Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kann es sie sein

Sonntag, 11. April 2010

Die Bilder, die für diesen Beschiss aus dem Internet geraubt werden, sehen aber auch immer entzückend ausAch! Die Bilder, die für diesen Beschiss von irgendwo aus dem Internet geraubt werden, sehen aber auch immer wieder entzückend aus. Wer eine hübsch aussehende Frau ist, sollte besser keine vorteilhaften Fotos von sich irgendwo in irgendwelche Profile stellen, denn sonst könnten sie von diesen Betrügern missbraucht und an ein paar Millionen Spamempfänger gesendet werden, auf dass es bei einer Handvoll Empfänger auch ja das Herz und den Geldbeutel öffnet. Der Hosenstall kann übrigens zubleiben, denn diese „Frauen“ existieren nicht und zum Treffen kommt es niemals, egal, wie viele Fahrkarten man bezahlt, wie viele Behandlungskosten für den kranken Opa man übernimmt, wie viele Bearbeitungsgebühren für Papiere man legt, wie viele Beamte man zu bestechen hilft und wofür man sonst noch sein Geld über Western Union und MoneyGram ins Ungewisse schickt…

Hallo!
Mich rufen Ekaterina, aber die freunde nennen mich einfach Katya. Ich will sie kennenlernen. Ich suche den wuerdigen, guten mann fuer die gegenwaertigen beziehungen. Und was sie suchen?

Hallo Katya,

ich kann dich doch als Freund betrachten und Katya nennen, denn du schreibst mir ja immer wieder, und das auch noch auf allen meinen aktiven Mailadressen. Aber obwohl ich so oft von dir lese, bleibst du für mich ein großes Rätsel. Zum Beispiel wegen der deinen Mails angehängten Fotos, auf denen du jedesmal vollkommen anders aussiehst. Aber immerhin, du siehst jedesmal zum Anbeißen aus…

Ich habe mich entschieden, ihnen diesen brief, und es fuer mich den sehr aufregenden moment zu schreiben. Ich hoffe, dass sie mir antworten werden. Wenn, natuerlich, sie fuer die gegenwaertige bekanntschaft interessiert sind.

Auch frage ich mich immer, Katya, wie du denn eigentlich an meine Mailadresse gekommen bist, aber dabei nicht einmal weißt, wie ich heiße. Glaub mir, Katya, wenn du mich mit Namen ansprechen könntest, denn wäre die Chance viel größer, dass ich dir auch antworten würde. Aber so… weißst Du, Katya, das wirkt einfach ein bisschen… nuttenhaft. Aber ganz billig nuttenhaft. Sich da wie eine öffentliche Bedürfnisanstalt hinstellen und sein Angebot der „gegenwärtigen bekanntschaft“ vor einem Millionenpublikum zu offerieren und auf jede Ansprache zu verzichten. Mit Verlaub, Katya, aber wenn ich an einem guten Puff vorbeigehe, denn denken sich die Frauen dort wenigstens etwas aus, wenn sie mich ansprechen. Und überhaupt hat der Puff einen großen Vorteil, denn dort kriege ich wenigstens etwas für mein Geld. Von dir, Katya, und von allen deinen Freundinnen im Geiste, gibt es nur Lügen und triefende Briefe und – wenn einer erstmal angebissen hat – stetige Bettelei um immer mehr Geld und das Versprechen eines baldigen Treffens.

Ich wunsche, meine zweite haelfte zu finden, die leider ich noch ich nicht begegnet bin. Kann es sie sein?

Wieso sehe ich bei deiner Metapher und bei deinem hilflosen Fleischmarkt-Getue vor meinem inneren Auge auf einmal lauter Schweinehälften an Haken hängen? :mrgreen:

Ich hoffe sehr, dass sie mir antworten werden, und es wird ein anfang unserer beziehungen.

Ach, Katya, ich habe dir doch schon so oft in diesem Blog geantwortet, aber du liest es einfach nicht. Sonst würdest du vielleicht deinen Stil ein bisschen verbessern. Mit „unserer Beziehung“ kommt es so einfach nicht voran.

Mit diesem brief, ich schicke ihnen die fotografie. Ich hoffe, dass ich ihnen gefallen werde. Wenn sie mir antworten werden, werde ich mit dem vergnuegen ihnen groesser ueber mich erzaehlen. Wenn sie fragen haben, koennen sie mich fragen.

Wie üblich, Katya, hast du das Bild so ausgewählt, dass es wohl vielen Empfängern spontan gefallen wird. Aber eigentlich habe ich an dich nur noch eine Frage: Wie willst du eigentlich jemanden weis machen, dass du eine langfristige Beziehung zu ihm wünschst, wenn du nur seine Mailadresse hast und noch nicht einmal seinen Namen kennst, geschweige denn etwas über seine persönlichen Lebensumstände weißt? Findest du das nicht ein bisschen unglaubwürdig?

Ich werde auf ihre antwort warten. Ich hoffe, dass sie nicht zwingen werden, auf mich im laufe langer zeit zu warten.

Ich hoffe vor allem, dass du, Katya, im Laufe der nächsten Wochen einen besseren und weniger verwerflichen Broterwerb findest als die hilflose Betrugsnummer.

In der aufregung und der erwartung der antwort, Ekaterina!

P.S: Bitte antworten sie nur auf meine e-mail: katyakukolka (at) yahoo.de

P.S.: Bitte auf gar keinen Fall die Mail beantworten, indem man auf „Antworten“ in der Mailsoftware klickt, denn die Absenderadresse ist natürlich gefälscht. Eine ideale Grundlage für eine langdauernde und tragfähige Beziehung. 😈

Diese „Liebesbriefe“ werden zurzeit auch immer mieser…

aldine acinetiform adhering acidifiable acclimatizations

Samstag, 10. April 2010

Absolute Aussagelosigkeit absenden – aber anständige Aliteration anreißen! Affengeil? Anders?? Ansprechend??? – Aber alles andere; albern, auch arschschlecht. Arge Antinachricht am Aktenvernichter abgelegt…

Klar, Microsoft hat das „Copyright“ an dieser Drecksspam, denn Microsoft schreibt ja auch immer mit gefälschtem Absender… :mrgreen:

Lassen Sie uns Ihr Vermoegen vervielfachen

Samstag, 10. April 2010

Eine persönliche Ansprache gibt es nicht.

Unser Projektleiter […]

Und deren Projektleiter hat auch keinen Namen, ebensowenig, wie diese mit gefälschtem Absender mailende Firma einen hat.

[…] sind […]

Wenn man die Drecksmail von einem blöden Computer aus Textbausteinen zusammensetzen lässt, denn kommt es auch mit Singular und Plural ein bisschen durcheinander, von der allgemeinen Ausdrucksweise…

[…] beim ermitteln europabreit Berufsgenossen, jene etwa 13 Werkstunden pro Woche keine Arbeit besitzen um mit unserer Firma einzuspringen

…und der Grammatik einmal ganz abgesehen. :mrgreen:

Um weitere Infos zu bekommen, koennen Sie sich gerne bei uns unter tonybaner (at) hong-kong-1.com melden

Wer sich weder von diesem Gestammel abhalten lässt, diesen Sondermüll sofort zu löschen, noch irgendetwas sonderbares daran findet, dass sich diese Mail wegen der technischen Stümperei und der gefälschten Absenderadresse nicht einfach mit einem Klick auf „Beantworten“ im Mailprogramm beantworten lässt, der kann sich gern melden. Die Verbrecher, die so ihre Schergen suchen, freuen sich über jeden Deppen, der unter seiner persönlichen Anschrift deren Geschäfte macht und das Geld über Western Union weiterleitet. Die sitzen einfach nicht so gern im Gefängnis.

Laenger als 10 Minuten bumsen koennen

Freitag, 9. April 2010

Haben sie im Bett probleme die Ehefrau zu befriedigen?

Die „Zielgruppe“ der Pimmelpillen-Spammer sind ganz offenbar Männer, die keine andere Idee haben, wie man eine Frau sexuell befriedigen könnte, als dadurch, dass sie mit ihrem Zauberstab im Dunkeln stochern. Wie man zu einer derart fantasielosen Auffassung von sexueller Betätigung kommt, ist mir zwar ein Rätsel – aber vielleicht sind Männer, die in solch engen Vorstellungen gefangen sind, ja auch besonders dumm und damit generell eine gute Zielgruppe für Spam.

Die Power der Erektion ist dadurch 2-5 mal haerter, unsere Original Maennerprodukte bessern sehr deutlich die s_e_x_uelle Power, Energie und die Sp
ermien.

[Zeilenumbruch aus dem Original…]

Ein bisschen dumm – oder besser – dumm wie ein Haufen Pferdedung muss man schon sein, um in den Nichtszusagen dieser ebenfalls dummen Spamtexte einen Grund zu sehen, Interesse an irgendeinem Angebot zu bekommen. Wie sieht denn eine „härtere Power“ aus, und wie wurde wohl der angegebene Faktor der zwei- bis fünffachen Härte gemessen? Einmal ganz davon abgesehen, dass die Auflistung „Power, Energie und Spermien“ ungefähr wie „Äpfel, Birnen und Volkswagen“ klingt.

Shoppen Sie jetzt und vergessen sie Ihre Entaeuschungen und geniessen Sie Ihr S-e-x-Leben.

- Versand gratis
– ohne Zollstreit
– bequem im Internet einkaufen.
– pflanzliches Potenzmittel
– diskret verpackt

Wer glaubt, dass er bei spammenden Betrügern ein „diskret verpacktes“ Placebo – sorry: „pflanzliches Potenzmittel“ – für sein Geld bekommt, hat sich geschnitten. Bei diesen Halunken gibt es im günstigsten Fall gar nichts fürs Geld, noch nicht einmal einen „Zollstreit“. Deshalb haben die auch kein Interesse an irgendeiner Kundenbindung über eine gut gemachte Website, sondern senden regelmäßig auf der Suche nach zwei Handvoll dummer Opfer ein paar Millionen Spams mit gefälschtem Absender durch die Welt und kümmern sich in ihrer asozialen, verbrecherischen Haltung einen Dreck darum, welche Last sie damit auf Mailservern anderer Menschen verursachen. Ach ja, die Website, auf der man „shoppen“ soll…

Gar nicht mehr zufrueh schlapp machen und die Frau richtig lange voegeln!

Oder andere Produkte einkaufen auf

http://detourSiXPryor.spaces.live.com

…ist mal eben schnell bei live.com eingerichtet und in ein paar Stunden schon wieder verschwunden. Hauptsache, die Spammer bleiben immer anonym, denn sie gehen für ihre Betrugsnummern einfach nicht gern ins Gefängnis.

Schade, dass Microsoft den Missbrauch von spaces.live.com durch die Spammafia seit Monaten nicht in den Griff bekommt. So langsam entsteht da bei mir als Außenstehenden der Eindruck einer gewissen Gleichgültigkeit auf Seiten Microsofts, und dieser Eindruck ist nicht dazu geeignet, das Ansehen, dass ich allgemein von Microsoft habe, zu verbessern. Sogar Yahoo und eine Nutzlossite wie MySpace haben den früher recht häufigen Missbrauch durch Spammer inzwischen wirksam unterbunden, da sollte Microsoft doch auch nach einer eingehenden Analyse des Missbrauchs ihrer Dienste etwas einfallen, oder?! Ich sags ja: Nach so vielen Monaten von diesem Dreck wirkt Microsoft einfach nur gleichgültig.

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Frohe Gruessen

Prof. Dr. Margarete Hoffmann

Ein Name und Titel, so echt wie der gefälschte Absender, so ehrlich wie die Lügen in der Spam und so ehrenhaft wie der Missbrauch anderer Menschen Server und Webdienste. Und damit auch jeder merkt, dass es sich wirklich um kriminelle Spam handelt…

Gases Craig Who, Lonesome carpet explicit helicopters diplomacy canine Filmmaker.

…noch eine „schöne“, aus Bausteinen generierte Prosazeile drunter, die solche Drecksmails besser durch die Filter bringen soll.

Psychologists – 272,188 records and 9,874 emails

Donnerstag, 8. April 2010

Oh, diese Spammer, die ihre verfluchten Adresslisten verkaufen wollen – natürlich mit Spam…

Please feel free to contact me at the email below for more info and to get samples.

Regards,
Aldo Baca
Email: Miranda.Benavides (at) listpros.co.cc

…und mit ganz offenem Zugeben, dass sie ihren Absender gefälscht haben. Unter Spammern und Arschlöchern, die Spammer werden wollen, hat man für so etwas ganz bestimmt Verständnis. Und zu guter Letzt macht dieser spammende Adresshändler-Bastard auch noch klar…

this is where to go to stop the mailing please email disappear (at)listpros.co.cc

…wie man an so viele überprüfte Mailadressen drankommt. Wegen der Deppen, die eine Spam mit einem Newsletter verwechseln und sich „austragen“ wollen.

Der Bonus gehört Ihnen – Jetzt registrieren

Donnerstag, 8. April 2010

Zugegeben, es ist kein so ungewöhnlicher Text, sondern die monatlich tausendfach in das virtuelle Postfach prasselnde Massenware der asozialen, kriminellen, betrügerischen Spam:

Machen Sie Ihre Träume wahr – jetzt hier spielen und groß gewinnen.

http://www.casinoswebbest.net/de/

Natürlich nennt sich dieses „Casino“ in seinem Absender nicht „Web Best Casinos“ und macht das fehlende Genitiv-“s“ zur Pluralform – nein, es nennt sich im Absender „Casino Golden Mummy“, also „Casino Goldene Mumie“.

Bei der klassischen Mumifizierung im altägyptischen Totenkult bestand einer der ersten Schritte darin, dass dem Leichnam in einer etwas schwierigen Technik das Gehirn durch die Nasenlöcher herausgezogen wurde. Von daher finde ich den Begriff der „Mumie“ schon eine ganz passende Metapher für jene Idioten, die wirklich auf einen Link in einer Spam herumklicken und so einen Beitrag dazu leisten, dass sich Spam für diese Betrügerbanden auch weiterhin lohnt.

Wie immer gibt es diese dürftige Botschaft auch mit anderer Zielgruppenansprache und einige hundert Mal, damit auch wirklich klar ist, dass hier Verbrecher mit Wegwerfdomains falsche Erwartungen wecken. Nur der Vollständigkeit halber sei auch ein anderer, derzeit verwendeter Text der Casino-Spammer zitiert:

Betreff: Seien Sie ein Valentin-Star und kassieren Sie großartige Belohnungen [sic!]

Sie verpassen eine der besten Casino-Unterhaltungsmöglichkeiten im Internet. Legen Sie jetzt los und schnappen Sie sich die Gratisgutschrift von 1.200.

www.webcasinosbest.net/de/

Das „Magic Box Casino“, über dessen Affiliate-Programm die Spammer Geld kassieren, weiß übrigens nichts von den vollmundigen Versprechungen. Dafür veranstaltet es Glücksspiele, die von niemanden kontrolliert werden und wegen ihrer technischen Durchführung beliebig manipulierbar sind. Zu allem Überfluss ist die Teilnahme an solchen Glücksspielen in der Bundesrepublik illegal, so dass man kaum eine Chance hat, sich zur Wehr zu setzen, wenn man zufällig einmal bemerkt, wie man dort beschissen wird.

Finger weg von allem, was mit Spam beworben wird. Und: Finger weg von windigen Glücksspiel-Veranstaltern im Internet.

Möhre

Dienstag, 6. April 2010

Im Moment ist die Spam zwar nicht weniger geworden, aber dafür öder als jemals zuvor. Irgendwelche „Läden“ haben so große Probleme, ihr Viagra trotz gewaltigen Rabatts loszuwerden, so dass sie mir mindestens vierzig Mal am Tag davon Kunde erstatten, natürlich jedesmal mit einem anderen Rabattsatz und mit einer anderen Internetadresse. Andere scheinen auf einem Berg von nachgemachten Markenuhren zu ersticken. Und natürlich gibt es auch das bekannte „Magic Box Casino“, oder besser, ein paar aufdringliche Spammer, die immer wieder auf ihre Wegwerfseiten verlinken, damit sie über das Affiliate-Programm des „Magic Box Casino“ ordentlich kassieren können – das so beworbene „Casino“ weiß natürlich formell nichts von den vollmundigen Angeboten der Spammer, tut aber scheinbar auch nichts, um die Zusammenarbeit mit den Spammern zu beenden.

Es ist eben die übliche Ödnis. Immer die gleichen Textbausteine in diesen Nullnachrichten.

Aber hin und wieder gibt es doch etwas Bemerkenswertes dabei. Zum Beispiel, wenn die Spammer unbedingt noch die abwegigsten Metaphern für das männliche Glied bemühen müssen, damit ihre Texte eine Chance haben, durch den Spamfilter zu passen. So las ich eben den folgenden, sehr vegetarischen Betreff:

Betreff: Ihre Moehre ist zu klein

Mit Verlaub, Spammer, diesen Begriff in dieser Verwendung höre oder lese ich zum ersten Mal…