Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Darlehen anbieten

Dienstag, 11. August 2015

So nannte sich der Kommentator mit einer aus Frankfurt kommenden IP-Adresse, der auf Unser täglich Spam den folgenden handgeschriebenen „Kommentar“ hinterlassen wollte, aber leider am bösen Spamfilter scheiterte:

Hallo
Ich bin Herr Laurent-Promotor Duplain Duplain Group, Besitzer von mehreren Produktionsunternehmen der Welt. Im Einvernehmen mit meinem Finanzberater und wegen der globalen Wirtschaftskrise haben wir beschlossen, Darlehen zu schweren Personen, ehrliche und gute Sitten dringend Geld zur Verfügung stellen.

Unser Angebot gilt für:
– Jeder, der Laden Mitarbeiter des Finanzrahmens, die Straße auf der offiziellen.
– Alle Personen, die keinen Zugang zu Krediten in einer Bank oder Finanzinstitute.
– Einzelpersonen nicht beschäftigt oder arbeitslos.
– Menschen CDD, temporäre, subventionierte Verträge … alle Verträge außerhalb CDI.
– Personen, die in schwierigen finanziellen Situation.
– Surendettements, stecken Bank.
– Auch für Anleger, Trader, die eine Verzinsung ihres Kapitals soll.
– Etc …

Unsere Zinssatz beträgt 3% pro Jahr in strikter Übereinstimmung mit dem Gesetz über den Wucher. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte : laurentduplain (at) yahoo (punkt) fr

Danke

Ohne Worte.

Sie sind ein Gewinner

Montag, 10. August 2015

Wie, schon wieder?

Bitte offnen Sie die Anlage.
Die angehangte Datei ist sicher pdf-Datei.

Dank
Verwaltung

Ja, die angehängte Datei ist sicher eine PDF-Datei, das sehe ich schon an ihrem Namen. Sie enthält den Text mit allen seinen Fehlern, den ich jetzt schon das siebte Jahr in solchen Mails zur Einleitung eines Vorschussbetruges lese. Aber immerhin: Das Layout wurde etwas anders gemacht. Allerdings wurde es nicht besser gemacht:

Layout des PDFs im Anhang

Was sagt man noch zu solchen Ausflüssen der Stümperei, des Nichtskönnertums und der plumpen, ungelenken Dummheit? Am besten nur noch einen kurzen, knappen Abschied.

Dank
Hirn des Lesers

RE:

Sonntag, 9. August 2015

Achtung! Dada-Alarm!

Von: Zakayyah Tabassum Rana <Gefälschter Absender>
Antwort an: tr33ha (at) gmail (punkt) com

Gut, einen Reply-to-Header kann er setzen, unser Spammer. Jetzt aber dringend alle Flüssigkeiten aus dem Mundraum entfernen, denn wir wollen mal schauen, ob er auch einen tollen Text zur Einleitung eines Vorschussbetruges in seine Spam schreiben kann:

Hallo

Dies ist eine persönliche e-Mail an Sie für Ihre Betrachtung allein, fordere ich, dass es bleiben und werden nur als solche behandelt. Ich bin ein Banker mit Investec Bank hier in UK.

Ich habe eine interessante Business-Angebot für Sie, die immense Vorteile für uns beide werden. Obwohl dies schwer zu glauben sein kann, stehen wir $ 50 Millionen USD zwischen uns in wenigen Wochen zu gewinnen. Bitte gib mir den Vorteil des Zweifels und höre mich raus. Ich brauche dich um Ihr Interesse zu kennzeichnen, indem Sie auf diese e-Mail Antworten.

Am wichtigsten ist, werde ich Sie Versprechen zu halten, was Sie von mir zwischen uns lernen, auch wenn Sie sich entschieden haben, nicht mit mir zusammen zu brauchen. Ich werden weitere Details Sie bei Erhalt einer positiven Antwort von Ihnen zur Verfügung.

Grüße,

Trevor.

Ohne Worte.

IS THIS YOUR EMAIL CORRECT?

Samstag, 1. August 2015

Ja, Spammer, deine Spam ist angekommen. Leider.

Dear,

Your e-mail address came up in a random draw conducted by my law firm Boo Yang Huay Chambers in Malaysia. Am personal attorney to my daesesed client Mr. Ronald Owen, who worked with an oil firm here in Malaysia, Mr. Ronald Owen, a well known Philanthropist, before he died, he made a WILL in my law firm stating that his USD3.5M should be donated to any Philanthropist of our choice outside Malaysia (Overseas.)

I wait for your reply to enable me give you full information for this deal

Regards,

Advocate Boo Yang Huay
Attorney-at-Law

Hmm, wie mag da wohl das Testament aussehen? Vielleicht so:

Letztweilige Verfügung / Testament

Mein gesamter angesammelter Zaster geht an den namentlich unbekannten Nutzer einer E-Mail-Adresse, die aus einer irgendwie zusammengeholten Liste von irgendwelchen E-Mail-Adressen herausgezogen werden soll. Nähere Angaben zum Verfahren sind irrelevant.

Die gesamte Kommunikation über die paar Millionen Dollar hat in unverschlüsselter, nicht digital signierter E-Mail über eine kostenlos und anonym einzurichtende E-Mail-Adresse bei Googles Maildienst zu erfolgen.

Ronald Owen
Stinkreicher Sack

Bitte mein guter Freund

Samstag, 25. Juli 2015

Gern doch, du mieser Vorschussbetrüger.

Bitte mein guter Freund

Das hast du schon im Betreff gesagt.

Ich bin mit diesem Medium, um Sie über die Transaktion zur Abgabe von $ 21500000 (Einundzwanzig Millionen fünfhunderttausend Euro) in meiner Bank in China, Sie als Empfänger zu informieren. Es wird zu 100% sicher, dass der Finanzvorstand des verstorbenen Kunden.

Achtung! Punkt! Satz endet hier! 😀

Bitte auf meine private E-Mail kontaktieren unter für Fragen und weitere Informationen.

Bitte mit einer kostenlosen (und anonym zu holenden) Adresse bei Google Mail über ganz viel Geld kommunizieren. Wer braucht da Privatsphäre?

Mit freundlichen Grüßen,

„Freundlich“ wie eine Ohrfeige.

sang Chin

Ausgedachter Name. Klingt chinesisch. Die Spam wurde aber von einer dynamisch vergebenen IP-Adresse aus den Philippinen versandt.

e-mail:chinsang31 (at) gmail (punkt) com

Obwohl die Mailadresse als Absender und als Reply-to drinsteht, muss sie noch einmal zum Anklicken reingeschrieben werden. Es weiß ja noch nicht jedes Opfer dieses Typen, wie man eine E-Mail beantwortet.

Kurz und schlecht…

Re: Glückwunsch !…

Mittwoch, 22. Juli 2015

Was, bin ich denn schon wieder Millionär?! 😀

Lieber Konto Benutzername

Klar, das muss ich sein. Das ist genau mein Name.

Wir freuen uns, Sie ьber die Freigabe der preisgekrцnten Programm Ankьndigung zu informieren. Anbei ist die Originalkopie der Gewinn Gewinnbenachrichtigung.

Glьckwunsch
Don Luis Alberto.

Das ist – abgesehen von der knüppeldummen Anrede – einmal die ganz normale Kost des Vorschussbetruges. Allerdings haben sich die Spammer gesagt, dass sie vielleicht mal einen anderen, besseren, weniger peinlichen „Brief“ als den von gestern an ihre Massenmail dranhängen sollten, und in der Tat: Der „Brief“ sieht anders aus. Allerdings nicht besser und auch nicht weniger peinlich. Zum Vergrößern einfach auf das Vorschaubild klicken:

Bild der Gewinnbenachrichtigung

Es lohnt sich kaum, diesen „neuen Brief“ zu zerlegen, weil er es selbst tut. Hier nur die Einleitung einer wirklich tollen Nachricht vom Millionengewinn:

Sehr geehrte E-mail Konto Benutzer,

!Auszeichnung/Benachrichtigung!

Wir sind erfreut Sie zu informieren, das Sie ein glücklicher Gewinner des internatinalen [sic!] Lotterie Spielprogramms 20 Januar 2015 sind.

Hui, das war vor 183 Tagen. Offenbar gabs neben dem Poststreik auch einen viel längeren E-Mail-Streik, und jetzt kommt das ganze Zeugs erst an.

Wir freuen uns sehr, Sie als einen der Gewinner zu benachrichten, denn Ihre Addresse [sic!] und dieKartenseriennummer stimmen überrein: 088 462-H4, Stempelzahl: 2363-00, […]

Oh, das ist meine Adresse? Wusste ich noch gar nicht.

[…] gekauft von Ihrem Bearbeitungsagenten zu den Kosten von zwei Euros, welchen den Preis in der 3. Kategorie mit den Gewinnzahlen 02-16-17-29-44-47 gewonnen hat.

Moment, da oben im „Brief“ sind doch auch ein paar „Gewinnzahlen“ abgebildet? Oh, die sehen aber irgendwie anders aus:

Detail aus dem Briefkopf der angeblichen Gewinnbenachrichtung. Ref Number PS/0670/168/ESP, Batch Number N/2014-021/EU, 4-13-21-27-36-38, Bonus ball 45

Es ist aber auch echt schwierig, sich Zahlen auszudenken und diese Auswahl dann einen ganzen Brief lang beizubehalten!

Vor allem für dumme Vorschussbetrüger. :mrgreen:

Re Gewinnbenachrichtigung.

Dienstag, 21. Juli 2015

Lange nichts im Spamlotto gewonnen…

Absender: Internationale Lotteriekommission <andrealcate (at) gmail (punkt) com>

Genau! Von einem „Lotterieveranstalter“, der nicht die paar Euro für eine eigene Domain und einen eigenen Mailserver übrig hat und deshalb eine kostenlos und anonym verfügbare Mailadresse bei einem Freemail-Anbieter für seine geschäftliche Kommunikation verwendet, der sich in seinen Nutzungsbedingungen das unverschämte Recht rausnimmt, jede E-Mail mitzulesen und für Reklamevermarktungszwecke auszuwerten. Es geht ja nur um viel Geld, wer will denn da noch Diskretion?

Wir freuen uns, mitteilen zu kцnnen, die Verцffentlichung des preisgekrцnten Benachrichtigung. Beigefьgt ist die Originalkopie der preisgekrцnte Anzeigeschreiben.

Herzliche Glьckwьnsche.

GrьЯe
RAUL J. GONZALEZ..


This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
https://www.avast.com/antivirus

Tja, bei einer so kurzen und dabei doch so peinlich fehlerhaften Mail fehlt nur noch der Blick in die „Originalkopie [!] der preisgekrönte Anzeigeschreiben“; ein Blick der bei Deutschlehrern Gruseln und bei den meisten anderen Menschen spontane Heiterkeit auslöst. Es handelt sich um das folgende PDF-Dokument – zum Vergrößern einfach das Vorschaubild anklicken:

Screenshot der angeblichen Gewinnbenachrichtigung zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Detail aus der angeblichen Gewinnbenachrichtigung: Siegel mit dem Text 'El Gordo Money back 100% guaranteed'.Das absolut Besteste daran: Wenn einem der Gewinn nicht gefällt, gibts eine hundertprozentige Geld-zurück-Garantie. So wird einem schon bei der erfreulichen Mitteilung, dass man ohne jeden Kauf eines Lotterieloses 950.000 Øre gewonnen hat, weil ein Agent der Lotteriekommission den Namen gekauft hat, völlig klar, dass da wohl doch noch eine Menge Geld zu löhnen ist, bevor das (nicht-existente) Milliönchen kommt. „Nett“ auch, dass sich der „Lotterieveranstalter“, der zwar Millionengewinne ausschüttet, aber die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher nicht entbehren kann, bei allen Empfängern für die Teilnahme bedankt, obwohl niemand freiwillig und bewusst teilgenommen haben kann.

Aber warum sollten sich miese Vorschussbetrüger auch nur ein bisschen Mühe mit ihren Nummern und ihren Texten geben? Dann könnten sie doch auch gleich arbeiten gehen… :mrgreen:

Wer einmal vergleichen möchte: Das angehängte PDF ist praktisch identisch mit der Gewinnbenachrichtigung aus dem Mai dieses Jahres, und auch ansonsten haben die Vorschussbetrüger nichts an ihrer schlecht vorgetragenen Nummer verbessert.

Das kann leider nur eines bedeuten: Die haben damit genug Erfolg. 🙁

Es gibt also Menschen, die nach so einer E-Mail mit einem derartigen Anhang wirklich

  1. …an einen möglichen Lotteriegewinn glauben, obwohl sie bei der Lotterie niemals ein Los gekauft haben;
  2. …ein mies gestaltetes Formular aus der E-Mail eines unbekannten Absenders mit genug Daten für einen kriminellen Identitätsmissbrauch ausfüllen;
  3. …keine Zweifel entwickeln, wenn ein Lotterieveranstalter die Millionengewinne nicht von einer preisgünstigen Bank verwahren lässt (und Zinsen dafür kassieren kann), sondern in Form bunter Läppchen bei einer obskuren und hohe Gebühren fordernden „Sicherheitsfirma“ hinterlegt;
  4. …für möglich halten, dass derartige „Sicherheitsfirmen“ zwar Millionenbeträge verwalten, aber dennoch keine Bankkonten haben und deshalb weder eine Banküberweisung noch einen Scheck empfangen können, so dass man ihnen alles Geld vollständig anonymisiert über Western Union, MoneyGram und Konsorten übertragen muss; und
  5. …sich nicht eine einzige verdammte Sekunde lang daran stören, dass die gesamte E-Mail-Kommunikation über derartige Angelegenheiten – immer daran denken: Wenn die Geschichten stimmten, ginge es um verdammt viel Geld – in unverschlüsselter, beim Transport durchs Internet offen wie eine Postkarte lesbarer, nicht digital signierter E-Mail abgewickelt wird, die ausschließlich über kostenlose, anonyme Mailadressen bei Freemail-Anbietern läuft.

Nun, ich finde dieses Maß an Dummheit, Leichtgläubigkeit, Unwissenheit und digitalem Analphabetismus ziemlich gruselig – wenn da jemand, sagen wir mal: ein Professor an einer bundesdeutschen Universität, denkt „Das sieht ja alles so amtlich aus, das wird schon stimmen“ und Geld an Unbekannte überweist. Wegen einer E-Mail.

Schade, dass Dummheit kein Evolutionsnachteil mehr ist, der sich langsam rausmendelt, sondern geradezu gesellschaftlich gefördert wird!

GrьЯe

Sonntag, 19. Juli 2015

GrьЯe,

Ich bin Frau Elena Ruiz Santos, ich bin 68 Jahre alt Basis in Spanien Ich schreibe, um Sie ьber meine Absicht, mein Geld 4,5 Millionen Euro fьr wohltдtige Arbeit in Ihrem Land beziehen. Ich war zu spдt Pablo Mariano Santos geheiratet, die ein Bauer und ein Weinproduzent in Spanien, bevor er starb nach wenigen Tagen in den hospital. I haben an Krebs gelitten Ich will wissen, ob ich dir vertrauen kann, diese Mittel fьr wohltдtige Zwecke zu verwenden / war Waisenhaus und 30% wird fьr Sie Entschдdigung. Bitte kontaktieren Sie mich, damit ich Ihnen mehr Details.

Mit freundlichen GrьЯen in der Herr,

Frau Elena Ruiz Santos.

Ohne Worte.