Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Spamisch! In HTML!

Mittwoch, 19. September 2007, 00:04 Uhr

Werter Spam-Verbrecher spanischer Sprache,

nicht nur, dass du wissen solltest, dass de-Domains in der Regel zu deutschsprachigen Empfängern gehören, auch deine Aufforderung…

Este email se ha creado con formato HTML. Si usted no puede visualizarlo correctamente, copie la URL siguiente en su navegador de Internet, o haga clic sobre ella:

http://www.fosfenismo.info/Mailings/index99.html

…dass ich doch wenigstens deine Drecksseite ansurfen soll, wenn ich schon keine HTML-Mails darstellen lasse, zeugt von Renitenz und Aufdringlichkeit, du Nervenarsch. Zumal ich keinen Wert darauf lege, deine Mittel zur Verbesserung der zerebralen Leistungsfähigkeit, die du in deiner Mail in stümperhaftem, aber bildreichem HTML anbietest, auch nur ausprobieren zu wollen.

Dass du ein richtiges Arschloch bist, wird beim Blick in dein HTML sichtbar. Tatsächlich sind einige deiner Bilder über ein CGI-Skript ausgeliefert und teilen dir dabei praktischerweise mit, dass die Mailadresse existiert und gelesen wird. Ich sage ja schon immer, dass man auf HTML-Mail verzichten kann und sollte, da sie in der Regel nur missbraucht wird, aber du lieferst mir mit deiner fehlgeleiteten Kreativität und deinen Spionageversuchen ein besonders gutes Argument, du gieriges Gesäuge, du.

Geh dahin, wo der Pfeffer wächst.

So, und nun noch ein paar Worte für die Menschen, denen das alles sehr spanisch vorkommt. Es handelte sich um eine HTML-Mail, in der jede Menge Bilder eingebettet wurden. Alle diese Bilder sollten aus dem Internet nachgeladen werden. Einige dieser Bilder waren jedoch keine direkt eingebetteten Bilddateien, sondern wurden über ein Skript ausgeliefert, dass nicht nur den Namen des Bildes als Parameter bekam, sondern auch die Mailadresse, unter der ich diese Spam empfangen habe. Der Spammer (oder besser: die kriminelle Bande, die diese Spams versendet) würde also schon erfahren, dass seine Spam angekommen ist, wenn ich sie nur anschaue. Damit hat er eine „Erfolg versprechende“ Mailadresse für weitere Attacken auf mein Postfach und mein Nervensystem gefunden.

Was man dagegen tun kann? Ganz einfach: Keine HTML-Mails anschauen. Die meisten richtigen Mailclients bieten die Möglichkeit, dieses völlig unnötige Feature abzustellen. Man kann es ruhig als Regel betrachtet, dass jemand, der seine Mails als HTML-Mails verfasst, nichts mitzuteilen hat – jede richtige Mitteilung passt auch in ein einfaches Textformat.

Diese einfache Maßnahme ist ein wirksames Mittel gegen den hier angewendeten Trick zur Überprüfung einer Mailadresse durch einen Spammer.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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