Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

DOCUMENTS

Mittwoch, 13. Mai 2015

Dies ist eine Spam ohne jeden Text, sie enthält nur einen Anhang namens DOCUMENT.zip, ein ZIP-Archiv mit der Datei DOCUMENT.exe, die ich heute sowohl mit einem PDF- als auch mit einem Word-Piktogramm gesehen habe. Dieses Klickebildchen ist irreführend, es handelt sich um eine ausführbare Datei für Microsoft Windows, die von einem Kriminellen in einer Spam zugestellt wurde. Wer darauf doppelklickt, liest kein Dokument, sondern übergibt seinen Rechner und seinen Internetzugang an die organisierte Kriminalität.

Zurzeit wird der gefährliche Sondermüll nur von rd. der Hälfte der gängigen Antivirus-Programme als das erkannt, was er ist: Schadsoftware.

Ich kann generell nur empfehlen, ZIP-Archive (und natürlich auch andere Archivformate wie .7z, .rar und dergleichen), die in Form eines Mailanhanges kommen, mit der allergrößten Vorsicht zu behandeln. Nahezu hundert Prozent der ZIP-Archive in meinem Posteingang sind Schadsoftware. Spammer packen ihre aktuelle Trojanerkollektion regelmäßig in ein Archiv, um einen Virenscanner auf dem Mailserver zu „überlisten“, denn sie leben von der Kriminalität und sind darauf angewiesen, dass ihr Müll auch ankommt (und dann manchmal vom Empfänger gestartet wird). Niemals Dateien aus einem ZIP-Archiv öffnen, wenn die Mail mit diesem Archiv nicht ausdrücklich vorher verabredet wurde! Und: Selbst dann vorsichtig sein! Die in dieser Weise zugestellte Schadsoftware ist oft sehr aktuell und wird dann von Antivirus-Programmen noch nicht sicher erkannt. Da auch der Absender einer E-Mail beliebig gefälscht sein kann, ist nicht einmal eine verabredete Zustellung von Daten in einem Archivformat sicher; erst durch Verwendung digitaler Signaturen wird es möglich, wenigstens den Absender jenseits jedes vernünftigen Zweifels zu identifizieren.

UNITED NATIONS PAYMENT RECONCILIATION OFFICE

Dienstag, 12. Mai 2015

Mit ganz WICHTIGEN GROẞBUCHSTABEN! Aber um was es eigentlich geht, wird im Betreff nicht gesagt.

UNITED NATIONS PAYMENT RECONCILIATION OFFICE
LONDON QUARTERS,
LONDON-UNITED KINGDOM

Nicht einmal für eine digitale Signatur hats gereicht. Oder auch nur für einen besseren gefälschten Absender als peterredward616 (at) gmail (punkt) com. Ich meine ja nur: Wenn man schon den Absender fälscht!

Da reißt es dieser lächerliche „Briefkopf“ auch nicht mehr raus.

Honorable Beneficiary,

Toll, ich bin ein Begünstigter — oder im „schönsten“ Deutsch der Juristen, ein „Genussberechtigter“ — aber ich habe keinen Namen.

RE: NOTIFICATION OF PAYMENT

Worum es in der Spam… ähm… hochwichtigen Mail der Vereinten Nationen überhaupt geht, sollte besser im Betreff stehen. Nach der Headerzeile Subject:. Aber dafür müsste der Spammer ja etwas von der Technik verstehen, die er zum Betrügen benutzt.

This is to notify you that United Nations Secretary General has deliberated with the world bank for a compensation payment on scammed victims from Asia, America and Europe so your name emerged as one of the lucky beneficiaries.

Schön, dass mein Name als der Name eines Begünstigten herausgekommen ist, aber das wirkte viel glaubwürdiger, wenn ich auch mit meinem Namen angesprochen würde. Es geht ja immerhin…

I write to let you know that the sum of $5,850,000.00 (Five Million Eight Hundred and Fifty Thousand United States Dollars) Only has been approved in your favor.

…darum, dass die Vereinten Nationen [!] mir [!!] grundlos 5,8 Megadollar [!!!] schenken [!!!!] wollen. Wir kennen das ja alle, dass die UN irgendwelchen Unbekannten ein paar Milliönchen gibt.

Kindly reply us immediately on how to receive it without any delay, When you respond I shall send you a copy of your Funds Approval Certificate from the United Nations. Please send your complete information details as listed below;

Also ganz schnell antworten und erstmal ein paar Daten an die „Vereinten Nationen“ senden. Zum Beispiel die für den weiteren Fortlauf des Vorschussbetruges auf der anderen Seite recht interessante Information…

Full Name:
Contact Address:
Telephone/Fax number:
Occupation:

…was denn eigentlich der Name des Begünstigten ist, der da hervorkam.

All correspondence should be direct to the below email:
peteredward728 (at) gmail (punkt) com

Natürlich können sich die „Vereinten Nationen“ keinen Server für ihre Mail leisten. Kein Wunder, wenn sie ihr ganzes Geld immer verschenken. Die unzähligen eingerichteten Adressen bei Google Mail sind für jeden Mitarbeiter in praktischer Weise durchnummeriert, damit auch jeder ein paar mehr hat.

Yours Sincerely
Mr. Edward Peter.
United Nations Co-coordinator
London- United Kingdom.

Mit schwer freundlichem Gruß vom Edward…

本信件可能包含崴凌科技機密資訊,非指定之收件者,請勿使用或揭露本信件內容,並請銷毀此信件。

…aus London.

This email may contain confidential information. Please do not use or disclose it in any way and delete it if you are not the intended recipient.

Ganz geheime Geheimsache! Bitte die Spam nach dem Lesen aufessen, wenn man nicht der richtige Empfänger war. So etwas wie Kryptografie kennen die „Vereinten Nationen“ nicht.

Kommt, Spammer, das könnt ihr besser und mit besserem Text. So macht es ja kaum noch Spaß, euch zu verspotten!

Katze im Sack…

Donnerstag, 7. Mai 2015

Rätsel des Tages: Was will mir der unbekannte Absender dieser Spam mit seiner Mitteilung sagen oder verkaufen?

Von: Lorne <curry (at) pyramidsound (punkt) com
Betreff: Sequencing Elias Schwerdtfeger Tbuy Exclusive eTabletsNow murdered [sic!]

Lbuy fTabs Here [häh?!]
http (doppelpunkt) (doppelslash) yazartarimsaldanismanlik (punkt) com (punkt) tr (slash) cofactor (punkt) php
While to the measure of his might that she is ruddy fleet and strong

Die letzte Zeile aus der Mail ist sehr kontrastarm eingefärbt und wird für die meisten Menschen nicht sichtbar.

Der Link führt übrigens auf eine Seite, die man nicht nur nicht lesen kann…

Ein kurzer Einblick in den Quelltext, dargestellt in der Quelltext-Anzeige vom Firefox

…weil die Textfarbe und die Hintergrundfarbe auf weiß gestellt sind, sondern die auch bei normaler Sichtbarkeit des Textes nichts weiter mitzuteilen hätte als dumme, völlig sinnlos wirkende Stichwörter und einen im Kontext völlig idiotischen Javascript-Fetzen, der ohne sichtbare Wirkung ausgeführt wird. Wer sich die vollständige Hirnrissigkeit dieser Website einmal anschauen möchte: Ich habe den Quelltext zu „Pastebin“ hochgeladen.

Allerdings bitte ich um etwas Vorsicht in der ganzen Sinnlosigkeit: Auf keinen Fall die oben von mir bewusst bis zur Unbenutzbarkeit verstümmelte URL in die Adresszeile des eigenen Browsers eingeben! Diese geht auf ein PHP-Skript, und das kann durchaus in Abhängigkeit vom benutzten Betriebssystem oder benutzten Browser üble Schadsoftware ausliefern, während Besucher ohne anfälliges System gar nichts bemerken. Die bloße Tatsache, dass mit Angabe des echten Namens personalisierte Spam versendet wird, um viele Menschen zum Aufruf dieser Seite zu bewegen, macht klar, dass eine Gefahr besteht.

Re:new order..

Dienstag, 5. Mai 2015

Oh, zwei Punkte, das hatte ich lange nicht… 😀

Absender Rizk Brothers Co. <bavisihi.sm (at) gmail (punkt) com>

Geschäfte mit Geschäftsleuten, die keine andere Mailadresse als eine anonym und kostenlos bei Google abgeholte haben, könnten etwas „rizkant“ sein. :mrgreen:

Dear Supplier/ Seller

We are interested to Purchase your product, i got your contact information

from two of our customers.

Please contact us with the following below:-

— Your minimum order quantity.

— Your FOB Prices and FOB Port.

— Your estimated delivery time.

Please fine attached company details and requirements below to preview the samples/specifications needed.

Best Regard

Rizk Brothers Co. For Refrigeration Gas & Equipment

Head Office: 380 Corniche El Nil St ,gawharet el Maddi tower, Cairo, Egypt

Tel: +202 / 2524xxxx/2528xxxx

Fax: +202 /2528xxxx

Selbstverständlich fühle ich mich wie ein knalldummer Idiot geschmeichelt, wenn jemand mit seinen Kunden im fernen Ägypten angeblich über meine Produkte spricht und deshalb jetzt unbedingt Geschäfte mit meinen Produkten machen will. Das Futter für meinen Narzissmus wird auch dadurch nicht weniger nahrhaft, dass beide Kunden des unbekannten Ägypters weder zu sagen vermochten, wie ich heiße bzw. wie meine Unternehmung firmiert noch zu einer Präzisierung fähig waren, um welches Produkt es sich überhaupt handelt. Denn der Narzissmus ist — wie jede psychische Bestrebung — dumm, mechanisch und gefährlich.

Deshalb hat mich dieser Narzissmus auch nicht dazu bewogen, den Mailanhang namens Invoice.rar zu entpacken und die darin befindliche Datei namens Invoice.scr — eine ausführbare Datei für Microsoft Windows¹ (Bildschirmschoner), die in 494,6 KiB die konzentrierte Güte der kriminellen Spammer enthält — mit einem Doppelklick zu starten. Das ist vielleicht auch besser so, denn diese Pest wird zurzeit nur von rd. einem Drittel der gängigen Antivirus-Schlangenöle als das erkannt, was sie ist: Schadsoftware, die keiner auf seinem Computer haben will. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb man niemals, niemals, niemals Mailanhänge von irgendwelchen Unbekannten öffnet und generell — also auch bei scheinbar bekannten Absendern, denn der Absender einer E-Mail ist beliebig fälschbar — an eine Mail angehängte Archive nur mit der Kneifzange anfasst. Selbst, wenn der „Virenscanner“ schweigt. Denn die Pest, die mit der Spam kommt, ist oft brandneu und manchmal sogar bei keinem „Virenscanner“ dieser Welt bekannt. So genannte „Antivirusprogramme“ sind nämlich Schlangenöl, und wenn sie dazu führen, dass man sich auf ihre Funktion verlässt, sind sie hochgefährliches Schlangenöl.

Die Idee, gezielt Computer von Geschäftsleuten und kleinen Unternehmungen zu übernehmen, weil dort durch übliche Betrugsgeschäfte mehr krimineller Reibach zu machen ist, ist ja aus der Sicht eines Halunken keine völlig dumme — aber hey, Spammer, an deinem Stil musst du noch arbeiten, der ist nämlich dumm!

Wie gefährlich eine solche Spam sein kann, wenn sie gut gemacht ist und mit ein wenig Recherche im Vorfeld einhergeht, kann sich hoffentlich jeder vorstellen. Dieser Spammer war faul und dumm. Gar nicht auszudenken, wenn so etwas mit namentlicher Ansprache des Empfängers kommt, konkrete Formulierungen anstelle nebulösen Bullshits enthält und einen vernünftigen Grund angibt, warum man den Anhang öffnen sollte, statt ihn einfach mit sehr allgemeiner Erwähnung dranzuhängen! Der einzige Schutz, nicht von geschickt vorgehenden Kriminellen mit einer Schadsoftware-Spam gepwnt zu werden, besteht darin, jedes an eine Spam angehängte Archiv nur mit äußerster Vorsicht zu behandeln: Nicht klick, klick, klick schnell öffnen, sondern immer vorher anschauen, was sich darin befindet — und wenns eine ausführbare Datei für Microsoft Windows ist, den Müll unbesehen löschen (oder Strafanzeige erstatten). Und das muss in einem Unternehmen natürlich jeder einzelne Mitarbeiter so machen, der Mail von außen empfangen kann… oder aber, jemand hat am Mailserver dafür zu sorgen, dass Archive als Mailanhang niemals durchgehen und dann die wenigen Fälle, in denen das kommunikativ sinnvoll ist, von Hand zu bearbeiten. Das wird ein Aufwand sein, der fast immer „eingespart“ wird, und die verblödene Reklame für Antivirus-Schlangenöle lässt es so aussehen, als sei das eine sinnvolle Entscheidung — in Wirklichkeit hat es aber viel davon, wie unerfahrene Teenager an den Sex rangehen: schnell, einfach und gefährlich.

¹Es ist jetzt fünfzehn Jahre her, seit das erste Mal eine Irreführung von Mailempfängern über den Typ einer Datei zu riesigen wirtschaftlichen Schäden geführt hat, und Microsoft ist in diesen fünfzehn Jahren nichts, aber auch gar nichts eingefallen, um derartige Angriffe auf Windows-Installationen zu erschweren oder noch besser: unmöglich zu machen. Immer noch reicht es völlig aus, einer Datei einen bestimmten Dateinamen zu geben, damit sie bei einem Doppelklick ausgeführt wird; immer noch brauchen die Schadsoftware-Spammer aus der organisierten Kriminalität nicht nach ausbeutbaren Lücken im Betriebssystem zu suchen, sondern einfach nur mit Spam-Streumunition nach unerfahrenen, gleichgültigen, unaufmerksamen, eingeschüchterten oder übereilten Benutzern suchen, die klick klick die Trojanerbombe starten. Diese fünfzehn Jahre des Nichthandelns von Seiten Microsofts sind ein klarer Beleg für die Tatsache, dass Microsoft die Computersicherheit von Windows-Installationen für unwichtig hält und sich lieber um Dinge kümmert, die es für wichtiger hält. Wenn sie ihren Computer, ihr Netzwerk, ihre Arbeitsplätze vor Sabotage, Betrug und Ausspähung mit Schadsoftware absichern wollen — und das sollten sie wollen — dann verwenden sie bitte kein regelmäßig wirkungsloses Antivirus-Schlangenöl, sondern stattdessen ein Betriebssystem, dessen Entwickler wenigstens ein Bemühen darum zeigen, diesem kriminellen Pack das Leben schwer zu machen! Im Falle von Linux und BSD kostet sie das nicht einmal Geld.

Sir/Madam

Freitag, 1. Mai 2015

Ja, eines von beiden wird schon meistens stimmen. Ansonsten ist es weder ein Ersatz für einen aussagekräftigen Betreff noch für eine persönliche Anrede.

Diese alles in allem recht lieblos verfasste Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges tut sich einmal mehr dadurch hervor, dass sie Bezug auf aktuelle Nachrichten über fürchterliche Ereignisse nimmt:

Good tidings to you, I am Mrs. Muyassar Ahmadi of Syrian nationality and mother of two kids, at the present time here in the camp for Syrian refugees Turkey. He was killed by terrorist attack in Syria. I need your assistance to receive Seven Million Three Hundred Thousand Euro with a bank in Turkey, which was my late husband deposit. I belief you know of the untold sorrow the scourge of war have
brought to the Syrian people and I beg you to find it in your heart to help us receive the fund and also towards moving out from here to reaffirm hope of survival to my poor kids. I will provide you with more information after I hear
from you. Muyassar.

Eine Frau aus dem Flüchtlingslager mit zwei Kindern, die irgendwo weit weg ein paar Millionen Euro liegen hat — und die einzige Idee, die ihr kommt, um Hilfe zu finden, ist irgendwelche völlig unbekannten Leute anzumailen und diese in einer unverschlüsselten, offen wie eine Postkarte durchs Internet beförderten E-Mail anzuflehen, ihr doch bitte zu helfen, das Geld für die armen armen und so kleinen Kinder flüssig zu machen. Bitte an eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Maildienst antworten (diese steht im Reply-To-Header, man kann also auf „Antworten“ klicken), denn mit diesem ganzen Zaster war es der Familie wohl auch niemals möglich, sich irgendwo ein kleines virtuelles Serverchen hosten zu lassen, das wenigstens für etwas Vertraulichkeit sorgt. Diese… wenn man es sehr teuer macht… dreißig Euro im Monat kann man doch einsparen, wer braucht schon Geschäftsgeheimnisse?!

Wie immer: Sehr sehr überzeugend. 😀

Und wie immer: Kalt, menschenverachtend und widerwärtig!

Da braucht man gar nicht mehr in den Mailheader zu schauen und erwartungsgemäß festzustellen, dass diese Spam nicht etwa aus einem türkischen oder syrischen Internetcafé kommt, sondern (in meinem Exemplar) von einer IP-Adresse aus den Vereinigten Staaten versendet wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen mit Schadsoftware gekaperten und in ein Botnetz eingefügten Computer anderer Leute — schließlich tragen diese Halunken nicht so gern Handschellen. Und nein, obwohl die (gefälschte) Absenderadresse in der Domain gmail (punkt) com liegt: Die IP-Adresse gehört nicht zu Google und die Spam hat niemals auch nur einen Server von Google gesehen…

Wenn die hier versuchte Nummer mit den aktuellen Flüchtlingskatastrophen für die Spammer „erfolgreich“ sein sollte, gehe ich davon aus, ähnliches demnächst auch in deutscher Sprache zu lesen. Deshalb: Vorsicht! Vor allem, wenn Menschen irgendwelche Unbekannten um Hilfe bitten, größere Geldbeträge (oder Wertsachen aller Art) zu transferieren und dafür verlockend große Gegenleistungen anbieten. Niemand, der noch bei Troste ist, würde so etwas einem völlig Unbekannten anvertrauen, von dem er nur eine Mailadresse und sonst gar nichts kennt! Und niemand, der für neunundneunzig Eurocent kritischen Verstand hat, sollte auf die Idee kommen, auf eine derartige Geschichte hin auch nur ein paar Euro als Vorleistung vollständig anonym über Western Union oder MoneyGram ins Unbekannte zu beamen. Dieses Geld kommt nicht Flüchtlingen zugute, sondern dem lokalen Autohändler, dem Kokaindealer und dem lokalen Bordell irgendwo in dieser Welt, wo eine widerliche, menschenverachtende Bande von Betrügern sitzt.

Newsletter – Warnsignale zur Finanzkrise! Fakten

Freitag, 1. Mai 2015

Nein, ich werde hier nicht die ganze Spam wiedergeben, denn sie ist sehr lang. Nur ein längeres, zusammenhängendes Zitat aus dem Mittelteil des Textes, damit der extralaut trötende Alarmton fühlbar wird:

IWF-Chefin Lagarde warnt vor neuer Finanzkrise

Die letzte Finanzkrise ist noch nicht verdaut – und schon bahnen sich neue Schwierigkeiten an. Davor warnt keine Geringere als die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Risiken für die globale Finanzstabilität nehmen zu“, sagte Christine Lagarde. Dazu würden vor allem die niedrigen oder gar negativen Zinsen sowie dramatische Wechselkursschwankungen beitragen.

Mehr als zwölf Millionen Menschen sind in Deutschland arm.

In Deutschland gelten mehr als zwölf Millionen Menschen als arm. So viele waren es seit der Widervereinigung noch nie. Vor allem Alleinerziehende und Rentner, aber auch viele Minderjährige seien von Armut betroffen, sagte Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dessen Armutsbericht den Titel „Die zerklüftete Republik“ trägt.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger

(69 Prozent) glauben nach einer Umfrage nicht, dass ihre staatliche Rente im Alter zum Leben reichen wird. Unter den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 93 Prozent, bei den über 65-Jährigen 49 Prozent, wie die Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich um die gesetzliche Rentenversicherung.

Diese werde in Zukunft vielen nicht reichen, sagte sie auf einem Festakt zum 125-jährigen Bestehen des deutschen Rentensystems. „Wir sind gefordert, Altersarmut vorzubeugen und dafür geeignete Lösungen zu entwickeln“, so Merkel.

Niedrigzinsen kosten Verbraucher 112 Milliarden Euro laut DZ Bank.

In den vergangenen Jahren herrschte eine Phase extrem niedriger Zinsen vor. Das hat die Verbraucher eine Menge Geld gekostet – trotz der Vorteile durch geringe Darlehenskosten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der DZ Bank gekommen.

Pro Kopf (vom Neugeborenen bis zum 100 jaehrigen) 1400 Euro Verlust in den letzen 5 Jahren

Die finanzielle Belastung durch die steigende Zahl der Zuwanderer

Kann vom Bund und den Kommunen aus Dauer nicht getragen werden. Die Abwaelzung dieser Kosten auf den Steuerzahler ist nur noch ein zeitliches Problem

Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein

Der französische Finanzminister Michel Sapin hat eine drastische Verschärfung für die Verwendung von Bargeld in Frankreich bekanntgegeben. Wie die Zeitung Le Parisien berichtet, sollen die Bürger ab September 2015 streng überwacht werden, wenn sie Zahlungen in Bargeld vornehmen und die Geldbeschaffung im Ausland fuer Private wird fast nicht mehr moeglich sein.

Der offizielle Grund für diese Maßnahmen ist der “Kampf gegen den Terror”. Tatsächlich handelt es sich bei der Maßnahme um eine neue Form der finanziellen Repression. Hier spielt Frankreich den Vorreiter – die anderen EU – Laender werden folgen.

Diese ganzen erschröcklichen Meldungen seien hier kurz in einem kleinen Bild zusammengefasst:

Die Geldfresser kommen! (Pacman frisst eine Reihe Euro-Münzen)

Aber unser krimineller, spammender Reichwerdexperte hat ein ganz tolles Angebot gegen diese Gefahr, das ich im März dieses Jahres schon in der Hall of Shame gewürdigt habe: Er lässt einfach Geld vom Himmel regnen (unbedingt dort eine zwar ältere, aber dafür vollständig zitierte Spam lesen).

Neben den „aktuellen“ Nachrichten, die offenbar direkt aus der Angst-Redaktion der „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ abgekupfert wurden, gibt es wieder die zwei gleichen, unwiderstehlichen Angebote eines hübschen Haufens Zaster, der — hokus pokus, schieb Geld bei mir intus — aus dem Nichts entsteht:

Sie haben die Wahl zwischen:

Programm 1: Erste Auszahlung von 350.000 Euro in max. 4 Monaten und 2. Auszahlung von 600.000 Euro nach 15 Jahren.

Programm 2: Erste Auszahlung von 240.000 Euro in max. 4 Monaten und 2. Auszahlung von 700.000 Euro nach nur 8 Jahren.

Eines freilich hat sich geändert, und das ist der Name des freundlichen Reichwerdexperten, der mir dieses unwiderstehliche Angebot macht — darin scheint er ein wenig die Wahl zu haben, weil er lügt:

Mit freundl. Gruss

Klauss Peter Hartmann

Financings without Debt’s S.A.

Av. Venezuela 729

1027 Santo Domingo

Dominican Republic

Die „Freundlichkeit“ dieser Spam ist zwar immer noch abgekürzt, aber diesmal von Klauss [sic!] Peter Hartmann und nicht mehr — wie im März — von Josef Robert. Natürlich hat sich auch die Mailadresse für die Antwort geändert:

E-Mail financings (strich) without (strich) debts (at) financier (punkt) com (Bitte diese Mailanschriften [sic!] nutzen)

Tja, wenn man als Spammer dieses Dingens mit dem Reply-To-Header nicht hinbekommt und auch keinen dahergelaufenen Dwölfjährigen findet, der das mal kurz macht, können die Empfänger halt nicht auf „Antworten“ in ihrer Mailsoftware klicken, um die kriminelle Spam zu beantworten. Das Wort „Mailanschrift“ finde ich übrigens lobenswert — es klingt so seltsam deutschelnd in einer Spam, die angeblich aus Venezuela kommt, über eine dynamische IP-Adresse eines mit Schadsoftware übernommenen Privatrechners aus Toroto, USA versendet wurde und sich an deutsche Leser richtet.

Spam-Splitter

Mittwoch, 29. April 2015

Oh, doch wieder so viel… und so viel dummer Vorschussbetrug…

Betreff: Kreditangebot 100 %

Wie? Ist das dein Zinssatz?

From the office of Mr Ahmed Al Salhi,
Branch Manager National Bank of Abu Dhabi,
Mina Branch Abu Dhabi,United Arab Emirates.
Showroom No 1 Ground Floor,Al Aryam Tower,
Al Mina Road,Abu Dhabi U.A.E.

Fehlt nur noch die Angabe „Besenkammer hinter der Toilette“.

Dear Friend, […]

Liebes Betrugsopfer!

Dear winner, […]

Liebes Betrugsopfer!

Chèr(e) client(e), […]

Wir betrügen auch Menschen, die französisch sprechen.

Dear Beloved One!

Oh, innigst geliebtes Betrugsopfer!

I am the beginner in the Internet also was the first attempt to find friends in the Internet

Aber wie man einen Harvester benutzt, habe ich schon rausgekriegt. Deshalb findest du meine romantisch formulierte Spam im Honigtöpfchen.

Ich warte auf Ihre dringende Antwort

Ich bin mit diesem Medium, um Sie ьber die Transaktion zur Abgabe von $ 21500000 (Einundzwanzig Millionen fьnfhunderttausend Euro) in meiner Bank in China, Sie als Empfдnger zu informieren

Das ist ja toll, dass auf euren chinesischen Banküberweisungen eine Mailadresse statt einer Kontonummer und eines Namens für den Empfänger draufsteht.

I represent a group of company based in the Gulf Region with access to over $500 Million.

Aber eine bessere Mailadresse als eine kostenlose von AOL hast du nicht übrig gehabt?!

Ho un lavoro di affari / progetto per te . Se siete interessati, vi preghiamo di tornare a me al piщ presto .

Ah, verstehe, ein Geschäft (oder Projekt) für mich aus diesem Italien, in dem die Menschen allesamt die kyrillische Codepage für ihre Mail verwenden.

Your A credit card in your PayPal wallet has expired

Pleas update your crad’s information in the link below as soon as possible

Ich kann kein Englisch und du bist mir auch keine Rechtschreibprüfung wert, also sei bitte so doof und gib mir mal Vollzugriff auf deine Kreditkarte, weil ich mich „PayPal“ nenne.

Your email address has won you One Million Euro

Was soll meine Mailadresse mit dem ganzen Zaster? Die braucht doch gar keine…

Unsere Generika ist bemerkenswert

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Und damit es so ein ganz geheimes GEHEIMNIS bleibt, posaunen wir es mit ein paar Millionen Spams in die Welt.

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Was ist noch doofer als der Text „Click here“? Richtig, wenn man den Link auf diesem Text vergisst.

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Das nächste Mal beim Übersetzen in eine Sprache, die du nicht verstehst, nicht diesen Zwischenschritt übers klassische Assyrisch einlegen!

Sie können mich direkt durch Mail kontaktieren: skyfinance01 (at) gmail (punkt) com

Klicken sie nicht auf „Antworten“, mein Absender ist gefälscht.

Thanks for your kind understanding.

Aber gern habe ich deine Spam gelöscht.

P.S..You gotta get it now though. I’m only letting in 200 subscribers and 108 already signed up.

Neben dem Marktschreier, der „Solange der Vorrat reicht“ brüllt, steht eine Palette mit Tinnef. Hinter der Palette steht eine Lagerhalle, und hinter der Lagerhalle ein riesiger Fabrikkomplex, der fabrikneuen Müll ausstößt.

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
www.avast.com

Der Absender dieser Mail ist ein Spammer oder Vollidiot, den Müll einfach unbesehen löschen!

Entf!

Übrigens, herzlichen Glückwunsch, PayPal! Eure echten Mails sind inzwischen so toll gestaltet, dass sie bei jedem halbwegs sicherheitsbewussten Menschen mit Phishingverdacht in der Spamtonne landen. Eure Entscheidung, in HTML-formatierten Mitteilungen keine direkten Links mehr auf eure Site zu setzen, sondern über ein trackendes Umleitungsskript zu gehen, dass mit einer eindeutigen ID „zurückfunkt“, dass eure Mail angekommen ist und vom Empfänger beklickt wurde, führt dazu, dass ihr für Spamfilter wie fiese, betrügerische Spammer ausseht. Ich finde, das habt ihr euch für diese völlig unnötige Dummheit auch verdient. Wie soll ich jemanden Tipps geben, wie man Phishing und betrügerische Spam erkennt, wenn ihr ohne Not gegenüber Kunden die gleiche Methodik einsetzt? Ihr seid Idioten, denen es egal ist, ob eure Kunden abgezogen werden oder nicht!

Je demande votre appui

Dienstag, 28. April 2015

Oh, da möchte jemand, der nicht einmal meine Sprache spricht und mich nicht kennt, etwas Unterstützung von mir. Das ist doch sicher ein Vorschussbetrug in französischer Sprache.

If this email is not spam, click here to submit the signatures to FortiGuard – AntiSpam Service.

Oder vielleicht doch in englisch?

Attention.Friend

Ja, scheint englisch zu sein.

Ik ben Abraham Johannes, het werken met Borg en waardevolle houden firma in Europa.

Nein, es ist Niederländisch¹! Na, wenn Abraham so wertvolle Unternehmen in Europa hat, deren Firmierung er gar nicht angeben kann, dann kann ich verstehen, dass er auch mit den europäischen Sprachen manchmal ein bisschen durcheinanderkommt.

Ons bedrijf wordt bijgestaan enkele van de Afrikaanse leiders en politici om een aantal fondsen en waardevolle spullen te verplaatsen door middel van onze speciale arrangementen als borg.

Und noch toller: Irgendwelche leider auch vom Namensmangel befallene „Spitzenpolitiker“ aus von ebenfalls vom Namensmangel befallenen afrikanischen Ländern machen große Geschäfte mit Abrahams namenlosem Unternehmen. Het is echter niet betaald met bankoverschrijvingen, cheques of wissels, zoals gebruikelijk is in de wereld²… ähm… es wird aber nicht mit Banküberweisungen, Schecks oder Wechseln bezahlt, so wie das in der ganzen Welt üblich ist, sondern mit Fonds und Wertsachen in speziellen Paketen.

Sommige van deze deposito’s waar niet geclaimd als de resultaten van de sterfgevallen en enkele beperkingen van de overheid, dus verzonden naar magazijn of in beslag genomen suspense.

Und so kommt es, wie es kommen musste: Herrenlose Einlagen liegen verwaist herum, wenn mal jemand stirbt oder etwas wegen politischer Spannungen beschlagnahmt wird.

Momenteel zijn er opgeлiste [sic! Anstelle eines „ë“ steht ein kyrillischer Buchstabe.] degenen over te sturen naar ware huis suspense, maar ik heb alle afspraken geperfectioneerd tot ййn [sic! Das soll „één“ heißen.] van de deposito’s met (8.5million dollars) of als ik een betrouwbaar persoon om mij te helpen. Als u geпnteresseerd [sic!] bent in de materie zijn, laten weten via dit e-mailadres (abraham505john (at) gmail (punkt) com) voor meer details en hoe verder te gaan.

Bitte nicht darüber wundern, dass in den Niederlanden die kyrillische Codepage verwendet wird, sondern einfach daran glauben, dass da jetzt 8,5 Megadollar herumliegen und dass dieser Abraham völlig unbekannte Leute anschreibt, um eine zuverlässige Person fürs Abholen dieses Geldes zu finden. Wer daran interessiert ist, möge bitte nicht in seiner Mailsoftware auf „Antworten“ klicken, denn der Absender der Mail ist gefälscht, sondern stattdessen die angegebene Mailadresse verwenden. Weitere und dümmere Lügen kommen sofort, für weiteren kriminellen Missbrauch ausreichende Daten über sich muss man sowieso angeben und immer wieder müssen irgendwelche Gebühren über Western Union und MoneyGram bezahlt werden, weil irgendwelche Abrahams mit ganz vielen Firmen nicht über so etwas wie ein Bankkonto verfügen. In welcher russischen Stadt das Bordell liegt, in dem das so ergaunerte Geld mit Koks und Nutten verlebt wird, kann ich leider auch nicht sagen… nicht einmal, dass es Russland ist… aber sicher nicht in einem Land, in dem Niederländisch gesprochen wird.

Aber dafür ist er…

oprecht
Abraham John

…ja… er ist „aufrichtig“. 😀

¹Ein Hinweis für alle, die es besser können: Nein, ich kann kein Niederländisch. Auch wenn ich es leichter verstehen kann als so manchen deutschen Dialekt (und die Niederländer um ihre deutlich logischere Orthografie beneide), entgehen mir mehr Feinheiten als… sagen wir mal… in einem englischen Text. Völlig unbeholfene Formulierungen und unpassende Begriffe kann ich nicht als solche erkennen, und ich bin mir sicher, dass diese Spam eines Vollidioten alles andere als gut formuliert ist. Leider fehlt mir die Möglichkeit zum angemessenen Spott.

²Nederlandse liefde, mijn Duits is beter…