Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Donnerstag, 17. Januar 2019

Abt.: Vom Chinatinnef zur Quacksalberei

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Ist in der Schokopampe zum Bauchwegzaubern denn auch Zucker drin? 😀

(#8442) Make sure you definitely go through this just before something awful may happen 16.01.2019 05:25:21

Mittwoch, 16. Januar 2019

Schön, dass Datum und Uhrzeit im Betreff stehen. Die stehen zwar auch im Mailheader, aber so steht wenigstens etwas Bedeutsames neben „Hey, lies das, bevor irgendwas Schreckliches passiert“ im Betreff. Normale Menschen schreiben im Betreff ja rein, um was es geht…

(#8442) Make sure you definitely go through this just before something awful may happen 16.01.2019 05:25:21

Das hast du schon im Betreff gesagt. Es wird auch durch Wiederholung nicht intelligenter.

Hey,

Genau mein Name.

I have a private website that includes all kinds of offerings that i sell in dark net.

Herzlichen Glückwunsch! Du sagst, dass du dazu imstande bist, einen hidden service aufzusetzen. Das kann nicht jeder. 😀

Anything from entirely wrecking a person’s home business to human injuries and so forth, on the other hand absolutely nothing significant like eliminating.

Aha, du bietest also im Darknet Arschlochdienste wie das Kaputtmachen von Menschen an. Damit ist ja schon einmal geklärt, was für ein Typ Mensch du Arschloch bist.

Most of the time it is some shit similar too declined relationships or competition at work.Anyhow i have been reached recently by individual to place an arrangement and the objective is not surprisingly you.

Und jetzt soll ich dein nächstes Ziel sein. Leider hat dein Auftraggeber dir von mir nur eine Mailadresse gegeben, so dass du mich als „Hey“ ansprechen musst. Dabei hätte ich mich nicht einmal erschrocken, wenn ein Name in der Anrede gestanden hätte, denn die kriminellen Spammer haben im real existierenden Datenschutz des 21. Jahrhunderts viele Quellen für die Zuordnung von Namen zu Mailadressen, während für datensammelnde Unternehmen das massenhafte Herausschleudern von Daten auch weiterhin preiswert, haftungsfrei und konsequenzenlos bleibt. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich jahrelang Spams für Angelika Märkell empfangen habe — denn wenn man einmal einem Spammer einen Namen gegeben hat, kommt der an vielen Stellen wieder heraus. Spam, die nur dafür gemacht ist, Daten einzusammeln, ist ja auch gar nicht so selten.

In a instant and smooth fashion.To be honest i only receive money following each finished task and so choice to get hold of you prior, to be able to give me just for being non-active that i usually offer the victim.However,if i don’t receive what im requesting,my executer will fulfill the order.

Wow, du machst das für Geld? Und erzählst das deinen Opfern auch noch vorher? Warum solltest du das tun, wenn du so ein „Profi“ bist, der so toll spammen kann und der so lustige Gruselstories erzählen kann und der so ein großes Arschloch ist? Ach ja, um aus deinen Opfern auch noch Geld rauszupressen, bevor du sie fertigmachst. Oder besser und müheloser für dich: Um einfach nur aus deinen Opfern Geld rauszupressen.

Although in case if we’ll generate an agreement, besides canceling the order you’re going to receive full info regarding the client that i have recorded.Immediately after the purchase is complete,I often get rid of the executor also,as a result i have a choice, acquire 1200 out of you, in essence with no effort and hard work, or perhaps to get 4 thousand through the client, but to shed my executor.

Dabei reichen dir schon 1.200 mühelose, statt 4.000 für bezahltes Zerstören. Aber bitte nur…

I am receiving transfers only via Btc aka bitcoin , it’s my btc address
– _*1BAKf1jeK5pMAyGX9tjFfJxxxxxxxxxxfT*_

…in Bitcoin. Und…

From now on you have only 18 hours to balance transfer.

…schnell, denn sonst fängt in achtzehn Stunden das Kauputtmachen an. Außerdem ist das Bordell, in dem du dein so erpresstes Geld mit Koks und Nutten verprasst, immer so teuer.

Oder kurz zusammengefasst: Du weißt außer einer Mailadresse nichts über mich, nicht einmal meinen Namen, aber du machst mich fertig, wenn ich dir nicht 1.200 in Bitcoin gebe — irgendwelche 1.200, egal ob Euro, Dollar, Schekel, Lira oder Rupien. Das ist eine dermaßen dünne Geschichte für eine Erpressung, dass ich regelrecht Sehnsucht nach der Wichsvideo-Nummer bekomme, bei der die Mails wenigstens noch das Zwerchfell gereizt haben.

Auf gar keinen Fall irgendetwas bezahlen! Dieser Spammer blufft nur, um Menschen einzuschüchtern, damit sie ihm völlig grundlos Geld geben. (Wenn ich in den nächsten Tagen nichts mehr hier schreibe, hat er mich wohl umgebracht. Oder es gibt einfach keine interessante Spam, das kommt auch manchmal ein paar Tage lang vor.)

Wer mir das nicht glaubt, weil es in einem Internet voller fake news steht und ich nur ein dahergelaufener Blogger bin, gehe bitte einfach mal zur Polizei und frage dort! Natürlich kann dabei auch gleich eine Strafanzeige erstattet werden…

Aber auf gar keinen Fall diesem Halunken Geld geben! Denn mit Geld kann man wesentlich schönere Dinge machen. 😉

Diese Spam ist ein Zustecksel meines Lesers S.K.

Antwort

Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Antwort kenne ich. Sie lautet 42. Und sie lautet nicht…

Es ist verst"andlich, dass Sie ein bisschen besorgt sein k"onnten, weil
Sie kennen mich nicht, aber ich habe einen lukrativen Gesch"aftsvorschlag von Gegenseitigkeit
Interesse, mit Ihnen zu teilen. USD 225.350.000,00 USD Mio. US-Dollar,
Ihre fr"uheste Antwort wird gesch"atzt.
Mit freundlichen Gr"ussen,
Herr FU CHENG

…225,35 Millionen. 😀

Aber immerhin: Obwohl der weitgehend kopfentkernte Spammer in seiner schnell und inhaltsarm formulierten Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges nicht verstanden hat, dass wir Pünktchen über manche Vokale machen und sich deshalb mit Anführungszeichen vor diesen Vokalen behalf, weiß er, wie das im Deutschen mit den Punkten und dem Komma bei Zahlen funktioniert. Und das ist bei derartigen Spammern kein besonders verbreitetes Wissen.

Re:(6) Want a million in 3 steps…

Dienstag, 15. Januar 2019

Die im folgenden Zitat in eckigen Klammern gesetzten Löffel Buchstabensuppe wurden in der HTML-formatierten Spam in weiß auf weiß gesetzt und sollten für einen Leser nicht sichtbar werden. Jemand, der solche Tricks aus der alten Mottenkiste nötig zu haben glaubt, um sich durch die Spamfilter zu mogeln, ist ein ganz Großer! Der hat sicher schon seine Million. Wenn nicht gar mehrere. :mrgreen:

Want a million in 3 steps [lunjlrin]
[cchayq]
1. Buy a database of 170 million e-mail addresses from business sites all over the world. + 10,000 SMTP Relay. [upmqy]
[dvgvm]
2. Do it yourself or order from us a dispatch using this database of an advertising letter with the offer of your product or service. [hqdarbv]
[mgzpq]
3. Get your million. [dhieoozb]
[twwwkv]
Our e-mail : andrey100077@gmail.com

Aha, so kommt man also an eine Million. Fragt sich nur, was für eine Million. Eine Million erbitterter Feinde ist ziemlich sicher:

  1. Kauf von einem Spammer eine Spamdatenbank mit ganz vielen Mailadressen von Geschäftsseiten, in denen offenbar auch die Kontaktadresse für unseriöse Angebote von Unser täglich Spam enthalten ist.
  2. Spam die Adressen alle mit deiner Spam voll. Wenn du zu blöd bist, selbst ein Spamskript zu finden und dir anzupassen, gib einfach dem Spammer Geld dafür, dass er die Adressen mit seiner Spam vollspammt.
  3. Und schon kommt flapp flapp eine Million angeflattert. Der Spammer sagt es ja selbst. Und der muss wissen, wovon er faselt. Sonst würde er es ja nicht in seine Spam schreiben.

Wer das jetzt interessant findet und gern im gesamten Internet die Reputation eines asozialen Spammers haben möchte: Bitte nicht an die Absenderadresse der Spam antworten! Die ist nämlich gefälscht. Aber das mit der Million, das stimmt. Ganz feste dran glauben!

offer

Montag, 14. Januar 2019

Abt.: Irgendeine Sprache wird schon passen…

Na, was wird mir denn angeboten? Schade, dass das nicht wie bei jedem vernunftbegabten Wesen einfach im Betreff steht. Mal reinschauen:

Von: infoh@nc-import.co.uk
Antwort an: impactfundscorp@gmail.com

Kenne ich nicht — und die Absenderadresse ist gefälscht.

— Are you interested in getting an affordable loan of 3% interest rate ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Voc? est? interessado em obter um empr?stimo acess?vel de taxa de juro de 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interesseret i at f? en overkommelig l?n p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Sind Sie daran interessiert, eine kosteng?nstige Darlehen in H?he von 3% Zinsen ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interesseret i na fa en overkommelig LAN p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Bent u ge?nteresseerd in het verkrijgen van een betaalbare lening van 3% rente?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interessert i ? f? en rimelig l?n p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Est? interesado en obtener un pr?stamo asequible de la tasa de inter?s del 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Ali ste zainteresirani za pridobivanje cenovno posojilo v vi?ini 3% obrestni meri ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — M?te z?ujem o z?skanie cenovo dostupn? ?ver vo v??ke 3% ?rokovej sadzby ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Sei interessato a ottenere un prestito conveniente di tasso di interesse del 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — ?tes-vous int?ress? ? obtenir un pr?t abordable de taux d’int?r?t de 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com

Aha, dieser dumme Hirnkrepel von Vorschussbetrüger, der offensichtlich schon irgendwann aufgeschnappt hat, wie man Google Translate bedient, hat es leider immer noch nicht gelernt, wie man die dabei hervorkommenden lustigen Zeichen mit irgendwelchen Kringeln dran in eine HTML-formatierte E-Mail bringt, obwohl das jedes aufgeweckte Kind weiß. Weil der Vollidiot sein peinliches Gestrokel nicht testet, bevor er das Spamskript startet und auf ein paar Millionen E-Mail-Konten loslässt, hat er es auch nicht vorher gemerkt, und hinterher konnte er es halt nicht mehr ändern, falls es ihm überhaupt aufgefallen ist. Einmal ganz davon abgesehen, dass er einfach UTF-8 als Kodierung angeben könnte, damit er niemals mehr derartige Probleme hat.

Aber dafür hat der Spambankier angeblich Darlehen. Sagt er. Wer auf seine Spam antwortet — aber bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht — hört lustige Lügen und muss ein paar Vorleistungen bezahlen. Nein, nicht mit einer Banküberweisung, einem Scheck oder einer Kreditkarte, sondern vollständig anonymisierend über Western Union und Konsorten. Das Geld ist natürlich weg, wenn man darauf reingefallen ist. Und vorher kommunziert man in unverschlüsselter E-Mail, also offen wie mit Postkarten, mit einer kostenlos und anonym eingerichteten Freemailer-Adresse über Geldsachen und gibt Spammern auf diesem Weg auch noch genug persönliche Daten, um damit allerlei Betrugsgeschäfte machen zu können. Das ist alles keine gute Idee.

Animierter Briefumschlag mit HakenVirus-free. www.avast.com

Das Wörtchen „Spam“ in dieser Animation ist natürlich von mir. 😉

Solche Sprüche unter einer E-Mail sind sozusagen das Siegel dafür, dass es sich um Sondermüll handelt, den man einfach automatisch in die Glibbertonne schmeißen kann.

Denn ein fühlendes Wesen, das etwas Lesens- und Wissenswertes mitzuteilen hat, würde die Empfänger seiner Mitteilungen niemals mit derartiger Reklame belästigen.

Aber auf der anderen Seite hindert nichts und niemand einen Verbrecher daran, an seine E-Mail eine Kollektion frischer Schadsoftware anzuhängen, und anschließend diesen Text mit „Virusfrei dank Avast“ nebst hochnotlächerlicher Briefumschlag-Animation einzufügen, um naive Empfänger damit einzulullen. Ich habe diesen Text eben gerade in einem Blogartikel eingefügt. Das war nicht schwierig. (Es war schwieriger, das Wort „Spam“ in die Grafik zu fummeln.) Er lässt sich genau so einfach in eine E-Mail einfügen. Er ist reine Reklame. Er sagt nichts über die Sicherheit einer Mail aus. Er ist reinster Bullshit, der das Schlangenöl-Prinzip der „gefühlten Sicherheit“ in Regionen bislang ungekannter Hirnlosigkeit trägt.

Deshalb würde ja auch ein fühlendes Wesen niemals ein Schlangenöl einen solchen Reklametext unter seine lesenswerten Mitteilungen pappen lassen. Und deshalb findet man Werbesprüche wie diesen Avast-Spruch nur unter den Lügen von stinkenden Reklameheinis und unter den kriminellen Versuchen spammender Gauner, die in der Intelligenzliga regelmäßig gegen eine Brennnessel verlieren.

Wenn man eine E-Mail mit diesen Spruch unbesehen löscht, ist das wie bei der Phrase „Click here“. Es gibt keine einzige Fehlerkennung.

Gruß auch an Avast! :mrgreen:

Tragen Sie auf und werden Sie 10 Jahre jünger

Montag, 14. Januar 2019

Sogar mein Ex hat mich gelobt

Aber ich habe gar keinen Ex.

Tonic gegen graue Haare für jeden

Gin Tonic? 😀

ZAUBERHAFTE Haarpracht: dichte Haare ohne graue Strähne

Aha, mit Hokuspokus.

Für Herren – nur auftragen und die weiß werdenden Haare sind weg

Wieso? Fallen sie aus? :mrgreen:

Löschen Sie bitte meine E-Mail-Adresse

Ich möchte meine E-Mail-Adresse aber behalten. Nur die dumme Spam in dümmstem Spamdeutsch für irgendwelchen China-Tinnef, die nervt ein bisschen.

Statt graue Haare wunderbare alte Haarfarbe- probieren Sie es aus Tonic für jugendliche und gegen graue Farbe Färbe deine Haare mühelos

Und was ist, wenn die vorherige Farbe auch nicht besser war? Da nimmt man doch lieber eine andere, wenn man sich schon die Haare färbt.

Message subject

Samstag, 12. Januar 2019

Stimmt, in den Betreff muss der Betreff rein. Spammer, wenn du das nächste Mal dein Spamskript anpasst, bevor du es aufs Internet loslässt, dann teste dein Gestrokel wenigstens vorher mal.

Das ist sicherlich eine Qualitätsspam. Mal reinschauen:

To whom it may concerned,

Bin ich nicht. Außerdem heißt es „To whom it may concern“. Ist schon bitter, wenn man die paar Yuan für einen Dolmetscher nicht übrig hat.

We appreciate that you took time out from your busy schedule to read my email.

Nein, ich nehme mir nicht die Zeit. Du stiehlst mir etwas von meiner begrenzten Lebenszeit mit deiner illegalen und asozialen Spam.

This is Sandy working for H&C Printing Center from Xiamen, China. Our products include picture albums, magazines, catalogues, labels, stickers; hang tags, packaging boxes, booklets, flyers, playing cards, calendars, etc. Our price is very competitive compared with local printers, even with freight. Would you like to give us a chance?

FREE SAMPLES and Information of our products will be sent if needed.

Hey, das ist ja toll. Und deine Druckerei hat nicht einmal eine Website? Weil du dir gesagt hast: „Wozu brauche ich eine Website, ich kann doch auch spammen“?

Ich verstehe.

Please do not hesitate to contact us on admin@hongchengco.com should you have any queries or if we can be of any assistance at all.

Die Domain deiner Mailadresse, die man verwenden soll, weil du es nicht für nötig hältst, schnell eine Website aufzusetzen…

$ surbl hongchengco.com
hongchengco.com	LISTED: ABUSE
$ _

…ist als Spam-Domain bei SURBL wohlbekannt. So ist das, wenn man auf Spam als Werbemittel setzt. Man bekommt die Reputation, die man sich verdient. Ein weltweit wirksames Ansehen als asoziales Pack.

Hope to get your reply. J

Mein Name ist nicht „J“.

Best Regards and thanks,

Sandy (admin@hongchengco.com)

Mögest du niemanden mehr finden, der auf dich reinfällt, Spammer!

Nachricht vom Sicherheitsdienst. Der Zugang zu Ihrem Konto erfolgt uber Dritte.

Freitag, 11. Januar 2019

Ganz wichtig: Nichts in der nachfolgend zitierten Spam stimmt. Nichts wurde gehackt. Auf gar keinen Fall dem Erpresser Geld geben!

Nachtrag vom 7. August 2019: Wer mir nicht glaubt, dass alles in der Spam Lüge ist, dass die Behauptungen haltlos sind und dass die Erpressung völlig substanzlos ist, glaubt es vielleicht dem LKA Niedersachsen. Auf gar keinen Fall dem Erpresser Geld geben.

Da ich vor ein paar Tagen eine sehr ähnliche Spam hatte, spare ich mir die ganz ausführlichen Kommentare. Inhaltlich ist es — bis auf den anderen Infektionsweg — genau das Gleiche. Alles weitere kann man bei der Spam vom 7. Januar „Hohe Gefahr. Konto wurde angegriffen.“ lesen, es gilt sinngemäß auch hier.

Ich grüße Sie!

Ich habe schlechte Nachrichten für dich.
28.06.2018 – an diesem Tag habe ich Ihr Betriebssystem gehackt und vollen Zugriff auf Ihr Konto erhalten gammelfleisch@tamagothi.de.

Wie war es:
In der Software des Routers, mit der Sie an diesem Tag verbunden waren, gab es eine Sicherheitsanfälligkeit.
Ich habe diesen Router zuerst gehackt und meinen bösartigen Code darauf abgelegt.
Bei der Eingabe im Internet [sic!] wurde mein Trojaner auf dem Betriebssystem Ihres Geräts installiert.

Ah ja. Der unbekannt bleibende Absender kennt nicht nur nicht meinen Namen, er weiß auch nicht, welchen Router ich benutze oder ob ich überhaupt einen benutze. Und das, obwohl er…

Danach habe ich alle Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert [sic!] (ich habe Ihr gesamtes Adressbuch, den Verlauf der angezeigten Websites, alle Dateien, Telefonnummern und Adressen aller Ihrer Kontakte).

…angeblich in meinen Dateien rumgesuhlt hat wie ein freudig quiekendes Schwein in der Pfütze. In meiner mehrjährig archivierten E-Mail und in meiner angesammelten Korrespondenz hätte er tausendfach meinen Namen gefunden.

Kurz: Es ist ein Lügner.

Ich wollte dein Gerät sperren. Und benötigen Sie eine kleine Menge Geld für das Entsperren.
Aber ich habe mir die Websites angesehen, die Sie regelmäßig besuchen, und kam zu dem großen Schock Ihrer Lieblingsressourcen.
Ich spreche von Websites für Erwachsene.

Ich möchte sagen – du bist ein großer Perverser. Sie haben ungezügelte Fantasie!

Aber sowas von! 😀

Ich besuche übrigens gar keine Pornoseiten. Wirklich nicht. Und schon gar nicht regelmäßig. Und vor allem habe ich diesen Erpressungsversuch empfangen…

Danach kam mir eine Idee in den Sinn.
Ich habe einen Screenshot der intimen Website gemacht, auf der Sie Spaß haben (Sie wissen, worum es geht, oder?).
Danach nahm ich Ihre Freuden ab [sic!] (mit der Kamera Ihres Geräts). Es stellte sich wunderbar heraus, zögern Sie nicht [Häh?].

…obwohl ich überhaupt keine Kamera an meinem Computer habe. Übrigens aus Gründen. So mancher, der diese Mail bekommen hat, wird spätestens jetzt meine Gründe verstehen. So eine unnötig eingestöpselte Kamera hat nämlich kriminell nutzbares Potenzial, und zwar ganz ohne dass dafür der Rechner gecrackt werden müsste. Dieser Steckdosenbefruchter von Spammer zum Beispiel baut sein kriminelles Erwerbsmodell darauf auf, dass Menschen immer eingestöpselte Kameras haben, und es scheint durchaus erfolgreich zu sein, wie ich an den Zahlungseingängen auf seinen vor einigen Tagen verwendeten Bitcoin-Adressen bemerkt habe. (Alle Bitcoin-Transaktionen jeder Wallet sind nachvollziehbar.)

Wieso der von Kameras redet, die nicht existieren? Das ist einfach: Der Spammer ist ein Lügner. Ein mieser Lügner, der nichts in der Hand hat, ein kleinen Bluff versucht und aus Menschen ein paar hundert Euro rauspressen will. Ein richtiges Arschloch…

Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie diese Bilder Ihren Verwandten, Freunden oder Kollegen nicht zeigen möchten.
Ich denke, 307€ sind ein sehr kleiner Betrag für mein Schweigen.
Außerdem habe ich viel Zeit mit dir verbracht!

…das auf der sexuellen Verklemmtheit der allermeisten Menschen in Deutschland Klavier zu spielen versucht. Er spielt nicht gut, und er spielt nicht überzeugend, doch es reicht für eine in Euro umgerechnet mittlere fünfstellige Einnahme nach einer Fuhre automatisch versendeter Spam. Sein Arbeitsaufwand dabei? Höchstens zwei Stunden. Leichte, weder körperlich noch intellektuell besonders fordernde Arbeit. Ein guter Stundenlohn.

Und wenn er noch ein paar Bitcoin-Wallets mehr verwendet, wovon ich übrigens ausgehe, hat er in den letzten Tagen wohl mehrere hunderttausend Euro eingenommen. 🙁

Für zwei Stunden Arbeitsaufwand.

Warum? Nur weil die meisten Menschen in Deutschland bei Computertechnik ungefähr den Bildungsstand eines Analphabeten bei Literatur haben. Wobei das unfair gesagt ist, denn ein Analphabet könnte sich ja noch Hörbücher holen (und wird das wohl auch öfter tun), wenn er Interesse hat. Das fehlende Interesse an einer Technik, die einen immer größer werdenden Teil des Lebens bestimmt, ist das Problem. Warum das ein Problem ist? Weil es zu Unwissen führt. Und dieses Unwissen kann mit sehr einfachen Mitteln in Angst verwandelt werden. In gefügig machende Angst.

Und natürlich, weil Menschen sexuell verklemmt sind.

Eine böse und vermutlich ziemlich wirksame Kombination, wenn man so eine miese Nummer wie dieser niederträchtige Idiot durchziehen will.

Ich akzeptiere nur Bitcoins.
Meine BTC-Geldbörse: 18Pt4B7Rz7Wf491FGQHPsfDexxxxxxxxo6

Tut mir leid, Spammer. Wenn du Reichsmark akzeptiert hättest, hätte ich vielleicht welche ausgedruckt.

Sie wissen nicht, wie Sie die Bitcoins senden sollen?
Schreiben Sie in einer Suchmaschine „wie Sie Geld an die BTC-Geldbörse senden“.
Es ist einfacher als Geld an eine Kreditkarte zu senden!

Zum Glück werden die meisten naiven Menschen, die diese Erpressung glaubwürdig finden, daran scheitern, sich Bitcoin zu beschaffen. Dass diese Menschen dann tagelang von ihrer Angst vor Lächerlichkeit, Spott oder gar ernsthaften sozialen Konsequenzen gepeinigt werden, ist dem Arschloch von Spammer und Erpresser egal. Dem ist alles egal. Der Typ ist ein asozialer Halunke, der so schnell wie möglich an einen möglichst robusten Ort verbracht werden sollte, wo er nichts Übles mehr anrichten kann.

Für die Bezahlung gebe ich Ihnen etwas mehr als zwei Tage (genau 50 Stunden).
Keine Sorge, der Timer startet in dem Moment, in dem Sie diesen Brief öffnen. Ja, ja .. es hat schon angefangen!

Das ist übrigens auch unwahr, denn der Spammer hat keine Rückmeldung von mir, dass ich seine Spam gelesen habe.

Die von mir verwendete Mailsoftware lädt — anders als viele Webmailer — niemals externe Ressourcen aus dem Web nach, wenn ich sie nicht mit einem Klick anfordere.

Das hat einen Grund. Wir werden alle schon genug von Unternehmen und vom Staat überwacht. Da will ich mich nicht auch noch von halbseidenen Kaufleuten und asozialen Kriminellen überwachen lassen, wenn ich meine E-Mail lese.

Nach Zahlungseingang zerstören sich meine Viren und schmutzigen Fotos automatisch.

Komm Spammer, zerstör lieber mal dich selbst automatisch! 👿

Aber wahrscheinlich ist dieser Fruchtzwerg so dumm, dass er noch danebenschießen würde, wenn er sich eine doppelläufige Schrotflinte in den Mund steckte.

Wenn ich die angegebene Menge nicht von Ihnen erhalte, wird Ihr Gerät gesperrt, und alle Ihre Kontakte erhalten ein Foto mit Ihren „Freuden“.

Hey, Spammer, du Vollhonk! Wenn du mein Gerät sperren könntest, dann könntest du mir auch auf viel überzeugendere Weise zeigen, dass deine Behauptungen stimmen. Du brauchtest mir dazu nur ein kleines Fenster auf meinem Desktop aufzumachen. Das ist wirklich nicht schwer, das kann jedes aufgeweckte Kind:

Dialogfenster -- Du bist ein Wichser! -- Ich habe dich beim Wichsen gefilmt! Gib mir Geld! -- [OK]

Dann brauchst du mir auch keine Mail mehr zu schreiben, in der du meine eigene Mailadresse als Absender einträgst, um mich zu erschrecken.

Natürlich baust du dabei darauf, dass den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass man als Absender einer E-Mail jede beliebige Mailadresse eintragen kann — ganz genau so, wie man auch auf einen Briefumschlag jede beliebige Absenderadresse schreiben kann, ohne dass das irgendein Problem beim Transport des Briefes macht.

Warum du das mit dem Dialogfenster nicht machst? Ist dir die Minute Zeit, die ich für die „Programmierung“ dieses Dialogfensters gebraucht habe, zu viel Aufwand? Ach ja, weil du ein mieser Lügner bist. Und weil nichts von deinen Behauptungen stimmt.

Ich möchte, dass du umsichtig bist.
– Versuchen Sie nicht, mein Virus zu finden und zu zerstören! (Alle Ihre Daten sind bereits auf einen Remote-Server hochgeladen.)
– Versuchen Sie nicht, mich zu kontaktieren (Dies ist nicht möglich, ich habe Ihnen diese E-Mail von Ihrem Konto aus gesendet).
– Verschiedene Sicherheitsdienste helfen Ihnen nicht weiter; Auch das Formatieren einer Festplatte oder das Zerstören eines Geräts ist nicht hilfreich, da sich Ihre Daten bereits auf einem Remote-Server befinden.

So so, der Spammer hat also irgendwo das Wort »Remote Server« aufgeschnappt. Klingt technisch und wichtig, und natürlich lebt der Blender nur davon, anderen Leute mit Wörtern zu beeindrucken, die technisch und wichtig klingen… 😀

P.S. Ich garantiere Ihnen, dass ich Sie nach der Bezahlung nicht mehr stören werde, da Sie nicht mein einziges Opfer sind.
Dies ist ein Hacker-Ehrenkodex.

Ich glaube ja, dass der nicht einmal Holz richtig hacken könnte. 😀

Ich empfehle Ihnen von nun an, gute Antiviren-Programme zu verwenden und regelmäßig (mehrmals täglich) zu aktualisieren!

Ich würde den meisten Menschen eher empfehlen, einfach ein anderes Betriebssystem als ausgerechnet Microsoft Windows zu verwenden. Das Antivirus-Schlangenöl braucht man dann übrigens auch nicht mehr.

Und nein, Android und Smartphones oder Tablets sind keine Alternative, sondern wesentlich schlimmer als Windows. Aber das ist ein anderes Thema.

Sei nicht böse auf mich, jeder hat seine eigene Arbeit.
Abschied.

Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, dass dieser Erpresser nichts in der Hand hat (und schon gar nicht Videos, bei denen man etwas in der Hand hat), lese bitte nochmal in aller Ruhe durch, was ich vor ein paar Tagen zu seiner letzten Spam schrieb. Die kriminelle Nummer ist übrigens nicht neu, unter dem Schlagwort „Erpressung“ habe ich hier auf Unser täglich Spam noch viele weitere Beispiele. Nicht einmal kam es dabei zur angedrohten Zusendung irgendwelcher Wichsvideos bei irgendeinem Menschen, der mich kennt.

Und wer mir jetzt immer noch nicht glaubt (obwohl ich im Gegensatz zu diesem anonym und mit gefälschtem Absender spammenden Spammer ein zutreffendes Impressum habe), gehe bitte einfach zur Polizei und frage mal dort!

Aber eines sollte man auf gar keinem Fall tun: Diesem Halunken, der in seiner Spam nur lügt, einschüchtert, der nichts hat und trotzdem einen Erpressungsversuch macht, auch noch Geld für seine miese Nummer geben.

Denn mit dem Geld kann man etwas Schöneres anfangen. 😉