Aber gern doch!
Aber ich kaufe nicht bei Lidl. Und natürlich hätte Lidl nicht einmal meine Mailadresse, wenn ich dort kaufen würde. Ich habe schon genug E-Müll im Spamfilter. Da brauche ich nicht auch noch die leider legale Reklame irgendwelcher gewerbsmäßigen Lügner, für die ich nur eine „Zielgruppe“ bin. Im ihrem Fadenkreuz.
Das richtige Lidl würde seine Kunden sicherlich mit ihrem Namen ansprechen.
Ist es nicht schön, wie dieser Spammer stattdessen die Leute beeindrucken will, indem er seinen Text 𝖒𝖎𝖙 𝖑𝖚𝖘𝖙𝖎𝖌𝖊𝖓 𝖀𝖓𝖎𝖈𝖔𝖉𝖊𝖟𝖊𝖎𝖈𝖍𝖊𝖓 schreibt? Das sieht voll toll aus! 😵️
𝑆𝑖𝑒 𝑤𝑢𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑎𝑢𝑠𝑔𝑒𝑤𝑎̈ℎ𝑙𝑡 𝑢𝑛𝑑 ℎ𝑎𝑏𝑒𝑛 𝑑𝑖𝑒 𝐶ℎ𝑎𝑛𝑐𝑒, 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑓𝑎𝑛𝑡𝑎𝑠𝑡𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝑃𝑟𝑜𝑑𝑢𝑘𝑡 𝑧𝑢 𝑒𝑟ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛.
Was ist es denn für ein fantastisches Produkt? Ist es eine Blissydumb-Hirnsäge für die ganze Familie? Oder ein kleines Atommüllfässchen für die gut sortierte Hausapotheke? Existiert es überhaupt außerhalb der Fantasie des Spammers? 🤔️😅️
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Ein Geschenk ist etwas, was man bedingungslos und kostenlos bekommt, etwas, was man nur annehmen muss, wenn man es haben möchte. Ein Rabatt ist hingegen ein Preisnachlass, also ein geringerer Preis, den man beim Kaufen bezahlt. Ein Geschenk mit Rabatt ist die quietschende Dummheit eines Spammers, der über seine Spamtexte gar nicht erst mühsam nachdenkt.
Natürlich ist der Link nicht direkt gesetzt, sondern geht auf den Linkkürzer des toten blauen Vogels, früher als „Twitter“ bekannt. Ich finde übrigens, dass die in Javascript gecodeten Weiterleitungen des toten blauen Vogels fast schon so „gut“ wie die Machenschaften von Betrügerbanden aussehen, die eine Analyse erschweren wollen. Achtung, gut festhalten! Bei der Reise durch das folgende Social-Media-Absurdistan kann es ein bisschen ruckeln – aber das frühere Twitter ist ja auch mindestens so unseriös wie eine Trickbetrügerbande geworden:
$ lynx -source https://t.co/Ihn8N0AP7o <script> var _0×45a3=['href','310326TemamY','$1//$2','3789jqLAjI','201260CufYBR','includes','location','624856ogdMrz','28pRWhXX','10734yvtFqz','352RuMMpQ','1339PvpRAh','392868PctkdY','indexOf','596BmZxvY'];var _0×5ce7=function(_0×34bb17,_0×37718d){_0×34bb17=_0×34bb17-0×1b8;var _0×45a37a=_0×45a3[_0×34bb17];return _0×45a37a;};var _0×3c82e1=_0×5ce7;(function(_0×4279be,_0×4a014c){var _0×2ec4e6=_0×5ce7;while(!![]){try{var _0xe2f92d=-parseInt(_0×2ec4e6(0×1c4))+parseInt(_0×2ec4e6(0×1c2))*-parseInt(_0×2ec4e6(0×1bf))+-parseInt(_0×2ec4e6(0×1c0))+parseInt(_0×2ec4e6(0×1bc))*parseInt(_0×2ec4e6(0×1bd))+parseInt(_0×2ec4e6(0×1bb))+-parseInt(_0×2ec4e6(0×1b8))+parseInt(_0×2ec4e6(0×1c6))*parseInt(_0×2ec4e6(0×1be));if(_0xe2f92d===_0×4a014c)break;else _0×4279be['push'](_0×4279be['shift']());}catch(_0×1227cb){_0×4279be['push'](_0×4279be['shift']());}}}(_0×45a3,0×87e5e));var params='';params!=''&&(window[_0×3c82e1(0×1ba)][_0×3c82e1(0×1c3)][_0×3c82e1(0×1c1)]('?')<0×0?params='?'+params:params='&'+params);if(window['location']['href'][_0×3c82e1(0×1b9)]('#'))window[_0×3c82e1(0×1ba)][_0×3c82e1(0×1c3)]=window['location'][_0×3c82e1(0×1c3)]['replace'](/(.*?)\/\/(.*?)\/(.*)#/,_0×3c82e1(0×1c5))+params; </script><html> <body> </body> </html> $ _
Es gibt keinen Grund, so kryptisch zu coden. Außer, man hat etwas zu verbergen. „Man“ wäre in diesem Fall: Das frühere Twitter. Der tote blaue Vogel ist tot. Leider haben das noch nicht alle bemerkt. Insbesondere haben es noch nicht alle Unternehmen, Parteien, Journalisten und Politiker bemerkt. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.
Diese technisch völlig unnötige und in der Methodik direkt von Kriminellen abgeschaute Obfuskation der Weiterleitungsadresse kommt solchen Spammern natürlich sehr entgegen, denn so müssen sie sich nicht selbst so viele Gedanken darum machen, wie sie eine Analyse erschweren. Das mit dem Denken strengt ja auch immer so an.
Alle Daten, die man schließlich angibt, gehen direkt an Trickbetrüger und Datenhändler. Wenn man diesem Pack Zugriff auf die Kreditkarte gibt, um die Verstandkosten für das „exklusive Geschenk mit Rabatt“ zu bezahlen, dann wird das Konto leergeräumt und mit der Kreditkarte werden Betrugsgeschäfte gemacht. Es ist Phishing. Wer darauf reinfällt, hat den Schaden und den jahrelangen Ärger. Wenn man Glück hat, wird nur die Mailadresse zusammen mit Namen, Anschrift und Telefonnummer an andere Verbrecher verkauft. Das Geschenk mit Rabatt existiert nicht.
Und Lidl hat nichts damit zu tun.
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So viel Geld hat er, der Martin, dass er mir (und ganz vielen anderen Leuten) grundlos zwei Megaeuro schenken will, um sein ganzes lästiges Geld loszuwerden, damit endlich wieder ein bisschen Platz in seinem überquellenden Geldspeicher ist, aber diese paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher hat er gerade nicht übrig und deshalb klingt seine Übelsetzung wie ein sprachgestörter Roboter mit größtenteils leergelutschtem Akkupack und ein paar kalten Lötstellen auf der Hauptplatine. 😅️
Ich brauche keine zusätzliche Software, die tief ins System verflochten ist, weitere Sicherheitslöcher aufreißen kann, die Performance meines Computers verschlechtert und manchmal so übel verkackt ist, dass man den Rechner neu installieren muss, um wieder das mit ihm machen zu können, wofür man ihn eigentlich angeschafft hat. Ich habe schon erlebt, dass erwachsene Menschen, die unter erheblichem zeitlichen Druck standen, in so einer Situation verzweifelt zu weinen anfingen, und auch Wutanfälle habe ich schon erlebt. Geld kostet das Klicken übrigens auch nicht, und ein Abo brauche ich dafür erst recht nicht. Ich brauche zur Abwehr von websiteübergreifenden Trackingcookies nicht einmal Addons für den Webbrowser. Einfach nur ein paar Klicks (und die Frage, warum zum Henker das eigentlich nicht die Standardeinstellung ist). Dass dabei möglicherweise ein paar Websites nicht mehr funktionieren, ist mir dabei nicht einfach nur egal, sondern sogar willkommen. Es sind Websites von Unternehmen und von Leuten, deren Geschäftsmodell darauf basiert, dass sie auf intransparente und hinterhältige Weise irgendwelche anderen Unternehmen Überwachungsakten über die Leser ihrer Websites anlegen lassen, wenn sie dafür ein paar Judasgroschen bekommen. Was auf solchen Websites veröffentlicht wird, hat in erster Linie die Funktion eines Wurms am Haken eines Anglers. Ich bevorzuge da jedenfalls andere Leckerlis. Wer so ein Geschäftsmodell hat, soll meiner Meinung nach einfach sterben gehen und klimaneutral in der Kloake verrotten. Damit die Luft wieder besser riecht. Ja, contentindustrieller Journalist, du bist mitgemeint! Geh sterben!