt den Eindruck großer Echtheit. (Es ist vermutlich bei einem kleinen „Unfall“ mit der Zwischenablage passiert, dass der ALT-Text des Bildes anstelle des Bildes kopiert wurde.)

Sehr geehrter Kunde,

Als vorbeugende Maßnahme aller unserer Kunden ist es erforderlich, Ihr Online Banking zu aktualisieren. Bitte klicken Sie auf den folgenden

Konto Sparkasse

Um die Aktualisierung selbst durchzuführen.

So so, „das Online-Banking aktualisieren“. Weil sonst bleibt das alt. Sonst sehe ich bei Aufruf der Website meiner Sparkasse die alte Website, während alle anderen die neue sehen.

Die Sparkasse möchte sicherzustellen, dass jedes halbe Jahr eine System-Verifikation durchgeführt wird, um bessere Dienstleistungen für unsere Kunden bereitzustellen.

Ich wollte, diese miese Phishing-Spam käme nur jedes halbe Jahr und nicht jeden Tag!

Nach der Aktualisierung wird Sie einer unserer Mitarbeiter kontaktieren, um den gesamten Prozess zu vervollständigen.

Wer drauf reinfällt, wird gleich hinterher angerufen und es werden ihm noch ein paar TANs von den Kriminellen rausgeleiert, damit die „Geschäftchen“ damit gemacht werden können.

Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, werden Sie wie gewohnt, Ihr Online-Banking mit der Sparkasse verwenden können.

Wer macht, was der Spammer von ihm will, nimmt keine Änderung wahr. Das muss dieses „Bereitstellen besserer Dienstleistungen“ sein, von dem weiter oben die Rede ist.

Wir wollen Ihnen im Voraus für Ihre Mitarbeit danken.

Bei solchen Hohlphrasen ist man ja schon vor dem Essen satt.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Sparkasse

Mit ausgelöstem Gruseln
Dein Phisher

Das miese Phishing quillt zurzeit wie eine Flut aus Exkrementen ins Postfach. Alles, was dazu zu sagen wäre, habe ich schon im September gesagt

Ihr Onlin-Konto Aktualisierung.

Freitag, 25. Oktober 2013

Oh, mal wieder Qualitätsphishing… :mrgreen:

Danke übrigens, unbekannter Spammer, für das Pünktchen am Ende des Betreffs, das ein Mensch so gut wie nie, ein mit unverstandenen Skripten rumstümpernder Spammer hingegen recht häufig setzt. Diese simple Regel filtert mir so viel Müll aus. 😉

Gefälschter Absender der Spam ist info (at) sparkasse (punkt) de, aber natürlich kommt dieser Dreck nicht von der Sparkasse, was auch Menschen mit verdorrtem Denkmuskel beim Lesen schnell klar wird:

Sehr geehrter Kunde,

Als vorbeugende Maßnahme alle unsere Kunden sind erforderlich, um Bankkonto zu aktualisieren. Bitte durch diesen Link gehen, um die Aktualisierung selbst zu tun.

So so, „durch diesen Link gehen“. Was fehlt da? Ach ja, der Link fehlt…

SparkasseBank sicherzustellen, dass System-Verifikation sorgen jeden Monat, um bessere Dienstleistungen für unsere Kunden valable bereitzustellen.

Nach dem Update wird sie einer unserer Mitarbeiter kontaktieren, um den gesamten Prozess zu vervollstandigen. Wenn der Vorgang abgeschlos
werden Sie wie gewohnt, ihr online-Banking mit der Sparkasse verwenden können.

Und wenn ihr Hirn ausgeworf, dann könnten sie das sogar machen.

Wir wollen Ihnen im Voraus für Ihre Mitarbeit danken.

SPARKASSE KONTO
Mit freundlichen Grüßen,
Sparkasse.

Toll, das SPARKASSE KONTO hat mir geschrieben. Das ist eben ein sehr mitteilsames Konto. :mrgreen:

Foto und Video MMS

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Dieser gefährliche Müll kommt mit Absendern @t-mobile (punkt) de, aber natürlich ist dieser Absender gefälscht.

Absender: +4916001793165

MMS:

Tja, unter MMS ist ein leeres Kästchen. Da muss mir der freundliche Spammer auch gleich mal erklären, was eine MMS ist und wieso zum Henker ich die bekommen kann, obwohl ich gar kein Handy benutze, sondern meine Mail abhole:

MMS empfangen – auch per E-Mail

Brieftauben empfangen, auch per Telefon.

< Bis zu 1000 Zeichen Text je MMS

Toll, das muss dieser Fortschritt sein, dass man jetzt E-Mail über eine ungeeignete Schnittstelle schreiben kann, und dazu auch noch Einschränkungen hat.

< E-Mailadressen oder ins Telekom Festnetz bis 300 KB

Dieser Satz oder ab Hauptbahnhof Hannover kein Verb und kein Sinn.

< Der Empfang von Foto und Video MMS im Inland ist kostenlos. Wenn Sie eine MMS an eine E-Mail senden, erhält der Empfänger eine E-Mail mit Anhang
2). Falls der Empfänger kein MMS-fähiges Handy besitzt, kann er Ihre Nachricht auf der Website www.mms.t-mobile.de abholen und auch weiterleiten
2). Den nötigen Link und das individuelle Passwort auf der Website erhält er per SMS.

So kommen wir zweimal zu zweitens, denn doppelt hält ja bekanntlich besser. Aber ich habe gar nicht vor, überteuert Medien über ein Händi zu versenden, sondern ich habe eine Drecksmail erhalten. Schon dumm, wenn ein Idiot von Spammer sich den Text der Spam von irgendwo zusammenkopiert und nicht einmal genug Deutsch kann, um zu bemerken, dass sein hirnloses Gestammel nicht den geringsten Sinn ergibt.

Was gar nicht klar wird, wenn man diesen faden Sprachbrei liest, ist, dass die Spam auch noch einen Anhang hat. Der soll offenbar die angebliche MMS sein. Wie üblich handelt es sich um ein ZIP-Archiv, und darin liegt eine Datei mit der Namenserweiterung .jpg.exe, also eine von Spammern zugestellte ausführbare Datei für Microsoft Windows, die versucht, so zu tun, als sei sie ein JPEG-Bild. Was davon zu halten ist, sollte allein aus dieser Beschreibung klar werden. Wer diese EXE ausführt, weil er ein Bild betrachten möchte, das von einer unbekannten Person über ein obskures Verfahren zugestellt wurde und mit einer merkwürdigen Mail angekommen ist, hat hinterher einen Computer anderer Leute auf seinem Schreibtisch stehen.

Die Schadsoftware wird zurzeit von weniger als der Hälfte der gängigen Antivirus-Programme als Schadsoftware erkannt. Immer noch sind die Hersteller und Verkäufer von Antivirus-Programmen der Meinung, dass es legitime Gründe geben kann, eine ausführbare Datei für Microsoft Windows über einen irreführenden Dateinamen als ein anderes Dateiformat zu tarnen – eine an sich sehr primitive Masche in der Spam, die bereits seit Jahren läuft. Oder anders gesagt: Die Anwender der Antivirus-Programme mit ihrem Schutzbedürfnis bei der Computernutzung sind den Herstellern und Verkäufern der Antivirus-Programme so gleichgültig, dass einfachste Muster, die nur zur Irreführung von Menschen dienen können und die von Verbrechern seit Jahren zur Irreführung von Menschen benutzt werden, beim angeblichen „Scan“ nicht berücksichtigt werden.

Wer trotzdem auf dieses Schlagenöl vertrauen will, der vertraue! Leider ist Dummheit nicht verboten. (Sonst würden auch ganze Geschäftsmodelle zusammenbrechen.)

Noch so eine Mail

Der Unsinn mit den MMS-Nachrichten per E-Mail, die in einem Anhang Schadsoftware enthalten, kommt gerade massiv zurück – ich habe sehr viel von dieser Spam im Sieb.

Natürlich gibt es derartige Spam auch in mies… also ohne den Versuch, einen erläuternden Text reinzuschreiben. Etwa so wie dieses Prachtexemplar der Gattung Inhaltsleer vom gefälschten Absender noreply (at) mms (punkt) eplus (punkt) de mit dem tollen Betreff „MMS“:

24102913AXCPERNM

„In einer solchen Mail möchte man doch sofort herumklicken“, scheint sich der völlig enthirnte Verbrecher bei seiner Idee gesagt zu haben. Der Anhang ist wieder ein ZIP-Archiv, in dem sich eine ausführbare Datei für Microsoft Windows befindet, die nicht einmal versucht, mit einer Fake-Extension wie etwas anderes auszusehen – aber das Icon erweckt natürlich den Eindruck einer Bilddatei. Diese Schadsoftware wird zurzeit nur von einem guten Zehntel der gängigen Antivirus-Programme als Schadsoftware erkannt. Gut, dass es ein handelsübliches Gehirn in einem solchen Kontext viel leichter hat… 😉

Ich kann es aber dennoch nicht häufig genug sagen: Mails mit einem ZIP-Archiv im Anhang stinken. Unverlangt zugestellte Mails mit Anhang sollten nur noch mit der Kneifzange angefasst werden, und auch bei verabredeten Mails ist eine gewisse Restvorsicht angemessen, so etwas wie eine kleine Rückfrage, bevor darin rumgeklickt wird – vor allem, wenn das ZIP-Archiv überflüssigerweise benutzt wird, um eine einzelne Datei in einem schon komprimierenden Format wie JPEG, PDF oder dergleichen zu transportieren.

Ihre Webseite – Suchmaschinenoptimierung

Dienstag, 22. Oktober 2013

Tobias Koch“ heißt jetzt „Olaf Mayer“ und hat sich – nach weiterer homöopathischer „Potenzierung“ seiner Schädelfüllmasse – einen fast schon neuen Text für seine Müllmails ausgedacht… indem er einen älteren Text kurz überarbeitet und Teile anderer älterer Texte reinkopiert hat. Dabei kam es zu meiner Freude auch zur Wiederholung eines mir sehr vertrauten Fehlers, der mir eine ganze Zeitlang diesen aufdringlichen Dreck rausgefiltert hat.

Ach ja, natürlich ging diese Spam an eine reine Honigtopf-Adresse.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe keine Ahnung, wer du bist…

wir möchten Sie zur Nutzung unseres Angebots der Optimierung Ihrer Internetseite ganz herzlich ermuntern.

…und schreibe ein ganz besonders tolles Deutsch. Damit möchte ich dich zum Lesen meines Textes mit Spamreklame für eine angebliche SEO-Dienstleistung ganz herzlich und mit wonnevollem Fühlen ermuntern, beleben und reanimieren. :mrgreen:

Die Optimierung des Services in den Suchmaschinen sind Maβnahmen [sic!], die dazu führen, Ihre Firma in den Suchergebnissen auf den höchsten Positionen zu platzieren.

Mein Deutsch ist so extratoll, dass ich wieder ein griechisches Beta „β“ anstelle des deutschen Zeichens „ß“ schreibe, weil ich einfach Teile meiner alten Texte – die ich dir unter den ausgedachten Namen „Peter Knopp“, Thomas Lipke“ oder „Tobias Koch“ geschrieben hatte – in den „neuen“ Text reinkopiert habe. Vielleicht kommt das inzwischen ja wieder durch die Spamfilter.

Je höhere Position in den Suchergebnissen erreicht wird umso mehr Personen werden Ihre Seite besuchen. Dank unserer Optimierung gewährleisten wir die Steigerung Ihrer Position in den Google-Ergebnissen.

Besonders „überzeugend“ ist meine Zusicherung allein schon deshalb, weil du meine Dreckssite niemals über Google finden wirst. Deshalb mache ich meine Reklame ja auch lieber mit illegaler und asozialer Spam, in der ich dir erzähle, dass Google-Manipulation gute Reklame ist. Wie irre wichtig Google ist, und wie unwichtig es ist, dass du mit interessanten Inhalten regelmäßige Leser bekommst, musst du mir einfach glauben. Beschäftige dich niemals mit der Wirklichkeit! Das ist schlecht für mein Betrugsgeschäft.

Die Kosten der Optimierungsdienstleistung einer Internetseite betragen lediglich 240,- EUR und sind einmal, ohne Abonnement zu leisten.

Wenn auf meine 50.000 Spams von heute morgen nur 50 Leute (ein Promille) so reagieren, wie ich das will, sind das 12.000 Euro, für die ich gar nichts tun werde. Außer mal wieder in den Puff zu gehen, natürlich…

Lassen Sie Ihre Konkurrenz weit hinter sich stehen!

So, jetzt noch eine hohl-hallige Phrase und…

Wir laden Sie auf unsere Webseite ein:

http://www.seo-pos.net/

…ein unsäglich dummer Spruch vor der Angabe der aktuell verwendeten Domain. Das ist übrigens zur Abwechslung mal eine etwas ältere, die ich auch schon einmal im Mai benutzt habe, damals aber nicht mit der heutigen Firmierung „SeoRanking“, sondern unter der Betrugsfirma „SeoPosition“. In der alten Website habe ich nur eine Grafik ausgetauscht, damit da oben jetzt „SeoRanking“ steht.

Mit freundlichen Grüßen
Seo – Ranking
Olaf Mayer

Mit idiotischer und häufig wechselnder Firmierung
Dein Betrüger auf Dummensuche
(Der die „Grüße“ jetzt aus einem Text mit „ß“ rauskopiert hat.)

http://www.seo-pos.net/

Gesehen. Gelacht. Gelöscht.

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Bitte teil mir mit, dass die Spam unter deiner Mailadresse ankommt! Keine Sorge, ich werde dir nicht dein Postfach mit irgendwelchem unerwünschten Müll zumachen. Glaub mir einfach, ich bin doch ein Spammer.