Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Sehr geehrte Damen und Herren“

petroleum terminal in s-Gravenhage, Netherlands.

Dienstag, 10. Februar 2026

Ich glaube mal, dafür bin ich die falsche Zielgruppe. Wer schreibt mir denn hier?

Von: Glen Doy <glendoy42@gmail.com>
An: undisclosed-recipients:;

Ich habe jetzt schon keine weiteren Fragen mehr. Wenn etwas aussieht wie Scheiße, sich wie Scheiße anfühlt und wie Scheiße stinkt, kann man sich den Geschmackstest sparen.

Dear sir/madam,

We Berg Beton Logistic B.V., are pleased to inform you that we offer tank storage and
logistics services at various strategic locations, Rotterdam, Fujairah and Jurong Terminal Port.

As one of the largest liquid bulk tank storage companies in
Rotterdam, we provide comprehensive logistics services in
Rotterdam commercial ports. Our expertise deals in storing and
transporting oil and gas petroleum products for our valued
Clients at the mentioned ports with a discount price.

For inquiries or to make storage bookings, please do not hesitate
to contact us via email.

Office Addresses : Stuyvesantstraat 10 ’s-Gravenhage, 2593GM Netherlands.

Nein, ich brauche gerade keinen Öltank am Hafen. Ihr Spammer denkt euch wohl auch: „Wenn wir ein paar Millionen Schüsse raushauen, dann werden vielleicht zehn auch irgendwo ankommen, wo jemand darauf reinfallen könnte“. Und ihr kommt euch dabei sicher ganz raffiniert und schlau vor.

whatsapp number: +31 970 050 3████
Email : info@bergbetonlogistic.com
logistics@bergbetonlogistic.com
Company Name: Berg Beton Logistic B.V.
CEO : Aris Jesse.

Wie, die Antwort doch nicht über GMail, sondern schön über…

$ host bergbetonlogistic.com
bergbetonlogistic.com has address 31.31.196.75
bergbetonlogistic.com has IPv6 address 2a00:f940:2:2:1:1:0:39
bergbetonlogistic.com mail is handled by 10 mx1.hosting.reg.ru.
bergbetonlogistic.com mail is handled by 20 mx2.hosting.reg.ru.
$ _

…russische Server? Warum verwendet ihr die nicht als Absender für euren Massenmüll aus der Hirnhölle? Ach, ihr wollt damit nicht so schnell auf die Blacklists kommen, ich verstehe.

Ich habe zwar kein WanzApp von der kriminellen und verurteilen Spam- und Schadsoftwareklitsche „Meta“ formerly known as Facebook, aber für so etwas wie diesen E-Müll habe ich immer genug Speicher, und zwar in /dev/null. Da wird es nie voll. So schade, dass man aus dummer Spam keine Energie gewinnen kann. Es würde so viele Probleme lösen.

Ohne Betreff

Sonntag, 18. Januar 2026

Oh, wie ist das bei mir durch die Spamfilterung geflutscht?

Von: Gerling Corporation <resume@team.globus-ltd.com>
Antwort an: Gerling Corporation <gerlinginitiative@gmail.com>

Qualitätsheader! Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei GMail von Google laufen, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers.

Zum Ausgleich steht meine Mailadresse nicht als Empfänger drin, so dass ich sofort weiß, dass es sich um Massenware handelt, die gleichlautend an hunderttausende Empfänger geht. Oder an noch mehr.

Das ist schon alles, was man sehen muss, um den Müll zu löschen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit soll ein Vorschussbetrug eingeleitet werden, und dafür gibt es beinahe immer ein paar Milliönchen geschenkt, geerbt oder gewonnen. Natürlich existiert das Geld gar nicht. Aber wer darauf reinfällt, darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen im Bereich von hundert bis zweihundert Euro. Viele Menschen wollen das Geld nicht abschreiben und schmeißen immer mehr hinterher. Davon machen sich die Betrüger dann ein schönes Leben ohne diese anstrengende Arbeit.

Natürlich ist so eine Mail nicht digital signiert und kann deshalb von jedem Menschen mit einem Internetzugang kommen. Sie ist auch nicht verschlüsselt, sondern wird offen wie eine Postkarte durch das Internet befördert. Auf ihrem Transportweg kann sie nicht nur gelesen, sondern wegen des Verzichts auf digitale Signatur sogar beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger eine Möglichkeit hätte, diese Manipulation zu bemerken. Ich merke das nur an, weil es in solchen E-Mails immer angeblich um sehr viel Geld geht. Jeder fände es überraschend, so eine Mitteilung auf einer Postkarte im Briefkasten zu haben. Weil das ja jeder auf dem Weg lesen könnte. Genau das ist so eine Mail. Nur, dass man den Text noch einfacher verändern kann als auf einer Postkarte.

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Die Verbrecher in diesen Betrügerbanden sind sehr geübt darin, ihre Opfer am Telefon zu bequatschen, ihnen allerlei absurde Dramen vorzuspielen, und ihnen dabei immer wieder die bereitliegenden Millionen vor Augen zu stellen, bis sie das Gehirn auslöffeln können. Dazu kommt allerdings auch eine dumme und sehr leichtgläubige Gier beim Opfer, die bei der Vorstellung von Geld den gesamten kritischen Verstand abwirft. Es haben sich schon Menschen verschuldet und sind sechsstellige Beträge bei solchen Nummern losgeworden, bis der Kontakt plötzlich abbrach, weil für die Betrüger inzwischen jemanden anders hatten, dem sie das Geld wieder einfacher „rausleiern“ konnten. Ja, die „behandeln“ regelmäßig zwanzig bis dreißig Opfer auf einmal. Nein, sie haben nicht gern viel Arbeit dabei.

Wer mir das nicht glauben möchte, weil ich ein dahergelaufener Blogger bin, der gar vieles in diesem geduldigen Internet behaupten kann: Gut so! Einfach mal die Mails ausdrucken¹ und auf der nächsten Polizeidienststelle fragen! Die kennen das schon zur Genüge. Aber bitte auf gar keinen Fall (weiter) darauf reinfallen! Jeder Mensch kann etwas besseres mit seinem Geld anfangen, als diesem Geschmeiß den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Absender weiß nicht einmal, wie ich heiße. Und er weiß auch nicht, ob ich Männlein oder Weiblein bin.

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie für eine Förderung in Höhe von €7.500.000 in die engere Auswahl aufgenommen wurden. Diese Initiative wurde von einem deutschen Philanthropen ins Leben gerufen, um Unternehmer, Projekte, Einzelpersonen und Unternehmen bei ihrer persönlichen und geschäftlichen Entwicklung zu unterstützen.

Das ist aber nett, dass er mir trotzdem grundlos 7,5 Megaeuro in die Hand drücken will, um mich in meiner persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Vermutlich, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Denn etwas anderes kennt er ja nicht von mir.

Endlich kann ich mal wieder so richtig durchkaufen! 🛒️

Das ist ja so wichtig für meine persönliche Entwicklung. 👍️

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Förderer unter folgender E-Mail-Adresse: gerlinginitiative@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten, wie man das bei jeder Mail eines denkenden und fühlenden Menschen machen würde! Sonst kommt die Antwort doch gar nicht bei den Spammern und Betrügern an. Aber trotzdem ganz feste daran glauben, dass die Geschichte mit den grundlos verschenkten 7,5 Megaeuro stimmt!

(Wenn eh schon eine Antwortadresse im Mailheader steht und der Empfänger einfach wie gewohnt nur auf „Antworten“ klicken muss, um die Antwort an die gewünschte Mailadresse bei GMail zu senden, ist es übrigens unglaublich dumm, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Antwort nicht an die Absenderadresse gehen soll und damit eine eventuell schlummernde Skepsis aufzuwecken. Aber vermutich ist das eine Art Intelligenztest. Denn diese Betrüger möchten gern dumme Opfer haben. Diese leisten weniger intellektuellen Widerstand, wenn sie wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.)

Mit freundlichen Grüßen
Lutz Cornelia
Sekretärin
Rolf Gerling Corporation

Die „Rolf Gerling Corporation“. Da, wo die Sekretärin Cornelia (oder Lutz) die Milliönchen an Unbekannte verschenkt! Auf Postkarten. 😂️

Entf! 🗑️

¹Ich glaube nicht, dass auf jeder Polizeiwache ein Rechner herumsteht, in dem die Beamten einfach einen USB-Stick reinstecken könnten, um sich Dokumente anzuschauen – und ich glaube noch weniger, dass sie das Risiko eingehen würden, ihre Arbeitsrechner mit Schadsoftware zu infizieren. Deshalb besser ein Ausdruck.

🔒 WICHTIG: Verpflichtende Stammdaten-Aktualisierung – Frist 14 Tage (§ 10 GwG)

Sonntag, 16. November 2025

⚠️ Achtung: Diese E-Mail kommt nicht von der Deutschen Bank. Sie ist eine Spam zur Einleitung eines Trickbetrugs. Nicht in die Mail klicken! ⚠️

Oh, toll, mit Paragraph schon im Betreff. Und mit Emoji. Eine Kombination für die Götter und die Spötter! 😅️

Wer schreibt mir denn so schön?

Von: Deutsche-Bank <secure@deutsche-bank.de>

Aber ich habe doch gar kein Konto bei der Deutschen Zang mit ihrem Leih-Stunk, der Leiden schafft. Ein Blick in den Mailheader zeigt mir erwartungsgemäß, dass die Mail über eine IP-Adresse aus Frankreich versendet wurde und auf ihrem Weg durchs wilde Internet keinen Server der Deutschen Bank auch nur von weitem gesehen hat. Die Absenderadresse ist natürlich eine Fälschung. Da die Deutsche Bank lobenswerterweise DKIM und SPF verwendet und der Spammer weder über eine IP-Adresse der Deutschen Bank senden konnte und noch über den geheimen DKIM-Signaturschlüssel verfügt, sollte diese Spam eigentlich überall aussortiert werden. Wenn nicht, sollte man vielleicht mal dem Mailprovider einen Hinweis auf bestehende Internetstandards geben.

Deutsche Bank

Ja, ist schon klar! Und ich bin übrigens Papst. Gestern habe ich das elfte Gebot unter den Trümmern meiner Religion gefunden. Es lautet: Du sollst immer Freude am Sex haben, denn es ist die beidarmige Gestalt der Liebe. Glaubt mir einfach, und ihr hüpft in den Himmel!

Deutsche Bank AG | Taunusanlage 12 | 60325 Frankfurt am Main | Deutschland

Das ist doch immer gut und so richtig voll sinnvoll, wenn in einer E-Mail schon lange vor dem eigentlichen Inhalt erst einmal die Postanschrift des Absenders steht. So für den Fall, dass man die Mail ausdrucken und als Sackpost zurücksenden möchte.

Normale Unternehmen haben ihr Impressum unten, weil sie in den meisten Fällen etwas wichtigeres mitzuteilen haben.

Betreff: Verpflichtende Aktualisierung Ihrer Stammdaten gemäß § 10 GwG – Frist: 14 Kalendertage

Oh, auch ohne Emoji? Aber der Betreff steht doch schon im Betreff der E-Mail. Vermutlich hat ein Absender, dem die Deutschkenntnisse etwas zu oberflächlich und hastig verabreicht wurden, ein angelerntes neuronales Netzwerk (von Journalisten, Politikern und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „Künstliche Intelligenz“ benannt) darum gebeten, einen Brief zu formulieren. Und den verwendet er jetzt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Genau mein Name!

hiermit fordern wir Sie in unserer Funktion als verantwortliche Stelle gemäß Art. 5 EU-GwV auf, unverzüglich die Aktualisierung Ihrer Identitäts- und Legitimationsdaten durchzuführen.

Aber man hat der echten Deutschen Bank doch ein amtliches Ausweisdokument vorgelegt, um ein Konto zu eröffnen – und Vertragsbedingungen zugestimmt, dass man Änderungen an seinem persönlichen Kram – Hochzeit, Umzug, Geschlechtseintrag, Tod – so zeitnah wie nur möglich meldet. Das reicht als Sorgfaltspflicht. Da müsste die Deutsche Zang nicht auch noch eine E-Mail an „Sehr geehrte Damen und Herren“ senden, dass sie den ganzen Kram noch einmal mitteilen, obwohl die Deutsche Zang das alles schon kennt.

Ich will mal hoffen, dass die echte Deutsche Bank einen besseren und geringfügig menschlicheren Ton gegenüber ihren Kunden anschlägt, wenn sie auch mal etwas von ihnen will.

Pflicht zur unverzüglichen Aktualisierung

Gemäß § 10 GwG i.V.m. Art. 14 Abs. 5 EU-Geldwäscheverordnung (EU) 2015/849 sowie den aktuellen BaFin-Leitlinien sind Sie verpflichtet, innerhalb von 14 Kalendertagen nach Erhalt dieses Schreibens die vollständige Aktualisierung vorzunehmen.

Ärgerlicherweise für den Spammer kann man in einer E-Mail keine Frist setzen. Oder genauer: Man kann es schon, aber das ist dann möglicherweise wirkungslos. E-Mails sind in der BRD nur sehr bedingt rechtlich verbindlich. Die Einzelheiten sind kompliziert und ein bisschen schwierig zu überschauen, aber das ist im Neuland-Staat BRD, bei dem einige gesetzliche Regelungen für Internetdinge aus dem Jahr 1976 [!] kommen, nicht weiter überraschend. Deshalb würde man so eine gebieterische Aufforderung im Moment mit der Sackpost erhalten. Die kommt zwar auch immer häufiger nicht mehr beim vorgesehenen Empfänger an, aber als die gesetzlichen Grundlagen geschaffen und in grundlegenden Urteilen ausgelegt wurden, war die Post noch die größte Bundesbehörde der BRD (sogar mit eigener Dienstflagge) und nicht privatisiert – und vor allem: Sie hat noch funktioniert. Vordigital und mit ganz viel teurer Handarbeit von gutbezahlten Frühaufstehern. Heute hat die Bananenpost teures Porto und funktioniert nicht mehr, aber der Rechtsapparat ist träge und betrachtet immer noch die Zustände der Vergangenheit als relevant.

Na, was will der Phisher von mir?

Erforderliche Dokumente

  • Gültiger Reisepass oder Personalausweis (beidseitig, farbig)
  • Aktueller Adressnachweis (nicht älter als 3 Monate)
  • Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID)
  • Bei juristischen Personen: Handelsregisterauszug (≤ 3 Monate)

Der Phisher will von mir nicht nur den Zugang zur Fernkontoführung der Deutschen Bank, sondern auch genug persönliche Daten für eine betrügerischen Identitätsmissbrauch.

Sichere Aktualisierung – Direkter Zugang

Nutzen Sie ausschließlich folgenden authentifizierten Zugang:

ZUR SICHEREN AKTUALISIERUNG

Wer da klickt, hat verloren.

Natürlich führt der Link nicht zur Website der Deutschen Bank, sondern zu einer Website in einer Domain…

$ surbl manor.simnate.info
manor.simnate.info	LISTED: ABUSE
$ _

…die bereits wegen Spam, Spam und noch mehr Spam auf allen Blacklists dieser Welt steht. Dort gibt es dann eine höchst kompliziert gecodete, sehr javascriptlastige Weiterleitungskette, die bei mir den Verdacht erweckt, das man sich auch Schadsoftware einfangen könnte, wenn Webbrowser oder Betrübssystem anfällig sind (niemand würde sonst derartig kryptisch coden). Am Ende der Weiterleitungskette ist man auf einer Website, die so aussieht:

Screenshot der betrügerischen Phishing-Website für Kunden der Deutschen Bank

Alles, was man dort eingibt, geht direkt an Kriminelle. Schon kurz, nachdem man sich „angemeldet“ hat und seine PIN eingegeben hat, wird ein „Bankmitarbeiter“ anrufen und um die Bestätigung einer Transaktion bitten, „um die Identifikation sicherzustellen“ oder aus ähnlichen Bullshit-Gründen. Danach ist das Konto bis an den äußersten Rand des Überziehungsrahmens futschikato leergefegt. Alle weiteren Daten, die man den Trickbetrügern gibt, werden für Betrugsgeschäfte aller Art benutzt, und das frisch übernommene Konto natürlich auch. Man hat eine Menge Geld verloren und nachhaltigen, jahrelangen Ärger mit Polizeien, Staatsanwälten, Inkassoklitschen, Anwälten, Auskunfteien und Untersuchungsrichtern, weil man auf einen Trickbetrüger reingefallen ist. Die Kosten, die einem dabei entstehen, bekommt man nicht ersetzt.

Zum Glück für uns alle gibt es einen hundertprozentig wirksamen Schutz gegen Phishing, die immer noch häufigste Form des Trickbetruges: Niemals in eine E-Mail klicken!

Stattdessen für jede häufiger besuchte und für Kriminelle interessante Website (Bank, Zahlungsdienstleister, Einkauf, Auktionsplattform, Social Media und ähnliches), bei der man ein Benutzerkonto hat, ein Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Seite nur noch über dieses Lesezeichen aufrufen. Das geht auch schnell, einfach und mausklick, aber kein Verbrecher kann einem dann noch so leicht einen giftigen Link unterschieben.

Wenn man eine Mail wie diese empfängt und sich doch einmal unsicher ist (trotz des Emoji im Betreff), einfach die Website der Bank über das Lesezeichen aufrufen und sich dort wie gewohnt anmelden. Wenn man nach seiner Anmeldung keinen Hinweis auf das angebliche Problem sieht, hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Der Link führt in das TLS 1.3-verschlüsselte KYC-Portal mit 2FA. Weiterleitung an Dritte ist unzulässig.

Die Weiterleitung eines Links ist unzulässig? Weil… ähm… das in einer E-Mail steht, die offen wie eine Postkarte durch das Internet transportiert wurde und auf dem gesamten Weg von jedem beteiligten Server gelesen werden konnte. Ja ja, komm schon, Spammer, nimm wieder deine Medikamente! 🤡️

Rechtsfolgen bei Unterlassung:
✓ Ab Tag 15: Automatische Kontosperrung
✓ Ab Tag 30: Zwangsauflösung der Geschäftsbeziehung (§ 11 Abs. 3 GwG)
✓ Meldung an FIU Deutschland und BaFin

Wir bitten um sofortige Beachtung. Diese Maßnahme dient dem Schutz Ihrer Vermögenswerte und der Erfüllung gesetzlicher Sorgfaltspflichten.

Schon klar, es „schützt die Vermögenswerte“, wenn man in eine Mail klickt. Es fördert übrigens auch die Gesundheit, wenn man Zyankali nascht. 💀️

Dr. jur. Maximilian von Hohenberg
Head of Compliance & AML
Deutsche Bank AG
Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main
maximilian.hohenb███@db.com | +49 69 910-███27
Deutsche Bank AG | Taunusanlage 12 | 60325 Frankfurt am Main | Germany | Tel: +49 69 ███-00 | info@db.com | www.db.com

Die Telefonnummern und Mailadressen habe ich ein bisschen unkenntlich gemacht, denn man weiß ja nie bei einer Spam. Aber das sieht nach einem ganz normalen Mailimpressum aus, das vermutlich aus einer echten E-Mail der Deutschen Bank kopiert wurde.

Einfach löschen, den Müll, und gut! 🗑️

Aktualisiere deine persönlichen Daten für mehr Sicherheit.

Montag, 27. Oktober 2025

⚠️ Phishing-Alarm! ⚠️

Von: ADAC <datenschutz@adac.de>
An: ADAC | Online <datenschutz@adac.de>

Da stehe ich ja gar nicht als Empfänger drin. Die schreiben einfach an sich selbst. 🤭️

Die Mail wurde übrigens über eine IP-Adresse aus Island versendet. Sie kommt nicht vom ADAC. Deshalb kommt sie auch bei Menschen wie mir an, die kein Mitglied des ADAC sind, nicht autofahren und noch nicht einmal einen Führerschein haben. Dieser Müll geht an alle möglichen Mailadressen:

ADAC – Kundendienst

🔔 Dringende Sicherheitsüberprüfung – Bitte reagieren Sie umgehend!

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einer routinemäßigen Überprüfung Ihrer Kontoinformationen wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Um Ihr Benutzerkonto vor möglichen Risiken zu schützen und dessen volle Funktionalität zu gewährleisten, bitten wir Sie, Ihre Angaben zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.

Zur schnellen Bestätigung Ihrer Daten klicken Sie bitte auf den nachstehenden Link und folgen Sie den angezeigten Schritten:

Daten jetzt überprüfen

Der Link geht natürlich auch nicht zum ADAC. Wer da klickt, besucht die Website von kriminellen Spammern.

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr entgegengebrachtes Vertrauen.

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für nichts an die sehr geehrten Damen und Herren.

Batteriegesetz Widerrufsbelehrung Datenschutz AGB Impressum

Auf ein im deutschen Rechtsraum für gewerbliche E-Mail obligatorisches E-Mail-Impressum wurde hingegen verzichtet. Ein kaputter Link – alle fünf Links führen nicht ins Web – ist kein Ersatz für die erforderlichen Angaben. Es wäre nicht einmal ein Ersatz, wenn der Link auf ein Impressum in einer Website führte. Der ADAC würde sicherlich die Gesetze der BRD einhalten.

Bitte nicht darauf reinfallen und einfach löschen!

Porsche Spätsommer Katalog – Exklusive Sonderkonditionen

Sonntag, 24. August 2025

Der eine hat den forschen Pimmel, der andere den Porschefimmel. Natürlich habe ich – ich habe nicht einmal einen Führerschein gemacht und von daher wirklich keinen Bedarf an einem Auto – solche Spams niemals irgendwo bestellt.

Von: Porsche Sales & Marketplace GmbH <info@porsche-salesteam.info>
Antwort an: info@porsche-salesteam.de

Mit diesem Absender hatte ich es in meinem gesamten bisherigen Leben definitiv niemals zu tun. Es handelt sich um eine unverlangt zugestellte Massenmail. Oder, um das im Internetkontext übliche Wort für diese illegale und asoziale Internetnutzung zu verwenden: Um Spam. Diese Spam wurde übrigens über eine IP-Adresse von Amazon versendet, einer Unternehmung, bei der ich nicht nur niemals Kunde war, sondern deren mir von anderen Menschen berichteten geschäftlichen Machenschaften ich persönlich so sehr verachte, dass ich dort auch niemals Kunde sein werde.

PERFORMANCE MIT PROVENIENZ

Was bitte? Haben die so ein dummes Geschwall nötig, um ihre übermotorisierten Blechkutschen für angehende beste Freunde des Tankwarts zu verkaufen? Das ist ja Stupidität mit Exklamation! 🤭️

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines von beidem bin ich tatsächlich. Man sieht, dass das Absender auch nicht so genau weiß, wie ich heiße und wer ich bin. Ich bin mir sicher, dass ein echter Porsche-Händler seine Kunden persönlich ansprechen würde.

Und nach dieser Offenbarung der spammigen „Leistung mit Herkunft“ kommt eine unappetitlich große Portion der Faszination Reklameblah aus der lodernden Hirnhölle:

erleben Sie die Faszination Porsche aus erster Hand. Wir präsentieren Ihnen eine exklusive Auswahl an Werksfahrzeugen, die direkt aus dem Herzen von Porsche [sic!] stammen. Jedes einzelne Fahrzeug repräsentiert unsere DNA [sic!] und wurde nach den strengsten Kriterien für Sie [sic!] vorbereitet.

Der vollständige Katalog mit allen verfügbaren Modellen liegt dieser E-Mail bei.

✓ 111-Punkte-Check
Zertifizierter Zustand nach akribischer Prüfung durch unsere Techniker.

✓ Porsche Approved Garantie [sic! Deppen Leer Zeichen]
Mindestens 12 Monate Garantie und Mobilitätsservice inklusive.

✓ Direkte Konditionen vom Hersteller
Profitieren Sie von exklusiven Preisvorteilen direkt vom Hersteller.

Ihr Weg zu Ihrem Porsche

Nennen Sie uns die Bestandsnummer Ihres Wunschmodells. Wir senden Ihnen umgehend das detaillierte Exposé zu.

Exposé anfordern

Nennen Sie uns bei Interesse einfach die Bestandsnummer Ihres Wunschmodells — wir melden uns umgehend mit dem vollständigen Exposé.

Herzliche Grüße,

Benedikt von Hohenfels
Verkaufsleiter – Porsche Sales & Marketplace GmbH
Tel: 0711 968 ████ 8
E-Mail: info@porsche-salesteam.de
Porsche Sales & Marketplace GmbH
Porscheplatz 1, D-70435 Stuttgart
HRB 730595 | Amtsgericht Stuttgart | USt-ID: DE815578978
© 2025 Alle Rechte vorbehalten.

Der stürmischen Worte sinds gar viele, doch geistig herrscht Windstille. Es ist einer dieser Spamtexte, die sich sehr stark nach einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Journalisten, Politikern und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – anfühlen.

Die angegebene Telefonnummer im Zitat habe ich in einem Anfall unverdienter Gnade unkenntlich gemacht, denn ich gehe davon aus, dass die Angaben im Mailimpressum Lüge sind. Es ist ja eine Spam. Dem Inhaber des sinnlos und rechtlich wirkungslos, aber einschüchternsollend proklamierten „geistigen Eigentums“ auf eine Mail, deren von quasimechanisch anmutendem Reklameblah geprägter Text nicht einmal in der Nähe urheberrechtlich schutzwürdiger Schöpfungshöhe liegt, wünsche ich auch weiterhin viel Spaß mit seiner geistigen Eigentümlichkeit und seinem offenen Bekenntnis zur Leserverachtung und dümmlichen Jurafuchtelei. Einem mit solchen Proklamationen indirekt angedrohten Rechtsstreit um die Zulässigkeit des Vollzitats blicke ich mit großer Entspannung, ja, mit Heiterkeit entgegen. Es kann ja auch nicht jeder Sprechblasenfacharbeiter an der Reklame- und Spamfront intelligent sein. Oder höflich. Oder etwas anderes als eine dumme Kotaustrittsöffnung. Oder in irgendeiner Weise zivilisationstauglich respektvoll. Die Defizite sieht man bereits an der Spam. Durch Hinschauen.

Diese Mail war allerdings nur die Vorspeise des Gammelfleischfraßes, denn es ist ja auch noch eine Datei angehängt:

$ ls -lh Katalog.pdf 
-rw-rw-r– 1 elias elias 7,3M Aug 24 10:08 Katalog.pdf
$ file Katalog.pdf 
Katalog.pdf: PDF document, version 1.7
$ pdfinfo Katalog.pdf 
Title:           Frühlingskatalog.pdf
Keywords:        DAGwWXpRBWM,BAFFNo1uTpU,0
Author:          Seventy777
Creator:         Canva
Producer:        GPL Ghostscript 10.00.0
CreationDate:    Sun Aug 17 20:11:18 2025 CEST
ModDate:         Sun Aug 17 20:11:18 2025 CEST
Custom Metadata: no
Metadata Stream: yes
Tagged:          no
UserProperties:  no
Suspects:        no
Form:            none
JavaScript:      no
Pages:           22
Encrypted:       no
Page size:       595.44 x 842.16 pts (A4)
Page rot:        0
File size:       7645643 bytes
Optimized:       no
PDF version:     1.7
$ pdftotext Katalog.pdf – | wc 
      0       0       0
$ _

7,3 MiB spammig-gammlige Stopfmasse für das Postfach in Form eines 22seitigen „Frühlingskataloges“ für Ende August, der offenbar nur aus Reklamebildern besteht und deshalb kein Wort Text enthält. Herzallerliebst auch die verwendeten Schlagwörter für dieses Dokument. Ich habe Seite 2 mal in Gimp geöffnet und als Bild gespeichert, weil ich PDFs aus der Spam ganz sicher nicht in einem vollwertigen PDF-Betrachter aufmachen werde und generell Dateien aus einer E-Mail nur mit der Kneifzange anfasse. So eine Vorgehensweise empfehle ich auch jedem anderen Menschen, wenn es um Mailanhänge fragwürdiger Herkunft – also aus nicht digital signierter E-Mail vor Überprüfung der Signatur – geht. Diese zweite Seite des Kataloges sieht so aus:

Seite 2 aus dem angehängten Katalog: Gebrauchtwagen Verzeichnis -- Modell Porsche 911 Turbo S (992 I), Preis 185.430,00 € -- Zitat hier abgebrochen

An dieser Seite entzückt nicht nur die (sicherlich nicht für jeden Menschen sofort sichtbare) Tatsache, dass der Autor dieses Dokumentes nicht weiß, wie man sich in der Textverarbeitung oder im DTP-Programm mit klickigen Klicks eine Tabelle klickt und es auch nicht irgendwo nachschlagen wollte, weil er ja gleich arbeiten gehen könnte, wenn er sich Mühe geben wollte – weshalb die Texte der einzelnen Spalten auf unterschiedlicher Höhe hängen und weshalb die Seitennummern und Beträge nicht rechtsbündig, sondern linksbündig gesetzt sind, was das Lesen und Auffassen stark erschwert – sondern auch die angegebenen Preise vermögen zu entzücken. Ich wills mal so sagen: Von 185.000 Øre könnte ich mehrere Jahre, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar bis zu meinem Tod, weiterleben. Und gut weiterleben, also deutlich besser als jetzt. Ja, ich lebe sehr sparsam. Nudeln sind aber auch preiswerter als Ottokraftstoff.

Davon, Geschäfte mit illegal und asozial vorgehenden Spammern zu machen, rate ich strikt ab. Man wird betrogen. Das Geld ist hinterher weg. Wer mich für einen dieser Blogger hält, die im geduldigen Internet gar vieles behaupten können, und mir deshalb nicht glaubt: Gut so! Einfach mal bei der nächsten Polizeidienststelle fragen, was die Beamten dort von der Idee halten, Geschäfte der Großenordnung 200.000 € mit Spammern zu machen! Das kostet auch nur einen kurzen Moment Lebenszeit und kann doch so viel Geld sparen. Aber bitte auf gar keinen Fall auf so eine Spam reinfallen!

Übrigens warnt Porsche selbst in einer Pressemitteilung aus dem Winter dieses Jahres vor Betrugsversuchen im Namen von Porsche:

Das Porsche-Kundenmanagement erhält derzeit vermehrt Hinweise auf Betrugsversuche. Dabei wird ein vermeintlicher „Porschekatalog“ fälschlicherweise im Namen von Porsche-Zentren oder der Porsche AG bzw. der Porsche Deutschland GmbH versandt […] Porsche möchte darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine Betrugsmasche handelt, die bereits den zuständigen Ermittlungsbehörden gemeldet wurde. Die Täter kontaktieren willkürlich Personen und geben sich als Unternehmen des Porsche Konzerns oder der Porsche Handelsorganisation aus

Abgesehen von der illegalen und asozialen Spam ist das die gleiche Nummer. Nur für den Fall angemerkt, dass jemand Porsche auf seiner eigenen Pressewebsite für halbwegs glaubwürdig hält. 😉️

Selbst Menschen, die wegen eines für mich nicht nachvollziehbaren Fetischs beinahe 200 Kiloeuro für ein gebrauchtes Auto ausgeben würden, können sicherlich etwas besseres mit ihrem Geld anfangen, als kriminellen Spammern und Trickbetrügern den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Zum Beispiel mit einem eher unbequemen und deutlich übermotorisierten Auto herumfahren.

Ihre Kundeninformationen im August. #757429584317

Mittwoch, 30. Juli 2025

Oh toll, mit Nummer, das muss wohl so richtig wichtig sein. Wenn jetzt wenigstens auch noch der Trick mit der Sprache funktionieren würde:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines von beiden bin ich.

W bis zum heutigen Tage haben Sie den notwendigen vertraglichen Anpassungen noch nicht zugestimmt. Wir benötigen jedoch eine aktive Bestätigung, um auch langfristig mit Ihnen zusammenarbeiten zu können. Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit, um den Prozess abzuschließen Persönlicher Link zur Bestätigung für.

Aber wer ist W? Und mit wem will er langfristig zusammenarbeiten? Wer ist denn überhaupt der Absender? 😅️

Von: ІNG <axc4s8am@netmeds.com>
An: undisclosed-recipients:;

Ach, ING ist der Absender, aber mit ganz komischer Absenderadresse. Und ich stehe da gar nicht als Empfänger drin. Das muss dieses „Bankgeheimnis“ sein, von dem die immer reden. 🤭️

Anmedlen

Es ist für diese Banken aber auch so schwierig geworden, gutes Personal zu finden. Der gegenwärtige Mailbeauftragte für den Kundendienst kann ja nicht einmal mehr das Wort „anmelden“ schreiben. 😄️

Bitte bestätigen Sie Änderungen bis zum 6. August 2025. Sollten Sie bis dahin nicht bestätigen, bitten wir Sie, dies kostenpflichtig per Einschreiben nachzuholen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre ІNG-DіВа.

Wie, telefonisch geht nicht? Nur per Einschreiben? Oder durch den Klick in eine E-Mail ohne digitale Signatur und mit ganz komischem Absender, in der man nicht als Empfänger drinsteht und in der die zugehörige Kontonummer nicht erwähnt wird? Man muss jetzt nicht dumm sein, um auf dieses Phishing reinzufallen, aber es ist schon sehr hilfreich.

Apropos dumm: Nach ganz vielen leeren Absätzen folgt hier noch ein bisschen Spamprosa, leicht durch runterscrollen zu lesen, wenn auffällt, dass der Rollbalken sich ja noch weiter bewegen lässt:

So funktioniert’s
1. In unter zwei Minuten anmelden
2. Sie erhalten eine Bestätigung Ihres Rabatts
3. 12,50 Euro pro Los werden von Ihrer gewünschten Zahlungsmethode abgebucht
4. Sie nehmen an der Ziehung teil und haben die Chance auf zahlreiche Gewinne
5. Ihren Rabatt von 5 Euro pro Los erstatten wir Ihnen automatisch nach der ersten Ziehung.

Haben Sie Fragen?

Schauen Sie bei unseren häufig gestellten Fragen auf unserer Website vorbei oder kontaktieren Sie uns unter www.postcode-lotterie.de/kontakt.

Für nur 12,50 Euro pro Monatslos haben Sie die Chance auf tägliche Gewinne.

Die Gewinnchancen sind variabel, Beispielrechnungen unter
www.postcode-lotterie.de/lotteriebestimmungen.

Postcode Lotterie DT gGmbH, Martin-Luther- Platz 28, 40212 Düsseldorf. Spielen mit Verantwortung.

Teilnahme ab 18 Jahren.

freenet.de GmbH | AGB | Impressum

Dieser Newsletter wurde am 29.07.2025 um 14:30:30 automatisch an max████@freenet.de gesendet. Bitte antworten Sie nicht darauf. Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie das kostenlose freenet Mail Basic-Postfach nutzen. Sofern Sie keine Newsletter wünschen, empfehlen wir Ihnen unser werbefreies freenet Mail Postfach. Die freenet.de GmbH übernimmt keine Haftung, Garantie oder Verantwortung über den Inhalt des Angebotes, dafür ist alleinig der oben genannte Werbepartner verantwortlich. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie uns hier: freenet Servicebereich.

So so, Postcode Lotterie mit Deppen Leer Zeichen. Schon lange sah eine Phishingspam von einer angeblichen Bank nicht mehr so unterzeugend aus. Das mit den Banken ist ja auch immer so ein Glücksspiel.

Das nächste Mal wünsche ich dem Spammer jedenfalls ein bisschen mehr Glück beim Denken. 🍀️

„Wichtige Information: Ihre Domain läuft bald ab“

Dienstag, 22. Juli 2025

Oh, schön: In Anführungszeichen. Und diesmal sogar in typografisch korrekten Anführungszeichen, so wie es vom Duden für Deutschland¹ vorgesehen ist. Das wirkt natürlich gleich so richtig toll. 😁️

Kein Mensch schreibt einen kompletten Betreff so in Anführungszeichen. Aber in Spam sehe ich das gerade sehr häufig. Mal schauen, wie lange diese Idioten mit angeflanschtem Spamskript noch brauchen, bis sie endlich wieder einen Betreff ohne Anführungszeichen hinbekommen.

Wer schreibt mir denn heute?

Von: Kundеnsегvіcе <7qnpwro6@itcelaya.edu.mx>
An: undisclosed-recipients:;

Aha, der „Kundenservice“ schreibt mit Absenderadresse in einer mexikanischen Domain an ganz viele Leute gleichzeitig, und meine Mailadresse steht deshalb nicht als Empfänger drin. Diese Spam ist so „persönlich“ wie das miese Wetter. Natürlich kenne ich die Absenderadresse nicht, und natürlich ist diese Adresse auch nicht – wir erinnern uns: es geht um „meine Domain“ – in der Domain der DENIC eG. Es ist ja auch eine Spam. Diese Spam wird von meinem rspamd sehr sicher als Spam erkannt und sollte eigentlich überall aussortiert werden, selbst wenn es mal nicht ganz so rigoros zugeht.

Wichtige Information: Ihre Domain läuft bald ab

Das hat der Spammer schon im Betreff gesagt. Es gibt keinen Grund, es zu wiederholen. Aber vermutlich schafft es diese Bande gerade nicht, einen Betreff ohne Anführungszeichen zu versenden, und deshalb haben sie das noch einmal wiederholt, damit es nicht mehr ganz so lächerlich aussieht. In dicken, großen Buchstaben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines von beiden bin ich. 🚻️

Wir möchten Sie daran erinnern, dass Ihre Domain bald abläuft. Um Unterbrechungen bei Ihrer Webseite und E-Mail-Diensten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, die Domain jetzt zu verlängern.

Verlängerungskosten: 9,99 € pro Jahr

⚠️ Achtung: Wenn Sie Ihre Domain nicht innerhalb von 24 Stunden verlängern, wird sie automatisch gesperrt und Ihr Dienst unterbrochen.

Jetzt verlängern

Ein richtiger Hoster oder Domainverwalter würde nicht „bald“ schreiben, sondern ein konkretes Datum.

Natürlich geht der Link weder zum Hoster noch zu einer Domainverwaltung, sondern in eine lustige Domain, von der man vorher noch nie etwas gehört hat. Allerdings haben die Spammer gerade nicht so viel Glück bei der Datenverarbeitung, so dass es leider nichts zu sehen gibt:

$ lynx -dump https://www.itaset.com/.tmb/do

Suche nach www.itaset.com
HTTPS-Verbindung zu www.itaset.com wird aufgebaut

lynx: Unzugängliche Startdatei https://www.itaset.com/.tmb/do
$ _

Wie man vielleicht schon am Verzeichnis sieht, dessen Name mit einem Punkt beginnt – so macht man unter unixoiden Betrübssystemen Dateien „unsichtbar“, damit man sie nicht bei der normalen Ansicht im Dateimanager oder im Verzeichnislisting an der Kommandozeile sehen muss – wurde diese Website mit hoher Wahrscheinlichkeit von Kriminellen gecrackt und der Phishingcode so darin untergebracht, dass es nicht auf dem allerersten Blick auffällt. Der Betreiber oder Hoster dieser Website hat bereits die Notbremse gezogen, dieses Verzeichnis entfernt, die offenbar für kriminelle Übernahmen anfällige Website stillgelegt und einen Hinweis auf Wartungsarbeiten auf der Startseite hinterlegt. Bravo! So wird der Schaden verhindert, bevor er überhaupt entstehen kann. Ich hoffe sehr, dass nicht zu viel Nacharbeit nötig ist.

Soll das spammende, verbrecherische Geschmeiß doch verhungern!

Aber ich hätte schon gern einen Screenshot gezeigt. Allein schon, um selbst zu sehen, was die Spammer hier abgreifen wollen. Die werden sich doch sicherlich nicht mit zehn Euro begnügen, sondern mindestens noch ein paar Passwörter, die Kreditkartendaten und andere kriminell nutzbare Dinge (Name und Anschrift für einen betrügerischen Identitätsmissbrauch) mitnehmen wollen. Die leben doch davon, dass sie andere Menschen um ihr Geld bringen.

Falls Sie die Domain nicht verlängern möchten, informieren Sie uns bitte, damit wir die nötigen Schritte einleiten können.

Na, dann leitet mal Schritte ein! Ich leite unterdessen die nötigen Schritte ein, damit ihr Arschkrebs kriegt! 😁️

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Nein danke, ich habe keine weiteren Fragen.

Mit freundlichen Grüßen,
© 2025 Alle Rechte vorbehalten.

Mit freundlichem Gruß vom „geistigen Eigentum“. 😂️

Au mann, lest ihr eure Texte eigentlich selbst? Ach, ihr könnt gar kein Deutsch, ich verstehe.

Aber das ist noch nicht alles, denn es folgen fünfundzwanzig leere Absätze, in denen jeweils ein geschützes Leerzeichen steht, damit etwas drinsteht, ohne dass etwas sichtbar ist. Warum? Na, damit die folgende Spamprosa nur auffällt, wenn jemand weit über das Ende des Textes hinausscrollt. Diese Spamprosa ist ja nicht für Menschen, sie soll für den Spamfilter „Inhalt“ simulieren, der nicht nach Spam aussieht.

If this was you, then you can safely ignore this email.

If this wasn’t you, your account has been compromised. Please follow these steps:

  1. Reset your password.
  2. Learn how to make your account more secure.

To opt out or change where you receive security notifications, click here.

Thanks,
The Microsoft account team

Privacy Statement
Microsoft Corporation, One Microsoft Way, Redmond, WA 98052

Ich weiß ja nicht, ob ein Hinweis, dass jemand das Benutzerkonto gecrackt haben könnte, so eine gute Spamprosa ist, wenn man Leute mit einer Phishingspam auf einen gecrackten Server locken will… 🤭️

¹Ich weiß es nicht genau, aber die deutschsprachigen Schweizer scheinen durchgehend «französische Anführungszeichen» zu verwenden und das scheint dort auch die Norm zu sein. Ich finde übrigens, dass das viel hübscher aussieht, vor allem, wenn man um die Anführungszeichen nicht so viel Leerraum sprenkelt wie die Franzosen.

Nachricht wichtig :Registrierung für Gebührenfrei Mastercard® Identity Check™

Donnerstag, 14. März 2024

Diese Spam hat mit „Mastercard“ nichts zu tun. Es ist Phishing. Diese Spam kommt auch bei mir an. Ich habe keine Kreditkarte. Wie schon gesagt: Es ist Phishing. Alle Daten, die man auf der verlinkten Website eingibt, gehen direkt an Kriminelle. Die freuen sich immer, wenn sie die Kreditkarten anderer Leute für ihre Betrugsgeschäfte nutzen können. 🎣️

Willkommen zur Registrierung für Gebührenfrei Mastercard® Identity Check™

Hey, Spammer! Die Mail hat schon einen Betreff. Da brauchst du nicht noch einmal einen Betreff in den Text der Mail zu schreiben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Genau mein Name! 👏️

Wenn es um eine wirkliche Karte ginge, stünde dort allerdings nicht nur mein richtiger Name in der Anrede, sondern auch die Kartennummer. Es sind gar nicht so wenige Menschen, die mehrere Karten haben. Aber dann würde das Phishing gar nicht funktionieren, weil fast jedem Empfänger sofort klar wäre, dass er gar nicht gemeint ist. Bis auf den einen, bei dem die Nummer und der Name durch einen Glückstreffer mal stimmen. Wenn die Phisher sich so sehr aufs Glück verlassen wollten, würden sie lieber Lotto spielen, denn da hätte man viel größere Chancen. Deshalb sind solche Phishingmails meist völlig anonym formuliert.

Es gibt allerdings seit vielen Jahren immer häufiger mal Phishing mit namentlicher Ansprache. Das liegt am gegenwärtigen Industriestandard des Datenschutzes, wie ich das gern nenne. Fertige, für das gewerbsmäßige Verbrechen unmittelbar nutzbare Zuordnungen von Mailadressen zu Namen, Telefonnummern und weiteren Daten werden relativ offen für eine Handvoll Bitcoin in den weniger sichtbaren Ecken des Internet gehandelt. Über die Datenqualität kann ich keine Aussage machen. Ich bin davon auch nicht betroffen, weil ich sehr zurückhaltend mit der Herausgabe persönlicher Daten bin. Übrigens nicht nur im Internet, sondern überall, wo Unternehmen irgendwelche Daten für irgendwelche Geschäftsfeldfantasien einsammeln. Eine solche, nach jeweiliger Aufdringlichkeit der Datensammler auch mal sehr unhöflich kommunizierte Zurückhaltung empfehle ich seit anderthalb Jahrzehnten jeden anderen Menschen. Ich spreche in die Flammen und in das Nichts. Manchmal werde ich sogar für geisteskrank gehalten. Auch noch im Jahr 2024. Einige merken es vermutlich erst dann, wenn sie mal persönlich auf die Mail oder den Anruf eines Betrügers reinfallen, der sie namentlich und als Kunde anspricht. Eigentlich sind ja alle Menschen schlau, die einen sinds vorher, die anderen sinds hinterher. 😑️

Mastercard® Identity Check™ ist ein von Mastercard® entwickelter Sicherheitsstandard für Kreditkartenzahlungen, der darauf abzielt, das Risiko von Kartenmissbrauch deutlich zu minimieren.

Na, das ist ja toll! Ich kann förmlich spüren, wie angestrengt darüber bei Mastercard® jahrelang nachgedacht und wie hart anschließend daran gearbeitet wurde! Und, was ist ihnen dabei eingefallen?

Ab sofort müssen nahezu alle Online-Zahlungen nach Eingabe Ihrer Kartendetails durch die zusätzliche Bestätigung mittels einer mTAN (per SMS) und eines persönlichen Passworts von Ihnen autorisiert werden. Dies gewährleistet einen zusätzlichen Schutz vor unbefugter Nutzung Ihrer Kreditkarte. Dieses Verfahren steht für eine sichere Transaktion auf beiden Seiten.

Eine einfache Zwei-Faktor-Authentifizierung. 😂️

Nicht, dass die nicht ein bisschen funktionierte, so lange man nicht eine fiese trojanische App auf seinem so genannten smart phone hat, aber mit dieser monströsen Einleitung eines eigens von Mastercard entwickelten Sicherheitsstandards ist die anschließende Nennung eines Standardverfahrens einfach nur lächerlich.

Oh, apropos lächerlich:

die Möglichkeiten der 2-Faktor-Authentifizierung eine zusätzliche Sicherheitsebene und damit vollstes Vertrauen.

Die Absender haben offensichtlich die Sprache, in der sie spammen, nicht verstanden, und deshalb ist da beim Überarbeiten der Spam ein kleiner Absatzstummel übriggeblieben, der hoffentlich nicht nur mein vollstes Vertrauen erweckt. 🤭️

So, jetzt aber das Wichtigste in einem Phishing;

Aktivieren Sie Ihre Karte gebührenfrei Credit Card für Mastercard® Identity Check™, um sie beim Online-Einkauf zusätzlich abzusichern. Profitieren Sie von diesem Sicherheitsverfahren und registrieren Sie sich jetzt.

Für Mastercard® Identity Check™ können Sie sich kostenlos und schnell registrieren. Klicken Sie auf den folgenden Link, um Aktivieren:

⇥ Jetzt Aktivieren Mastercard® Identity Check™

Nicht daran stören, dass der Absender nur so durch die Sprache humpelt und ganz schnell auf den Link klicken. Die verlinkte Domain…

$ surbl www-gebuhrenfrei-online.com
www-gebuhrenfrei-online.com	LISTED: ABUSE 
$ _

…steht natürlich schon wegen Spam und Spam und Spam auf allen Blacklists dieser Welt, und schon in wenigen Stunden wird sie auch wegen Trickbetrugs (Phishing) auf allen Blacklists dieser Welt stehen, so dass die meisten Nutzer moderner Webbrowser eine deutliche Warnung präsentiert bekommen, wenn sie die Website besuchen. Aber die Phisher rechnen sich aus, dass sie bis dahin wohl so fünfzig bis hundert Opfer einsammeln, die dummgläubig ihre Daten auf irgendeiner Website eingeben, weil in einer unpersönlich formulierten Mail steht, dass sie das für ihre Sicherheit tun sollen. Mit fünfzig Kreditkarten anderer Leute kann man schon einen ordentlichen Betrug mit Millionenschaden aufziehen. 🙁️

Zum Glück für uns alle gibt es ein ganz einfaches Mittel gegen Phishing, das nichts kostet und hundertprozentig wirkt: Niemals in eine E-Mail klicken! Wenn man sich für häufig aufgerufene Websites – etwa die Website der eigenen Bank – Lesezeichen im Webbrowser anlegt und diese Websites nur noch über diese Lesezeichen aufruft, kann einem kein Verbrecher einen giftigen Link unterschieben. Und das geschieht ohne Komfortverlust, denn man klickt ja weiterhin. Nur eben nicht mehr in eine Mail. Nach dem Empfang einer solchen Mail, wenn man sich trotz der diversen Kennzeichen für Phishing wirklich noch unsicher darüber ist, ob sie nicht vielleicht doch echt sein könnte, einfach die Website über das angelegte Lesezeichen aufrufen und sich dort ganz normal (am besten mit einem guten Passwortmanager) anmelden. Wenn sich danach herausstellt, dass die Behauptungen aus der Spam nicht stimmen, das überhaupt kein Problem vorliegt und man gar nichts manchen muss, dann hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt – und sich vermutlich eine Menge Geld, Ärger und verhagelte Lebenszeit erspart. So einfach geht das! Macht das! 🛡️

Beachten Sie: Bei fehlender Registrierung wird die Internetzahlung nicht durchgeführt. Eine Registrierung während des Bezahlvorgangs ist nicht möglich.

Natürlich hat man Nachteile, wenn man nicht macht, was der Betrüger einen sagt. Der Betrüger sagt es ja.

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag der Deutschen Kreditbank AG.

Aha, die DKB ist hier für alle Kreditkarten zuständig? 😁️

Hinweis: Dies ist eine automatische E-Mail-Benachrichtigung. Bitte antworten Sie daher nicht auf diese E-Mail.

Hinweis: Es ist in Wirklichkeit eine dumme Spam. Bitte einfach löschen!

Entf! 🗑️