Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Re

Donnerstag, 28. November 2019, 15:56 Uhr

Wie, eine Antwort? Auf eine Mail ohne Betreff von mir? Ich schreibe keine Mail ohne Betreff.

Von: ‚‘David Harris'‘ <test@stwd.com.my>
Antwort an: ckoch854@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen, die sich jeder Honk kostenlos und recht anonym einrichten kann. Verschlüsselung wird übrigens auch nicht für nötig erachtet, obwohl es hier um ein bisschen Geld geht. Stattdessen soll ganz offen mit Postkarten kommuniziert werden.

Am Charles Koch, […]

Hey, Spammer!

Dass du mit „bin Charles Koch“ anfängst, ersetzt keine persönliche Ansprache des Empfängers. Und dass du Menschenfreundchen…

[…] A philanthropist the CEO and Chairman of the Charles Koch Foundation Charitable Foundation, one of the largest private foundations in the world.

…von dir behauptest, ein großes Tier in irgendeiner Wohltätigkeitsklitsche zu sein, steht in auffälligen Gegensatz dazu, dass du massenhaft Spam mit gefälschtem Absender versendest. Das nennt man nicht Wohltätigkeit, das nennt man asoziales und kriminelles Handeln.

I believe strongly in ‘giving while living‘ I had one idea that never changed in my mind – that you should use your wealth to help people and i have decided to secretly give {$100,000.00} to randomly selected individuals worldwide.

Auf diesem Hintergrund wirkt es schon ein bisschen lächerlich, dass du mir 100 Kilodollar in die Hand drücken willst, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Obwohl du nicht einmal meinen Namen kennst. Aber du willst mir das Geld ja in aller Heimlichkeit und Geheimtuerei geben. Deshalb schreibst du mir das auf eine Postkarte. 🤡

On receipt of this email, you should count yourself as the lucky individual. Your email address was chosen online while searching at random.

Du gibst sogar zu, dass du jede irgendwo im Web einsammelbare Mailadresse mit deinem Müll zur Einleitung eines Vorschussbetruges vollspachtelst.

Kindly get back to me at your earliest time so I know your email address is valid email me.( ckoch854@gmail.com ) Visit the web page to know more about me: http://www.charleskochfoundati on.org/ [sic!] or you can Google me ( Charles Koch ).

Nicht einmal die URL deiner eigenen Website kannst du unfallfrei angeben. Trotzdem soll ich dir glauben und dir antworten. Obwohl du klar machst, dass du sogar eine Domain für deine Website hast, mich aber im gleichen Absatz dazu aufforderst, dir doch bitte an eine Mailadresse in der Domain gmail.com zu antworten. Da muss man schon sehr naiv sein, um drauf reinzufallen.

Aber das ist ja auch klar, denn du willst ja nicht die Schlauen, sondern die Naiven betrügen. Denen, die glauben, dass eine Postkarte vertraulich ist oder die noch nicht einmal wissen, dass eine E-Mail beliebig auf ihrem Weg mitlesbar und veränderbar ist. Denen kannst du die obskursten Geschichten über den Transfer von Geld erzählen, und dann entsteht hier eine Gebühr und dort eine Gebühr, weil du gar kein Konto hast und deshalb nicht einfach einen Scheck mit den 100 Kilodollar in einem versicherten Brief versenden kannst. Und für alle diese Gebühren soll dein Opfer Vorleistungen bezahlen. Natürlich nicht auf ein Bankkonto, sondern anonymisierend über Western Union und Konsorten.

Regards,
Charles Koch.

Komm, Spammer, geh spielen! Auf der Autobahn.

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.