Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Kryptisches“

Antwort

Freitag, 28. Dezember 2018

Von: FU CHENG <lupos71@alice.it>
Antwort an: FU CHENG <fucheng2@web.de>

Der Absender ist gefälscht, und für die weitere Kommunikation soll eine Mailadresse beim beliebten deutschen Freemailer Web.de verwendet werden. Da wird der Absender aber gewiss sehr gut Deutsch können, wenn er sich durch die Einrichtung einer Mailadresse bei einem deutschen Freemailer hangeln konnte. Mal reinschauen:

Es ist verst"andlich, dass Sie ein bisschen besorgt sein k"onnten, weil
Sie kennen mich nicht, aber ich habe einen lukrativen Gesch"aftsvorschlag von Gegenseitigkeit
Interesse, mit Ihnen zu teilen. Ihre fr"uheste Antwort wird gesch“atzt.
Mit freundlichen Gr"ussen, E-Mail:
Herr FU CHENG

Vielleicht sollte das Spammchen besser in einer Sprache spammen, die es wenigstens ein bisschen beherrscht. Dann vergisst es auch die (überflüssige) Angabe der Mailadresse nicht, wenn es aus irgendeiner anderen Spam ein paar Texttrümmer übernimmt. 😀

Nicky

Samstag, 1. Dezember 2018

rbeovh lvorsbsqh zsustrwx

http://www.fundament.tom.ru/p3zcwwvo/3mkqkw0e.php?[ID entfernt]

Ja, schon klar, Spammer! Ich kenne den Absender nicht, im Betreff steht die Chiffre eines mir nichts sagenden Vornamens, ich sehe irgendwelche unverständlichen Abschreibsel aus einem Löffel Buchstabensuppe vor mir und soll auf den klicki-klicki Link klicken.

Das ist sicherlich eine total erfolgversprechende Methode! 😀

Echt schade, Spammer, dass dein Vater damals nicht an einen Zug masturbiert hat. Sonst wärst du heute noch unterwegs.

Ohne Betreff

Samstag, 17. November 2018

Aha, ein Überraschungsei. Mit einer Spam. Ob da wohl etwas Schönes drinsteckt?

Von: Nicky <eikan8@minos.ocn.ne.jp>

Kenne ich nicht.

Unbelievable! http://between.kazzarbazzar.com
It really works!

Nicky

Und der Überraschungsei-Stil geht weiter. Nichts in dieser illegalen und asozialen Spam gibt auch nur einen leisen Eindruck davon, um was zum hackenden Henker es hier eigentlich geht. Um das zu erfahren, müsste man schon auf den Link klicken. Ich empfehle in solchen Fällen immer, die Spam einfach zu löschen – denn die Probleme, die man sich durch einen Klick in eine Spam einfangen kann, stehen in keinem guten Verhältnis zur befriedigten Neugier.

Wer dennoch darauf klickt, landet nach der üblichen Kaskade von Weiterleitungen auf der Höhle-des-Löwen-Site eines anonym bleibenden Bitcoin-Reichwerdexperten, der schon am Anfang dieser Woche mit massiver Kommentarspam in Blogs und Foren versucht hat, Aufmerksamkeit für seine unter Missbrauch der VOX-Marke „Die Höhle der Löwen“ aufgestellte Behauptung zu generieren, dass sich jeder frisch Amputierte einfach das Geld bündelweise aus der Steckdose ziehen kann. Wichtigster Unterschied zur Version, die mich schon am Montag gelangweilt hat: Das Logo im Titel ist ein anderes geworden.

Logo der betrügerischen, mit Spam beworbenen Website

Ansonsten ist der überlange Text vor allem ein wenig gekürzt.

Offenbar geht der Spammer davon aus, dass seine Zielgruppe mit dem Lesen langer Texte überfordert ist. Für Freunde des knackigen Dummenfangs aus der Spamhölle des aaspickenden Geiers habe ich einen Screenshot der betrügerischen Website angefertigt.

Dem Spammer empfehle ich übrigens, in Zukunft beim Skalieren von Bildern auf das Seitenverhältnis zu achten… ach, wenn er sich Mühe geben wollte, müsste er ja nicht wie ein Asozialer spammen, sondern könnte auch arbeiten gehen. Ich verstehe. :mrgreen:

Re: Re:

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Kontra! Re! Bock!

Von: AMOUSSA Asli <Asli.AMOUSSA@cnrs.fr>
Antwort an: sa7090832@gmail.com <sa7090832@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht.

Und nein, ich kenne diese Canaille nicht. Auf gar keinen Fall ist diese Mail eine Antwort auf eine Mail von mir. Der Betreff ist also vorsätzlich irreführend, und mehr muss man eigentlich nicht wissen, um die Mail in den Müll befördern zu können.

Hallo, […]

Genau mein Name!

[…] es gibt dringende Informationen […]

Aber von so dringender Dringlichkeit sind diese Informationen, dass es ihnen nicht einmal gelingt, durch den Spamfilter zu dringen.

[…] zu Ihrem Namen, […]

Meinst du meinen Namen „Hallo“? 😀

[…] die ich gerne mit Ihnen in meinem Büro besprechen würde.

Und, wo ist die Büroadresse?

Bitte kontaktieren Sie mich für weitere Details.

Ach, die Antwortadresse für eine Mail mit gefälschtem Absender ist deine Büroadresse. Und alles Weitere läuft über eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse bei einem Freemailer. Na klar, du bist ja auch ein Spammer und willst mit dieser gleichermaßen unbeholfen wie kryptisch formulierten Spam vermutlich einen Vorschussbetrug einleiten.

Danke

Oh, dieser pseudohöfliche Dank von dahergelaufenen, stinkenden Leuten, die mir mit ihrem Kommunikationsmüll etwas von meiner beschränkten Lebenszeit geraubt haben! Wie gerne würde ich ihnen mit großer Wucht ins Gesicht treten, um mich anschließend ebenfalls bei diesen dummen Arschlöchern zu bedanken! 👿

Und das Schlimmste daran: Diese verächtliche und verachtenswerte Unsitte ist inzwischen weit eingerissen, häufig in der Reklame und gar in Briefen an sich reputabler Unternehmen an ihre Kunden zu finden. Hat denn niemand mehr ein verdammtes Quäntchen Sprachgefühl? Oder werden Menschen heute einfach nur noch offen verachtet, nicht nur von Verbrechern, sondern von jedem Kaufmann?

Ach! 🙁

Good day, Please Can We Talk?

Freitag, 31. August 2018

So weit der Betreff.

Von: Celina Jay <akumedem@gmail.com>
Antwort an: celina2×2@yahoo.com

So weit der gefälschte Absender und eine weitere, schnell, kostenlos und anonym eingerichtete Freemail-Adresse, über die ich mit dem Spammer „sprechen“ könnte, wenn ich das wollte.

Und, worüber sollen wir jetzt sprechen, Spammer? Ach, das willst du mir vorher gar nicht sagen, weil der Nachrichtentext der E-Mail völlig leer ist. Ja, richtig, in deiner Schrottmail finden sich zwar massenhaft wohlgeformte Header, aber kein Wort Mitteilung.

Nee, Spammer, du musst mir schon sagen, worüber wir reden sollen. Ich nehme keine Katzen im Sack. Schon gar nicht, wenn sie über eine Spam an eine für menschliche Leser völlig unsichtbare und deshalb nur von Spammern verwendete Honigtopfadresse kommen.

Na, vielleicht hast du nachher ja dein kaputtes Spamskript repariert. Dann gibt es vielleicht noch eine Spam, in der auch drinsteht, um was es geht. Aber dass du dein Gehäcksel mal vor der Verwendung kurz testest, wäre ja wirklich zu viel Mühe. Und wenn du dir Mühe geben wolltest, dann könntest du ja gleich arbeiten gehen.

Good Day Friend.

Mittwoch, 22. August 2018

Aha, ein Qualitätsbetreff. Mal schauen, welche „Freundschaft“ mir hier begegnet.

Dear Sir/Madam ,

Ja, eines von beiden bin ich. Woher weiß der Spammer das? :mrgreen:

I have contacted several times regarding an approved Unclaimed Asset Project PV5Z602114 but have not heard from you till now, […]

Aha, der Spammer hat einen Löffel Buchstabensuppe abgeschrieben und will mich glauben lassen, dass es sich dabei um ein genehmigtes Unbeanspruchtes Vermögens-Projekt handelt. Wahrscheinlich das Geld vom sehr geehrten Herrn oder Dämlein. Dabei habe ich gar kein Vermögen.

Please let me know if your email is still valid.

Ich werde einen Teufel tun!

Angebot

Dienstag, 14. August 2018

Na, was willst du mir denn anbieten?

Von: Garcia, Jacaranda <GarciaJ17@heritage.edu>

Ich habe versucht, Sie zu erreichen, ich habe ein Angebot für Sie kontaktieren Sie meine E-Mail für Details (AT) jeanettewong246@hotmail.com​​

Aha, eine Katze im Sack. Aber so ein schöner Sack mit so einer niedlichen Katze drin! Natürlich mit gefälschtem Absender, so dass man nicht einfach an die Absenderadresse antworten kann. Katzen im Sack sind ein total beliebtes Angebot, vor allem in einem Internet voller Kriminalität und Schadsoftware.

Nur eine Frage, Jacaranda oder Jeanette, eine Frage lastet noch schwer auf meinem Gemüte und fleht um Antwort: Wenn du nicht einmal meinen Namen kennst, über welchen Kanal hast du denn vor deiner debilen Spam versucht, mich zu erreichen? 😀

Mold 00110-VQ-00513 / Sun Jul

Montag, 30. Juli 2018

Abt.: Meisterwerke der HTML-formatierten Spam

Screenshot Mozilla Thunderbird mit der Darstellung einer HTML-formatierten Spam, die praktisch nur aus Zeichensalat besteht (der sich dann durch CSS zu einem lesbaren Text formen soll)

Dieses großartige Werk ist leider trotz aller Bemühung um das Verstecken von Inhalten nicht am Spamfilter vorbeigekommen. Und lesbar ist es auch nicht – außer man lockert die Sicherheitseinstellungen seiner Mailsoftware etwas, so dass die CSS-Formatierung gewisse Bestandteile dieser Mitteilung unsichtbar macht und nur den Text übrig lässt. Aber wer würde denn bei einer E-Mail im Glibbersieb des Spamfilters die Sicherheitseinstellungen lockern. Das wäre doch sehr dumm. 😉

Leute, die solche Techniken aus der Spamhölle nötig haben, sind ganz sicher gute Geschäftspartner für andere Leute, die sich gern betrügen lassen. Viel Spaß dabei!