Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

95% discount. Coupon #2biP

Samstag, 29. März 2008

Wow, 95 Prozent! Das ist ja fast geschenkt. Ob die mir wohl was nützliches anzubieten haben?

Hello nachtwaechter, […]

Und wie überzeugend, die können mich sogar mal mit einem „Namen“ anreden! Die Idee, den Namen einfach aus der Mailadresse zu nehmen, ist ja immer noch besser als die völlig unpersönliche Anrede. Besser schon, aber nicht gut…  :mrgreen:

(Auf die nahe liegende Idee, wenigstens den ersten Buchstaben des so erzeugten Namens groß zu machen, sind diese Spamskript-Schreiber aber nicht gekommen. Das hätte wahrscheinlich zu viel Denkarbeit erfordert. Und für diese Art von Arbeit braucht man das Denkorgan. Und. Daran mangelt es.)

[…] be smart, buy your pills from the most reliable supplier since 1997.

So so, ihr seid jetzt also seit 1997 die zuverlässigste Quelle für Pillen, und ich bin ein richtig schlaues Köpfchen, wenn ich bei euch bestelle. Schade nur, dass ich von eurem seit 11 Jahren etablierten Unternehmen, dass es leider verabsäumt hat, seine Firmierung anzugeben, noch nie etwas gehört habe. Dafür, dass ihr so zuverlässig seid, habt ihr allerdings auch eine wenig überzeugende Adresse im Internet:

http://www.google.co.uk/pagead/iclk?[… gekürzt]

Schon klar, Arschloch, elf Jahre im Geschäft und immer noch keine richtige Webadresse! Statt dessen ein dummer Versuch, das AdSense-Programm von Google mit betrügerisch provozierten Klicks abzuzocken. Auf das bei euch die klickrigen Klimpercents kullern. Das ist genau die Maßnahme, mit der man jedem klar macht, wie zuverlässig man ist – sogar jemanden, der bei einer kriminellen Spam noch glaubt, dass irgendwelche Geschäfte möglich wären.

Bröckeln sie noch oder profitieren sie schon?

Dienstag, 25. März 2008

Ach, die Müllmail mit der Aktien-Empfehlung für „Fima: Fortune Graphite (ZTW1.F)“ gibt es auch mit ausführlichem Text. Was soll so ein dummer Spammer schon tun, wenn er von dieser Firma nur eine englische Website hat und selbst nicht der Sprache für den „Borsenplatz: Frankfurter“ mächtig ist? Da bleibt ihm eigentlich nur, die Website dieser Firma mal eben schnell vom Babelfish übersetzen zu lassen. Das Ergebnis zeigt, dass man es mit „gaaaanz kompetenten“ Tipps zu tun hat:

„Fortune Graphite Producers Inc.“, eine Wyoming Firma, hat eine Gruppe von Mineralanspruechen in einem bekannten mineraltragendem Gebiet, suedoestlich in British Columbia (B.C.), das fertig ist fuer kommerzial mining.

„Die Boersen Spam Mafia“, eine Russland und Weißrussland Firma, hat eine Gruppe von Botrechnern in einem bekannten deppentragendem Gebiet vom Internet, zwischen den Microsoft Systemen (Windows), das fertig ist fuer betruegerisch bulk mailing.

Graphite: Die Ergebnisse der Arbeit von Fachleuten ausserhalb der Firma hat gezeigt, dass der formlose graphitic Erzinhalt der “Fortune Graphiteâ€? Gruppe ist kommerzial Grade und ist von einer gewerblich nuetzlichen Konzentration. Am Ende des Sommerberichts 2002 das formlose Graphit in dem Gabiet der “Fortune Graphiteâ€? Eigentuemer hat einen Gehalt von 6.667.000 Tonnen.

Spamme: Die Ergebnisse der Arbeit von Fachleuten ausserhalb der Firma hat gezeigt, das der formlose verblödete Anteil der Mail Empfaenger Gruppe ist intelligenz Degrade und ist von einer betruegerisch nuetzlichen Konzentration. Am Ende des Sommerberichts 2002 der formlose Schwachsinn in dem Gabiet der „Spam Mafia“ Eigentuemer hat einen Gehalt von weniger als IQ 70, aber noch Geld.

Man beachte den Vertipper „Gabiet“! Dieser Spammer war noch nicht einmal dazu imstande, die Ausgabe vom Babelfish über die Zwischenablage in seine Schrottmail reinzufliegen, er hat stattdessen eine für ihn unverständliche Sprache brav abgetippt und dabei nicht nur ein Denkmal seiner Inkomptenz hinterlassen, sondern gleich noch ein bisschen die Fehlerquote erhöht. Früher konnten die Spammer wenigstens noch ihre Computer auf normalem Anwender-Niveau bedienen, heute sind es Vollpfosten.

Richtig toll klingen die übersetzten Rechnungen, auch hier sind alle Vertipper aus dem Original und legen Zeugnis von der Blödheit des Absenders ab.

Mit einem laufeuden, Gehalt von 6.677.000 Tonnen kann „Fortune Graphite“ mit einem Lauf der Miene van 475.000 Tonnen jedes der 14 Jahren bedienen. Ueber die 14-jaehrige Periode dies wuerde erzeugen:

Umsatz $167.544.720
Bergbaukosten $ 53.188.800
Brutto Profitiert $114.355.920

Wer glaubt, dass solcherlei sprachliche Figuren nicht mehr zu überbieten sind, der hat sich getäuscht:

Diese Figuren sind auf einem 9% Ertrag von 6.677.000 Tonnen basiert. Daher waere es 598.734 (Tonnen des Grafits) x $280, U.S., das pro Tonne benutzt wird, gleichend $167.544.720 basiert anpro Tonne gemiened.

Spätestens an dieser Stelle wird es auch mit Phantasie und allem guten Willen schwierig, den Inhalt des Gestammels zu verstehen. Das mag wohl daran liegen, dass „diese Figuren“ nicht zur Mail gehören, es handelt sich nämlich um Diagrammen gleichend Balken basiert anpro Standard verbildlicht von der Website.

Ach ja, es gibt natürlich auch Neuigkeiten zu berichten:

Broeckeln Sie “Fortune Graphite Inc.â€? kurzlich hat erlangt das Abbrockel Grafit Kohlenstoff Lager AA Bentinck Grafit Anspruche in sudlichem British-Columbia. Der Grafit auf den Anspruchen hat 12,5% Kohleinhalt. Brockeln Sie Grafit ist Schlussel fur die Entwicklung von Brennstoffzellen und ist in wachsender Nachfrage nach vielen High-Tech Produkten sowie Fahrzeuge.

Dieser Teil veranlasste mich dann auch zum Titel für den Blogeintrag. Der Betreff der Mail, „dienstags kauftipp“, erschien mir doch ein bisschen dröge.

Wer übrigens nicht glauben mag, dass mit flockenförmigen Vorkommen schmierigen Grafits großer Geschäfte Anschwung zu bewegen ist, der wird vielleicht von des glitzernden Edelmetalles gleißenden Glanzes etwas beglückter sein:

Silberner Vermogengrafit hat auch die Lardo Sudliche Gruppe der Anspruche in British-Columbia erlangt, das Konzentrationen des Silbers hat.

Gut, dass man sich angesichts solcher Nonsens-Texte die übliche Warnung sparen kann. Wer angesichts dieser Mail nicht bemerkt, dass hier vollkommen inkompetente Affen einen schäbig präsentierten Versuch zur Börsenmanipulation machen, der wird Scheiße auch dann nicht erkennen, wenn man ihn mit der Nase eintunkt.

deutsche borse kauftipp

Montag, 24. März 2008

Och, wie niedlich! So eine Spam mit der Aufforderung, irgendwelche windigen Papiere zu kaufen, die hatte ich schon lange nicht mehr. Und dann auch gleich eine mit so einem Vertrauen erweckenden Betreff „deutsche borse kauftipp“. Da weiß man gleich, dass unter echten Investoren sowohl die Großbuchstaben als auch die Umlaute knapp geworden sind, so sehr wird alles in die Börse geworfen.

DIE RALLYE IST GESTARTET

Die motische brummende Dynamik solcher Metaphern kann durch nichts gebremst werden. Stets mit Vollgas nach vorn, bloß nicht bremsen! Nichts könnte die gewünschte Haltung des Opfers dieser Spam besser verdeutlichen, als diese Referenz an eine der wohl hirnlosesten Sportarten, die sich Menschen jemals ausgedacht haben. Geben Sie Gas, und wir haben Spaß – das wäre ein passender Zusatztext zur Ergänzung gewesen. Der kommt aber nicht.

300 prozente IN 5 Tages

Alle Beschränkungen der Grammatik sind aufgegeben. Das stolze Flektionssystem der deutschen Sprache ist hier nicht nur einfach zusammengebrochen, es hat sich selbst neu errichtet und neue Formen angenommen. Niemals hätte ich solche Ausflüge in die Ausdruckskraft der Sprache erwartet, wenn ich eine Spam empfange. Der Plural werde zum Genitiv. Oder auch mal ganz falsch. Was bleibt, das sind die Zahlen. Und die werden in so einem Zusammenhang doch bestimmt ganz richtig sein.

DIENSTAG 25. Maerz

Nichts kann das wilde Stakkato dieses Textes aufhalten! Von einer rasenden Metapher der wilden und geistlosen motorischen Kraft gelangen wir über scheinbar nüchterne Zahlen, die selbst das Kasussystem Schaudern lehren zu einer deutlichen Zeitangabe. Was wird uns an diesem Tag erwarten? Ist es der endliche Zusammenbruch der Finanzmärkte, die bei der großen Rallye an die Wand gefahren werden? Sind die 300 Prozente die Inflationsrate und kriegen wir alle demnächst morgens zu den Brötchen auch noch Banknoten ausgehändigt? Als dräuendes Menetekel steht er da, der ungewisse Dienstag, an dem so vieles geschehen könnte.

Fima: Fortune Graphite (ZTW1.F)
Ticker: ZTW1
Preis: 0.35
WKN: A0MLXA
ISIN: US34965X2080

Offensichtlich bezieht sich der für sein Talent viel zu unbekannte Dichter dieser Spam auf eine Aktie. Noch hat sich das Menetekel in diesem Text nicht gelegt, noch schritt kein Profet Daniel über die Heere enthaupteter Seher, die angsichts der Worte so blind geworden, um mit klarem Wort den Willen der unsichtbaren Hand auszudeuten. Warum fehlt in der „Fima“ das „r“? Fehlt es vielleicht gar nicht? Soll man „Fortune Graphite“ nun als „Glücks-Grafit“ oder als „Schicksals-Grafit“ lesen? Aus einem Nebel der transzendenten Anklänge stechen wieder klare Daten heraus, die den Weg weisen sollen, den Weg zum Aktienkauf. Wer würde bei einer derart intensiven Ansage nicht in Grafit investieren, zumal dort ein Profit von 114 Millionen Dollar winkt. Da kann man auch getrost übersehen, dass die bisherige Kursentwicklung weniger aufwärts gerichtet war, vor allem in den letzten Tagen nicht. Ob das mit den rätselvollen Nachrichten aus einer rätselhaften Welt zusammenhängt?

5-T Prognose: 1.40

Aber es wird ja aufwärts gehen! Um „300 prozente“, wie der dichter oben schrieb, um hier mit einem konkreten Kurs klar zu machen, dass es wahrhaft eine Vervierfachung des Geldes geben wird. Niemand würde einer solchen Ansage Zweifel entgegenbringen, deshalb unbedingt morgen früh gleich die windigen Zettelchen kaufen. Darüber freut sich jeder, der solche Lyrik schreibt. Wer ist schon gern brotloser Künstler?

DIENSTAG 25. Maerz
Ganz spezieller Alarm!

Aber ganz speziell, dieser Alarm!

Vor allem für die Idioten, die so deppert sind, dass sie wirklich auf eine Spam hin Aktien kaufen. Sogar bei den Lesern der PC-Welt fällt auf, dass hier eine gewisse Glaubwürdigkeitslücke besteht… :mrgreen:

C-Klasse

Sonntag, 23. März 2008

Der vorgeblich kanadische Pillenversender, der übrigens einfach nur das Geld einstreicht und niemals Pillen versendet und wohl auch deshalb häufiger seine Internet-Adresse wechselt als ich meine Unterwäsche, er hat wohl inzwischen bemerkt, dass seine diversen Glücksideen gar nicht mehr so richtig bei der Zielgruppe ankommen. Ist ja auch kein Wunder, wenn die Spams so schäbig gestrickt sind, dass auch ein dummer Filter irgendwann diesen Müll erfolgreich aussortiert.

Einen neuen C-Klasse Mercedes und viele weitere Preise - Spam von Canadian PharmacyDeshalb hat man sich jetzt an die Arbeit gemacht und ein „Redesign Viagra Spam“ in die Wege geleitet. Die alten Betreffzeilen, die sofort klar machten, dass man es wieder einmal nur mit diesen Pimmelsteifern zu tun hat, sie wurden aufgegeben. Stattdessen gibt es schon im Betreff einen klaren Appell an die Gier: „Einen neuen C-Klasse Mercedes und viele weitere Preise“ – das ganze kommt in einer munter gestalteten HTML-Mail daher, für einen Eindruck von der Gestaltung einfach auf das Vorschaubild klicken.

Allerdings ist im Text der HTML-formatierten Mail gar nicht mehr von irgendwelchen Gewinnspielen die Rede – was ich angesichts des angegebenen Namens des Absenders, „Apotheke-Online“, auch gar nicht erwartet hätte. So machen die Absender dieses elektronischen Kothaufens auch dem Dümmsten schon auf dem ersten Blick klar, dass sie nur Betrüger sind, die auf eine Überrumpelung ihrer Opfer setzen. Da vermag es auch nicht zu überzeugen, dass jemanden wie mir, der ich niemals so eine Scheiße bestelle, eine „Kunden-Nr.: 84763″ zugeteilt wurde. Ein sachlich tun wollendes, dekoratives Element im Text. Allerdings ist der Absender des millionenfachen Mülls auf der anderen Seite nicht dazu imstande, seine „Kunden“ mit einem Namen anzureden.

Und nein, der Name „Anna“ beim Empfänger ist nicht meiner. Ich habe mich noch nicht beim Experimentieren mit diversen Pflastern zur Verlängerung des kleinen Freundes selbst kastriert und nenne mich deshalb immer noch Elias.

Aber kommen wir doch mal zum Text:

Apotheke-Online

Das habt ihr schon im Absender geschrieben. Seit wann kriegt man jetzt einen Mercedes in der Apotheke. Wird der etwa von der Krankenkasse übernommen, wenn man Minderwertigkeitsgefühle oder einen kurzen Pimmel nachweisen kann?

Die populärsten Medikamente können Sie nun bequem und kostengünstig online bestellen.

Wie, jetzt erst? Das macht ihr doch schon echt lange. Bestellen konnte man bei euch immer, bezahlen übrigens auch. Das funktionierte ganz hervorragend. War ja auch euer Geschäft. Nur etwas geliefert kriegen, das konnte man bei euch nie. Macht aber nichts, hat eurem Geschäft ja keinen Abbruch getan.

Die wirkungsvollsten Liebes-Helfer für Frau und Mann (Viag.., Cial.., Levit..) : Info hier

Immerhin habt ihr inzwischen mal gemerkt, dass das Runterkürzen der Pillen für den stahlharten Pimmel auf Vi., Ci. und Le. nicht von jedem Enpfänger in eurem Sinne gedeutet wird.

Gewinnen sie 3-4 cm mit den revolutionären Penis-PiIIen: Info hier

Revolutionär auch eure innovative Schreibweise des Wortes „Pillen“ mit dem Doppel-“i“ als Binnenmajuskel. Na, mein Spamfilter kennt des jetzt auch. Aber eigentlich habt ihr doch im Betreff was von einer fetten Karre gefaselt, die man bei euch gewinnen können soll – und jetzt werden es doch nur ein paar Zentimeter.

Für Body-Builder und Athleten, alle leistungssteigernde Präparate: Info hier

Und falls jemandes Sinn nach Doping für den Heimgebrauch steht, kann er auch von euch beschissen werden. Aber nicht nur die anschwellenden Muskeln…

Diät-Helfer – Abnehmen ganz einfach und ohne zu hungern: Info hier

…auch die abschwellende Wampe soll ein Grund sein, bei euch zu bestellen. Das mit der „canadian diet method“ könnte sogar funktionieren. Wenn man euch genügend Geld hingeworfen hat, ohne irgendeine Ware zu sehen, muss man eben mal für einen Monat lang woanders sparen. Und wer sich immer noch nicht angesprochen fühlt…

Über 1170 weitere Produkte zu unschlagbaren Preisen: Info hier

…ist vielleicht ganz heiß auf eure „weiteren Produkte“, die wie üblich angepriesen, aber niemals geliefert werden. Was das wohl sein wird? Auch Neugier ist eine Gier, und zwar eine, die eurer Gier sehr entgegen kommt.

Übrigens führen alle Links auf dem Text „Info hier“ auf die gleiche Seite. Wer bei solcher Präsentation glaubt, dass hier Verweise auf spezielle Informationen gegeben werden, hat sich geschnitten. Wie übrigens jeder, der den Spambetrügern irgendetwas glaubt. Damit die Homepage auch wirklich gesehen wird…

Besuchen Sie uns noch heute
Erich Buttler, Apotheke-Online
http://nbype.gasalways.com/

…wird ihre URL auch nochmal ausgeschrieben. Das ist bei so einer URL aber wirklich keine gute Idee, das habt ihr vor einem Monat schon einmal etwas „innovativer“ gelöst, indem ihr eure Schrottdomains in der HTML-Formatierung gut versteckt habt.

Ach, und ein kleiner Tipp noch an die Arschlöcher, die mir das Postfach zumüllen: Wenn ihr schon in deutscher Sprache spammt (inzwischen sogar in gutem, fehlerfreien Stil, das hat echt gedauert), denn denkt doch mal daran, dass dieses graphische Banner in Englisch ein bisschen daneben ist. Oder wollt ihr einfach nur vermeiden, dass „#1 Internet Online Drugstore“ auf Deutsch zu einem „Ihre Nummer Eins für Medikamente im Internet“ wird und dass sich denn jeder fragt, warum er von dieser „Nummer Eins“ nur über kriminelle und asoziale Spam hört? :mrgreen:

hi

Sonntag, 23. März 2008

Hi dear!!

Hallo, unbekannter Sexlockvogel aus dem kalten, fernen Russland, der du nicht einmal meinen Namen kennst und doch so „persönlich“ klingen willst.

My letter will surprise you!!

Ich wäre eher überrascht, wenn ich einmal meine Mail abholte und von so einem Schrott verschont würde.

Übrigens: Interessanter persönlicher Stil mit dem doppelten Ausrufezeichen!! Verbraucht sich aber spätestens beim zweiten Mal!!

My name – Elena. My age-26 years.

Dein Name könnte alltäglicher nicht sein. Dein Alter nicht besser gewählt. Selten nur wurde mit so wenigen Worten eine Kulisse für flüchtige Sexträume geschaffen.

I live in Russia!!

Irgendwie ist das der einzige Satz in dieser Mail, den ich glauben kann.

Private life didn\’t turn out well. I decided to find a foreign man.

[Der Backslash vor dem Apostroph kommt aus dem Original und verrät deutlich, dass die Textfragmente aus einer Datenbank kommen. Es kann ja eigentlich nicht so schwer sein, diesen technischen Müll aus der Mail zu entfernen. Aber so viel Sorgfalt sind die Opfer den Spammer nicht wert. Das wäre ja ein Testlauf und vielleicht ein halbes Stündchen zusätzlicher Arbeit.]

Ich kann mir vorstellen, dass das Leben nicht so toll ist, wenn man für die Spammafia Texte schreibt. Aber ausgerechnet mit millionenfacher Mail nach einem Mann im Ausland suchen? Du musst ja ganz ordentlich Hornhaut auf den Schamlippen haben, wenn du es so hart brauchst.

I dream to meet a decent, kind and clever man!!

Träum weiter!!

It is difficult to tell about myself.

Kein Wunder, wenn man gar nicht wirklich existiert. Was will man da schon über sich erzählen. Wahrscheinlich war die Angabe des Namens und des Alters schon eine Überforderung deiner literarischen Phantasie.

If this is of any interest to you, write to me. My address – ramsdams@gmail.com

Immerhin, zwei Dinge hast du geschafft. Erstens ist es dir gelungen, dass deine Antwortadresse mit der Absenderadresse übereinstimmt. Und zweitens scheinst du die Captchas aus der GoogleMail-Anmeldung ab und an mal entziffert zu kriegen. Bei so viel technischer Fähigkeit hättest du dir doch wirklich jemanden suchen können, der etwas überzeugendere Trieftexte schreibt. Aber zu viel Mühe willst du denn doch nicht in deine Betrugsnummern investieren.

I\‘ll wait!! Kisses Elena

Fick dich selbst!!

Und wenn das mit Spams von Google-Konten in den nächsten Tagen bestehen bleiben oder gar zunehmen sollte, denn wird die komplette Domain gmail.* von mir als Spamquelle behandelt und alles von dort wandert ungesehen in den digitalen Orkus. Ich werde bestimmt nicht der einzige sein, der genau so vorgehen wird, und ich glaube kaum, dass Google das wollen kann. Länger als – sagen wir mal – eine Woche werde ich mir die neue Quelle der Spampest nicht zu Gemüte führen. Danach ergeht es Google bei mir so, wie es jetzt schon längst Yahoo und mail.ru ergangen ist. Denn ich habe Besseres mit meiner beschränkten Lebenszeit zu tun, als mir so eine miese Scheiße in die Augen zu reiben.

Aus Prozenten Geld machen

Mittwoch, 19. März 2008

Die besten Spieler sind in Vegas und die besten Bonusse finden Sie nur bei Vegas VIP Casino!

Ja, ist ja gut. Da weiß man gleich, dass man mal wieder Post vom Magic Jackpot Super Duper Vegas Euro VIP Casino Kasino hat. Die haben jetzt ihre Spam-Technik wieder im Griff und es gibt technisch korrekt geformte HTML-Mails.

Aber irgendwie scheint der Rechenbeauftragte heute zu schlafen. Wie sonst sollte man sich den folgenden Text erklären:

200% für Ihre erste Einzahlung, 100% für Ihre zweite und dritte Einzahlung und als Krönung einen 155% Bonus für Ihre vierte Einzahlung!!! Das ergibt insgesamt einen Willkommensbonus von 555 €/$!

Rechnen wir das doch einmal in aller Ruhe nach:

  200 Prozent
+ 100 Prozent
+ 100 Prozent
+ 155 Prozent
-------------   
= 555 Dollar/Euro

Irgendwie scheint da so ein Zahlenbeauftragter dieses Casinos mit Äpfeln und Birnen durcheinander gekommen zu sein. Beim Addieren von prozentualen Angaben entsteht plötzlich Geld, einfach die Summe als Eurobetrag. Oder auch Dollar, wenn man diese Inflationswährung unbedingt haben will.

Aber das typische Opfer dieses Betruges soll ja auch schön dumm sein und deshalb wegen einer Spam sein Geld an irgendwelche Kriminellen überweisen. Dafür gibt es natürlich nichts zurück. Außer einer Software von Kriminellen, den man sich gnädigerweise auch noch auf dem eigenen Rechner installieren „darf“. Wer das macht, dem ist nicht mehr zu helfen. Denn immer noch wechselt dieses „Casino“ häufiger seine Internet-Adresse als ich meine Unterhose. Heute liegt es auf dem Server vegazgame.info, und morgen ist es wieder ganz woanders. Für deren „Geschäft“ ist Kundenbindung völlig unerwünscht und diese angeblichen „Casinos“ sind…

Dieses und vieles mehr erwartet Sie im fabelhaften Vegas VIP Casino, der beste Platz zum spielen!

…einfach nur der beste Platz, um sich bescheißen zu lassen.

Spam-Splitter (5)

Dienstag, 18. März 2008

Klick da wo „klick da“ draufsteht – Sehr „kreativ“ war dieser Spammer, in dessen Müllmail etliche aus dem Internet nachgeladene Werbebanner eingebettet waren, die mit flackerndem Blinken laut „Klick mich“ riefen. Er hat offenbar gemerkt, dass die Spam vielleicht noch etwas „Text“ enthalten sollte, und er hat deshalb auch zwei Zeilen Text geschrieben. Die erste lautet „Click on these ads for your offer“, falls jemand die blinkenden Texte in der Reklame übersehen hat, obwohl er nicht blind ist. Und die zweite lautet „©2008 Unsubscribe | More Newsletters | Privacy“ – leider erfährt man nicht, wer hier denn nun das Copyright für diesen kriminellen Schrott in Anspruch nimmt. Es dürfte aber völlig sicher sein, dass die angepriesenen „more newsletters“ auch dann kommen werden, wenn man es versäumt hat, auf diesen Link zu klicken.

Inflation – Es ist interessant zu sehen, wie in den Scum-Mails der letzten Wochen die Dollarbeträge immer größer werden. Die Inflation der US-Währung ist offenbar auch bei den Spammern angekommen: „In October, 2002, my late client Ghazi Musa Hassan, an Iraqi Crude oil merchant made a numbered fixed deposit of Twenty million Eight Hundred Thousand United State Dollars (US$ 20,800,000) only in my branch“. So richtig kritisch wird es wohl werden, wenn noch zwei weitere Größenordnungen hinzukommen, oder wenn selbst die Spammer für ihre Beträge lieber Angaben in Euro verwenden.

Ganz viele Zahlen – Wenn du nichts zu sagen hast, denn versuche, deine Leser mit Zahlen zu verwirren, das scheint das Motto der Betrüger zu sein: „With winning numbers 03, 05, 13, 17, 23, 24, 28, 43, Bonus 08. Your e-mail address attached to ticket number: 56475600545188 with Serial number 5368/05 drew the lucky number: 09 which subsequently won the LOTTO prize“. Dieser Preis ist natürlich eine fette Million britische Pfund, man will ja an die Gier appelieren. Was aber völlig unklar bleibt, ist die Frage, was meine Mailadresse mit den nummerischen Wüsten zu tun haben soll. Einmal ganz abgesehen von einer anderen Zahlenfrage, nämlich der Frage, wovon sich eine Lotterie ohne Einsätze zu finanzieren gedenkt.

Pinocchio – Wenn ich „Steve told me that after taking this incredible solution, he gained an inch in less than a month“ lese, stelle ich mir unwillkürlich vor, wie jemandes Nase immer länger wird.

Nein, ich hatte heute keine Lust, die dummen englischen Texte zu übersetzen. Das nächste Mal wieder. Versprochen!

Billigflüge in alle Welt

Samstag, 15. März 2008

Heute gibt einmal eine Müllpost, die nicht dazu auffordert, dass man sein Geld in betrügerische „Casinos“ werfe oder es irgendwelchen vorgeblichen „Pillenhändlern“ gebe, die es dann natürlich behalten, ohne dass man eine Pille dafür sieht. Auch gibt es nicht den holpersprachen Brief irgendwelcher Bankangestellten weit draußen im Ausland (meist in Afrika), die einen Komplizen suchen, mit dem man Millionen von Dollars in gieriger, betrügerischer Absicht bewege – was am Ende dazu führt, dass das Opfer dieser Masche mit tausenden oder zehntausenden von Euro in Vorleistung getreten ist, während sich die versprochenen, riesigen Beträge in Luft aufgelöst haben.

Nein, heute gibt es etwas Abwechslung in der virtuellen Mülltonne, zu der mein Mailpostfach jeden Tag von Spammern gemacht wird. Es handelt sich um die Spam einer deutschen Firma, die sogar eine Anschrift und eine Steuernummer auf ihrer Homepage angeben kann, und die ganz offenbar glaubt, dass millionenfache, unverlangt zugestellte Mail ein adäquates Mittel wäre, Werbung für die eigenen Produkte zu machen. Es handelt sich um einen in HTML formatierten „Newsletter“ (den ich natürlich niemals bestellt habe, so dass auch dieses Wort der Mail nicht ihren Spamcharakter nehmen kann), den man vielleicht auch einmal in seinem richtigen Layout betrachten sollte. Ich habe hier zur Dokumentation eine PDF-Version der Spam erstellt. Von einer Inanspruchnahme der darin angepriesenen Dienstleistung rate ich angesichts des offenbaren Spamcharakters dieser Reklame nachdrücklich ab. In folgendem Beitrag ist nur der unformatierte Text der Spam zitiert.

Dem Absender dieser Müllmail kann ich nur zu bedenken geben, ob es wirklich in seinem Interesse liegt, durch die hier gewählte, gleichermaßen asoziale wie illegale Werbeform in den Dunstkreis jener krimineller Machenschaften zu geraten, innerhalb derer man sich sonst eben dieser Form bedient. Es ist in so einem Fall nicht einmal auszuschließen, dass eine derartige Mail von einem Konkurrenten mit dem Ziel der Geschäftsschädigung verfasst und massenhaft versendet wurde – ich kann das nicht beurteilen und empfehle dem so Geschädigten für diesen Fall dringend, die erforderlichen juristischen Maßnahmen einzuleiten und offensiv an die Öffentlichkeit zu treten, bevor der Ruf der Firma völlig ruiniert ist. Denn das kann teuer werden und sogar Existenzen vernichten.

Newsletter 03/08

Werter Absender, es handelt sich hier nicht um einen bestellten Newsletter, sondern massenhaft und mechanisch versendete Spamwerbung. Daran kann auch dieses Wort (übrigens in dicker, blauer Schrift) nichts ändern.

aktuelle Angebote von
www.dasticket.de

Und ich als Empfänger dieser illegalen Massenwerbung habe nicht das geringste Interesse an irgendwelchen Angeboten, sondern will einfach nur die virtuelle Post zur Kommunikation nutzen. Genau so wird es einem Großteil der Empfänger auch gehen, von daher ist diese Werbeform einfach nur widerlich.

Türkei – Istanbul
Nur Flug
Direktflug z.B. ab München oder Frankfurt ab € 29,-

Türkei – Ankara
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Berlin oder München ab € 59,-

Türkei – Izmir
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Hamburg oder München ab € 79,-

Ägypten – Kairo
Nur Flug
Direktflug z.B. ab München oder Köln ab € 79,-

Syrien – Damaskus
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder München ab € 235,-

Libanon – Beirut
Nur Flug
mit 1 Stop z.B. ab München oder Frankfurt ab € 249,-

Jordanien – Amman
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder München ab € 279,-

Marokko – Casablanca
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder Köln ab € 79,-

Darüber hinaus bin ich nicht daran interessiert, irgendwo hinzufliegen. Und wenn ich doch einmal flöge, so informierte ich mich gewiss nicht aus unverlangt zugestellter und illegaler Spam über verfügbare Angebote. Denn von Spammern erwartet jeder Denkende nur eines: Dass sie ihn bescheißen wollen. Und. Werden, wenn er auf solche „Angebote“ eingeht.

Von daher könnte nichts kontraproduktiver sein als eine Werbung mit Spam.

Hohenzollernstr. 156
80797 München

Tel.: 089.54x xxx 87
Fax: 089.54x xxx 88
info@dasticket.de
www.dasticket.de

[Die zitierten Telefonnummern wurden von mir unkenntlich gemacht, damit sich nicht Wirrköpfe zum Telefonterror aufgefordert fühlen. Es ist schlimm genug, wenn die asoziale und barbarische Form der Kommunikation von den Spammern ausgeht.]

Auch die Tatsache, dass da eine Anschrift und eine Telefonnummer drunter steht, macht diese Müllmail nicht zu einer legalen Form der Werbung. Und. Auch nicht zu einer erträglicheren.