Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Sir/Madam

Freitag, 1. Mai 2015

Ja, eines von beiden wird schon meistens stimmen. Ansonsten ist es weder ein Ersatz für einen aussagekräftigen Betreff noch für eine persönliche Anrede.

Diese alles in allem recht lieblos verfasste Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges tut sich einmal mehr dadurch hervor, dass sie Bezug auf aktuelle Nachrichten über fürchterliche Ereignisse nimmt:

Good tidings to you, I am Mrs. Muyassar Ahmadi of Syrian nationality and mother of two kids, at the present time here in the camp for Syrian refugees Turkey. He was killed by terrorist attack in Syria. I need your assistance to receive Seven Million Three Hundred Thousand Euro with a bank in Turkey, which was my late husband deposit. I belief you know of the untold sorrow the scourge of war have
brought to the Syrian people and I beg you to find it in your heart to help us receive the fund and also towards moving out from here to reaffirm hope of survival to my poor kids. I will provide you with more information after I hear
from you. Muyassar.

Eine Frau aus dem Flüchtlingslager mit zwei Kindern, die irgendwo weit weg ein paar Millionen Euro liegen hat – und die einzige Idee, die ihr kommt, um Hilfe zu finden, ist irgendwelche völlig unbekannten Leute anzumailen und diese in einer unverschlüsselten, offen wie eine Postkarte durchs Internet beförderten E-Mail anzuflehen, ihr doch bitte zu helfen, das Geld für die armen armen und so kleinen Kinder flüssig zu machen. Bitte an eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Maildienst antworten (diese steht im Reply-To-Header, man kann also auf „Antworten“ klicken), denn mit diesem ganzen Zaster war es der Familie wohl auch niemals möglich, sich irgendwo ein kleines virtuelles Serverchen hosten zu lassen, das wenigstens für etwas Vertraulichkeit sorgt. Diese… wenn man es sehr teuer macht… dreißig Euro im Monat kann man doch einsparen, wer braucht schon Geschäftsgeheimnisse?!

Wie immer: Sehr sehr überzeugend. 😀

Und wie immer: Kalt, menschenverachtend und widerwärtig!

Da braucht man gar nicht mehr in den Mailheader zu schauen und erwartungsgemäß festzustellen, dass diese Spam nicht etwa aus einem türkischen oder syrischen Internetcafé kommt, sondern (in meinem Exemplar) von einer IP-Adresse aus den Vereinigten Staaten versendet wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen mit Schadsoftware gekaperten und in ein Botnetz eingefügten Computer anderer Leute – schließlich tragen diese Halunken nicht so gern Handschellen. Und nein, obwohl die (gefälschte) Absenderadresse in der Domain gmail (punkt) com liegt: Die IP-Adresse gehört nicht zu Google und die Spam hat niemals auch nur einen Server von Google gesehen…

Wenn die hier versuchte Nummer mit den aktuellen Flüchtlingskatastrophen für die Spammer „erfolgreich“ sein sollte, gehe ich davon aus, ähnliches demnächst auch in deutscher Sprache zu lesen. Deshalb: Vorsicht! Vor allem, wenn Menschen irgendwelche Unbekannten um Hilfe bitten, größere Geldbeträge (oder Wertsachen aller Art) zu transferieren und dafür verlockend große Gegenleistungen anbieten. Niemand, der noch bei Troste ist, würde so etwas einem völlig Unbekannten anvertrauen, von dem er nur eine Mailadresse und sonst gar nichts kennt! Und niemand, der für neunundneunzig Eurocent kritischen Verstand hat, sollte auf die Idee kommen, auf eine derartige Geschichte hin auch nur ein paar Euro als Vorleistung vollständig anonym über Western Union oder MoneyGram ins Unbekannte zu beamen. Dieses Geld kommt nicht Flüchtlingen zugute, sondern dem lokalen Autohändler, dem Kokaindealer und dem lokalen Bordell irgendwo in dieser Welt, wo eine widerliche, menschenverachtende Bande von Betrügern sitzt.

Je demande votre appui

Dienstag, 28. April 2015

Oh, da möchte jemand, der nicht einmal meine Sprache spricht und mich nicht kennt, etwas Unterstützung von mir. Das ist doch sicher ein Vorschussbetrug in französischer Sprache.

If this email is not spam, click here to submit the signatures to FortiGuard – AntiSpam Service.

Oder vielleicht doch in englisch?

Attention.Friend

Ja, scheint englisch zu sein.

Ik ben Abraham Johannes, het werken met Borg en waardevolle houden firma in Europa.

Nein, es ist Niederländisch¹! Na, wenn Abraham so wertvolle Unternehmen in Europa hat, deren Firmierung er gar nicht angeben kann, dann kann ich verstehen, dass er auch mit den europäischen Sprachen manchmal ein bisschen durcheinanderkommt.

Ons bedrijf wordt bijgestaan enkele van de Afrikaanse leiders en politici om een aantal fondsen en waardevolle spullen te verplaatsen door middel van onze speciale arrangementen als borg.

Und noch toller: Irgendwelche leider auch vom Namensmangel befallene „Spitzenpolitiker“ aus von ebenfalls vom Namensmangel befallenen afrikanischen Ländern machen große Geschäfte mit Abrahams namenlosem Unternehmen. Het is echter niet betaald met bankoverschrijvingen, cheques of wissels, zoals gebruikelijk is in de wereld²… ähm… es wird aber nicht mit Banküberweisungen, Schecks oder Wechseln bezahlt, so wie das in der ganzen Welt üblich ist, sondern mit Fonds und Wertsachen in speziellen Paketen.

Sommige van deze deposito’s waar niet geclaimd als de resultaten van de sterfgevallen en enkele beperkingen van de overheid, dus verzonden naar magazijn of in beslag genomen suspense.

Und so kommt es, wie es kommen musste: Herrenlose Einlagen liegen verwaist herum, wenn mal jemand stirbt oder etwas wegen politischer Spannungen beschlagnahmt wird.

Momenteel zijn er opgeлiste [sic! Anstelle eines „ë“ steht ein kyrillischer Buchstabe.] degenen over te sturen naar ware huis suspense, maar ik heb alle afspraken geperfectioneerd tot ййn [sic! Das soll „één“ heißen.] van de deposito’s met (8.5million dollars) of als ik een betrouwbaar persoon om mij te helpen. Als u geпnteresseerd [sic!] bent in de materie zijn, laten weten via dit e-mailadres (abraham505john (at) gmail (punkt) com) voor meer details en hoe verder te gaan.

Bitte nicht darüber wundern, dass in den Niederlanden die kyrillische Codepage verwendet wird, sondern einfach daran glauben, dass da jetzt 8,5 Megadollar herumliegen und dass dieser Abraham völlig unbekannte Leute anschreibt, um eine zuverlässige Person fürs Abholen dieses Geldes zu finden. Wer daran interessiert ist, möge bitte nicht in seiner Mailsoftware auf „Antworten“ klicken, denn der Absender der Mail ist gefälscht, sondern stattdessen die angegebene Mailadresse verwenden. Weitere und dümmere Lügen kommen sofort, für weiteren kriminellen Missbrauch ausreichende Daten über sich muss man sowieso angeben und immer wieder müssen irgendwelche Gebühren über Western Union und MoneyGram bezahlt werden, weil irgendwelche Abrahams mit ganz vielen Firmen nicht über so etwas wie ein Bankkonto verfügen. In welcher russischen Stadt das Bordell liegt, in dem das so ergaunerte Geld mit Koks und Nutten verlebt wird, kann ich leider auch nicht sagen… nicht einmal, dass es Russland ist… aber sicher nicht in einem Land, in dem Niederländisch gesprochen wird.

Aber dafür ist er…

oprecht
Abraham John

…ja… er ist „aufrichtig“. 😀

¹Ein Hinweis für alle, die es besser können: Nein, ich kann kein Niederländisch. Auch wenn ich es leichter verstehen kann als so manchen deutschen Dialekt (und die Niederländer um ihre deutlich logischere Orthografie beneide), entgehen mir mehr Feinheiten als… sagen wir mal… in einem englischen Text. Völlig unbeholfene Formulierungen und unpassende Begriffe kann ich nicht als solche erkennen, und ich bin mir sicher, dass diese Spam eines Vollidioten alles andere als gut formuliert ist. Leider fehlt mir die Möglichkeit zum angemessenen Spott.

²Nederlandse liefde, mijn Duits is beter…

Guten tag.

Montag, 27. April 2015

Oh, mal wieder mit Punkt am Ende des Betreffs. (Das machen fast nur dumme Spammer, die ihr Spamskript nicht richtig verstehen…)

Ich erkläre den heutigen Tag zum Großtag des Vorschussbetruges. Und ich sehne mich nach den Zeiten zurück, in denen sich die Betrüger wenigstens noch eine lächerliche Geschichte ausgedacht und sie… na ja… hübsch auszuschmücken versucht haben. Inzwischen scheint da eine ganze neue Generation die Freuden des Lebens mit dem Geld anderer Leute entdeckt zu haben; eine Generation, die sich so viel Mühe nicht mehr geben mag.

Liebe Freund, Guten Tag, ich schreibe Ihnen auf Vorschlag der Geldtransfer zu Ihrem Land. Ich bin ein Banker von Beruf und in den Niederlanden ansässig. Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir sind, bitte kontaktieren Sie mich durch meine private E-Mail: martin (punkt) hein (at) aim (punkt) com für weitere Details, Mit besten Grüßen, Martin HEIN

Wir wissen schließlich alle aus unserer Alltagserfahrung, dass Angestellte von Banken einen öfter mal ansprechen, ob sie einem nicht einfach mal ein bisschen Geld überweisen können, oder?! Aber nur, wenn man kein Kunde der Bank ist und der einzige Name, den sie kennen, „Liebe Freund Guten Tag“ ist. 😀

Damit der Spamfilter diesen Sondermüll auch zuverlässig als Spam ausfiltert – dieser Betrüger hat zumindest daran gedacht, keine Millionensummen zu nennen und auch viele andere Stilmittel seines „Gewerbes“ gemieden – wird die Spam zum Ende noch einmal als Spam abgestempelt:

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
www.avast.com

Danke dafür! Wer nicht versteht, warum sich dieser dumme Reklamespruch für Avast zur sicheren Spamerkennung eignet, lese bitte hier weiter.

Und wenn der Avast-Spruch nicht reicht, hat sich der Spammer gesagt, dann hält doppelt eben besser:

This message has been scanned for viruses and
dangerous content by MailScanner, and is
believed to be clean.

Diese Spam wurde nach Hirn und intelligenter Vorgehensweise durchsucht von Unser täglich Spam und für vollkommen frei davon befunden. 😛

Business Development

Montag, 27. April 2015

RE: PRIVILEGED AND CONFIDENTIAL:

Mal wieder so richtig „vertraulich“, deshalb als unverschlüsselte Mail offen wie eine Postkarte durchs Internet bewegt. Und an Millionen Adressen zugestellt. Bitte die E-Mail nach dem Lesen aufessen! 😀

To Whom It May Concern,

Ich kenne dich nicht.

I am a Banker with one of the Leading Banks in the Republic of Ghana (West Africa). Here is my proposition for your consideration. The sum of US$56 million has been classified as Abandoned Funds by the Auditors of my Bank. This means that the said funds will be transferred to Government Treasury for State Inheritance if no claim is made after 60 days from the date of declaration.

Ich behaupte, dass ich ein namenloser Bankmitarbeiter in einer ebenfalls vom Namensmangel befallenen Bank aus Ghana bin, in der 56 Megadollar herumliegen, die „niemanden“ gehören und an den Staat fallen, wenn ich sie mir nicht vorher in die Tasche stecke.

I therefore invite you to partner with me to claim the aforesaid funds with a sharing ratio of 50/50.There is no risk attached and the claiming of the US$56million will be executed legally and professionally. The Funds claiming strategies and technicalities has been perfectly arranged, If you are interested, competent and reliable, Please get back to me for more details.

Und jetzt muss du mich mal verstehen: Als Bankmitarbeiter mit hoher krimineller Energie, der sofort derartige Gedanken entwickelt und auch umsetzt, wenn sich eine Gelegenheit bietet, kenne ich nicht einen einzigen Menschen, mit dem ich das zusammen machen könnte. Deshalb schreibe ich irgendwelche völlig unbekannten Leute an, denen ich mal kurz 56 Megadollar in die Hand drücken will, damit wir hinterher halbe-halbe machen. Wenn dir das plausibel erscheint und du noch nie Begriffe wie „Vorschussbetrug“ gehört hast, dann antworte doch einfach mal und lass dir eine tolle Geschichte aus Ghana erzählen, und dann sag mir erstmal, wer du eigentlich bist und dann schick immer wieder mal ein paar hundert Euro mit Western Union oder MoneyGram rüber, mal für den Notar, mal für diese Urkunde, mal für jene Gebühr, mal für den Zoll, mal für einen korrupten Beamten! So kann ich mir mein bevorzugtes Bordell und meinen gehobenen Lebensstil leisten. Und wenn ich dich ausgenommen habe, bricht der Kontakt ab. Ach ja, und in Ghana lebe ich auch nicht¹…

Yours Very Truly, Mr. John Bannerman

Mit Winkewinke vom Betrüger, der nicht nur ein einigermaßen erträgliches Englisch schreibt, sondern sogar weiß, wofür dieses Reply-To im Mailheader steht, so dass man einfach auf Antworten klicken kann, obwohl der Absender gefälscht ist. Natürlich hat der angebliche „Banker“ keine Mailadresse bei seiner Bank oder unter einer eigenen, selbstverwalteten Domain, sondern er verwendet eine anonym und kostenlos einzurichtende Mailadresse beim Freemailer 1email.eu. Dass er mit seinem mutmaßlich massenhaften Missbrauch dieses Anbieters anderen Nutzern einer Mailadresse dort…

Screenshot von der Website des Freemailers -- AKTUELL: Durch massiven Missbrauch für Spam Emails steht die POP3/SMTP Funktion aktuell NICHT für kostenlose Angebote zur Verfügung. Wir bitten um ihr Verständnis.

…die Benutzung einer guten Mailsoftware unmöglich macht², weil kurzerhand die Internetprotokolle für E-Mail in einer schnellen Notbremse abgeschaltet wurden, ist diesem Verbrecher egal. Dem ist alles egal, solange er nur seinen Schnitt dabei macht.

Es ist eben ein asozialer, krimineller Spammer.

¹Obwohl das durchaus möglich wäre. Aber der Betrüger hat nicht den geringsten Grund, auch nur eine einzige Angabe zu machen, die zutrifft und damit möglicherweise zur Hilfe für die Polizei wird. Selbst eine durch und durch korrupte Polizei wie die nigerianische soll hin und wieder mal ein paar dieser Leute verhaften…

²Die Verwendung eines Webmailers ist eine Zumutung. Dass sich ein Freemail-Anbieter zu einer so schweren Einschränkung seines Dienstes genötigt sieht, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass er mit Spam dermaßen zugemüllt wurde, dass eine andere Abhilfe als nicht mehr gangbar erschien. Angesichts der Tatsache, dass 1email punkt eu nach dieser Entscheidung einige, wenn nicht sogar sehr viele Kunden seines kostenlosen Angebotes verloren haben dürfte, die sonst vielleicht einmal eine bessere Dienstleistung bei 1email punkt eu gekauft hätten, ist durch diese Spam wirtschaftlicher Schaden entstanden. So einem Vampir des Internets wie einem Spammer ist das freilich egal. Spam macht das Internet kaputt.

Vereinten Nationen Kompensationseinheit

Sonntag, 26. April 2015

Von: Unitednationcompensationunit1 (at) europe (punkt) jp
Reply-To: unitednationscompensationunit (at) gmail (punkt) com

Ausgleichseinheit der Vereinten Nationen,In Verbindung mit der Weltbank
760 United Nations Plaza,New York, New York 10017, United States.

Attn: Sehr geehrter Kunde [sic!]
AKTENZEIHEN
[sic!]: GM/57/7G6/28ESG
KUNDENNUMMER: MG-GO/YGM-803
ZAHLUNGSAUFWAND BEWERTE € 1.500.000,00 EURO.

Ich bin Prof Dr. John Idris, der Werbung Sekretär [sic!] der Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dabei informieren die Bürger / Opfer [sic!], dass ihre Namen innerhalb der Eurozone fallen [sic!]. Der Vereinten Nationen und der Internationale Währungsfonds (IWF), eine Organisation, um weltweit gegen Betrug und Betrügerische Aktivitäten kämpfen [sic! Dafür ist also der IWF da!]. Diese Gruppe ist für die Untersuchung der Rechtmäßigkeit der unbezahlten Auftrag, Erb- und Lotto zu gewinnen Ansprüche [sic!] von Unternehmen und Einzelpersonen und leitet die Zahlstellen (Banken) weltweit zur sofortigen Zahlung geprüfte Forderungen an die Begünstigten ohne weitere Verzögerung zu machen verantwortlich [sic!].

Sie werden verwendet erlaubterweise kontaktiert [sic!] über die Freigabe den langersehnten Fonds [sic!]. Nach einer detaillierten Überprüfung der Datei [sic!] hat die Vereinten Nationen und die internationale Währungseinheit berechtigt, Ihren Fonds unverzüglich frei. The sum of One million five hundred thousand euros have been approved in your favor via my desk (€1,500,000.00). Diese Zahlung wird über die Bank-zu-Banküberweisung [sic!] oder über einen zertifizierten Scheck [sic!] an Sie gestellt werden. Bitte kontaktieren Sie Dr. Antonio Camacho, Ihre Bank manager Banco Espanyol, spanien madrid für Ihre sofortige Zahlung Tel:00-34-632-xxx-xxx Fax:00-34-917-xxx-xxx E-Mail: antoniocamacho (at) financier (punkt) com

Informiert werden, dass wir in Zusammenarbeit mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der die sofortige Zahlung von den langersehnten Fonds zu genehmigen, unverzüglich Arbeits [sic!]. Hinweis: Das die oben Fonds vor terroristischen oder Betrug Aktivitäten geräumt und wir garantieren die Lieferung der Mittel so gut, sauber, gelöscht Fonds von nicht kriminellen Ursprungs. Es wird empfohlen, die folgenden ein unten sind [sic!]:

ANMELDEFORMULAR FUR DEN GEWINNANSPRUCH

VORNAME ____________ NAME _______________

AKTENZEICHEN _______ GEWINN-SUMME _______

ANSCHRIFT __________ TELEFON ____________

FAX ________________ GEB.DATUM __________

BERUF ______________ Sprache ____________ Deutsch ___ English ____

Mit Freundlichen Grüßen
Prof Dr. John Idris,
United Nations P.r.o
http://www.un.org/sg

Ohne Worte.

(Schlimm, dass die „Vereinten Nationen“ inzwischen so sehr sparen müssen, dass sie sich keinen richtigen Dolmetscher mehr leisten können.)

Congratulation! Congratulation!! Congratulation!!! You Have Won.

Donnerstag, 23. April 2015

Schon wieder?!

– View below attachment for more details –

From UK Lottery.

Aha, hier hatte der Vorschussbetrugs-Spammer mal wieder einen Anfall des Strebens nach gestalterischer Exzellenz, und deshalb hängt er seine angebliche Gewinnbenachrichtigung an die Mail an. In diesem Fall handelt es sich um ein Dokument für Microsoft Word¹, dessen Einheit aus dümmlichem Text und miserabler Gestaltung schon auf dem allerersten Blick jeden Zweifel zerstreut, ob es sich vielleicht nicht doch um eine echte Gewinnbenachrichtigung handeln könnte:

Screenshot der betrügerischen Gewinnbenachrichtung, die angeblich von der staatlichen Lotterie Großbritanniens sein soll.

Für Freunde des unbändigen Lachkrampfes: Ich habe eine 300dpi-Grafik des „Briefes“ zu Flickr hochgeladen.

Von ganzem Herzen wünsche ich dem anonymen Spammer einen Grundkurs für die Benutzung einer Textverarbeitung. Das peinliche Gestümper kann sich ja keiner mehr anschauen…

¹Gilt schon generell, dass man niemals, niemals, niemals einen unverlangt zugesendeten E-Mail-Anhang öffnen sollte, so gilt dies erst recht bei zugesendeten Office-Dokumenten. Ob ausgebeutete Sicherheitsprobleme oder eingebetteter Makrocode, die Möglichkeiten für Kriminelle sind enorm! Sie werden auch immer wieder einmal genutzt.

Jüngste Provisionszahlung: 14.479€

Dienstag, 21. April 2015

Oh, alles für mich?!

Hallo,

Genau mein Name. Und, um was geht es?

Dies ist eine Beschreibung einer aktuellen Auftrag, eines unserer Mitglieder zu zahlen:

5. März 2015 02.39.31 EST
Transaction ID: 9DS42319C81228351

Aha, um eine Zeitangabe aus einer fernen Zeitzone und eine fröhliche Folge von Ziffern und Buchstaben. Alles für Hallo. Und für eine wehrlose Mailadresse.

Und, um was geht es dabei?

Sie haben geschickt ein automatisches Zahlung direkt worden auf Ihre Provisionen zu berücksichtigen. Hier sind die Details:

Betrag: € 14,479.00 USD
Um Provisions Konto
Für: Commissions (22.02 – 01.03)
Automatische Zahlungsnummer : 1W4G32PFH1
Zahlungsweise: Wöchentlich
Nächste Fälligkeit: 8. März 2015

Der Absender dieser Mail, der offenbar in internationalen „Geschäften“ macht, überweist nicht nur Provisionen an Unbekannte, sondern ist auch noch sehr wirtschaftlich und hat sich die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher gespart, so dass auch nach dreimaligen Lesen nicht klar wird, was er mit seinen „geschäftlichen“ Texten überhaupt sagen will.

Wer würde bei so einem Müll nicht sofort…

=> Jetzt anmelden, um zu starten erhalten Ihre Provisionen!

…klicki klicki auf das Linki klicki? Natürlich über ein Skript, dem man eine eindeutige ID übermittelt und das dann auf die eigentliche Site weiterleitet, so dass die Spammer auch wissen, welche Empfänger in der Spam herumklicken. Was man in einer Spam derartiger Betrüger nur noch selten sieht, ist ein direkter Link.

Und nachdem mit nichtssagendem Text der Link untergebracht wurde, steht der Spammer nur noch vor einer Herausforderung: Den Unsinn mit einer halbwegs glaubwürdigen und nicht unmittelbar lächerlichen Grußformel abzuschließen:

Danke,

– Unterstützung

Auch daran ist der Spammer gescheitert.

Diese Spam aus der alltäglichen Hölle im Postfach ist ein Zustecksel meines Lesers R.R.F.