Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


13/11/2017

Montag, 13. November 2017, 19:05 Uhr

Aber Spammer! Du brauchst das Datum doch nicht in den Betreff zu schreiben, es steht doch schon im Header der Mail. Stattdessen könntest du in den Betreff mal reinschreiben, um was zum Henker es eigentlich geht.

Von: O B FOUNDATION <support@z8r.de>
Antwort an: marttinnesbit@aol.com

Aha, der Absender ist gefälscht, und die weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym einzurichtende Qualitätsmailadresse bei AOL laufen.

Good News,

Anstelle einer irgendwie passenkönnenden Ansprache gibts ein „Hey, gute Nachrichten“. Denn hier…

We have an urgent donation for the less privilege ones.

…will jemand den „weniger Privilegierten“ ganz dringend etwas spenden. Aber sowas von dringend! Das ist dermaßen tatütata superdringend, dass die bis jetzt völlig namenlosen Spender mit der gefälschten Absenderadresse, die über so eine Kleinigkeit über eine AOL-Freemail-Adresse kommunizieren wollen, nicht einfach ihr Geld an die weniger Begüterten rausgeben, sondern stattdessen den anonym angesprochenen Empfänger dieser Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges fragen…

Kindly let us know if you can be trusted to receive this funds and distribute it to charity organizations and hospitals.

…ob man ihm Geld anvertrauen könne, dass er dann weiterleitet.

Das kennen wir ja alle aus unserer Alltagserfahrung. Da spricht einem einer auf der Straße an: „Sagen sie mal, halten sie sich für vertrauenswürdig“, und wenn man mit „Ja“ antwortet, bekommt man ein Bündel Banknoten in die Hand gedrückt, soll es für einen bestimmten Zweck ausgeben und der Mensch, der einem das Geld in die Hand gedrückt hat, geht weiter und kontrolliert nichts. So etwas passiert jeden Tag jedem Menschen mindestens fünfmal. Aber nur in der fluffigen, grell pinkfarbenen Hirnersatzmasse im Schädel des Spammers, der sich die Zielgruppe dieser Spam vorgestellt hat.

Reply me for more details if interested ( marttinnesbit@aol.com )

Wer Interesse an weiteren dummen Geschichten von Trickbetrügerbanden hat, kann dem Spammer antworten, aber bitte nicht an die gefälschte Absenderadresse. Warum der Spammer das so auffällig und verdächtig noch einmal erwähnt, wenn sein Spamskript doch auch einen Reply-to-Header setzen kann, bleibt sein Geheimnis. Vermutlich versteht er sein eigenes Spamskript nicht. Oder E-Mail ist ihm generell zu kompliziert. Na, hauptsache vom Spenden versteht er etwas! :mrgreen:

Regards,

Martin Nesbitt

Komm, „Martin“, das kannst du besser!

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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