Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

ASSISTANCE

Samstag, 14. Januar 2012

Greetings From Dubai,
This message might meet you in (utmost surprise) [sic!], however, it’s just my urgent need for foreign partner that made me to contact you for this transaction. I am a banker by profession from United Arab Emirates and currently holding the post of Director Auditing and Accounting unit of the bank.
I have the opportunity of transferring the left over funds (USD17.5 million) our bank deceased customer late Mr. Richard Burson who died on (Egypt Air Flight 990) along with his family on a plane crash below.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/502503.stm.
Hence i am inviting you for a business deal where this money can be shared between us in the ratio of 50/40 while 10% will be mapped out for expenses that may occur on the process. If you agree to my business proposal. further details of the transfer will be forwarded to you as soon as i receive your return mail.
Get back to me via my private email abdallahmed (at) hotmail (punkt) co (punkt) uk
Respectfully yours,
Mr. Abdalla Khalid Ahmed

Hey, Abdalla,

solche Strunzmails sind doch keine besondere Überraschung für mich, so etwas habe ich jeden Tag in meinem Postfach. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele „Banker“ aus Nigeria, Ägypten, dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten und zusätzlich so ziemlich jeder Krisenregion der Erde mich immer wieder anmailen, weil sie einen x-beliebigen Unbekannten brauchen, dem sie mal eben Millionenbeträge in die Hand drücken. Weil man das eben so macht als Banker, wie ja jeder aus leicht zu machenden Erfahrungen mit seiner freundlichen Bank um die Ecke bestätigen kann.

Aber „schön“ finde ich mal wieder die am 31. Oktober 1999 abgestürzte EgyptAir 990, in der offenbar alle steinreichen Bankkunden dieser Welt mit ihren wild umherfluktuierenden, herrenlosen Millionenbeträgen ganz dicht gedrängelt saßen. Vielleicht war es ja doch eine göttliche Gerechtigkeit, wenn da so viel verdächtiges Geld und so viel Beziehung zu komischen Bankern wie „dir“, Abdalla, im abgestürzten Flugzeuge saß. Der Gerald Welsh zum Beispiel. Oder ein Jahr später im gleichen Flug, der Robert Ebner. Oder ein weiteres Jahr später der Luther Fraatz. Und alle haben sie keine weiteren Verwandten mehr… :mrgreen:

Man könnte ja fast glauben, Abdalla, du seiest ein schäbiger Betrüger, darauf aus, den Menschen nicht existente Millionen vor die Augen zu malen und ihnen dann eine Vorleistung nach der anderen aus der Tasche zu ziehen! Du tust auch alles, um diesen Eindruck noch zu fördern: Deine gefälschte Absenderadresse; deine Mails, die über ein Botnetz versendet werden; dein Hinweis, dass man nicht an die (gefälschte) Absenderadresse antworten soll, weil die Antwort sonst ja gar nicht bei dir ankäme; deine mies formulierte Mail; deine Verwendung von kostenlos einzurichtenden Mailadressen bei Freemail-Providern für empfindliche Kommunikation über Millionenbeträge und dann zur Krönung noch die Übernahme eines Links auf die BBC, der schon seit vier Jahren gern von allen möglichen Vorschussbetrügern gesetzt wird, um ihre Lügenmärchen mit der Autorität der BBC aufzuladen. Wenn ihr Betrüger aber lieber einen europäischen Hintergrund für die Geschichten aufbauen wollt, nehmt ihr stattdessen das Concorde-Unglück vom 25. Juli 2000, so wie hier und hier und hier. Sehr entlarvend, Spammer, wie ihr Vorschussbetrüger die übelsten Unfälle als emotionalen Hebel für eure Betrugsgeschäfte missbraucht! Was besseres ist dir auch nicht eingefallen, Abdalla.

Weil, Abdalla, du nicht nur ein schäbiger Betrüger bist, du bist auch noch so richtig stinkefaul und hast deshalb nicht die geringste Lust, dir mal eine neue (und vielleicht sogar etwas weniger menschenverachtende) Story auszudenken. Wäre ja auch Mühe, und wenn du dir irgendeine Mühe machen wolltest, wärest du doch kein betrügerischer Spammer geworden. Da schreibst du lieber den Schrott ab, den jeder Inhaber einer Mailadresse schon seit vier Jahren zur Genüge kennt und hoffst, dass noch jemand darauf reinfällt.

Abdalla, ich wünsche dir, dass du (zusammen mit allen Idioten, die ähnliche Nummern machen wie du) demnächst qualvoll und einsam verreckst und dass dir widerlichem Lügner niemand mehr glaubt, dass du leidest.

Angewidert

Der Nachtwächter

data-eu: Nachricht.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Danke für den Punkt am Ende des Betreffs…

Gut, das zu wissen. Eine Mail in meinem Postfach ist eine Nachricht. Wenn ihr Idioten von Spammern das nicht in euren Betreff reingeschrieben hättet, wäre ich da niemals drauf gekommen.

Und, was habt ihr?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Firma Glob – Contact bietet Ihnen personalisierte Adresskataloge deutscher Firmen sowie Unternehmen an. Mit Hilfe unserer Datenbanken (opt-in) sowie Programmen Ihre Werbekampagne wird, mit Verwendung des unseren Inhaltswechsel-Systems, zielgenau gerichtet und niemals als SPAM betrachtet. […]

Ah, verstehe! Ihr habt tolle Adresslisten, mit denen man niemals als Spammer betrachtet wird. Da stehe ich bestimmt auch drin, nicht?! Aber so richtig zielgenau. :mrgreen:

Ich habe keine Lust, euren seit 2008 nahezu unveränderten Bullshit hier noch einmal zu zitieren. Geht einfach sterben!

Was eure Adressdatenbanken wert sind, zeigt sich ja schon, wenn man eine Spam von euch bekommt.

For Your Attention:

Samstag, 7. Januar 2012

Oh, was werde ich bei solchen Betreffzeilen doch immer aufmerksam… :mrgreen:

Business Enquiry.

Aber hey, das hier ist ja auch eine Geschäftsanfrage…

Hello,

…die an jemanden ergeht, von dem der freundliche Absender nicht einmal den Namen kennt. Macht aber nichts, denn irgendwelchen Unbekannten kann man ja immer…

This is to invite you to an investment opportunity involving a lucrative business proposal for a common interest to share with you.

…irgendwelche Investitionsmöglichkeiten nahelegen. Aber so richtig lukrative! Wer das noch nicht bescheuert genug findet, der kann…

I am Mr. Wu Liang. And I have a deal which concerns the transfer of a large sum of money. Everything about this transaction shall be legally done without any problem. Please endeavor to observe utmost discretion in all matters concerning this issue.

…noch den ausgedachten Namen lesen. Und natürlich auch den Rest. Diese Sache, dass ein Typ, dessen Namen man noch nie gehört hat, einen anderen Typen anmailt, von dem er leider auch keinen Namen kennt. Das ist die ideale Grundlage des Miteinanders, um gemeinsam den Transfer größerer Geldbeträge zu wuppen. Schon die alltägliche, leicht zu machende Erfahrung zeigt einem doch, dass man irgendwelchen Unbekannten (und dann auch noch im fernen Ausland) ohne weiteres einen Haufen Zaster in die Hand drücken kann und dass das niemanden unehrlich macht. Tja, wer das alles glaubt, mailt natürlich gern zurück…

If you are interested, mail back, through my private Email address:
(juwuliang (at) yahoo (punkt) com (punkt) hk) written here,

…und wundert sich auch nicht weiter darüber, dass man einen solchen unwiderstehlichen Geschäftsvorschlag deshalb nicht mit einem einfachen Klick auf „Antworten“ beantworten kann, weil der Absender gefälscht ist. Ja, die Menschen, die bei allen diesen Anzeichen für kriminelle Spam immer noch nicht den Weg zur Löschtaste gefunden haben, sondern an das Geschäft ihres Lebens glauben, die machen das sogar und halten es für das Normalste der Welt. Die freuen sich aber auch so richtig…

I shall give you more details about this proposal, as soon as I receive your positive response.

…über die weiteren Lügen, die demnächst fröhlich ins Postfach prasseln, ja, die werden sogar eine Vorleistung nach der anderen über MoneyGram und Western Union zu völlig fremden Leuten rüberbeamen. Alle anderen sagen sich bei diesem Großstümper des schlecht durchgeführten Vorschussbetruges allerdings nur…

Private Email: juwuliang (at) yahoo (punkt) com (punkt) hk

Kind Regards,

Mr. Wu Liang

…so etwas wie: Du mich auch!

Eliminate performance anxiety

Donnerstag, 5. Januar 2012

„Wenn man schon nichts zu sagen hat, dann muss man das wenigstens in einer tollen HTML-Mail tun und diese mit etwas oefx, opkgrw und qweq zwischen den letzten sinnhalten Wörtern anreichern“, ja, genau das scheint sich der Verfasser dieses wunderbaren Werbetextes für angebliche Pimmelpillen einer russischen Betrugsapotheke gesagt zu haben:

Screenshot der Spam

Ob es wohl irgendwo in der Welt Menschen gibt, die in so einen Schrott noch reinklicken? Ich befürchte… ja, die gibt es. Hoffentlich sind es wenigstens nicht so viele.

Neuen 2012 Wichtige Updates!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Aber einen ganz neuen, und ganz wichtige Updates! Ziemlich neu ist die Phishing-Idee, die in dieser Spam verbastelt wurde, und von daher ist sie auch ein bisschen gefährlich. Es soll nicht auf einen Link geklickt werden, sondern stattdessen ist ein „Formular“ zum „Ausfüllen“ an die Mail gehängt – offenbar haben die Warnungen der Polizeien und Banken, nicht auf Links in Mails zu klicken, um dann irgendwelche Kontoinfos an lichtscheue Typen zu geben, eine gewisse Wirkung entfaltet. Und jetzt müssen die Phisher ein bisschen kreativ werden. Aber wenn man seinen Strunztext dermaßen bescheuert formuliert, dann wirds auch nichts mit der tollen neuen Masche.

Sehr geehrter Inhaber der Kreditkarte,

Hallo! Deinen Namen kennen wir nicht, aber immerhin versuchen wirs mal mit dem „sehr geehrter“, während wir dich in Wirklichkeit verachten.

Ihre Kreditkarte wird vorübergehend für neue Sicherheits-Updates gesperrt.

Wie jetzt, für meine Kreditkarte gibts keine neue Sicherheit mehr?! :mrgreen:

Wir müssen unsere Datenbank zu aktualisieren jedes Jahr. Aus diesem Grund haben wir vorübergehend Ihre Kreditkarte gesperrt.

Klar, Kreditkarten werden jedes Jahr einfach alle gesperrt, weil da irgendwelche Leute an den Datenbanken rummachen. Die Umsatzausfälle sind den Banken dabei völlig egal, deshalb machen die Banken das auch so. Großes Spamkino!

Ihre Kreditkarte wird freigeschaltet, nachdem Sie und laden Sie das beigefügte Formular werden.

Alles klar? Na, dann…

Danke,
Visa und Mastercard Support Team.
© Copyright Visa Europe 2012

danke für die Mitarbeit an diesem Beschiss.

Das „beigefügte Formular“ ist übrigens eine HTML-Datei als Mailanhang mit einem HTML-Formular drin. Ich habe das mal ein bisschen bearbeitet, so dass auf keinen Fall Daten an die Verbrecher gehen können und hier hochgeladen, damit sich jeder anschauen kann, wie so ein Mailanhang „gebaut ist“¹. Die eingebetteten Grafiken werden übrigens aus dem halben Internet nachgeladen, und wie man in einer HTML-Datei die HTML-Entity für einen Umlaut schreibt, scheint zu diesen technischen Spezialexperten der organisierten Internet-Kriminalität noch nicht vorgedrungen zu sein.

Anders, als bei Links auf bekannte Phishing-Sites, wird hier vom Browser oder vom Mailclient niemals eine Warnung ausgegeben, und doch ist im Original ein von den Kriminellen verwendeter Server das Ziel für die eingegebenen Daten. Wer sich auf die „eingebaute Sicherheit“ seines Browsers oder seiner Mailsoftware verlässt, ist also wieder einmal verlassen. Wer aber seinen Kopf einschaltet, löscht die Spam schon nach den Worten „Sehr geehrter Inhaber der Kreditkarte“, denn so würde keine Bank dieser Welt ihre Kunden ansprechen – und vom Rest des Textes dieser Müllmail will ich gar nicht erst reden. Aber ich befürchte, dass da bald bessere Mails umlaufen.

¹Geändert am 17. Dezember 2013. Zwei Jahre nach der Masche erscheint es mir nicht mehr notwendig, diese Datei hier zu halten, zumal sie zu Fehlerkennungen durch gängige Sicherheitsprogramme führt.

Rolex today, Sales today, Alert…

Montag, 2. Januar 2012

Hey, ihr stinkenden Spammer auf der anderen Seite des Internet!

Das wirkt echt total überzeugend, was ihr mir mal wieder ins Postfach stopfen wolltet. Da habt ihr bestimmt einen richtigen Experten auf eure Drecksskripten losgelassen, und der hat mich dann binnen einer Minute mit den immer wieder gleichen Angeboten an die immer wieder gleiche Mailadressen beglückt:

Screenshot aus dem Spamordner im Mozilla Thunderbird

Und zu allem Überfluss habt ihr auch noch meine Adresse als Absender eingetragen. Weil dann wirklich keiner bemerkt, dass ihr mit gefälschtem Ansender schreibt. Und dass die immer gleichen Dreckssites mit ihren angeblichen Markenuhr-Imitaten für Leute mit beschädigtem Selbstwertgefühl in den in Sekundenabstand einprasselnden Spams jedesmal einen anderen Rabatt anbieten, das wirkt echt irre überzeugend – zumal alles zur gleichen Dreckssite geht. Ach! Was erzähle ich…

Aber nett, dass das gleiche Idiotenskript mit der gleichen IP-Adresse (natürlich die dynamische IP eines mit Schadsoftware übernommenen Privatrechners) wie die idiotischen Billigticktack-Spams eine Phishing-Mail für Kunden der Bank of America verschickt hat. So wird wenigstens den Empfängern klar, dass hinter beiden Formen des Betruges die gleiche widerwärtige Mafia steht. Und je mehr Leuten das klar wird, desto schlechter für eurer dummes Geschäft mit der Dummheit anderer Menschen.

Geht endlich sterben!

Der Nachtwächter

Canadiana Pharmacy, Save Money!

Sonntag, 1. Januar 2012

Neues Jahr, alte Blödheit im Postfach.

USPS – Fast Delivery Shipping 1-4 day USA
Best quality drugs
Worldwide shipping
Professional packaging
100% guarantee on delivery
Best prices in the market
Discounts for returning customers
FDA approved productas
350000+ satisfied customers

http://qjxat.pheredrugs.ru

Jaou, genau so stelle ich mir eine seriöse „Apotheke“ im Internet vor. Liefert mit UPS in die USA, weiß aber nicht, wie man UPS schreibt. Und gibt im Betreff vor, eine Apotheke aus Kanada zu sein, benutzt aber doch lieber eine russische Domain für die Internetadresse – und ganz komische Flektionen wie „canadiana“ und „produktas“, die vermuten lassen, dass der Text vorm mechanischen Übersetzen auch schon mal spanisch war. Da glaubt man doch jedes Wort! Na ja, vielleicht bis auf die gefälschte Absenderadresse…

Cannabis Science Releases Worldwide Growth Guidance For Its Formulations Targeting Critical Ailment

Samstag, 31. Dezember 2011

A pioneering US biotech company developing pharmaceutical cannabis products, is pleased to release its analysis of the worldwide market potential for medical cannabis treatments of critical ailments. The actual worldwide market for treating critical ailments with Cannabis formulation amounts to trillions of dollars.

The Company works with world authorities on science targeting critical illnesses, and adheres to scientific methodologies to develop, produce and commercialize phytocannabinoid-based pharmaceutical products. In sum, we are dedicated to the creation of cannabis-based medicines, both with and without psychoactive properties, to treat disease and the symptoms of disease, as well as for general health maintenance.

List of illnesses that can be trated with medical cannabis:

Skin cancer (basal cell carcinoma)
Breast cancer (Ductal carcinoma)
Colon glioma (brain tumor)
Lung cancer
Bone Marrow Cancer (multiple myeloma)
Ovarian
Pheochromocytoma
Prostate cancer
Skin Cancer (squamous cell carcinoma)

Aha, ich verstehe. Eine völlig unbekannte und hier auch namenlos bleibende Klitsche hat also eine Möglichkeit gefunden, eine Reihe sehr schwerer und oft tödlicher Krebserkrankungen mit Hanfpfanzen sowohl symptomatisch zu behandeln als auch zu heilen. Natürlich so richtig voll wissenschaftlich, also mit halbwegs tragfähigen Studien in reproduzierbarer Weise belegt.

Ich bin nur ein wenig verwundert darüber, dass ich das über eine kriminelle und asoziale Spam mit gefälschtem Absender erfahre und nicht aus den allgemeinen Wissenschaftsmeldungen. Immerhin handelt es sich bei den Forschern in dieser namenlos bleibenden Klitsche um die sicheren Medizin-Nobelpreisträger der nächsten Jahre. Ferner würde die Existenz einer derart erfreulichen Studie sofort eine breite, kaum zu überhörende Diskussion mit politischen Forderungen auslösen, da die gegenwärtige Kriminalisierung der Hanfpflanze und ihrer Produkte die Erforschung der erfreulichen Effekte erschwerte und sogar einige Menschen an Krebs sterben ließe.

Kurz: Der Text dieser Mail ist Lüge. Das hätte man sich allerdings schon beim gefälschten Absender denken können. Man scheint bei den Verfassern dieser kriminellen Strunzmail übrigens der Meinung zu sein…

Medical and Health Care Investors

We are dedicated to the creation of cannabis-based medicines to treat disease and the symptoms of disease, as well as for general health maintenance, and we are looking for investors to help provide excellent and efficient medical and health care for our future researches. Your help can make a great difference in people’s lives, we welcome you to contact us for more information.

For more information, please visit
http://www.cskillscancer.com

…dass das genau die richtige Grundlage ist, um ein bisschen Kapital für „weitere Forschungen“ einzusammeln – obwohl es in Wirklichkeit für eine vielversprechende neue Krebstherapie sofort Risikokapital in Milliardenhöhe gäbe. Von Investoren, die selbstverständlich damit ein Geschäft machen wollten und sich sicher sein könnten, dieses auch zu machen.

Doch es bleibt ja nicht nur beim Betrug, sondern diese Quacksalber haben sich noch einen besonderen Verachtungspunkt verdient. Denn sie machen mit dieser betrügerischen Massenmail schwerkranken Empfängern mit trüber Prognose Hoffnungen auf die so genannte „Alternativmedizin“. Bei was für eiskalten Geschäftemachern (ja, noch schlimmer und ethisch verrotteter als die Ärztebrut und die Pharmakonzerne) so ein schon schwer gezeichneter Mensch dann landen kann, um sich für Aberglaube und Quacksalberei mit seinen Heilsversprechen das letzte Geld aus der Tasche ziehen zu lassen – oft sogar noch das Geld von Freunden und Verwandten – das liest man am besten mal bei EsoWatch nach. Cannabis ist dort übrigens nicht aufgezählt, denn es wird schon seit einigen Jahren in der Krebstherapie eingesetzt, um den teils quälenden Nebenwirkungen der Chemotherapie zu begegnen – dass der Wirkstoff THC zudem einen hemmenden Einfluss auf das Wachstum der Metastasen hat, ist dabei eher ein gewünschter Nebeneffekt, denn hierfür kennt die heutige Medizin viel besser wirksame Mittel.

Dennoch: Kiffen ist weder eine Prophylaxe noch eine wirksame Therapie gegen Krebs.